Ich habe keinen Schimmer, warum ihr überhaupt Beim Christoph besucht und Einträge wie diesen zumindest anfangt zu lesen (Danke!). Doch ich vermute, dass das Thema “Kochen mit Sicarius” nicht sonderlich weit oben auf euerer Liste der Interessen steht. Ich weiß: Ich soll mich nicht schlechter machen, als ich bin. Aber ich habe bereits das ein oder andere Mal erwähnt, dass ich definitiv nicht der größte Koch vor dem Herrn bin oder gar behaupte einer zu sein. Wir kochen zwar weiterhin fast täglich selbst, aber das ist weit entfernt von irgendwelchen Fünf-Sterne-Menüs. Wobei die, die man so im Fernsehen sieht, würden mich eh nicht satt machen.

Gute Erfahrungen

Nein, nicht schon wieder abschweifen, Sicarius! Wir haben doch noch nicht einmal die Einleitung hinter uns. Ich wollte eigentlich nur darauf hinaus, dass ich zwar kein Experte bin, hilfreichen Kochutensilien gegenüber bin ich jedoch – wie sicherlich alle von uns – nicht abgeneigt. Unsere COSORI Heißluftfritteuse ist beispielsweise mittlerweile fast zu jeder Mahlzeit im Einsatz. Man könnte also durchaus behaupten, dass wir mit ihr vollumfänglich zufrieden sind. Das stimmt jedoch tatsächlich nicht ganz. Es gibt nämlich Tage, da bereuen wir es doch ein bisschen damals nicht zur größeren Ninja Foodi FlexDrawer 10,4 L Heißluftfritteuse* (oder zum COSORI Turbo Tower*) gegriffen zu haben. Nämlich dann, wenn wir sie eigentlich beide gebrauchen könnten. Entsprechend müssen wir vorab planen, wer zu welcher Mahlzeit die COSORI in Beschlag nehmen darf. Aber das Gerät an sich? Weiterhin top!

Das gilt auch für die kleine Feuerpfanne, die ich für meine Steaks und Schnitzel jedes Mal wieder gerne hervorhole. Eine der besten Kücheneinkäufe! Die große ist zwar etwas weniger Einsatz. Das liegt aber nicht an der Qualität, sondern einfach nur an der fehlenden Quantität. Wir müssen aktuell (zum Glück) gar nicht so viel vorkochen.

Ende der Einleitung?!

Und damit kommen wir endlich zum eigentlichen Thema des heutigen Eintrags: Den zwei Neuanschaffungen, die seit Oktober 2025 ihren Dienst in unserer Küche tun.

Sieht aus wie eine klassische Knoblauchpresse

Knoblauchpresse (Gourmet Easy)* – Ich hatte tatsächlich bislang keine Knoblauchpresse. In unseren Haushalt zog entsprechend Lysandas Knoblauchtwister* ein. Wirklich glücklich war ich damit ehrlich gesagt von Anfang an nicht. Man muss den Knoblauch schon ein wenig kleinschneiden, braucht dann trotzdem noch viel Kraft und ihn dann aus dem Ding wieder raus zu kratzen ist ebenfalls mühselig gewesen. Insofern war ich nicht wirklich traurig, als dann mal ein paar der “Zähne” ihren Geist aufgegeben haben und ich nach Ersatz suchen durfte.

Die Wahl fiel dabei auf die verlinkte Gourmet Easy Knoblauchpresse aus drei Gründen:

  • Bekannte Marke – Gourmet Easy sind in Küchenkreisen keine Unbekannten und bieten angeblich gute und langlebige Qualität-
  • Klassische Form aus Edelstahl – Keine komische Twistfunktion, keine fragwürdigen Handdrehpressen und vor allem kein Plastikkram. Ich wollte einfach nur was haltbares, das gut in der Hand liegt und keinen vorherigen Besuch im Fitnessstudio braucht.
  • Kein Schälen notwendig – Das war die eigentliche Funktion, die mich zu dieser Knoblauchpresse hingezogen hat. Endlich kein Schälen mehr? Konnte ich mir gar nicht so wirklich vorstellen, dass das funktioniert. Aber ja: Es funktioniert einwandfrei. Kriege ich dabei vermutlich nur 98% des Knoblauchs aus der Zehe und habe möglicherweise ein paar Mikroreste Schale im Essen? Sicherlich. Sehen/merken tue ich davon nichts und ich verzichte gerne auf eine kleine Menge Knoblauch, wenn ich mir dafür die fünf Minuten Schälen spare.

Von mir eine klare Empfehlung diese Presse. Seit wir sie haben, ist der Knoblauchverbrauch in unserem Haus nachweisbar gestiegen. Ja, der Drücker hat mittlerweile schon ein paar Kratzer. Aber es ist halt ein Gebrauchsgegenstand. Dafür macht sie was sie soll und das Reinigen geht ebenfalls gut von der Hand. Der Großteil der Zehenreste holt man aus der Presse raus, indem man den Stempel rumdreht und als Schaber benutzt. Der Rest geht einfach unter fließendem Wasser.

Bereit zum Stempeln

Fleischzartmacher (Gourmet Easy)* – Ich war noch nie so der Fleischklopfer. Ich verstehe den Sinn und Zweck dahinter, keine Frage. Das Fleisch zart machen, die Muskelfasern auflockern, Sehnen durchtrennen und gleichmäßigeres braten ermöglichen. Mir war das aber irgendwie immer zu blöd so einen Hammer im Haus zu haben und ihn rauszuholen. Als ich auf der Suche nach der Knoblauchpresse dann auf diesen Fleischstecher gestoßen bin, habe ich mir gedacht: Probier’s doch mal aus. Zurückschicken geht ja immer.

Gleich vorweg: Das Teil ist nicht für kleine Hände geeignet. Es ist relativ klobig und mit seinen 384g nicht gerade leicht. Dafür geht das “Fleischzartmachen” echt gut von der Hand. Man setzt ihn einfach auf das Fleisch und drückt zu – quasi so, als würde man ein Formular abstempeln. Den Rest erledigen die ultrascharfen Klingen aus rostfreiem Stahl. Völlig unkompliziert und man muss es auch nur eine Handvoll Mal pro Fleischstück machen. Das ist sowieso zu empfehlen: Zu oft und ihr habt nur noch Hackfleisch übrig :wink: . Und nein, es besteht keine Gefahr, dass ihr euch verletzt. Die Klingen sind zurückgesetzt und fahren nur aus, wenn ihr auf eine Oberfläche drückt. Solange ihr also eure Hand nicht drunter legt, passiert nichts.

Man muss allerdings sagen, dass die Reinigung per Hand nicht ganz so gut funktioniert. An die mittlere Klingenreihe kommt ihr nur mit einer dünnen Bürste rein. Und der Griff ist nicht dicht. D.h. das Wasser sammelt sich dort oben drin, wenn ihr ihn umdreht. Insofern wäre hier ein klassischer Fleischklopfer sicherlich im Vorteil. Aber in Bezug auf die Lautstärke und den Stärkeansatz hat der Fleischzartmacher eindeutig die Nase vorn.

Das Ergebnis

Und ja, das Ergebnis schmeckt man auch. Vor allem in Kombination mit der COSORI. Da die ja fettfrei arbeitet, wird vor allem Hühnchen tendenziell trockener. Nach dem Einsatz des Fleischzartmachers ist zwar immer noch ein Unterschied zur Pfanne da, aber es ist trotzdem deutlich saftiger als ohne. Insofern ist das Teil mit rund 40€ zwar nicht ganz billig, trotzdem gibt es hier ebenfalls eine klare Empfehlung von mir – auch, wenn ich immer noch gerne vergesse ihn zu benutzen :smile: .

Epilog

Ich find es immer wieder lustig selbst zu erfahren, wie ich jahrelang ganz gut ohne ein Ding auskommen bin und kaum habe ich es mal benutzt, will ich es nicht mehr vermissen. Es bleibt entsprechend spannend, was in Zukunft noch so unseren Haushalt erweitern wird.

Sicarius

Fragwürdige Spielewahl

Mein Spielerhirn hat definitiv einen mehr oder weniger großen Schuss weg. Allein in meiner Steambibliothek befinden sich dutzende Präzisionsplattformer wie Celeste, Super Meat Boy, Electronic Super Joy oder They Bleed Pixels, die als sehr gute oder sogar fantastische Spiele angesehen werden. Sie bieten allesamt gut designte Levels, eine ultrapräzise Steuerung, eine gute Geschichte und opendrauf noch eine schicke Optik. Aber statt, dass ich eines dieser Werke endlich mal anfange/fertig durchspiele, mache ich was? Ich investiere fünfeinhalb Stunden meiner wertvollen Zeit in:

(Cover)

Minimalism (2017; PC) – 165 Achievements, größtenteils in Form von japanischen Hiragana-Schriftzeichen, mit 0,99€ ein sehr niedriger Preis, passend zum Titel eine sehr minimalistische Optik und nur eine “Mixed”-Bewertung auf Steam – das klingt so gar nicht nach einem Vorzeigetitel aus dem Genre der Präzisionsplattformer. Im Gegenteil sieht es auf den ersten Blick nach einem dieser belanglosen Achievement-Farmer-Spielen aus, die man sich holt, um sein Profil aufzubessern. Dieser Eindruck beißt sich allerdings mit dem hohen Schwierigkeitsgrad der 31 Level. Ich vermute die meisten verlieren schon frühzeitig die Geduld, um tatsächlich die Erfolge auf legalem Wege zu erhalten.

Ein Teil des Schwierigkeitsgrades entsteht dabei logischerweise durch das (teils wirklich fiese) Leveldesign. Schon früh lernt ihr beispielsweise schmerzlich, dass die Hitboxen der allgegenwärtigen Spikes mitnichten ein Dreieck bilden. Stattdessen sehen sie nur so aus und nehmen tatsächlich den Platz eines Rechtecks ein. Es versteht sich von selbst, dass schon die kleinste Berührung den sofortigen Neustart auslöst. Das lernt ihr auch gleich im zweiten Level, wenn ihr erstmals über vier von den Dingern gleichzeitig springen müsst. Es sieht so einfach aus – bis einem die Hitbox einen Strich durch die Rechnung macht.

Und dann fallen die Dreiecke auch noch plötzlich von der Decke – ohne jedwede Indikation, dass es an dieser Stelle passieren könnte. Nein, ihr nähert euch völlig unbesorgt und schwupps ist das Game Over da. So steigert sich das Spiel nach und nach bis ihr am Ende waghalsige Sprungsequenzen unter Zeitdruck und sogar mit umgedrehter Gravitation meistern müsst. An Ideen mangelte es dem Autor dabei definitiv nicht.

Die volle Kontrolle?

Minimalism (Herstellerbild)

Das fiese Leveldesign ist aber nicht euer größtes Problem. Das gehört zu diesem Genre schließlich dazu. Nein, das größte ist euer Charakter. Ihr übernehmt in Minimalism die Kontrolle über ein gefühlt fettes Viereck, das sich seinen Weg durch die schwarze 2D-Hölle bahnen muss. Und dieses Viereck hat nicht nur ein Momentum, an das ihr euch gewöhnen müsst. Es reagiert auch gerne mal nicht auf eure Eingaben. Ja, ihr lest richtig: Ihr drückt die Sprungtaste und nichts passiert. Stattdessen landet ihr in der nächsten Falle und dürft neustarten. Wie häufig ich allein deswegen das 29. Level neustarten musste, geht auf keine Kuhhaut. Das darf in einem Präzisionsplattformer einfach nicht passieren. Da muss mein Skill entscheidend sein und nicht der Mondstand.

Dazu kommt die Tastatursteuerung. Ihr müsst häufig das Viereck besonders präzise im Sprung steuern, damit ihr nicht in irgendwelchen Spikes landet – was mit der Tastatur fast unmöglich ist und somit zur Glückssache mutiert.

Jetzt erst recht!?

Wie in der Einleitung bereits verraten, habe ich mich aber doch durchgebissen. Einfach, weil ich alle Achievements haben wollte und weil es sehr gut für fünf Minuten Zwischendurch geeignet war. Und ja: Man könnte sogar sagen, dass ich auf gewisse Art und Weise Spaß dabei hatte. Wenn man mal verstanden hat, wie das Viereck reagiert und worauf man achten muss, geht es abseits der Totalausfälle doch ganz gut und planbar von der Hand. Außerdem sind die Level angenehm übersichtlich. Ja, ihr werdet mitunter dutzende Neustarts brauchen. Aber die gehen schnell von der Hand und am Ende dauert kein Level länger als 1-2 Minuten. Dadurch bleibt die Hemmschwelle, es noch einmal zu versuchen, angenehm niedrig. Ach und die chillige Musikuntermalung war auch ganz nett.

Kann ich euch den Titel also tatsächlich empfehlen? Nein. Wie eingangs erwähnt gibt es in diesem Bereich so viel qualitativ hochwertigere Konkurrenz. Da müsst ihr eure wertvolle Spielzeit nicht mit sowas verschwenden. Eine Einschätzung, die übrigens für die beiden anderen Achievementfarmer des Entwicklers PixelMouse gilt. Sie hören auf die Namen Distant Space und Distant Space 2 und es handelt sich um ziemlich anspruchslose Galaga-Klone. Teil 1 hatte ich in weniger als 30 Minuten durch. Bei Teil 2 zeigt der Spielzeitzähler immerhin 65 Minuten. Mit Spielspaß hatte das aber nichts zu tun. Da war im Vergleich dazu Minimalism schon fast ein Meisterwerk. Und da reden wir ja schon vom Einäugigen unter den Blinden.

Gothic Remake (Herstellerbild)

Ich kenne nur sehr wenige Spiele, die mit Patches schlechter statt besser werden. Hero Siege beispielsweise, weil die Entwickler warum auch immer plötzlich einen Diablo-Klon haben wollten und entsprechend von heute auf morgen das komplette Ding umkrempelten. Der Titel hat mit dem, was ich euch damals im verlinkten Eintrag beschrieben habe, überhaupt nichts mehr zu tun. Und nein, besser geworden ist er weder durch den Switch noch durch die zahlreichen Patches seitdem.

Ganz aktuell trifft es das Gothic Remake*. Ja, die Releaseversion war wohl nicht im besten Zustand. Aber so wirklich besser wird es irgendwie nicht. Im Gegenteil wurde vergangenen Freitag ein Hotfix für den bereits katastrophalen Patch 1.0.3 veröffentlicht, der nun endgültig alles kaputt gemacht hat. Nicht nur dauert das Starten des Spiels plötzlich eine halbe Ewigkeit, es fehlen auch die Laufgeräusche. Und je länger ihr spielt, desto weniger Sounds werden es insgesamt. Und da reden wir von einem Zeitraum von nur rund 15 Minuten! Immerhin gibt es seit gesten Abend einen Betapatch und wir müssen nicht wieder bis Ende der Woche warten. Ich bin ja ganz klar für geregelte Arbeitszeiten. Manchmal ist es aber definitiv besser einfach mal den ITler in seiner Bereitschaft anzurufen und einen Rollback anzuordnen.

Spielerische Fragwürdigkeit

Neben den technischen Problemen, die gefühlt mehr als weniger werden, gibt es aber noch einen weiteren Aufreger: Entwickler Alkimia Interactive änderte bislang mit jedem Patch die Position und/oder Verfügbarkeit von begehrenswerten Gegenständen – und zwar größtenteils undokumentiert. Ziel ist es wohl zu verhindern, dass man in Kapitel 1 bereits zu stark wird. Mal abgesehen davon, dass sich die echten Min/Maxer davon wenig beeindrucken lassen, verstehe ich nicht, warum mich die Entwickler bei einem Einzelspielerspiel so bevormunden wollen? Irgendeiner hatte sich doch schließlich was dabei gedacht, als er sie dort während der Entwicklung hinterlegt hatte.

Gothic Remake (Herstellerbild)

Die negative Folge dieser Verschiebungen ist jetzt, dass sich das Erkunden der Spielwelt und das dazugehörige kreative Denken immer weniger lohnt. Was bringt es mir, wenn ich es erfolgreich schaffe an eigentlich viel zu schweren Gegnern vorbeizukommen oder an einen eigentlich momentan unerreichbaren Ort zu gelangen, wenn mich am Ende als Belohnung dann doch nur das buchstäblich rostige Schwert erwartet? Dabei lebt speziell Gothic doch gerade davon, dass die statische Spielwelt (=Gegner leveln nicht mit) dazu einlädt, Risiken einzugehen. Das waren doch damals mit die geilsten Momente, für die man vom Spiel auch noch mit guten Gegenständen belohnt wurde.

In Gothic Remake? Erwartet mich nach den Strapazen schlimmstenfalls noch ein halbstündiges Schlösserknacken-Minispiel an einer Kiste, die dann nur ein Erzstück und ein Wolfsfell enthält. Und das Wolfsfell kann ich dann nicht einmal gewinnbringend verkaufen, weil Alkimia warum auch immer ein Warenwirtschaftssystem einbauen musste! Wie kann man Spielern die Möglichkeit geben, wilde Tiere auszuweiden, aber sie gleichzeitig dafür bestrafen, dass sie es tun und so den Markt überschwemmen?! Das ist doch dämlich. Warum musste hier unbedingt im Namen irgendeiner fiktiven Balance rumgeschraubt werden? Ich verstehe es wirklich nicht.

ARGH!

Und ja, ich hasse das Minispiel zum Schlösser knacken. Nicht nur, weil ich einfach zu dumm dafür bin. Sondern auch, weil es viel zu lange dauert. Wenn ich eh nur 30 Minuten Zeit habe zum Spielen, will ich die in so einem Titel doch nicht mit einem Logikpuzzle verbringen. Im Original musste man durchschnittlich 10-20 rechts-links-Kombinationen auswendig lernen, um Truhen zu öffnen. Das klingt nach viel, war aber okay und funktionierte wirklich gut. Hier brauchen selbst einfache Schlösser 30 und mehr Schritte und ich muss vorher erstmal die Funktionsweise des Schlosses analysieren! Allein das führt schon zu zahlreichen abgebrochenen Dietrichen.

Die Fähigkeit zu verbessern entschärft die ganze Problematik aus meiner Sicht nur minimal. Am schlimmsten ist jedoch, dass die Belohnung für die ganze Mühe dann eine Bratpfanne und ein paar Erzbrocken sind. Das ist kein spielerfreundliches Design, sondern eine Antidiebstahlmaßnahme. Wollte der Designer eigentlich ein Puzzlespiel entwickeln und wurde stattdessen gezwungen, an Gothic Remake zu arbeiten?! „Not my Gothic!”, frei angelehnt an eine gewisse Protestbewegung. Ich habe mir deshalb schon kurz nach Spielstart einfach die Modifikation Lockpick Settings installiert. Sie hat den Vorteil, dass man sie so konfigurieren kann, dass es trotzdem noch ein Risiko ist, eine Truhe zu öffnen. Mit dem eigentlichen Puzzle muss ich mich aber nicht mehr rumschlagen.

Was Positives

Gothic Remake (Herstellerbild)

Diese ganzen Sachen nerven besonders viel, weil das Spiel an sich wirklich richtig gut geworden ist. Es steht tatsächlich nicht nur Gothic drauf – es ist auch Gothic drin. Nicht nur in Sachen Atmosphäre (die Spielwelt ist wirklich wunderschön) oder der Nostalgie (vieles ist so, wie es im Original war), sondern auch spielerisch. Ihr trefft beispielsweise bei eurem ersten Besuch im alten Lager auf den Gardisten Bloodwyn. Der ist, kein großer Spoiler, ein ziemliches Arschloch, das euch ausnehmen will. Ich habe selbstverständlich dankend abgelehnt, ihm Schutzgeld zu zahlen. Die Konsequenz ist, dass ihr Ärger bekommt. Darunter ein Kampf mit drei Gegnern gleichzeitig. Etwas, für das ihr theoretisch zu diesem Zeitpunkt nicht gewappnet seid. Aber schon lange vor Demon’s Souls (2009) oder Dark Souls (2011) haben Spieler die Macht des Käses entdeckt.

Nachdem ich also die ersten paar Versuche (vorhersehbar) volles Pfund aufs Maul bekommen habe, habe ich nach Alternativen gesucht. Eine sehr erfolgreiche war es, die Jungs zu einer Gruppe Blutfliegen zu lotsen. Die hat kurzen Prozess mit ihnen gemacht. Das konnte ich aber nicht auf mir sitzen lassen, weil ich dadurch (glaube ich?) keine Erfahrungspunkte bekommen habe. Also erneut den letzten Spielstand geladen und stattdessen die Truppe in den nahegelegenen Fluss gelockt. Damit kam die KI nicht so gut klar, was es mir ermöglichte, sie mit Pfeil und Bogen zu schwächen und dann mit meinem rostigen Schwert den Rest zu geben. Und solche Erlebnisse kenne ich gefühlt nur aus der Gothic-Serie, oder sind mir hier zumindest am besten in Erinnerung geblieben.

Es nervt mich entsprechend schon massiv, dass ich jetzt wegen diesem blöden Patchkram nicht wirklich weiterspielen kann. Ja, auf dem PC steht jetzt der Betapatch bereit bzw. ich hätte tatsächlich die Möglichkeit selbst einen Rollback durchzuführen. Da ist mir allerdings die Gefahr zu groß, dass es am Ende doch mal meine Spielstände zerschießt. Da harre ich lieber der Dinge und hoffe auf Besserung mit Patch 1.0.4. Schließlich habe ich noch genug anderes zum Zocken *zeigt auf seine Steambibliothek mit 8.577 Einträgen*.

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