Sicarius

Tagebuch eines Hausherrn #22

Der Waschraum vor der Behandlung

Andere fahren im Urlaub möglichst weit weg von Zuhause, wir sind eher die, die lieber daheim bleiben. Für was kauf‘ ich mir schließlich ein Haus, wenn ich darin nur Esse und Schlafe (zu mehr ist in der normalen Arbeitswoche ja normalerweise nicht Zeit). Bitte? Um daran zu werkeln? Ja, da hast du recht, Stimme aus dem Off. Vielleicht fahren deswegen immer alle im Urlaub weg, um nicht die Arbeit Zuhause zu sehen? Naja, egal. Was andere machen ist mir wurscht. Wir waren auf jeden Fall fleißig und haben nicht nur arbeiten lassen (Details dazu dann im Tagebuch-Eintrag Nr. 23), sondern auch selbst gearbeitet:

Der Keller

Als der erste Stock im Februar 2017 soweit fertig geworden ist, hat die Sache mit dem „Weiter renovieren“ zugegebenermaßen plötzlich eine extrem niedrige Priorität bekommen. Ja, wir haben den Keller absolut vernachlässigt im letzten Jahr. Ich hatte mich zwar zwischen durch mal daran versucht die Raufasertapeten im Flur zu entfernen aber einer der Vorbesitzer hat diese scheinbar mit Wandkleber an die Wand geklebt (was sonst?). Die sitzen bombenfest und kommen selbst nach minutenlangem Einweichen nur mit viel Anstrengung herunter. Entsprechend hoch war meine Motivation mich damit zu beschäftigen (dürfte ~1-2m² bislang geschafft haben). Gleichzeitig hatten wir aber nicht den großen Druck. Wir brauchten die Räume nicht dringend und das Werkzeug aus einem Haufen herauszusuchen war zwar etwas nervig aber kam nicht so häufig vor. Nur, dass die Wäsche wieder dreckig wurde, wenn man sie beim auf- oder abhängen vom Ständer herunterfiel, das war echt blöd.

Aber der tatsächliche Grund, warum wir im Urlaub plötzlich in hektische Betriebsamkeit verfallen sind, ist ein anderer: Wir bezahlen ja bekanntlich aktuell jede Woche gutes Geld für’s Fitnessstudio (und gehen normalerweise auch 2-3x pro Woche hin) und das geht logischerweise ganz schön ins Geld. Deswegen haben wir uns entschieden den Vertrag zu kündigen (geht noch ein Jahr) und stattdessen endlich unseren Freizeitraum in Angriff zu nehmen indem wir einen Crosstrainer bestellt haben (ein Fahrrad-Home-Trainer aus einer Betreibsaufgabe und so eine Art „zugelaufener“ Stepper stehen schon unten). Aber bevor wir den Freizeitraum herrichten können wo die starken Jungs von der Spedition ihn hinstellen sollen, mussten die anderen beiden Räume (von uns als Werk- und Wäscheraum tituliert) auf Vordermann gebracht und dafür die derzeitigen Inhalte im zukünftigen Freizeitraum zwischengelagert werden (lag sowieso schon sehr viel dort kreuz und quer da rum).

Der Ablauf

Der Waschraum nach dem Streichen

Natürlich könnte man sich fragen, warum wir es in den nun schon bald drei Jahren nicht geschafft haben da unten ein wenig aufzuräumen. Ganz einfach: Die Überbleibsel des Wasserschadens (unten an der Leiste mindestens 20cm fehlender Putz und damit sichtbares Mauerwerk) unseres Vorgängers wollten wir nicht einfach nur hinter einem (sehr großen) Regal verstecken, sondern vorher flicken. Also blieb erst einmal alles einfach verstreut liegen, weil wir keinen Bock hatten es endlich fertig zu machen. Nun hieß es nach dem Ausräumen den losen Putz von der Wand klopfen, die Löcher mit Tiefengrund streichen und dann mit unserem Liebling Knauf Rotband eine neue Schicht drüberziehen. Anschließend konnten wir mit weißer Farbe (wie gewohnt Südwest Euro Classic) eine Runde drüber streichen. Auf dem größten Teil der Fläche reichte auch ein Anstrich. Nur hier und da mussten wir nochmal mit dem Pinsel drüber, um das Durchscheinen des Putzes zu unterbinden.

Die Decke habe ich hingegen einfach nur gründlich abgekehrt. Die ist schon weiß gestrichen und noch soweit in Ordnung. Und der Boden…, nun der war (und ist im Flur) noch ein anderes Thema. Entweder wurde die Betonbodenplatte des Hauses nie versiegelt oder die Versiegelung hat sich im Laufe der Jahre in Luft aufgelöst. Auf jeden Fall ist alles sehr rau und damit quasi nicht wirklich zum reinigen geeignet (der Putzlappen geht dabei nur kaputt). Also haben wir überlegt, was wir tun können. Fliesen oder eine andere Art von Bodenbelag wollten wir nicht rein machen, da es uns als „Overkill“ erschien. Im Freizeitraum ist das was anderes (da kommt vermutlich Klebekork auf den Boden) aber wie der Name Wäscheraum schon sagt, machen wir da nicht viel und im Werkraum ist die Gefahr, dass beim Werkeln mal was Schweres/Spitzes runterfällt sowieso recht groß. Da geht Laminat oder ähnliches nur kaputt. Mal ganz abgesehen davon, dass weder Boden noch Wände wirklich gerade sind was eine Materialverlegung erschwert hätte.

Eine Runde Versiegeln

Der Waschraum mit fertiger Bodenversiegelung

Am Ende fiel unsere Entscheidung darauf einfach den Beton nochmal richtig zu versiegeln (oder eben erstmals…). Nach einer Runde googeln kamen wir dabei auf Epoxidharz mit dazugehörigem Härter (sprich ein Zwei-Komponenten-System) aber als wir das bei PROSOL kaufen wollten, kam die Empfehlung doch stattdessen Metaacryl-Fußbodenfarbe (natürlich genauso von Südwest) zu nehmen. Damit muss man ebenso zwei Anstriche machen (Nr. 1, um die Poren zu verschließen und Nr. 2 dann der richtige) aber es ist nur eine Komponente, wesentlich günstiger und reicht für unseren Anwendungsfall. Epoxidharz ist mehr für stark beanspruchte Böden wie z.B. in der Garage oder einer richtigen Werkstatt, wie wir gelernt haben.

Ging auch wunderbar von der Hand die Sache. So einfach (wenn nicht sogar einfacher) wie die Wand streichen nur statt einer flauschigen Rolle mit einer etwas Glatteren. Während des 1. Anstrichs hatten wir zwar noch ein paar Bedenken, weil es nicht 100% deckte und ich hier und da die Farbe wieder herunterzog. Aber nach dem 2. Anstrich 24 Stunden später kann ich mich absolut nicht mehr beschweren. Alle Flecken sind weg und wir haben eine saubere, durchgehende und vor allem glatte Oberfläche.

Das Einräumen

Leere Räume sind natürlich schön und gut, aber zum ordentlichen Einräumen nicht geeignet. Entsprechend habe ich als nächstes für den Werkraum drei 08/15-Schwerlastregale aus Metall zum Zusammenstecken von toom aufgebaut. Die lagen tatsächlich schon seit Dezember 2015 da unten im Keller. Ja, wir waren am Anfang sehr idealistisch und voller Tatendrang :wink: . Das erste ging nicht wirklich gut von der Hand (musste jede Verbindung mit dem Gummihammer richtig reinhämmern). Die nächsten zwei am darauffolgenden Tag flutschten hingegen wie Schmitz‘ Katze und verdienten den Namen „Steckregal“. Lysanda vermutetet, dass es am Wetter lag (Metall + Hitze = Ausdehnung). Als Arbeitstisch nutzen wir nun meinen Schreibtisch aus Eckental. Danach konnten wir damit beginnen alles was in den Werkraum gehört aus dem Freizeitraum zumindest wieder umzuräumen. Eingeräumt ist es noch nicht ganz, weil dazu natürlich auch viel sortieren und wegschmeißen gehört, aber das ist jetzt nur noch eine Frage der Zeit.

Der fertige (aber noch leere) Werkraum

Und im Wäscheraum zum trockenen Lagern von Lebensmitteln (plus Gefrierschrank und -truhe) und den vielen anderen Dingen, die sich so ansammeln, haben wir zwei Schränke und eine Truhe reingestellt. Die sind uns tatsächlich zugeflogen und zeigen wieder einmal, wie wichtig es ist sich mit den Nachbarn gut zu stellen. Die haben nämlich ausgemistet und uns gefragt, ob wir den Kram haben wollen bevor sie ihn auf den Sperrmüll stellen. Da haben wir selbstverständlich nicht nein gesagt (soweit es noch in Ordnung war und wir es gebrauchen konnten). Darunter eben zwei Schränke und eine Truhe sowie ein Vollholz-Esstisch und zwei seit längerem nicht mehr genutzte Fahrräder. Allein für den Tisch bezahlt man im Möbelhaus vermutlich 600 Euro oder mehr. Das ist aus meiner Sicht übrigens einer der wenigen Vorteile von Facebook. Dort gibt es quasi für jeden Ort „Free Your Stuff“-Gruppen, in denen Leute ihren Kram verschenken. Haben wir schon vieles nicht nur losbekommen, sondern auch bekommen – darunter unseren vorherigen Esstisch, den wir jetzt natürlich wieder darüber ein neues Zuhause geben werden.

Das weitere ToDo

Am Freitag kommt nun der Crosstrainer und nein, der Freizeitraum ist leider nicht fertig geworden in unserem Urlaub. Und jetzt müssen wir uns erst einmal mit dem Garten beschäftigen (dazu am Montag mehr). Aber das ist quasi das nächste ToDo: Werk- und Wäscheraum fertig einräumen und dann im Freizeitraum loslegen. Auch dort sind wieder die Löcher zu stopfen, eine zusätzliche Lampe wollen wir montieren, ein bisschen „normale“ Tapete entfernen, anschließend die Wände streichen und wie oben erwähnt tatsächlich einen Korkboden reinlegen. Aufgrund unserer guten Erfahrungen mit dem Klebekork an der Schlafzimmerdecke ist derzeit geplant eine günstige Variante davon zu nutzen. Und ganz am Schluss steht noch der Flur an…naja, ich werde euch selbstverständlich von unseren Erfahrungen berichten, wenn wir das soweit erledigt haben.

Sicarius

Einfach so die Dritte

Just Cause 3 ist ein wirklich hübsches Spiel.

Und da waren sie schon wieder rum, die vier Wochen Urlaub. Ja, wir haben uns tatsächlich mal eine etwas längere Auszeit gegönnt. Macht natürlich am Ende keinen Unterschied, schließlich verfliegt die Erholung nachweislich in dem Moment in dem ich nachher auf der Arbeit Microsoft Outlook öffne und mehrere hundert ungelesene E-Mails und vermutlich haufenweise Besprechungsanfragen auch nur sehe. Aber trotzdem war es natürlich angenehm obwohl wir durchaus nicht nur auf der faulen Haut gelegen haben (Stichworte „Keller“ und „katzensicherer Garten“). Doch dazu erzähle ich euch am kommenden Montag mehr. Heute soll es stattdessen um das Spiel gehen, welches mich den Großteil dieser vier Wochen beschäftigt hat. Ja, ich hatte so viel Zeit und so viel Auswahl und trotzdem habe ich mich fast ausschließlich auf dieses eine Spiel konzentriert – und es trotzdem noch nicht komplett durch:

Just Cause 3 (2015; PC, XONE, PS4) – Diktatoren sind schon echt nervige Gesellen. Kaum hat man den einen gestürzt, schon ist der nächste da. Und wer muss es wieder richten? Rico Rodriguez natürlich. Die heimischen Rebellen sind ohne ihn schließlich offensichtlich nicht in der Lage es zu schaffen und nehmen dafür haufenweise Kollateralschäden in Kauf. Rico ist schließlich nicht gerade dafür bekannt, dass er Rücksicht auf irgendwas nimmt. Stattdessen ist sein Motto: Wen es explodieren kann, lass es explodieren. Willkommen in der Welt von Just Cause, genauer gesagt Just Cause 3.

Sechs Jahre nach der Befreiung des mediterranen Inselstaats Panau in Just Cause 2, ist Rico nicht mehr Teil der ominösen „Agency“ und kehrt zurück in seine Heimat: Ein anderer mediterraner Inselstaat namens Medici. Dort hat General Sebastiano Di Ravello die Macht an sich gerissen und unterdrückt die Bewohner. Also geht Rico doch nicht in den verdienten Ruhestand, sondern „hilft“ (das meiste macht ihr alleine) seinem Bruder und den Rebellen die Sache zu richten.

Same ol‘, same ol‘?

Möglichst viel muss auf dem Bildschirm explodieren!

Das grundlegende Spielprinzip ist im Vergleich zu den Vorgängern unverändert: Auf den unterschiedlich großen Inseln gibt es Militärstützpunkte sowie Dörfer und Städte, die es zu befreien gilt, um die Geschichte voran zu treiben und Sachen freizuschalten. Das macht ihr, indem ihr alle Chaosobjekte dort zerstört. Das sind z.B. Propagandaautos, Stromgeneratoren, Statuen oder Sendeantennen und wie gewohnt alle schön rot/weiß-gestreift angemalt, damit ihr sie aus größtmöglicher Entfernung sehen könnt. Und nein: Landschaft, andere Gebäude, etc. können leider immer noch nicht dem Erdboden gleich gemacht werden. Wurden alle Chaosobjekte im dazugehörigen Bereich zerstört, gilt der Ort als „befreit“ und es werden Challenges oder neue Fahrzeuge freigeschaltet.

Wie ihr die Bauten zerstört ist dabei komplett euch überlassen. Natürlich könntet ihr sie einfach mit eurem umfangreichen Waffenarsenal platt machen (ihr könnt je eine leichte, mittlere und schwere Waffe gleichzeitig tragen), das euch zur Verfügung steht aber das ist sooo 08/15. Mit stark bewaffneten Fahrzeugen ist es schon lustiger aber Vorsicht vor den Flakkanonen und Raketenwerfern. Richtig stylisch ist es aber die Schwerkraft zu benutzen, denn Rico hat wieder seinen Greifhaken mit dabei. Ihr wisst schon: Damit könnt ihr euch nicht nur meterweit irgendwo hochziehen, sondern auch Sachen miteinander verbinden. Neu dabei ist die Möglichkeit sie sich gegenseitig anziehen zu lassen. Und was passiert, wenn man eine Statue mit dem Boden verbindet und dann zieht? Sie fällt um. Das macht die ganze Sache wesentlich abwechslungsreicher und es gibt wesentlich mehr Möglichkeiten mit dem Greifhaken Schabernack zu treiben. Zumal ihr voll ausgestattet nicht nur ein Kabel verschießen könnt, sondern bis zu sechs Stück. Da kommen wir schon fast in Rube Goldberg-Territorium und geht weit über das „Ich verbinde den Gegner mit einem Flugzeug und fliege davon“ in den Vorgängern hinaus. Die Benzintanks mit dem Transformator verbinden und dann noch eine Verbindung an die Antenne, dann die Taste drücken und boooooooooooom haben wir eine Explosion ungeahnten Ausmaßes.

Außerdem neu im Gepäck: Ein Wingsuit. In der Variante ohne den Sky Fortress-DLC geht es damit nur gerade aus oder nach unten und trotzdem beschleunigt sich der Spielablauf damit bereits deutlich. Musstet ihr euch früher noch mit Greifhaken und Fallschirm (auch wieder mit dabei) über die Erdoberfläche ziehen, lassen sich mit dem Wingsuit problemlos lange Strecke im Gleitflug überbrücken. Und wenn der Boden doch mal zu nah kommt – einfach Greifhaken abschießen, ran ziehen und schon ist man wieder in luftigen Höhen. Extrem praktisch. Und mit besagtem DLC bekommt ihr nicht nur Schubdüsen an euren Wingsuit – könnt also dauerhaft fliegen – sondern eine Bewaffnung aus Maschinengewehr und Raketen. Das Zielen ist zwar etwas schwierig (ihr schießt immer in Flugrichtung) aber Laune macht es trotzdem.

Es kommt von oben!

Drei Seile + Eine Taste = Eine kaputte Statue

Obwohl euch von Anfang an die komplette Spielwelt offensteht (400 Quadratmeter wie in Just Cause 2), steht euch erneut nicht sofort euer gesamtes Spielzeug zur Verfügung. Die Grundlage legen die tatsächlich ziemlich belanglosen Storymissionen. Abseits von zwei Charakteren gibt es keine echte Verbindung zum Vorgänger und die Geschichte ist extrem dünn. Natürlich geht es nur drum den Diktator zu stürzen aber trotzdem hätte man den Weg dahin etwas spannender gestalten können. Im Ergebnis geht es mehr darum euch neue Mechaniken beizubringen (später nicht einmal das) als euch auf irgendeine Art und Weise mitzureißen. Stattdessen bleiben die Charaktere so blass und belanglos wie eh und je, was extrem schade ist. Auch sind die Missionen in extrem kurze und eher langweilige Abschnitte gesplittet. Immer wieder wird das Geschehen von Zwischensequenzen oder Ladezeiten unterbrochen. Zum Glück macht die Kampagne nur einen absoluten Bruchteil des Spiels aus (ca. sechs Stunden – ich habe zum Verfassungszeitpunkt schon 37 Stunden versenkt). Einziger Lichtblick sind die drei DLCs (Bavarium Sea Heist, Sky Fortress und Mech Land Assault). Ein klares Ziel, eine Handvoll Charaktere, längere Missionen und schon haben die Entwickler von Avalanche Studios die Probleme des Hauptspiels bereinigt. Es lohnt sich also nicht nur wegen den Goodies (ein Mech, ein schwer bewaffnetes Boot und eine Gewitter-Kanone) die DLCs zu kaufen.

Die meiste Zeit verbringt ihr aber damit euren eigenen Launen nachzugehen. Zusätzliche Fahrzeuge schaltet ihr frei, indem ihr sie findet und zu einer der vielen Garagen in den befreiten Dörfern bringt (ja, auch Boote was eine besondere Herausforderung darstellt) oder bestimmte militärische Außenposten erobert. Zudem warten erneut ein paar (hundert) Collectibles auf euch, bevor ihr wirklich ALLES an fahrbarem Untersatz sowie Schießgewehren jederzeit über den Rebel Drop herbeirufen könnt. Dieser ersetzt den Schwarzmarkt der Vorgänger. Statt für jede Lieferung Geld auszugeben, müsst ihr hier nur zuerst die Sachen freischalten. Dann genügt ein Menüaufruf und ein Jet (?) liefert euch euren nigelnagelneuen Panzer oder eine neue Knarre direkt vor die Füße. Die einzige Einschränkung ist, dass ihr bei gleichen Objekten Wartezeiten habt. Sprich den tollen Raketenhelikopter könnt ihr nur einmal alle 10 Minuten herbeirufen. Außerdem benötigt ihr Leuchtfeuer quasi als Signal, wo der Schiffscontainer abgeworfen werden soll aber die Nachfüllstationen sind zahlreich und entsprechend ist das kein Hindernis.

Ab und zu erwarten euch außerdem kleine und völlig optionale Nebenmissionen, die zufällig in der Spielwelt auftauchen. Dem Pfarrer ist zum Beispiel das Benzin ausgegangen und ihr müsst sein Auto zur nächsten Tankstelle bekommen. Oder ein Militärtransporter ist gerade mit gefangenen Rebellen unterwegs und ihr müsst sie befreien. Jeweils nur eine Sache von wenigen Minuten aber nett gemacht und im Falle des Pfarrers schaltet ihr damit den Zugang zum Kloster in der Nähe frei. Dort hin könnt ihr euch zurückziehen, wenn ihr zu viel militärische Aufmerksamkeit habt und euch sofort reinwaschen. In der Praxis ist das aber nicht wirklich nötig, da ihr euch selbst mit fünf Sternen relativ einfach aus der Affäre ziehen könnt und der Countdown bis zum Abbruch der Suchaktion überschaubar bleibt.

Langweilig?!

So viele Gear Mods zum freischalten!

Nur einmal freischalten und dann immer unverändert benutzen ist natürlich auf Dauer etwas lahm deswegen gibt es zusätzlich noch die Gear Mods. Die verdient ihr euch, in dem ihr die zahlreichen Herausforderungen bestreitet (um die 130 Stück mit DLC), die ihr nach fast jeder Befreiung freischaltet. Diese lassen sich grob in ein zwei Kategorien einteilen: Rennen und Zerstörung. Ihr fliegt entsprechend mit eurem Wingsuit einen Parkour ab, rast mit diversen Autos über die Straßen oder müsst eine Militärbasis nochmal mit Einschränkungen (benutze nur Waffe X,Y) komplett zerstören oder habt eine Bombe am Auto und müsst ständig mindestens über 50km/h fahren und erst am Ziel explodieren. Je nach Punktzahl gibt es bis zu fünf Zahnräder die je nach Challenge-Kategorie neue Modifikationen für eure Sachen freischalten. So haben dann alle Rebellenfahrzeuge plötzlich einen Nitro-Booster oder ihr könnt wie oben erwähnt noch mehr Greifhaken verschießen oder mit dem Wingsuit in der Luft wenden und solche Sachen. Welche Modifikationen ihr nutzt ist übrigens vollkommen euch überlassen. Jede einzelne kann zu jeder Zeit und dauerhaft an- oder ausgeschaltet werden sobald ihr sie einmal freigeschaltet habt.

In Just Cause 3 ist der Spaß entsprechend vor allem das, was ihr draus macht. Nüchtern betrachtet wiederholt sich die ganze Sache sehr schnell. Hat man eine Militärbasis befreit, hat man schließlich auf gewisse Art und Weise alle befreit. Auflockerung bringen nur die Challenges, die sich in sich aber auch wiederholen, da sich nur die Randbedingungen verändern. Das ist eben das Problem von Open-World-Titeln. Aber wie ist es, wenn ich die eine Basis mit dem Raketenhelikopter befreie und die andere nur mit meinem Greifhaken? Wenn man an die Sache wie an ein Puzzle rangeht, dann wird es schnell spannend und abwechslungsreich. Und in den Challenges will ich selbstverständlich überall die fünf Zahnräder haben was teilweise eine echte Herausforderung ist.

Einfach mal die Aussicht genießen.

Außerdem tut es Just Cause 3 extrem gut, dass es trotz gleicher Größe der Spielwelt wesentlich weniger überladen ist. Es gibt eben nicht alle fünf Meter irgendetwas zu tun. Nein, ihr könnt auch mal ungestört über die Landschaft gleiten oder im Formel-1-Wagen die Straßen gen Sonnenuntergang rasen. Gleichzeitig fällt einem aufgrund der neuen Möglichkeiten sich fort zu bewegen die zusätzliche Leere nie wirklich negativ auf. Stattdessen hat man Zeit die extrem schicke Grafik zu genießen (inkl. fließendem Tag- und Nachtwechsel und Regenschauern). Ja, sie hat einen gewissen Hardwarehunger und das Spiel läuft nicht perfekt. So hatte ich rund ein halbes Dutzend Abstürze in den 37 Stunden Spielzeit und selbst nur mit FXAA gibt es in manchen Szenen immer noch starkes Ghosting. Aber das Ergebnis kann sich trotzdem sehen lassen. So schön sah die Karibik zuletzt maximal in Crysis aus und dort konnte man sie nicht von oben bewundern. Und die Steuerung mit Maus und Tastatur geht nach anfänglicher Gewöhnung an das erneut etwas komische Tastenlayout (könnt ihr aber jederzeit ändern) gut von der Hand.

Beim Christoph meint: Obwohl ich technisch gesehen das Spiel noch nicht durchhabe – ich konzentriere mich relativ wenig auf die Storymissionen und mache mehr das Zeug neben bei -, vergebe ich trotzdem schon eine Wertung. Und die lautet: Uneingeschränkte 5 von 5 Sics. Ich habe in Teil 3 bereits mehr Stunden investiert als in Teil 2 und die Chancen stehen extrem gut, dass ich es noch zu 100% durchspielen werde (wenn mich nicht die ein oder andere Challenge in den Wahnsinn treibt). Gleichzeitig hatte ich in der Zeit noch mehr Spaß als beim Vorgänger. Ich war regelrecht schockiert als ich für diesen Text nochmal eine Stunde zurück gewechselt bin wie umständlich, überladen und irgendwie langatmig das damals war (und trotzdem Spaß machte!).

Einmal alles bitte!

Für mich machen vor allem drei Sachen den entscheidenden Unterschied: Der Rebel Drop, die Spielwelt und der neue Greifhaken. So hat der Rebel Drop zwar seine Einschränkungen aber diese fühlen sich nicht annähernd so restriktiv an wie die Notwendigkeit genug Geld zu haben in Teil 2. Entsprechend bereitwilliger bin ich mal was zu bestellen und habe damit mehr Möglichkeiten mir ohne große Unterbrechung selbst Abwechslung zu bereiten. Das Ausdünnen der Spielwelt führt hingegen dazu, dass ich mich nicht so völlig überfordert fühle. Es piepst nicht dauernd durch die Boxen, weil schon wieder irgendwo was zu tun ist. Nein, ich kann in Ruhe mein Ziel aussuchen und dann quasi konzentriert Spaß haben oder eben einfach mal so durch die schöne Landschaft „cruisen“. Und die Möglichkeit die Kabel des Greifhaken heranzuziehen ist so einfach aber genial, weil dadurch so viel mehr Freiheiten entstehen und das Tempo erhöht wird. Ich muss nicht mehr nach der roten Tonne suchen (wobei davon auch wieder genug rumstehen), um dann damit das Gebäude zu zerstören. Nein, ich kann einfach das Gebäude mit dem Boden oder einem anderen festen Objekt in der Nähe verbinden und dran ziehen.

Wer also grundsätzlich mit der Just Cause-Reihe etwas anfangen kann und vor allem kein Problem damit hat nicht von der Geschichte, sondern eher von Zahlen (wie viel % des Spiels habe ich schon geschafft?) oder den eigenen Herausforderungen (jede Militärbasis ist ein potentielles Puzzle) getrieben zu werden, dem kann ich Just Cause 3 absolut empfehlen. Es schafft zumindest für mich erstmals die genau richtige Balance aus Komplexität und Freiheit, die ich haben möchte. Wenn Teil 4 im Dezember dieses Niveau einfach nur beibehält, dann ist es für mich schon perfekt.

Die Synology DS218J (noch leer).

Die Vorstellung einen eigenen Server Zuhause stehen zu haben fand ich eigentlich schon immer schick. Ganz früher lief Killer’s World sogar mal einige Zeit dank Samba Server auf meinem damaligen Hauptrechner. Aber auch wenn ich über die Jahre immer mal wieder mit dem Kauf eines Network Attached Storage (NAS) geliebäugelt habe: Es gab einfach keinen Grund für mich einen zu besitzen. Die Webseite will ich heutzutage definitiv nicht bei mir hosten, die Anzahl der Endgeräte war äußerst überschaubar und die Notwendigkeit auf meine Daten selbst innerhalb des Netzwerks zuzugreifen war nur selten gegeben. Und wenn ich doch mal was mit jemand anderes austauschen wollte, konnte ich entweder die externe Festplatte einfach mitnehmen oder kurz den BulletProof FTP Server anschmeißen.

Mit zwei Personen im Haushalt sieht die Sache natürlich schon ganz anders aus. Lysanda will beim Basteln ihre heruntergeladenen Gesundsheitsvorträge auf dem Handy anhören/ansehen. Ich würde beim Wäsche aufhängen im Keller auf dem Handy gerne mehr hören als nur meine doch immer noch überschaubaren Bandcamp-Einkäufe. Auf der Couch wäre es ebenso praktisch digital vorliegende Filme, Fotos und Musik direkt über den Fernseher abspielen zu lassen statt immer den Laptop/eine externe Festplatte anschließen zu müssen. Und den Vorteil im Bett (und auf dem Klo) Zugriff auf alles zu haben, brauche ich sicherlich nicht separat zu erwähnen. Natürlich kann man die Daten auf jedes Endgerät ausspielen oder über externe Festplatten anhängen. Aber außer, dass man etwas Datensicherheit gewinnt (sie sind ja dann doppelt und dreifach vorhanden), ist das in Sachen Komfort einfach nur Mist. Ich will jetzt Lied x,y,z hören und genau das habe ich gerade nicht auf dem jeweiligen Endgerät drauf. Alles Gründe, warum wir entsprechend schon seit dem Hauskauf einen NAS auf unserer Einkaufsliste hatten aber wie so oft kam immer etwas Wichtigeres dazwischen. So ein NAS ist schließlich nichts so Essentielles wie Heizöl und kostet trotzdem sein Geld.

Das Zünglein an der Waage war nun mein Rechnerupgrade und die Befürchtung, dass meine alte externe Platte ihr Lebensende schneller als geplant erreichen würde. Bevor ich mir aber eine neue externe Festplatte nur für meine Daten kaufe, machte es mehr Sinn etwas tiefer in die Tasche zu greifen und uns endlich einen NAS anzuschaffen. Nun steht entsprechend neben der AVM FRITZ!Box 7490 ein schicker weißer Kasten.

Das Gerät

Die HDDs sind drin.

Die Wahl fiel auf eine Synology DiskStation 218j. Synology hat im Bereich der NAS einen sehr guten Ruf und ihre Sachen sind angeblich vor allem für Einsteiger hervorragend geeignet. Und warum die DS218j statt der DS218play? Nun, hauptsächlich wegen dem preislichen Unterschied. Ja, die play hat einen 64bit QuadCore-Prozessor mit 1,4Ghz sowie 1GB DDR4-RAM im Vergleich zum 32bit DualCore-Prozessor mit 1,3Ghz und 512MB DDR3-RAM der „j“-Variante. Leitungsmäßig macht das garantiert einen bemerkbaren Unterschied (für die Erzeugung der Vorschauansichten von ~150.000 Bildern hat er z.B. mehrere Tage gebraucht). Aber aktuell sowie in der mittelfristigen Zukunft ist der NAS für uns einfach nur ein Datengrab auf das wir mit diversen Endgeräten zugreifen wollen. Da brauchen wir aus meiner Sicht (und der bisherigen Erfahrung) die zusätzliche Power nicht. Es laufen eh nicht viele Anwendungen drauf und 4K-Video-Transkodierung ist absolut kein Thema für uns.

In den NAS haben wir dann zwei WD Red mit je 4TB verbaut. Auch wieder ein Kompromiss aus Preis und Leistung, da die 6TB fast das Doppelte kostet und wir zum Verfassungszeitpunkt mit 2TB auskommen (genauer gesagt 1,83TB) auskommen. Und Western Digital Red auch wieder wegen ihrem guten Ruf langlebige Serverfestplatten zu sein. Der Einbau der Festplatten war ein Klacks (Deckel auf, reinschieben, festschrauben, Deckel zu) und die Inbetriebnahme der Hardware quasi innerhalb von wenigen Minuten erledigt. Da das Ding im Schrank steht (keine Angst: ohne Rückwand und nicht bündig mit der Wand – also Luft kann zirkulieren), kann ich die Lautstärke nicht wirklich beurteilen. Aber es gibt vier Lüfterstufen und Standardmäßig läuft der Lüfter im Silent-Modus (die zweitniedrigste). Ich habe ihn eine Stufe höher auf den Kühlmodus gestellt, höre ihn bei normaler Last nur wenn der Raum völlig still ist (weil der Schrank etwas vibriert) und habe im Ergebnis 36-40°C (derzeit sogar nur 28-30°C bei 21°C Außentemperatur und 0% Last), was für eine HDD im grünen Bereich ist. Und bei besagtem Mehr-Tages-Bilder-Indexieren war trotzdem bei 48°C Gehäusetemperatur Schluss. Perfekt!

Betriebsmodus

Beide Platten laufen im Synology Hybrid RAID-Modus, was bei zwei gleich großen Festplatten nach meinem Verständnis nichts anders als RAID 1 (Mirroring) bedeutet. Das war keine bewusste Entscheidung, denn ich habe bei der Ersteinrichtung schlicht nicht aufgepasst. Aber im Ergebnis ist es egal. Ein RAID ist bekanntlich kein echtes Backup (fackelt der NAS ab, ist eh alles vorbei), es geht also nur um Datensicherheit bei Festplattenausfall durch Redundanz und da reicht SHR aus meiner Sicht völlig aus.

Die Oberfläche des DSM6.2

Ich erwarte zwar, dass es vermutlich ein größeres Unterfangen sein wird, wenn ich dann doch mal die Festplatten auswechseln muss. Aber Synology wirbt tatsächlich damit, dass es zumindest bei gleichen oder größeren HDDs im SHR-Modus einfach gehen würde (eine alte raus, eine neue rein -> starten, Daten werden geklont, 2. HDD raus und neue rein -> Daten werden wieder geklont). Aber vollkommen zukunftssicher kann man sowas sicherlich nie aufbauen.

Die Software

Da ein Server nichts anderes ist als ein Computer, braucht auch er ein Betriebssystem, um mit den Festplatten überhaupt was anfangen zu können. Deswegen gibt es so Sachen wie Windows Server 2016. Unser NAS ist da anders und es gäbe sicherlich die Möglichkeit, dass ich mir mein eigenes Linux oder so drauf installiere (kann Rondrer vermutlich mehr zu sagen). Aber Synology installiert auf seinen NAS im Standard ein Linux-basiertes OS mit dem sperrigen Namen Disk Station Manager – aktuell in der Version 6.2. Dass es ein Linux ist, merkt man dem Programm wie ich finde aber überhaupt nicht an. Der erste Aufschlag (Aufruf der Weboberfläche mit anschließender Ersteinrichtung des DSM) dauerte rund 10 Minuten und schon konnte ich mit dem Einrichten loslegen.

Die grafische Oberfläche des DSM ist schick und relativ einfach verständlich. Die eine oder andere Funktion versteckt sich zwar hinter einem etwas nichtssagenden Namen oder mehreren Menüs (warum sehe ich z.B. die Gehäusetemperatur nur im Info-Center und auch nur als Mouse-Over statt im Menüpunkt „Hardware & Energie“?). Aber grundsätzlich geht die Handhabung selbst für Windows-n00bs wirklich sehr einfach von der Hand. Zudem hat jeder Nutzer die Möglichkeit sich seine Desktop-Ansicht umfangreich selbst zu gestalten. Und die integrierte Hilfe mit ihren zahlreichen Schritt-für-Schritt-Anleitungen ist eine richtig große Einsteigerunterstützung (bin ja einer).

Das Doing

Das Paket-Zentrum

Soweit so gut. Ein Betriebssystem allein bringt aber nichts. Nutzer, Daten und zahlreiche Programme machen erst das Ding rund. Wobei letzteres nicht so ganz stimmt, wie ich mittlerweile festgestellt habe. Aber fangen wir von vorne an: Im DSM gibt es ein Paket-Zentrum über das ihr zahlreiche Anwendungen von Synology und ausgewählten Drittanbietern direkt installieren könnt. Das ist übersichtlich gestaltet und bietet auch (sehr kurze) Beschreibungen und Screenshots. Manuelle Installationen von nicht dargestellten Paketen sind außerdem möglich. Laut Anleitung muss für jede Medienart ein eigenes Programm installiert sein (z.B. die Video Station für Video), um diese dann auf den diversen Endgeräten nutzen zu können (inkl. entsprechenden Apps auf besagtem Endgerät). Auch so Sachen wie PDF Viewer oder Office klangen im ersten Moment sinnvoll, um bestimmte Dateien direkt im Browser auf dem Server zu öffnen und zu bearbeiten. Mittlerweile habe ich gelernt: In unserem Fall alles totaler Blödsinn und nur Ressourcenverschwendung. Entsprechend sind nur noch die File Station (der Windows Explorer von DSM), der Medienserver (zum Streamen von Medieninhalten), Universal Search (Suchfunktion für den NAS) und der Synology-Anwendungsdienst (weil ich noch nicht ganz verstanden habe, was der eigentlich macht) aktiviert. Im DSM selbst wollen wir ja nicht wirklich arbeiten, sondern nur verwalten.

Im VLC (iOS) ist alles da.

Der NAS war stattdessen nach der Ersteinrichtung im LAN für alle Geräte sofort sicht- und vor allem direkt abrufbar. Sprich ich brauch‘ gar kein separates Programm auf dem Samsung Smart-TV. Stattdessen wähl‘ ich den NAS aus der Liste der Quellen aus, navigiere durch meine Ordner und öffne ohne Probleme alle Arten von Mediendateien. Und statt zig Apps auf dem Smartphone habe ich nur DS File (der Synology-File-Browser für iOS, Android und Windows Phone) sowie den VLC Player draufgepackt. Mit dem VLC kann ich mich genauso gut mit dem NAS verbinden und über die Ordnerstruktur die Mediendateien abspielen oder ihn sogar direkt aus DS File ansteuern. DS File erlaubt es außerdem Dateien vom Smartphone direkt auf den NAS zu schieben – vor allem für Fotos natürlich praktisch.

Einfacher Zugriff

Am Desktoprechner und den Laptops heißt es einfach den NAS als Netzlaufwerk verbinden und schon ist die Sache erledigt und ihr könnt ihn wie eine eingebaute HDD nutzen…okay, eine Hürde gab es: Auf dem NAS sind sogenannte „Gemeinsame Ordner“ vorhanden (bzw. ihr könnt sie anlegen). Ich dachte zuerst, dass das einfach die normalen Ordner sind, die ich erzeuge und befülle. Aber nein, die werden von Windows als einzelne Laufwerke angesehen. Und da es mir absolut zu dämlich ist für jeden Überordner ein Netzlaufwerk zu verbinden, hatte Rondrer die passende Idee für mich: Einfach einen einzigen gemeinsamen Ordner anlegen, den als Netzlaufwerk einbinden und darunter erst die eigentliche Ordnerstruktur packen. Perfekt. Und das alles ist natürlich auch im WAN möglich.

Wenn ihr keine eigene Domain habt und euch die IP nicht merken wollt, gibt es bei Synology einen optionalen QuickConnect-Service. Dieser erzeugt auf Basis eures Servernamens eine von überall aufrufbare URL zur Loginseite. Wie sicher das ist, kann ich natürlich nicht beurteilen (zumindest https kann aktiviert werden). Aber ihr müsst selbst im Minimalmodus einige Ports am Router dafür öffnen. Rondrer lässt den NAS deshalb erst gar nicht ins Internet und verbindet sich stattdessen über eine VPN-Verbindung in sein heimisches Netzwerk, um dann darüber auf den NAS zuzugreifen. Sicherer dürfte es nicht gehen, wenn ihr immer noch von draußen drauf zugreifen wollt.

Der Rest

Nach der grundsätzlichen Konfiguration fehlten noch die Daten und die User, schließlich soll nicht jeder einfach mit dem Adminaccount rumrennen. Die Datenübertragung war logischerweise dank Netzlaufwerk keine Besonderheit und nur durch die Schnelligkeit unserer HDDs beschränkt. Mit den 1,83TB dürften wir trotzdem maximal einen Tag beschäftigt gewesen sein – mehr Zeit ging für das Aussortieren und Einsortieren drauf (hatten ja so einige doppelte Daten).

Alles A-Okay!

Das grundsätzliche Einrichten der User war auch soweit kein Akt. Ihr könnt Gruppen mit Berechtigungen definieren und dann einzelne User anlegen und diesen zuordnen. Natürlich geht es genauso jedem User die Ordnerberechtigungen manuell zuzuteilen. Es gab nur zwei Schwierigkeiten: Wenn die Photo Station aktiv ist, nimmt er sich die Berechtigung heraus allein über die Zugänge des Foto-Ordners zu bestimmen (selbst der Admin kann in der Systemsteuerung dann nichts mehr machen). Total dämlich. Aber das Ding habe ich ja dann eh deaktiviert. Das zweite Problem war, dass die Ordnerberechtigungen für Lysanda trotz der Gruppendefinition nicht richtig gesetzt wurden. Sprich sie konnte auf Ordner, die ich frisch angelegt habe nicht zugreifen. Mir fiel nichts anderes ein, als einfach nochmal die Berechtigungen des Hauptordners in die Unterordner und Dateien zu propagieren. Seitdem funktionierts. Komisch aber egal :smile: .

Fazit

Und damit fällt mir nichts mehr ein, was ich euch noch erzählen könnte zu unserem NAS. Zum Verfassungspunkt beträgt seine Laufzeit bereits über 14 Tage und es gab während unserer täglichen Nutzung noch nichts, was wir vermisst hätten oder ein Problem gewesen wäre. Stattdessen schnurrt er in der Kommode leise vor sich hin und stellt uns zu jeder Zeit und auf jedem Gerät alle unsere Dateien ohne gefühlte Geschwindigkeitseinbußen zur freien Nutzung bereit. So soll’s in unserem Fall sein. Natürlich kann das Ding noch viel, viel mehr (es ist schließlich ein vollwertiger Server). Und vielleicht kommen auch bei uns noch weitere Anwendungsfälle hinzu. Aber schon in seiner Funktion als Datengrab sind wir bereits vollkommen zufrieden damit die 470 Euro investiert zu haben. Entsprechend können wir den Synology DS218J  uneingeschränkt für alle empfehlen, die einen einfachen NAS suchen und gleichzeitig mehr wollen als nur eine externe HDD am Router ranzuhängen.

Ursprünglich hatte ich euch angekündigt, dass ich euch heute etwas über unseren neuen NAS erzähle. Der Eintrag ist auch tatsächlich zum Verfassungszeitpunkt schon sehr weit fortgeschritten. Aber dann ist mir eingefallen, dass letzte Woche die gamescom 2018 stattfand – und da muss ich selbstverständlich meinen Senf dazu geben. Den Bericht zum NAS gibt es entsprechend erst nächsten Montag.

Die gamescom 2018 also. Das wichtigste Thema haben die meisten vermutlich nur am Rande mitbekommen, da für uns informierte Gamer schon Anfang des Monats alles dazu gesagt wurde. Aber irgendwie läuft die Zeit bei manchen Politikern und Verbänden anders oder sie warten immer auf den Punkt der höchstmöglichen medialen Aufmerksamkeit. Aber deswegen widme ich denen gar keine Aufmerksamkeit (wen interessiert schließlich, was der DGB zu Computerspielen zu sagen hat…), sondern erkläre nur kurz, was sich Großes ereignet hat.

Computerspiele machen Nazis!

Through the Darkest of Times (Herstellerbild)

Über das Thema mit den Ländersperren hatten wir zuletzt im Mai gesprochen. Im Ergebnis sind diese auf Steam etwas härter geworden, richten sich aber weiterhin hauptsächlich gegen Spiele mit in Deutschland gemäß §86a StGB verbotenen Symbolen. Im letzten Absatz hatte ich allerdings schon angedeutet, dass plötzlich etwas Bewegung in die Sache gekommen ist aufgrund eines kostenlosen Flashspielchens zur Bundestagswahl. Ich ging von einem kleinen Schritt aus aber zu meiner und vermutlich auch vieler anderer Überraschung brachte die USK am 9. August 2018 eine Pressemitteilung heraus: Sie wird in Zukunft wie die FSK bei Filmen die Sozialadäquanz prüfen (grob gesagt „nutzt das Spiel Nazisymbolik nur weil es cool ist oder steckt mehr dahinter?“) statt wie bisher pauschal solche Titel von der Prüfung auszuschließen. Das erste Spiel, dass diese Prüfung (zumindest für die gamescom-Demo) erfolgreich hinter sich gebracht hat ist Through the Darkest of Times. Sprich es ist trotz Hakenkreuze, Hitler-Gruß und was noch so alles dazu gehört von der USK mit „ab 12 Jahren“ freigegeben worden und darf (wenn sich die finale Version nicht signifikant von der Demo unterscheidet) somit ohne Einschränkungen auf dem deutschen Markt verkauft werden.

Gut, Through the Darkest of Times ist natürlich ein absolut vorbildlicher Titel für so eine Veränderung. Er kommt aus Deutschland, ist ein Strategiespiel, hat einen kunstvollen Anstrich (der Stil soll an vom dritten Reich verbotene Künstler erinnern), es geht um den deutschen Widerstand vor und während des 2. Weltkriegs und es hat schon mehrere deutsche Preise abgeräumt bevor es überhaupt erschienen ist. Dennoch: Es hat eine neue Zeitrechnung begonnen. Das nächste Call of Duty im 2. Weltkrieg wird sich zwar höchstwahrscheinlich immer noch zensieren müssen, denn Multiplayertitel in denen ihr selbst Nazis spielen könnt, werden es vermutlich schwer haben eine Sozialadäquanz begründen zu können. Aber das nächste Wolfenstein? Die Chancen stehen so gut wie nie.

Ach und die Politiker, Verbände, etc. die sich jetzt aufregen sind der Meinung, dass sowas in Computerspielen nichts zu suchen hat. Man könnte vielleicht argumentieren wegen der Aktivität statt Passivität im Vergleich zum Film aber wo ist wirklich der große Unterschied, ob der Held den Nazi erschießt oder ich den Nazi erschieße? Die Realität ist, dass sie Angst davor haben, dass dadurch die Symbolik plötzlich überall wieder salonfähig wird. Warum das bei Filmen und Büchern bislang keine Gefahr darstellte verstehe ich zwar nicht aber gut ich bin ja auch kein Politiker. Deswegen lasse ich das lieber andere diskutieren und bin froh, dass wir endlich einen großen Schritt weitergekommen sind bei dem Thema.

Die Spiele

Jetzt aber genug von dem Drumherum. Kommen wir endlich zu den wirklich spannenden Themen der gamescom 2018: Den Spielen! Und von denen gab es logischerweise wieder so einige zu sehen. Die Neuankündigungen hielten sich dabei aber leider sehr in Grenzen. Deswegen erwähne ich zusätzlich den ein oder anderen interessanten Titel, der zwar schon seit der E3 bekannt ist aber von dem es nun erstmals mehr Gameplay zu sehen gab und zu dem ich im E3-Eintrag nichts geschrieben hatte. Die Links führen wieder zu den jeweiligen Trailern.

Torchlight Frontiers (Herstellerbild)

Torchlight Frontiers – Ich werde mit der Serie einfach nicht warm. Ich hänge immer noch an Teil 1. Ab und zu mal ein Dungeon-Level aber zu mehr kann ich mich nicht aufraffen. Ich weiß nicht warum, aber anders als bei Diablo will irgendwie kein echter Spaß aufkommen (und dabei macht es noch so viel mehr als die Konkurrenz). Entsprechend interessiert mich der neue Ableger, der auch noch ein MMO werden soll überhaupt nicht.

GeForce RTX 2070/2080/2080 Ti – Zugegeben: Technisch gesehen keine Neuankündigung eines Spiels aber trotzdem eine Neuankündigung, die es in sich haben könnte. Und damit meine ich nicht nur die exorbitanten Preise (die 2070 kostet 639 Euro, die 2080 Ti satte 1.259 Euro). Nein, es geht um die Konzentration auf Echtzeit-Ray-Tracing (deswegen RTX statt GTX), das in den dazugehörigen Spielevideos schon durchaus einen sichtbaren Unterschied machte obwohl nach meinem Verständnis rein von den Taktraten und dergleichen die Karte gar nicht so viel mehr unter der Haube hat als eine 1070 Ti. Das Thema reine Power ist entsprechend zweigeteilt. Der Fokus liegt wie gesagt auf Raytracing. Entsprechend ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass die normale FPS-Performance nicht den ganz großen Sprung machen wird. Aber das werden wir erst in den ersten echten Tests sehen. Freue mich aber natürlich, dass nach vergleichsweise langer Zeit wieder was potentiell richtig Neues versucht wird (Echtzeit-Raytracing eben) und bin gespannt was da kommt.

The Grand Tour Game (XONE, PS4) – Ach stimmt ja: Amazon hatte 2014 ein eigenes Entwicklerstudio gegründet. Nein, ihr habt nichts verpasst. Die Amazon Game Studios haben tatsächlich bis heute noch keinen Titel veröffentlicht. Und The Grand Tour Game? Interessant finde ich die Idee (wie damals beim MMO und der dazugehörigen TV-Serie Defiance) Spiel und Episoden zu verknüpfen. Sprich die neue Folge geht online, ihr schaut sie euch an und dann könnt ihr es im Spiel quasi nacherleben. Aber das war es dann auch schon. Optisch sieht es nur mäßig aus, spielerisch soll es nach den ersten Berichten ebenso nicht der Brüller sein und die Sprüche gehen einem wahrscheinlich relativ schnell auf den Senkel (obwohl ich durchaus die ein oder andere Folge der Vorgängerserie gesehen habe und die Art britischen Humors zu schätzen weiß). Insofern sicherlich nett für Fans aber ich bleibe dann doch lieber bei den „richtigen“ Rennspielen wie zum Beispiel Forza Horizon 4 im Oktober 2018.

Die Siedler (Herstellerbild)

Die Siedler (PC) – Wisst ihr was Marty Stratton, Executive Producer bei id Software, auf der diesjährigen QuakeCon gesagt hat? Er bereut es DOOM (2016) DOOM genannt zu haben, weil jetzt immer alle die Jahreszahl dazu schreiben. Deswegen heißt DOOM Eternal auch nicht DOOM II. Endlich hat es mal ein Entwickler verstanden, wie scheiße es ist wieder von vorne anzufangen. Und was macht Ubisoft? Nennt den achten Teil der Hauptreihe wieder Die Siedler… Aber kommen wir zum Positiven: Serienerfinder Volker Wertich ist wieder da nachdem EA sein Studio anno 2013 geschlossen hatte (EA Phenomic – unter anderem SpellForce und BattleForge). Der Grafikstil sagt mir aktuell noch nicht ganz so zu (die „realistischeren“ Menschen gefielen mir schon in Teil 5 nicht) aber ich werde mich dran gewöhnen. Wege (weiterhin ohne Flaggen) bleiben relevant und neben etwas Zurückbesinnen auf alte Stärken sollen definitiv so einige vor allem Komfortneuerungen kommen. Ich bin wirklich gespannt was da rauskommt. Ich fand Die Siedler 7 richtig super. Aber aufgrund von Ubisofts-DRM-Maßnahmen damals hat das ja leider gefühlt keiner mitbekommen.

Desperados 3 (PC, XONE, PS4) – Eines kann man THQ Nordic nicht vorwerfen: Sie kaufen nicht alle IPs auf, die sie kriegen können, um sie dann im Schrank versauern zu lassen, sondern machen was damit (bringen sie wieder in den Handel, machen ein Remaster und/oder arbeiten an Nachfolgern). Und während Commandos gerade erst in ihren Besitz übergegangen ist, bekommt nun die ehemalige Konkurrenz aus Deutschland als erstes einen Nachfolger. Und ich muss an dieser Stelle gestehen: Nicht nur habe ich bis heute keinen einzigen Teil der Echtzeit-Taktik-Serie im Wilden Westen gespielt – ich besitze sogar keinen. Sollte mir bei Gelegenheit mal die Complete Collection gönnen, auch wenn sie wohl nicht so einfach unter Windows 10 läuft. Zu Desperado 3 gibt es hingegen aktuell nicht mehr zu sagen. Es kommt, wird vom deutschen Studio Mimimi Productions (Shadow Tactics: Blades of the Shogun) und setzt die Geschichte von John Cooper fort.

The Dark Pictures: Man of Medan (PC, XONE, PS4) – Until Dawn kenn ich mangels Hardware nicht, kann also keinen Vergleich ziehen. Es heißt aber, es wäre das selbe in Grün nur mit anderem Setting und komprimiert (nur 45 Minuten pro Dark Pictures-Episode?). Das erste Gameplay wirkt auf mich sehr unbeholfen und wenig tiefgründig (etwas durch die Gegend laufen, Sachen aufheben, Quick-Time-Events). Hat bei mir keinen wirklich guten Eindruck hinterlassen das Ganze. Da freue ich mich lieber weiter auf Resident Evil 2 (2019).

A Plague Tale: Innocence (Herstellerbild)

A Plague Tale: Innocence (PC, XONE, PS4) – Meine Begeisterung über den Publisher Focus Home Interactive hatte ich glaube ich schon öfters kundgetan. Ja, sie bringen aus Budgetgründen nicht die qualitativ hochwertigsten Titel auf den Markt aber sie machen im Gegenzug einfach ihr eigenes Ding ohne dem nächsten Hype zu folgen und veröffentlichen dadurch viele Geheimtipps. Und A Plague Tale: Innocence gehört da wieder einmal dazu. Das Spiel ist schon länger angekündigt (eine erste Vorschau-Welle gab es im Februar 2017) aber nach den 16 Minuten Spielszenen ist mir überhaupt erst so richtig klar, worum es überhaupt geht und ich muss ganz klar sagen: Mir gefällt wirklich, was ich dort sehe. Es ist eine Eskortmission der anderen Art mit schicker Grafik und hunderten von furchteinflößenden Ratten. Es zeigt mal wieder gut, dass es nicht immer nur weltrettende Action sein muss, sondern auch die ruhigen und linearen Puzzler, in denen es nur um wenige Personen geht, echte Spannung und eine bedrückende Atmosphäre aufbauen können. Außerdem ist Paris während der Pest (1349) ein sehr interessantes Setting, an das sich glaube ich bislang noch gar kein Spiel herangetraut hat? Zumindest fällt mir keines ein. Aus meiner Sicht definitiv ein Titel, der zwar höchstwahrscheinlich nur Wertungen im 70iger Bereich erhalten wird aber den ihr dennoch im Auge behalten solltet.

Fazit

Soweit also meine Meinungen zur den gamescom 2018-Nachrichten. Unterm Strich von außen gesehen heuer keine wirklich spektakuläre Show. Aber nach dem Feuerwerk, das die E3 2018 abgebrannt hatte, war das auch nicht zu erwarten. Stattdessen gab es vor allem mehr Infos zu bereits angekündigten Titeln und damit kann ich leben.

Wie schaut’s bei euch aus? Ward ihr vor Ort? Was fandet ihr interessant? Was habe ich Wichtiges vergessen? Springt doch mal wieder in die Kommentare und gebt euren Senf ab :wink: .

Die neuen Innereien

Fast genau fünf Jahre ist es her, da hatte ich mir kurz vor meinem Umzug nach Eckental noch ein großes Rechnerupgrade gegönnt. Lustigerweise waren es davor auch fünf Jahre seit dem letzten Upgrade. Scheint sich irgendwie als neuer Rhythmus einzuspielen, denn ich habe wieder zugeschlagen! War es der richtige Zeitpunkt („Coffee Lake Refresh kommt doch demnächst, du Depp!„)? Vermutlich nicht aber gibt es beim Kauf von PC-Hardware überhaupt jemals einen richtigen Zeitpunkt? Eben.

Über eine neue Grafikkarte hatte ich ja schon länger nachgedacht aber zum einen waren mir die Preise lange viel zu hoch (scheiß Cryptomining!) und zum anderen war ich mir nicht sicher, ob das wirklich ausreicht oder nicht doch meine CPU ein Stück weit schon ein Flaschenhals ist. Nach langem hin und her überlegen habe ich dann die selbstverständlich einzig richtige Entscheidung getroffen: Einfach noch mehr Geld ausgeben und ein „komplettes“ Upgrade durchführen.

Das Ergebnis

Normalerweise hätte ich mich für die Zusammenstellung ausführlich mit unseren Hardwareexperten Azzkickr und Dod unterhalten. Aber erster erholt sich grad von einer Operation und letzterer ist aktuell mehr in Sachen VR unterwegs (er hat VR-Legion gegründet), entsprechend habe ich mich dagegen entschieden sie zu belästigen. Ich hoffe, ich werde es nicht bereuen :wink: . Stattdessen habe ich mich auf die Expertise der Community von Computerbase verlassen. Dort im Forum gibt es nämlich einen Thread namens „Der Ideale Gaming-PC“ mit preislich sortieren Konfigurationsvorschlägen. Die habe ich als Basis genutzt, um die für mich beste Variante aus Zukunftssicher, preislich vertretbar und guter Leistung zu finden. Das Ergebnis seht ihr in meiner Hardwareübersicht aber hier in Kurz:

Alter Computer Neuer Computer
(2013-2018) (2018)
Prozessor: Intel Core i7-4770 (Haswell) Intel Core i5-8400 (Coffee Lake)
Mainboard: Asus Z87-A (C2) MSI Z370 PC Pro
Speicher: Kingston, 2×4 GB, DDR 3, 1600 Mhz, CL9
Corsair, 2×4 GB, DDR 3, 1600 Mhz, CL9
G.Skill Aegis, 2×8 GB, DDR4, 3000 MHz, CL16
Grafikkarte: Palit GeForce GTX 780 Super JetStream Asus GeForce GTX 1070 Ti Cerberus Advanced
Soundkarte: Creative Soundblaster X-Fi Titanium Fatal1ty Professional Series Creative Soundblaster X-Fi Titanium Fatal1ty Professional Series
SSD: Samsung SSD 840 Evo 250 GB Samsung SSD 840 Evo 250 GB
HDD: WD Desktop Black 4TB WD Desktop Black 4TB
Seagate Barracuda XT SATA III 2TB Seagate Barracuda XT SATA III 2TB
Seagate Barracuda 7200.12 1TB Seagate Barracuda 7200.12 1TB
BluRay: Asus BW-16D1HT Asus BW-16D1HT
Kühler: Scythe Ninja 3 Scythe Mugen 5 Rev.B
Gehäuse: CoolerMaster COSMOS 1000 CoolerMaster COSMOS 1000
Netzteil: CoolerMaster V650 CoolerMaster V650

Macht summa summarum 924 Euro (inkl. Versand und einem Displayport auf DVI-Adapterkabel) an neuer Technik.

Technisch gesehen stimmt die Spalte „Alter Computer“ nicht mit dem überein, was ich tatsächlich anno 2013 zusammengeschraubt hatte. In der Zwischenzeit wurden schon ein paar Teile gewechselt (Netzteil, Laufwerke) und ergänzt (mehr RAM) aber es macht ja keinen Sinn hier etwas aufzulisten, was gar nicht mehr unter meinem Tisch stand. Wenn jemand Interesse an den alten Teilen hat: Gerne auf mich zukommen. Ansonsten landen sie im Laufe der Woche auf eBay.

Die Gedankengänge

Ein Teil der neuen Komponenten

Aber kommen wir zu den Komponenten: Die Wahl fiel auf einen Intel Core i5-8400 statt eines i7-8700 (das aktuelle Maximum) weil er zum einen 120 Euro billiger ist und zum anderen, weil das Leistungsminus lt. den Tests mit um die 10-15% für mich (bin ja nicht mehr Day-1-Spieler) vernachlässigbar erscheint. Andersherum war es beim Mainboard, wo ich die 30-40 Euro mehr in das MSI Z370 PC Pro statt in bspw. ein Asrock-Modell investiert habe, um mehr Anschlüsse sowie Luft für ein zukünftiges CPU- (z.B. einen i7-9700 oder so) oder RAM-Upgrade (geht bis 64 GB) oder vielleicht mal ne M2 zu haben.

In den Arbeitsspeicher ging hingegen nicht viel Gehirnschmalz. Es ist der, den das Computerbase-Forum empfiehlt. Ich hatte zwar kurz überlegt, vielleicht gleich 32 GB reinzupacken aber da sind mir die Preise aktuell zu hoch und gebrauchen kann es vermutlich allerhöchstens Star Citizen. Und für den Kühler habe ich mich hingegen wieder für Scythe entschieden, weil der Ninja 3 sehr gute Dienste geleistet hat und der Mugen 5 nicht nur extrem gute Bewertungen hat, sondern aufgrund seiner versetzten Bauform nicht ganz so dominant ist (und über den RAM hängt).

Bleibt noch die Grafikkarte: Ich hätte wirklich gerne wieder eine Palit in der Super Jetstream-Variante genommen. Hatte trotz der damaligen Startschwierigkeiten gute Erfahrungen damit. Aber selbst auf dem Gebrauchtmarkt bezahlt man derzeit für eine GTX 1070 Super Jetstream schon fast so viel wie ich jetzt für die Asus 1070 Ti bezahlt habe. Die 1070 TI Super Jetstream ist dann nochmal teurer. Und dafür ist der Leistungsunterschied aus meiner Sicht nicht groß genug. Entsprechend fiel die Wahl erneut auf die Computerbase-Empfehlung. Abseits der Kühllösung unterscheiden sich die meisten Grafikkarten ja heutzutage gefühlt eh nicht mehr großartig und die ASUS wirbt gleichzeitig damit, dass sie sehr langlebig wäre.

Die ersten Erfahrungen

Zum Einbau an sich gibt es nichts Besonderes zu berichten. Altes Zeugs raus, neues Zeugs rein (das neue Mainboard ist wieder breiter als das alte) und alles schön verkabelt. Netterweise konnte ich dabei ein Stromkabel rausschmeißen, weil das MSI-Board genug Lüfteranschlüsse hat (alt war einer direkt ans Netzteil angeschlossen). Unschön ist hingegen, dass die Grafikkarte über die SATA-Anschlüsse ragt. Gut, das ist tatsächlich relativ normal und normalerweise kein Problem, aber warum auch immer sind SATA-Port 3 und 4 nicht zur Seite ausgerichtet, sondern nach oben. Das Ergebnis ist, dass SATA-Port 3 quasi gar nicht nutzbar (Stecker passt wegen der Plastikhülle der Grafikkarte nicht mehr rein) und Port 4 hingegen nur mit dem beigelegten und wie immer viel zu kurzen SATA-Kabel mit Eck-Stecker. Zum Glück brauche ich aktuell nur fünf Stück (vier für die Festplatten, einen für das optische Laufwerk). Frag‘ mich, wer da nicht mitgedacht hat, schließlich sind 2-Slot-Grafikkarten mit dickem Kühlsystem nicht unbedingt was total Neues.

Auch wieder rausgefallen sind meine Front-USB-Anschlüsse. Bei meinem alten ASUS-Board konnte ich zumindest zwei der vier anschließen. Theoretisch hat das MSI sogar noch zwei weitere interne USB-Schnittstellen neben den zweien, die ich für meine zusätzlichen hintere Ergänzung nutze. „Leider“ sind die komplett auf USB3 ausgelegt und damit nicht kompatibel (weil mehr Pins). Ist etwas schade, aber das sind halt so die Nachteile, wenn man seit mittlerweile 10 Jahren das gleiche Gehäuse nutzt. Kommt der USB-Hub eben wieder mehr zum Einsatz.

Es lebt und funzt!

Der erste Start gelang dann ohne Probleme (*yay* alle Kabel des Frontpanels beim ersten Versuch richtig eingesetzt!). Im BIOS wurde alles erkannt was da sein sollte und ich konnte XMP aktivieren und damit meinen RAM auf die 3.000 Mhz boosten, die er haben soll (ohne sind es nur 2.100 Mhz). Auch Windows lief ohne Murren an, erkannte die neuen Gerätschaften alle und richtete sie fleißig ein. Anfangs fehlte die externe Festplatte aber ich hatte scheinbar vergessen sie vor dem Hardwarewechsel auszuschalten. Aus- und Wiedereinschalten löste das Problem entsprechend zügig. Dann stimmte zwar der Laufwerksbuchstabe nicht (das optische Laufwerk hatte sich vorgedrängelt), womit Windows erstmal nicht seine bekannten Daten finden konnte (auf der Externen liegen z.B. die Eigenen Dateien). Aber das war logischerweise genauso wenig etwas, was nicht zügig behoben werden konnte.

Die Windows-Aktivierung zickte hingegen anfangs rum. Ihr wisst ja: Wenn ihr bestimmte Hardware austauscht, verlangt Windows eine erneute Aktivierung quasi als Schutz vor Raubkopierern. In der Theorie sollte das mittlerweile ein Klacks sein, denn eure Lizenz ist mit eurem Microsoft-Konto verbunden. Irgendwie behauptete er aber, dass der Server nicht erreichbar wäre und ich es später nochmal versuchen sollte. Das war mir aber zu blöd, also habe ich einfach meinen alten Windows-8-Produktkey (den ich in das kostenlose Windows 10-Upgrade umgewandelt hatte) nochmal eingegeben und Schwups: Aktiviert!

Die Problemzonen

Es wäre natürlich zu einfach, wenn tatsächlich alles so funktionieren würde wie man es sich erhofft. Stattdessen habe ich zum Verfassungszeitpunkt noch folgende Problemstellen:

  • Das Blu-ray-Laufwerk will gar nicht. Im BIOS war es da, habe ich aber in Windows ein Medium eingelegt, lief es kurz an, verschwand dann aber komplett und war beim Neustart auch im BIOS nicht mehr vorhanden. Stecker ziehen und neu stecken, dann wurde es wiedererkannt und das Spielchen begann von vorne. Mittlerweile funktioniert selbst das nicht mehr. Ich habe weder einen Grund noch eine Lösung dafür (es hängt an besagtem SATA-Port 4). Im Internet gibt es Berichte, dass Windows irgendeine Funktion hätte bei Nichtbenutzen das Laufwerk schlafen zu legen. Aber dann wird es zumindest noch angezeigt. Hier ist es einfach komplett weg. Ein Rätsel. Zum Glück habe ich noch ein externe Blu-ray-Laufwerk. Ist also nicht das ganz große Thema, wenn es hart auf hart kommt.

Folgendes Problem habe ich auf meine eigene Art und Weise schon gelöst:

  • Beim Ausschalten des PCs fährt die externe Festplatte nicht wie gewohnt in den Energiesparmodus runter. Scheinbar hat das MSI standardmäßig selbst im ausgeschalteten Zustand noch Strom auf den USB-Anschlüssen oder Windows schickt kein entsprechendes „ich bin aus“-Signal. Eine direkte Einstellung dafür habe ich im BIOS nicht gefunden („Wake on“ ist deaktiviert). Momentan stehe ich auf dem Schlauch. Klar, kann ich sie manuell ausschalten (und tue das auch trotz Energiesparmodus). Aber wenn sie nicht vorher im Energiesparmodus ist, habe ich immer etwas Angst, dass sie doch mal einen Schlag wegkriegt dadurch.
    Lösung: Wir hatten schon länger überlegt einen NAS zu kaufen. Das Vorhaben haben wir nun vorgezogen (mehr dazu vermutlich kommenden Montag). Dadurch ist ein großer Teil der Daten auf der externen Festplatte auf den NAS gewandert und für das, was noch übrig ist, habe ich jetzt eine WD Elements mit 2TB von Lysanda (die Daten, die da vorher drauf waren, sind nun auch auf dem NAS). Vorteil: Sie ist viel kompakter als die Buffalo DriveStation, die ich bis jetzt hatte – und unterstützt sogar USB3.

Und folgendes Problem muss ich leider als gelöst ansehen:

  • Microsoft Office 2016 mag meinen Key nicht mehr. Wie Windows, reagiert auch Office auf eine Hardwareänderung mit der Bitte um Reaktivierung. Theoretisch ist es hier das gleiche Spiel: Im Microsoft-Konto ist die Lizenz hinterlegt und er kann sie wieder laden. Blöd nur, dass meinem Konto keine Lizenz mehr zugeordnet ist? Und beim erneuten Eingeben des Keys bekomme ich ein „Kennsch ned, magsch ned“? Wad?! Ein Chat mit der Microsoft-Support-Hotline offenbart mir, dass es sich um einen ungültigen Key handelt, der mittlerweile gesperrt wurde. Also vermutlich aus einem Volumenlizenzen-Bestand oder so stammt. Na klasse. Da denkt man, man kauft bei einem respektablen Händler und dann sowas. Ich habe natürlich direkt mysoftware angeschrieben, bei denen ich 2015 die Lizenz gekauft hatte aber ein Ersatz wurde mir mit dem Hinweis auf die abgelaufene Gewährleistungsfrist verweigert. Ich würde sagen: Bei diesem Shop solltet ihr nicht kaufen. Das hat man davon, wenn man sich vom billigen Preis blenden lässt.
    Lösung: Neuen Key kaufen, Office 2013 re-installieren oder endlich auf OpenOffice umsteigen.

Die synthetischen Bechnmarks

Jetzt aber genug vom allgemeinen Geblubber. Der Rechner funktioniert im Großen und Ganzen, schnurrt wie eine Katze (oder sitzt Maya schon wieder dahinter?) und ist betriebsbereit. Zeit also, ihn durch den Parkour zu schicken. Zuerst natürlich die ePenis-Sachen: CineBench, 3DMark (Demo) und FurMark. Catzilla funktioniert seit irgendeinem Windows Update nicht mehr (und keinen von den Entwicklern scheints zu kümmern) und kam deshalb nicht zum Einsatz.

 

Die Ergebnisse sind aus meiner Sicht wie erwartet. Anders als 2013 in 3DMark 2011 ist mein 3DMark-Score in Time Spy (die anderen hab‘ ich aber auch mal gemacht) zwar „nur“ besser als 68% aller anderen (damals 89%) aber ich habe ja im Vergleich zu damals eine CPU eine Stufe unter den derzeit besten eingebaut. Und bei FurMark habe ich auch ein Ergebnis auf dem Niveau anderer Leute mit gleicher Grafikkarte. Wenn ihr also nichts anderes sagt, dann mache ich an das Thema einen Haken und sage: Passt alles so und ist im grünen Bereich für mein System.

Die Spielebenchmarks

Das Benchmarkergebnis von GRID Autosport

Eine Stufe über den synthetischen Benchmarks stehen die integrierten Benchmarks in Spielen. Eine praktische (aber sicherlich nicht 100% vollständige) Liste findet man unter anderem hier. Da ich zwar viele der genannten Titel habe aber nicht extra nur wegen dem Benchmark sie installieren wollte, habe ich mal Warhammer 40.000: Dawn of War III durchlaufen lassen, welches mir nun mit 136,18/48,32/80,80fps (max/min/avg) fantastische Ergebnisse auf vollen Details liefert. GRID Autosport lief auch mit dem alten Rechner bereits ganz gut, aber nun grafisch voll aufgedreht (natürlich inkl. 2. Monitor) komme ich trotzdem auf saubere 123,22/65,21/94,99fps. Anspruchsvoller ist da schon Rainbow Six: Siege mit 48,6/30,7/43,1. Hier musste ich deshalb ein Detail runterschrauben und zwar die Ambient Occlusion nur auf SSBO statt auf HBAO+. Letzteres hat im Maximum und Average zwar nur ein paar Frames pro Sekunde gekostet, aber das Minimum ist total eingesackt auf um die 9 FPS. Fürs echte Spielen sollte ich aber vermutlich trotzdem das ein oder andere Detail noch weiter absenken.

Als nächstes war Mittelerde: Schatten über Mordor dran. Damit hatte der alte Rechner schon ein wenig zu kämpfen, sollte aber nun mit 158,77/59,00/88,04 bei noch höheren Grafikeinstellungen definitiv Vergangenheit sein. Ähnlich sah auch Thief aus mit 114,4/71,1/86,0 sowie Sleeping Dogs mit 116,8/47,4/83,1. Ja, das Spiel ist von 2012, hat extrem viele Ecken und Kanten in der Geometrie und saugt trotzdem massiv an der Performance (vor allem beim Fahren). Aber jetzt kann ich es endlich flüssig genießen.

Die eigentliche Praxis

Just Cause 3 (Herstellerbild)

Dass die „Ultra“-Einstellung in Spielen meistens keinen großen grafischen Mehrwert bringt (vor allem im Vergleich zum Leistungsverlust), ist ja nichts Neues. Entsprechend ist es zwar ganz nett, wenn ich die Titel so hochstellen kann und trotzdem meine 60fps kriege (V-Sync & Co. mache ich mittlerweile immer an, wenn es keine Probleme verursacht). Aber es ist absolut kein „Muss“ mehr. Und natürlich gibt es weiterhin Titel, die ich trotz neuer Hardware nicht auf Anschlag drehen kann. Grand Theft Auto V und Wolfenstein: The Old Blood z.B., die zwar nun wesentlich mehr Details erlauben und gleichzeitig flüssiger läufen aber eben immer noch nicht alle Grafikoptionen komplett auf Anschlag. Auch No Man’s Sky ist um Welten besser (solide 60fps statt 20-30fps) doch nur auf gleicher Detailstufe. Da gibt’s übrigens ein absolut empfehlenswertes Video von Digital Foundry zu No Man’s Sky NEXT, in dem die Jungs genau schauen welche Auswirkungen welche Grafikeinstellungen sowohl auf die Optik als auch auf die Leistung haben. Ich zocke derzeit genau auf der Stufe wie im Video.

Ein weiteres Problemkind war bekanntlich Just Cause 3, wo vor allem die physikalischen Effekte meinem alten System das Genick gebrochen hatten. Das gehört nun der Vergangenheit an. Butterweich das Teil und der Titel, den ich tatsächlich bislang am Längsten gespielt habe mit der neuen Hardware unter der Haube (sinnlose Zerstörung geht halt immer). Schade, dass es keinen integrierten Benchmark mehr gibt wie noch in Teil 2. Ich musste allerdings auch hier eine Grafikeinstellung reduzieren. Nicht, weil sie mich großartig Performance kostete. Nein, SMAA_T2X verursachte extremes Ghosting (bei Bewegungen sieht man quasi die Zwischenbilder). Das ist wohl ein bekanntes Problem und die einzige Lösung ist auf FXAA zu reduzieren. Auch zwei Abstürze hatte ich schon aber soweit ich das beurteilen kann, hatte das nichts mit der neuen Hardware zu tun, sondern mit dem Spiel.

Fazit

Was bleibt also zum Abschluss zu sagen? Nun, ich hab‘ noch ein paar kleine Probleme aber nichts, was sich nicht auf irgendeine Art und Weise lösen lassen wird bzw. schon gelöst wurde. Gleichzeitig habe ich aber definitiv wieder „moar pow0r“ unter dem Schreibtisch stehen, die es mir erlaubt meine bislang grenzwertigen Titel, wenn vielleicht auch immer noch nicht in voller Pracht zumindest anständig flüssig zu erleben. Es ist vielleicht nicht der ganz große Sprung (der i7-4770K ist in manchen Benches schneller als der i5-8400) aber wenn der Bedarf besteht, habe ich die Option ohne gleich wieder das Mainboard auszuwechseln zu müssen noch mehr Power reinzustecken. Entsprechend sehe ich das Geld gut investiert und behaupte mal, dass ich damit die nächsten fünf Jahre damit locker überbrückt kriege. Wobei dann vermutlich doch mal ein Gehäuseupgrade notwendig ist…

Und nein, VR ist leider immer noch kein Thema in meinem Haushalt. Bis Montag!

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