Sicarius

Zum 3. Mal aufgestanden

Risen 3: Titan Lords (Herstellerbild)

Rund 36 Stunden Nettospielzeit später liegt der Bösewicht im Dreck, die völlig unbefriedigende Endsequenz läuft ab und ich habe Risen 3: Titan Lords endlich hinter mir. Wie war er also, mein Ausflug in die Südsee und damit der Abschluss der zweiten Rollenspiel-Trilogie der Essener?

Risen 3: Titan Lords (Enhanced Edition) (2015; PC & PS4) – „Enhanced Edition? Wad laberst du da?“ Ja, rund ein Jahr nach Release (August 2014) wurde eine verbesserte Version für die PlayStation 4 mitsamt einem Patch für alle Besitzer der PC-Variante veröffentlicht. Das ursprüngliche Spiel stand zusätzlich noch für X360 und PS3 bereit. Aber keine Angst: Zum einen spielt man aus meiner Sicht Piranha Bytes sowieso grundsätzlich auf PC und da ist der Patch kostenlos und zum anderen halten sich die Änderungen massiv in Grenzen und ist kein Vergleich zum Beispiel zu Divinity: Original Sin – Enhanced Edition mit seinen massiven Änderungen sogar an der Gesichte. Die Enhanced Edition von Risen 3: Titan Lords enthält hingegen neben 64bit-Unterstützung für PCler nur grafische Verbesserungen, die aber hier nur bedingt auffallen (etwas schönere Wolken, die das Wetter und die Tag-Nacht-Wechsel schöner erscheinen lassen sowie verbesserte Unschärfeeffekte). Auf der PS4 und bei Release des Updates waren auch noch die drei DLC (zwei zusätzliche Inseln sowie eine Rüstung) im Patch enthalten aber zumindest auf Steam scheint ihr die DLCs doch wieder einzeln kaufen zu müssen. Dabei ist vor allem die Insel der Diebe (ganz viele Gnome!) absolut empfehlenswert.

Übrigens habe ich keine Ahnung wie man mit der DRM-freien Retailversion (kein zusätzlicher Steamkey enthalten) drankommt. Ich hatte sie einfach wegen dem Kauf der Collector’s Edition. Als ich euch die anno 2014 vorgestellt habe, hatte ich auch bereits das grundlegende „Problem“ von Risen 3: Titan Lords zusammengefasst: Es ist ein Piranha Bytes-Spiel mit all seinen Vor- und Nachteilen wobei letztere langsam aber sicher überwiegen. Aber lasst uns darauf mal genauer auf diese Aussage eingehen, jetzt wo ich wirklich alles gesehen habe (alle Inseln erkundet, alle Nebenquests erledigt, alle legendären Gegenstände gefunden und ein Großteil der Fähigkeiten gelernt).

Die Technik

Risen 3: Titan Lords (Herstellerbild)

Risen 3: Titan Lords sieht grundsätzlich richtig, richtig gut aus muss ich sagen und man merkt überall, dass die Welt erneut zu einem großen Teil mit der Hand gestaltet wurde (viele kleine und liebevoll gemachte Details). Außerdem ist sie wie gewohnt nicht dieser Hochglanzmist eines The Elder Scrolls, sondern gewohnt rau und realistischer und im Vergleich zu Risen 2: Dark Waters wirkt sie nicht mehr so konsolig (die Kommoden haben wieder die richtige Größe). Der fließende Tag- und Nachwechsel ist äußerst schick und selbst die Wettereffekte machen echt was her ohne, dass mein doch mittlerweile etwas betagter Computer auf irgendeine Art und Weise auf höchster Detailstufe in die Knie geht (nur den Zauberspruch „Feuerregen“, den mag er nur bedingt…). Auch die Monster und Charakter sind abseits von „Riesenbusen“ Patty schick und ansehnlich gestaltet. Die gewohnte Klonarmee aus Soldaten, Wachen und anderen NPCs ohne Namen hat es aber auch wieder ins Spiel geschafft. Leider gibt es drei Probleme: Das Sounddesign, die Animationen und das Kamerapacing.

Grundsätzlich ist der Soundtrack gut gelungen (üblicher Fantasy-Orchester-Kram) und die Soundbytes eurer Begleiter mehr oder weniger lustig und hilfreich. Leider wiederholt sich alles so extrem häufig (auch die Soundeffekte). Vor allem die Einzeiler eurer Begleiter sind nicht erst nach 30 Stunden, sondern schon nach 2 Stunden nervig. Ja, theoretisch könnt ihr je nachdem (manche Crewmitglieder bekommt ihr nur, wenn ihr entweder Menschlich oder eben Unmenschlich seid) zwischen sechs Begleitern wählen. Aber da Bones von Anfang an bei euch ist und zudem heilen kann macht es außer in Situationen, in denen ihr für Quests gezwungen werdet jemand anderes mitzunehmen keinen Sinn es zu tun. Und er sagt halt zu Beginn von mindestens jedem zweiten Kampf „Aus deiner Haut mache ich eine Mütze!“. Lysanda hat mich übrigens gebeten an dieser Stelle auszurechnen, wie viele Mützen Bones innerhalb der 36 Stunden angefertigt hat. Wenn man also davon ausgeht, man verbringt die Hälfte des Spiels mit Kämpfen (18 Stunden = 1.080 Minuten) und jeder Kampf dauert maximal zwei Minuten kommen wir auf 540 Mützen. Wobei das Spiel in der Südsee spielt. Insofern habe ich keine Ahnung was Bones überhaupt mit so vielen Mützen machen will.

Wiederholung ist bei den Animationen ein ebenso großes wie bekanntes Problem. Nicht nur hat jeder zweite Charakter gefühlt den gleichen Sprecher (auch wieder ein übliches Piranha-Bytes-Thema). Sie geben sich immerhin Mühe durch Tonlage oder Dialekt es ein wenig zu kaschieren ungeachtet dessen, dass die Darstellung der Eingeborenen dadurch schon sehr nah an Rassismus grenzt. Auch die Mimik und Gestik ist immer exakt gleich ohne jedwede echte Betonung oder gar Zusammenhang mit dem Gesagten. Und selbst ohne Wiederholung sind die Animationen von abrupten Statuswechseln und genereller Steifigkeit (Hochklettern? Arme nach oben und so tun, als würde man ziehen) geprägt. Das Pacing der Kamera egal ob in den Dialogen oder in den Zwischensequenzen lässt genauso zu wünschen übrig. Da wird fröhlich gesprungen, völlig unpassende und plötzliche Schnitte gemacht und nichts flüssig zu Ende gebracht. Alles nichts Neues für Veteranen aber 17 Jahre nach Gothic doch ein wenig ärgerlich und trübt in einem Spiel, in dem sehr viel gesprochen wird, doch den ansonsten technisch sehr guten Gesamteindruck stark.

Der Inhalt

Risen 3: Titan Lords (Herstellerbild)

Ob es Piranha Bytes jemals hinbekommen wird ein anständiges und vor allem befriedigendes Ende zu machen? Man verbringt schließlich mehr als 30 Stunden mit den Charakteren, lernt sie zu lieben (oder zu hassen) und möchte dann auch ein entsprechend fulminantes Finale erleben. Aber nicht nur sind die Bossgegner bislang immer ein Witz gewesen (was ein Stück weit ein Genre-typisches Problem ist), die Endsequenz war immer kurz und ohne echtes „Auf Wiedersehen“ – selbst oder gerade am Abschluss einer Trilogie. In Risen 3: Titan Lords besiegt man endlich das ultimative Böse (und bringt die Arbeit eures Vorgängers aus Risen und Risen 2: Dark Waters zu Ende) und was bekommt man? Eine schlechte animierte Umarmung und ein Schiff, dass nicht einmal in Richtung Sonnenuntergang segelt, sondern einfach nur so von der Insel weg. Na super.

Aber wie sagt man so schön? Der Weg ist das Ziel. Und der ist Piranha Bytes-typisch geschmückt mit komischen Kautzen, lustigen Dialogen, abwechslungsreichen Quests, nutzlosen Frauen mit viel Dekolletee und führt durch eine sehr angenehm raue Welt in der eben nicht alles Schwarz und Weiß ist. Das Grundprinzip ist wie immer: Erst einsamer Held, dann Anschließen an eine der drei großen Fraktionen (wie gehabt Magie, Nahkampf und Fernkampf) und dann das Finale. Neu ist – zumindest aus meiner Sicht – wie lange ihr euch einer Gemeinschaft verwehren könnt. Ja, ohne Gemeinschaft bekommt ihr kein großes Schiff und könnt nur 2-3 Begleiter anheuern (hab‘ wie erwähnt eh nur Bones gebraucht). Aber ich habe tatsächlich 90% aller Quests erledigt gehabt bevor ich nach Kapitel 3 gewechselt bin (indem ich mich den Dämonenjägern anschloss) und konnte quasi jedes Monster ohne große Probleme über den Jordan bringen. Und die restlichen Quests fehlten auch nur, weil euch auf zwei Inseln der Zugang zur zweiten Hälfte bis Kapitel 3 verschlossen bleibt und die finale Insel erst in Kapitel 4 auftaucht.

Ein Problem war das aus meiner Sicht nur insofern, dass Bones dann in Kapitel 3 und 4 ständig „Wäre es nicht einmal wieder Zeit mit deiner Crew zu sprechen?“ von sich ließ und die Seeschlachten sehr gebündelt abliefen. Aus Entwicklersicht sollte beides sicherlich über die gesamte Spielzeit gestreckt sein aber in meinem Fall musste das Spiel eben die Inhalte von 30 Stunden in vielleicht vier reinpressen. Meine Empfehlung daher: Macht die Quests aller Fraktionen und schließt euch dann einfach einer an. Es gehen tatsächlich soweit ich das beurteilen keine anderen Quests verloren dadurch.

Etwas blöd war nur dieser Punkt: Nachdem ihr die erste Insel hinter euch gebracht habt, könnt ihr jede andere auf der Karte sofort besuchen. Das ist was die spielerische Freiheit betrifft super, führt aber dazu, dass ihr schon nach 1-2 Inseln zu stark für die nächste seid schließlich mussten die Entwickler ja dafür sorgen, dass auf allen der gleiche Fortschritt möglich ist. Das Ergebnis ist schnell einsetzende Langeweile weil die Herausforderung fehlt und euch nur noch die Quests bzw. die persönliche Neugier treibt.

Das Gameplay

Risen 3: Titan Lords (Herstellerbild)

Spielerisch gibt es nicht ebenso wenig Neues. Durch Töten von Monstern und das Erfüllen von Quests gibt es Erfahrungspunkt in Form von Ruhm. Das investiert ihr in verschiedene Talente und könnt dann zusammen mit einer Latte Gold bei einem Trainer spezielle Fähigkeiten lernen. Das Inventar quillt ständig über (weil man nie weiß, ob man das Ding nicht doch bspw. zum Herstellen eines Voodoozaubers gebrauchen kann) und ist wie gehabt umständlich zu bedienen (ELEX hat immerhin nun eine umfangreichere Sortierung). Ihr könnt im Laufe des Spiels viele handwerkliche Berufe lernen (Schmieden, Runen herstellen, Alchemie, etc.) und damit theoretisch zum Selbstversorger werden. Faktisch habe ich zwar alles gelernt aber abseits des Herstellens von dauerhaften Tränken nichts davon wirklich benutzt. Und selbst die hätte ich nicht gebraucht, weil ich schon so dermaßen stark war.

Die Kämpfe gehen hingegen gut von der Hand (gibt nur einfacher oder schwerer Angriff) und ihr müsst euren Feind definitiv im Auge behalten. Aber meine Zweitwaffe habe ich trotzdem nur selten genutzt und gezaubert habe ich ebenso nur in zwei Bosskämpfen, weil sich die Arschgeigen selbst heilen konnten (ich hasse das!) und man entsprechend schnell sein musste. Theoretisch hat man zwar am Anfang etwas zu kämpfen bis man bessere Waffen gefunden und die ersten Fähigkeiten gesteigert hat, weil ein Scavanager schon tödlich sein kann. Aber dafür sind ja die Begleiter da. Sie können zwar sterben, stehen aber nach dem Kampf wieder auf und sind somit hervorragend als Ablenkung geeignet.

Abseits davon ist die Möglichkeit sich in einen Affen bzw. einen Papageien zu verwandeln nett (und ermöglicht hier und da alternative Lösungsmöglichkeiten) aber bringt außer ein paar in der Gesamtheit betrachtet nutzlosen Gegenständen nicht viel. Das gilt auch für die Minigames (Armdrücken, Messerwerfen und Besaufen). Und die ganze Sache mit der Menschlichkeit (bestimmte Taten oder Dialogoptionen verringern oder erhöhen diese) ist in der Theorie zwar interessant, genutzt wird es aber faktisch gar nicht. Es schließen sich euch wie gesagt nur je nach Stand eurer Menschlichkeit bestimmte Begleiter nicht an. Und die Ausflüge in die Schattenwelt wo euer Geist festhängt waren nicht nur sehr kurz, sondern absolut langweilig und zudem verwirrend (Warum steht jetzt der Charakter da rum? Wie hab‘ ich den gerufen? Und warum muss er deshalb meine Fragen beantworten?).

Risen 3: Titan Lords (Herstellerbild)

Beim Christoph meint: Es tut mir in der Seele weh, auch weil ich Risen 2: Dark Waters damals 4 von 5 Sics gegeben habe und Risen 3: Titan Lords durchaus in einigen Punkten besser ist. Aber selbst als absoluter Gothic-Fanboy kann ich dem Trilogie-Abschluss mit gutem Gewissen nur 3 von 5 Sics geben. An meinem Ersteindruck von 2014 hat sich einfach im Laufe des Spiels nichts geändert. Ja, es hat wie alle Piranha Bytes-Titel seinen eigenen Charm und ich habe es grundsätzlich gerne durchgespielt. Die Quests mit den dazugehörigen Charakteren sind größtenteils interessant und gelungen und die Welt sieht nicht nur hübsch aus, sondern ist auch detailliert gestaltet und rauer als bei der Konkurrenz. Das macht entsprechend einen Großteil der Motivation aus.

Aber was hilft das alles, wenn man schon nach spätestens er Hälfte des Spiels als Komplettist völlig overpowered ist und anschließend eigentlich nur noch der Vollständigkeit halber alle Ecken der Inseln abgrast? Was bringt es, wenn das Kampfsystem keine echte Tiefe bietet und blockende Gegner nur nervig aber keine Herausforderung sind? Was habe ich von den Riesenbrüsten von Patty, wenn sie so unrealistisch aussehen? Was habe ich als Fan des Studios davon jetzt schon zum 6. Mal das nicht nur inhaltlich, sondern auch spielerisch Gleiche zu tun? Und dann noch dieses völlig banale Finale, das einen vollkommen unbefriedigt zurücklässt. Es ist insgesamt kein grottenschlechtes Spielerlebnis aber es gibt einfach zu viel Besseres das nicht nur The Witcher 3: Wild Hunt heißt. Insofern gibt es trotz seiner vielen guten Seiten abseits von „der Vollständigkeit halber“ keinen echten Grund es selbst zum Budgetpreis zu kaufen und zu spielen. Dann vielleicht gleich zu ELEX greifen. Da kann ich nach 45 Minuten zumindest sagen, dass Kletteranimationen um Welten besser sind!

Aber nein, ELEX wird höchstwahrscheinlich nicht das Spiel sein, was ich mir als nächstes zum Durchspielen vornehme. Jetzt brauche ich erst einmal wieder was kürzeres :smile: . Vielleicht die Kampagne von Battlefield: Hardline.

Ein Teil meines Steameinkaufs

Der Steam Summer Sale ist in vollem Gange (die letzte Woche läuft). Meine (zugegeben eher übersichtliche) Freundesliste hält sich mit ihren Einkäufen allerdings (vorbildlich) zurück. Wenn man so die Berichte liest, liegt es wohl daran, dass die Deals gar nicht so gut wären bzw. mittlerweile eine totale Übersättigung herrscht. So hatte GOG Anfang Juni seinen Sale und zur E3 lockten Ubisoft und EA mit satten Rabatten. Entsprechend hat Steam zwar immer noch das größte Angebot aber entweder man hat es schon oder es ist heruntergesetzter Mist und der ist immer noch Mist :smile: .

Ich habe aber trotzdem irgendwie ganz schön bei Steam zugeschlagen. Wenn ich mich nicht verzählt habe sind es Stand heute 23 Spiele, 44 DLCs sowie zwei Season Passes, die nun meinem Konto zugeordnet sind. Mit Ausnahme von XCOM 2: War of the Chosen (gibt es leider keine Retail) war alles <10 Euro. Dabei bin ich doch noch immer mit Risen 3: Titan Lords beschäftigt (Mitten in Kapitel 3 von 4) :smile: . Aber wie schon beim Ubisoft-E3-Sale nutze ich zumindest (wie man sieht) die Chance DLCs für teilweise signifikant weniger zu ergattern. Erst zuletzt sind ein paar Spiele dazu gekommen, die höchstwahrscheinlich nie eine Retailversion erhalten werden. Ja, ich achte da weiterhin sehr drauf – selbst wenn die Box aktuell im Vergleich zum Sale-Preis teurer sein würde, kaufe ich den Titel nicht digital (allerdings derzeit ebenfalls nicht die Box…). Hat auch seine Vorteile so eine „komische“ Haltung, sonst hätte ich vermutlich noch mehr gekauft :wink: .

Doch nicht nur bei den Spielen mache ich einen Unterschied. Bei den DLC gibt es für mich die mit „echten“ Inhalten und die, mit nur optischen Sachen (Kleidung) oder Kleinigkeiten (neue Waffe). Letzteres hole ich mir nur, wenn zufällig das Bundle mit allem billiger ist als die interessanten DLCs separat zu kaufen. Bin einfach nicht die Zielgruppe für so einen optischen Kram und damit für Fortnite (Namedropping fürs Google Ranking) & Co. absolut kein guter Kunde.

DLC ftw!

Aber ich Langweile euch jetzt nicht damit aufzuzählen, was ich alles „Tolles“ gekauft habe. Bin nur mal wieder etwas selbst von mir überrascht wie stark ich doch zugeschlagen habe. Andererseits bin ich in Sachen DLCs doch einfach weiterhin ein „Komplettist“, der möglichst das Gesamtwerk mit allem Drum und Dran erleben möchte. Und am besten auch noch, bevor ich das Spiel überhaupt richtig angefangen habe damit ich ja im Spielverlauf nichts verpasse bzw. nochmal von vorne spielen müsste. Vor allem, weil ich letzteres nur sehr, sehr selten tue aufgrund der Menge an Titeln in meinem Backlog. Wir hatten ja schon im April das Thema von wegen, dass es schwerer geworden ist den richtigen Zeitpunkt zum Starten eines Titels zu finden.

Deus Ex: Human Revolution – The Missing Link (Herstellerbild)

Gleichzeitig sind wir mittlerweile mehr als eindeutig darüber hinweg, dass es statt saftigen Addons (wie XCOM 2: War of the Chosen) eben oft nur noch Häppchen-DLCs gibt. Wenn man Glück hat bekommt man gute und hochwertige Inhalte für seine 3-5 Euro, die einen auch 1-3 Stunden beschäftigen oder auf andere Art und Weise einen echten Mehrwert bieten. Hat man Pech wird es ein Deus Ex: Human Revolution – The Missing Link. Ihr erinnert euch vielleicht: Im Hauptspiel war ein mehr als deutlicher Zeitsprung, der später mit einem lieblosen Standalone-DLC aufgefüllt wurde. Zum Glück gibt es mittlerweile den Director’s Cut. Der macht den Inhalt dieses Spielabschnitts zwar nicht besser aber im Gesamtkontext fällt er nicht mehr negativ auf.

DLC nftw!

Bei Deus Ex: Human Revolution – The Missing Link bekommt man aber immerhin etwas Mehrwert in Form eines kompletten Levels. Das andere ist wie erwähnt irgendetwas kosmetisches oder eine neue Waffe. Das ist aus meiner Sicht wirklich nur noch reine Geldmacherei. Ja, wenn ich schon 1.000 Stunden in Saints Row 4 versenkt habe und noch weitere 1.000 Stunden plane, ist es sicherlich nett mal wieder ein neues Spielzeug zu haben. Aber ansonsten spielt der Hersteller hier nur mit dem Bedürfnis der (vor allem jungen) Spieler das coole Kostüm, den netten Charakter oder die lustige Waffe zu haben. Wir erinnern uns schließlich alle noch an den Proto-DLC namens Horse Armor Pack für The Elder Scrolls IV: Oblivion (5 Euro damals!).

Übrigens mal wieder ein Pluspunkt für CD Projekt Red: Für The Witcher 3: Wild Hunt sind die ganzen kosmetischen Sachen komplett kostenlos und nur für die Inhalte wie Blood and Wine, die für mich vollwertige Addons sind, müsst ihr blechen. Bei Saints Row IV gebt ihr dafür fast 50 Euro aus.

Geld, Geld, Geld

Overwatch (Herstellerbild)

Ich verstehe natürlich, dass speziell Titel wie Overwatch oder Team Fortress 2 ausschließlich mit hübschen Sachen ihr Geld verdienen können und ansonsten keine Einnahmequelle haben, um den weiteren Betrieb zu sichern. Das ist zwar kein DLC wie bei Saints Row IV, sondern fällt in die Kategorie Loot Boxen. Diese Differenzierung macht aber nur einen kleinen Unterschied (bei DLC weiß ich was ich kriege, bei Loot Boxen habe ich nur eine Chance). Unterm Strich ist beides komisch und stellt für mich das Geschäftsmodell in Frage. Doch die Zielgruppe nimmt es bereitwillig an und in Asien erwarten sie es im Prinzip sogar. Im Zweifel belastet man einfach die Kreditkarte der Eltern mit tausenden von Euro/Dollar, die sie dann über Jahre hinweg abstottern müssen.

Doch ich triffte schon wieder in ein Thema ab, das wir bereits besprochen hatten als der Skandal um Star Wars: Battlefront II war. Macht es weniger aktuell, denn die Aufregung ist zwar abgeklungen aber Loot Boxen immer noch fleißig im Einsatz. Gleichzeitig suchen die Entwickler bereits intensiv nach neuen Möglichkeiten euch möglichst wenig für möglichst viel Geld anzudrehen. Insofern macht es Sinn immer mal wieder darauf hinzuweisen.

Mein erneuter Appell ist es entsprechend, dass ihr den nutzlosen Kram links liegen lasst (braucht ihr wirklich das pinke Hasenkostüm?) und die Hersteller lieber für substantielles belohnt. Ja, wenn eure fünfjährige Tochter unbedingt als Barbie in Quake Champions alle über den Haufen ballern will, dann kauft ihr halt für zwei Euro das Ding. Aber wir alle haben am Ende mehr davon, wenn die Entwickler einsehen würden, dass wir uns nicht mit billig zu produzierenden Inhalten (und nichts anderes sind Skins) zufriedengeben.

So viele Vitamin-E-Varianten

Schon einmal was von Tocopherol oder Tocotrienol gehört? Nein? Aber bestimmt von Vitamin E, das ist nämlich der Sammelbegriff für diese fettlöslichen Substanzen zu denen neben den beiden genannten auch noch Tocomonoel und MDT (Marine derived tocopherois) gehören. Letztere sind aber nicht ganz so wichtig – zumindest nach dem aktuellen Forschungsstand. Alle gemeinsam haben sie, dass sie sich als Antioxidantien (=Ausschalten von freien Radikalen) betätigen und in vier verschiedenen Strukturen genannt Alpha, Beta, Delta und Gamma auftreten. Am besten erforscht wurden bislang die Alpha-Tocopherole und wenn jemand von Vitamin E redet, dann ist im häufigsten Fall Alpha-Tocopherol damit gemeint.

Das ist dann auch schon der erste Punkt, auf den man bei diesem Thema achten sollte. Sowohl die DGE-Empfehlung sowie viele der handelsüblichen (=Apotheke & Drogerie) Nahrungsergänzungsmittel enthalten nur diesen Strang. Gebrauchen kann euer Körper (wie so oft) alle Varianten, speziell aber die acht Tocopherole- und Tocotrienole-Varianten. Aber ich greife schon wieder vor. Wofür ist Vitamin E denn überhaupt alles gut?

Der Jungmacher

Dass Vitamin E sich als Antioxidans betätigt, hatten wir schon geklärt. Die Folgen davon sind klar: Es schützt die Zellen mit einer entsprechend großen Wirkung. So soll es nach ersten Studien ganz gut gegen Krebs sein (egal ob als Vorbeugung oder als Bekämpfung) eben, weil es die DNA in der Zelle vor Veränderungen sichert bzw. bei einem bereits vorhandenen Tumor das Übergreifen auf andere Zellen abstellt. Und so zieht sich das durch den ganzen Körper durch. In der Haut verhindert es Sonnenbrand (=Zerstörung der Zellen auf der Hautoberfläche), im Gehirn die Zerstörung von Nervenzellen (u.a. die Myelinscheide, deren Beschädigung wohl zu Alzheimer führt). Es verlangsamt den Alterungsprozess und soll sogar eurer Fruchtbarkeit auf die Sprünge helfen.

Mandeln sind gute und gesunde Snacks

Der Grund ist ganz einfach: Es schützt nicht nur die bestehenden Zellen, sondern auch die, die sich gerade im Aufbau befinden. Bei denen haben es die freien Radikale ja sonst besonders einfach sich ihr geliebtes Elektron abzugreifen. Das Ergebnis ist eine straffere, „jüngere“ Haut sowie eine verbesserte Wundheilung. Angeblich geht das sogar nachträglich, indem man Vitamin-E-Öl auf Narben aufträgt und einwirken lässt. Selbst getestet haben wir das aber noch nicht. Auch eure Haare (egal wo am Körper) freuen sich über das Vitamin. Kein Wunder, dass extrem viele Kosmetika damit werben vollgestopft mit Vitamin E zu sein (neben Q10 – aber das wird ein anderer Eintrag).

Und zu guter Letzt hilft es den Cholesterinspiegel auf einem natürlichen Niveau zu halten und wirkt entzündungshemmend.

Dosierung

Klingt super, oder? Und nein, jetzt kommt tatsächlich kein „aber“. Wie alle Vitamine, ist auch Vitamin E wichtig und man sollte genug davon haben. Hat man nicht genug, gibt es die üblichen Erscheinungen einer Hypovitaminose sprich Sachen wie trockene, faltige Haut, schlecht heilende Wunden und/oder Konzentrationsstörungen. Im Normalfall sollten aber die allerwenigsten von euch tatsächlich an einem Mangel leiden, wenn ihr euch – wie heißt es so schön – ausgewogen ernährt. Leute mit einem höheren Bedarf sind unter anderem Raucher (Stichwort „gelbe Haut“), Gestresste (sind wir das nicht alle manchmal?) oder Diabetiker, weil sie in ihrem Körper mehr freie Radikale herumfleuchen haben.

Die DGE empfiehlt, dass ihr 15mg Vitamin E (Alpha-Tocopherol) pro Tag zu euch nehmt. Das Maximum ist laut der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit bei satten 300mg pro Tag. Man sollte es aber definitiv nicht übertreiben, denn wie alle fettlöslichen Vitamine kann sich Vitamin E in eurem Körper anreichern, wenn ihr mehr reinkippt als ihr braucht. Ausgeschieden wird es nur, wenn ihr kein Fett dazu einnehmt und es der Körper somit erst gar nicht verarbeiten kann. Außerdem profitiert Vitamin E davon, wenn gleichzeitig ausreichend Vitamin C und Q10-Enzym im Körper vorhanden sind. Dann flutscht es noch besser.

Olivenöl

Woher?

Vitamin E in seinen unterschiedlichen Formen kommt vor allem in Nüssen und Ölen vor. Weizenkeimöl hat auf 100g z.B. 174mg Alpha-Tocopherol. Auch Sonnenblumenöl, was aus anderen Gründen nicht ganz so super ist, hat immerhin noch 62mg intus. Olivenöl ist mit 12mg zwar eher am unteren Rand aber nicht ganz schlecht. Allerdings: Wer trinkt schon 100g von irgendeinem Öl. Da sind die Nüsse schon interessanter: Mandeln (26mg) und Haselnüsse (15mg) sind eine gute Wahl. Mit 60g Nüssen habt ihr also schon euren Tagesbedarf gedeckt. Grundsätzlich sind auch alle Vollkornprodukte sehr zu empfehlen, da im Getreidekorn zwar nicht viel (1-4mg) aber zumindest etwas enthalten ist. Beim Erhitzen geht übrigens nichts verloren, da es wie alle fettlöslichen Vitamine hochgradig hitzebeständig ist.

Bei Obst, Gemüse und Fleisch ist hingegen nichts zu holen. Fische haben noch 1-2mg und in Schwarzwurzeln sind immerhin noch gut 6mg enthalten. Aber unterm Strich ist das nicht der Rede wert. Deswegen eine „ausgewogene“ Ernährung. Egal ob ihr den ganzen Tag nur Fleisch futtert oder euch als Veganer nur von Gemüse ernährt: Die Chance ist hoch, dass es dann doch nicht reicht. Aber wer seine Schüssel Nüsse am Arbeitsplatz stehen hat oder eben viel mit pflanzlichen Ölen hantiert, sollte relativ einfach die DGE-Empfehlung nicht nur mit normalem Essen erreichen, sondern auch überschreiten können.

Wenn ihr feststellen wollt, ob ihr ausreichend Vitamin E habt, dann hilft es auf die Ernährung zu schauen. Einen Blut- oder sonstigen aussagekräftigen Test haben wir nicht gefunden.

Unsere Anwendung

Dank unserer Abnehmbemühungen (LowCarb sowie wenig Kalorien = keine Nüsse), ist es aktuell nicht der Fall, dass wir unseren Tagesbedarf decken. Entsprechend haben wir uns für diese Ernährungsphase den mitteldosierten Vitamin-E-Complex (8 Stränge) von VitaminExpress geholt. Wenn ihr also unter eine der Risikogruppen fallt oder eure Ernährung eher weniger Nüsse und Öle enthält, können wir die Dinger (wie so vieles bei VitaminExpress) nur empfehlen. Dadurch, dass es vom Körper gespeichert werden kann, reicht z.B. bei unserer Ernährung eine Kapsel pro Woche. Aber wie gesagt: Im Normalfall solltet ihr Vitamin E nicht ergänzend einnehmen müssen, sondern den Bedarf über die Ernährung regeln können.

Holla, die Waldfee! Das war vielleicht eine Woche. Absolut kein Vergleich zu der eher langweiligen E3 2017. Nicht nur gab es viele Neuankündigungen, es waren auch einige heiß ersehnte Sachen dabei. Das Ergebnis war zwar nicht immer das, was sich vor allem die mitteilsamen Gamer gewünscht haben. Lasst uns also nicht weiter Zeit mit der Einleitung verschwenden, sondern direkt in das Thema einsteigen. Schließlich muss ich meinen völlig unqualifizierten Senf (spiel ja nur noch alten Scheiß) dazu abgeben. Eine bestimmte Reihenfolge gibt es nicht und wie so oft, gehen die meisten Links zu den Trailern.

Command & Conquer Rivals (Herstellerbild)

Command & Conquer Rivals (iOS, Android) – Es ist mir sowas von dermaßen scheißegal wie gut das Moment-to-Moment Gameplay sein mag (einige Journalisten verteidigen das Spiel aktuell verdächtig stark…), es ist ein weiteres Drecks-Mobile-Free-2-Play-Game wie sie seit mittlerweile Jahren den AppStore fluten und damit ist es bei mir schon vollkommen unten durch. Schon der Trailer ist exakt genauso aufgebaut wie beim restlichen Rotz dieser Art. Es fehlt nur der Prominente. Hat Dungeon Keeper (2014) echt so viel Kohle gescheffelt? Ich könnte mich seitenweise über diese Entscheidung von EA aufregen aber ganz ehrlich: Einfach ignorieren. Gar nicht erst zum Testen runterladen (dann könnte EA mit den Downloadzahlen prahlen), sondern einfach vergessen, dass es existiert.

DOOM Eternal (PC, XONE, PS4) – FUCKING YES! Ja, technisch gesehen habe ich DOOM (2016) immer noch nicht durch. Aber das liegt weniger an der genialen Qualität des Spiels und mehr an meinem Zeitmangel. Der Trailer hat mich sofort wieder angefixt (vor allem die Eskalation des Soundtracks hin zum Rip & Tear-Motiv). Wenn es einfach nur mehr vom gleichen gibt, reicht mir das völlig. Ach und vielleicht streichen sie einfach den Mehrspielermodus komplett raus (oder überarbeiten ihn vollständig). Den braucht eh keiner. Lieber ein paar Einzelspielerlevels mehr.

Halo Infinite (PC, XONE) – Auf der einen Seite finde ich super, dass endlich mal wieder ein Halo offiziell für den PC erscheint. Auf der anderen bin ich enttäuscht, dass sie aus dem Misserfolg von Halo 5: Guardians den falschen Schluss gezogen haben. Im neusten Teil soll nämlich der Master Chief wieder die dominante Rolle einnehmen, weil im Vorgänger es den Leuten angeblich nicht gefallen hat Locke zu spielen. Dass das eigentliche Problem nicht Locke war, sondern das Marketing eine völlig falsche Erwartungshaltung geweckt hat (Master Chief ist plötzlich böse?!) und das im Spiel dann nicht erfüllt wurde wird einfach ignoriert. Stattdessen kramt man Master Chief schon wieder hervor (vielleicht auch Cortana obwohl es da einige Hürden gibt…). Schickt den armen Mann doch endlich in Rente und erzählt mal was Neues. Spielerisch erwarte ich hingegen solide Konsolen-Shooter-Kost. Da hat 343 Industries bislang nichts anbrennen lassen.

Satisfactory (Herstellerbild)

Satisfactory (PC) – Das Spiel mit dem coolsten Namen und dem passendsten Trailer seit langem. Unbedingt anschauen. Und ja, die Jungs von Coffee Stain Studio können auch richtige Spiele und nicht nur Goat Simulator-Nonsense. Das Spielprinzip klingt einfach (eine gut funktionierende Produktionsstraße aufbauen) und sehr relaxend. Ich bin wahrscheinlich zu doof dafür aber als jemand, der schon Die Siedler damals lieber ohne Feinde gespielt hat und stattdessen sein Wegenetz bis zum Optimum optimierte, könnte das da perfekte Werk für mich werden.

Fallout 76 (PC, XONE, PS4) – Ein neues Fallout *yay*! Ein neuer Online-Survival-Shooter *nay*… Langsam geht mir es wirklich auf den Keks, dass alle immer einem Trend hinterherrennen. Aktuell eben Battle Royale und Online-Survival-Dingens. Ja, natürlich hat Todd Howard gleich betont, dass das Spiel komplett Solo erlebbar sein wird. Wir wissen aber alle, dass das in der Realität nur bedingt Spaß machen wird. Zusätzlich stört mich, dass Bethesda damit schon wieder die Geschichte umschreibt (Fallout 76 spielt vor allen anderen Fallout-Titeln). Lässt man meine persönliche Animosität dem Genre gegenüber aber mal außen vor, gehe ich stark davon aus, dass der Titel sehr viele Fans finden wird. Zum einen natürlich wegen der Marke aber zum anderen auch, weil so viele das Genre aus mir nicht nachvollziehbaren Gründen toll finden.

The Elder Scolls VI & Starfield – Ich fasse die beiden Titel zusammen, weil es von beiden außer dem Logo absolut nichts zu sehen gab. Eine etwas fragwürdige Entscheidung wie ich finde, denn man kann ein Spiel auch zu früh ankündigen. Aber hey: Immerhin weiß jetzt jeder offiziell, dass die beiden Bethesda-Rollenspiele zumindest in der Entwicklung sind. Ich erwarte das übliche nur im Falle von Starfield mit SciFi- statt Fantasy- oder Apokalypse-Setting.

Greedfall (Herstellerbild)

Greedfall (PC, XONE, PS4) – Die Rollenspiele der französischen Entwickler von SPIDERS sind nicht die qualitativ hochwertigsten (dafür fehlt das Budget). Aber was ihnen beim Gameplay (und Grafik) fehlt, machen sie durch interessante Ideen und Settings wieder wett. Greedfall scheint sich da eindeutig mit einzureihen. Es geht um eine alternative Version der Eroberung Amerikas bei der nicht nur Musketen, sondern auch Magie eine Rolle spielt. Ich bin wirklich sehr gespannt und kann bis dahin nur alle ihre anderen Werke wie Mars: War Logs oder Of Orcs and Men empfehlen.

Wolfenstein: Youngblood (PC, XONE, PS4) – Der Trailer erinnerte mich aufgrund der Musik im ersten Moment an FarCry 3: Blood Dragon aber er geht dann doch in eine wesentlich ernstere Richtung und entpuppt sich als ein Koop-Shooter mit den Töchtern von B. J. Blazkowicz. Okay. Klingt erst einmal etwas ungewöhnlich aber bislang hat MachineGames immer hervorragende Shooter abgeliefert und ich bin sowieso immer dafür zu haben, zu erfahren wie die Geschichte weitergeht. Entsprechend bin ich durchaus angefixt und bin gespannt darauf, wie das Gameplay aussehen wird. Vermute auf der QuakeCon wird man wie bei DOOM Eternal mehr erfahren.

Just Cause 4 (PC, XONE, PS4) – Avalanche Studios arbeitet gerade an echt vielen Titeln. Ich hoffe mal nicht, dass darunter irgendwo die Qualität leidet wie beispielsweise damals bei Mad Max und Just Cause 3. Letzteres hatte vor allem unter massiven technischen Problemen zu leiden und konnte irgendwie deshalb nicht die Herzen der Fans erobern. Mal schauen ob das mit Teil 4 wieder besser wird. Inhaltlich erwarte ich kein großes Neuland (außer das Thema mit den Wirbelstürmen). Aber darum geht es aus meiner Sicht auch nicht. Wichtig ist es, dass man so viel Chaos wie möglich produzieren kann und es schick aussieht. Der Trailer geht da schon eindeutig in die richtige Richtung. Ich freue mich drauf.

Devil May Cry 5 (Herstellerbild)

Devil May Cry 5 (PC, XONE, PS4) – DmC: Devil May Cry (2013) war kein schlechtes Hack ‘n’ Slash aber es war einfach nicht Devil May Cry. Teil 5 wird das offensichtlich ändern. Die Charaktere sind in ihrer alten Form zurück, Nero scheint erneut der Hauptcharakter zu werden und es ist so Over-the-Top wie man es von der Serie gewohnt ist. Dazu eine schicke Grafik und ein garantiert astrein flüssiges Gameplay und ich bin schon jetzt begeistert (obwohl ich schon für einen A-Rang zu unkoordiniert bin).

Dying Light 2 (PC, XONE, PS4) – Teil 1 von 2015 war…moment, der ist leider indiziert. Also darf ich euch auch nicht sagen wie oder was er war. Teil 2 soll im Grunde erst einmal mehr vom gleichen bieten – allerdings mit ein paar interessanten Neuerungen. Zum einen ist Chris Avallone als Scheiberling mit dabei, was nicht nur das Niveau der Erzählung um einige Zähler heben wird, sondern auch einen etwas stärkeren Fokus auf die Rollenspielelemente. Zum anderen soll sich die Stadt auf Basis eures Tuns und Lassens optisch verändern. Ihr wisst schon, dass was damals schon Peter Molyneux für die Fable-Serie angekündigt hatte aber selbst im dritten Teil nur rudimentäre Auswirkungen hatte. Mal schauen ob das hier besser funktioniert. Abseits heißt es wieder sich mit sehr viel Parkour durch, unter und über die Stadt bewegen und tonnenweise Zombies töten. Das wird eigentlich nie alt :smile: .

RAGE 2 (Herstellerbild)

RAGE 2 (PC, XONE, PS4) – Der Ankündigungstrailer war für die Hose aber der Gameplay-Trailer und die dazugehörigen Informationen machen schon einen besseren Eindruck. Avalanche Studios mit ihrer Open-World-Expertise (und den Erfahrungen aus Mad Max und id Software mit ihrer Shooter-Erfahrung machen das, was RAGE eigentlich schon werden sollte. Was soll da schief gehen? Ernsthaft. Der Gameplay-Trailer macht einen extrem guten Eindruck, das Spiel scheint sich selbst nicht zu ernst zu nehmen und von mir persönlich gibt es für beide Studios sowieso mittlerweile sehr viel „Good Will“. Ob RAGE 2 allerdings auf das Ende von Teil 1 eingehen wird? Vermutlich nicht…

 

Und damit sind wir am Ende des Eintrags angelangt. Das war jetzt mit 12 Titeln nur die absolute Spitze des Eisberges. Da fehlen nicht nur noch weitere Neuankündigungen (meine erste Liste nur mit Spielenamen war über zwei DINA4-Seiten lang!) wie Dead of Alive 6, Unravel Two, Resident Evil 2 (Remaster) oder Metal Wolf Chaos XD, sondern auch die ganzen Sachen mit vielen neuen Infos wie Beyond Good & Evil 2, Cyberpunk 2077 oder The Division 2. Aber irgendwo muss ich ja Schluss machen (und Risen 3: Titan Lords weiterspielen). Außerdem habt ihr wie immer in den Kommentaren die Chance über die von mir vergessenen Titel eure Eindrücke loszuwerden. Wie fandet ihr also die E3 2018?

Der Bakterienzerstörer (hier in der Creme-Variante)

Wo wir auch hin fassen, überall sind sie: Bakterien. Egal ob auf der Küchenablage, auf Türklinken, in der S-Bahn oder dem Spülschwamm. Man kann ihnen nicht aus dem Weg gehen, höchstens drauftreten. Dabei sind doch Bakterien alle gefährlich. Sie machen einen schließlich krank. Also am besten alle töten. Und zwar sofort. Im Haushalt mit ätzenden Reinigern, im Körper packen viele Ärzte einfach das Breitband-Antibiotika aus. Blöd nur, dass nicht alle Bakterien böse sind. Vor allem die in und auf unserem Körper erfüllen in den meisten Fällen eine wichtige Funktion. Ohne sie können wir faktisch nicht leben. Wenn wir uns zum Beispiel den Darm anschauen, dann leben da Abermillionen von Bakterienkulturen drin. Hätten wir die nicht, wäre nicht nur unser Immunsystem völlig im Eimer, wir würden praktisch verhungern, weil niemand da ist um die Nahrung zu zersetzen und für uns nutzbar zu machen. Und je nachdem was wir essen, verändert sich auch der Bakterienzoo im Darm, da nicht alle Bakterien das Gleiche futtern.

Ein wichtiges Organ

Was der Darm mit dem Immunsystem zu tun hat? Nun, 80% der Immunzellen sind dort beheimatet. Der Grund ist ganz einfach: Aufgrund der großen Fläche (allein der Dünndarm hat 200m²) haben die bösen Sachen mehr Möglichkeit von dort in den Köper einzudringen. Um das zu verhindern, muss entsprechend eine große Abwehr dort unten aufgebaut sein. Fehlt diese, können die bösen Biester ungehindert durch die Darmschleimhaut durch und ihr zerstörerisches Spiel treiben. Auch bestimmte Bakterienkulturen arbeiten in diesem System positiv für euch mit. Fehlen diese, seid ihr wesentlich anfälliger für Krankheiten und Allergien. Gerüchten zufolge ist mit einer Darmaufbaukur schon der ein oder andere seine Allergien losgeworden.

Und damit sind wir wieder beim Thema Antibiotika. Macht der Arzt vorher kein Antibiogramm, werden rücksichtslos alle Bakterien im Körper getötet. Mit dem Antibiogramm wird festgestellt, welche Bakterien eigentlich das Problem sind und dann entsprechende Antibiotika verwendet, die nur dagegen sind. Die Folge sind nicht nur immer mehr resistente Keime, sondern auch eine völlig zerstörte Darmflora nach der Behandlung. Die Breitband-Antibiotika machen da nämlich keinen Unterschied zwischen guter Bakterie und schlechter. Zwar kann man die Darmbakterien wiederaufbauen aber hat euch ein Arzt das schon einmal erzählt? Mal abgesehen davon, dass nicht bei jedem Schnupfen gleich ein Antibiotikum notwendig ist. Mal abgesehen davon, dass ein Antibiotikum nicht gegen Viren hilft, denn nicht immer sind es Bakterien, die einen krank gemacht haben (z.B. der Grippevirus).

Selbst ist der Mensch

Eine Tüte gelber Schwefel

An dieser Stelle sollte erwähnt sein, dass nicht nur die richtigen Bakterien wichtig sind für eine gute Darmflora. Auch sollte der Darm vorher repariert werden (Stichwort Darmsanierung), damit sich die guten Bakterien dort wohlfühlen können. Dazu kann man unzählige teure Präparate kaufen oder beispielsweise (wie wir) die Schwefelkur nach Dr. Probst durchführen zu der es zahlreiche Videos auf Youtube gibt. Wir beschränken uns daher heute auf das danach. Eurem Darm geht es also grundsätzlich mal gut und er freut sich darauf neue Dinge kennenzulernen. Aber wie bekommt man da nun gutartige und nützliche Bakterien rein? Nun, man kann sicherlich von hinten an die Sache rangehen, aber einfacher ist es sie über den Weg der Nahrung aufzunehmen. Von Natur aus werden zusätzliche Bakterienstämme sowieso durch bspw. ungewaschenes Gemüse in euren Darm gelangt sein. Wäre dies nicht möglich, kämen auch keine schädlichen Bakterien in den Darm.

Neueste Studien gehen davon aus, dass der Blinddarm eine Art Speicher für die guten Bakterienkulturen (und damit auch Immunzellen) ist. Entsprechend können sie sich von dort aus ausbreiten und wenn im Darm alles tot ist die Darmflora wieder aufbauen. Wie sie dahin kommen, ist noch nicht bekannt. Vermutungen sind, dass ein Großteil bereits bei der Geburt von der Mutter übernommen wird. Studien haben z.B. erwiesen, dass Kinder bei einer Kaiserschnittgeburt nicht alle Bakterienstämme der Mutter erhalten, bei der normalen Geburt hingegen schon. Mittlerweile gibt es zum Glück Methoden, um das zu kompensieren (Stichwort „Seeding“). Außerdem können zusätzlich beim normalen Verdauungsvorgang dort Bakterien abzweigen und sich niederlassen. Wer sich also den Blinddarm entfernen lassen musste, hat mitunter bei Infektionen schwerere Krankheitsverläufe. Aber auch mit Blinddarm reicht dieser Speicher nicht unbedingt aus, weil notwendige Kulturen dort fehlen. Was nicht oben reinkommt, kann sich unten nicht ansiedeln.

Nahrungsergänzungsmittel

Eine Flasche EMs

Zum Glück gibt es – wie immer – auch dafür Lösungen im Laden zu kaufen. Nennt sich Präbiotika und Probiotika.

Probiotika enthalten die Bakterienkulturen, die ihr in eurem Darm ansiedeln wollt.

Präbiotika sind hingegen die Nahrung für die Bakterien. Klar: Ohne Nahrung, kein Überleben und schon gar nicht Fortpflanzung. Präbiotika sind logischerweise auch in unserem Essen enthalten in Form von unverbaubaren Kohlenhydrate (ja, nicht alle Kohlenhydrate sind schlecht). So findet ihr beispielsweise in Zwiebeln, Schwarzwurzeln oder Artischocken Inulin, was eure Bakterien ganz toll finden. Heutzutage essen wir aber lieber Zucker, der wiederrum den unerwünschten Bakterien als Nahrung dient. Gekaufte Präbiotika sind trotzdem nicht zu empfehlen, denn die notwendige Menge ist meist sehr hoch und damit auch die Belastung für den Geldbeutel. Hier macht es also durchaus mehr Sinn gezielt auch mal etwas Passendes in die Ernährung einzubauen und den Zucker zu reduzieren. Sprich diejenigen füttern, die man haben will und die anderen aushungern lassen.

Doch auch was Probiotika angeht, sind wir eher skeptisch. Schließlich gibt es wie oben erwähnt Abermillionen verschiedener Bakterienkulturen. Wirklich gute Präparate mit zahlreichen Stämmen kosten entsprechend viel Geld. Wir haben stattdessen die effektiven Mikroorgansimen (EM) für uns entdeckt – auch, weil sie wesentlich vielseitiger verwendbar sind als nur zum Darmaufbau. Ihr könnt damit euer Beet gießen, den Boden putzen, euren Kompost auf die Sprünge helfen oder sie Pichu ins Fell schmieren, damit seine Akne weggeht bzw. zur Fellpflege. Aber ich glaub‘ der letzte Anwendungsfall ist mehr auf unser Haus beschränkt, denn nicht jeder hat einen Pichu.

Einige wissenschaftliche Studien behaupten zwar, dass nicht die EMs für die positiven Ergebnisse zuständig sind, sondern der Nährstoffmix in dem sie schwimmen. Andere haben hingegen durchaus einen positiven Effekt festgestellt. Aber ganz ehrlich: Solange es was bringt, ist mir doch egal woran es liegt.

Was und woher

Ein ahnungsloser Pichu

EMs sind ein Verbund von Mikroorganismen (=Bakterien), die sich gegenseitig ernähren und brauchen. Sprich was der eine ausscheidet, frisst der andere und umgekehrt. Damit bleibt nichts übrig, was andere Bakterien als Nährboden verwenden können bzw. vertreiben diese sogar gemeinsam. Sauerteig besteht beispielsweise auch aus einem Mikroorganismenverbund. Dieser schimmelt so gut wie nie, weil die Mikroorganismen diesen aktiv bekämpfen. Und genau das machen auch die EMs. Zudem gleichen sie Ungleichgewichte bei den vorhandenen Mikroorganismen aus indem sie sie in ihren Verbund integrieren und die Bösewichte rauswerfen. Diese Arbeit verrichten sie unter anderem im Garten, in Gewässern und in eurem Darm.

Es gibt allerdings sehr viele verschiedene Einsatzmöglichkeiten und damit unterschiedliche Vorgaben für die Menge. Bei der Aufbewahrung ist zu beachten, dass es anaerobe Bakterien sind. Sie mögen keine Luft und vertragen weder Hitze noch Kälte. Deswegen empfehlen wir an dieser Stelle für genauere Informationen das Buch von Fr. Dr. Anne Katharina Zschoke EM kompakt zu lesen sowie die Webseiten EMIKO und TriaTerra zu besuchen. Gekauft haben wir unseren Vorrat bei TriaTerra und damit bislang den Garten gegossen, den Boden gewischt, es den Katzen ins Fell geschmiert und für den eigenen Darmaufbau genutzt.

Wer hingegen mehr über den Darm im Allgemeinen erfahren möchte, dem können wir das Buch Darm mit Charme von Giulia Enders ans Herz legen. Sie war auch Gewinnerin des Science Slam mit ihrem dazugehörigen Vortrag.

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