Bauch alt und neu – Wehe ihr erkennt keinen Unterschied!

Die acht Wochen sind rum und die „Transformation Challenge“ unseres Fitnessstudios ist abgeschlossen. Nein, wir wissen leider noch nicht ob wir gewonnen haben (unser Trainer räumt uns aber sehr gute Chancen ein). Das steht wohl erst in 1-2 Wochen fest. Technisch gesehen haben wir außerdem noch ein EMS-Training offen weil Lyssis Unfall unseren Zeitplan durcheinander gebracht hat. Aber wir hatten am Donnerstag dennoch unsere Abschlussmessung. Das Ergebnis bei mir? 9kg weniger auf der Waage seit dem 16.03.2018! Quasi ein Kilo pro Woche – das kann sich doch sehen lassen, oder etwa nicht?

Genauer gesagt sind 6,7kg reines Fett verschwunden sowie 1,5kg Muskeln auf der Strecke geblieben (bin aber noch im Normalbereich bei der Gesamtmuskelmasse) – dabei hatte ich den ersten zwei Wochen sogar 1,1kg Muskelmasse aufgebaut! Letzteres ist natürlich schade aber lässt sich einfach nicht vermeiden. Man kann nur entweder abnehmen und dabei versuchen so viele Muskeln zu erhalten wie möglich oder eben Muskeln aufbauen. Und da meine Wampe trotz der Challenge immer noch sehr deutlich zu sehen ist, liegt aktuell die Priorität einfach auf dem „Abnehmen“ :smile: . Zumal ich mit dem aktuellen Ergebnis weiterhin hinter dem Stand vor rund einem Jahr bin (ich habe echt verdammt viele Süßigkeiten gefressen über den Winter…). Damals hatte ich zwar 90,6kg auf der Waage aber davon waren 41kg Muskeln und nur 18,5kg Fett. Aktuell bin ich bei 37,4kg Muskeln und 22,6kg Fett – nur das Taille/Hüft-Verhältnis ist wesentlich besser.

Mein Zielgewicht? Laut der InBody-Analysemaschine sollten es aktuell 77,8kg werden. Aber mir reicht es schon, wenn ich bei gleichbleibender Muskelmasse die 80kg schaffe (mein BMI-Idealgewicht liegt zwischen 69 und 88) und dann mit mehr Muskeln so auf 85kg hochgehe. Das wäre für mich vollkommen okay. Logischerweise schaffe ich das nicht, wenn ich jetzt einfach wieder ganz normal weiter esse. Deswegen werden wir (Lysanda ist auch noch 5kg von ihrem Wunschgewicht entfernt) zumindest unser Essensprogramm aktuell wie gehabt weiterfahren und im Fitnessstudio wieder auf normales Muskeltraining übergehen.

Die Hilfsmittel

Stellt sich natürlich für den einen oder anderen, die Frage wie wir das geschafft haben so viel abzunehmen (bei Lysanda waren es rund 4kg Fett). Nun, zum einen natürlich mit dem EMS-Training, was ich euch damals schon vorgestellt hatte. Nach 18 Sitzungen mit je 20 Minuten kann ich als Fazit nur sagen: Extrem Anstrengend aber prinzipiell genial und vor allem Zeitsparend. Nach den 20 Minuten war ich richtig fix und alle, hatte teilweise noch tagelang Muskelkater davon und habe trotzdem ein effektives Ganzkörpertraining gemacht.

Mit ein paar Problemen hatten wir allerdings zu kämpfen. Angefangen hat es mit den Anzügen, die recht schnell zu groß für uns wurden (vor allem im Brust- und Bauchbereich). Die nächstkleinere Version passte aber noch nicht. Ist der Anzug jedoch zu groß, verliert er bei bestimmten Bewegungen gerne mal mehr oder weniger stark den Kontakt mit der Haut. Das Ergebnis ist ein sehr unangenehmer Stromschlag. Etwas geholfen hat es uns mit Bändern zu versehen. Perfekt war die Lösung aber nicht.

Sicarius beim EMS-Training

Als dann langsam aber sich die Leistung (bei mir so ab 35%) hochgedreht wurde, kamen dann Krämpfe dazu. Vor allem im (linken) Bauch- und Armbereich hatte ich stark zu kämpfen. Ist echt nicht lustig, wenn der linke Ellbogen versucht sich zu überstrecken oder eben es einem im Bauch drückt als hätte einer reingeschlagen. Zum Glück lassen sich die Elektroden beim Easy Motion Skin-System bis zu einem gewissen Grad separat ansteuern. Sprich es lässt sich zwar nicht die Leistung für den linken Arm reduzieren aber für beide Arme zusammen während trotzdem auf den Beinen mehr Power ist. So kann man die Problemzonen herunterregeln und die Körperteile, die es aushalten, weiter großzügig stimulieren.

EMS-Fazit

Trotz der Stromschläge und Krämpfe können Lysanda und ich EMS aber wirklich nur empfehlen. Einfacher und schneller kriegt man schlicht und einfach kein Ganzkörpertraining hin. Wir würden es entsprechend auch gerne weiter einmal die Woche machen. Blöd nur, dass es zumindest bei uns im Studio mit 40 Euro pro Person und Sitzung extrem teuer ist. Allerdings wurde schon angekündigt, dass sie ein neues System kriegen bei dem der Trainer zwei Personen gleichzeitig trainieren kann (aktuell waren wir hintereinander dran). Damit müsste man zu zweit quasi nur noch die Hälfte bezahlen. Außerdem werden sie wohl den Challenge-Teilnehmern ein etwas günstigeres Angebot machen. Mal schauen.

Gleichzeitig haben wir angefangen uns selbst über EMS-Systeme zu informieren. Die Dinger aus dem Verkaufsfernsehen taugen zwar absolut nichts. Aber selbst für den Privatmenschen gibt es durchaus bezahlbare Systeme (z.B. einen Ganzkörperanzug für 1.500 Euro). Gut, das ist auf den ersten Blick trotzdem verdammt teuer (könnte ich schließlich einen neuen PC mit kaufen). Aber wenn man stattdessen jede Woche 40 Euro ans Fitnessstudio bezahlt, hat man den Kaufpreis schon in einem Jahr wieder raus.

Das Essen

Das EMS-Training ist aber freilich keine Wunderwaffe. Wenn ihr vor und nach dem Training eine Tüte Chips reinhaut, dann bringt es überhaupt nichts. Abnehmen geht schließlich immer nur mit einem Kaloriendefizit und angepasster Ernährung. Und nein, es bringt absolut nichts einfach nur eine Diät zu machen. Wir reden schon von einer echten Umstellung. Ansonsten kommt das Gewicht schneller wieder als man es verloren hat (so wie bei mir). Gleichzeitig bedeutet das aber nicht, dass man für immer und ewig auf alles Schöne verzichten soll. Am Ende des Tages (bzw. der Woche) geht es um das Gesamtbild und vor allem darum zu erkennen wie man am besten sein Gewicht hält.

Konjak-Nudeln in der Spaghetti-Variante

Für die acht Wochen haben wir uns dennoch durchaus ein härteres Sparprogramm verordnet: Mein Grundumsatz liegt bei um die 1.800kcal und um Abzunehmen, muss man darunter liegen. Also habe ich versucht nur 1.000kcal zu Essen. Natürlich könnte man theoretisch auch fasten. Aber das führt selten zum Ziel (Stichwort „Hungerstoffwechsel“), macht nur Hunger und bringt am Ende doch wieder die Kilos zurück. Stattdessen muss man die goldene Mitte finden. Gleichzeitig haben wir vollständig auf klassische Kohlenhydrate verzichtet. Zugegeben: Ich habe hier und da doch mal zu einem Stück Schokolade gegriffen – gebe ich offen zu – aber trotzdem war (und ist) meine Süßigkeitenmenge extrem reduziert. Wenn man mal über die Anfangshürde drüber ist (quasi durch den Kohlenhydratentzug), ist das auch wunderbar zu verkraften. Unser Körper ist ein echtes Anpassungswunder.

Kein Hunger

Was habe ich also so an einem Tag gegessen? Nun, das Frühstück lasse ich schon etwas länger aus. Zum Mittagessen gibt es dann ca. 150g mageres Fleisch (Pute oder Hähnchen) mit 200g gemischtem Gemüse (Blumenkohl, Brokkoli und Brechbohnen). Abends dann wieder maximal 200g mageres Fleisch und entweder wieder Gemüse oder – was wir ganz neu entdeckt haben – Konjaknudeln (auch als Shirataki bekannt). Wer hat’s erfunden? Wie immer die Japaner. Das sind Nudeln, die haben quasi gar nichts. 200g enthalten 12kcal aus Ballaststoffen. Keinerlei Kohlenhydrate, Fett oder sonst irgendwas. Schmecken natürlich entsprechend grundsätzlich erstmal nach nicht viel. Aber als Beilage (ich bin ja sowieso der Pastafan) oder mit einer schicken Hackfleischsoße absolut praktisch (aber nicht ganz billig). Und das wars. Ich hatte keinen Hunger und war mit diesem Essen trotzdem immer gut an oder sogar unter meinen 1.000kcal am Tag.

Bis wir bei unserem Zielgewicht angekommen sind, werden wir das im Großen und Ganzen so beibehalten. Zwar packe ich jetzt auch mal ein Schweinesteak mit rein aber trotzdem weiterhin hauptsächlich Low Carb, möglichst um die 1.000kcal und maximal einmal in der Woche eine Art „Cheatday“ (Essen was man will). Letzteres ist nicht nur gut für die Psyche, sondern hilft dabei den Stoffwechsel „zu verarschen“, damit er nicht anfängt runterzudrehen.

Und damit war es das für diese Woche. Bis nächsten Montag – dann hoffentlich mit 87kg auf der Waage? :smile:

Bevor wir uns mit anderen Sachen beschäftigen, noch ein wenig „Housekeeping“ vorweg: Zum einen habe ich mich nach reiflicher Überlegung dazu entschieden Google Analytics doch schon jetzt von der Seite zu verbannen. Ich hatte mir den Auftragsverarbeitungsvertrag mit Google durchgelesen, den ich hätte unterzeichnen sollen und ehrlich gesagt war mir das definitiv zu doof für alles und jeden Grade stehen zu müssen. Da ich faktisch die Informationen sowieso nur für den Jahressrückblick und meine persönliche Neugier verwendet habe hält sich der Verlust in Grenzen (der Jahresrückblick wird halt nun kürzer :wink: ). Dafür werden beim Aufruf der Seite nun gar keine Cookies mehr angelegt (der Hinweis bleibt aber sicherheitshalber erst einmal da) und die Third-Party-Requests beschränken sich auf Twitter wegen der Anzeige meiner Tweets. Damit ist auch der Seitenaufruf wieder um ein paar Millisekunden schneller geworden. Ganz ohne Zugriffsstatistiken bin ich dadurch übrigens nicht, denn der Server loggt zumindest diese Information in absoluter Reinform (keine Zusatzinfos jedweder Art) mit.

Krankheitsstatus

Lyssi umgeben von ihren Gefägniswärtern

Zum anderen wollt ihr sicherlich wissen, wie es Lyssi nach ihrem Klinikaufenthalt geht. Nun, sie ist seit Dienstagabend wieder bei uns. Sie musste eine Nacht länger bleiben (was die Kosten auf zwischen 1.100 und 1.300 Euro [Rechnung haben wir noch nicht] erhöht hat) für weitere Diagnosen aber am Ende haben sie quasi nichts gefunden, was in irgendeiner Art und Weise einer weiteren Behandlung bedurfte. Stattdessen muss sich die Katze nun selbst zu Ende heilen.

Sie hat dann noch drei Tage lang jeweils fünfmal ein wenig Katzen-Morphium von uns bekommen und muss noch mindestens eine weitere Woche Schmerzmittel einmal am Tag nehmen. Was aber schlimmer ist: Sie muss mindestens zwei Wochen (eher drei) ohne Freigang auskommen und darf weder spielen noch toben. Sprich wir waren am Dienstagabend mal kurz einkaufen, haben uns ein riesiges Hundezelt gekauft (siehe Bild) und da wohnt sie nun für die nächste Zeit drin. Passt ihr logischerweise so überhaupt nicht. Also wirklich überhaupt nicht. Es hilft aber nichts: Bei den wenigen Versuchen, die sie jetzt schon unternommen hat irgendwo hochzuspringen, ist sie schmerzlich gescheitert. Entsprechend muss sie da jetzt einfach durch. Genauso wie durch das Ziehen ihres kaputten Zahns, was dann Anfang Juni ansteht. Der Rest ist nämlich offen, weshalb Bakterien ins Zahnfleisch eindringen können und das ist nicht gut. Deshalb muss er komplett raus.

Das Hauptmenü

Kommen wir nun zu dem, über was ich eigentlich schon letzte Woche reden wollte: Uralte Spiele, die (zu Recht?) keine Sau mehr interessieren:

Cover

Conflict: Denied Ops (2008; PC, X360, PS3) – Der fünfte und bislang letzte Teil der durchgehend mittelmäßigen Conflict-Reihe von Pivotal Games (wurden ein halbes Jahr nach Release geschlossen). Die ursprünglichen Titel waren 3rd-Person-Taktikshooter in denen ihr ein Squad aus vier Mann befehligt habt bzw. im Mehrspielermodus dann jeder die Hälfte. Der fünfte Ableger hingegen beschränkt sich auf zwei Personen und die Ego-Shooter-Perspektive und war ursprünglich gar nicht als Teil der Conflict-Reihe geplant. Der Grundansatz ist aber gleich: Ihr sollt als Eliteteam 10 Spezialeinsätze überall auf der Welt durchführen und den Bösewicht fangen. Dazu könnt ihr im Solomodus entweder per Knopfdruck zwischen den Protagonisten Graves (Scharfschütze) und Lang (schweres Geschütz) wechseln bzw. im Coop-Modus übernimmt euer Freund jeweils den anderen. Wenn ihr nicht wechseln wollt, könnt ihr per Knopfdruck auf simple Befehle erteilen, welche mehr oder weniger gut befolgt werden.

Conflict: Denied Ops (Herstellerbild)

Wie es das Klischee so will, mögen sich Graves und Lang nicht so wirklich was zu – aus Entwicklersicht – amüsanten Dialogen während den Missionen führt. Die Realität sieht hingegen genauso trist und langweilig aus wie die Grafik und das Leveldesign an sich. Zwar mag das Spiel von 2008 gewesen sein, aber schon damals waren wir selbst auf den Konsolen schon wesentlich weiter (siehe Gears of War von 2006). Das Gameplay kann es leider auch nicht herausreißen. Die Partner-KI ist strunzdumm, die Gegnerverteilung ist gefühlt unfair (und sie treffen euch aus den größten Entfernungen haargenau), die Waffen ohne jedweden Rums und die Geschichte um irgendeinen Bösewicht, der mit Nuklearwaffen hantiert ist so 08/15, dass sie selbst chinesische Entwickler nicht mehr kopieren würden.

Beim Christoph meint: Die Metacritic-Wertungen liegen bei 51-58% und auch von mir bekommt der Schrott gnadenlose 1 von 5 Sics. Ich bezweifle, dass das Spiel selbst im Coop-Modus einen Funken mehr Spaß gemacht hat, selbst wenn man all die viel besseren Alternativen zu der Zeit nicht mitberücksichtigt. Ja, ich frage mich wirklich warum ich das Ding damals (zum Release versteht sich!) gekauft habe. Auch wenn ihr vermutlich nicht mehr auf die Idee kommen würdet: Finger weg von dem Ding. Dann lieber zu Clive Barker’s Jericho (2007) greifen. Das bietet auch die „frei zwischen den Charakteren wechseln“-Mechanik im Solomodus und ist in allen Belangen so viel besser. *macht in Winamp Cris Velsaco – Clive Barker’s Jericho – 12 – Final Confrontation an*

Cover

Serious Sam II (2005; PC, Xbox) – Grafisch auch heute noch absolut sehenswert. Zwar im Vergleich zu den Vorgängern extrem bunt und überdreht aber man kann definitiv nicht meckern. Leider sind die Zwischensequenzen vorgerendert und haben sich entsprechend weniger gut gehalten – was auch für die Witze gilt. Aber Humor ist ja bekanntlich subjektiv und sowas kann ich einem 13 Jahre alten Titel jetzt auch nicht unbedingt vorhalten. Ansonsten ist es Serious Sam nicht nur auf 180, sondern mindestens 1800 aufgedreht. Mehr Levels, mehr Umgebungen, mehr spielerische Abwechslung (z.B. durch Fahrzeuge), mehr Gegner, mehr Waffen, mehr Secrets und so weiter und so fort.

Serious Sam II (Herstellerbild)

Das ist aber auch das Problem von Serious Sam II: Man kann es eigentlich nicht am Stück spielen. Es ist einfach viel zu viel. Da denkt man, man ist durch die aktuelle Gegnerwelle durch, schon kommt die nächste. Das macht die eigentlich nett und abwechslungsreich gestalteten Levels vor allem zum Ende hin elendig lang, erschöpfend und damit auch nervtötend. Es ist ja schön, wenn beim großen Finale noch einmal alles ausgepackt wird, was einem in den letzten Spielstunden so vorgesetzt wurde. Aber müssen es jedes Mal gefühlt 100 Wellen sein? Hätten 2 oder 3 nicht ausgereicht? Keine Ahnung – ich war auf jeden Fall froh, als Mental endlich im Dreck lag und ich das Spiel deinstallieren konnte.

Beim Christoph meint: Von mir gibt es 3 von 5 Sics. Serious Sam II ist besser als Serious Sam III aber an die beiden Vorgänger kommt es für mich nicht dran. Das liegt zum einen daran, dass ich die Duke-Witze lustiger fand und zum anderen eben daran, dass der Titel seine Willkommenszeit weit überschreitet. Ja, man kriegt viel Spiel für sein Geld (scheint ja heute wie damals ein wichtiger Faktor für so manche zu sein) aber zumindest ich kann nur eine gewisse Menge an sinnlosem Geballere ertragen – so viel Spaß es auch grundsätzlich macht. Vermutlich auch der Grund, warum ich 13 Jahre gebraucht habe bis ich es endlich durchgespielt hatte. Ach und weil es auf meinem damaligen Rechner häufig abgestürzt ist :smile: . Insofern: Wenn ihr es irgendwo auf dem Grabbeltisch seht (auf Steam kostet es zum Verfassungszeitpunkt ganze 2 Euro), ihr Serious Sam mögt und grade nichts Besseres zu tun habt könnt ihr aber definitiv zugreifen. Es hat sich sehr gut gehalten (was sicherlich auch an der hervorragenden Engine liegt) und macht in kleinen Dosen immer noch Spaß.

 

Und damit haben wir genug über uraltes Zeug geblubbert. Bis Montag!

P.S.: Backer Build One von Phoenix Point (der inoffizielle X-COM-Nachfolger vom Schöpfer von X-COM: Ufo Defense) steht für die Backer zum Testen bereiten. Mein erster Eindruck: Es orientiert sich bei den Grundlagen sehr stark an XCOM: Enemy Unkown (2012) – was erst einmal nicht schlecht ist -, versucht aber taktisch anspruchsvoller zu sein (bspw. Rückkehr zu Aktionspunkten). Wenn ich mehr Zeit hatte mit der Build zu verbringen, werde ich vielleicht mal einen Eintrag dazu machen (oder sogar ein Video?). Sollte man auf jeden Fall im Auge behalten den Titel.

Sicarius

Sonntäglicher Notfall

Lyssi im Katzenkorb

Eigentlich hatte ich geplant heute mal wieder über Spiele zu schreiben. Trotz des vielen Werkelns an zwei Webseiten (die zweite kennt ihr noch nicht), habe ich es schließlich geschafft ganze drei uralte Schinken endlich mal fertig durch zu spielen (Conflict: Denied Ops, Serious Sam 2 und einen indizierten Titel aus dem Jahre 2008 über den ich euch nichts erzählen darf). Stattdessen haben Lysanda und ich gestern rund sieben Stunden in der Tierklinik Hofheim verbracht. Somit fehlte mir die Zeit für den besagten Eintrag. Stattdessen erzähle ich euch kurz, was passiert war und mülle euch mit Katzenfotos zu :smile: .

Arme Lyssi

Lyssi kam heute Morgen laut jammernd ins Schlafzimmer. Das an sich ist erst einmal nur bedingt ungewöhnlich (sie ist allgemein sehr mitteilsam). Aber sie konnte nicht so richtig aufs Bett springen und zog sich mehr oder weniger elegant hoch. So richtig hinlegen konnte sie sich jedoch nicht. Egal auf welcher Seite sie lag, ihr schien etwas weh zu tun. Von uns anfassen war genauso wenig gewünscht. Sie suchte eindeutig einen Platz, um in Ruhe vor sich hinzuvegetieren – immer ein sehr schlechtes Zeichen. Geschnurrt hat sie ebenso wenig. Äußerlich haben wir zwar nichts gesehen aber lieber einmal zu viel zum Tierarzt als einmal zu wenig auch wenn der Sonntagsdienst immer gleich heftig auf den Geldbeutel schlägt. Aber für unsere Katzen tun wie selbstverständlich alles.

Lyssi draußen in der Sonne

Dort angekommen hat sie Lyssi nur sehr kurz untersucht, denn vorne der linke Zahn war abgebrochen und aus der Scheide kam Blut sprich sofort ab in die Tierklinik. Nach circa drei Stunden Warten kamen wir dann auch zum ersten Mal dran. Am Ende wurde ihr Blut abgenommen, ein Röntgenbild der hinteren Katze gemacht und eine Ultraschalluntersuchung durchgeführt. Blut war (abseits von verständlich erhöhten Stressmarkern) soweit okay und auf dem Röntgenbild war auch kein Bruch oder sowas zu sehen. Beim Ultraschall hat man dann aber Flüssigkeit um die Blase und den Nieren entdeckt. Damit stand quasi der Verdacht im Raum, dass entweder die Blase irgendetwas abbekommen hat oder – schlimmer noch – die Harnleiter irgendwo gerissen sind. Außerdem soll ihr der kaputte Zahn noch komplett gezogen werden und der Zahnarzt ist erst heute wieder im Dienst. Also wurde sie stationär aufgenommen und musste die Nacht für weitere Untersuchungen dort bleiben.

Guter Ausgang?

Der aktuelle Stand zum Verfassungszeitpunkt ist, dass sie im Brustbereich auch keine Verletzungen hat (wurde nochmal geröntgt) und die Blase soweit in Ordnung ist. Um das festzustellen, wurde sie leicht betäubt und dann ein Katheter eingeführt. Durch den wurde ein Kontrastmittel in die Blase „gespritzt“, die beim Ultraschall auffällt, um zu sehen, ob etwas aus der Blase ausdringt. Da das nicht der Fall ist, wird jetzt die Nacht abgewartet und morgen nochmal geschaut, ob die Flüssigkeit zugenommen hat. Wenn ja, ist das schlecht. Dann gibt es nochmal Kontrastmittel und anschließend eine Runde im Computertomographen (700 Euro). Worst Case läuft es auf eine Operation hinaus (1400 Euro). Aber wir hoffen mal das Beste und das wäre, dass wir sie heute Nachmittag schon wieder abholen können und alles von selbst verheilt.

Faule Katzen: Jules und Balu

Was sie angestellt hat, werden wir sicherlich nie erfahren. Eine Vermutung ist, dass sie unglücklich irgendwo hinuntergefallen ist oder erschreckt wurde und sich nicht besonnen in Sicherheit bringen konnte. Ehrlich gesagt ist sie die Letzte, von der ich erwartet hätte, dass wir mit ihr mal was Größeres haben werden (eher von Pichu, dem Knallkopf). Sie macht schließlich sonst einen sehr intelligenten und besonnen Eindruck. Aber das wie und warum ist auch egal: Hauptsache sie wird wieder gesund! Schließlich habe ich mit allen unseren Katzen einen Vertrag gemacht, der besagt, dass sie mindestens 15 Jahre alt werden müssen. Und sie ist jetzt erst zwei! Also hat sie gar kein Recht jetzt anzufangen irgendwelche Wehwehchen zu kriegen! *hmpf*

Und damit gebe ich auch schon ab bis Montag – dann hoffentlich mit guten Neuigkeiten und einem normalen Eintrag.

Hach, wie naiv ich doch war als ich im vorletzten Eintrag schrieb Und damit wäre zu dem Thema alles gesagt und getan. Es war leider bei Weitem noch nicht alles getan, um komplett DSGVO-Konform zu sein, wie ich bei weiterer Recherche festgestellt habe. Zum Glück gibt es Blogs, die sich bereits intensiv mit dem Thema beschäftigt haben wie z.B. Reisen Fotografie oder Der Internetcoach wo man sich weitere Inspiration holen kann, wo es vielleicht noch Knackpunkte gibt.

Und das habe ich in meiner ersten (von nur zwei) Urlaubswochen gemacht. So gut wie nichts gespielt (noch eine Mission in Conflict: Denied Ops) und stattdessen fleißig an Beim Christoph gewerkelt. Nicht nur aber hauptsächlich für die DSGVO und dieses Mal auch dankenswerterweise mit Unterstützung von Rondrer bei ein paar Knackpunkten.

Noch sicherere Verbindung

Höchstnoten im SSL-Report!

Letztes Mal hatte ich dank eines SSL-Zertifikats https aktiviert. Das ist schon Sicher, aber es geht noch eine Stufe besser und zwar dank HSTS (HTTP Strict Transport Security). Grob zusammengefasst (die Details könnt ihr auf Wikipedia lesen), zwingt das euren Browser ausschließlich verschlüsselte Informationen von der Domain zu akzeptieren. Würdet ihr quasi auf https://www.beimchristoph.de unterwegs sein und ich hätte bspw. noch ein Bild von http://www.beimchristoph.de eingebunden, dann würde es nicht angezeigt werden.

Das kostet technisch gesehen wieder ein paar Millisekunden mehr beim Seitenaufruf aber Sicherheit ist ja nie verkehrt. Um diesen Zeitverlust aber ein wenig zu negieren, bietet Chrome eine Preload-Liste, die auch von der Konkurrenz (Firefox & Co.) benutzt wird. Erfüllt die Seite die Anforderungen, wird sie dort aufgenommen und der Browser nutzt automatisch HSTS ohne erst auf die Informationen vom Server zu warten. Beim Christoph gehört nun zu diesen Seiten dazu *yay*.

Weiterer Vorteil von HSTS: Ich habe jetzt beim SSL-Report mit A+ die höchste Wertung (letztes Mal war es nur A).

Weiterleitung

Das aktuelle Ergebnis für die Startseite

Die Aktivierung von HSTS hatte aber jetzt nichts mit der Datenschutzgrundverordnung zu tun – das habe ich einfach nur gemacht, weil es Sinn macht und kein großer Aufwand war. Das große Thema waren stattdessen Inhalte, die von extern eingebunden waren bzw. ohne eure Genehmigung nach Hause funken und Daten speichern (Cookies). Dazu musste ich natürlich erst einmal herausfinden, wer das eigentlich ist und da hilft der Web Security Check der schwedischen Firma Dataskydd. Der ruft die Seite auf wie ein normaler Nutzer und zwar ohne irgendwelche „Do Not Track“-Settings oder Ad-Blocker und spuckt eine Vielzahl an nützlichen Informationen aus. Durch die Seite bin ich übrigens auf das Thema HSTS gestoßen (prüft er mit).

Zuerst hat er das Thema „Referrers“ bemängelt. Kurz zusammengefasst: Klickt ihr einen Link, der zu einer anderen Webseite führt, wird im Normalfall die Information der ursprünglichen Webseite mit übertragen. Sprich die empfangende Webseite weiß, dass ihr von der sendenden Webseite kommt und bekommt mitunter sogar gleich noch den Cookie von der anderen Seite mitgeliefert. Ist nützlich für die Statistik (so kann ich bspw. nachvollziehen, wer zu mir verlinkt) aber für den Datenschutz eine absolute Katastrophe. Zumal das ebenso beim einfachen Laden von Bildern passiert, wenn sie von extern eingebunden sind. Um das zu beeinflussen gibt es den META-Tag „referrer“ mit unterschiedlichen Einstellungsmöglichkeiten. Die härteste und auch die, die nun bei Beim Christoph aktiv ist, ist „no-referrer“. Sprich egal welchen Link ihr auf dieser Seite anklickt oder wie ich meine Daten eingebunden habe, der Ursprung wird nie mit übertragen.

Und da ich sowieso gerade im Code unterwegs war, habe ich den Internet-Explorer-Check ausgebaut. Der prüfte ob ihr mit einem Internet Explorer unter Version 7 die Webseite aufruft und blendete dann statt der Seite eine Warnmeldung ein, dass ihr doch bitte euren Browser aktualisieren sollt. Da aber zum einen die Wahrscheinlichkeit extrem klein ist (unter 0,5%), dass überhaupt noch einer Beim Christoph mit so einem alten Schinken besucht und selbst Microsoft mittlerweile seine IE6-Countdown-Seite nicht mehr aktualisiert (wurde auf der Fehlerseite verlinkt), habe ich die Prüfung entfernt.

Externe Quellen – Der Rest

Als nächstes ging es den externen Quellen an die Gurgel, was mitunter gar nicht so einfach war. Glücklicherweise habe ich z.B. diese Liste bei Blogmojo gefunden mit den WordPress-Plugins, die nicht DSGVo-Konform sind. Das Endergebnis ist, dass beim Aufruf der Startseite nur noch von Google Analytics Cookies (Beim Christoph verwendet nur für die Autoren welche, wenn sie sich eingeloggt haben) erzeugt werden aber genau dafür habe ich ja den blauen Banner eingebunden. Wobei es da ggf. 2019 mit der ePrivacy-Verordnung nochmal Änderungen geben kann. Die findet „Opt-Out“ nämlich nicht mehr ausreichend und möchte explizites „Opt-In“. Ganz ehrlich: Wenn das wirklich so kommt, werde ich Google Analytics vermutlich einfach abschalten. Die Zahlen sind dann sowieso nicht mehr wirklich aussagekräftig und bevor ich euch mit noch mehr Checkboxen quäle (kommen wir weiter unten noch dazu)…

Auch die Anfragen an andere Webseiten wurden auf nur noch zwei eingedampft. Zum einen ist es wieder Google Analytics, weil er den Tracker laden muss. Zum anderen mein Twitter-Feed auf der rechten Seite, weil er dort die Useravatare anzeigt und die im Tweet enthaltenen Bilder vorlädt. Beides liegt logischerweise nicht auf meinem Server. Das lässt sich (aktuell) nicht verhindern ohne die Tweet-Anzeige komplett abzuschalten. Es sollte aber erst einmal unkritisch sein im Sinne des DSGVO. Zum einen weise ich darauf in meiner Datenschutzerklärung hin und zum anderen fällt es aus meiner naiven Sicht unter die Klausel „wenn es notwendig für die Funktion der Seite ist, ist es okay“.

Update (09.05.2018): Ich habe Google Analytics komplett rausgeschmissen. Die Daten habe ich sowieso hauptsächlich Jahr nur für den Jahresrückblick genutzt (und Befriedigung meiner Neugier).

Externe Quellen – Die Gefallenen

die neuen Share Buttons

Die externen Zugriffe wurden also radikal zusammengestrichen aber den einen oder anderen interessiert sicher, was ich dafür genau alles getan habe. Nun, fangen wir mit den Social-Media-Buttons an. Die wurden bislang vom (WordPress-)Plugin Simple Share Buttons zur Verfügung gestellt. Problem: Sobald ihr die Seite aufgerufen habt, haben sie nach Hause gefunkt. Nicht nur, um die Buttons zu laden, sondern auch gleich noch mehr Infos an Facebook & Co. zu schicken. Das ging natürlich gar nicht, also habe ich das Plugin komplett entfernt und stattdessen c’t Shariff eingebaut, das (wie der Name schon sagt) von Heise entwickelt wurde. Das sorgt dafür, dass zum einen die Buttons nicht von extern geladen werden und zum anderen werden erst Daten übertragen, sobald ihr tatsächlich aktiv auf den Button drückt (und damit eure Absicht bekundet den Eintrag zu teilen). Weiterer positiver Nebeneffekt: Ihr müsst nun nicht mehr in den Eintrag springen, um explizit den Eintrag zu teilen. Bei Simple Share Buttons ist irgendwie ein Bug drin, der dazu führt, dass ihr dann immer die Hauptseite geteilt habt statt den eigentlichen Eintrag.

Das 2. Opfer auf der Startseite war das Amazon-Banner mit dem Partnerlink. Auch das wurde von Amazon ausgeliefert und lag nicht auf meinem Server. Entsprechend habe ich es komplett entfernt und der Partnerlink ist nun oben im Reiter „Über uns“ zu finden. Ehrlich gesagt gefiel mir das da auf der rechten Seite sowieso nie richtig und draufgeklickt habt ihr genauso wenig. Entsprechend kein großer Verlust. Im Gegensatz vermutlich zum nächsten Thema:

Avatarbeispiel

Gravatar ist tot. Ward ihr bei Gravatar registriert und habt in den Kommentaren eure E-Mail-Adresse eingetragen, wurde anschließend euer Avatar sichtbar. Das ist zwar praktisch aber es werden halt auch immer Daten gesendet, was nicht im Sinne der DSGVO ist. Jetzt hätte ich natürlich die Avatare ganz deaktivieren können aber das sah doof und etwas unübersichtlich aus. Deswegen habe ich das sowieso schon immer installierte Plugin WP User Avatar etwas anders konfiguriert. Das Ergebnis, dass jeder Kommentar erst einmal Pauschal die Silhouette meines Kopfs als Avatar hat. Nur bei den registrierten Autoren wird weiterhin (wenn sie ihren Namen und E-Mailadresse eintragen) ihr eigener Avatar dargestellt. Ist nicht die beste Lösung, weil sich der normale User natürlich nicht registrieren kann, um einen eigenen Avatar hochzuladen (beides möchte ich explizit nicht). Aber immer noch besser als kein Bild aus meiner Sicht.

Zu den sonstigen Neuerungen bei den Kommentaren kommen wir gleich noch. Noch sind wir aber nicht mit den externen Inhalten durch. Als nächstes hat es das Plugin Print, PDF & Email by Printfriendly erwischt – und zwar ersatzlos. Zwar konnte ich die Bilder auf meinen Server holen aber für das eigentliche Skript hat er trotzdem immer Kontakt zu einem CDN (Content Delivery Network) aufgenommen. Ob das wirklich schlimm ist, konnte ich bei meinen Recherchen nicht wirklich rausfinden aber aktuell gehe ich halt lieber auf Nummer sicher. Ich hab‘ dann zwar versucht ein anderes Plugin mit der gleichen Funktionalität zu finden aber die ließen sich irgendwie alle nicht anständig einbinden. Am Ende habe ich mir die Frage gestellt, ob sich überhaupt so viele Besucher die Einträge ausdrucken und bin zum Ergebnis gekommen, dass für die paar Mal die Druckfunktion des jeweiligen Browsers ausreicht.

Externe Quellen – Die eigenen Inhalte

Abseits der Plugins habe ich natürlich auch noch eigene Inhalte auf externen Servern liegen, die ich dann bei mir einbinde (statt nur dahin zu verlinken). Das war zum einen der Podcast, der bislang immer noch auf den Servern der European Codebase (Ultimate Cheatz Forum) lag. Hat mich ehrlich gesagt schon gewundert, dass das noch keinen weiter gestört hat (die Seite ist seit Jahren tot) aber hey: Einem geschenkten Gaul schaut man bekanntlich nicht ins Maul. Aber mit der DSGVO ist das freililch nicht ganz so gut – zumal es eine http-Adressse ist. Also habe ich kurzerhand die Podcasts auf meinen Server umgezogen und die URLs in den Einträgen angepasst. Das war durch die integrierte „Suchen und Ersetzen“-Funktion des Plugins Blueberry Powerpress (das liefert den Play-Button in den Einträgen) tatsächlich eine Sache von zwei Sekunden – also nachdem Rondrer mich darauf hingewiesen hat, dass das Plugin diese Funktion hat :smile: .

So sieht der YT-Player jetzt aus

Zum anderen sind es die YouTube-Videos. Die konnte ich logischerweise nicht einfach mal so umziehen. Die müssen bei YouTube bleiben. Aber schon beim Aufruf einer Seite mit dem Player werden Daten an YouTube gesendet. Eine Variante wäre nun gewesen sie nicht mehr einzubinden und nur noch zu verlinken, aber das ist aus Benutzersicht natürlich extrem doof. Erneut half mir hier ein Blogpost bei Blogmojo weiter, der genau auf das Thema eingeht und entsprechende Plugins nennt, um das Einbinden von YouTube-Videos DSGVO-konform zu machen.

Ich hatte mich für die voll umfängliche Lösung mit Embed videos and respect privacy entschieden. Das zeigt euch statt des YouTube-Players einen Hinweis an, dass das Video von YouTube eingebettet ist und erst wenn ihr daraufklickt, werden tatsächlich Daten an und von YouTube übertragen – vorher nicht. Leider hat es zuerst überhaupt nicht funktioniert. Das Plugin ist zwar simpel, aber anscheinend zu simpel, denn es wollte partout die YouTube-Links nicht erkennen. Warum? Weil es eine Leerzeile im Code vor und nach dem YouTube-Link erwartet, sonst erkennt er ihn nicht. Okay, denkt man sich: Dann halt überall eine Leerzeile rein. Tja, das ist mit WordPress nicht so einfach, weil es den Code beim speichern automatisch optimiert und dabei auch aus seiner Sicht überflüssige Leerzeilen entfernt. Lange Rede, kurzer Sinn: Rondrer musste im CSS ergänzen, dass der YouTube-Player automatisch zentriert dargestellt wird und ich musste anschließend alle Einträge mit Videos einzeln bearbeiten. Zum einen, um den alten iFrame-Code zu entfernen und zum anderen, um quasi manuell vor und nach dem YouTube-Link die Leerzeilen einzufügen. Außerdem musste ich hinter die Überschrift (z.B. Christoph spielt #2: SimCity) eine Leerzeile (das nbsp) erzwingen sonst hätte WordPress die Leerzeile vor dem Link wieder entfernt beim Speichern. Total doof. Aber immerhin funktioniert es jetzt.

Zu guter Letzt musste ich beim Plugin Antispam Bee (verhindert Spamkommentare) die Konfiguration ändern. Bislang prüfte es aus welchem Herkunftsland der Kommentar kam (viele Spamkommentare kommen von ausländischen IP-Adressen). Dazu muss aber freilich die IP-Adresse an einen anderen Server schicken. Das darf neu nicht mehr sein, also wurde diese Prüfung deaktiviert. Hatte bislang aber noch keine negativen Auswirkungen auf das Spamvorkommen – was allerdings auch mit den anderen Änderungen im Bereich der Kommentare zusammenhängen dürfte.

Datenspeicherung

Hier stand auch mal die IP-Adresse

Die IP-Adresse ist ein gutes Stichwort, für den nächsten Punkt: Bislang wurde die bei den Kommentaren immer mitgespeichert. Nicht nur wegen Spam, sondern auch aus rechtlichen Gründen. Ohne IP-Adresse kann der Autor eines bösen Kommentars logischerweise nicht zurückverfolgt werden. Aber da IP-Adressen in der DSGVO explizit als persönliche Daten deklariert sind, ist aktuell die Diskussion, ob das tatsächlich noch zulässig ist. Andererseits muss ich den bösen Kommentar sowieso sofort nach Kenntnisnahme löschen und wenn ich Daten zur Strafverfolgung nicht habe, habe ich sie einfach nicht. Bislang gibt es keinen Zwang sie zu sammeln – nur sie herauszugeben. Entsprechend werden nicht nur ab sofort bei der Abgabe eines Kommentars keine IP-Adressen mehr gespeichert – ich habe sie gleichzeitig aus allen alten Kommentaren restlos entfernt.

Außerdem ist sowohl die Angabe eines Namens als auch die einer E-Mailadresse ab sofort optional. Gebt ihr keinen Namen an, werdet ihr zum „Anonymous“ und ohne E-Mailadresse ist es logischerweise nicht möglich den Eintrag zu abonnieren (ihr bekommt allerdings keine Fehlermeldung angezeigt, wenn ihr trotzdem ohne E-Mail-Adresse abonnieren wollt – auch wieder Absicht). Für die registrieren Autoren gilt logischerweise: Wenn ihr keinen Namen und keine E-Mailadresse eintragt, erkennt euch das System nicht und euer Avatar wird nicht dargestellt.

Damit speichert Beim Christoph nur noch eure E-Mailadresse, wenn ihr sie tatsächlich beim Schreiben eines Kommentars hinterlegt sowie logischerweise den Inhalt besagten Kommentars. Ansonsten habe ich nichts mehr auf dem Server liegen, was euch eindeutig identifizieren kann (an Google Analytics wird nur eine anonymisierte IP-Adresse gesendet). Wenn das nicht DSGVO-konform ist, dann weiß ich auch nicht. Freilich werden trotzdem Daten von meinem Webhoster und eben Google verarbeitet, weshalb ich mit denen jeweils sicherheitshalber einen Auftragsverarbeitungsvertrag abgeschlossen habe.

Update (09.05.18): Der Vertrag mit Google war mir zu suspekt, deswegen habe ich ihn doch nicht abgeschlossen udn Google Analytics wie oben erwähnt komplett entfernt.

Sonstige DSGVO-Sachen

Der Reiter „Über uns“

Was gibt es noch? Nur noch ein paar Kleinigkeiten. So müsst ihr bevor ihr einen Kommentar hinterlassen könnt, nun erst eine Checkbox anklicken. Damit stimmt ihr zu, dass ich die Daten verarbeiten und speichern darf. Ohne könnt ihr ab sofort keinen Kommentar hinterlassen. Und auch beim Abonnieren gibt es nun ein Double-Opt-In. Ihr müsst also nicht nur das Häkchen setzen, sondern erhaltet zusätzlich eine Bestätigungsmail mit einem Link, den ihr klicken müsst. Vorher ist euer Abo nicht aktiv.

Ansonsten musste ich das Impressum noch auf der Loginseite mit einbinden. Die kennt ihr aber im Normalfall sowieso nicht und wenn könnt ihr dort nichts tun. Insofern erwähne ich das jetzt nur der Vollständigkeit halber. Und ich habe unter „Über uns“ auch noch einen Link zur Datenschutzerklärung ergänzt (obwohl es das gleiche Ziel ist wie das Impressum). Damit müsste Beim Christoph nun wirklich komplett DSGVO-konform sein. Zumindest fällt mir absolut nichts mehr ein und in den diversen Themensammlungen auf anderen Seiten konnte ich auch nichts mehr finden. Damit setze ich erst einmal einen Haken an das Thema und hoffe damit bis zur Umsetzung der ePrivacy-Verordnung nichts mehr zu tun zu haben (und vielleicht darüber hinaus).

DSGVO-unabhängig

Endlich wieder Text!

Abseits der DSGVO-Themen habe ich aber auch noch so ein bisschen an der Webseite gebastelt. Wenn ihr beispielsweise in einem Eintrag auf ein Bild klickt, sind zum einen alle dort dargestellten Texte endlich auf Deutsch und zum anderen wird nicht mehr der Eintragstitel unter dem Bild angezeigt, sondern tatsächlich die Bildunterschrift. Macht schließlich mehr Sinn. In den Untersektionen Garry’s Mod und Signaturen wird hingegen nun der Titel des Bilds direkt unter dem Thumbnail angezeigt und wenn ihr draufklickt, kommt ihr endlich auf die Seite mit den detaillierten Beschreibungen dazu. Die waren seit der Umstellung auf das neue Design nicht mehr sichtbar (nur bei deviantArt), was mir massiv auf den Sack ging. Aber die Lösung habe ich halt erst jetzt gefunden (waren tatsächlich nur paar zusätzliche Häkchen im Plugin Lightbox Plus Colorbox sowie eine Ergänzung im CSS-Template, damit die Darstellung stimmt).

Das alte Logo

Außerdem habe ich das Logo von Beim Christoph oben rechts aktualisiert. Ich bin zwar immer noch etwas fetter als ich sein möchte aber so fett wie auf dem alten Bild schon lange nicht mehr. Also habe ich eine aktualisierte Silhouette gebastelt. Und ja, die habe ich tatsächlich komplett selbst gemacht – nur mit ein bisschen Hilfe von einem YouTube-Tutorial! Auf der bin ich auch jetzt aufrecht und nicht so gekrümmt wie auf dem alten Bild. Und mit dem neuen Logo gibt es logischerweise ein neues Favicon. Das alte Plugin, All in One Favicon, habe ich dabei komplett entfernt und stattdessen den Realfavicon Generator installiert. Der erzeugt nicht nur ein Favicon aus einem Foto, sondern gleich für alle möglichen Formate eins (Android, iOS, Windows 8, etc.). Zwar fehlen die Highres-Bilder (das ursprüngliche Foto hat keine 225×225) aber die Darstellung sollte jetzt dennoch unter fast allen Umständen besser sein. Hier könnt ihr euch anschauen, was ich meine.

Zu guter Letzt habe ich fleißig Links korrigiert und bin nun Stand jetzt bei 86 kaputten und 117 mit Umleitungen (wovon technisch gesehen auch so einige eigentlich kaputt sind). Die meisten davon gehen aber zu externen Quellen und zu vielen gibt es halt einfach keinen Ersatz (z.B. für Rondrers Schlafblog). Bei den verbliebenen internen Links (z.B. in die schon lange nicht mehr existierende Fun-Sektion) habe ich lange darüber nachgedacht, was ich mache. Entweder ich bearbeite jeden Eintrag und ergänze einen Hinweis „existiert nicht mehr“ oder ich lasse es so wie es ist oder ich leite die Links auf eine Art 404-Seite um mit dem Text „Dieser Link funktioniert nicht mehr, weil die Sektionen vor Jahren abgeschafft wurden“. Ich habe mich tatsächlich jetzt für letzteres entschieden. Das hat zwar zur Folge, dass ich unter Umständen nie wieder richtig nachvollziehen kann, wohin der Link ursprünglich mal hingehen sollte. Andererseits betrifft es wirklich nur Sachen, die sowieso nicht mehr zurück kommen (Fun-Sektion, Garfield-Strips, Regalfotos, etc.). Insofern ist das aus heutiger Sicht eine vertretbare Entscheidung.

Der Schluss

Und damit wären wir am Ende des heutigen Monstereintrags (fast 3.000 Wörter) angelangt. So viel wie in den letzten Wochen habe ich definitiv an Beim Christoph schon sehr lange nicht mehr gewerkelt. Ich kann zwar nicht leugnen, dass es auch Spaß gemacht hat es mal wieder zu tun. Aber jetzt bin ich doch ganz froh erst einmal durch zu sein. Aber wie immer gilt: Wenn euch noch etwas auffällt oder ihr weitere Verbesserungsvorschläge habt, dann einfach in die Kommentare packen. Bis Montag!

Sicarius

Tagebuch eines Hausherrn #21

Ist es ein Löwe? Nein, es ist Balu!

Der Frühling ist da. Die Blumen sprießen, das Gras wächst und die Katzen liegen trotzdem den ganzen Tag im Haus, weil es ihnen draußen schon zu warm ist. Und während die Nachbarn fleißig ihre Gärten mit der Pinzette pflegen (leichte Übertreibung), sind wir die „Komischen“, die bislang noch nicht einmal den Rasen zum ersten Mal für dieses Jahr gemäht haben. Warum auch? Den Katzen gefällt das hohe Gras und die vielen Blumen sind gut für die Umwelt (und die dazugehörigen Insekten). Außerdem kriege ich eh nie einen perfekten englischen Rasen hin (so viel Zeit und Lust habe ich nicht).

Der Hauptgrund ist aber, dass vorher erst noch ein paar Unebenheiten (vor allem in der Einfahrt zur Garage) mit zusätzlicher Erde ausgleichen möchte und die fängt erst so langsam an bei eBay Kleinanzeigen verschenkt zu werden. Warum schließlich für teuer Geld Erde kaufen, wenn andere ihren Garten umgraben und sie loswerden wollen? Eben. Also sieht unser Garten halt noch ein paar Tage etwas natürlicher aus. Andererseits: Lysanda hat gesagt, dass Naturgärten heutzutage total „in“ wären. Also könnte ich ihn theoretisch einfach so lassen. Blöd nur, dass es mich schon auch ein wenig selbst stört, dass er etwas wild aussieht. Eigene Ansprüche sind echt total doof… :wink:

Verstopfung

Jaja, die lieben Nachbarn. Eigentlich sollte es einem ziemlich egal sein, was sie denken. Leben und leben lassen quasi. Zumindest wüsste ich nicht, dass unser Garten jemandem physischen oder psychologischen Schaden bereitet nur weil die Grashalme etwas länger sind. Aber man will ja den mitunter nur oberflächlichen Frieden nicht unnötig belasten. Man weiß ja nie, welche Kaliber gleich ausgepackt werden, nur weil man sie falsch angeschaut hat (oder noch schlimmer: vergessen hat zu grüßen!). Und wenn besagte Nachbarn dann auch noch zu einer etwas älteren Generation gehören, wird die Sache nicht gerade einfacher. Insofern bin ich ganz froh, dass es mit unseren derzeit (zumindest soweit ich das beurteilen kann) halbwegs klappt – unabhängig davon, was sie vielleicht hinter geschlossenen Türen denken. Sprich bislang hat sich tatsächlich noch keiner über den Zustand unseres Gartens tatsächlich beschwert – ich stelle mir das Getuschel darüber nur vor (ja, ich hab‘ einen Knall). Pichu sollte dieses Jahr aber vielleicht trotzdem nicht ganz so viel ins frisch gemachte Nachbarbeet kacken :smile: .

Ja, da ist etwas Dreck drin.

Mehr als der Garten beschäftigen uns aktuell sowieso unsere Dachrinnen. Die sind schon so einige Jahre nicht mehr sauber gemacht worden und entsprechend etwas zugesetzt mit Kram. Da wir aber in einem Haushalt voller Leute mit Höhenangst leben, haben wir uns am Wochenende mal einen Arbeitskollegen mit seiner Kameradrohne kommen lassen. Nein, leider konnte diese die Dachrinnen nicht sauber machen. Das wäre natürlich absolut genial gewesen. Stattdessen ging es darum mal zu schauen, wie es da oben überhaupt aussieht und ob tatsächlich Reinigungsbedarf besteht. Antwort: Grundsätzlich ja, aber tatsächlich sind sie nicht so dicht, wie ich erwartet hatte. Vermutlich werden wir jetzt mal ein bisschen Geld in die Hand nehmen (Internet sagt zwischen 200-300 Euro) und einen Handwerker beauftragen. Ja, selbst machen wäre freilich billiger aber ich komm halt keine Leiter hoch und ihr kommt auch nicht vorbei und macht es. Dann eben lokale Unternehmen unterstützen!

Sonstiges

Im Keller hat sich hingegen immer noch nicht ganz so viel getan. Ein paar Tapeten sind mehr oder weniger im Flur runter (scheiß Raufaserdrecksmistzeugs) aber es geht wirklich nur sehr langsam voran – was vor allem an meiner eigenen Faulheit liegt. Gibt halt aktuell keine Notwendigkeit sich zu beeilen und auch wenn man nur ab und zu ein paar Quadratmeter Tapete runterreißt, ist sie irgendwann weg. Bis dahin büßt der Keller ja keine Funktionalität ein – sieht halt einfach nur nicht ganz so schick aus. Aber was habt ihr auch verdammt nochmal in unserem Keller verloren?! Also kann es euch herzlich egal sein, wie er aussieht!

Der Bestand vor der Ölfüllung

Viel wichtiger war sowieso mal wieder das Heizöl aufzufüllen. Die letzte Lieferung war Ende 2016 und die Füllstandsanzeige näherte sich doch so langsam dem Ende. Die Preise haben zwar seitdem doch ganz schön angezogen, aber mit 60 Euro/100 Liter (damals um die 45 Euro) war ich offensichtlich doch ganz gut dabei. Passte glücklicherweise sogar weniger rein als ich gedacht hatte ( *yay* 500 Euro gespart). Habe ihn dieses Mal nämlich komplett volllaufen lassen, um einen besseren Überblick über unseren Verbrauch zu bekommen (und wie viel tatsächlich in den Tank passt). Es muss ja schließlich immer rechtzeitig genug Kohle da sein für die nächste Füllung. Hatte ich schon einmal erwähnt, dass monatliches Ansparen (Dauerauftrag ftw.!) für einen Hausbesitzer immens wichtig ist? Egal – es lohnt sich das nochmal zu betonen. So lassen sich nicht nur vorhersehbare Ausgaben sicherstellen, sondern im Zweifel genauso mal Notfallsituationen überbrücken.

Aber zurück zum Heizöl: Langfristig werden wir sicherlich auf Erdgas umsteigen werden (liegt hier in der Straße). Ist natürlich erst einmal wieder eine größere Investition (Anschlusskosten, neue Heizung, etc.) aber der Ölbrenner ist mittlerweile auch schon 18 Jahre alt. Da kann man durchaus damit rechnen, dass er in den nächsten 10 Jahren mal fällig wird und nach Alternativen und die dazugehörigen Preise Ausschau zu halten. Mal abgesehen davon, dass Erdgas auf lange Sicht nicht nur ökonomischer und umweltfreundlicher – wir könnten dadurch logischerweise den Öltank rausbauen und einen weiteren Raum im Keller gewinnen. Und Platz kann man bekanntlich nie genug haben. Gleichzeitig wäre das ebenso die Chance Wasser und Abwasser neu verlegen zu lassen. Ich hatte ja erwähnt, dass beides zum Nachbarn läuft statt direkt bei uns in die Straße. Und das Teuerste am Umbau ist der Tiefbau, entsprechend macht es eben Sinn das dann mal alles auf einmal zu machen – sollte bis dahin nicht irgendwas anderes passieren, was den Tiefbau notwendig macht.

Und damit gebe ich bei diesem schönen Wetter ab bis nächsten Montag!

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