Lang, lang ist es her – fast 20 Jahre (!) -, da habe ich euch an dieser Stelle meine damalige PC-Spiele Top 10 vorgestellt. Nachdem ich euch vor einigen Wochen eine aktualisierte Liste meiner Lieblingsfilme präsentiert habe, kam mir der Gedanke, mich auch mal mit der anderen Liste zu beschäftigen. Leider musste ich mit Erschrecken :wink: feststellen, dass es für mich daran gar nichts anzupassen gibt. Maximal Have a N.I.C.E. Day in der Kategorie “Rennspiel“ würde ich ersetzen. Aber ansonsten? Hat sich trotz all der Jahre und buchstäblich tausender neuer Spiele für mich nichts geändert.

Diese Erkenntnis könnte man freilich jetzt zu Tode analysieren. Hänge ich vielleicht in der Vergangenheit fest? Ist meine rosarote Brille zu stark? Sind tatsächlich in den all den Jahren keine nennenswerten Titel mehr erschienen? Und so weiter und so fort. Die einfache Antwort ist jedoch: Eine „PC-Spiele Top 10“ ist schlicht eine viel zu einschränkende Überschrift. Deswegen habe ich mir gedacht: Wenn ich schon nicht mehr mit den Bagdadsoftware NOCAs die Neuerscheinungen des Jahres feiere, warum dann nicht zumindest meine Lieblingsspiele eines Jahrzehnts? Da das bei einer mehr als 35-jährigen Spielerlaufbahn trotzdem immer noch ein großer Haufen Holz ist, kommt eine weitere Spezialisierung dazu: Innerhalb eines Genres.

Eine neue Eintragsreihe

Und den Anfang für diese sporadische Eintragsserie macht mein absolutes Lieblingsgenre: First-Person-Shooter, bei denen kompromissloses Ballern im Vordergrund steht. Also keine Immersive Sims wie z.B. System Shock oder Thief: The Dark Project. Und ja, ich bin mir durchaus bewusst, dass ich durch diese Abspaltung möglicherweise in die Situation komme, dass ich keine klassische Top 10 für ein Jahrzehnt voll bekomme. Aber zum einen gehe ich über diese Brücke, sobald ich dort ankomme. Zum anderen ist das hier meine Seite. Ich werde die Regeln also einfach nach Bedarf anpassen und ihr könnt gar nichts dagegen tun *hmpf* !

Jetzt ist es aber echt genug des Vorgeplänkels. Hier ist sie, die Liste meiner zehn Lieblingsegoshooter aus den Jahren 1990-1999:

QUAKE III Arena (Herstellerbild)

1. QUAKE III Arena (1999; PC, MAC, LNX) – Ich bin absolut nicht der Pr0 Gam0r, der alle auf dem Server weg fraggt, aber dieses Machwerk ist für mich trotzdem bis heute der absolute Höhepunkt aus id Softwares sowieso schon beeindruckendem Katalog. Die perfektionierte Waffenauswahl und wie sie sich anfühlen. Die geschmeidige Art und Weise, wie ich mich kontrolliert durch den Raum bewege. Das ausgefallene und doch ausbalancierte Leveldesign (jetzt auch mit Rundungen). Und am Ende der Kampf Mann gegen Mann, bei dem purer Skill und ausgeklügelte Taktik über den Sieg entscheiden und wenig Zufall. Ein Ego-Shooter ohne jedweden Firlefanz und für mich das Nonplusultra, an dem sich immer noch alles messen muss. Unreal Tournament fühlt sich im Vergleich einfach wie Spielzeug an.

2. DOOM (1993; PC, LNX, uvm.) – Ich hab’ lange überlegt, ob ich hier das Original oder Teil 2 hinschreibe. Gewonnen hat am Ende das Original, weil es trotz fehlender Super Shotgun für mich die zwar kleineren und weniger verwinkelten, aber gerade deshalb irgendwie besseren Level hat. Das Spielprinzip an sich hingegen? Bei beiden Titeln erstklassig. Die Umgebungen sind vollgestopft mit abwechslungsreichen Kämpfen gegen mittlerweile ikonische Gegner, die ich mit einem übersichtlichen, aber gelungenen Waffenarsenal über den Haufen schieße. Und jede Waffe, abseits der Startpistole vielleicht, fühlt sich richtig gut an. Ich sage immer: „Die haben mächtig Wumms dahinter“. Und das ist für mich in einem Ego-Shooter ein extrem wichtiger Faktor. Siehe die Spielzeugknarren von Half-Life 2.

3. The Wheel of Time (1999; PC) – Nein, ich habe die Bücher leider immer noch nicht gelesen. Hänge weiterhin an Das Spiel der Götter (aktuell Band 15 von 19). Insofern kann ich nicht beurteilen, ob Puristen über den Unreal-Engine-Shooter nur die Nase rümpfen. Zum offiziellen Kanon zählt er zumindest nicht. Für mich war er aber damals definitiv ein gelungener Einstieg in diese faszinierende Fantasy-Welt und ist immer noch ein empfehlenswerter Shooter. Es ist ein linearer, aber dafür storylastiger und optisch wie inhaltlich ungewöhnlicher Ausflug. Schon allein, weil man in die Rolle einer Frau schlüpft und sich durch eine für Shooter damals eher untypische Fantasywelt arbeitet. Und auch spielerisch unterscheidet er sich von seiner Konkurrenz. So schleppt ihr keine Schrotflinte oder Maschinenpistole mit herum, sondern befördert die Schattenbrut mit Zaubern wieder zurück ins Jenseits. Das Spiel schlägt für mich in die gleiche Nische wie z.B. Clive Barker’s Undying, zu dem wir dann im nächsten Jahrzehnt kommen werden :wink: .

Star Wars Jedi Knight: Dark Forces II (Herstellerbild)

4. Star Wars Jedi Knight: Dark Forces II (1997; PC) – Ja, die Level sind sehr verwinkelt und die starke Vertikalität tut ihr Übriges dazu, dass man sich gerne verläuft. Aber die Star-Wars-Atmosphäre des Titels ist einfach unschlagbar. Und zwar nicht nur wegen der mehr oder weniger bekannten Orte, die man besucht, sondern auch dank der gut erzählten Geschichte (inkl. Realfilmsequenzen) und den gelungenen Charakteren. Ach und man darf endlich mal ein Lichtschwert in die Hand nehmen und die Macht einsetzen. Wie geil ist das denn? Und dann gab es mit Mysteries of the Sith auch noch eins der besten Addons zu einem Spiel aller Zeiten. Für mich ganz klar der beste Star-Wars-Shooter, der nur durch seine noch besseren Nachfolger übertroffen wird.

5. QUAKE (1996; PC, MAC, LNX, uvm.) – Die nächste Evolutionsstufe der id-Shooter. Punkt. Immer noch kompromisslose, flüssige Action mit einem übersichtlichen, aber durchdachten Waffenarsenal, das sich einfach so richtig gut anfühlt – nur jetzt erstmals in 3D. So wird das hohe Tempo des Spiels noch besser spürbar und die Gegner noch furchteinflößender. Es macht einfach so richtig Laune, sich durch die beeindruckenden und abwechslungsreichen Umgebungen zu kämpfen.

6. Half-Life (1998; PC) – Neben den id-Shootern vermutlich das Werk, das ich über die Jahre am häufigsten gespielt habe. Und das, obwohl mich abseits der Schrotflinte und der Magnum die Waffenauswahl nicht überzeugt. Die Maschinenpistole fühlt sich an, als würde ich mit einer Paintballpistole schießen. Selbst die Gegner finde ich größtenteils eher „eh“. Entsprechend nicht verwunderlich, dass für mich eigentlich nur die Abschnitte mit den Soldaten wirklich richtig gut sind. Der Einstieg war zwar damals revolutionär, ist aber schon ziemlich gemächlich. Und Xen… nun, darüber brauche ich sicherlich keine Worte zu verlieren. Aber dennoch: Half-Life zieht mich irgendwie immer wieder in seinen Bann. Das realistische Setting, die liebenswerten Charaktere, die bekloppte Geschichte. Es funktioniert einfach.

7. Aliens versus Predator (1999; PC) – Freilich gab es schon vorher Spiele, die trotz limitierter Technik in der Lage waren, eine furchterregende Atmosphäre zu vermitteln. Allein schon die ganzen Survival-Horror-Klassiker wie Alone in the Dark (1992) oder Resident Evil (1996). Aber es ist nochmal eine ganz andere Erfahrung aus der Ego-Perspektive durch schlecht beleuchtete Gänge zu schlurfen. Statt gegen Monsterhorden kämpft man gegen die unerträgliche Stille an, nur unterbrochen vom periodischen Scangeräusch des Bewegungsmelders. Und dann ertönt plötzlich dieser charakteristische „Ping“ und noch einer und noch einer und schon ist man umgeben von Aliens und kämpft buchstäblich um sein Leben. Ja, die Marine-Kampagne war echt nervenaufreibend. Und dann ist das nur eine von dreien! Man schlüpft auch noch in die Rolle des Aliens, das sich brechreizerzeugend 360° im Raum bewegen kann. Und zum Schluss darf man noch als Predator ran. Gäbe es den Nachfolger nicht, wäre Aliens vs. Predator bis heute der beste Shooter des Franchises.

QUAKE II (Enhanced) (Herstellerbild)

8. QUAKE II (1997; PC, MAC, LNX) – Es steht im Widerspruch zu seiner Platzierung, aber lange Zeit stand der Titel überhaupt nicht auf der Liste. Doch auch wenn er für mich nach Wolfenstein 3D klar der schwächste id-Shooter der 90er ist: Es ist immer noch ein id-Shooter. D.h. er bietet ein vorzügliches Gunplay (die Soundeffekte der doppelläufigen Schrotflinte sind göttlich) mit einer gelungenen Gegnerauswahl. Und auch, dass es jetzt eine rudimentäre Geschichte mit zusammenhängenden Leveln in realistischeren Umgebungen gibt, ist grundsätzlich eine coole Sache. Dass man sich dadurch häufiger verläuft und die Bosskämpfe einfach nur öde sind, trübt das Spielerlebnis allerdings sehr stark. Spaß macht es trotzdem.

9. Outlaws (1997; PC) – Ein klassischer Western, in dem ihr selbst die Hauptfigur seid. Hier passt in Sachen Atmosphäre einfach alles perfekt zusammen. Der fantastische Soundtrack von Clint Bajakian, die wunderschön animierten Zwischensequenzen, die Highlights im Leveldesign (z.B. das berühmte Zuglevel) und die gut gemachten Schießereien. Ja, der Rachefeldzug von Marshall James Anderson ist auch heute noch ein vorzügliches Spielerlebnis – mit Ausnahme von Kapitel 4 „Canyon“. Das ist so ein nerviger Abschnitt. Gegner, die einen von irgendwoher abschießen. Diese komischen Windpuzzle. Nach dem wirklich genialen Zuglevel ein ziemlich großer Absturz, von dem man sich nur langsam erholt.

10. Star Trek: The Next Generation – Klingon Honor Guard (1998; PC, MAC) – Okay, bevor ihr jetzt in die Kommentare springt, hört mir erstmal zu: Ja, objektiv betrachtet ist es ein absolut mittelmäßiger Unreal-Shooter (der zweite, der je produziert wurde!). Die Levels sind mehr Labyrinth als nachvollziehbar. Die Zwischensequenzen sind selbst für damalige Verhältnisse qualitativ schlecht (warum haben alle gefühlt zwei Meter lange Beine?!). Und das eigentliche Spielprinzip, das Abschießen von Feinden, funktioniert zwar, aber mehr halt auch nicht. Eins muss euch jedoch klar sein: Es war der ERSTE Ego-Shooter im Star-Trek-Universum! Und abseits des Videokassetten-Abenteuers Star Trek: Klingon (1996) ist es zudem das erste Star-Trek-Spiel, in dem ihr nicht in die Rolle eines Starfleet-Offiziers geschlüpft seid. Insofern hat es trotz seiner qualitativen Mängel einfach einen ganz speziellen Platz in meinem Herzen und es ist richtig schade, dass es heutzutage so schwer zum Laufen zu bekommen ist. Wo ist Nightdive Studios, wenn man sie wirklich braucht?!

Epilog

Das war sie also, die Liste meiner zehn Lieblingsegoshooter aus den Jahren 1990-1999. Ich weiß schon jetzt, dass die Liste für die Jahre 2000-2009 wesentlich schwieriger zusammenzustellen sein wird. Muss ich dann vielleicht doch noch eine Unterkategorie einführen, um alles unterzubringen? :smile:

Langjährige Leser werden sich sicherlich nicht wundern, dass fast alle id-Shooter aus der Zeit ihren Platz auf der Top 10 gefunden haben. Gleichzeitig wird sich aber auch der ein oder andere fragen: „Wo sind die ganzen Build-Engine-Spiele? Wie kann es sein, dass es nicht einmal Duke Nukem 3D auf die Liste geschafft hat?!“ Die Antwort fällt relativ simpel aus: Damals wie heute sind diese Spiele einfach nicht so meins. Allerdings kann ich es nicht so recht in Worte fassen, warum.

Ganz frisch habe ich beispielsweise das Nightdive-Remaster von Blood komplett durchgespielt. Und ja, es war ganz nett. Aber die Kämpfe fühlten sich irgendwie nicht so gut an und die Umgebungen haben mir trotz oder vielleicht gerade wegen des Versuchs, sie realistischer zu gestalten, nicht so zugesagt. Und das gilt für alle Build-Engine-Titel, die ich bislang konsumiert habe. Deswegen hat keiner von ihnen einen Platz auf meiner Top 10 bekommen.

Sicarius

Überraschender Ausfall

Da ging mitten im Spiel einfach alles aus. Total verwirrt dachte ich erst an einen Stromausfall oder eine Sicherung, die geflogen ist. Aber nein, die Deckenlampe brannte noch und auch NAS & Co. waren noch an. Hatte also irgendwas im PC seinen Geist aufgegeben? Vielleicht die Grafikkarte?

Ich kroch entsprechend unter den Schreibtisch, um die Situation zu begutachten und musste feststellen, dass eine Steckerleiste ausgeschaltet war. “Kauft unbedingt Steckerleisten mit Schalter!” heißt es ja immer. Tja, in dem Fall wurde es mir zum Verhängnis. Ein Blick zur Tür offenbarte den Übeltäter: Miro war scheinbar hinter dem Schreibtisch entlang gegangen und ist dabei auf den Schalter getreten, der orangene Drecksack.

Süß und unschuldig?! Alles nur Fassade!

Nun gut: Steckerleiste wieder angeschaltet, Rechner wieder hochgefahren und wieder RealRTCW gestartet. Leider kam kein Ton mehr aus meinem Headset. Hatte der plötzliche Stromausfall etwa die Soundkarte gehimmelt? In Windows war sie tatsächlich nicht mehr vorhanden. Auch ein Neustart half nichts.

Also nochmal kontrolliert den Rechner runtergefahren und unter den Tisch gekrabbelt. Die Soundkarte leuchtete grundsätzlich, der PCIe-Slot lebte also. Ich habe den Rechner dann nochmal bewusst stromlos geschaltet und anschließend wieder hochgefahren. Siehe da: Alles wieder gut. Krise abgewendet.

Die Moral der Geschicht’? Macht auch eure Steckerleisten Katzensicher!

Darf ich vorstellen? Meine Sicarius im Jahr 2026

Anfang März war es wieder soweit: Ein neues Add-on für World of WarCraft, Untertitel ” Midnight” , kam auf den Markt. Wie es mittlerweile seit über 20 Jahren Tradition ist, flatterte pünktlich an diesem Tag auch die Collector’s Edition* in die Casa Lysanda. Und passend zu unserem Sommerurlaub, habe ich die enthaltenen 30 Tage Spielzeit endlich mal aktiviert. Was habe ich also dieses Jahr so mit meiner Nachtelfendruidin Sicarius auf dem Zirkel des Cenarius erlebt?

Abenteuer in Draenor und den verheerten Inseln

Zur Erinnerung: Januar 2025 war ich im 5. Erweiterungspaket (von aktuell 12) Warlords of Draenor angekommen. Außerdem hatte ich fleißig die Invasion der Feuerlande-Daily-Questreihe aus Cataclysm vorangebracht. Letztere habe ich jetzt auch tatsächlich zum Abschluss führen können. Okay, mir fehlt noch das ein oder andere Achievement und das Tier mit der niedrigen Droprate. Aber ich habe es (erst einmal) dabei belassen, alle Schritte der Invasion nun freigeschaltet zu haben.

Stattdessen habe ich mich dieses Mal voll und ganz auf drei Sachen konzentriert: Quests, Quests und Quests. Ach, und natürlich am Ende noch die Dungeons und Raids. Wenig Archäologie, keine Tierkämpfe, fast keine Dailies. Stattdessen volle Konzentration darauf durch die Inhalte der Erweiterungen zu marschieren. Schließlich bin ich ziemlich weit hintendran und muss mich so langsam echt sputen, wenn Blizzard die Veröffentlichungszyklen jetzt auch noch verkürzt. 2027 kommt schließlich schon The Last Titan.

Das Ergebnis nach 30 Tagen: Ich habe Warlords of Draenor in dem Sinne erfolgreich beendet und habe die ersten zwei Zonen von Legion ebenfalls bereits abgeschlossen. Also zumindest so fast. Bei dieser Erweiterung ist nämlich irgendwie der Wurm drin. Sowohl in Azsuna als auch Suramar finde ich keine Quests mehr, obwohl noch welche da sein müssten. Und ohne Quests kriege ich meine Beziehung zu den lokalen Völkern nicht verbessert, um die eigentliche Hauptgeschichte voranzutreiben. In meiner Klassenordenshalle ist ebenfalls nicht zu holen. Ich stehe also ziemlich auf dem Schlauch in der Hinsicht. Aber das ist ein Problem, das jetzt der zukünftige Sicarius lösen muss. Immerhin kann er bis dahin zuerst noch in den anderen vier Zonen weitermachen.

Hö?!

World of WarCraft: Legion (Herstellerbild)

Dieser komische Aufbau von Legion mit dem ” freunde dich erstmal mit allen Völkern an” führt auch dazu, dass ich ehrlich gesagt zum ersten Mal so wirklich keine Ahnung habe, worum es im Addon eigentlich geht. Also klar: Die Legion ist zurück und treibt ihr Unwesen. Aber irgendwie fehlt mir bislang ein wenig der rote Faden und vor allem der Oberbösewicht. Bei Warlords of Draenor war wenigstens klar: Gul’dan muss gestoppt und das dunkle Portal wieder verschlossen werden. Hier? Keinen blassen Schimmer.

Stattdessen arbeite ich mich halt von Ausrufezeichen zu Ausrufezeichen und helfe der lokalen Bevölkerung mit ihren Problemen. Immerhin ist das gut umgesetzt. Beispielsweise der sichtbare Wiederaufbau der unterirdischen Stadt Shal‘Arann in Suramar ist wirklich cool und die dazugehörigen Quests durchaus einfalls- und abwechslungsreich. In Verkleidung durch die Stadt Suramar (nicht zu verwechseln mit der Zone) zu schleichen und dort Intrigen zu schüren war wirklich gut gemacht.

Nebenaktivitäten

Parallel zu allem habe ich fleißig meine Garnison aufgebaut. Hat zwar mittlerweile abseits der Achievements und der ein oder anderen exklusiven Belohnung keinen Sinn und Zweck mehr. Aber faktisch gilt das ja für alles, was ich aktuell im Spiel tue. Ich bin schließllich als Highlevel-Charakter nur in Lowlevel-Gebieten unterwegs. Insofern sehe ich die Garnison einfach nur als nettes Detail.

Die Garnison hat auch erstmals dazu geführt, dass ich tatsächlich mal komplett pleite war. Bislang trug ich meist so 10.000 Goldstücke mit mir rum. Ja, das ist vermutlich heutzutage nicht mehr viel, doch es reichte meiner kleinen Nachtelfin. Aber die Gebäude und ihre Upgrades in der Garnison schlagen ganz schön auf den Geldbeutel.

Leider hängt der Fortschritt in der Garnison sehr stark von irgendwelchen Erfolgen ab und die wiederum von irgendwelchen Dailies oder ähnlichen Grinds. Insofern bin ich jetzt erstmal soweit, wie ich ohne den Kram kommen kann. Zumal die ein oder andere Quest auch noch verbuggt ist. Beispielsweise konnte ich eine der täglichen Archäologie-Aufgaben nicht erledigen, weil die dazugehörigen Gegenstände nicht nutzbar waren. Ist laut Blizzardforum schon ewig bekannt. Behebungswahrscheinlichkeit? Kleiner gleich null. In Legion habe ich ebenfalls schon eine Quest, die ich nicht mehr erfüllen kann. Einfach nur, weil ich (unwissend) die Reihenfolge nicht eingehalten habe. Echt blöd sowas.

Die Bilanz

Marie Kondō wäre stolz auf Sicarius

Sicarius‘ Geldbeutel ist mittlerweile wieder gut gefüllt – über 20.000 Goldstücke -, dank der ganzen Questbelohnungen und dem Verkaufen der vielen epischen Gegenstände aus den Raids. Und mein Charakterlevel ist sogar von 75 auf 83 (von derzeit 90) angestiegen. Hauptverantwortlich dafür ist irgendein komisches Event namens Winde des mysteriösen Glücks, das passenderweise gestartet ist. Dadurch habe ich selbst beim Erledigen von Low-Level-Quests noch haufenweise Erfahrungspunkte erhalten. Und meine Ausstattung hat sich dadurch ebenfalls signifikant verbessert, weil ihr neben Erfahrungspunkten auch Ausrüstungsgegenstände als Belohnung bekommt. Ich glaub, mein iLevel war irgendwo in den 60ern – jetzt bin ich bei 139 und habe fast nur epische Klamotten an. Hat wie erwähnt keinerlei Auswirkungen, da ich eh alles mit einem Treffer töte. Ein gutes Gefühl gibt es mir aber freilich trotzdem :wink: .

Eine aktuelle Sache habe ich aber dann doch gemacht: Mit Midnight haben Spielerhäuser Einzug in World of WarCraft gehalten. Dürfte vermutlich eines der am längsten geforderten Features sein. Und selbstverständlich habe auch ich mir einen Platz gesichert und ein kleines Häuschen draufgepackt. Innendrin ist es noch ziemlich spärlich – wie gesagt lag mein Fokus wirklich zu 99% auf Quests. Aber es ist ein Anfang.

Epilog

Und das war’s auch schon wieder von meinem diesjährigen Ausflug. Da die Collector’s Edition von World of WarCraft: Forever schon ausverkauft ist, werde ich wohl erst mit The Last Titan wieder reinschauen. Aber das ist okay. Wie ich schon seit einigen Einträgen zu den Kriegskünsten sage: Es ist ganz nett und ich mache es jedes Mal wieder gerne. Es hat aber schon seinen Grund, warum ich kein neues Abo abschließe oder zumindest die ca. 400.000 Goldstücke für einen Token farme. Dafür habe ich einfach zu viel anderes und interessantes zum Zocken auf der Halde liegen.

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