Sicarius

Tagebuch eines Hausherrn #35

So können die Katzen besser gaffen.

Sagen wir’s wie es ist: Auch wir machen Fehler. Nehmt ihr uns nicht ab, ich weiß. Aber es ist so :wink: . Obwohl wir ursprünglich gut verhandelt und den Preis ziemlich gedrückt bekommen haben, ist die neue Terrassenüberdachung doch teurer geworden als geplant. So hat der Austausch der Polycarbonat-Seitenteile gegen Verbundsicherheitsglas mit krassen 2.500€ zu Buche geschlagen. Fast die Hälfte was uns die gesamte Terrassenüberdachung gekostet hat. Ja, der größte Kostenpunkt davon ist das Material. Sicherheitsglas ist nicht billig. Aber die Demontage des Polycarbonats hat natürlich auch was gekostet und unser Rabatt, den wir für die gesamte Überdachung erhalten haben, wurde uns für die Aktion nicht erneut gewährt. Doch ungeachtet der Kosten: Der Tausch war definitiv eine gute Entscheidung. Wir wären anders nicht glücklich geworden. Es ist jetzt ein ganz anderes Gefühl dort draußen. Nicht mehr „Wir sitzen eingepfercht in einem Bunker“, sondern schön hell und die Katzen können wieder den Nachbarn zuschauen. Besagte Nachbarn finden zudem, dass es besonders edel aussieht.

Und jetzt kommen nochmal rund 1.000€ oben drauf zum fachgerechten Verschließen des Spalts zwischen Überdachung und Seitenmauer durch einen Dachdecker. Ich hab’s im letzten Eintrag zwar anders geschrieben aber nachdem ich mir ein paar Angebote eingeholt habe (u.a. ein doppelt so teures) hat sich meine Meinung geändert. Selbst, wenn die Überdachung am Ende aufgrund der Länge eine Sonderanfertigung geworden wäre: Ich kann mir nicht vorstellen, dass es uns viel teurer gekommen wäre. Schöner wäre es auf jeden Fall geworden. Also ich bin mir sicher, dass es am Ende auch so gut aussehen wird. Aber es wäre selbstverständlich schon cooler gewesen, wenn die Überdachung bündig mit der Außenmauer enden würde. Immerhin musste ich kein DN70 kaufen, um den Regenrinnenabfluss zu verlängern. Die Monteure haben mir netterweise einfach ein Stück kostenfrei draufgesteckt.

Was lernen wir also daraus? Nun, beim Beratungs-/Angebotsgespräch lieber zu zweit 10mal nachfragen und sicherstellen, dass das Produkt/die Dienstleistung die eigenen Wünsche erfüllt und der Berater richtig gemessen hat – und das alles schriftlich auf dem Angebot festhalten. Und wenn die Monteure kommen und ebenfalls noch einmal vor Beginn der Arbeiten darauf hinweisen, dass das aus ihrer Sicht vielleicht nicht so passt wie geplant, dann Rücksprache mit dem Chef halten. Aber gut: Etwas ärgerlich die ganze Sache aber es gibt Schlimmeres. Immerhin haben wir wie geplant das Sisal am Aluminium-Balken befestigt bekommen (am Anfang und Ende eine Schraube rein und auf jeder Seite des Balkens doppelseitiges Klebeband) und die Katzen können wieder kratzen und klettern. Maya findet es allerdings durchaus doof, dass sie jetzt nicht mehr ganz so hoch hinaus kommt.

Im Haus

Besagte Vorratskammer

Draußen warten wir also jetzt auf den Dachdecker, bevor es mit der Terrasse weitergeht. Drinnen haben wir uns hingegen ungeplant mit unserer Vorratskammer beschäftigt. Gut, der Frühjahrsputz hat ihr grundsätzlich nicht geschadet. Sie wurde vermutlich seit ihrer Inbetriebnahme nicht mehr ausgemistet und aufgeräumt. Entsprechend haben wir jetzt auch ein bisschen mehr Platz da drinnen. Das ausschlaggebende Ereignis ist allerdings eher unerfreulich: Ungeziefer. Und wenn ich etwas in meinem Haus nicht haben will, dann das. Natürlich lässt es sich nicht ganz vermeiden. Vermutlich beobachtet mich während ich hier sitze mindestens eine Spinne aus irgendeiner versteckten Ecke des Arbeitszimmers. Aber man muss ja nicht alles dulden. Deswegen haben wir von Anfang an überall Fliegengitter und diese letztes Jahr mit relativ viel Aufwand optimiert.

Vor allem, wenn es um Lebensmittel geht sehe ich rot. Ist vermutlich wieder so ein Kindheitstrauma. Erinnere mich an so einige Male in denen sich im Elternhaus im Vorratsschrank Lebensmittelmotten eingenistet hatten. Keine tolle Sache. Entsprechend erschrocken war ich, als ich letzte Woche unsere Kammer aufmachte und gefühlt überall an den weißen Wänden kleine, braune Käfer saßen. Ich hatte zwar bereits letztes Jahr vereinzelt ein paar Leichen gefunden, dachte mir aber noch nichts dabei. Eben, weil es nur Leichen waren und nur wenige. Heuer scheinen sie sich hingegen ausgebreitet zu haben. Nicht gut. Welche Art von Käfer es genau ist, wissen wir nicht. Es gibt da so viele Varianten, die es theoretisch sein könnten. Speckkäfer, Brotkäfer, Laminatkäfer, Nagekäfer – gefühlt gibt es für jedes Lebensmittel und jedes verbaute Material eine Käferart. Immerhin scheinen alle gemeinsam zu haben, dass sie grundsätzlich nicht schädlich sind (selbst die Lebensmittel könnte man theoretisch nach dem Erhitzen weiterverwenden, wenn man über sein Ekelgefühl hinwegkommt) und nur im Kindheitsstatus überhaupt fressen. Sobald sie erwachsen sind, paaren sie sich nur noch und sterben dann relativ schnell weg.

Also Staubsauger geholt und zusammen mit Lysanda die Kammer auf Links gedreht. Lebensmittel in Plastikverpackungen umgefüllt in geschlossene Joghurtbecher, die Käfer aufgesaugt (am Ende den Staubsaugerbeutel in der Mülltonne entsorgt) und alles abgewischt. Am Ende haben wir nur einen angefangenen Beutel mit Löwenzahntee gefunden, der den Anschein hatte mit Leben gefüllt zu sein. Den haben wir logischerweise entsorgt. Bei anderen Verpackungen hatten die Tiere zwar versucht reinzukommen, sind aber am Verschluss gescheitert. Ob das Thema damit nun tatsächlich erledigt ist, wissen wir allerdings noch nicht. Denn es tauchen immer noch vereinzelt ein paar lebende Exemplare an den Wänden auf. Entweder die hatten sich gut versteckt und sind wirklich nur die letzten Überlebenden oder es gibt doch noch eine Quelle. Eine Vermutung ist beispielsweise, dass sie durch das Fenster kommen. Aber ich hätte erwartet, dass ich da dann auch an der Wand oder im Fensterrahmen welche sehe. Müssen wir weiter beobachten und haben dafür sogar extra die Kamera vom Futterplatz in die Kammer gepackt, um eine mögliche Quelle ausfindig zu machen. Mal schauen und das Beste hoffen. Wie gesagt: Ungeziefer und Lebensmittel sind zwei Sachen, die ich absolut nicht ab kann :smile: .

Das Innere der Heizung

Ein Jahr Gas

Immerhin eine erfreuliche Nachricht gab es in den letzten Wochen: Die Gasheizung ist mittlerweile ein Jahr in Betrieb und es kam die erste Abrechnung (sowie der erste Anbieterwechsel – wer nicht jährlich wechselt wird von den Versorgern echt nur verarscht). Und siehe da: Wir haben tatsächlich eine gute Schippe weniger Erdgas verbraucht als ich dachte. Nur knapp 25.000kWh (2.700m³) im Vergleich zu den von mir ursprünglich angesetzten 32.000kWh, die Google für ein Einfamilienhaus mit unserem Baujahr ausgespuckt hatte. Die Webseite hat sich sogar beschwert von wegen „unplausibler Zählerstand“. Aber da merkt man dann doch, dass die Solaranlage auf dem Dach was bringt. Bis Oktober hatten wir nur 450m³ verbraucht. Erst im Winter, als die Sonne weg war, ging der Verbrauch nach oben.

Natürlich ist da noch wesentlich mehr rauszuholen. Man merkt gerade dadurch, dass wir trotz großer Solaranlage in den Wintermonaten so viel verbrennen, dass unsere Hütte nicht anständig gedämmt ist. Für einen Neubau rechnet man beispielsweise heutzutage mit gerade mal mit einem Verbrauch von 16.000kWh. Aber ein Schritt nach dem anderen :smile: . Immerhin sind unsere Heizkosten wie erhofft niedriger als mit Heizöl – inkl. einer geringeren Umweltbelastung. Ach und es ist definitiv leiser im Keller. Den Ölbrenner hat mehr Krach gemacht als der neue Gasbrenner. Woher ich das so genau weiß? Weil meine Nasenschleimhaut seit der Operation wieder nachgewachsen ist und ich entsprechend von Lysanda aufgrund meiner extrem zugenommenen Schnarchlautstärke ins Freizeitzimmer ausquartiert wurde. Keine Angst: Ich wurde wirklich nur wegen dem Schnarchen aus dem Schlafzimmer verbannt. Wir haben uns trotzdem immer noch lieb…glaube ich zumindest!? *verfällt in leichte Panik* Ich glaub‘ ich geh‘ mal schnell ein paar Blumen und Pralinen kaufen.

Letzten Mittwoch ist endlich der langerwartete Abschluss der The Binding of Isaac: Rebirth-Saga erschienen: Der DLC zum DLC zum DLC namens The Binding of Isaac: Repentance. Er hat noch mehr Gegenstände, noch mehr Gegner, noch mehr Räume, noch mehr Charaktere und was weiß ich noch alles eingefügt. Angeblich über 500 Stunden zusätzliches Gameplay. Am gleichen Tag ist das nächste große (kostenlose!) Inhaltsupdate namens Expeditions für No Man’s Sky veröffentlicht worden, welches den mittlerweile sowieso schon gut gefüllten Titel noch einmal signifikant erweitert – ohne, dass es den Anschein hat, dass Hello Games demnächst aufhören würde das Spiel weiter zu entwickeln. Scheint fast so als wollten sie die anfängliche Leere des Titels überkompensieren :wink: . Und ich sitze hier und frage mich jedes Mal: An wen richten sich solche Updates?

Es sieht mittlerweile nach einer Lebensaufgabe aus diese Titel zu zocken und auch nur an der Oberfläche der verfügbaren Inhalte zu knabbern. So habe ich mir selbstverständlich als Fan der Serie The Binding of Isaac: Repentance sofort geholt aber die Wahrscheinlichkeit, dass ich damit verbundene Inhalte jemals zu Gesicht kriege? Eher gering. Hab‘ ja schon mit The Binding of Isaac: Afterbirth nicht so viel Zeit verbracht. Hat natürlich genau diesen Vorteil, dass man sich faktisch nie wieder einem anderen Spiel widmen muss. Aber gleichzeitig undurchdringbar für Leute wie mich, die nicht nur vielleicht irgendwann auch mal fertig mit einem Spiel sein wollen (heutzutage eine völlig utopische Vorstellung), sondern sich gleichzeitig die Frage stellen, wann sie überhaupt damit anfangen sollen es zu spielen. Luxusprobleme, ich weiß. Wir leben einfach in einer Welt des Überflusses. Die Folge ist es zu lernen seine Aktivitäten zu priorisieren und die Angst „etwas verpasst zu haben“ einfach hinter sich zu lassen. Bringt ja nichts. In diesem Sinne gibt es heute mal wieder ein paar Kurzeindrücke zu Titeln mit denen ich mehr oder weniger viel Zeit verbracht habe:

Subverse (Herstellerbild)

Subverse (2021 Early Access; PC) – Auf der Crowdfunding-Unterseite beschreibe ich den Titel als „Pirates unter den Spielen“ ohne aber genauer darauf einzugehen. Dieser Erwachsenen-Film ist übrigens mittlerweile 16 Jahre alt. Wie doch die Zeit vergeht. Aber reden wir nicht um den heißen Brei herum: Subverse ist eine Mass Effect-Pr0n-Parodie, die aber anders als die meisten Titel aus diesem besonderen Genre versucht auch ein gutes Spiel und eine Geschichte um die gewissen und äußerst expliziten Szenen herum zu bieten.

Während die Geschichte im Stil eines Visual Novel erzählt wird und gespickt ist mit Humor der absolut untersten Schublade, besteht der Gameplay-Anteil aus durchaus spaßigen Top-Down-Shoot’em-Up-Sektionen und taktisch bislang wenig anspruchsvollen Rundentaktikgefechten inspiriert von XCOM & Co. Für die unanständigen Szenen steht hingegen ein System namens „Pandora“ bereit. Dort schaltet ihr für jeden weiblichen Charakter (müsst ihr erst über die Missionen rekrutieren) an Bord Szenen frei, die ihr dann beliebig miteinander kombinieren und rudimentär beeinflussen könnt (bislang nur ein Geschwindigkeitsregler). Aus Lysandas und meiner Sicht derzeit noch der schwächste Teil des Spiels obwohl es ja der Hauptseller sein sollte. Die Szenen, die wir bereits freigeschaltet haben, sind langweilig und öde. Ihr versteht aber hoffentlich, dass ich an dieser Stelle nicht genauer darauf eingehen kann :wink: . Aber Subverse ist ja noch ein Early-Access-Titel und die Entwickler haben bereits gegenüber den Unterstützern versprochen, dass das jetzt wirklich erst der Anfang ist und noch sehr viel mehr kommen wird bis Release. Nicht nur was das Pandora-System angeht, sondern auch in Bezug auf das restliche Spiel. Insofern: Das Potential für ein gutes Spiel ist spürbar vorhanden aber derzeit empfehle ich trotzdem ihn erstmal nur weiter zu beobachten statt direkt zuzuschlagen.

Das Spiel ist übrigens wie HuniePop 2 nicht im deutschen Steam-Store erhältlich. Da Valve weiterhin warum auch immer absolut nicht gewillt ist ein anständiges Altersverifikationssystem einzuführen und gleichzeitig Medienanstalten in Deutschland ein höheres Augenmerk auf „Pr0n im Netz“ gelegt haben, ist seit ungefähr Dezember 2020 auf der Plattform sehr viel gesperrt worden in der Hinsicht für uns. Ich hatte mit Subverse nur das Glück, dass wir als Backer die Keys schon Monate vor Release bekamen. Entsprechend hatte ich es bereits vor der Sperre auf meinem Account aktiviert. Eine Ländersperre beim Starten gibt es (noch) nicht.

KUUKIYOMI: Consider It (Herstellerbild)

KUUKIYOMI: Consider It (2018; PC, PS4, NSWI) und KUUKIYOMI 2: Consider It More! – New Era (2019; PC, PS4, NSWI) – Vom Sexspiel hin zum kompletten Kontrastprogramm. In diesen beiden minimalistischen und äußerst japanischen Titeln erwarten euch jeweils 100 sehr kurze „Alltags“-Situationen. In jeder Szene gibt es etwas Rotes bzw. im Koop-Modus etwas Rotes und Blaues. Das kann eine Person sein oder auch ein Gegenstand. Nur dieses rote/blaue Objekt könnt ihr beeinflussen. Eure Aufgabe ist nun in kürzester Zeit die rücksichtsvollste Lösung („consider it“) für diese Situation umzusetzen.

Beispielsweise lauft ihr als Person automatisch von links ins Bild während eine Gruppe Menschen in der Mitte kniet und sich für ein Foto bereit macht. Ihr könntet nun bspw. Photobombing betreiben oder schnell vorbeilaufen. In einer anderen Situation steuert ihr ein Monster auf einer von The Legend of Zelda-inspirierten Überweltkarte. Eine stark angeschlagene Heldentruppe kommt auf euch zu. Geht ihr ihr aus dem Weg oder bleibt ihr stehen und nutzt ihren geschwächten Zustand aus? Oder der Weihnachtsmann kommt und ihr seid ein Kind im Bett. Bleibt ihr wach und schaut ihm zu oder legt ihr euch schlafen und lasst ihn seine Arbeit machen?

Am Ende der 100 Situationen wird eure Persönlichkeit auf Basis eurer Aktionen in verschiedenen Kategorien eingeschätzt. Und nein, es ist logischerweise nicht immer richtig euer eigenes Wohl hintenanzustellen. Es ist also durchaus nicht so einfach zu entscheiden, was gerade das „Richtige“ ist. Erschwerend kommt noch hinzu, dass es ein durch und durch japanisches Spiel ist und damit die Situationen nach deren gesellschaftlichen Sichtweise bewertet werden. Dennoch: Eine absolut faszinierende, absolut ungewöhnliche und doch ganz klar empfehlenswerte Trilogie (Teil 3 aktuell nur auf NSWI verfügbar) bei der man tatsächlich so einiges über sich selbst lernt – oder über seine Freunde/Partner/etc., wenn ihr im Koop-Modus unterwegs seid. Ach und wenn ihr mal keine Lust darauf habt Rücksicht auf andere zu nehmen: Nach dem erstmaligen Durchspielen wird der Negativ-Modus freischaltet. Da müsst ihr die gleichen 100 Situationen dann so lösen, dass ihr der größtmögliche Arsch seid :smile: . Außerdem ist in jeder Szene noch ein Geheimnis versteckt. Gibt also für alles quasi drei mögliche Lösungen, was den Wiederspielwert (ein Durchgang dauert ca. 30min) etwas hebt.

Blue Estate

Viktor Kalvachev’s Blue Estate: The Game (2014; PC, XONE, PS4) – Ein Lightgun-Rail-Shooter (euer Charakter bewegt sich automatisch) auf Basis der gleichnamigen Graphic-Novel-Reihe. Die kenne ich zwar nicht (und ist wohl auch nicht so gut) aber Rail-Shooter finde ich grundsätzlich eine coole Sache für Zwischendurch und es gibt für Zuhause immer noch viel zu wenig gute Umsetzungen. Wer erinnert sich nicht bspw. noch angenehm an SEGAs Virtua Cop-Reihe. Bitte? Nur ich? Schade… Naja, zielen, abdrücken und ab und zu nachladen heißt die Devise. Der Rest läuft automatisch ab. Okay, nicht ganz: Tatsächlich benötigt ihr auch noch ab und zu die Pfeiltasten, um z.B. Munition aufzusammeln oder Hindernissen auszuweichen. Hat sogar einen lokalen Koop-Modus der Titel für zwei Personen. Inhaltlich bietet Blue Estate sieben Level (inkl. drei Bosskämpfe) durch die ihr euch mit zwei verschiedenen Charakteren arbeitet. Dauert beim ersten Durchlauf ca. drei Stunden. Klingt also kürzer als es tatsächlich ist. Tony Luciano der Sohn eines italienischen Mafiabosses in Los Angeles sowie Clarence, ein Ex-Navy SEAL angestellt bei der Familie. Im Story-Modus fangt ihr in den Schuhen von Tony zuerst einen Krieg mit der chinesischen Bande „Sik Brothers“ an und versucht dann als Clarence die Sache wieder zu beenden.

Während Tony mehr der stürmische, pseudo-coole Haudrauf ist, ist Clarence durch seine Ausbildung mehr methodisch und aus dem Hinterhalt unterwegs. Für euch als Spieler macht es aber keinen großen Unterschied: Ihr tragt eine Pistole mit unendlich Munition bei euch und findet im Laufe einer Mission noch eine zweite Waffe wie z.B. eine Schrotflinte. Eure Aufgabe: Alles abschießen, was nicht bei drei auf den Bäumen ist, Zwischendurch immer mal wieder nachladen und dabei die Highscore nach oben treiben. Kopftreffer geben mehr Punkte als Körpertreffer, der kreative Einsatz der Umgebung nochmal mehr und so. Kombo hochhalten, versteckte Gegenstände finden und so weiter und so fort. Blue Estate bietet grundsätzlich nichts Neues was Rail-Shooter angeht. Aber es sieht richtig gut aus, die Levels sind vollgestopft mit vielen Details, es spielt sich flüssig und der (nicht gerade hochtrabende) Humor kommt ebenfalls nicht zu kurz. Beide Charaktere sind unmissverständlich Arschlöcher (speziell Tony zudem Sexistisch und Rassistisch) und die Geschichte wird als Rückblende eines nutzlosen Privatdetektivs erzählt, der es mit den Details manchmal nicht ganz so genau nimmt. Unterm Strich eine runde und unterhaltsame Sache, die ich Shooter-Fans nur ans Herz legen kann.

Sicarius

Frohe Ostern!

Ich könnte euch an dieser Stelle selbstverständlich etwas vorlügen. Einfach das Veröffentlichungsdatum dieses Eintrags zurücksetzen und so gut wie keiner hätte es gemerkt. Aber nein, wir hier Beim Christoph sind transparent und ehrlich und geben offen zu, dass der Webmaster den Ostergruß komplett vergessen hat. Letztes Jahr hatte ich es gerade so noch geschafft ihn pünktlich in der Osternacht rauszuhauen. 2021 ist an mir dann quasi komplett vorbeigegangen, dass heute Ostern ist. Hat irgendwie in der Casa Lysanda so überhaupt keine wirkliche Priorität dieses Fest. Aber dennoch:

Das gesamte Team von Beim Christoph wünscht euch ein frohes Osterfest!

Lysandas Neurographik-Modell „Schokolade“ in der Schokohasen-Edition

Nutzt das schöne, wenn auch etwas kühle Wetter, um euch vom stressigen Alltag zu erholen. Knuddelt eure Haustiere und von mir aus auch eure Familie und Verwandten ausgiebig und versucht es zu vermeiden lebendige Hasen zu verschenken oder tote Hasen auf den Mittagstisch zu stellen. Kommt beides nicht so gut an.

P.S: Wer im obigen Bild den Osterhasen und die dazugehörigen Eier findet darf sich ein zweites Schokoei gönnen. Aber nur eins!

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