Sicarius

Mayas Krankheitsverlauf

Maya chillt an ihrem letzten Morgen im Bett

Da waren es plötzlich und unerwartet wieder nur fünf Katzen…

Es ging leider schnell bergab mit unserer erst zehnjährigen Maya. Keine zwei Wochen vergingen vom ersten Tierarztbesuch (20.4.) bis zu ihrem letzten (30.4.). Hätten wir es früher bemerken können? Keine Ahnung. Und ganz ehrlich: Darüber nachzudenken verursacht nur blödsinnige Schuldgefühle. Zu wissen, dass Maya bei uns eine schöne Zeit hatte, ist viel wichtiger. Geben wir uns trotzdem kurz diesem Gedankenspiel hin:

Mit Felix bin ich damals nichtsahnend zum Tierarzt und dann ohne Katze heimgekommen, weil seine Nierenwerte bereits im Keller waren. Da gab es allerdings bereits vorher Anzeichen, auf die ich nicht reagiert hatte (z.B. stark riechender Sabber).

Bei Maya gab es im Nachhinein betrachtet ebenfalls ein paar Indizien, die wir vielleicht hätten erkennen können. Die ein oder andere morgendliche Übelkeit in den letzten Monaten beispielsweise oder die plötzliche Veränderung des Verhaltens unserer Neuzugänge gegenüber ihr ca. zwei Wochen vor der Diagnose. Während anfangs nämlich Maya Ayla gegängelt hat, drehte sich die Situation von heute auf morgen. Da fingen nämlich Miro und Ayla an Maya zu mobben. Höchstwahrscheinlich haben die beiden da schon gemerkt, dass Maya etwas fehlt. Also zumindest mehr als die omnipräsente Dauerbelastung durch ihren Katzenschnupfen. Zum Selbstschutz grenzen Katzen nämliche kranke Artgenossen aus.

Aus unserer Sicht hatte Maya in der Zeit hingegen nur Probleme mit ihren Augen. Erst mit dem einen, dann – als das nach 1-2 Tagen wieder in Ordnung war – mit dem anderen. Doch auch das heilte genauso zügig von selbst. Wirklich Alarm haben wir hingegen erst geschlagen, als sie am Wochenende (wie immer…) nichts mehr essen wollte. Nur auf Katzensuppe reagierte sie positiv, weshalb wir ihr dann püriertes Futter anboten, was sie auch fraß. Daher dachten wir, dass sie Halsschmerzen haben könnte und gingen montags mit ihr zur Tierärztin.

Schlechtes Blutbild

Das sieht gar nicht gut aus!

Bei der Tierärztin wurde dann sicherheitshalber auch Blut genommen – mit einem grottigen Ergebnis. Der Kreatinin-Wert war schon bei 5,3mg/dL. Das bedeutet sie hatte bereits Stadium 4 von 5 einer akuten Niereninsuffizienz erreicht. Die restlichen Ergebnisse sowie die hämatologische Analyse des Blutes ließen ebenfalls keine Freudensprünge aufkommen.

Die Diagnose und die dazugehörige Behandlung war entsprechend eindeutig: Nierendiät und alles was dazu gehört. Außerdem ließen wir sie direkt da für die erste Infusion. Insgesamt verbrachte sie 3 1/2 Tage am Tropf. Morgens hingefahren, abends wieder abgeholt. Leider war das Blutbild am letzten Tag unverändert schlecht. Stabil – aber eben nicht besser. Parallel hatte die Tierärztin die Zeit am Donnerstag genutzt, um auch noch eine Urin-Analyse durchzuführen. Dort fand sie etwas Blut aber keine Kristalle. Wobei Katzen wohl ganz gut darin sind Kristalle zu verstecken. Insofern war das nur bedingt ein gutes Zeichen. Außerdem war der Blutdruck erhöht (190 mmHg – normal gilt alles unter 150). Sie schickte uns dann zum Ultraschall, um den Zustand der Nieren zu begutachten. Wir bekamen sogar schon am kommenden Montag einen Termin beim Fachtierarzt.

Die nächste Hiobsbotschaft

Maya ging es am Wochenende nach außen hin sogar ganz gut. Sie fraß fleißig püriertes Futter, nahm ihre Medikamente und ging selbstständig aufs Klo. Ja, die meiste Zeit lag sie nur im Bett oder in der Katzenkratztonne. Aber wer es nicht wusste, hätte sie als normale Katze wahrgenommen. Sie hat sogar einmal mit Lysanda am Schreibtisch auf ihre spezielle Art gekuschelt.

Montagvormittag dann also zum Ultraschall – mit der nächsten Hiobsbotschaft. Die Leber hatte einen 2cm breiten, schwarzen Bereich. Für mich sah das auf dem Bild so aus, als wäre ein Drittel der Leber quasi nicht mehr vorhanden. Die Tierärztin sprach von Löchern und ggf. Blutungen. Aber sie sagte auch, dass in Mayas aktuellem Zustand hier grad nichts zu machen ist. Eine OP oder eine andere invasive Untersuchung, um mehr herauszufinden, wäre viel zu riskant für die Kleine. Sie wog zu dem Zeitpunkt schließlich nur noch 2,6kg (ihr übliches Gewicht lag bei 3,2kg) und jede Narkose wäre eine extreme Zusatzbelastung für die Nieren gewesen. Die Tierärztin sprach sogar davon, dass wir damit die Nieren vermutlich komplett abschießen würden.

Maya in ihrem Krankenlager

Und ja, die Nieren waren wie leider erwartet ebenfalls von einer extrem schlechten Beschaffenheit. Es wurden insofern einfach nur die Blutwerte bestätigt. Bei einer Niereninsuffizienz lässt sich nämlich außer stabilisieren und ein angenehmes Restleben ermöglichen nicht mehr viel machen. Wir haben am Ende glaube ich ne gute Stunde mit der Tierärztin geredet (was ich ihr wirklich hoch anrechne!) und alles von oben bis unten durchgekaut. Also Futter, Medikamente, Untersuchungen und so weiter. Mit dem Wissen ausgestattet, sind wir dann wieder nach Hause.

Der Totalabsturz

Dienstagvormittag sah immer noch alles gut aus. Maya aß weiter ihr mit Medikamenten versehenes Nierendiätfutterpüree, trank viel Wasser und ruhte sich aus. Nachmittags fing sie dann jedoch das Erbrechen an. Erst Futter, dann Spucke, dann Galle. Dann flößten wir ihr einen Magenschoner ein, diesen erbrach sie allerdings dann auch wieder. In der Realität war es weniger oft, aber es fühlte sich so an, als würde sie jede Stunde spucken. Lysanda und ich saßen dann bis nachts um eins zusammen und beratschlagten uns (teils unter Tränen), wie wir jetzt weiter machen. Wie können wir ihr jetzt akut helfen? Bringt es was zum Notdienst zu fahren? Und vor allem: Was machen wir kommenden Tag?

Mittwochs hatte sich nämlich unser neuer Chef angekündigt. Wir wollten deshalb ins Büro fahren. Aber es war klar, dass Maya unbedingt zum Tierarzt musste. Entsprechend suchten wir nach einer Lösung. Am Ende haben wir ihn dann zu uns nach Hause eingeladen. Die frühen Morgenstunden gingen zwar drauf etwas sauber zu machen und aufzuräumen, aber am Ende des Tages war es die pragmatischste Lösung. So konnte er dann nicht nur uns, sondern auch gleich mal unsere Realität kennen lernen :smile: .

Ich hab’ dann so früh wie möglich Maya abgegeben und wir warteten darauf, was kommt. Und das war ein Anruf rund 1 1/2 Stunden später: Neues Blutbild und die Werte so stark im Keller, dass der für die Leber schon gar nicht mehr messbar war. Kreatin lag nun bei 10,5mg/dL – also doppelt so hoch und damit war Maya im 5. Stadium angekommen. Der Urea-Wert war ebenfalls angestiegen auf 97mg/dL. Die Tierärztin sagte uns klar und deutlich: Wenn es ihr Tier wäre, würde sie es nun einschläfern.

Die schwierige Entscheidung

Mayas letzter Bluttest

Ganz ehrlich: Für mich war die Sache mit diesem Anruf bereits gelaufen. Ich fuhr zwar los und holte sie ab, aber mehr mit der Absicht sich von ihr zu verabschieden und sie Zuhause einzuschläfern. Ich sah keinen anderen Ausweg mehr für Maya und wollte ihr unnötiges weiteres Leid ersparen. Aus dem Zuhause einschläfern wurde am Ende nichts, allerdings war Maya tatsächlich jetzt mit der neuen Faltbox* sehr umgänglich was das Autofahren anging. Sie störte es mehr in der Box zu sitzen als das eigentliche Fahren. Aber da Lysanda sie immer wieder zwischendurch streicheln konnte, lenkte sie das von ihrem Vorhaben ab auszubüxen. Entsprechend sind wir donnerstags ein letztes Mal mit ihr zu unserer Tierärztin. Zwar war die Praxis wegen dem nahenden Feiertag überlaufen, aber es half nichts. Das Antibrechmittel, was sie ihr tags zuvor gespritzt hatten, würde mittags seine Wirkung verlieren. Und das wollten wir Maya einfach ersparen. Sie hatte seit dem Erbrechen nichts mehr gefressen und nur wenig getrunken. Also warteten wir geduldig bis wir endlich drankamen. Zwei Piekse später lag ihr eingeschlafener Kopf in Lysandas Hand und kurz darauf war es dann auch vorbei. Ein schmerzlicher Moment, der nur dadurch ein wenig gemildert wurde, dass wir uns bereits die Stunden zuvor von ihr ausgiebig verabschieden konnten. Wobei wir allerdings da schon merkten, dass sie gar nicht mehr angefasst werden wollte und nicht mehr schnurrte. Das zeigte uns deutlich, dass sie sich nicht mehr in ihrem Körper wohlfühlte.

Wir haben sie am Ende wieder eingepackt und Zuhause für ihre Mitbewohner hingestellt. Alya war das Ganze nicht wirklich geheuer, die anderen werden auf ihre Art Abschied genommen haben. Tags darauf, am 1. Mai, habe ich sie dann begraben. Leider nicht in ihrem Lieblingsliegeplatz (ein großer Stoffkuschelsack), sondern nur in einem normalen Karton. Aber ich gehe davon aus, dass sie das jetzt nicht sonderlich gestört hat.

Die andere Seite

Die fast täglichen Tierarztbesuche waren das eine. Aber wie sah es Zuhause aus? Nun, die erste Maßnahme war, dass sie die Nacht im Arbeitszimmer und nicht mehr oben bei Lyssi verbrachte. Schließlich mussten wir ihr jetzt Spezialfutter geben. Und auch tagsüber ließen wir ein Katzenklo im Erdgeschoß stehen, um es Maya so einfach wie möglich zu machen. Anfangs hinter einer Tür versteckt, damit Pichu es nicht ständig benutzt. Aber das haben wir recht zügig aufgegeben und es einfach für alle freigegeben. Hauptsache Maya konnte jederzeit auf die Toilette – was sie auch bis zuletzt völlig selbstständig gemacht hat.

In Sachen Futter gab es wie erwähnt Püree mit allerlei Zusatzstoffen. Dazu gleich mehr. Um Maya anzufüttern, haben wir einen Nierendrink* von KATTOVIT verwendet. Dafür gab es keinen speziellen Grund. Es war halt im Laden verfügbar und sie nahm ihn gerne an. In Bezug aufs Nassfutter bekamen wir hingegen vom Tierarzt erstmal eine Dose Nierendiät ausgehändigt. Der Unterschied zwischen solchem Futter und normalem ist der Protein- und Phosphatgehalt. Die Theorie ist wohl, dass eine Eiweißreduzierung helfen würde die Belastung der Niere zu reduzieren. Blöd nur, dass die Entscheidung wohl allein auf einer Studie mit Menschen und Ratten basiert – also omnivore Lebewesen. Katzen sind allerdings Carnivore und benötigen zwingend Eiweiß. Entsprechend groß ist die Gefahr, dass sie mit Nierendiätfutter zu stark abnehmen. Das wäre bei Maya fatal gewesen. Eine auf Niereninsuffizienz bei Katzen spezialisierte Facebook-Gruppe empfahl deshalb lieber zu hochwertigem aber phosphatarmes Futter (<0,5%) zu greifen. Ein Blick in unser Kellerlager offenbarte dann auch ein paar Sorten mit nur 0,25% und sogar 0,20% wie z.B. die von TastyCat. Wobei es bei einigen Herstellern mal wieder nicht auf der Packung stand und man sich teilweise selbst im Internet einen Wolf sucht. Echt bescheuert.

Der Cocktail

Mayas Medikamente

Die Grundlage von Mayas Mahlzeiten bildete also das Nassfutter, das sie bereits kannte plus hier und da ein Nierendrink. Kommen wir jetzt zu den Zusätzen. Als erstes das, was von unserer Tierärztin alles verordnet wurde:

  • Pronefra – Ein flüssiges Mittel, das in der Hauptsache dazu dient überschüssiges Phosphat im Blut zu binden und so die Nieren zu entlasten. Wohl das allerwichtigste Medikament beim Thema Niereninsuffizienz.
  • SUC-Kombination – Drei flüssige homöopathische Mittel, die immer in Kombination gegeben werden. Und zwar Solidago compositum (Niere), Ubichinon compositum (Stoffwechsel) und Coenzyme compositum (Enzymefunktion). Soll gut für Niere und Leber sein. Obs wirklich was hilft? Keine Ahnung. Schaden tut es aber auch nicht.
  • Sucrabest – Ein Magenschoner. Es bildet einen Schutzfilm über die gesamte Magenschleimhaut, der sie vor aggressiven Verbindungen wie Gallenflüssigkeit und Salzsäure schützt. Das erlaubt es Entzündungen und Geschwüren zu heilen und hilft dabei, dass die Katze ihr Essen drin behält. Wird entsprechend nicht unters Futter gemischt, sondern ca. 30 Minuten vor dem Fressen gegeben.
  • Pankreas – Da auch die Bauchspeicheldrüse entzündet schien, sollten wir Maya das Pankreas-Mittel von nurVet geben, das wir noch von Balu über hatten. Nach dem Gespräch mit der Fachtierärztin haben wir es aber wieder abgesetzt, da im Ultraschall nichts zu sehen war und die Werte noch im Rahmen lagen.
  • Amodip – Als der erhöhte Blutdruck festgestellt wurde, bekamen wir zuerst Amodip als Blutdrucksenker. Allerdings beriet uns auch hier die Fachtierärztin um. Wir sollten aus ihrer Sicht besser Semintra 10mg verwenden. Das hat in der hohen Dosis mit 10mg ebenfalls eine blutdrucksenkende Wirkung und reduziert gleichzeitig die Proteinurie (Eiweißausscheidungen über den Urin). Leider ist Semintra aktuell nirgends lieferbar, weshalb uns als Alternative Fortekor gegeben wurde. Das macht im Prinzip das Gleiche, nur mit einem anderen Wirkstoff.
  • Mirtazapin – Eigentlich ein Antidepressivum für Menschen. Eine der Nebenwirkungen ist aber eine Appetitsteigerung, die bei Katzen besonders ausgeprägt ist. Alternativ kann man auch eine Salbe ins Ohr streichen mit der gleichen Wirkung. Die nennt sich Mirataz.

Maya in ihrem Schlafsack

Es gab sogar noch eine weitere Sache, die wir hätten tun können. Aber aufgrund der Schnelligkeit des Krankheitsverlaufs kam es dann nicht mehr in Frage. Und zwar kann der Tierarzt auch noch subkutane Pockets setzen. Dabei wird ein Flüssigkeitsdepot unter der Haut platziert, was dann über den Tag vom Körper absorbiert wird. Es ist wohl die gleiche Flüssigkeit, wie bei der direkten Infusion und hilft dem Wasserhaushalt. Würde man wohl 1-2 die Woche spritzen. Theoretisch lässt sich das wohl sogar lernen und Zuhause machen.

Eine Katze namens Tanja

Wir sind allerdings noch nicht fertig mit den Zusatzstoffen, die wir Maya gegeben haben bzw. eigentlich geben wollten. Das meiste kam schlicht zu spät (die 1. Lieferung erreichte uns einen Tag vor der Einschläferung) oder ist sogar zum Verfassungszeitpunkt noch nicht im Haus. Insofern ist die untenstehende Auflistung eher informativ. Ob das alles wirklich was bringt, konnten wir schließlich mit Maya nicht mehr testen. Lysanda hat aber sehr viel Zeit in die Recherche gesteckt – mit Google Gemini als Sparringspartner bzw. zusätzlicher Ideengeber. Dabei war ihre größte Ressource definitiv Tanjas umfassendes Handbuch über chronische Nierenerkrankung (CNE). Wie der Name schon sagt, ist es eine ältere aber immer noch informative Seite rund um das Thema.

Die Autorin, Helen Fitzsimons (der Link führt zur deutschen Übersetzung), hatte unter anderem eine Katze namens Tanja mit einer Nierenerkrankung. Und wie Lysanda hat sie damals angefangen zu recherchieren. Und ihr angesammeltes Wissen hat sie auf einer Webseite bzw. mittlerweile auch in einem 630-seitigen Buch verewigt – das derzeit nur gebraucht verfügbar ist, da sie keine Tantiemen mehr von Amazon erhalten hat. In der kurzen Zeit konnte Lysanda zwar nicht alles durcharbeiten, aber sie hat doch sehr viele nützliche Informationen zum Thema herausziehen können.

Kommen wir aber nun zur Liste:

  • B-Vit complex – Hatten wir uns ebenfalls für Balu ins Haus geholt, allerdings haben wir in der Zwischenzeit gelernt, dass es auch für alle anderen Katzen ganz gut ist. Für Maya haben wir jedoch die Dosierung erhöht, damit sie vor allem mehr Vitamin B12 bekommt.
  • Recovery Renal Tonicum – Sogenanntes Astronautenfutter für Katzen mit Niereninsuffizienz. Die Idee war Maya damit wieder aufzupäppeln und ihr Gewicht wieder nach oben zu bringen.
  • cdvet Singulares Ulmenrinde – Das soll ein pflanzlicher Magenschoner sein. Also ein Ersatz für Sucrabest. Achtung: Unbedingt die Variante mit amerikanischer Rotulmenrinde nehmen (Slippery Elm). Die europäische Version des Produkts ist gegen Durchfall und bildet KEINEN Schleim!
  • Dechra Porus One – Soll urämische Toxine (giftige Abbauprodukte bei der Eiweißverdauung) binden und damit die Niere entlasten. Wirkt wohl auch als Phosphatbinder. Es ist also im Minimum eine Ergänzung zu Pronefra.
  • Renes/equisetum Comp.globuli 20g und Lespedeza Sieboldii D 6 Globuli wurde uns empfohlen, um es abwechselnd zur SUC-Therapie zu geben. Angeblich, damit die Katze sich nicht an das SUC gewöhnt. Wie ich schon oben erwähnte: Keine Ahnung ob da was dran ist, aber es schadet nicht und wenn es nur die kleinste Chance besteht, dass es meiner Katze hilft? Warum nicht.
  • alfavet Hepatosan 700/1600* – Ein pflanzliches Mittel zur Unterstützung der Leber. Ja, die war wie erwähnt ebenfalls schon stark angeschlagen. Im Prinzip sind die Presslinge ein Mix aus Mariendistelsamen, Artischockenblätter und Curcuma. Also alles, was auch einer menschlichen Leber gut tut.
  • Samylin – Im Gegensatz zur Niere kann sich eine Leber tatsächlich wieder erholen. Und dabei soll Samylin helfen. Es enthält den Wirkstoff SAMe, was eine Gluthathion-Vorstufe ist sowie Silybin (kommt aus der Mariendistel) und Vitamin E und C (als Antioxidantien). Wichtig: Das gibt es sowohl als Tablette als auch Beutel mit kleinen Kügelchen. Das Problem an den Tabletten ist, dass man sie im Ganzen schlucken muss. Entsprechend hatten wir uns für die Beutel entschieden, um es einfacher in die Katze zu bringen.

Sieht nach ganz schön viel Kram aus. Aber mit einer Niereninsuffizienz ist halt echt nicht zu spaßen. Es ist eine der häufigsten Todesursachen vor allem bei älteren Katzen. Und der Anblick der Leber im Ultraschall war wie gesagt ebenfalls erschreckend. Insofern wollten wir Maya das komplette Programm bieten, um ihr noch ein paar Wochen, Monate oder gar Jahre angenehme Lebenszeit zu schenken. Dass daraus am Ende nichts wurde… nun, das meiste hält sich ein paar Monate/Jahre und Lyssi, Pichu und Jules sind ja auch schon zehn Jahre alt. Also vielleicht verbrauchen wir es irgendwann noch.

Epilog

Sie war trotz der Schmerzen bis zum letzten Moment ganz Katze.

Was bleibt zum Abschluss noch zu sagen? Nun, da wäre die Anekdote, dass ich ursprünglich schon letzte Woche über Mayas Zustand schreiben wollte. Da sich aber damals Balus Zustand immer weiter verschlechterte, nachdem ich jeweils einen Eintrag über ihn geschrieben hatte, wollte ich das bei Maya nicht auch heraufbeschwören. Aberglaube? Möglicherweise und genutzt hat es offensichtlich ebenfalls nichts…

Die zweite Sache ist sicherlich die Erkenntnis, dass wir von unseren Vierbeinern öfters ein Blutbild machen lassen könnten/sollten. Es wird wohl empfohlen ab dem Alter von acht Jahren jährlich eines zu machen. Dass man damit nicht alles finden wird – vor allem, wenn es wie bei Maya jetzt so rapide schlechter wird -, muss einem allerdings auch klar sein.

Und dann möchte Lysanda euch zum Abschluss noch eine Sache ans Herz legen: Seid euch im Klaren darüber, dass ihr euer Tier höchstwahrscheinlich überleben werdet. Es sind keine Kinder, wo das normalerweise nicht passiert. Entsprechend solltet ihr euch unbedingt Gedanken machen. Nicht nur darüber, was ihr im medizinischen Notfall alles braucht und wo ihr anrufen könnt/hinfahrt. Auch die Frage, was ist, wenn es tatsächlich auf das Ende zugeht, solltet ihr vorab mal durchdenken. Ab wann erlöst ihr euren Begleiter von seinen Leiden? Soll er daheim eingeschläfert werden oder doch lieber beim Tierarzt? Bei unserem Jules z.B. ist schon Blut abnehmen Zuhause purer Stress für ihn. Während er das in der Praxis mit wesentlich weniger Gezeter über sich ergehen lässt. Über sowas denkt man sicherlich nicht gerne nach, aber es nimmt sowohl euch als auch dem Tier viel Stress, wenn ihr bereits einige Antworten parat habt.

Insgesamt hat uns Maya in den zwei Wochen übrigens ca. 1.600 Euro gekostet.

PS: Nein, wir stocken jetzt nicht wieder auf sechs Katzen oder gar sieben auf. Das Universum möchte offensichtlich, dass wir bei fünf bleiben. Und das scheint ja eh schon wütend auf uns zu sein. Also fordern wir es besser nicht gleich wieder heraus :wink: .

Sicarius

Maya (August 2016 – 30.04.2026)

2026, was stimmt mit dir nicht?! Erst im Januar mussten wir Balu überraschend gehen lassen. Und heute Mittag folgte Maya ihm ins Jenseits. Nierenversagen und so schlechte Leberwerte, dass sie nicht einmal mehr messbar waren. Ich kann das echt so langsam alles nicht mehr. Deswegen erzähle ich euch erst am Montag die ganze Geschichte.

Heute möchten wir einfach nur Abschied von unserer kleinen weißen Dame nehmen. Nicht ganz zehn Jahre wurde sie alt. Acht davon durfte sie in der Casa Lysanda verbringen. Sie war 2018 die letzte der “alten Garde”, die ins Haus einzog. Balu war 2016 (mit Nica) der Erste. Von Beginn an chronisch krank (Katzenschnupfen), machte sie doch immer das Beste aus ihrem Leben bei uns. Sie lernte Leckerlis kennen und lieben, konnte stundenlang mit einem roten Punkt spielen, entschied sich dazu lieber eine Hauskatze zu sein als in den Garten zu gehen und ließ sich selbst vom heftigsten Niesanfall nicht davon abschrecken ihr tägliches Dasein zu genießen. Bis zum Ende hin war sie eine neugierige und quirlige kleine Katze (durchschnittlich 3kg), die zwar nicht offiziell die Chefin im Haus war, sich aber durchaus hin und wieder so aufführte – zum Leid von Balu.

Es war wunderschön, dass wir sie auf ihrer Reise ein großes Stück begleiten durften. Und wo auch immer sie jetzt ist: Ihre Erinnerungen verbleiben bei uns und werden niemals verblassen. Nur die Rotzflecken auf den Wänden kann ich jetzt vielleicht doch mal überstreichen…

Bis wir uns wiedersehen, liebste Maya.

Maya, das kleine große Energiebündel

Sicarius

Ein Survival-Musem

Noch mehr Spiele? Noch mehr Spiele! Keine faulen Ausreden, keine lange Einleitung – einfach nur zwei ungeschönte Erfahrungsberichte vom (absolut nicht) zertifizierten Pr0Gam0r eures Vertrauens (?).

Digseum (Herstellerbild)

Digseum (2024; PC) – Der dritte Incremental-Titel aus meinem letztjährigen Weihnachtseinkauf und definitiv der bislang beste. Ja, sogar besser als Nodebuster aus dem letzten Eintrag! Einfach, weil man hier noch aktiver mit dabei ist und mehr Entscheidungen trifft als nur das nächste Upgrade zu kaufen. Es war extrem schade, dass ich schon nach zwei Stunden (wieder schneller als Rondrer!) das Ende erreicht hatte.

Die Geschichte ist simpel: Ihr seid der neue Museumsdirektor und sollt das Museum zum größten und besten der Welt machen. Problem? Ihr habt noch gar keine Ausstellungsstücke. Aber wie hat uns schon Indiana Jones gelehrt? Man macht‘s am besten einfach selbst, auch wenn die eigentliche Arbeit deswegen liegen bleibt und eine ganze Generation an Schülern darunter leidet. Also schnappt ihr euch eure billige Spitzhacke aus dem Baumarkt und geht in einer Schlammgrube auf die Suche. Viel Kraft in den Armen und oder gar Ausdauer habt ihr noch nicht, aber irgendwie schafft ihr es was auszugraben. Mit den dürftigen Funden von dort (eine hohe Maske, ein goldenes Monokel und eine große Feder), lockt ihr die ersten Besucher an. Damit spült Geld in die Kassen, um Upgrades als auch weitere Grabungsorte freizuschalten. Aber was ist das? Ihr findet im Wald der Geheimnisse plötzlich einen Traumstein?! Was man wohl damit macht? Na Neustarten natürlich!

Zu viel Geld!

Ja, Digseum hat ebenfalls ein Prestige-System. Kommt nicht mehr genügend Geld rein und/oder ihr habt alle Traumsteine gesammelt, die ihr aktuell sammeln könnt, steht ein Reset an. Mit den Steinen kauft ihr euch dann ein paar permanente Upgrades, damit ihr beim nächsten Mal wieder ein bisschen weiterkommt. Das übliche Spielprinzip halt – aber hier trotz der minimalistischen Darstellung richtig gut umgesetzt. Das liegt vor allem daran, dass bis zum Ende die spaßigen Ausgrabungen ein aktiver Part bleiben, den ihr selbst übernehmen müsst. In anderen Titeln wäre das vermutlich zügig automatisiert worden. Ich bin aber auch immer gespannt darauf, was mich noch so an ungewöhnlichen Orten und Funden erwartet. Da vergeht die Spielzeit wie im Fluge.

Digseum (Herstellerbild)

…und hier liegt genau das Problem des Spiels. Auch wenn es im ersten Moment ein schönes Gefühl ist, wenn nach einigen Upgrades das Geld nur noch so sprudelt, wird dadurch das eigene Tun belanglos und der Spaß geht etwas verloren. Schon nach der ersten Stunde stellt man ernüchternd fest, dass sich mit der ganzen Kohle gar nicht so viel kaufen lässt. Und der Prestigebaum gibt ebenfalls erstaunlich wenig her. Selbst Traumsteine werden relativ zügig zur Massenware, wodurch das Freischalten im Baum belanglos wird. Da überlege ich nicht mehr lange, ob ich einen Neustart machen sollte. Ich mache es einfach ohne irgendwelche Konsequenzen. Insofern leidet das Spiel nicht darunter, dass alles zu langsam geht, sondern viel zu schnell. Die 1,88€, die ich im Sale dafür bezahlt habe, war es trotzdem uneingeschränkt wert. Klare Kaufempfehlung nicht nur von mir, sondern auch von Rondrer!

Aktives Spielen

Jetzt ist es aber erstmal genug mit den Incremental-Dingern. Lasst uns stattdessen mal wieder über etwas „richtiges” reden – in dem ihr ebenfalls viel rumklickt und wartet! Es ist sogar ein brandneues Spiel – also zumindest auf PC -, das ich sogar schon vor Release spielen konnte! Der Titel sah so interessant aus, dass ich nicht nur den für Co-Optimus kostenlos bereitgestellten Key sofort eingelöst, sondern sogar umgehend losspielen musste. Gibt’s echt nur noch selten bei mir. Aber nein, der Titel hat keinen Multiplayer. Es ist ein reines Soloabenteuer. Und zwar rede ich von:

Townsfolk (Herstellerbild)

TownsFolk (2025/2026; Android, iOS, PC) – Erforscht im Namen des Königs Runde für Runde ein unbekanntes Land und baut dort eine florierende Zivilisation auf. Klingt nach Sid Meier’s Colonization. Vielleicht hat mich der Titel deshalb so gereizt? Allerdings ist TownsFolk im Vergleich sowohl kompakter, als auch brutaler (was die Herausforderung angeht). So breitet sich eure einzige Siedlung nach und nach über die Spielwelt aus, stellt sich den Gefahren, die euch dort erwarten und widersteht (hoffentlich) teils heftige Zufallsevents wie Tornados, Trockenzeiten oder Säuchen all derweil ihr dem König in regelmäßigen Abständen Tribut zollt. Schafft ihr das nicht oder geht euch eine der fünf Ressourcen (Einwohner, Essen, Arbeitskraft, Glauben und Geld) für mehrere Runden aus, war‘s das.

Und ja, das Spiel nimmt absolut keine Rücksicht auf euch. Situationen, in denen ihr faktisch nicht mehr gewinnen könnt, gehören mit dazu. Das ist eine bewusste Entscheidung der Entwickler, die sicherlich nicht jedem gefällt. Musste ebenfalls schon die ein oder andere Mission (sogar im Tutorial!) erneut versuchen, weil ein Zufallsevent mir das Genick brach oder ich die falschen Bauentscheidungen getroffen hatte und mir anschließend die Ressourcen fehlten, um weiter zu machen. Sicherlich nicht jedermanns Sache. Zum Ausgleich dauert abseits des Endlosspiels ein Match auch nicht ansatzweise so lange wie in Sid Meier’s Civilization. In meinen bislang mehr als vier Stunden Spielzeit habe ich das acht-teilige Tutorial und (erfolglos) eine Kampagne gespielt (zu viele Missionen verloren) sowie kurz in die anderen Spielmodi (Conquest, Skirmish und Puzzle) reingeschaut. Peanuts im Vergleich zu einem Match in einem vollumfänglichen 4X-Spiel.

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Townsfolk (Herstellerbild)

Aber was heißt eigentlich „eine Siedlung ausbauen”? Nun, ihr startet mit einem Zelt in der Mitte von Nirgendwo. Die Welt um euch herum ist aufgeteilt in Hexagone mit denen ihr Interagieren könnt. Also am Anfang beispielsweise ein Haus bauen, das jede Runde zusätzliche Einwohner produziert. Allerdings wollen die auch was zu essen haben. Entsprechend braucht ihr auf einem anderen der Felder einen Bauernhof. Und dann sind alle Felder weiter weg in Dunkelheit gehüllt. Ihr müsst eure Umgebung also erst erforschen, um euch weiter ausbreiten zu können. Dazu benötigt ihr Arbeitskraft. Diese produziert in kleinen Mengen euer Hauptquartier, aber besser ist es einen Holzfäller in der Nähe eines Waldes aufzubauen. Wenn ihr das entsprechende Upgrade mit Tributpunkten freigeschaltet habt, könnt ihr im nahegelegenen Wasserfeld sogar ein Sägewerk bauen, was die Produktion des Holzfällers erhöht. Oder ihr fällt kurzerhand den Wald, um sofort ein paar Ressourcen zu erhalten und stattdessen etwas anderes auf dem Feld zu bauen. Das sind die schweren Entscheidungen, die man abwägen muss, um langfristig durchzuhalten.

Dutzende verschiedene Bauwerke stehen euch im späteren Spielverlauf zur Verfügung, die sowohl positiv als auch negativ miteinander und mit ihrer Umgebung interagieren können. Dabei gilt es immer die Balance zu halten zwischen „dass hier verbraucht Ressource A, produziert aber dafür Ressource B”, um nicht ins Minus zu rutschen. Und alles hängt freilich davon ab, was die Spielwelt überhaupt hergibt und welche Zivilisation ihr spielt. Während das Imperium beispielsweise Arbeitskraft zum Erkunden verbraucht, sind es beim Shogunate Einwohner. Aus insgesamt fünf Fraktionen könnt ihr wählen, um damit die Kampagne zu bestreiten oder euch im Conquest-Modus gegen einen (KI-gesteuerten) Spieler durchzusetzen. Und ja, die Unterschiede zwischen den einzelnen Parteien machen sich tatsächlich sofort bemerkbar und zwingen zum Umdenken, wie ich die eigene Expansion vornehmen muss.

In den Kampf!

Auf den einzelnen Feldern findet ihr aber nicht nur Ressourcen (inkl. wilden Tieren) und/oder Platz zum Bauen. Es gibt auch dort das ein oder andere zu finden. Ein fremdartiger Obelisk z.B., der euch ein kryptisches Rätsel aufgibt. Oder ein Dorf voller Ureinwohner. Interagiert ihr mit so einem Sechseck, werdet ihr wie bei den Zufallsereignissen vor die Wahl gestellt. So veranstalten die Ureinwohner ein Fest und laden euch ein. Nehmt ihr an? Lehnt ihr ab? Handelt mit ihnen? Alles hat positive wie negative Auswirkungen auf eure Ressourcensituation. Und nicht immer wird euch das vorab schon das Ergebnis mitgeteilt. So besteht die Multiple-Choice-Antwort beim Obelisk schlicht aus den möglichen Antworten auf das Rätsel. Je nachdem was ihr wählt, kann es Tributpunkte regnen oder es entsteht ein Tornado, der zerstörerisch durch eure Siedlung fegt. Das wisst ihr vorher nicht.

Townsfolk (Herstellerbild)

Und selbstverständlich seid ihr mitunter nicht allein in der jeweiligen Mission. Barbaren suchen das Land heim und fremde Imperien wollen sich ebenfalls ausbreiten. D.h. es kommt unweigerlich zum Kampf. Der läuft jedoch recht simpel ab. Entweder ihr werft direkt ein paar Dutzend Einwohner auf das Problem drauf oder ihr habt selbst kriegerische Einheiten in der Gegend. Dann wird rundenweise solange aufeinander eingeschlagen, bis eine Seite keine Leute mehr hat. Das ist so simpel gestaltet, wie es klingt. Gebäude wie Wachtürme, die euch aus der Ferne beschießen können, machen euch zwar mitunter das Leben schwer, die feindliche Basis zu erobern. Aber insgesamt sind die Schlachten ein relativ untergeordneter Aspekt des Spiels und von der Mechanik her nicht viel anders als die Interaktion mit den anderen Hexagonen.

Beim Christoph meint: Was ich bislang von TownsFolk gespielt habe, machte definitiv Laune. Das Spielprinzip ist im Kern relativ simpel und zugänglich. Es geht “eigentlich” nur darum erfolgreich seine Ressourcen zu managen. Also welche Gebäude brauche ich, damit alles in Balance bleibt und von allem genug da ist, um weiter zu machen. Doch die Möglichkeiten sich auszubreiten sind vielzählig. Und ich weiß nie, was mich beim nächsten Feld oder im nächsten Zug erwartet. Ein einziges Event kann euch völlig aus der Bahn werfen und schlimmstenfalls das Spiel beenden. Das ist aber für mich hier kein Problem. Ich fange gerne wieder von vorne an und versuche es noch einmal. Das ist der Vorteil der vergleichsweise kurzen Dauer eines Szenarios. Die charmante und zumindest etwas wuselige Pixelgrafik, die von einem angenehmen Soundtrack untermalt wird, trägt aber ebenfalls dazu bei.

PS: Vergleiche zu Dawnfolk sind absolut angebracht. TownsFolk setzt allerdings mehr auf kurze, intensive Matches vollgepackt mit schwierigen Entscheidungen. Dawnfolk ist da wesentlich relaxter und langwieriger. Außerdem gefällt mir ehrlich gesagt die Grafik von TownsFolk besser.

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