Der Bakterienzerstörer (hier in der Creme-Variante)

Wo wir auch hin fassen, überall sind sie: Bakterien. Egal ob auf der Küchenablage, auf Türklinken, in der S-Bahn oder dem Spülschwamm. Man kann ihnen nicht aus dem Weg gehen, höchstens drauftreten. Dabei sind doch Bakterien alle gefährlich. Sie machen einen schließlich krank. Also am besten alle töten. Und zwar sofort. Im Haushalt mit ätzenden Reinigern, im Körper packen viele Ärzte einfach das Breitband-Antibiotika aus. Blöd nur, dass nicht alle Bakterien böse sind. Vor allem die in und auf unserem Körper erfüllen in den meisten Fällen eine wichtige Funktion. Ohne sie können wir faktisch nicht leben. Wenn wir uns zum Beispiel den Darm anschauen, dann leben da Abermillionen von Bakterienkulturen drin. Hätten wir die nicht, wäre nicht nur unser Immunsystem völlig im Eimer, wir würden praktisch verhungern, weil niemand da ist um die Nahrung zu zersetzen und für uns nutzbar zu machen. Und je nachdem was wir essen, verändert sich auch der Bakterienzoo im Darm, da nicht alle Bakterien das Gleiche futtern.

Ein wichtiges Organ

Was der Darm mit dem Immunsystem zu tun hat? Nun, 80% der Immunzellen sind dort beheimatet. Der Grund ist ganz einfach: Aufgrund der großen Fläche (allein der Dünndarm hat 200m²) haben die bösen Sachen mehr Möglichkeit von dort in den Köper einzudringen. Um das zu verhindern, muss entsprechend eine große Abwehr dort unten aufgebaut sein. Fehlt diese, können die bösen Biester ungehindert durch die Darmschleimhaut durch und ihr zerstörerisches Spiel treiben. Auch bestimmte Bakterienkulturen arbeiten in diesem System positiv für euch mit. Fehlen diese, seid ihr wesentlich anfälliger für Krankheiten und Allergien. Gerüchten zufolge ist mit einer Darmaufbaukur schon der ein oder andere seine Allergien losgeworden.

Und damit sind wir wieder beim Thema Antibiotika. Macht der Arzt vorher kein Antibiogramm, werden rücksichtslos alle Bakterien im Körper getötet. Mit dem Antibiogramm wird festgestellt, welche Bakterien eigentlich das Problem sind und dann entsprechende Antibiotika verwendet, die nur dagegen sind. Die Folge sind nicht nur immer mehr resistente Keime, sondern auch eine völlig zerstörte Darmflora nach der Behandlung. Die Breitband-Antibiotika machen da nämlich keinen Unterschied zwischen guter Bakterie und schlechter. Zwar kann man die Darmbakterien wiederaufbauen aber hat euch ein Arzt das schon einmal erzählt? Mal abgesehen davon, dass nicht bei jedem Schnupfen gleich ein Antibiotikum notwendig ist. Mal abgesehen davon, dass ein Antibiotikum nicht gegen Viren hilft, denn nicht immer sind es Bakterien, die einen krank gemacht haben (z.B. der Grippevirus).

Selbst ist der Mensch

Eine Tüte gelber Schwefel

An dieser Stelle sollte erwähnt sein, dass nicht nur die richtigen Bakterien wichtig sind für eine gute Darmflora. Auch sollte der Darm vorher repariert werden (Stichwort Darmsanierung), damit sich die guten Bakterien dort wohlfühlen können. Dazu kann man unzählige teure Präparate kaufen oder beispielsweise (wie wir) die Schwefelkur nach Dr. Probst durchführen zu der es zahlreiche Videos auf Youtube gibt. Wir beschränken uns daher heute auf das danach. Eurem Darm geht es also grundsätzlich mal gut und er freut sich darauf neue Dinge kennenzulernen. Aber wie bekommt man da nun gutartige und nützliche Bakterien rein? Nun, man kann sicherlich von hinten an die Sache rangehen, aber einfacher ist es sie über den Weg der Nahrung aufzunehmen. Von Natur aus werden zusätzliche Bakterienstämme sowieso durch bspw. ungewaschenes Gemüse in euren Darm gelangt sein. Wäre dies nicht möglich, kämen auch keine schädlichen Bakterien in den Darm.

Neueste Studien gehen davon aus, dass der Blinddarm eine Art Speicher für die guten Bakterienkulturen (und damit auch Immunzellen) ist. Entsprechend können sie sich von dort aus ausbreiten und wenn im Darm alles tot ist die Darmflora wieder aufbauen. Wie sie dahin kommen, ist noch nicht bekannt. Vermutungen sind, dass ein Großteil bereits bei der Geburt von der Mutter übernommen wird. Studien haben z.B. erwiesen, dass Kinder bei einer Kaiserschnittgeburt nicht alle Bakterienstämme der Mutter erhalten, bei der normalen Geburt hingegen schon. Mittlerweile gibt es zum Glück Methoden, um das zu kompensieren (Stichwort „Seeding“). Außerdem können zusätzlich beim normalen Verdauungsvorgang dort Bakterien abzweigen und sich niederlassen. Wer sich also den Blinddarm entfernen lassen musste, hat mitunter bei Infektionen schwerere Krankheitsverläufe. Aber auch mit Blinddarm reicht dieser Speicher nicht unbedingt aus, weil notwendige Kulturen dort fehlen. Was nicht oben reinkommt, kann sich unten nicht ansiedeln.

Nahrungsergänzungsmittel

Eine Flasche EMs

Zum Glück gibt es – wie immer – auch dafür Lösungen im Laden zu kaufen. Nennt sich Präbiotika und Probiotika.

Probiotika enthalten die Bakterienkulturen, die ihr in eurem Darm ansiedeln wollt.

Präbiotika sind hingegen die Nahrung für die Bakterien. Klar: Ohne Nahrung, kein Überleben und schon gar nicht Fortpflanzung. Präbiotika sind logischerweise auch in unserem Essen enthalten in Form von unverbaubaren Kohlenhydrate (ja, nicht alle Kohlenhydrate sind schlecht). So findet ihr beispielsweise in Zwiebeln, Schwarzwurzeln oder Artischocken Inulin, was eure Bakterien ganz toll finden. Heutzutage essen wir aber lieber Zucker, der wiederrum den unerwünschten Bakterien als Nahrung dient. Gekaufte Präbiotika sind trotzdem nicht zu empfehlen, denn die notwendige Menge ist meist sehr hoch und damit auch die Belastung für den Geldbeutel. Hier macht es also durchaus mehr Sinn gezielt auch mal etwas Passendes in die Ernährung einzubauen und den Zucker zu reduzieren. Sprich diejenigen füttern, die man haben will und die anderen aushungern lassen.

Doch auch was Probiotika angeht, sind wir eher skeptisch. Schließlich gibt es wie oben erwähnt Abermillionen verschiedener Bakterienkulturen. Wirklich gute Präparate mit zahlreichen Stämmen kosten entsprechend viel Geld. Wir haben stattdessen die effektiven Mikroorgansimen (EM) für uns entdeckt – auch, weil sie wesentlich vielseitiger verwendbar sind als nur zum Darmaufbau. Ihr könnt damit euer Beet gießen, den Boden putzen, euren Kompost auf die Sprünge helfen oder sie Pichu ins Fell schmieren, damit seine Akne weggeht bzw. zur Fellpflege. Aber ich glaub‘ der letzte Anwendungsfall ist mehr auf unser Haus beschränkt, denn nicht jeder hat einen Pichu.

Einige wissenschaftliche Studien behaupten zwar, dass nicht die EMs für die positiven Ergebnisse zuständig sind, sondern der Nährstoffmix in dem sie schwimmen. Andere haben hingegen durchaus einen positiven Effekt festgestellt. Aber ganz ehrlich: Solange es was bringt, ist mir doch egal woran es liegt.

Was und woher

Ein ahnungsloser Pichu

EMs sind ein Verbund von Mikroorganismen (=Bakterien), die sich gegenseitig ernähren und brauchen. Sprich was der eine ausscheidet, frisst der andere und umgekehrt. Damit bleibt nichts übrig, was andere Bakterien als Nährboden verwenden können bzw. vertreiben diese sogar gemeinsam. Sauerteig besteht beispielsweise auch aus einem Mikroorganismenverbund. Dieser schimmelt so gut wie nie, weil die Mikroorganismen diesen aktiv bekämpfen. Und genau das machen auch die EMs. Zudem gleichen sie Ungleichgewichte bei den vorhandenen Mikroorganismen aus indem sie sie in ihren Verbund integrieren und die Bösewichte rauswerfen. Diese Arbeit verrichten sie unter anderem im Garten, in Gewässern und in eurem Darm.

Es gibt allerdings sehr viele verschiedene Einsatzmöglichkeiten und damit unterschiedliche Vorgaben für die Menge. Bei der Aufbewahrung ist zu beachten, dass es anaerobe Bakterien sind. Sie mögen keine Luft und vertragen weder Hitze noch Kälte. Deswegen empfehlen wir an dieser Stelle für genauere Informationen das Buch von Fr. Dr. Anne Katharina Zschoke EM kompakt zu lesen sowie die Webseiten EMIKO und TriaTerra zu besuchen. Gekauft haben wir unseren Vorrat bei TriaTerra und damit bislang den Garten gegossen, den Boden gewischt, es den Katzen ins Fell geschmiert und für den eigenen Darmaufbau genutzt.

Wer hingegen mehr über den Darm im Allgemeinen erfahren möchte, dem können wir das Buch Darm mit Charme von Giulia Enders ans Herz legen. Sie war auch Gewinnerin des Science Slam mit ihrem dazugehörigen Vortrag.

Sicarius

Ein Weltkriegswestern

Seit gut einer Woche ist die DSGVO verpflichtend und die ersten Abmahnungen auf Basis des Wettbewerbsrechts sind schon raus (bzw. waren sogar am 25. Mai schon im Briefkasten…). Dass das kein Politiker vorhergesehen hat, kann ich eigentlich nicht glauben. Aber was will man schon von Leuten erwarten, die nicht einmal „DSGVO“ schreiben können? Ja, am 25. Mai war auf Twitter tatsächlich „#DSVGO“ in den Top-10-Trends zu finden (#DSGVO hingegen nicht), weil einige aus der Regierung den Hashtag falsch geschrieben hatten. Wie sagen die heutigen Teenies angeblich? Ultra-Peinlich.

Naja, nun heißt es abwarten ob das nur ein paar Einzelgänger sind oder ob jetzt die große Abmahnwelle losgetreten wird. Ich hoffe, dass die Gerichte am Ende dem ganzen Scheiß relativ zügig den Riegel vorschieben werden. Wobei „zügig“ hier leider sehr lange dauern kann, da der Europäische Gerichtshof das letzte Wort sprechen muss (ist ja eine EU-Verordnung). Zwar können bereits die unteren Gerichte das jeweilige Verfahren dort hin verweisen aber es wird sich zeigen wie bereitwillig die das tun.

Übrigens habe ich mittlerweile herausgefunden, dass Beim Christoph technisch gesehen überhaupt keine Cookies mehr setzt. Ausnahme ist natürlich, wenn sich die Autoren einloggen und die wissen hoffentlich auf was sie sich einlassen. Den Cookie-Hinweis lasse ich aber aktuell trotzdem stehen, weil ich noch nicht ganz nachvollziehen konnte, ob WordPress den „WordPress Test Cookie“ nur beim Besuch der Login-Seite setzt oder bei jedem Anwender. Der Cookie ist nur dazu da, um zu prüfen, ob ihr Cookies zulasst oder nicht (warum auch immer man das Testen muss…).

Themawechsel

Nun aber genug von der dämlichen DSGVO. Kommen wir lieber mal zu schöneren Themen. Und was gibt es Schöneres als Videospiele?! Bitte? Ziemlich viel? Mmmh… egal. Ich beschäftige mich aktuell immer noch damit meine Taskleiste etwas zu entrümpeln sprich Titel zu zocken, die schon Jahre auf meiner Festplatte schlummern und sich in diversen Stadien des Durchspielens befinden. Kommt ja nur noch sehr, sehr selten vor, dass ein Spiel nicht Teil irgendeines Shopsystems ist. Entsprechend wandert so gut wie nichts Neues da unten hin (zu Letzt GTA V).

Derzeit beschäftige ich mich wieder mit Risen 3: Titan Lords. Da habe ich auch noch einiges vor mir (erst 12 Stunden Ingame hinter mir) aber nachdem es Lysanda auf den Sack ging, dass mein Begleiter Bones bei fast jedem Kampf „Aus deiner Haut mache ich eine Mütze“ sagte, hatte ich es irgendwann mal beiseitegelegt :smile: . Durchgespielt habe ich hingegen endlich mal diese zwei Titel:

Cover

Call of Duty: World at War (2008; PC, PS3, X360, Wii) – Das 2. Werk von Treyarch hatte einen schweren Stand, schließlich erschien es ein Jahr nach dem extrem erfolgreichen Call of Duty 4: Modern Warfare und kehrte zurück in den zweiten Weltkrieg (von dem alle zu dem Zeitpunkt genug hatten). Was es von den Vorgängern abhob war das düstere Setting (sowohl was die Helligkeit anging als auch Darstellung der Brutalität des Krieges) und, dass es euch zur Hälfte als Amerikaner in den Pazifik schickt und gegen Japaner kämpfen lässt. Sprich viel Dschungel und viele Kamikazeangriffe (ein wenig zu viele…). Die andere Hälfte schlüpft ihr in die Rolle eines Russen mit verdammt viel Glück (wie oft er im Laufe der Kampagne eigentlich tot sein müsste…), der Teil des Ansturms auf Berlin ist und am Ende sogar die Flagge auf dem Reichstag hissen darf.

Call of Duty: World at War (Herstellerbild)

Spielerisch ist es ein 08/15-Call of Duty mit dem großen Hauptproblem aus der Anfangszeit: Unendlich oft respawnende Gegner, die gerne Granaten werfen. Wie sehr ich doch froh bin, dass dieser Scheißdreck mittlerweile nicht mehr Teil der Serie ist. „Einfach zum nächsten Trigger rennen in der Hoffnung, dass man nicht getroffen wird“ ist die Devise. Immerhin ist man so gut wie nie alleine unterwegs und die Kameraden haben sogar die Erlaubnis Feinde zu töten. Ist ja leider auch nicht selbstverständlich (noch so eine Designsünde…). Also von einer actionreichen Szene zur nächsten hetzen, zwischendurch ein paar Vehikelpassagen absolvieren und dabei ein paar mehr oder weniger reale Scharmützel aus dem 2. Weltkrieg nachspielen.

Beim Christoph meint: Von mir gibt es solide 3 von 5 Sics. Es ist einfach ein Call of Duty. Zwar ein Call of Duty von der nervigeren Seite aber abgesehen davon ein solider Shooter mit ausreichend Abwechslung, solider Story und übersichtlicher Spielzeit. Nichts, was einem heute mehr hinter dem Ofen hervorlockt und schon gar nichts, was man selbst als Call of Duty-Fan unbedingt erlebt haben muss. Aber für ein paar Stunden hat mich die Kampagne solide unterhalten. Nur Kiefer Sutherlands Stimme fand ich auf Seiten der Amerikaner irgendwie stark deplatziert (er vertont einen Sergeant in eurem Squad). Als wäre sie nicht richtig in die Szenen integriert worden, sondern einfach die Studioaufnahme abgespielt worden.

Cover

Call of Juarez: Bound in Blood (2009; PC, PS3, X360) – Der Vorgänger war ein super Western, der etwas unter den erzwungenen Schleichmissionen mit Billie litt. Zum Glück hatte Techland beim zweiten Teil…nicht dazugelernt. Aber fangen wir von vorne an: Das Spiel ist ein Prequel und erzählt die Geschichte wie Ray (den grimmigen Helden aus Teil 1) zum Priester wurde. Das wird in Call of Juarez nämlich immer nur angedeutet. Am Anfang der meisten Missionen dürfte ihr wählen ob ihr Ray oder seinen Bruder Thomas spielen dürft. Während Ray eher der Hau drauf ist, der lieber seine Pistolen sprechen lässt, ist Thomas der neue Billie. Ja, theoretisch trägt er auch Waffen aber damit haucht er gefühlt seine Gegner nur an. Außerdem hat er ein Lasso mit dem er sich an gewissen Stellen hochziehen kann – wie toll… Ja, ich bin kein Fan von Thomas.

Auf die Geschichte hat eure Charakterwahl keinerlei Auswirkungen. Ihr habt nur hin und wieder eine andere Perspektive. Zum Beispiel muss Ray KI-Thomas verteidigen während dieser auf einen erhöhten Aussichtspunkt klettert. Umgekehrt klettert ihr als Thomas hoch während KI-Ray euch schützt. Am Ende kommt ihr aber doch wieder gemeinsam am gleichen Punkt raus. In den wirklich entscheidenden Situationen müsst ihr hingegen einer Zwischensequenz zuschauen und dürft gar nicht selbst eingreifen. Und ja, das Spiel hat tatsächlich kein Coop-Feature. Irgendwie eine verpasste Chance.

Call of Juarez: Bound in Blood (Herstellerbild)

Ansonsten hat sich spielerisch nichts geändert. Ray kann weiterhin mit zwei Pistolen rumrennen und ihr diese mit zwei unterschiedlichen Maustasten ansteuern (was sich immer noch auch sehr gut anfühlt) und hat einen Fokusmodus (Zeit wird verlangsamt und ihr könnt in Ruhe zielen), am Ende fast jeder Mission erwartet euch ein netter Showdown (ein Duell gegen den Bossgegner) in dem schnelle Reaktion erforderlich ist und die Levels sind größtenteils hübsch und abwechslungsreich aber linear gestaltet. Was vor allem daran liegt, dass relativ schnell „Lass deinen Bruder nicht alleine“ auf dem Bildschirm erscheint, wenn ihr euch zu weit vom ausgetretenen Pfad entfernt. Echt blöd. Nur in zwei Situationen erwartet euch wirklich so etwas wie eine offene Welt, die aber zum einen völlig optional ist und zum anderen nur zum etwas Geld verdienen da ist. Im Laufe des Spiels könnt ihr nämlich bei Händlern bessere Waffen (in drei Stufen) und Munition kaufen. Wobei die Gegner ausreichend Munition fallen lassen – insofern habe ich letzteres eigentlich nie machen müssen.

Beim Christoph meint: Von mir gibt es grad so noch 4 von 5 Sics. Es sind nur ein paar Missionen, in denen euch das Spiel zwingt Thomas zu spielen aber die sind (wie damals die Billie-Missionen) einfach nur nervig. Abgesehen davon (und einem Windows-10-Fehler der dazu führt, dass die Introvideos schwarz-weiß und um 180° gedreht dargestellt werden) ist der Titel auch heute noch ein empfehlenswerter Western-Shooter. Vor allem Ray hat es mir wie schon in Teil 1 einfach angetan, obwohl er hier noch keine coolen Bibelzitate loslässt und technisch gesehen ein totales Arschloch ist. Aber seine raue Stimme und vor allem wie er sich spielt (alles Abballern was auf drei nicht auf den Bäumen ist) ist einfach super. Wenn ihr also bislang nur das hervorragende Call of Juarez: Gunslinger gespielt und Lust auf mehr habt, dann macht ihr nichts mit dem Kauf von Teil 1 und Teil 2 falsch. Aber dann tatsächlich erst Teil 1 spielen. Chronologisch kommt zwar Teil 2 zuerst aber aus meiner Sicht funktioniert der nicht ganz so gut, wenn man nicht die Geschichte des Vorgängers erlebt hat.

PS: Am 15. Juni 2018 erscheint die erste Badesalz-CD mit Sketches seit 14 Jahren! Ich hoffe inständig, dass sie was taugt und werde entsprechend berichten.

Wolfenstein II: The New Colossus (Herstellerbild)

Vor vier Jahren ist Wolfenstein: The New Order erschienen was für mich ein Grund war mal wieder über das Thema Ländersperren zu referieren. Ende letztens Jahres ist mit Wolfenstein II: The New Colossus nun der sehnlich erwartete Nachfolger auf den Markt gekommen – ihr wisst worauf ich hinaus möchte? Genau: Heute geht es um den aktuellen Stand beim Thema Geoblocking.

Der aktuelle Stand

Wer gedacht hat, dass dank der sogenannten Portabilitätsverordnung nun das Geoblocking auf Steam ein Ende hat, der hat sich leider getäuscht. Valve scheint auf dem Standpunkt zu stehen, dass die seit 1. April 2018 EU-weite Verpflichtung gegen das Geoblocking nicht für ihren Shop gilt und erlaubt es den Publishern weiterhin selbst EU-Versionen für einzelne EU-Länder zu blockieren (meistens Deutschland). Der einzige Lichtblick ist, dass sich meine dunkle Vision von 2014 noch nicht bewahrheitet hat. So scheint zumindest auf Steam das Thema weiterhin nur für Titel mit gewissen Symbolen (neben Wolfenstein II: The New Colossus z.B. Call of Duty: WWII) sowie Ostblock-Importe (die aber sowieso nicht alle zur EU gehören) zu gelten.

SteamDB-Eintrag

An der eigentlichen Blockade hat sich dabei nicht viel geändert: Im Shop kann man als Deutscher nur die deutsche Version kaufen und selbst wenn man eine Retailbox z.B. in Österreich kauft, lässt sich der darin enthaltene Key nicht aktivieren. Auch die Installation und der Start der betroffenen Spiele ist selbst nach der Aktivierung dank des Flags „prohibitrunincountries“ erst einmal nicht möglich. Ganz neu ist allerdings, dass selbst der Download nun ausgeschlossen wird. Während Bethesda damals mit „preloadonly“ zwar den Start aber wie der Name schon sagt nicht den Download des Spiels verhindert hat, wurde in der Zwischenzeit der „prohibit“-Flag anscheinend um zusätzliche Funktionen erweitert – darunter das Downloadverbot.

Die Neuerungen

Aus Sicht des Publishers also erst einmal nicht viel Neues. Warum also ein eigener Eintrag? Nun, weil auch Steam schlauer geworden ist, denn das mit der VPN ist nicht mehr so einfach (und verstößt weiterhin gegen die Terms of Service von Steam womit man riskiert den kompletten Steam-Account zu verlieren). Die Aktivierung geht zwar weiterhin mit den üblichen Mitteln beim Installieren und Spielen sind jedoch zusätzliche Prüfungen auf euer aktuelles Territorium eingebaut:

Ihr kennt ja sicher die Zwei-Faktor-Authentifizierung namens Steam Guard. Die ist super und sinnvoll aber natürlich fragt Steam nach dem Starten mit einer VPN nach diesem Code. Also startet ihr die App auf dem Handy, die sich logischerweise genauso in Steam einloggt. Funktioniert tadellos – allerdings behauptet Steam anschließend immer noch, ihr wärt nicht im richtigen Land. Warum? Ganz einfach: Weil ihr euch auf dem Handy sicherlich mit einer deutschen IP eingeloggt habt. Und wie es sich für ein intelligentes Programm gehört, merkt Steam das.

Gut, denkt man sich, dann eben Desktop per VPN, Handy per VPN jeweils mit amerikanischer IP (meist die einzige kostenlose Variante bei den Bezahl-VPNs) – ja ne, dat jet au ned. Aus zwei Gründen: Zum einen merkt sich Steam, dass ihr innerhalb der letzten 24 Stunden schon einmal mit einer deutschen IP euch eingeloggt habt. Kommt ihr also in der Zeit mit einer anderen an, dann wird das erneut einfach ignoriert. Und selbst wenn es der erste Steam-Start des Tages ist, klappt es mit einer amerikanischen IP trotzdem nicht. Da sind wir nämlich wieder beim Thema „regionalisierte Keys“. Sprich mit einer Nicht-EU-IP verweigert Steam mittlerweile auch jedwede Mitarbeit.

Das Bekloppte

Call of Duty: WWII (Herstellerbild)

Bleibt also doch nur noch der Kauf von deutschen Versionen solange sich die Gesetzeslage nicht ändert? Nein, komischerweise nicht. Ich hatte nicht umsonst „erst einmal“ geschrieben. Ich habe zwar noch nicht verstanden, warum es passiert – die Einträge in der SteamDB verändern sich nämlich nicht – aber 90 Tage nach der Aktivierung (die wie oben erwähnt derzeit noch mit einfacher VPN funktioniert) entfallen die Restriktionen. Wenn ihr also den Titel am 1.1.18 aktiviert, könnt ihr ihn ab 1.4.18 ganz normal mit deutscher IP-Adresse installieren und spielen. Das war tatsächlich schon vor vier Jahren so. Ich hatte damals in den Kommentaren verwundert geschrieben, dass es plötzlich funktioniert und hielt es für eine Fehlfunktion. Aber nein, das ist ein „geheimes“ Steamfeature. Total komisch aber man will sich ja nicht beschweren.

Stattdessen kann sich lieber weiterhin über die allgemeine Situation aufregen, die überhaupt erst zu dieser bescheuerten Situation führt: Das Thema mit den Hakenkreuzen in Videospielen. Während in allen anderen Unterhaltungsmedien explizit unterschieden wird, ob es unter die Kunstfreiheit fällt oder nicht, wird bei Videospielen weiterhin aus Sicht der Publisher die Zensur-Schraube angezogen. Dabei wäre das vermutlich gar nicht mehr nötig, wie jetzt der Verband für Deutschlands Video- und Computerspieler erstmals von der Staatsanwaltschaft bestätigt bekommen hat.

Ein veraltetes Urteil

Kann man sogar zu 2. spielen!

Ihr könnt (und solltet) die ganze Geschichte direkt beim Verband lesen. Aber die Kurzfassung: Zur Bundestagswahl wurde von den öffentlich-rechtlichen ein Browserspiel namens Bundes Fighter II Turbo veröffentlicht – wie der Name schon sagt eine Street Fighter II-Parodie. Darin kam logischerweise auch ein AfD-Politiker vor. Der Krux an der Sache: Bei seiner Spezialattacke formt er ein Hakenkreuz. Also hat der VDVC den Titel als Anlass genommen Anzeige zu erstatten. Das Ergebnis: Die Anzeige wurde vom Staatsanwalt abgelehnt und in einer Stellungnahme grob gesagt darauf hingewiesen, dass das berühmt berüchtigte Wolfenstein 3D-Urteil von 1998 keine Relevanz mehr hat. Die Zeiten haben sich geändert (USK ist verpflichtend und Spiele werden als Kunst angesehen) und entsprechend sieht die Staatsanwaltschaft kein grundsätzliches Verbot von Hakenkreuzen in Videospielen mehr. Ausnahme sind gestern wie heute Werke, die den Nationalsozialismus verherrlichen. Dazu gehört Wolfenstein II: The New Colossus logischerweise absolut nicht.

Das ist eine durchaus erfreuliche Nachricht aber leider nur der erste Schritt dahin, dass die Publisher damit aufhören in vorausseilendem Gehorsam eine zensierte deutsche Version zu schaffen. Um echte Rechtssicherheit zu schaffen (und das braucht es bei einem AAA-Titel), müsste jemand einen relevanten (unzensierten) Titel bei der USK zur Freigabe einreichen und dann ggf. durch die Instanzen gehen, wenn die Freigabe verweigert wird. Das ginge sogar mit einem bereits erschienen Werk – man müsste also keine Umsatzeinbußen fürchten. Einzig und allein einige Verbände und Medien würden vermutlich die Steilvorlagen annehmen und hetzen von wegen „Nazi-Publisher“ oder sowas, weil sie keine Ahnung haben und sowas gerne machen. Aber ich vermute dieser Sturm würde relativ zügig vorüberziehen (und die Verkaufszahlen nur nach oben treiben statt zu senken). Gleichzeitig könnten sie sich in Zukunft eben die angepassten Versionen für den deutschen Markt sparen. Kann mir nicht vorstellen, dass die so billig sind.

Insofern stehen die Chancen aktuell so gut wie nie, dass es bei diesem Thema endlich mal echte Fortschritten geben wird in den nächsten Jahren. Vielleicht kann Wolfenstein III dann endlich auch in Deutschland Herrn Hitler mit Bart zeigen :smile: .

Bauch alt und neu – Wehe ihr erkennt keinen Unterschied!

Die acht Wochen sind rum und die „Transformation Challenge“ unseres Fitnessstudios ist abgeschlossen. Nein, wir wissen leider noch nicht ob wir gewonnen haben (unser Trainer räumt uns aber sehr gute Chancen ein). Das steht wohl erst in 1-2 Wochen fest. Technisch gesehen haben wir außerdem noch ein EMS-Training offen weil Lyssis Unfall unseren Zeitplan durcheinander gebracht hat. Aber wir hatten am Donnerstag dennoch unsere Abschlussmessung. Das Ergebnis bei mir? 9kg weniger auf der Waage seit dem 16.03.2018! Quasi ein Kilo pro Woche – das kann sich doch sehen lassen, oder etwa nicht?

Genauer gesagt sind 6,7kg reines Fett verschwunden sowie 1,5kg Muskeln auf der Strecke geblieben (bin aber noch im Normalbereich bei der Gesamtmuskelmasse) – dabei hatte ich den ersten zwei Wochen sogar 1,1kg Muskelmasse aufgebaut! Letzteres ist natürlich schade aber lässt sich einfach nicht vermeiden. Man kann nur entweder abnehmen und dabei versuchen so viele Muskeln zu erhalten wie möglich oder eben Muskeln aufbauen. Und da meine Wampe trotz der Challenge immer noch sehr deutlich zu sehen ist, liegt aktuell die Priorität einfach auf dem „Abnehmen“ :smile: . Zumal ich mit dem aktuellen Ergebnis weiterhin hinter dem Stand vor rund einem Jahr bin (ich habe echt verdammt viele Süßigkeiten gefressen über den Winter…). Damals hatte ich zwar 90,6kg auf der Waage aber davon waren 41kg Muskeln und nur 18,5kg Fett. Aktuell bin ich bei 37,4kg Muskeln und 22,6kg Fett – nur das Taille/Hüft-Verhältnis ist wesentlich besser.

Mein Zielgewicht? Laut der InBody-Analysemaschine sollten es aktuell 77,8kg werden. Aber mir reicht es schon, wenn ich bei gleichbleibender Muskelmasse die 80kg schaffe (mein BMI-Idealgewicht liegt zwischen 69 und 88) und dann mit mehr Muskeln so auf 85kg hochgehe. Das wäre für mich vollkommen okay. Logischerweise schaffe ich das nicht, wenn ich jetzt einfach wieder ganz normal weiter esse. Deswegen werden wir (Lysanda ist auch noch 5kg von ihrem Wunschgewicht entfernt) zumindest unser Essensprogramm aktuell wie gehabt weiterfahren und im Fitnessstudio wieder auf normales Muskeltraining übergehen.

Die Hilfsmittel

Stellt sich natürlich für den einen oder anderen, die Frage wie wir das geschafft haben so viel abzunehmen (bei Lysanda waren es rund 4kg Fett). Nun, zum einen natürlich mit dem EMS-Training, was ich euch damals schon vorgestellt hatte. Nach 18 Sitzungen mit je 20 Minuten kann ich als Fazit nur sagen: Extrem Anstrengend aber prinzipiell genial und vor allem Zeitsparend. Nach den 20 Minuten war ich richtig fix und alle, hatte teilweise noch tagelang Muskelkater davon und habe trotzdem ein effektives Ganzkörpertraining gemacht.

Mit ein paar Problemen hatten wir allerdings zu kämpfen. Angefangen hat es mit den Anzügen, die recht schnell zu groß für uns wurden (vor allem im Brust- und Bauchbereich). Die nächstkleinere Version passte aber noch nicht. Ist der Anzug jedoch zu groß, verliert er bei bestimmten Bewegungen gerne mal mehr oder weniger stark den Kontakt mit der Haut. Das Ergebnis ist ein sehr unangenehmer Stromschlag. Etwas geholfen hat es uns mit Bändern zu versehen. Perfekt war die Lösung aber nicht.

Sicarius beim EMS-Training

Als dann langsam aber sich die Leistung (bei mir so ab 35%) hochgedreht wurde, kamen dann Krämpfe dazu. Vor allem im (linken) Bauch- und Armbereich hatte ich stark zu kämpfen. Ist echt nicht lustig, wenn der linke Ellbogen versucht sich zu überstrecken oder eben es einem im Bauch drückt als hätte einer reingeschlagen. Zum Glück lassen sich die Elektroden beim Easy Motion Skin-System bis zu einem gewissen Grad separat ansteuern. Sprich es lässt sich zwar nicht die Leistung für den linken Arm reduzieren aber für beide Arme zusammen während trotzdem auf den Beinen mehr Power ist. So kann man die Problemzonen herunterregeln und die Körperteile, die es aushalten, weiter großzügig stimulieren.

EMS-Fazit

Trotz der Stromschläge und Krämpfe können Lysanda und ich EMS aber wirklich nur empfehlen. Einfacher und schneller kriegt man schlicht und einfach kein Ganzkörpertraining hin. Wir würden es entsprechend auch gerne weiter einmal die Woche machen. Blöd nur, dass es zumindest bei uns im Studio mit 40 Euro pro Person und Sitzung extrem teuer ist. Allerdings wurde schon angekündigt, dass sie ein neues System kriegen bei dem der Trainer zwei Personen gleichzeitig trainieren kann (aktuell waren wir hintereinander dran). Damit müsste man zu zweit quasi nur noch die Hälfte bezahlen. Außerdem werden sie wohl den Challenge-Teilnehmern ein etwas günstigeres Angebot machen. Mal schauen.

Gleichzeitig haben wir angefangen uns selbst über EMS-Systeme zu informieren. Die Dinger aus dem Verkaufsfernsehen taugen zwar absolut nichts. Aber selbst für den Privatmenschen gibt es durchaus bezahlbare Systeme (z.B. einen Ganzkörperanzug für 1.500 Euro). Gut, das ist auf den ersten Blick trotzdem verdammt teuer (könnte ich schließlich einen neuen PC mit kaufen). Aber wenn man stattdessen jede Woche 40 Euro ans Fitnessstudio bezahlt, hat man den Kaufpreis schon in einem Jahr wieder raus.

Das Essen

Das EMS-Training ist aber freilich keine Wunderwaffe. Wenn ihr vor und nach dem Training eine Tüte Chips reinhaut, dann bringt es überhaupt nichts. Abnehmen geht schließlich immer nur mit einem Kaloriendefizit und angepasster Ernährung. Und nein, es bringt absolut nichts einfach nur eine Diät zu machen. Wir reden schon von einer echten Umstellung. Ansonsten kommt das Gewicht schneller wieder als man es verloren hat (so wie bei mir). Gleichzeitig bedeutet das aber nicht, dass man für immer und ewig auf alles Schöne verzichten soll. Am Ende des Tages (bzw. der Woche) geht es um das Gesamtbild und vor allem darum zu erkennen wie man am besten sein Gewicht hält.

Konjak-Nudeln in der Spaghetti-Variante

Für die acht Wochen haben wir uns dennoch durchaus ein härteres Sparprogramm verordnet: Mein Grundumsatz liegt bei um die 1.800kcal und um Abzunehmen, muss man darunter liegen. Also habe ich versucht nur 1.000kcal zu Essen. Natürlich könnte man theoretisch auch fasten. Aber das führt selten zum Ziel (Stichwort „Hungerstoffwechsel“), macht nur Hunger und bringt am Ende doch wieder die Kilos zurück. Stattdessen muss man die goldene Mitte finden. Gleichzeitig haben wir vollständig auf klassische Kohlenhydrate verzichtet. Zugegeben: Ich habe hier und da doch mal zu einem Stück Schokolade gegriffen – gebe ich offen zu – aber trotzdem war (und ist) meine Süßigkeitenmenge extrem reduziert. Wenn man mal über die Anfangshürde drüber ist (quasi durch den Kohlenhydratentzug), ist das auch wunderbar zu verkraften. Unser Körper ist ein echtes Anpassungswunder.

Kein Hunger

Was habe ich also so an einem Tag gegessen? Nun, das Frühstück lasse ich schon etwas länger aus. Zum Mittagessen gibt es dann ca. 150g mageres Fleisch (Pute oder Hähnchen) mit 200g gemischtem Gemüse (Blumenkohl, Brokkoli und Brechbohnen). Abends dann wieder maximal 200g mageres Fleisch und entweder wieder Gemüse oder – was wir ganz neu entdeckt haben – Konjaknudeln (auch als Shirataki bekannt). Wer hat’s erfunden? Wie immer die Japaner. Das sind Nudeln, die haben quasi gar nichts. 200g enthalten 12kcal aus Ballaststoffen. Keinerlei Kohlenhydrate, Fett oder sonst irgendwas. Schmecken natürlich entsprechend grundsätzlich erstmal nach nicht viel. Aber als Beilage (ich bin ja sowieso der Pastafan) oder mit einer schicken Hackfleischsoße absolut praktisch (aber nicht ganz billig). Und das wars. Ich hatte keinen Hunger und war mit diesem Essen trotzdem immer gut an oder sogar unter meinen 1.000kcal am Tag.

Bis wir bei unserem Zielgewicht angekommen sind, werden wir das im Großen und Ganzen so beibehalten. Zwar packe ich jetzt auch mal ein Schweinesteak mit rein aber trotzdem weiterhin hauptsächlich Low Carb, möglichst um die 1.000kcal und maximal einmal in der Woche eine Art „Cheatday“ (Essen was man will). Letzteres ist nicht nur gut für die Psyche, sondern hilft dabei den Stoffwechsel „zu verarschen“, damit er nicht anfängt runterzudrehen.

Und damit war es das für diese Woche. Bis nächsten Montag – dann hoffentlich mit 87kg auf der Waage? :smile:

Bevor wir uns mit anderen Sachen beschäftigen, noch ein wenig „Housekeeping“ vorweg: Zum einen habe ich mich nach reiflicher Überlegung dazu entschieden Google Analytics doch schon jetzt von der Seite zu verbannen. Ich hatte mir den Auftragsverarbeitungsvertrag mit Google durchgelesen, den ich hätte unterzeichnen sollen und ehrlich gesagt war mir das definitiv zu doof für alles und jeden Grade stehen zu müssen. Da ich faktisch die Informationen sowieso nur für den Jahressrückblick und meine persönliche Neugier verwendet habe hält sich der Verlust in Grenzen (der Jahresrückblick wird halt nun kürzer :wink: ). Dafür werden beim Aufruf der Seite nun gar keine Cookies mehr angelegt (der Hinweis bleibt aber sicherheitshalber erst einmal da) und die Third-Party-Requests beschränken sich auf Twitter wegen der Anzeige meiner Tweets. Damit ist auch der Seitenaufruf wieder um ein paar Millisekunden schneller geworden. Ganz ohne Zugriffsstatistiken bin ich dadurch übrigens nicht, denn der Server loggt zumindest diese Information in absoluter Reinform (keine Zusatzinfos jedweder Art) mit.

Krankheitsstatus

Lyssi umgeben von ihren Gefägniswärtern

Zum anderen wollt ihr sicherlich wissen, wie es Lyssi nach ihrem Klinikaufenthalt geht. Nun, sie ist seit Dienstagabend wieder bei uns. Sie musste eine Nacht länger bleiben (was die Kosten auf zwischen 1.100 und 1.300 Euro [Rechnung haben wir noch nicht] erhöht hat) für weitere Diagnosen aber am Ende haben sie quasi nichts gefunden, was in irgendeiner Art und Weise einer weiteren Behandlung bedurfte. Stattdessen muss sich die Katze nun selbst zu Ende heilen.

Sie hat dann noch drei Tage lang jeweils fünfmal ein wenig Katzen-Morphium von uns bekommen und muss noch mindestens eine weitere Woche Schmerzmittel einmal am Tag nehmen. Was aber schlimmer ist: Sie muss mindestens zwei Wochen (eher drei) ohne Freigang auskommen und darf weder spielen noch toben. Sprich wir waren am Dienstagabend mal kurz einkaufen, haben uns ein riesiges Hundezelt gekauft (siehe Bild) und da wohnt sie nun für die nächste Zeit drin. Passt ihr logischerweise so überhaupt nicht. Also wirklich überhaupt nicht. Es hilft aber nichts: Bei den wenigen Versuchen, die sie jetzt schon unternommen hat irgendwo hochzuspringen, ist sie schmerzlich gescheitert. Entsprechend muss sie da jetzt einfach durch. Genauso wie durch das Ziehen ihres kaputten Zahns, was dann Anfang Juni ansteht. Der Rest ist nämlich offen, weshalb Bakterien ins Zahnfleisch eindringen können und das ist nicht gut. Deshalb muss er komplett raus.

Das Hauptmenü

Kommen wir nun zu dem, über was ich eigentlich schon letzte Woche reden wollte: Uralte Spiele, die (zu Recht?) keine Sau mehr interessieren:

Cover

Conflict: Denied Ops (2008; PC, X360, PS3) – Der fünfte und bislang letzte Teil der durchgehend mittelmäßigen Conflict-Reihe von Pivotal Games (wurden ein halbes Jahr nach Release geschlossen). Die ursprünglichen Titel waren 3rd-Person-Taktikshooter in denen ihr ein Squad aus vier Mann befehligt habt bzw. im Mehrspielermodus dann jeder die Hälfte. Der fünfte Ableger hingegen beschränkt sich auf zwei Personen und die Ego-Shooter-Perspektive und war ursprünglich gar nicht als Teil der Conflict-Reihe geplant. Der Grundansatz ist aber gleich: Ihr sollt als Eliteteam 10 Spezialeinsätze überall auf der Welt durchführen und den Bösewicht fangen. Dazu könnt ihr im Solomodus entweder per Knopfdruck zwischen den Protagonisten Graves (Scharfschütze) und Lang (schweres Geschütz) wechseln bzw. im Coop-Modus übernimmt euer Freund jeweils den anderen. Wenn ihr nicht wechseln wollt, könnt ihr per Knopfdruck auf simple Befehle erteilen, welche mehr oder weniger gut befolgt werden.

Conflict: Denied Ops (Herstellerbild)

Wie es das Klischee so will, mögen sich Graves und Lang nicht so wirklich was zu – aus Entwicklersicht – amüsanten Dialogen während den Missionen führt. Die Realität sieht hingegen genauso trist und langweilig aus wie die Grafik und das Leveldesign an sich. Zwar mag das Spiel von 2008 gewesen sein, aber schon damals waren wir selbst auf den Konsolen schon wesentlich weiter (siehe Gears of War von 2006). Das Gameplay kann es leider auch nicht herausreißen. Die Partner-KI ist strunzdumm, die Gegnerverteilung ist gefühlt unfair (und sie treffen euch aus den größten Entfernungen haargenau), die Waffen ohne jedweden Rums und die Geschichte um irgendeinen Bösewicht, der mit Nuklearwaffen hantiert ist so 08/15, dass sie selbst chinesische Entwickler nicht mehr kopieren würden.

Beim Christoph meint: Die Metacritic-Wertungen liegen bei 51-58% und auch von mir bekommt der Schrott gnadenlose 1 von 5 Sics. Ich bezweifle, dass das Spiel selbst im Coop-Modus einen Funken mehr Spaß gemacht hat, selbst wenn man all die viel besseren Alternativen zu der Zeit nicht mitberücksichtigt. Ja, ich frage mich wirklich warum ich das Ding damals (zum Release versteht sich!) gekauft habe. Auch wenn ihr vermutlich nicht mehr auf die Idee kommen würdet: Finger weg von dem Ding. Dann lieber zu Clive Barker’s Jericho (2007) greifen. Das bietet auch die „frei zwischen den Charakteren wechseln“-Mechanik im Solomodus und ist in allen Belangen so viel besser. *macht in Winamp Cris Velsaco – Clive Barker’s Jericho – 12 – Final Confrontation an*

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Serious Sam II (2005; PC, Xbox) – Grafisch auch heute noch absolut sehenswert. Zwar im Vergleich zu den Vorgängern extrem bunt und überdreht aber man kann definitiv nicht meckern. Leider sind die Zwischensequenzen vorgerendert und haben sich entsprechend weniger gut gehalten – was auch für die Witze gilt. Aber Humor ist ja bekanntlich subjektiv und sowas kann ich einem 13 Jahre alten Titel jetzt auch nicht unbedingt vorhalten. Ansonsten ist es Serious Sam nicht nur auf 180, sondern mindestens 1800 aufgedreht. Mehr Levels, mehr Umgebungen, mehr spielerische Abwechslung (z.B. durch Fahrzeuge), mehr Gegner, mehr Waffen, mehr Secrets und so weiter und so fort.

Serious Sam II (Herstellerbild)

Das ist aber auch das Problem von Serious Sam II: Man kann es eigentlich nicht am Stück spielen. Es ist einfach viel zu viel. Da denkt man, man ist durch die aktuelle Gegnerwelle durch, schon kommt die nächste. Das macht die eigentlich nett und abwechslungsreich gestalteten Levels vor allem zum Ende hin elendig lang, erschöpfend und damit auch nervtötend. Es ist ja schön, wenn beim großen Finale noch einmal alles ausgepackt wird, was einem in den letzten Spielstunden so vorgesetzt wurde. Aber müssen es jedes Mal gefühlt 100 Wellen sein? Hätten 2 oder 3 nicht ausgereicht? Keine Ahnung – ich war auf jeden Fall froh, als Mental endlich im Dreck lag und ich das Spiel deinstallieren konnte.

Beim Christoph meint: Von mir gibt es 3 von 5 Sics. Serious Sam II ist besser als Serious Sam III aber an die beiden Vorgänger kommt es für mich nicht dran. Das liegt zum einen daran, dass ich die Duke-Witze lustiger fand und zum anderen eben daran, dass der Titel seine Willkommenszeit weit überschreitet. Ja, man kriegt viel Spiel für sein Geld (scheint ja heute wie damals ein wichtiger Faktor für so manche zu sein) aber zumindest ich kann nur eine gewisse Menge an sinnlosem Geballere ertragen – so viel Spaß es auch grundsätzlich macht. Vermutlich auch der Grund, warum ich 13 Jahre gebraucht habe bis ich es endlich durchgespielt hatte. Ach und weil es auf meinem damaligen Rechner häufig abgestürzt ist :smile: . Insofern: Wenn ihr es irgendwo auf dem Grabbeltisch seht (auf Steam kostet es zum Verfassungszeitpunkt ganze 2 Euro), ihr Serious Sam mögt und grade nichts Besseres zu tun habt könnt ihr aber definitiv zugreifen. Es hat sich sehr gut gehalten (was sicherlich auch an der hervorragenden Engine liegt) und macht in kleinen Dosen immer noch Spaß.

 

Und damit haben wir genug über uraltes Zeug geblubbert. Bis Montag!

P.S.: Backer Build One von Phoenix Point (der inoffizielle X-COM-Nachfolger vom Schöpfer von X-COM: Ufo Defense) steht für die Backer zum Testen bereiten. Mein erster Eindruck: Es orientiert sich bei den Grundlagen sehr stark an XCOM: Enemy Unkown (2012) – was erst einmal nicht schlecht ist -, versucht aber taktisch anspruchsvoller zu sein (bspw. Rückkehr zu Aktionspunkten). Wenn ich mehr Zeit hatte mit der Build zu verbringen, werde ich vielleicht mal einen Eintrag dazu machen (oder sogar ein Video?). Sollte man auf jeden Fall im Auge behalten den Titel.

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