Mirror’s Edge

 

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Von vielen wird es bereits als das nächste Portal gehandelt. Eine hohe Auszeichnung für ein Spiel, von dem bislang nur ein Level gezeigt wurde. Am EA-Stand konnten sich die Spieler jedoch nun zum ersten Mal anhand genau dieses Levels selbst ein Bild machen. Leider nur auf der PS3, die nicht nur von Abstürzen geplagt wurde, sondern auch grafisch nicht unbedingt das beste Licht auf den Titel geworfen hat. Durch mangelnde Kantenglättung verkam vieles nur zu einem Brei aus offensichtlichen Pixeln. Dennoch wirkte die Szenerie ansehnlich und durch die etwas unrealistische Beleuchtung auf den weißen Flächen schon fast comichaft. Ein interessanter, künstlerischer Ansatz war definitiv zu sehen. Aber natürlich ist die Hauptsache das Gameplay und hier kann Mirror’s Edge tatsächlich bereits glänzen.

In besagtem Level gilt es Faith, die Protagonistin des Spiels, erfolgreich über mehrere Hochhäuser und durch vereinzelte Innenräume zu einem Rettungshelikopter zu bewegen. Der Weg ist dabei sehr offensichtlich gekennzeichnet und der ahnungslose Spieler erkennt sofort an der grellroten Färbung einiger Objekte, dass es hier weitergehen muss. Dies ist jedoch weder der einzige, noch unbedingt der beste Weg. Ob Faith nun eine Schräge nutzt um auf ein Gebäude zu springen oder sich doch lieber klassisch daran hochzieht, bleibt vollkommen dem Spieler überlassen und bringt so etwas Abwechslung in den ansonsten vollkommen linearen Level.

Die Bewegungen von Faith sind dabei äußerst realistisch dargestellt und der Spieler bekommt tatsächlich das Gefühl in Faith zu stecken anstatt sie nur zu steuern. Dies erreichen die Entwickler nicht nur durch die Egoperspektive, sondern auch dadurch, dass die Kamera jede Bewegung tatsächlich mitmacht. Man merkt richtig, wie Faith sich abstößt, wenn sie über eine Häuserschlucht springt, da die Kamera über mehr oder wenige subtile Bewegungen perfekt und glaubwürdig mitmacht. Auch bei der Landung merkt der Spieler ob er gerade hart aufgekommen ist und bekommt auch schon einmal seine Beine zu sehen, wenn sich Faith abstützen muss. Auch die Nahkämpfe sind dadurch sehr intensiv und zeugen von viel Körpereinsatz. Besonders schön anzusehen ist es, wenn Faith dabei mit den Beinen Zutritt. Zwar kann Faith auch Waffen nutzen, die Munition ist jedoch begrenzt und zielen nicht Faith stärke.

Fazit

Der Level war nicht sehr lang, hat mich aber bereits tierisch “angefixt”. Schon in Assassin’s Creed fand ich die Klettereinlagen spannender als das gesamte Spiel und Mirror’s Edge ist auf dem richtigen Weg dieses Gefühl der Freiheit noch viel intensiver den Spielern näher zu bringen. Ob das Gespringe natürlich auf Dauer Laune macht oder ob man doch irgendwann genug hat, muss die Vollversion zum angepeilten Veröffentlichungstermin der XBox360- und PS3-Versionen Ende des Jahres zeigen. Die PC-Version soll erst im 1. Quartal 2009 folgen. Alle, die nicht unter Motion Sickness leiden, sollten diesen Titel auf jeden Fall stark im Auge behalten.[CH]

(Veröffentlicht am 22.08.2008 bei JörgSpielt)