Sicarius

Wut!

Liebe Entwickler, Publisher und Kopierschutzhersteller,

Was soll der Scheiß? Haben sie euch so langsam ins Hirn geschissen? Investiert gefälligst mehr Geld und Zeit in eure QA-Abteilungen! Und installiert vor allem endlich mal Windows Vista oder hört auf immer das Betriebssystem hinten auf der Packung anzugeben! Was ihr derzeit in den Laden bringt ist nämlich eine Sauerei sondergleichen! Goin’ Downtown? Lässt sich nicht vollständig installieren, geschweige denn ohne Tricks starten! Mass Effect? Installation ohne Tricks nicht möglich! The Abbey? Erkennt nicht einmal die verdammte Original-DVD im Laufwerk!

Ich habe ein wenig Verständnis für Bugs in der Releaseversion, aber jetzt kommt mir so richtig die Galle hoch! Warum? Weil in allen drei Fällen der Hauptschuldige auf den Namen „Kopierschutz“ hört!

Ja, richtig gelesen: der verfickte Kopierschutz! Und statt einen Patch zu veröffentlichen und was dagegen zu tun, gebt ihr tolle Workarounds bekannt! Benutzerkontensteuerung deinstallieren. Inhalt der DVD auf die Festplatte kopieren und die Installation manuell ausführen. Die *.exe als Ausnahme in der Datenausführungsverhinderung festlegen. Hallo? Erde an Programmierer! Wie kann das sein? Ich wusste ja, dass seit der guten alten 8-Bit Zeit eigentlich keine Sau mehr anständig programmieren kann, weil ja angeblich genug Leistung vorhanden ist, aber wie kann so etwas in den Laden kommen? Wie können eure Programmierer so ignorant sein? Und wenn ich dann in der Antwort vom TechSupport lese: „Datenausführungsverhinderung? Das kann ja nur von Microsoft sein…“ (O-Ton vom The Games Company-Support), kann ich nur noch mit dem Kopf schütteln.

Alle reden vom Untergang des PCs als Spieleplattform und alle geben den Raubkopierern die Schuld. Aber wie die Musikindustrie seid ihr anscheinend einfach zu blöd die Realität zu sehen: IHR und euer Misstrauen euren ehrlichen Kunden gegenüber seid der Hauptgrund! Ende März habe ich euch und euren Kopierschutz im UCF noch ein wenig verteidigt! Und wie zahlt ihr mir es zurück? Mit so viel nicht funktionierender Scheiße innerhalb von nur zwei Wochen? Da wird selbst der hartnäckigste PC-Nutzer zu einem Konsolero! Womit ihr eure Prophezeiung selbst zur Wahrheit werden lasst.

Einige Firmen wie Stardock oder Valve haben bereits verstanden, dass dies kein Weg ist. Stattdessen verlangen sie für ihre Titel nur eine Onlineaktivierung und verzichten im Gegenzug darauf nach der DVD im Laufwerk zu suchen. Aber ihr? Ihr stellt euch hin, faselt davon den Palladium-Chip (TCPA) zu aktivieren und droht dem PC den Rücken zu kehren!

Wenn ich mich schon mit StarForce, SecuRom, Protect Disc herumplagen muss, dann sorgt wenigstens dafür, dass der Mist auch ordentlich funktioniert! Warum soll ich für ein Produkt bezahlen, wenn ich damit mehr bestraft werde als wenn ich es mir irgendwo illegal aus dem Netz hole? Aber euch scheint das ja egal zu sein. Statt zu ergründen warum eure potentiell guten Titel sich nicht verkaufen, bestraft ihr die ehrlichen Käufer einfach noch mehr indem ihr den Support einstellt und schlimmstenfalls die Geschichte nicht fortsetzt.

Hört doch endlich auf zu versuchen euere blöde DVD zu schützen. Nutzt die Alternativen! Egal wie viele Leute über die Onlineaktivierung meckern, sie funktioniert wenigstens in 99% aller Fälle und erfordert nicht die Gnade einer hingeschluderten Software aus dritter Hand!

Außerdem habt Ihr doch auch noch CD-Keys und Codewheels sind auch wieder im kommen. Besonders bei Multiplayer-Titeln wie Call of Duty 4 oder Titan Quest kann ich es einfach nicht verstehen. Ihr seht doch wenn ein illegaler Key online geht. Dann macht doch was dagegen statt es einfach nur in eine Statistik einzutragen und dann rumzuheulen! 100% Schutz gibt es nicht aber wenn euer Spiel gut genug ist, dann verkauft es sich trotzdem – und mit hoher Wahrscheinlichkeit ohne Kopierschutz sogar noch besser! Nicht nur dank Steam gibt es mehr als genug Beispiele dafür!

Und hört endlich auf so zu tun als wäre jeder Seeder und Downloader eines Torrent auch ein potentieller Käufer eures Spiels. Es gibt genug Vollidioten die würden sich das Spiel selbst dann noch irgendwo von einer einschlägigen Seite saugen, wenn es ganz legal bei euch kostenlos zum Download bereitstehen würde.

Über die Frechheit für eine Supporthotline dann auch noch 1,80 Euro pro Minute zu verlangen, lasse ich mich da heute gar nicht mehr aus. Jedes Wort, ja jeder Buchstabe ist da schon zu viel!

Ach und Valve: Ihr seid auch nicht aus dem Schneider solange ihr nicht euer gesamtes Angebot auch in Deutschland zum Kauf anbietet! Andere Onlinedistributor schaffen es doch auch sicherzustellen, dass nur ab 18 Jährige die entsprechenden Titel einkaufen. Warum nicht auch ihr, wo ihr doch sowieso nur über Paypal oder Kreditkarte bezahlen lasst! Da ist doch die Alterverifizierung doch fast inklusive!

Gezeichnet,

Sicarius

Sicarius

Ohrenschmerzen

Meinungen ändern sich. Das ist einfach so. Vor der Wahl war der Politiker noch für Steuersenkungen, nach der Wahl kann er sich an so etwas nicht mehr erinnern. Aber besonders dank der Unvergesslichkeit des Internets, kann man es ihm dann schön vorwerfen – auch wenn es sowieso nichts bringt. Auch ich ändere ab und zu meine Meinung über etwas und sehe mich dann mit Jackies Vorwürfen alla „Aber da und da haste gemeint der Film wär‘ scheiße!“ konfrontiert :). Aus aktuellem Anlass verweise ich deshalb auf einen Eintrag vom 30.01.2007. Dort hatte ich mich ein wenig über Podcasts ausgelassen und an ihrem Sinn gezweifelt. Seitdem hat sich meine Meinung darüber massiv geändert.

Okay, den GameStar Podcast finde ich immer noch unterirdisch schlecht, aber dafür gibt es haufenweise andere die ich regelmäßig höre und gar nicht mehr missen möchte. Ja, man könnte fast sagen, dass mir irgendwas fehlt wenn ich bei bestimmten Tätigkeiten (welche das sind muss ich aus diversen Gründen für mich behalten) nicht einen Podcast im Ohr habe. Selbstverständlich wird in den meisten davon über ein oder mehrere Spiele geredet (einfach mal bei VirginWorlds vorbeischauen), aber es gehören auch Sachen wie das Chaosradio oder das Küchenradio dazu. Beide kann ich nur wärmestens empfehlen und sie sind auch äußerst gegensätzlich was Aufmachung und Inhalte angeht.

Zusammengefasst habe ich also eine Kehrtwende gemacht und empfinde Podcasts als durchaus sehr informativ und nützlich. Aber was wollte ich mit diesen zwei Absätzen voller uninteressantem Gelaber überhaupt? Na überleiten zu unserem heutigen Hauptthema: der UCF Podcast! Und ja, dass bedeutet die geballte, gedankliche Sinnlosigkeit von Sicarius gibt es jetzt nicht nur mehr für die Augen, sondern auch für die Ohren! Bislang gibt es zwei Testfolgen namens Folge 0 und Folge 0.5.

Folge 0 wurde zusammen mit Rondrer und JakillSlavik vergangenen Mittwoch in einer Skype-Konferenz aufgezeichnet und zeigt klar, dass wir sowas noch nie im Leben gemacht haben :). Die Sendung ist unstrukturiert, der Ton lässt stellenweise etwas zu wünschen übrig. Zusätzlich gibt es viel Stille, es wird viel durcheinander geredet und insgesamt ist die Sache einfach chaotisch. Aber es war ja auch nicht umsonst ein Test namens Folge 0, oder wie ich gerne sage: „Ein Proof of Concept.“. Jeder fängt schließlich mal klein an und solang es besser wird, ist dagegen ja auch nichts zu sagen. Um die ersten Erfahrungen und vor allem das erste Feedback zu sammeln, reichten die 15 Minuten auf jeden Fall aus und besonders Azzkickr hat mich nach dem anhören mal wieder vollkommen zur Sau gemacht ;).

Deswegen habe ich dann vergangenen Samstag noch eine zweite Testfolge, mit dem wahnsinnig einfallsreichen Titel Folge 0.5, produziert.

Die Folge ist eine Ein-Mann-Show zum Thema LEGO Indiana Jones: Die legendären Abenteuer und schon dadurch wesentlich strukturierter. Aber auch in allen anderen Belangen sind die 10 Minuten dank der Open Source-Audiosoftware Audacity besser als die erste Testfolge. Leider ist im Hintergrund ein leicht unangenehmes Brummen, dessen Ursprung ich mir nicht ganz erklären kann aber dennoch ist zum einen die Aufnahme lauter und damit besser verständlich, zum anderen konnte ich mit Audacity aber auch die Stille-Phasen entfernen, was sich in ungefähr zwei Minuten weniger Laufzeit bemerkbar machte :). Und ich weiß jetzt auch, dass ich so eine Folge durchziehen kann. Zwar habe ich einige Anläufe gebraucht bis ich endlich in einem Rutsch etwas halbwegs zufriedenstellendes produziert hatte, aber ich denke das wird mit der Zeit und entsprechend Übung besser.

Selbstverständlich versuche ich jedoch zumindest die Folgen mit jemand anderes zu produzieren, da ein Dialog schon interessanter ist als ein Monolog (mir schweben auch bereits Interviews mit interessanten Personen der Spieleindustrie vor). Aber mehr als eine Person werde ich mir erst einmal nicht mehr dazu holen. Ich blicke bei der Koordinierung einfach noch nicht durch.

Wie die Zukunft aussieht, weiß ich aber derzeit nicht. Eigentlich soll der UCF Podcast, wie der Name schon sagt, eine Gemeinschaftsproduktion mit zwei Segmenten werden. Das eine Segment ist die PC-Sparte deren Federführung logischerweise Bagdadsoftware innehat und das zweite soll dann eine Konsolenecke werden um am Ende einen insgesamt rund 30 Minuten langen Podcast auf die Beine zu stellen. Mal abwarten wie sich das weiter entwickelt. Besonders die Frage wie oft dieser erscheint ist noch nicht wirklich geklärt. Sehr oft wird es aber nicht sein, da wir ja auch alle noch viele andere Sachen zu tun haben. Ich habe auf jeden Fall Blut geleckt und will mehr!

Ihr könnt deshalb sicher sein, dass die erste echte Folge 1 des UCF Podcasts nicht mehr lange auf sich warten lassen wird. Ob diese jedoch dann nur aus dem Bagdadsoftware Segment besteht oder ob auch die Konsolenecke dabei ist, steht noch in den Sternen. Produziert werden beide Segmente sowieso unabhängig voneinander, vielleicht sparen wir uns dann einfach das zusammen schneiden und veröffentlichen unsere Sachen auch jeweils getrennt nur unter dem gemeinsamen Label „UCF Podcast“. Wer weiß…

Bis dahin hört euch bitte die zwei Testfolgen an und sagt eure Meinung dazu entweder hier oder drüben im entsprechenden Thread im UCF, damit die nächste Folge noch einmal ein Stück besser wird! Und keine Angst, zu LEGO Indiana Jones wird bestimmt auch noch was Schriftliches kommen.

Sicarius

1..2..3..FIGHT!

Angeregt durch einen Kommentar zu meinem GRID-Kurzeindruck, will ich mir heute einmal ein uraltes Argument der Konsolenliebhaber genauer anschauen. Und zwar behaupten diese oft, dass eine Konsole viel billiger wäre als ein gleichwertiger PC. Aber stimmt das überhaupt? Oder ist der Vergleich überhaupt nicht möglich und die ganze Sache ist einfach nur eine Milchmädchenrechnung damit sich die Konsoleros gut fühlen? Ich weiß es momentan nicht, aber mein Browser ist bereits geöffnet und ich werde nun versuchen durch harte Recherche zu einem Ergebnis zu gelangen.

Die Ausgangssituation ist dabei wie folgt: Ich möchte Race Driver: GRID spiele, brauche aber dazu entweder eine brandneue Xbox360 oder ich muss meinen PC so aufrüsten um darauf dann GRID mit der gleichen Qualität und Auflösung flüssig spielen zu können. Die Auflösung beträgt bei der Konsole 720p (1280×720) und am PC dementsprechend 16:10 (1280×800). Auf dem PC sind alle Regler im Grafikmenü auf den höchsten Einstellungen. Zusätzlich gehe ich davon aus, dass in meinem Haushalt bereits die Grundausstattung vorhanden ist. Sprich ich besitze einen passenden Fernseher und mein PC besitzt auch bereits die entsprechenden Core-Komponenten wie Monitor, Laufwerke und Festplatten.

Selbstverständlich ist hier bereits der erste Angriffspunkt für alle Pro-Konsoleros, die gleich wieder meckern werden „Laufwerke, Gehäuse blablabla muss man dazu rechnen!“. Nein, muss man nicht! Bereits im Dezember 2004 hatten 64% aller Haushalte einen PC und man kann stark davon ausgehen, dass dieser Wert in den letzten vier Jahren stark auf die 100% zugegangen ist. Dank der Offensiven von Media Markt & Co. ist die Ausstattung dieser PCs deshalb gut als Ausgangssituation geeignet, vor allem da es wirklich nur um die grundlegendsten aller Komponenten geht – und darunter fällt ein billiges DVD-Laufwerk genauso wie eine billige 20GB Festplatte. Außerdem rechne ich dafür auch nicht den Fernseher mit, obwohl ein Xbox360-fähiger Fernseher wohl nicht so eine weite Verbreitung hat wie ein normaler PC.

Kommen wir aber nun zur Sache: Eine Microsoft Xbox360 Core besitzt einen Xenon TriCore-Prozessor mit 3.2Ghz pro Kern, 512MB 700Mhz GDDR3 RAM und eine Grafikkarte von ATi mit dem Codenamen Xenos. Und da fangen die Vergleichsprobleme schon an. Alle drei Komponenten gibt es so nicht einmal im Ansatz für den PC. Besonders die Grafikkarte ist sehr schwer zu vergleichen da sie wahnsinnig schnellen eDRAM besitzt, SM3.0+ benutzt und sogar begrenzte DirectX10-Kompatibilität besitzt. Aber auch die CPU mit ihrer theoretischen Spitzenleistung von gigantischen 115,2 GFLOPS (ein Intel Core 2 Duo E8500 mit 3,2Ghz kommt auf ~16), dank ihrer Hyper-Threading-ähnlichen Technologie und des speziellen Aufbaus der gesamten Hardware, ist so einfach nicht in einem PC-Gehäuse vorhanden (oder gar möglich).

Somit ist das Runterbrechen auf die einzelnen Komponenten nicht machbar und ich muss mich wirklich einfach auf die Gesamtleistung konzentrieren: GRID ist bei 1280×720 in höchster Detailstufe von Haus aus auf der Xbox360 flüssig spielbar. Dementsprechend ist die Rechnung bei der Konsole:

1x Microsoft Xbox360 Core für 269,99 Euro (UVP)
1x Race Driver: GRID für 59,90 Euro (UVP)

Mehr braucht der Konsolenspieler erst einmal nicht womit sich die Gesamtkosten auf 329,89 Euro belaufen.

Kommen wir nun also zum PC. Dort müssen wir folgende Komponenten aufrüsten um ihn stark genug für GRID zu machen: Mainboard, CPU, RAM und Grafikkarte – die Soundkarte entfällt, da Onboardsound mit dem Mainboard kommt. Basierend auf dem GameStar Technik-Check müssen diese im Bereich Intel Core 2 Duo E6600 bzw. Athlon 64 X2 6000+, Radeon 2×00-Serie bzw. GeForce 8×00 und 2GB RAM liegen. Bei der Auswahl habe ich selbstverständlich schon auf einen gewissen Qualitätsstandard geachtet und alle angegebenen Preise basieren auf den Angaben von Mindfactory (aufgerundet).

1x Intel Core 2 Duo E8400 Boxed 133 Euro
1x Gigabyte EP35-DS3 79 Euro
1x Powercolor Radeon HD3850 (512MB) 95 Euro
1x OCZ 2x1024MB Kit DDR2 800Mhz CL4 35 Euro
1x Race Driver: GRID 45 Euro

Das macht insgesamt 387 Euro. Hätte ich eine AMD-CPU genommen, wäre ich sogar nur bei 334 Euro, aber im Sinne der Zukunftssicherheit habe ich mich dann doch für ein Intel-System entschieden. Mit einem so ausgestattenen PC sollte laut diversen Benchmarks das Spiel auf jeden Fall in gleicher Qualität und Auflösung wie bei der Xbox360-Fassung spielbar flüssig laufen. Zieht man mein persönliches System als Vergleich heran, bei dem ja im Prinzip nur 2GB mehr RAM und eine 3870X2 drinstecken, dann dürfte dies auch stimmen.

Fairerweise rechne ich allerdings noch 24 Euro für ein Logitech Rumblepad 2 hinzu, denn mit Tastatur ist GRID einfach unspielbar in meinen Augen. Damit sind wir bei 411 Euro auf Seiten des PCs. Noch einmal zusammengefasst bedeutet dies:

Xbox360: 329,89 Euro
Personal Computer: 411,00 Euro

Somit wäre der Kauf einer Xbox360 in unserem Test 81 Euro günstiger.

Also haben die Konsoleros Recht und wir müssen jetzt alle mit gesengtem Haupt das Lager wechseln? Mitnichten, denn die ganze Sache ist eine billige Milchmädchenrechnung – ohne jetzt behaupten zu wollen, dass Milchmädchen nicht rechnen können.

Besonders in Anbetracht der Tatsache, dass der Unterschied nur 81 Euro beträgt, gilt es auch noch in die Zukunft zu blicken. Allein schon der kostenlose Multiplayer auf dem PC, für den auf der Konsole dann auch noch einmal 60 Euro pro Jahr anfallen, ist ein wichtiger zu beachtender Punkt. Dann kommt noch hinzu, dass Xbox360-Spiele im Durchschnitt 20-25% teurer sind als PC-Spiele und selbst nach Monaten nicht im Preis fallen. Weiter geht es damit, dass der PC auch als Arbeitsgerät dient und noch viel mehr Möglichkeiten bietet durch kostenlose Spiele und von Nutzern erstelltem Content in Form von Mods & Co. Außerdem kann bei Bedarf der PC aufgerüstet werden obwohl er bereits jetzt genug Power hat um Titel grafisch besser darzustellen als die Xbox360.

Auf der Gegenseite plagen sich Xboxler nicht mit Treiberproblemen, Installationen und sonstigem Kram herum, sondern können in den meisten Fällen einfach einlegen und sofort losspielen. Wobei selbst dieses Argument langsam aber sicher entkräftet wird. So kämpfte die Konsole schon bei Mass Effect mit Framerateeinbrüchen und auch GRID scheint es mit sekundenlangen Grafiklags nicht besser zu gehen. Da kann der PCler wenigstens noch versuchen irgendwie das Problem zu beheben. Der Konsolero ist hingegen vollständig auf den Hersteller angewiesen und auf die Hoffnung, dass er sich in einem Patch erbarmt dem Kunden zu helfen. Dafür ist die Versorgung mit offiziellen Zusatzinhalten wieder wesentlich besser – wenn auch kostenpflichtig.

Was bleibt also zusammenfassend zu sagen? Das Argument der PC wäre so viel teurer und sowieso generell einfach scheiße und man solle sich lieber eine Konsole kaufen, ist purer Unsinn. Punkt. Wer dieses Argument vorbringt hat schlicht und einfach keine Ahnung. Diejenigen aber, die ernsthaft darüber grübeln welche Plattform sie hauptsächlich nutzen möchten, die müssen erstens langfristiger denken und zweitens ergründen warum sie welche Plattform überhaupt haben möchten – oder einfach Multiplattform gehen und die Vor- und Nachteile beider Welten erleben. Aber wir wissen natürlich alle, dass der PC die bessere Spieleplattform ist ;).

Und damit hoffe ich, dass dieser Eintrag einen Sinn ergeben hat, ich meinen Konsolenhass gut genug zurückhalten konnte und mit dem „Experiment“ eine fundierte Argumentationsgrundlage für uns Leid geplagte PC-Spieler gegen die bösen Konsoleros geschaffen habe.

PS: Gestern Abend haben Rondrer, JakillSlavik und ich die Folge 0 des UCF Podcasts aufgenommen. Wer also schon immer mal unsere Stimmen hören wollte oder so richtig auf Hörschäden steht, der sollte in diesem Thread vorbeischauen und sich die Datei herunterladen! Feedback ist selbstverständlich sehr willkommen! Am Montag werde ich aber wohl genauer auf die Sache eingehen inklusive einer kleinen Analyse und einem Ausblick in die Zukunft. Schließlich war die Folge 0 sehr weit von der Perfektion entfernt ;).

Sicarius

The End of the World

Vergangenen Freitag ( 30.05.08 ) gegen 19:30 wurde bei uns der Weltuntergang geprobt. Der Himmel färbte sich Dunkelgrün und es regnete kieselsteingroße Hagelkörner vom Himmel. Die Einschläge auf meinem Plastikdach über meinem Balkon hörten sich an wie Granatenexplosionen und ich dachte wirklich das Ding geht kaputt. Nach 10 Minuten verschwand der Hagel dann und es ergoss sich ein Regen wie ich ihn noch nie in meinem Leben erlebt habe. Er war so stark, dass meine geschlossene Balkontür nass wurde (Und die braune Farbe auf den Boden tropfte…). Egal wie viel Wind geht, die ist normalerweise so geschützt, dass da kein Wasser drankommt, aber dieses Mal wurde sich richtig patschnass. Echt der helle Wahnsinn. Um 19:50 erschall dann die Sirene unserer Feuerwehr um den ersten Keller aus zu pumpen. Gegen 20:00 Uhr war die Weltuntergangsübung dann auch schon wieder vorbei und die Aufräumarbeiten begannen. Einen Stromausfall hat es, überraschenderweise, nicht gegeben. Normalerweise fällt der bei uns eigentlich beim leichtesten Lüftchen aus.

Um 22 Uhr erlaubte sich dann der Herr Azzkickr noch ein vier-stündiges Gastspiel. Guitar Hero III – Legends of Rock blieb aber dank Patch 1.3 leider ungenutzt. Die Installation des Patches machte nämlich bei mir die Gitarre unbrauchbar und obwohl ich in der Nacht dann noch eine Neuinstallation gemacht hatte, habe ich aus Müdigkeit dann doch wieder den 1.3er installiert anstatt nur den wichtigen aber funktionierenden 1.1er zu benutzen. Dafür ist er ein Rennen in Race Driver: GRID mit meinem Logitech G25 Racing Wheel gefahren. Und da ich in den Titel seit seinem Release am Freitag schon wieder viel zu viele Stunden investiert habe, gibt es auch gleich den „Angespielt“-Bericht:

Nr. 43 – Race Driver: GRID (Screenshots)

Und mit diesem langen und detaillierten Lobgesang soll dieser Eintrag auch schon wieder beendet sein!

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