Eindeutig zuzuordnen: Lysandas Laptop

Wenn selbst Microsoft nicht mehr sein Wort hält, wem soll man in dieser grausamen Welt dann noch glauben?! Politikern? Wissenschaftlern? Der eigenen Ehefrau? Nichts ist offensichtlich mehr gesichert. Von wegen „Windows 10 ist die letzte Version von Windows„. Kündigen die einfach und völlig aus dem Nichts Windows 11 an. Was für eine Sauerei. „Gnädiger Weise“ für Windows 10-Nutzer bis Ende 2022 kostenlos aber mit neuen Hardwareanforderungen, die mein alter Laptop (MSI GE60 20C) aus dem Jahre 2013 definitiv nicht mehr erfüllt. Von Lysandas Toshiba Satellite R630-13V von 2011 gar nicht erst zu reden. Aber dazu gleich mehr.

Andererseits liegen beide sowieso faktisch seit langer Zeit nur noch in der Ecke. Erst nach einer absoluten Ewigkeit überhaupt nutzungsbereit nach dem Kaltstart und dann trotzdem lahm wie Sau. Dank Hightech-Smartphones ist man schließlich selbst unterwegs einfach nicht mehr zwingend auf so ein klobiges Ding angewiesen (und der Akku am MSI ist eh hinüber). Entsprechend werden wir uns auch in nächster Zeit keinen Ersatz anschaffen. Ja, nicht schon wieder ein Angebereintrag über neue Hardware – oder vielleicht doch? *dududuuuuun*

Doch neue Hardware?!

Mir ist übrigens bei der Suche nach dem alten Eintrag aufgefallen, dass ich in meinem Leben schon mehr mobile Geräte dieser Art hatte als ich mich erinnern kann. So war mir absolut nicht mehr bewusst, dass ich mir 2007 scheinbar ein IBM ThinkPad T42 angeschafft hatte. Ich weiß davon überhaupt nichts mehr. Schon gar nicht, was mich dazu geritten hatte es überhaupt zu kaufen. Ja, ich war damals noch etwas häufiger auf Kosten meines Arbeitsgeber auf Seminaren aber trotzdem. Und dann habe ich es schon zwei Jahre später wieder gegen ein anderes ersetzt. Immerhin zeigt es sehr schön wie praktisch es doch ist, dass es Beim Christoph gibt. Besser als jedes Tagebuch :wink: .

Die neue

Warum ich weiter oben so ominös getan habe? Weil die Casa Lysanda doch schon wieder Hardwarezuwachs erhalten hat am Samstag. Nachdem ich so lange darauf gewartet habe, dass Nintendo endlich eine neue Konsole oder zumindest ein Upgrade der Nintendo Switch ankündigt und es einfach nicht passiert, haben wir uns jetzt einfach eine V2 (hauptsächlich Energieeffizienter und damit längere Akkulaufzeit) geholt. Meine erste eigene Nintendo-Konsole. Geplant war der Kauf faktisch schon seit 2016, also noch zu Zeiten der Nintendo WiiU. Aber zu dieser Neuanschaffung dann in einem der kommenden Einträge mehr, denn die Konsole hat im Lieferzustand keinerlei Spiele mit dabei. Nicht einmal irgendeine Demo wie z.B. Playstations Astro Bot Rescue Mission– Schon irgendwie schwach. Bedeutet also, dass wir aktuell auf die Lieferung unseres ersten Titels warten bis ich sie mal richtig nutzen kann. Bitte? Was wir bestellt haben? Ring Fit Adventure. Ja, ein Fitnessspiel. Wenn ich nicht sowieso schon lange den Status des Hardcoregamers verloren habe, dann spätestens jetzt. Doch wie gesagt: Zu all‘ dem dann in den kommenden Wochen mehr.

Vorbereitungen

Kommen wir stattdessen nochmal zurück zu Windows 11, denn natürlich habe ich ebenfalls direkt den PCHealthCheck durchgeführt. Das Ergebnis war wie bei vielen anderen Nutzern negativ, denn auch bei mir war weder TPM noch SecureBoot im UEFI aktiviert – zwei der zusätzlichen Anforderungen für das neue Windows. Schlimmer noch: Meine Bootplatte war noch mit einem Master Boot Record statt mit einer GUID Partition Table formatiert und das UEFI entsprechend im Legacy-Modus unterwegs. Lustigerweise sogar Azzkickrs alte SSD. Da habe ich absolut nicht darauf geachtet, als ich die neu eingerichtet habe. Andererseits muss ich ehrlich zugeben: Ich kannte speziell GPT bislang überhaupt nicht. Das ist der Nachteil an modernen Systemen. Man muss vieles gar nicht mehr wissen und es funktioniert trotzdem irgendwie. Vielleicht nicht optimal aber es läuft.

Ausschnitt aus meinem Mainboard-Handbuch

Das Trusted Platform Module ist mir beispielsweise nur noch aufgrund des damaligen Aufschreis bei der ersten Einführung in Erinnerung. Zur Auffrischung: TPM Chips erlauben es u.a. dem Plattformhersteller/Administrator zu bestimmen welche Software auf dem Gerät gestartet werden kann und welche nicht. Die dazugehörige Angst war, dass Microsoft & Co. nun den kompletten Rechner überwachen. Wehe ihr habt gestohlene Software oder so drauf, dann wird das direkt ans FBI weitermeldet und dergleichen. Eine durchaus speziell in der heutigen Zeit mehr als berechtigte Befürchtung. Aber bislang scheint in der Hinsicht noch nichts passiert zu sein obwohl es faktisch mittlerweile auf jedem Mainboard und bei jeder CPU zumindest Firmware-seitig automatisch mit dabei ist. Gleichzeitig ist es aber auch scheinbar nicht immer von Haus aus im UEFI aktiviert, wie jetzt die ganzen Forenthreads zeigen. Geht aber ganz schnell das zu ändern – im Gegensatz zu Secure Boot.

So sicher, dass es gar nicht mehr bootet

Secure Boot soll verhindern, dass beim Booten Schadsoftware mitgeladen wird. Dazu wird im Kern geschaut, ob die zu ladenden Firmware-Elemente entsprechend zugelassene Signaturen besitzen. Im Normalfall eine super Sache. Zumindest fallen mir nur extreme Randfälle ein, bei denen man es nicht aktivieren will. Irgendwelche speziellen Unix-Distros, uralte Hardware oder sowas in der Art vielleicht.

Mein erster Versuch es anzuschalten scheiterte jedoch daran, dass es noch gar keine Schlüssel gab, die er hätte verwenden können. Warum er zu diesem Zeitpunkt nicht einfach angeboten hat welche zu generieren, verstehe ich nicht. Aber nach etwas Googlefu habe ich herausgefunden, dass es zumindest bei meinem MSI Z370 PC Pro ausreicht den Secure Boot Mode kurz von „Standard“ auf „Custom“ und wieder zurück zu ändern. Dann meckert er, dass keine Standard-Keys existieren und er fragt, ob er sie generieren soll. Erste Hürde genommen.

Die zweite Hürde war dann der Ratenschwanz, der schlussendlich zu meiner MBR-Bootplatte führte. Secure Boot bemängelte zuerst, dass mein System im Compatibility Support Modus lief. Das simuliert quasi ein BIOS für ältere Hardware. Secure Boot möchte aber, dass ihr im UEFI-Modus unterwegs seid. Also erstmal von CSM auf UEFI umgestellt, dann Secure Boot erfolgreich aktiviert – und mich gewundert, warum der Rechner nach dem Reset immer nur direkt ins UEFI lief. Des Rätsels Lösung: Es gab kein UEFI-Speichermedium auf dem er ein Betriebssystem gefunden hat. Also wieder alles zurückgesetzt und nach einem erneuten Google-Marathon auf das Problem mit MBR und GPT gestoßen.

Die Korrektur

Fertig konvertiert.

Zum Glück geht zumindest auf der Bootplatte das Umstellen von MBR auf GPT mittlerweile schnell und einfach, da Microsoft mit Windows 10 1703 das Tool MBR2GPT.exe ausgerollt hatte. Also einfach in den Command Prompt (mit Administrator-Rechten) gewechselt und „mbr2gpt /validate /allowFullOS“ eingetippt. Das prüft erst einmal, ob das Laufwerk überhaupt in der Lage ist von MBR auf GPT zu wechseln. /allowFullOS sorgt dafür, dass ihr diese Befehle aus der laufenden Sitzung heraus ausführen könnt. Ohne müsst ihr vorher in den geschützten Modus wechseln. Ist die Validierung erfolgreich, wird mit „mbr2gpt /convert /allowFullOS“ die eigentliche Konvertierung durchgeführt. Bei Erfolg dann einen Reboot machen, Secure Boot im UEFI aktivieren (und damit u.a. automatisch den Legacy-Modus deaktivieren) und das war’s. Nun bin ich bereit für Windows 11 – zumindest laut besagtem PCHealthCheck. Hat länger gedauert die ganze Sache zu recherchieren (und zu verstehen), als es am Ende umzusetzen. Lustiger Nebeneffekt: die Bootsequenz findet nun endlich auf meinem Hauptmonitor statt (über Display Port angebunden). Bislang kam die Anzeige nur über den, der über DVI angeschlossen ist. Vermutlich wegen dem Legacy-Modus.

Kleine Randnotiz: Obwohl es für MBR2GPT den Zusatzbefehl „/disk: < nummer >“ gibt, lassen sich komischerweise nur Systemplatten damit konvertieren. Besagte SATA-SSD konnte ich damit nicht umstellen, da die Validierung immer fehlschlug. Also fix alle Daten gesichert, über den in Windows integrierten Diskmanager die Partition gelöscht, anschließend den Datenträger in GPT umgewandelt (im Rechtsklick-Menü), die Partition neu erstellt und die Daten zurück kopiert.

Das neue Windows

Klingt also so, als wäre ich schon ganz heiß auf das neue Windows. Das ist allerdings irreführend. Ich bin immer heiß auf neue Software-Versionen. Zeigt mir einen „neue Version verfügbar“-Button und ich drücke ihn mit allen positiven wie negativen Konsequenzen (solange es kein Geld kostet). Ist auch irgendwie so eine Krankheit von mir :smile: . Ich war ja schon fleißiger Nutzer von Windows ME und Windows Vista. Nur bei Windows 8 habe ich tatsächlich bis zum Release von Windows 8.1 gewartet. Allerdings hauptsächlich, weil ich keinen Bock auf eine Neuinstallation hatte.

Windows 11 (Microsoft-Herstellerbild)

Optisch sagt mir Windows 11 auf jeden Fall noch nicht so ganz zu. Nachdem ich mich endlich halbwegs an das flache Design von Windows 8 und 10 gewöhnt habe, jetzt wieder zurück zu den runden und bunten Windows Vista/7-Zeiten? Ja, dieses macOS-Feeling finde ich aktuell noch gewöhnungsbedürftig. Ebenso wie die Verschiebung der Taskleisten-Elemente in der Mitte. Ich hoffe inständig, dass das eine frei wählbare Einstellung ist, sonst habe ich mit meiner vollgepackten Taskleiste vermutlich ein großes Problem.

Über die Rückkehr der Widgets bin ich ebenfalls nur bedingt begeistert. Die fand ich schon in Windows Vista total sinnlos. Mal abgesehen davon, dass ich diesen Trend überall News unterbringen zu wollen sowieso nicht gutheiße. Lebenstipp: Man muss nicht ständig up-to-date sein. Im Gegenteil führt das mitunter zu sehr viel Stress. Aber ich bin ja auch einer von denen, die das Startmenü überhaupt nicht nutzen. Stattdessen besagte volle Taskleiste plus die Makro-Tasten auf der Tastatur. Der ganze Touch-Screen-Kram ist für mich hingegen nicht weiter relevant. Solange es nicht so katastrophal endet wie mit Windows 8 – und danach hat es aktuell nicht den Anschein – sicherlich eine super Sache für alle, die es nutzen (können).

Die Gaming-Features Auto HDR für DX11-und DX12-Spiele und Direct Storage allerdings? Immer her damit. Jetzt wo ich einen HDR-fähigen Monitor habe, muss ich das schließlich ausreizen. Und über schnellere Ladezeiten dank einer direkten Verbindung zwischen Grafikkarte und SSD dürften sich auch nur diejenigen beschweren, die dadurch in ihrem Lieblingsspiel keine Zeit mehr für eine Kaffee-/Zigarettenpause haben. Natürlich wieder doof, dass es die Funktionen nur für das neue Windows geben wird. Aber unter geschäftlichen Gesichtspunkten logischerweise komplett nachvollziehbar. Ich will ja, dass die Leute wechseln. Am Ende sind Microsoft, Apple & Co. schließlich geld-orientierte Unternehmen und weder unsere Freunde noch großartig am Gemeinwohl interessiert.

Insofern: Wenig was mich wirklich stört, vieles was mich nicht interessiert aber trotzdem bin ich gespannt auf Windows 11 und werde es sicherlich dann im Herbst auch relativ zeitnah installieren. Der genaue Zeitpunkt hängt vermutlich wieder vor allem von einer gewissen Firma namens Creative ab und wie viele Probleme deren Soundkarten-Treiber mit der neuen Version haben wird.

Sicarius

Tagebuch eines Hausherrn #38

Eine der Wandeinheiten ohne Deckel

Die Installation der Klimaanlage hätte zeitlich nicht besser passen können. Kaum fertig, schon gingen die Temperaturen hoch. Was in der Vergangenheit beim Arbeiten im Arbeitszimmer nervig aber im Schlafzimmer buchstäblich schlafraubend war, ist jetzt endlich kein Problem mehr *yay*. Ja, diese teure Anschaffung war schon jetzt jeden Cent wert und wir wollen darauf absolut nicht mehr verzichten. Bitte? Denkt ihr nicht an die Umwelt? Doch natürlich. Aber wie geschrieben: Nicht, wenn sie mich nicht schlafen lässt :tongue: .

Lustigerweise haben so einige Arbeitskollegen ebenfalls in letzter Zeit eine Klimaanlage bekommen. Sehr verdächtig. Hat das warme Wetter vielleicht doch nichts mit dem Sommer zu tun? Ist das alles nur eine Verschwörung der Klimaanlagenproduzenten, die uns ihre Klimaanlagen andrehen wollen und deshalb die Erd-Temperaturen höher drehen?! Zieht im Hintergrund etwa Bill Gates die Fäden damit dank der vielen Klimaanlagen der globale Stromverbrauch am 33. Juli 2027 die kritische Schwelle überschreitet und das Netz zusammenbricht?! Nur damit er den totalen Blackout dazu nutzen kann, um heimlich die Chips scharf zu schalten, die er uns eingeimpft hat?! Und uns anschließend vergessen lässt, dass es seine Schattenweltregierung war, die mehr Tage pro Monate eingeführt hat, damit wir bei gleicher Bezahlung länger für unsere Arbeitgeber schuften?! Oder ist einfach nur die Pandemie und das damit verbundene Home Office Schuld? Die Wahrheit ist irgendwo da draußen. *Die Akte X-Titelmusik ertönt aus der Einstichstelle der Impfnadel*

Themenwechsel

So sieht die Tür jetzt aus.

Irgendwie überkommt mich gerade das Gefühl das Thema wechseln zu müssen. Naja, egal. Ich wollte heute sowieso nicht erneut mit unserer umweltschädlichen Klimaanlage angeben. Reden wir stattdessen lieber mal wieder ein bisschen über Fliegengitter. Bald ein Jahr ist es her, da haben wir einen Großteil unserer Tür- und Fensteröffnungen mit Spannrahmen von Windhager versehen. Unsere Begeisterung für deren Produkte war und ist weiterhin groß aber schon damals hatte sich ein Problem aufgetan: Die Katzenklappe.

Eine einfache und eigentlich total geniale Idee aber die Umsetzung lässt etwas zu wünschen übrig – zumindest aus Sicht unseres Haushalts. Wir kennen andere Katzenfreunde da scheint es keine großen Probleme zu geben damit bzw. es reichte die beiden mittleren Halterungen abzuschneiden, damit sie nicht mehr so schwergängig ist. Zwar waren alle unsere Vierbeiner grundsätzlich davon begeistert auch zur Terrassentür rein zu dürfen statt durch den Katzentunnel gehen zu müssen. Aber mit dieser Katzenklappe konnten sie sich irgendwie absolut nicht anfreunden. Und da schon am selben Tag des Einbaus wie im Eintrag erwähnt Lyssi sich fast die Kralle abgerissen hat, reifte bei uns sehr schnell der Plan sie durch eine bessere Lösung zu ersetzen. Spoiler: Es hat etwas gedauert, aber am Wochenende haben wir zumindest endlich die Terrassentür umgebaut.

Die Katzenklappe war jedoch nicht das einzige Problem, das wir mit besagter Tür hatten. Ebenfalls bereits erwähnt hatte ich den Magnetschließer, der im Lieferzustand nur ein Stück oben und unten vorhanden ist. Das reichte in vielen Situationen nicht aus, um die Tür wieder komplett zu schließen. Man musste sie stattdessen selbst komplett ran ziehen. Davon abgesehen hat Balu herausgefunden wie er die Tür einfach aufziehen kann. Auch die erneut auf dem Papier super praktischen Klemmadapter haben nur einige Monate ihre Dienste geleistet. In letzter Zeit hat sich jedoch dann speziell der oberste so gut wie verabschiedet. Egal wie fest ich die Schraube angezogen habe, das Gewicht der Tür hat ausgereicht ihn wieder zu lösen bis er am Ende faktisch überhaupt nicht mehr wirklich hielt – trotz dem Klebestreifen zwischen Türstock und Klemmadapter. Und eine Tür, die dauernd nur schief hängt mit der Gefahr irgendwann mal ganz umzukippen kann man logischerweise nicht gebrauchen. Also musste hier ebenfalls eine Lösung her. Und zu guter Letzt: Da die Tür eh nicht mehr hielt, hatten wir sie erstmal zur Seite gestellt. Prompt löste sich über die nächsten Tage der Kleber der Dichtungsbürste am Türstock und sie fiel von alleine runter. Ungeschützte Hitze eben.

Die Lösungen

Könnte mal wieder abnehmen…

Wir haben also einige Schwachstellen an der Spannrahmentür festgestellt. Aber zum Glück alles nichts, was sich nicht irgendwie lösen ließe. Vor allem, da Windhager glücklicherweise ein gut bestücktes Portfolio an Ersatzteilen bietet. Ob man diese Ersatzteile irgendwo kaufen kann steht allerdings auf einem anderen Blatt. Als wir beispielsweise zu Hornbach gingen hieß es, die Sachen würden nicht mehr produziert werden. Eine Rückfrage bei Windhager später stellte diese Aussage als Blödsinn heraus aber zumindest bei Hornbach bekamen wir das entsprechende Material nicht mehr. Windhager hat uns dann netterweise direkt weitergeholfen. Aber ich bin schon wieder einen Schritt zu weit.

Fangen wir stattdessen mit den einfachen Sachen an: Die Klemmadapter hatten wir gekauft, weil ich vermeiden wollte in den Türstock zu bohren. Da das nicht (mehr) funktionierte, haben wir nun genau das getan. Kein Zubehör notwendig, da die Halterungen zum Bohren bereits in der Originalpackung enthalten sind. Jetzt sollte die Tür bombenfest sitzen und nicht mehr umkippen. Das Problem mit dem Magnetschließer haben wir hingegen mit zwei zusätzlichen Packungen an Magnetschließern gelöst. Die reichten fast genau (~2-3 fehlen), um die schließende Seite komplett damit auszustatten. Den Rest haben wir wieder mit der Dichtungsbürste versehen – allerdings nur in der Tür. Am Türstock haben wir es uns gespart. Dank der zusätzlichen Magnete auf mehr Fläche schließt sie sich jetzt definitiv besser von selbst. Kommt quasi ein Teil nah genug dran, flutscht es zackig auf ganzer Fläche.

Die größere Maßnahme

Bleibt noch die Katzenklappe. Das Geniale an den Windhager-Spannrahmen ist, dass sie für alles entsprechende Führungsschienen haben. Alles hat seinen vorgesehenen Platz und nichts kommt sich in die Quere. Unsere Idee war nun die Windhager-Katzenklappe einfach durch eine 08/15-Klappe zu ersetzen. Um die jedoch einzubauen, braucht es eine Halterung dafür. Und da kommen besagte Führungsschienen ins Spiel. In eine dieser Schienen kommt von Haus aus das Trittblechprofil, welches sich logischerweise ganz unten an der Tür befindet. Leider ist das nicht hoch genug, um daran eine Katzenklappe zu befestigen. Man könnte also theoretisch mehrere davon einbauen und irgendwie miteinander verbinden. Das war uns zu kompliziert.

Die Innenansicht

Aber, wenn ein Stück Aluminium da reinpasst, kann man sicherlich noch ein anderes reinstecken, oder? Richtig! Wir haben also die Breite von Führungsschiene zu Führungsschiene ausgemessen (nicht vergessen, dass das Blech reingesteckt wird!) und die Größe der Katzenklappe abgezogen. Achtung: Ihr wollt die Katzenklappe logischerweise auf dem Blech festschrauben. Also die Innenmaße nehmen und nicht die Außenmaße! Die Höhe ist hingegen die Größe der Katzenklappe plus oben und unten ca. 1-2mm, um es in die Führungsschiene zu stecken. Zudem benötigt ihr logischerweise zwei Bleche. Eins auf jeder Seite der Klappe. Wir hatten zwar kurz überlegt, ob wir vielleicht für die Nut im Spannrahmen passende Schrauben finden, um die eine Seite der Klappe direkt dort zu befestigen. Aber das war uns zu unsicher. Außerdem wäre die Klappe dann komplett am Rand.

Mit den Maßen in der Hand haben wir dann im Internet ein Stück Aluminium Blech mit 1mm (dickeres passt nicht in die Führungsschiene) in Weiß („Verkehrsweiß“) bestellt. Leider haben wir nur einseitig farbige Bleche gefunden aber uns stört es nicht, dass es auf der Innenseite silberfarben ist.

Weiteres Zubehör

Mit dem Blech allein ist es aber noch nicht ganz getan. Ihr könnt dann zwar darauf die Katzenklappe festschrauben und das Konstrukt in den Spannrahmen einsetzen, aber es fehlt oben eine Befestigungsmöglichkeit. Dadurch wird das ganze Konstrukt zum einen etwas wackelig und zum anderen könnt ihr das Fliegengitter nicht mehr fest machen. Die Lösung sind die Zubehörteile Mittelsprossenprofil für Türen und das Eckverbinder-Set. Die beiden Teile, die wir irgendwie nirgends zu kaufen bekamen (zumindest das Zubehörset habe ich in der Zwischenzeit auch bei Amazon gefunden) und dann glücklicherweise direkt von Windhager uns zuschicken lassen konnten.

Die Detailansicht von Außen

Das Mittelsprossenprofil wird nun über der Katzenklappe verbaut. Dazu in der richtigen Länge zurechtsägen und mit Hilfe der Führungsschiene ins Blech stecken. Leider immer noch sehr instabil. Deswegen das Eckverbinder-Set. Anders als der Name vermuten lässt, sind dort nämlich auch die Zubehörteile (Schrauben und Blende) für das Mittelsprossenprofil mit drin. Leider könnt ihr die tollen Bohrhilfen von Windhager nicht benutzen, da ihr euch mitten im Rahmen auf einer technisch gesehen nicht dafür vorgesehenen Stelle befindet. Frei Hand anzeichnen ist entsprechend angesagt. Und ja: Wir haben es auf der einen Seite auch erst versemmelt. Beim zweiten Versuch passt es aber und die Schiene und damit das komplette Konstrukt sitzt nun bombenfest.

Perfekt – oder? Fast. Je nachdem gibt es noch einen Fallstrick zu beachten: Der Rollladen. Unsere alte Nemesis, die uns schon beim Ersteinbau zusätzliche Arbeit beschert hatte. Aber dieses Mal waren wir vorbereitet! Die Katzenklappe komplett einzubauen (mit Vorder- und Rückseite) geht nicht, weil die Konstruktion dann zu dick wäre. Und selbst, wenn ihr wie wir nur das Hauptteil verwendet, kann es trotzdem zu breit sein, um den Eingang auf die „richtige“ Seite zu packen. Zwischen Spannrahmen und Rollladen ist schlicht nicht genug Platz. Ihr müsst also daran denken und entsprechend die Katzenklappe so rum einbauen, dass die dicke Seite nach Innen zur Tür ist und sie auf der anderen Seite nicht hervorsteht (abseits ggf. der Schrauben). Sonst geht euer Rollladen nicht mehr komplett runter. Sieht von außen sicherlich nicht ganz so schick aus. Aber am Ende des Tages geht es bei dieser Konstruktion erst einmal um Praktikabilität und nicht um Kosmetik.

Fazit

Das Ergebnis der ganzen Kosten und Mühen ist eine Spannrahmentür, die am Boden merklich mehr Gewicht hat (deswegen Aluminium, ein Stahlblech wäre noch schwerer) und etwas weniger Licht reinlässt. Wir hätten ja gerne wieder etwas mit Plexiglas gemacht aber das gibt es nicht in nur 1mm dick. Aber dafür ist es nun eine wirklich stabile Katzenklappe, die unsere Katzen kennen, bei der kein besonderes Verletzungsrisiko besteht und mit der sie keine Probleme haben. Perfekt. Sowas würden wir uns tatsächlich auch offiziell von Windhager wünschen. Dürfte ja kein großer Akt sein ein solches Zubehörset zu machen. Selbst, wenn es am Ende 50-75€ kostet: Uns wäre es das wert gewesen. Werden ihnen auf jeden Fall dann mal eine Mail mit dem Ergebnis unserer Arbeiten schicken. Jetzt fehlt noch die Katzenklappe am Fenster. Gleiches Bauprinzip. Man muss nur zusätzlich noch Einkerbungen ins Blech machen für die Einhängefedern.

Kratzfestes Katzenrad

Wie angekündigt hatten wir in den letzten Wochen mal wieder Handwerker im Haus. Genauer gesagt Elektriker und Klimaanlagenmonteure. Maler/Verputzer waren zwar auch für ein Angebot da aber irgendwie sind die völlig überlastet derzeit. Haben selbst von dem, dem wir zusagen wollen, seit der Besichtigung und der Zusendung des Angebots keine Rückmeldung bekommen. Aber ist bei uns ja nicht ganz so dringend. Solange es noch dieses Jahr klappt ist alles okay :smile: . Bevor wir aber zu dem kommen, was andere für uns gemacht haben: Wir waren ebenfalls nicht (ganz) faul.

Noch mehr Kratzstellen

Fast zwei Jahre ist es schon wieder her, dass wir für unsere lieben Vierbeiner ein nicht gerade billiges Katzenrad angeschafft hatten. Der Nutzungsgrad der Hauptfunktion des Rads (darin Laufen) ist leider weiterhin eher übersichtlich. Maya hat ab und zu mal einen Anfall wo sie dann für ein paar Sekunden wie eine bekloppte darin rumrennt. Und Jules läuft ein paar Meter, um uns dazu zu bringen ihn zu streicheln. Aber der Rest? Lyssi setzt sich rein und schaukelt ein bisschen, Balu braucht starke Motivationshilfen (=Leckerli/Spielzeug) bevor er auch nur einen Schritt tut und Pichu schaut es nicht mit der Schwanzspitze an. Wir würden es trotzdem nicht als Reinfall bezeichnen aber ja, wir hatten uns das doch etwas anders vorgestellt. Fazit: Wir haben wohl faule Katzen erwischt.

Das bedeutet aber nicht, dass die Katzen das Rad nicht grundsätzlich toll finden. Oben auf der Ablage rumliegen – mittlerweile mit einer extra angefertigten Decke versehen, um das Holz zu schützen – finden speziell Maya und Jules super. Hinter dem Rad auf dem Befestigungsbalken ist ebenfalls ein beliebter Rückzugsort. Die ganze Rückseite des Rads ist entsprechend voll mit Katzenhaaren. Und auch das Kratzen an den (unbehandelten) Holzbalken ist eine Lieblingsbeschäftigung vor allem von Pichu. Der hat da bereits tiefe Kerben reingearbeitet – was logischerweise nicht ganz so toll aussieht aber er würde wohl doch länger brauchen um sich durch einen 10cm Balken durchzuarbeiten. Gelöst haben wir das optische Problem relativ einfach: Sisal. Um die beiden Balken der Ablage haben wir Seil gewickelt. Für alle, die ähnliches planen bei einem Katzenrad von Kessler: Es sind ca. 28 Meter dafür notwendig bei einem Sisal mit einer dicke von 10mm. Unten an den Seiten haben wir zusätzlich Sisal-Teppich befestigt. So geschnitten, dass er auf beiden Seiten etwas übersteht, um ihn um die Ecke zu schlagen und anschließend mit reichlich Nägeln dran befestigt. Sieht schick aus und erfreut die Katzen, erfüllt also seinen Zweck. Im Nachhinein betrachtet hätten wir das zwar schon direkt von Anfang an machen sollen, bevor Pichu das Holz darunter bereits zu einem Zahnstocher reduziert hat. Aber das fällt jetzt nicht mehr auf :wink: .

Oh yeah, Plexiglas!

Unsichtbares Plexiglas

Apropos Ausbrecherkönig Pichu: Wir haben uns außerdem wie geplant mal wieder mit Plexiglas beschäftigt. Die ganze Zeit hing noch das alte Katzennetz an der Seite der Terrasse als Provisorium rum. Mittlerweile haben wir es endlich geschafft dort die „alte“, riesige Plexiglasplatte zu ersetzen. Zum einen war sie beim Abbau der alten Terrasse beschädigt worden (wurde uns ohne Probleme bezahlt), zum anderen stellte sie aufgrund der mit der neuen Terrassenüberdachung geänderten Situation keinen wirksamen Pichu-Ausbruchsschutz mehr dar. Neu sind es nun zwei Platten. Eine rechteckige über das Zauntor und eine fast quadratische, um ihn daran zu hindern von der Terrassenmauer einfach über den Zaun in die Garageneinfahrt zu springen. Plus wie vorher die Sperre, die ihm es nicht erlaubt direkt auf das Garagendach zu springen. Hatte ich schon erwähnt, dass der Kerl verdammt viel Kraft in den Beinen hat?!

Da wir mittlerweile den Umgang mit Plexiglas gewohnt sind und auch die Verarbeitungstemperatur gut war (Plexiglas bohren ist an warmen Tagen einfacher und ungefährlicher, was das Brechen angeht), war die ganze Sache an sich kein Hexenwerk. Stattdessen waren wir selbst schuld daran, dass es dann doch etwas länger dauerte als geplant und wir die quadratische Platte mehrfach ab- und anmontieren mussten. Die Quersperre hat sich nämlich auch für uns als sperrig erwiesen. Zuerst hatten wie die Löcher an die falsche Stelle gepackt (sie saß zu niedrig) und der Lochabstand war auch noch falsch (die Winkel lassen nämlich keinerlei Spielraum zu). Aber gut: Am Ende des Nachmittags haben wir es geschafft, Pichu ist uns bislang nicht wieder entwischt und wir konnten das Katzennetz und die dazugehörigen Halterungen abbauen. Fehlt nur noch das Plexiglas für die andere Seite der Terrasse mit dem Kartonprovisorium. Dazu brauchen wir aber erst den Maler/Verputzer.

Fremde Arbeiter

Sieht ordentlich aus.

Und was haben die anderen für uns gemacht? Nun, der Elektriker kam hauptsächlich, um das Kabel für die Klimaanlage vom Dachboden in den Keller zu verlegen und anzuschließen. Ging dank unseres Kamins ziemlich einfach. Die eine Hälfte ist ungenutzt – da laufen sogar schon die Verbindungen zur Solaranlage durch. Entsprechend war nur die Frage wie einfach er da durchkommen würde. Klappte aber super, was sich zudem positiv auf unsere Rechnung auswirkte. Insgesamt hatte er im Angebot nämlich zwei Tage eingeplant. Entsprechend waren sie technisch gesehen in einem Tag fertig und die Rechnung entsprechend 600€ billiger. So muss das sein. „Technisch gesehen“ deshalb, weil zwar ein Tag Arbeitszeit abgerechnet wurde, es fehlte jedoch ein Bauteil und er musste deshalb am nächsten Tag nochmal kurz vorbeikommen. War also nicht an einem Tag komplett fertig.

Aber natürlich haben sie zu zweit (Meister und eine Azubine) nicht einen Tag gebraucht, nur um diese zwei Kabel (Klimaanlage und Licht) in den Keller zu ziehen. Wir haben im Spitzboden auch ein paar Lampen installieren lassen, der Öltankraum wurde voll verkabelt und mit Beleuchtung ausgestattet und das alte Zeug im Kellerflur entfernt sowie draußen ein paar Steckdosen und Schalter ausgetauscht und eine neue Verteilung für unsere Kamera und die Beleuchtung der Terrassenüberdachung aufgebaut. Unterm Strich alles Kleinigkeiten aber auch die muss irgendeiner machen. Und dafür, dass es nun schnell erledigt war und gleichzeitig anständig gemacht ist, habe ich gern‘ die 16 Stunden Arbeitszeit (plus Material) bezahlt.

Die Klimaanlage(n)

Ein grauer Kasten auf dem Dach

Die größere Aktion der letzten Wochen war hingegen die dreitägige Installation besagter Klimaanlage bzw. technisch gesehen sogar zwei. Unser Ziel war die Möglichkeit zu haben drei Räume runter zu kühlen: Schlafzimmer (ca. 14m²), Arbeitszimmer (ca. 18m²) und Wohnzimmer (ca. 38m²). Ursprünglich sollten es nur Schlaf- und Wohnzimmer werden aber aufgrund der ganzen Home-Office-Situation haben wir festgestellt, dass das Arbeitszimmer sicherlich ebenfalls Sinn macht. Somit brauchten wir drei Innengeräte. Grundsätzlich wieder kein Problem. Es gibt schließlich Multi-Split-Anlagen, die bis zu fünf Geräte bedienen können (vermutlich sogar noch mehr). Wir haben uns am Ende aber dagegen entschieden und für das Arbeitszimmer stattdessen eine eigene Mono-Split installieren lassen während für die anderen beiden nun eine Duo-Split auf dem Dach montiert ist. Dadurch mussten an der Hausfront nicht viele Meter Kabel und Rohr verlegt werden, was die ganze Maßnahme spürbar billiger werden ließ aufgrund der reduzierten Material- und Montagekosten.

Das zweite Geräte sollte hingegen zuerst auf den Spitzboden gestellt werden. Der Monteur meinte aber nach dem ersten Tag, dass es auf unserem Spitzboden doch irgendwie sehr warm wird und er das Gerät deshalb lieber draußen haben möchte. War für uns kein Problem und hat auch keine Mehrkosten verursacht. Die Wahl fiel hingegen auf Geräte aus dem Hause Daikin. Die sind wohl die Weltmarktführer was Klimaanlagen angeht. Mitsubishi oder Midea kamen zwar ebenfalls in Frage aber da wir keine Ahnung haben, Daikin gleichzeitig überall gelobt wird und auch die Klimaanlagenfirma uns diese empfahl, haben wir eben die genommen. Sind zwar preislich etwas teurer aber wenn es dafür länger was taugt…

Mehr Details

Eins der Wandgeräte

Im Arbeitszimmer wurde es eine Daikin Perfera Mono-Split (FTXM/RXM 25M9), die ganz normal an eine Steckdose angeschlossen ist. Auf dem Dach steht hingegen eine Daikin 2MXM-M an der zwei Wandgeräte ebenfalls aus der Perfera-Reihe angeschlossen sind. Dieser Kreis hängt an einem eigenen Stromkreis mit einer 16A-Absicherung. Innen quasi alle drei Geräte identisch, nur außen leichte Unterschiede – die allerdings für mich als leihen nur bedingt sichtbar sind. Das Gerät auf dem Dach hat irgendwie nur mehr Anschlussmöglichkeiten und ist ein paar Zentimeter größer. Aber ansonsten sieht es halt aus wie so ein Klimaanlagenaußengerät halt aussieht :smile: . Alle Geräte haben eine Energieeffizienzbewertung von A+++ im Kühlbetrieb, was ja bei solchen Stromfresser nicht ganz unwichtig ist und als Kältemittel kommt R32 zum Einsatz.

Die Installation ging ohne größere Probleme von statten. Wie gesagt hat sich der Standort der einen Außeneinheit etwas verändert und auch der Weg vom Dach ins Schlafzimmer wurde aufgrund von Platzgründen leicht anders gebaut als geplant. Unterm Strich aber wirklich nichts Besonderes. Am Ende von Tag 1 konnten wir bereits im wohl-temperierten Arbeitszimmer sitzen und mittlerweile einen Großteil des Erdgeschosses runterkühlen. Bedient werden können die Wandgeräte übrigens entweder klassisch per Fernbedienung (aber mit digitalem Display) oder neumodisch als IoT-Gerät im WLAN per App oder sogar Alexa/Google Assistant. Wir haben uns (derzeit) noch gegen letzteres entschieden. Es mag zwar theoretisch super komfortabel sein von überall aus seine Klimaanlage steuern zu können. Aber wer weiß wie sicher die Dinger sind und sowieso braucht man nicht noch mehr Elektronik im Haushalt die sinnlos rumstrahlt. Stattdessen drücken wir lieber ganz klassisch auf Knöpfe und nutzen eine Infrarot-Sichtverbindung. Am Gerät selbst gibt es nur einen An/Aus-Schalter (immerhin!) und ein paar (deaktivierbare) LED-Lampen.

Komfort auf Knopfdruck

Stellt sich jetzt noch abschließend die Frage, was das Gerät denn so kann und ob es sich lohnt. Nun, es kann vor allem erst einmal nicht nur Kühlen, sondern auch Heizen. Letzteres werden wir vermutlich höchstens sporadisch nutzen. Außerdem lassen sich für die Außeneinheiten und die Wandgeräte jeweils separate Einstellungen (über dieselbe Fernbedienung) treffen. Beispielsweise unterstützen die Außengeräte einen „Economy“-Modus sowie einen Flüsterbetrieb. Beides führt logischerweise dazu, dass es nicht so schnell kalt/heiß wird im Raum aber ihr spart dafür dann auch Strom bzw. stört eure Nachbarn nicht so stark. Die genauen Werte konnte ich nicht finden aber zumindest was die Lautstärke angeht ist definitiv ein massiver Unterschied zwischen „Volle Pulle“ und „Flüsterbetrieb“ zu hören.

Die Fernbedienung

Bei den Innengeräten gibt es ebenfalls die Möglichkeit einen leisen Modus zu aktivieren. Der hätte dann einen Schalldruckpegel von 19 dB(A) lt. Anleitung im Vergleich zu 41 dB(A) bei voller Power z.B., wenn man schnell einen Raum kühlen/heizen will. Außerdem besitzen die Geräte steuerbare Lamellen. So könnt ihr beeinflussen wohin der Luftstrom bläst, damit er euch nicht stört. Das geht sowohl manuell als auch in zwei Stufen automatisch. Bei der ersten Stufe hebt er die Abdeckung des Lüftungsschachts etwas an, damit es quasi über eure Köpfe bläst. Im zweiten, zusätzlich aktivierbaren Modus, springt dann noch eine Art Bewegungsmelder mit rein. Der erkennt wo im Raum sich Wärmequellen befinden und stellt die Lamellen dann so ein, dass sie in genau die andere Richtung pusten. Echt praktisch genauso wie die Tatsache, dass sich jedes Wandgerät eure Einstellungen merkt. Ihr müsst also nicht bei jedem Anschalten erneut eingeben, dass sie im Flüstermodus laufen soll. Zeitschaltung und den ganzen Kram gibt es selbstverständlich auch, nutzen wir aber aktuell noch nicht. Stattdessen schalten wir sie bei Bedarf ein, stellen die gewünschte Temperatur (in 0,5er-Schritten) ein und lassen es uns nach einem Moment Anlaufzeit gut gehen. Ist die gewünschte Temperatur erreicht schaltet es automatisch ab bzw. fährt die Leistung soweit runter wie es noch notwendig ist, um die Temperatur zu halten. Total einfach und super angenehm in jeder Hinsicht.

Fazit

Unterm Strich sind wir nach den ersten Tagen mit dieser teuren Investition (hoher, vierstelliger Betrag) absolut zufrieden. Es wird wie gewünscht angenehm kühl und, dass selbst im Flüsterbetrieb gefühlt ziemlich schnell. Die spannende Frage wird nun noch sein wie es sich am Ende in der Stromrechnung niederschlägt und eine regelmäßige Wartung ist ebenfalls notwendig (abseits der integrierten Reinigungsfunktion). Aber ganz ehrlich: Nicht vor dem Rechner zu zerfließen oder im Sommer nachts schlafen zu können (Lysanda mag keine offenen Fenster – und selbst das hilft ja mitunter nicht) ist uns die Mehrkosten von lt. Internet ca. 17ct pro Betriebsstunde mehr als wert.

Ich bin mir natürlich bewusst, dass ich das Thema „Umwelt“ dabei komplett ausgeklammert habe. Und ja, eine Klimaanlage ist alles nur nicht umweltfreundlich. Da gibt es nichts schön zu reden. Ich kann nur als leicht abschwächende Argumente anführen, dass sie schon R32-Kältemittel verwendet und wir die Anlage nicht jeden Tag und ständig laufen lassen werden. Aber am Ende des Tages ist und bleibt es eine rein egoistische Anschaffung. Und wenn Mutter Natur uns um unseren erholsamen Schlaf bringt, dann darf sie sich nicht wundern, wenn wir Zurückschlagen!!!!!1111 :wink:

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