Sicarius

Tragödie in zwei Akten

Weibliche Stimme aus dem Off: Detective 16 Adam hier BCC. Adam Boy und Truck 1 unterwegs mit Code 3. Einsatzort: Station Fresnal Street.

Officer Blau Eins: Einsatzgruppe an TOC. Eindringteam in Position.

TOC: TOC an Eindringteam. Los, wenn ihr bereit seid.

Team Lead in Gedanken: Okay, dieses Mal klappt es. Die gefühlt 2.000 Fehlschläge davor sind vergessen und vergeben. Einfach auf den Einsatz konzentrieren, immer vorsichtig vorgehen und dann schaffen wir es endlich die U-Bahnstation zu sichern.

Team Lead: BANZEI!

Team Lead stürmt auf die Doppeltür zu, geht in die Hocke und öffnet sie ohne Rücksicht auf Verluste. Eine verdächtige Person steht dahinter. Ohne zu Zögern verschießt Team Lead einige Pfefferkugeln aus seinem Gewehr. Derweil schreit hinter ihm sein Team die Person an.

Officer Blau Eins: Verdächtige Person gesichtet.

Officer Rot Eins: Polizei! Waffe fallen lassen!

Verdächtige Person: Gas! Die Drecksäcke gasen mich ein! *hust*

Team Lead: Runter!

Die verdächtige Person reagiert nicht auf den Befehl von Team Lead und wandert stattdessen hustend in Richtung der nächsten Tür. Team Lead rennt hinter ihm her und versetzt der verdächtigen Person einen Faustschlag in den Rücken.

Team Lead: Polizei! Waffen fallen lassen!

Officer Blau Eins: Gangster kooperiert.

Verdächtige Person: Schon gut. Ich will keinen Ärger.

Die verdächtige Person lässt endlich seine AK-47 fallen und kniet sich mit erhobenen Händen auf den Boden.

Team Lead: Festnehmen!

Officer Rot Zwei: Verstanden.

Rot Zwei begibt sich zum Verdächtigen und verschnürt ihn.

Officer Rot Zwei: Verdächtige Person verhaftet.

SWAT 4: The Stetchkov Syndicate ScreenshotTeam Lead: TOC, hier Eindringteam. Verdächtige Person ist gesichert und transportbereit.

TOC: Verstanden. Mission fortsetzen.

Team Lead schaut sich im Raum um. Es ist eine Schalterhalle. Gegenüber ist eine Tür sichtbar und zwischen den Bänken befinden sich zwei Zivilisten. Eine liegt verwundet am Boden.

Zivilist (verletzt): UARGH *windet sich*

Team Lead schaut sich den am Boden liegenden Zivilisten genauer an.

Team Lead: TOC, hier Eindringteam. Zivilperson ist verwundet, lebt aber. Rettungssanitäter informieren.

TOC: Roger. Rettungssanitäter bereit.

Team Lead wendet sich dem anderen Zivilisten zu.

Team Lead: Hände hoch und auf den Boden!

Zivilist: Aber ich hab‘ doch einen Fahrschein!

Trotz ihres Protests ergibt sich der gesunde Zivilist und lässt sich anstandslos festnehmen.

Officer Rot Zwei: Kontaktperson hat sich ergeben.

Team Lead: TOC, hier Eindringteam. Zivilperson gesichert und bereit zur Abholung.

TOC: Roger. Nachhut in Bereitschaft.

Team Lead widmet sich nun wieder dem Raum. Insgesamt sind sechs Zugänge im Raum. Zwei führen in die Fahrscheinausgabe, aus der einen kam das Einsatzteam, die anderen führen in weitere Räume. Zwei davon sind Doppeltüren, an der dritten hängt ein Schild “Employees only”. Team Lead deutet auf die erste Doppeltür.

Team Lead: Rot. Aufstellen.

Officer Rot Eins: In Bewegung.

Team Lead deutet auf die Tür zum Wartungsbereich.

Team Lead: Blau. Aufstellen.

Officer Blau Zwei: Blau ist dran.

Team Lead selbst begibt sich hinter die Fahrscheinausgabe.

Verdächtige Person: Die Cops sind hier!

Die verdächtige Person versucht auf die andere Seite der Fahrscheinausgabe zu flüchten, um außer Sichtweite von Team Lead zu gelangen. Team Lead verschießt wieder ein paar Pfefferkugeln, schreit ein wenig herum, schlägt auf die verdächtige Person ein bis sie sich ergibt und nimmt sie fest.

ZEITSPRUNG

Fast die gesamte Station wurde von Team Lead durchforstet. Dabei hat er im Alleingang alle verdächtigen Personen ohne sie zu töten oder zu verletzten festgenommen und auch die Zivilisten gesichert. Es fehlen nur noch zwei Räume: Eine Herrentoilette sowie der Wartungsraum, vor dem er zu Beginn des Einsatzes Team Blau positioniert hat. Team Rot ist in der Zwischenzeit ein Zimmer weiter und hat sich an einer zweiten Tür positioniert, die in denselben Raum führt.


Team Lead stellt sich links von der Toilettentür auf und öffnet sie. Aus der Toilette ertönt ein Schuss aus einer Schrotflinte. Sonst passiert nichts.

Team Lead: Polizei! Waffen fallen lassen!

Nichts passiert.

Team Lead beugt sich nach rechts und versucht in die Toilette hineinzublicken. Da er nichts sieht, geht er ein Stückchen weiter auf die offene Tür zu, beugt sich wieder nach rechts und checkt erneut die Lage. Da erblickt er den Arm der verdächtigen Person. Team Lead schießt aus seinem Paintballgewehr ein paar Kugeln, doch sie prallen an der Türkante ab. Team Lead muss noch einen Schritt weiter nach rechts — und bekommt eine Ladung Schrott in den Arm.

Team Lead in Gedanken: AAAAH VERDAMMTE SCHEISSE. WARUM MUSS MICH DIESES ARSCHLOCH TREFFEN! MIST! MIST! MIST! GAAAAH!

Team Lead schießt auf die verdächtige Person, trifft und setzt die übliche Festnahmeprozedur in Gang.

Team Lead in Gedanken: Okay, Chefinspektor werde ich jetzt nicht mehr. Aber egal, Hauptsache ich schaffe diese scheiß Mission endlich mal.

Team Lead begibt sich zur dritten Tür, die in den Wartungsraum führt. Er wundert sich zwar ein wenig, warum der Architekt für dieses kleine Zimmer so viele Türen eingebaut hat, aber ihm soll es recht sein. Er spiegelt unter der Tür durch und erblickt eine Zivilperson hinter einer Rolltafel versteckt in der Ecke. Ansonsten ist nichts zu sehen.

Team Lead öffnet die Helmkameras von Team Rot und Team Blau.

Team Lead: Blau. Blenden und sichern. Rot. Geht da rein!

Team Lead öffnet seine Tür und begibt sich schon einmal in den Raum hinein. Währenddessen öffnet Blau die Tür und plötzlich ertönen Schüsse. Blau Eins geht zu Boden, Blau Zwei wirft seelenruhig seine Blendgranate. Währenddessen rückt Rot von ihrer Seite aus in den Raum ein und wird von der Blendgranate…nun, geblendet. Trotzdem schreien sie die verdächtige Person an.

Ein genervter WebmasterOfficer Rot Eins: Polizei! Waffen fallen lassen!

Die verdächtige Person hustet ihnen etwas und flüchtet hinter eine Deckung. Da kommt Team Lead angestürmt und verschießt seine komplette Pfefferkugelmunition auf den armen Mann.

Team Lead in Gedanken: DU ARSCHLOCH. DU VERDAMMTES ARSCHLOCH. KOMM HER, DAMIT ICH DICH SCHLAGEN KANN.

Vor dem Rechner sitzt der Webmaster, rauft sich die Haare und flucht schlimmer als ein Seemann, bevor er wutentbrannt das Spiel beendet. Zehn Minuten später startet er es wieder und erneut ist eine weibliche Stimme aus dem Off zu hören, wie sie sagt: “Detective 16 Adam hier BCC. Adam Boy und Truck 1 unterwegs mit Code 3. Einsatzort: Station Fresnal Street.”

Das, meine Damen und Herren, ist SWAT 4: The Stetchkov Syndicate. Für den Webmaster seit 2006 das nervenaufreibendste Addon (und auch schon Hauptspiel) aller Zeiten. Sieben Missionen, die er alle mit einer Wertung von 100% abschließen möchte (niemanden Töten, nicht selbst verletzt werden und dergleichen). Fünf Stück hat er mittlerweile tatsächlich so abgeschlossen. Zwei fehlen noch. Die U-Bahn-Station ist eine davon. Ob er es schaffen wird, bevor er keine Haare zum Ausreisen mehr übrig hat?

PS: Lasst euch von mir nichts vormachen. SWAT 4 und sein Addon SWAT 4: The Stetchkov Syndicate ist einer der besten Taktik-Shooter den es jemals gab, auch wenn die KI genauso gerne wie in Ghost Recon: Advanced Warfighter in SDKI-Territorium abrutscht. Hat sogar einen Koop-Modus und läuft unter Windows 7 einwandfrei. Ihr müsst allerdings den zweiten Monitor deaktivieren, falls ihr einen habt. Wenn ihr nicht so verrückt seid, wie ich, dann habt ihr auch definitiv sehr viel mehr Spaß als Frust damit, obwohl es auch ohne Perfektionismus eine echte Herausforderung ist. Sehr zu empfehlen und mittlerweile für sehr wenig Geld zu haben.

Und ihr da, Irrational Games, macht euch endlich mal an Teil 5! Aber bitte einen richtigen fünften Teil. Nicht das, was ihr mit dem eingestellten Division 9 vorhattet. SWAT + Zombies…was bin ich froh, dass scheinbar doch jemand mitgedacht hat und es gekippt wurde. Mehr zu diesem eingestellten Projekt, inklusive einigen bewegten Bildern, erfahrt ihr hier im Blog der Entwickler.

Sicarius

Blick in die nahe Zukunft

Ob ich nach den ganzen Rekorde brechenden Einträgen in den letzten Wochen noch einen mit etwas normalerer Länge zusammenbekomme? Ich versuche es mal und das, obwohl das heutige Thema auch wieder prädestiniert dazu wäre, etwas länger abgehandelt zu werden. Und zwar geht es heute um die Spiele, die im ersten Quartal 2012 auf den Markt kommen werden. Aber da die Liste selbst nach dem Aussortieren der echten Rohrkrepierer viel zu lange gewesen wäre, picke ich mir für diese Vorschau mal wirklich nur die Spiele raus, die mich persönlich tatsächlich so richtig interessieren und die ich wirklich gerne spielen möchte und die nicht einfach nur in die Kategorie “würde ich normalerweise so oder so kaufen, weil es mindestens ein halbwegs gutes Spiel ist” fallen. Den Kauf solcher Titel möchte ich schließlich dieses Jahr nach Möglichkeit vermeiden beziehungsweise wenn überhaupt erst als Budget-Titel tätigen.

Inversion Screenshot Inversion (10.02.2012 – X360, PS3) – Es besteht durchaus die Gefahr, dass es ein richtiges Scheißspiel wird. Aber die Grundidee mit der dynamischen Manipulation der Schwerkraft verknüpft mit dem Gameplay eines Gears of War klingt richtig cool und verspricht ein riesiges Spielspaß-Potential. Außerdem haben mir schon Prey, TimeShift (vom gleichen Entwickler) und Singularity vor allem wegen ihren physikalischen Spielereien in Bezug auf Raum und Zeit gefallen, die weit über die billige Gravity Gun eines Half-Life 2 hinausgehen. Das könnte schon im Einzelspielermodus sehr viel Spaß machen, aber einen Koop-Modus soll es auch noch geben. Hoffentlich haben sich die Entwickler nicht übernommen *Daumen drück*.

Catherine (10.02.2012 – X360, PS3) – Ich vermute, dass ich an den Plattformpuzzeln unter Zeitdruck versagen werde. Ich bin für solche Sachen schon immer zu blöd. Aber das Spiel scheint auf seine Art so abstrus zu sein wie ein American McGee’s Alice, dass ich es unbedingt mal selbst erleben muss, was sich dahinter tatsächlich verbirgt, egal ob ich das Ende dann auch schaffe zu erreichen oder eben nicht.

SSX (16.02.2012 – X360, PS3) – Der reale Sport interessiert mich nicht die Bohne. Weder als eine Tätigkeit, die ich selbst ausüben wollen würde, noch als Zuschauer vorm Fernseher. Am Rechner/Konsole macht mich Snowboarding allerdings mehr an als Skateboarden, obwohl es spielerisch praktisch dasselbe ist. Das liegt einfach am Setting. Hohe Berge herunterfahren, die Aussicht genießen und der Naturgewalt trotzen ist einfach was ganz anderes als langweilig über den Asphalt zu rollen. Und der Reboot der erfolgreichen SSX-Serie sieht einfach nur fantastisch aus. Als in der Demo auf der gamescom 2011 die Lawine herunterkam — das wirkte wesentlich genialer als zwei Türen weiter im Need for Speed: The Run-Trailer.

Binary Domain (17.02.2012 – X360, PS3) – Mit den anwesenden Entwicklern habe ich mich auf der gamescom 2011 sehr lange unterhalten (zum Ungemach der anwesenden PR-Managerin), weil mich das KI-System hinter dem Spiel so fasziniert hat. Squadmitglieder, die ihren ganz eigenen Kopf haben und eben nicht immer einfach das machen, was ich als Spieler ihnen sage? Stattdessen beeinflussen meine Aktionen in den Kämpfen (der eine mag es mehr, wenn du schleichst, der andere will lieber drauf los stürmen) und meine Interaktion mit ihnen (in welchem Ton rede ich mit ihnen) ihr Vertrauen in mich und damit das Spiel und die Hintergrundschichte? Und das alles auch noch mit einer Sprachsteuerung die auch ein paar laxere Aussagen wie ein “Fuck you!” verstehen soll (nein, Tonlage/Emotionsgehalt wird sie leider nicht interpretieren können)? Da bin ich sehr gespannt drauf, ob das am Ende wirklich so gut funktioniert, wie es in der Demo wirkte. Außerdem waren mir die beiden Entwickler sehr sympathisch.

Asura’s Warth (24.02.2012 – X360, PS3) – Ich hab’ keine Ahnung um was es in dem Spiel eigentlich geht. Ich weiß nicht einmal wirklich, wie es sich spielen wird. Mir ist nur bekannt, dass es wohl in die Richtung eines God of War geht. Aber das ist mir alles ziemlich egal, weil mich das Charakter- und Gegnerdesign unheimlich anmacht. Vor allem die Screenshots auf denen Asura voller Tattoos und mit Speeren im Rücken auftaucht. Da frag ich mich schon immer, ob das aus einer Zwischensequenz ist, oder ob man tatsächlich so rumläuft, wenn er in Rage ist. Wobei die Entwickler behaupten, dass man auch während der Zwischensequenzen spielen darf. Keine Ahnung, wie das funktionieren soll.

Armored Core V ScreenshotSyndicate (24.02.2012 – PC, X360, PS3) – Ja gut, es ist ein Ego-Shooter. Aber es ist ein Ego-Shooter von Starbreeze Studios und was so in den Trailern gezeigt wurde, macht schon einen coolen Eindruck. Die ganze Idee die Chips von gegnerischen Soldaten zu hacken und sie so dann fernzusteuern klingt schon richtig cool. Wenn diese Aktionen angenehm flüssig in den Spielablauf eingebunden sind und das Cyberpunkt-Setting gut umgesetzt wurde, dann verzeihe ich dem Spiel gerne, dass es eben doch nur ein Shooter ist. Außerdem gehört das Spiel in die Kategorie von Titeln, die ich als Serienfan einfach selbst erleben muss, selbst wenn ich am Ende nur mit dem Kopf schüttele :smile: .

Armored Core V (02.03.2012 – X360, PS3) – Neben der Ace Combat-Reihe, war es die Armored Core-Serie, die mich hauptsächlich neidisch auf die Konsoleros schielen ließ. Schon allein, weil es seit mittlerweile 10 Jahren (MechWarrior 4: Mercenaries) kein richtig gutes simulationslastiges Mech-Spiel mehr für den PC gab. Dabei sind Mechs einfach cool und mit so einem Monstrum durch einen Level zu stapfen und halbwegs taktisch andere Monstermaschienen zu plätten ist schlicht genial. Wenig verwunderlich also, dass der Titel weit oben auf meiner Liste steht, auch wenn es asiatische Mechs sind.

Mass Effect 3 (08.03.2012 – PC, X360, PS3) – “Finish the Fight” hieß es damals bei Halo 3 und genau deswegen führt für mich kein Weg am Abschluss der Mass Effect-Trilogie vorbei. Ich will wissen wie es ausgeht und ich will das Finale mit meiner Shephard erleben, die ich vor vier Jahren erschaffen habe. Ja, der ganze Multiplayerkram lässt mir die Haare zu Berge steigen und hoffentlich halten die Entwickler ihr Wort und man kann auf den ganzen Mist verzichten, wenn man es nicht nutzen möchte. Aber selbst wenn sie plötzlich sagen würden, dass das gute Ende nur per DLC verfügbar sein wird, würde ich es mir trotzdem kaufen.

XCOM (09.03.2012 – PC, X360, PS3) – Was auf der E3 2011 gezeigt wurde, stimmte mich wieder etwas fröhlicher. Klar, es wird trotzdem nicht an die Genialität der Originalteile heranreichen. Aber bin dennoch zuversichtlich, dass es 2K Marin schaffen könnte einen würdigen Nachfolger im Geiste zu erschaffen, der eine neue Generation in das Universum einführt. Außerdem sieht es schon irgendwie cool aus. Definitiv schon jetzt ein Anwärter auf den NOCA für das visuell ungewöhnlichste Spiel 2012.

Sniper: Ghost Warrior 2 (16.03.2012 – PC, X360, PS3) – Ich fand Teil 1 richtig gut — zumindest in den reinen Sniper-Missionen. Diese komischen Assault-Aufträge dazwischen waren hingegen der totale Mist. Aber die soll es in Teil 2 ja nicht mehr geben und was ich auf der gamescom 2011 spielen konnte, hat mich schon richtig angefixt. Schleichen und aus dem Hinterhalt Leute abschießen liegt mir einfach :smile: . Und es sieht dank der CryEngine 3 auch fantastisch aus. Gut, dass Sniper Elite V2 erst später im Jahr kommt. Da machen sich die beiden schon keine Konkurrenz.

Das Schwarze Auge: Satinavs Ketten Screenshot Das Schwarze Auge: Satinavs Ketten (23.03.2012 – PC) – Ein Adventure im Das Schwarze Auge-Universum? Kann das wirklich funktionieren? Ich sage: Ja, kann es! Vor allem mit Daedalic als Entwickler habe ich absolut keine Zweifel daran, dass es nicht nur spielerisch, sondern auch atmosphärisch ein super Spiel wird. Und als alter DSA-Fan ist es sowieso meine Pflicht es zu kaufen. Ich lehne mich deshalb auch hier schon einmal aus dem Fenster und gehe stark davon aus, dass es bei den NOCAs 2012 eine Nominierung für das beste Adventure des Jahres erhalten wird.

Landwirtschafts-Simulator 2012 3D (29.03.2012 – 3DS) – Entschuldigt, aber den Gag konnte ich mir nicht verkneifen. Auch wenn ich mir tatsächlich aus Neugier den Landwirtschafts-Simulator 2011 gekauft habe — so tief sinke ich dann doch nicht, dass ich mir auch noch den 3DS-Ableger hole :smile: .

Max Payne 3 (März 2012 – PC, X360, PS3) – Mir gefällt der neue Payne nicht, den man in Südamerika spielen wird. Er sieht einfach aus wie ein billiger John McClane-Cosplayer. Und was bislang von der Geschichte bekannt ist, lässt mich auch nicht gerade in Jubelrufe ausbrechen. Ein noch depressiverer Max, der optisch in die Richtung eines Jim Raynor und Sam Fisher geht? Zwei Figuren, deren komischer Wandel ich schon nicht gut fand? Das kann nur in die Hose gehen. Aber jetzt habe ich so viele Jahre auf einen Nachfolger gewartet, da werde ich verdammt sein, wenn ich mir das nicht selbst genauer anschaue.

Aliens: Colonial Marines (1. Quartal 2012 – PC, X360, PS3) – Ganz ehrlich: Mich stört es nicht, dass man dieses Mal nur einen Space Marine spielen darf. Dessen Sequenzen waren schon in den Aliens vs. Predator-Spielen immer die spannendsten. Allein das Gepiepse des Bewegungsmelders lässt einen schon die Haare zu Berge steigen. Und mit Gearbox als Hauptentwickler (die TimeGate Studios helfen auch mit statt an einem dritten Teil der Section 8-Reihe zu arbeiten), bin ich sowieso zuversichtlich, dass es ein richtig gutes Spiel wird. Übrigens ist der Titel meine derzeit älteste Vorbestellung, nachdem Duke Nukem Forever nu rausgefallen ist und S.T.A.L.K.E.R. 2 leider storniert wurde. Und zwar steht das Spiel seit dem 15.04.2008 auf meiner Liste.

Das wäre also soweit meine Titel. Eigentlich immer noch viel zu viele für den kurzen Zeitraum, aber das erste Quartal ist einfach wieder extrem überfüllt mit guten Spielen und da ich außerdem nun gleich drei Plattformen und nicht nur eine beobachte, steigt die Zahl der potentiellen Kandidaten. Da aber natürlich jetzt trotzdem einige Spiele fehlen, nutze ich gleich mal die Chance und stelle euch die Frage: Welches Machwerk, welches im Zeitraum Januar bis Ende März erscheint, werdet ihr euch definitiv anschauen?

Sicarius

Frohes neues Jahr!

Wir haben es geschafft! Auch 2011 ist die Welt nicht untergangen. Mal schauen ob es vielleicht dieses Jahr endlich was wird. Mir tun die ganzen Endzeitpropheten nämlich immer so leid. Die kommen sich sicher auch doof vor, wenn sie das ganze Jahr vom Ende predigen und dann passiert doch nichts. Aber wir sind heute ja nicht hier, um über die Gefühle von solchen Leuten zu reden. Der traditionelle Neujahrsgruß ist stattdessen das große Thema dieses kurzen Eintrags:

Happy New Year 2012

Happy New Year 2012

Die Idee zu diesem Bild stammt von Don Quichotte. Ja, der lebt auch noch und liest tatsächlich immer heimlich mit. Und da es ziemlich selbsterklärend ist, will ich euch gar nicht länger aufhalten und verabschiede mich stattdessen gleich schon wieder mit dem üblichen Gruß:

Das Team von Bagdadsoftware wünscht euch ein frohes neues Jahr!
PS: Vergesst das Sauerkraut nicht!

move-ment (n.) – 1. a. The act or an instance of moving; a change in place or position.
TheFreeDictionary

Bagdadsoftware Jahresrückblick 2011
(Danke an JakillSlavik für das Banner)

Es ist mal wieder die Zeit des Jahres. Die zwei Wochen, die offiziell als “Zwischen den Jahren” bezeichnet wird. Mittlerweile weiß ich sogar den Grund dafür. Und zwar hat sich das eingebürgert, weil vor allem früher das Neujahrsfest an unterschiedlichen Tagen in diesem Zeitraum war. Selbst die katholische Kirche hat erst spät den 1. Januar als Start des neuen Jahres akzeptiert, früher war es der 6. Januar. Als “Entschädigung” ist ihr Name für diesen Übergang international in den Sprachgebrauch übergegangen: Silvester, benannt nach dem Heiligen Silvester, der angeblich am 31. Dezember 335 gestorben ist. Warum er heiliggesprochen wurde? Weil er einen toten Stier wieder zum Leben erweckt haben soll. Ein alter Nekromant, der Bischof Silvester :smile: .

Aber gut, ich glaube nicht, dass ihr deswegen heute hier seid. Zu Recht, denn dies ist der letzte Eintrag des Jahres 2011 und wie es die Tradition verlangt, werfen wir heute einen Blick zurück auf das vergangene Jahr. Wie immer zuerst aus Sicht von Bagdadsoftware, am Schluss aber auch noch aus meiner eigenen. Und da dieser Eintrag der drittlängste in der Geschichte von Bagdadsoftware ist, will ich euch nicht weiter mit der Einleitung nerven.

Grundlegende Statistiken

Vorweg: Wenn nicht anders angegeben, sind die Zahlen in den Klammern die Werte aus 2010.

111 Einträge (107) wurden in diesem Jahr veröffentlicht. Warum plötzlich vier Stück mehr? Nun, das liegt vor allem an unserer Jubiläumswoche anlässlich des 10. Geburtstags der Seite im März. Da gab es statt nur zwei Einträgen gleich fünf. Wo allerdings der vierte zusätzliche Eintrag herkommt, das kann ich euch nicht sagen, denn abseits dieser einen Woche gab es wie gewohnt immer nur zwei Stück.

18,03% aller Einträge stammten in diesem Jahr nicht von mir, sondern wurden von “meinen” Autoren verfasst. Das entspricht einem Rückgang von 14% oder 4 Einträgen im Vergleich zum Vorjahr. Was nicht bedeutet, dass die Jungs faul geworden sind. Ich brauchte nur dieses Mal nicht ganz so oft eine Vertretung. Interessant: War JakillSlavik im letzten Jahr mit 15 Einträgen noch der Aushilfsschreiber vom Dienst, muss er sich heuer den ersten Platz mit Azzkickr teilen, der genauso acht Einträge verfasst hat. 2010 waren es bei ihm “nur” vier Stück. Rondrer bleibt die Nr. 3, konnte sich jedoch um einen Eintrag auf insgesamt vier steigern.

Wie immer an dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an die drei. Ohne sie, gäbe es viel zu oft einen inhaltlich weniger gehaltvollen Eintrag. Wobei es jetzt bestimmt Leute gibt, die behaupten, dass es etwas anderes auf Bagdadsoftware sowieso nicht gibt. Aber die ignorieren wir wie immer :smile: .

Coole Tabelle

Ihre Einträge halfen auch dabei mit den Jahresschnitt massiv nach oben zu drücken. Dank Rondrers Script, das er anlässlich seines 10-Jahre-Jubieintrags gebastelt hat, einer der Werte, die ich nun endlich ohne Aufwand erfassen kann. Und zwar sieht die Tabelle inklusive dieses Eintrags so aus (Stand 31.12.2011):

 Durchschnitt Wörter pro Eintrag

Schon beeindruckend, diese Steigerung von 2010 auf 2011. Da es zudem überdurchschnittlich viele Einträge in diesem Jahr gab, lässt sich diese Steigerung nicht einfach nur durch die langen Jubiläumstexte erklären. Nein, auf Bagdadsoftware sind die Texte eindeutig insgesamt länger geworden — auch die der drei Autoren. Ob sich das 2012 noch einmal steigern lässt? Ich glaube es fast nicht. Aber warten wir einfach mal ab.

Akute Kommentitis

Aber nicht nur die obige Tabelle ist sehr interessant. Auch diese hier macht einiges her (Stand 31.12.2011):

Durchschnitt Wörter pro Kommentar

Um es in einen Kontext zu bringen: In diesem Jahr wurden unter die 111 Einträge insgesamt 816 Kommentare (537) gepackt. Das macht 7,4 (5,0) pro Eintrag. Übrigens der zweithöchste Wert in der Geschichte von Bagdadsoftware. Nur 2008 gab es mit 13,8 Kommentaren pro Eintrag einen höheren Wert. Aber ich gehe mal stark davon aus, dass in den sieben Kommentaren mehr Niveau steckt als in den 14 damals :smile: . Wie immer spare ich mir es die Kommentar-Autoren zu zählen, schätze aber, dass JakillSlavik auch in diesem Jahr seinen ersten Platz deutlich verteidigen konnte.

Auch ein Novum: Es gibt nur vier Einträge ohne einen einzigen Kommentar. 2010 waren es noch ganze 17 Stück. Schade nur, dass zwei davon Podcast-Ankündigungen sind (Weibliche Gamer und Minecraft). Warum es dieses Jahr nur so wenige Einträge ohne Kommentare gab? Vermutlich, weil die Einträge in 2011 mehr als in den vergangen Jahren sehr konzentriert waren auf die Kernkompetenzen Bagdadsoftware: Videospiele, Computer und was dazugehört. Aber dazu gleich mehr. Lasst uns erst einmal die harten Zahlen fertig durcharbeiten.

Besucherspionage, Teil 1

Google Analytics Es sollte eigentlich jedem bekannt sein, dass im Hintergrund der Seite Google Analytics läuft. Zumindest habe ich meine gesetzlichen Pflichten erfüllt und nicht nur eine entsprechende Datenschutzerklärung am Ende jeder Seite hinterlegt, sondern auch das System so eingestellt, dass es wirklich nur die wichtigsten Daten sammelt. Eure komplette IP zum Beispiel, was ja auch in diesem Jahr groß durch die Medien ging, wird nicht an Google übermittelt. Aber natürlich steht es euch frei den Dienst dennoch zu blocken, wie es zum Beispiel auch Rondrer tut. Ich bin euch da nicht böse, obwohl die Daten für mich sehr interessant und hilfreich sind. Und zumindest einmal im Jahr lasse ich euch ja daran Teil haben. Entsprechend nun hier die Werte aus dem Zeitraum 01.01. bis 30.12.2011:

Die Besucherzahlen sind in diesem angenehm gestiegen. Und zwar um satte 61,88% auf 14.286 (8.825). Das entspricht 39 Besuchern pro Tag (24). Mit dieser Steigerung einher geht auch eine Erhöhung der Seitenaufrufe insgesamt von 18.096 auf 31.115. Durchschnittlich hat ein Besucher in diesem Jahr also 2,18 Seiten (2,05) aufgerufen, wobei sich an seinem Verhalten wenig verändert hat. Immer noch setzt sich dieser Wert vornehmlich aus zwei Aktionen zusammen: Aufruf der Seite und Klick auf die neusten Kommentare. Nicht weiter verwunderlich oder gar verwerflich. Der Anstieg um 6,22% zeigt mir allerdings auch, dass die neuen Besucher trotzdem ein wenig auf der Seite gestöbert haben.

Diese Aussage wird zusätzlich unterstützt durch die durchschnittliche Besuchszeit von sehr guten 3 Minuten und 37 Sekunden. Mehr als eine halbe Minute, 25,02% um genau zu sein, mehr als im vergangenen Jahr, wo es noch 2 Minuten 54 Sekunden waren. Außerdem gibt es noch die Absprungrate. Also der prozentuale Anteil an Zugriffen, bei denen der Besucher die Webseite direkt auf der Einstiegsseite wieder verlässt. Der Wert liegt in diesem Jahr um 7,12% niedriger bei 60,53%. Bei einer Seite, bei der das meiste auf der Einstiegsseite (=Startseite) abläuft, gar kein schlechter Wert. Das sind Zahlen, die mich wirklich zufrieden stimmen.

Besucherspionage, Teil 2

Was gibt es noch interessantes? Nun, da wäre natürlich noch die Antwort auf die Frage “Wie kommen die Leute eigentlich hierher?”: Direkt die URL in ihren Browser eingetippt haben 37,48% aller Besucher. Etwas weniger als letztes Jahr. Da lag der Wert noch bei 40,96%. Die Situation hat sich stattdessen umgekehrt, denn die verweisenden Webseiten, sprich Links zu Bagdadsoftware auf GamersGlobal und Co., machten nun 40,77% der Besucher aus. Da waren es 2010 noch 36,11%. Bei den Suchmaschinen hat sich hingegen nur wenig getan. Mit 21,76% zu 22,92% (2010) ist der Unterschied vernachlässigbar. Apropos Suchmaschinen: Der am häufigsten genutzte Suchbegriff ist immer noch (!!) “Christina Stürmer nackt” sowie auf Platz 5 “Christina Stürmer nude”. Platz 2-4: Bagdadsoftware, Portal 2 und Borderlands

Was sicherlich auch noch interessant ist: Der Anteil der Internet-Explorer-Nutzer ist im Vergleich zu 2010 massiv gesunken. Nur noch 6,06% (18,87%) aller Besucher sind damit unterwegs. Die Tabelle sah 2011 so aus:

1. Firefox mit 54,28% (58,16%)
2. Chrome mit 16,67% (3,33%)
3. Opera mit 13,06% (14,71%)
4. Safari mit 7,06% (3,30%)
5. Internet Explorer mit 6,06% (18,87%)

Meiner Meinung nach ist da keine weiter verwunderliche Entwicklung dabei. Seit Maxthon standardmäßig die Webkit-Engine (meldet sich als Chrome) benutzt, bin selbst ich nicht mehr mit einem IE-Merkmal unterwegs. Und dank des Erfolgs von iPhone & Co. hat Safari eine wesentlich weitere Verbreitung erfahren. Entsprechend wichtig ist es mir auch, dass die Seite jederzeit auf einem Mobiltelefon angenehm nutzbar ist.

Gründe

Im letzten Jahr hatte ich an dieser Stelle gesagt, dass der Hauptgrund für den damaligen Anstieg die News zur Veröffentlichung eines neuen Podcasts drüben bei GamersGlobal waren. Die Steigerung bei den Verweiswebseiten scheint dies in diesem Jahr erneut zu bestätigen. Doch meine täglichen Statistiken sprechen tatsächlich eine durchaus andere Sprache. Keine Frage: Wenn ein neuer Podcast erscheint, dann gehen die Zugriffszahlen für 1-2 Tage massiv nach oben. Aber viel wichtiger ist die Zeit dazwischen und im Vergleich zum Vorjahr waren an jedem Tag die Besucherzahlen so gut wie immer höher. Das zeigt mir, dass wir trotz wenigen neuen Kommentatoren doch so einige neue Leser dazugewonnen haben. Mein Engagement auf Twitter wird da sicherlich mittlerweile auch einen Anteil daran haben, obwohl ich im Jahresrückblick 2010 noch gegenteiliges behauptet hatte.

Ein Faktor, der dort mit reinspielt, ist aber sicherlich auch in der erhöhten Kommentarmenge zu finden. Wo mehr kommentiert wird, schauen auch mehr Leute rein. Womit wir zurück bei der eigentlichen Frage sind: Warum wurde in diesem Jahr mehr (und länger) kommentiert? Meine Antwort, wie weiter oben schon gesagt ist, dass es 2011 nur sehr wenige Ausreißer-Themen gab. Ein sehr großer Teil der 111 Einträge drehte sich um Videospiele und die Spielebranche oder zumindest um Hardware und Filme, also die Sachen, zu denen die Bagdadsoftware Zielgruppe (also ihr) eigentlich immer etwas zu sagen hat. Die etwas abseitigeren Einträge, ja dazu zählen auch Kessy-Einträge, waren schon immer etwas weniger frequentiert. Das bedeutet für 2012? Versuchen weiter die Games-Schiene zu fahren!

Produktionsstatistik

Kommen wir mal auf Bagdadsoftware direkt zu sprechen. Da wäre beispielsweise die Gespielt-Sektion, die heuer einen Zuwachs von 63 Zeilen erfahren konnte — ohne die 42 Ultrakurzeindrücke aus den NOCAs. Leider bin ich derzeit noch dabei die Tabelle auf den neusten Stand zu bringen, entsprechend fehlt der direkte Vergleich zu 2010 noch. Aber wenn ich mir die drei wichtigsten Themenbereiche rauspicke, die auch vollständig hinterlegt sind, dann gibt es folgende Erkenntnisse: Nicht nur erst seit meinem (temporären) Ausstieg bei GamersGlobal hat sich das Verhältnis zwischen Berichten hier und dort relativ angeglichen. So habe ich in diesem Jahr 24 (3) Angespielt- und Durchgespieltberichte getippst und gleichzeitig auch noch 8 (13) Tests sowie 19 (15) Vorschauen veröffentlicht. Letztere beiden aber natürlich nur bei GamersGlobal. Irgendwie hatte ich in diesem Jahr wirklich ein wahnsinnig hohes Mitteilungsbedürfnis was Spiele betrifft :smile: .

Die Artikel-Sektion ignorieren wir in diesem Jahr, da auch sie noch mitten in der Überarbeitung ist. Da die Suche auf der Seite nicht das Wahre ist, versuche ich immer mehr Einträge auch in die beiden Sektionen “Artikel” und “Gespielt” zu bringen — natürlich nur, wenn es wirklich passt — und entsprechend ändern sich die Jahreswerte derzeit massiv.

Bleiben noch die Garry’s Mod-Bilder sowie die Signaturen. Hier hat sich im Vergleich zum Vorjahr nur wenig getan. 2011 habe ich es 6mal geschafft Garry’s Mod zu starten. Im letzten Jahr war es nur eines mehr. Signaturen habe ich hingegen 7 statt 9 Stück produziert. Ich glaube auch nicht, dass diese Werte ansteigen werden. Einträge mit der Vorstellung neuer Bilder gehören für mich eher in die Kategorie “Filler”, auch wenn der zeitliche Aufwand meist höher ist, als wenn ich einen “richtigen” Text geschrieben hätte. Ab und zu ist es aber auch mal schön etwas Visuelles zu produzieren. Außerdem lerne ich so auch immer wieder ein bisschen mehr Adobe Photoshop zu bedienen.

Der Podcast

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Und dann wäre da noch der Podcast. Gewohnte 12 Ausgaben gab es und nur zwei kamen ein paar Tage zu spät. Fünf davon hatten außerdem “nur” einen Experten als Gast. Die restlichen mindestens zwei. In Sachen Aufrufzahlen lag Folge 32 “Retro” mit sanifox und Scorp.ius weit vorne. Meine persönliche(n) Lieblingsausgabe(n) ist jedoch die zum Thema Battlefield vs. Call of Duty, einfach weil mir die Sache selbst sehr am Herzen lag und ich die Diskussion entsprechend sehr interessant fand. Was aber natürlich nicht heißt, dass die restlichen Folgen nicht weniger gut waren. Im Gegenteil bin ich sowohl technisch als auch inhaltlich sehr zufrieden mit den Ergebnissen, was natürlich nicht zuletzt an den guten Gästen lag. Und auch wenn ich keine genauen Zahlen habe, vermute ich doch, dass die Hörerzahlen in diesem Jahr genauso wie die Besucherzahlen angestiegen sind. Ich freue mich definitiv auf 2012 und hoffe, dass ich wieder viele tolle Themen und Gäste an Land ziehen kann.

An dieser Stelle wie immer ein dickes Dankeschön an alle Besucher und natürlich auch Hörer, egal ob ihr nur unregelmäßig vorbeischaut und kommentiert oder Bagdadsoftware eure Startseite ist. Ohne euch würde es einfach keinen Spaß machen!

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Bevor wir nun zu meinem persönlichen Jahresrückblick kommen, verlangt es die Tradition, dass ich ein paar Einträge von 2011 noch einmal gesondert hervorhebe. Ich weiß zwar nicht, ob ihr tatsächlich diese Links anklickt, aber jetzt mache ich es schon so viele Jahre, da werde ich es selbstverständlich auch heuer tun :smile: . Also, was ist findet sich denn so auf den letzten 22 Seiten (á fünf Einträge)?

Da wäre natürlich zu allererst das imaginäre Gespräch mit einem Besucher der Webseite zu erwähnen. Ihr müsst wissen, dass ich Anfang des Jahres zwei Wochen so richtig extrem krank war. Und wenn man so im Bett liegt, kommen einem eben auch so komische Ideen. Ende Januar hat sich dann ausnahmsweise Mal JakillSlavik tiefere Gedanken über sein (Gamer-)Leben gemacht. Mein erster, tiefsinniger Eintrag des Jahres erblickte erst Ende März das Licht der Welt. Mitte Februar durfte dann endlich auch mal Kessy ran. Sie kam übers Jahr hinweg überraschend wenig zum Wort, nämlich nur insgesamt drei Mal. Dafür hat sie nun ihren eigenen Twitter-Account — das ist doch auch was. Außerdem interessant im Februar: der erste Eintrag über Comics. Wenn ich schon so viele lese, dann muss ich euch doch schließlich dran teilhaben lassen. Wobei der zweite Eintrag einer der vier ohne einen einzigen Kommentar ist. Waren wohl zu Indie :smile: .

Im März ging es dann los mit der Jubiläumswoche anlässlich des zehnjährigen Bestehens von Bagdadsoftware. Ganze fünf Einträge, von jedem Autor einer, gab es in dieser Woche. Einer rührender als der andere — bis auf den von Kessy, die irgendwie keine Lust hat, dieses faule Stück Fell! Außerdem war der März der Monat der komischen, “verchlüsselten” Einträge, die bei den meisten Besuchern wohl nicht ganz so gut ankamen. Ihr Banausen! Den Aprilscherz fanden aber glaube ich dann wieder alle gut.

Während ich im April dann ziemlich ausgelastet war mit GamersGlobal, machte JakillSlavik nicht nur Werbung für den, mittlerweile verlassenen Bagdadsoftware Minecraft-Server. Azzkickr startete auch in seine mehrwöchige Serie über seine neue Daddelkiste, die er nur zum Spielen von Farmville gebaut hat — zumindest habe ich es so in Erinnerung :wink: . Ich habe mich dann Mitte Mai, nach der Veröffentlichung meines Tests zu BRINK, mal so richtig ausgeheult. Wenn ich damals gewusst hätte, dass da noch so ein kontroverser Test kommen würde…

Bevor ich mich dann im Juni als Xbox-Spiele-Käufer geoutet habe, hat JakillSlavik noch “kurz” über Hellgate: Global berichtet. Ein Titel, um den es sehr schnell wieder sehr still wurde. Auch von Jakill habe ich seitdem nichts mehr zu diesem Thema gehört. Also doch nicht so ein gutes Spiel? Er wird uns sicherlich gleich in den Kommentaren aufklären :smile: . Das nächste große Thema war dann Azzkickrs Eintrag über L.A. Noire, der sich eigentlich weniger um das Spiel drehte, als vielmehr um das Thema “Offene Welt – Fluch, Segen, Fiktion?”. Eine Sache, die sicherlich noch nicht ausdiskutiert ist und vielleicht auch mal mündlich besprochen wird — wer weiß *winkt mit dem Zaunpfahl*.

 Nintendo 3DS Ich habe stattdessen einen Quasi-Nachfolgeeintrag zum berühmtberüchtigten SDKI-Report getippt und mir überraschend einen Nintendo 3DS gekauft. Eine Entscheidung, die ich definitiv nicht bereut habe, auch wenn mittlerweile Might & Magic: Clash of Heroes auch für PC erschienen ist. Apropos “Erscheinen”: Dieser Eintrag mit der Vorschau auf die kommenden Spiele war ursprünglich nur als Füller geplant und sollte nicht einmal ansatzweise so lang werden. Aber irgendwie hatte ich dieses Jahr eine absolute Schreibwut. Sieht man auch an diesem Jahresrückblick. Ich schiele schon ständig auf die Uhr, weil ich immer noch nicht fertig bin, obwohl ich bereits auf Seite 7 in Microsoft Word bin.

Aber ich muss natürlich auch noch den Eintrag mit den Soundtrack-Tipps erwähnen, der überraschend gut angekommen ist und Jakill sogar dazu veranlasste sich Bastion zu kaufen und ihm einen eigenen Eintrag zu widmen. Das war einer dieser Momente, die mich immer wieder Stolz machen. Es gibt nichts schöneres, wenn mir jemand nach einem Eintrag sagt: “Hey, ich habe mir übrigens jetzt das und jenes geholt”. Da weiß ich noch mehr als bei einem GamersGlobal-Text, dass sich die Arbeit gelohnt hat. Rondrer konnte sich aber zumindest einmal revanchieren. Sein Eintrag ist nämlich schuld daran, dass ich mir World of Tanks geholt habe, der Drecksack.

Und dann war da ja auch noch der eine Eintrag, der in einer komischen Sprache verfasst wurde, die nur ein kleiner Teil der Menschheit spricht.

Nun aber genug Gestöber. Wie immer empfehle ich euch einfach mal selbst die tolle Funktion am Ende dieser Seite zu nutzen, die sich “Seite vor” und “Seite zurück” nennt. Auch die alten Einträge freuen sich schließlich über neue Kommentare. Kommen wir stattdessen nun zum letzten Tagesordnungspunkt:

Persönliches

Anders als im letzten Jahr, sollte dieser Abschnitt eigentlich ein wenig kürzer werden (ist er nicht), denn das Wichtigste hatte ich bereits im November niedergeschrieben. Damals, als ich endlich öffentlich machte, dass ich für GamersGlobal erst einmal nichts mehr mache. Gut, hin und wieder konnte ein aufmerksamer Besucher doch meinen Namen lesen. So habe ich natürlich auch ein bisschen bei den Top 10 mitgemacht (die derzeit noch nicht online ist). Ich musste schließlich sicherstellen, dass Saints Row: The Third in der Liste landet. Und auch hinter den Kulissen habe ich hier und da doch Jörg auf seine liebe Bitten geholfen. Aber das waren wirklich sehr wenige Ausnahmen. Unterm Strich waren meine Gedanken GamersGlobal-frei und das hat mir definitiv gut getan.

Das wird auch dadurch deutlich, dass sich das meiste aus persönlicher Sicht mehr in den letzten drei Monaten des Jahres abgespielt hat, während vorher alles beim Alten blieb und ich vor allem mit GamersGlobal beschäftigt war. Nein, eine Freundin gibt es immer noch nicht. Das ist ein ganz anderes Thema. Und ja, ich bin jetzt tatsächlich Mitglied einer Partei geworden, aber das spielt für Bagdadsoftware keine Rolle. Ich habe nicht vor hier plötzlich politisch zu werden. Ich sehe mich sowieso mehr als stiller Unterstützer. Was ich meine ist eher, dass ich mir in letzter Zeit noch mehr Gedanken gemacht habe (und auch immer noch mache) und momentan sehr damit beschäftigt bin mein Leben wirklich komplett zu überdenken und neu zu ordnen.

Das geht tatsächlich soweit, dass ich in diesem Jahr nicht mehr explizit meinen Standardspruch bringen kann von wegen “Eines ist sicher: Zweimal pro Woche wird es hier auf Bagdadsoftware einen neuen Eintrag geben, am Ende jeden Monats geht eine neue Folge des Podcasts online”. Das ist ein Versprechen, bei dem ich momentan schlicht nicht weiß, ob ich es tatsächlich halten kann. Es fängt schon damit an, dass ich voraussichtlich im Februar seit langem Mal wieder auf Kur gehe (Fett und Asthma). Ob es da einen Podcast geben wird, steht derzeit noch in den Sternen und ob meine Autoren aufgrund des Prüfungsstress es schaffen werden die zwei Einträge abzuliefern, ist auch noch nicht endgültig geklärt.

Doch es geht noch viel weiter — und ab hier wird es wirklich intim, aber ich habe auf Bagdadsoftware ja noch nie davor zurückgescheut meine Gedanken mit euch zu teilen. Schon alleine deshalb, weil die Seite nun einmal mein persönlicher Auslass ist und für mich das Niederschreiben solcher Gedanken Teil der Therapie ist. Wenn euch aber das alles nicht interessiert, dann könnt ihr direkt zum Absatz “Abschluss” springen.

Die grundlegenden Gedankengänge

Ich erwähne ja schon immer so scherzhaft nebenbei die “Freundin”-Sache. Auch in diesem Jahresrückblick steht es wieder. Aber natürlich macht es mir genauso wenig Spaß alleine durch das Leben zu gehen, wie jedem anderen. Doch dieses Thema ist im Prinzip nur der Überbegriff für das grundlegende Problem mit dem ich schon immer zu kämpfen habe: meine krankhafte Introvertiertheit. Viele verstehen gar nicht, was sich hinter diesem Begriff wirklich verbirgt. Vor allem deshalb, weil die Gesellschaft über die Zeit einiges an Vorurteile dazu in die Hirne gebrannt hat. Ich empfehle euch dazu einen sehr guten, deutschsprachigen Artikel auf Neuropool.com. Dort erfahrt ihr auch noch einmal, dass ein introvertierter Mensch nicht zwangsweise Krank ist. Nur die Extremfälle, wie ich, werden wirklich diagnostiziert. Aber um zu verstehen, muss ich es genauer erklären.

Es hat schon seinen Grund, warum ich so viel und auch gerne schreibe. Ich fühle mich in Gesellschaft schlicht nicht wohl. Allerdings mit der Einschränkung, dass dies nur Events mit persönlicher Ebene betrifft. Fachlich habe ich mittlerweile keine Probleme mehr. Das hat sich über die Jahre massiv gebessert dank der Arbeit, Bagdadsoftware, Mobygames und so weiter. Übrigens ein Grund, warum ich früher auch die ein oder andere LAN- oder Geburtstagsparty habe sausen lassen. Ich entschuldige mich an dieser Stelle bei allen Beteiligten.

Hintergründe

Auf Events mit persönlicherem Charakter fühle ich mich hingegen immer massiv deplatziert und strahle vermutlich auch eine entsprechend Aura der Unnahbarkeit aus. Jeder kennt ja den einen Typen, der immer nur alleine in der Ecke sitzt. Ich habe nun einmal komische, ziemlich eng gefasste Interessen. Schon allein dadurch, dass ich nicht fern sehe, mich Fußball nicht tangiert und ich auch handwerklich nicht wirklich an vorderster Front dabei bin, fällt es mir extrem schwer Smalltalk zu machen. Und wenn ich doch einmal etwas sage, schwirrt mir immer der Gedanke im Kopf herum: “Komm Christoph, dass interessiert den doch gar nicht. Hör auf die Aufmerksamkeit auf dich zu lenken und lasse lieber ihn wieder reden.” Deswegen bin ich übrigens auch lieber Moderator eines Podcasts als ein Gast.

Aber das geht schon vorher los: Bis ich überhaupt einem Event zusage, mache ich mir unendlich viele Gedanken, spiele (oft abstruse) Szenarios durch und so weiter. Habe ich mich dann überwunden und zugesagt, wird es bis zum Tag X nur noch schlimmer im Kopf. Und selbst danach braucht es noch ein paar Tage voller “Du Idiot, warum hast du nicht das und das gemacht”-Schelten. Sprich, anders als in fachlich geprägten Situationen, in denen ich weiß, was ich kann, fehlt mir auf persönlicher Ebene quasi komplett das Selbstbewusstsein und das macht mich fertig. Ich brauche auch extrem lange, um generell Vertrauen zu einer Person zu fassen und anzufangen mich halbwegs normal mit ihr zu unterhalten. Entsprechend ist auch mein Freundeskreis äußerst überschaubar, dafür aber auch ausschließlich mit Leuten besetzt, mit denen ich jederzeit durch Dick und Dünn gehen würde. Ob sie das genauso sehen, ist allerdings eine andere Frage :smile: .

Die Lösungsansätze

Das ist also die Situation, in der ich mich befinde — und zwar schon seit Jahren. Als ich beim Magenta T angefangen habe, konnte ich nicht einmal telefonieren. Aber ich bin mir dieses Problems bewusst und ich versuche auch schon immer mich zu bessern. Zum Teil hat es ja bereits geklappt, eben mit der fachlichen Seite. Ich versuche nun aber natürlich auch aktiv auf persönlicher Ebene besser zu werden. Der Eintritt in den Bogenschützenverein und die Partei sind zwei Maßnahmen mit denen ich mich quasi zwinge öfters aus dem Haus zu gehen und Leute zu treffen. Aber auch sonst versuche ich mehr soziale Termine wie Weihnachtsfeiern wahrzunehmen. Oft mache ich es zwar dann doch nicht, aber ein Termin zu dem ich gehe ist schon mehr als keiner. Und selbst der Podcast ist Teil der Selbsttherapie, obwohl er sich eher auf fachlicher Ebene bewegt.

Nun habe ich mir neue Ziele in meinem Leben gesteckt. Ich träume zwar immer noch davon vielleicht eines Tages als Journalist mein Geld zu verdienen, aber es ist jetzt nicht etwas, worauf ich all meine Energie verwende. Stattdessen konzentriere ich mich nun voll auf meine bestehende berufliche Karriere. Ich will aber gleichzeitig gesellschaftlicher werden und mal rauskommen — natürlich auch mit dem Ziel vielleicht doch endlich mal einen Partner zu finden. Einen ersten Schritt habe ich in den letzten Monaten schon getan. Ich reduziere bewusst meine Zeit am Rechner. Klar, gehe ich trotzdem noch nicht aus dem Haus. Dafür bin ich länger auf der Arbeit und wenn ich heimkomme, lege ich mich lieber ins Bett und lese.

Weitere Schritte

OkaySoft LogoDer nächste Schritt ist, dass ich meinen Spielekonsum herunterschrauben möchte. Versuchen, nicht wieder das ganze Jahr über einfach alles zu kaufen und dann doch nur ein Viertel davon wirklich zu spielen. Das hat auch den Vorteil, dass es sehr gut für meinen Geldbeutel ist. Ihr wollt gar nicht wissen wie viel tausend Euro ich 2011 wieder bei OkaySoft gelassen habe. Ob ich es wirklich schaffe, muss ich sehen. Es ist im Großen und Ganzen jetzt auch erst einmal nicht der wichtigste der Schritte.

Wichtiger ist die Kur. Zum einen 3-4 Wochen wirklich weg vom Fenster — auch vom Internet (zwangsweise, da es wohl nur einen zentralen Rechner gibt, und der viel Geld kostet). Zum anderen möchte ich aktiv daran arbeiten, dass ich durch die Anwendungen vor Ort aufwache und dann im Anschluss wieder mehr für meinen Körper tue. Es gab tatsächlich mal eine Zeit, in der ich regelmäßig ins Fitnessstudio gegangen bin. Seitdem habe ich die 100kg überschritten und musste mich zwangsweise von allen Süßigkeiten absetzen, damit es nicht noch mehr überhandnimmt. Denn nur wenn man sich in seinem Körper selbst wohl fühlt, wirkt man auch nach außen nahbarer. Der Gang in den Bogenschützenverein war ein erster Schritt, aber ich muss schlicht mehr tun, vor allem um meine Ausdauer von -235 hochzubringen.

Und dann möchte ich auch noch eine Sache angehen, die mir schon lange im Kopf rumschwirrt, vor der ich aber wesentlich mehr Angst habe als vor dem Besuch einer Weihnachtsfeier. Ich möchte mich tatsächlich in Therapie begeben. Ich glaube, dass es mir massiv helfen würde, wenn ich mich von einem Psychologen beraten lassen könnte. Ich schaue mich auch immer wieder nach Adressen in der Umgebung um. Zum letzten Schritt habe ich mich bislang aber noch nicht durchringen können. Das liegt allerdings nicht nur an meinem grundlegenden Problem, sondern auch an einer unangenehmen Kindheitserfahrung im Zusammenhang mit dieser Berufsgruppe. Ich werde aber dennoch versuchen, dass ich diesen Ball genauso auf der Kur ins Rollen bringen kann. Ist nur die Frage, ob ich als Asthmatiker die persönliche Betreuung überhaupt kriege.

Auswirkungen

Das alles sage ich aber jetzt nicht nur so daher und sitze 2012 dann doch wieder nur vor der Kiste. Ihr wisst denke ich, dass ich nicht diese Art von Typ bin. Die letzten zehn Jahre haben das ja bestens gezeigt. Ich bin mehr als nur bereit mir über mich selbst Gedanken zu machen und auch aktiv an meinen Schwächen zu arbeiten. Es geht halt nur nicht von heute auf morgen.

Jetzt bleibt aber immer noch die Frage: Was hat das alles mit Bagdadsoftware zu tun? Nun, Bagdadsoftware verschlingt viel Zeit (an diesem Eintrag sitze ich bereits gut 6 Stunden) und zwingt mich gleichzeitig auch dazu den Rechner anzumachen und zu spielen. Deshalb überlege ich sehr laut, ob ich im Laufe des Jahres nicht doch auf nur einen Eintrag pro Woche heruntergehe. Das wollte ich schon damals machen, als GamersGlobal gestartet ist, dann sind aber freundlicherweise meine drei Autoren eingesprungen. Ich weiß aber gleichzeitig, was das regelmässige Schreiben für Bagdadsoftware nicht nur an Zeit, sondern auch an Disziplin erfordert. Und ich will deshalb niemanden dazu verpflichten jede Woche einen Donnerstagseintrag zu verfassen. Das wäre nicht fair demjenigen gegenüber und würde auch ganz sicher nicht funktionieren. Bagdadsoftware ist nun einmal mein Kind, weshalb ich auch bereitwillig so viel Zeit investiere. Aber für die anderen ist es vermutlich nicht mehr als ein netter Zeitvertreib — was ich selbstverständlich absolut verstehe.

Außerdem, da bin ich ganz ehrlich, sehe ich den Podcast mittlerweile schon fast als wichtiger an als die Einträge. Ich glaube zwar nicht, dass er in nächster Zeit zweimal im Monat erscheinen wird. Aber es ist auch so eine Sache, die mir im Hinterkopf herumschwirrt.

Und bevor ihr jetzt die letzten Absätze falsch versteht: Zum einen macht mir das Schreiben immer noch großen Spaß und ich brauche auch definitiv einen Platz, wo ich mich auslassen kann und ich habe auch nicht die Lust am Spielen plötzlich verloren. Zum anderen bleibt derzeit noch alles beim Alten. Wenn sich etwas ändert, dann werdet ihr es in einem entsprechenden Eintrag erfahren. Ich wollte euch nur schon einmal darauf vorbereiten und meine Gründe darlegen. Dafür sind diese Jahresrückblicke ja da, auch wenn die persönliche Seite heuer wieder mehr ein Jahresausblick war.

Abschluss

Nun aber genug von mir und meinen trüben Gedanken! Wir lesen uns am 1. Januar pünktlich ab Mitternacht wieder. Bis dahin bleibt mir nur noch zu sagen:

Das Team von Bagdadsoftware wünscht allen Besuchern einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Ich übergebe an euch: Wie war euer Jahr 2011?

Wisst ihr, was mich aufregt? Diese ganzen Blogposts nach Ostern und Weihnachten, in denen die Autoren immer jammern von wegen “Boah, was hab’ ich viel gegessen.” und “Jetzt muss ich erst einmal dringend abnehmen”. Das ist einmal vielleicht ganz nett und unter Umständen auch lustig, aber jedes Jahr und in schöner Regelmässigkeit der selbe Mist? Muss das wirklich sein? Nein, muss es nicht, denn es interessiert schlichtweg kein Schwein. Also hört bitte auf damit! Danke. So, wo waren wir? Ach genau:

Bagdadsoftware NOCAs 2011
(Danke an JakillSlavik für das Banner)

Ich bin ganz schön vorhersehbar geworden, muss ich sagen. Wenn ich mir die Kommentare unter dem Nominierungseintrag so anschaue, habt ihr doch erschreckend oft richtig gelegen. Wobei ein paar Kategorien schon äußerst eindeutig waren. Wie Rondrer schon korrekt erkannt hatte: Alice: Madness Returns musste einen NOCA kriegen, Saints Row: The Third konnte nicht weniger als das Spiel des Jahres 2011 werden und dass TRON: Evolution meine persönliche Enttäuschung des Jahres werden würde, war auch mehr als offensichtlich. Aber auch JakillSlavik hatte übers Jahr hinweg offensichtlich aufgepasst, obwohl seine Begründungen nicht zwingend mit den meinigen übereinstimmen. Außerdem ein Kudos an Azzkickr, der — ohne, dass er mir auf Twitter folgt — mein Jump ‘n’ Run des Jahres richtig getippt hat, während Ron und Jackie voll in meine Falle getappt sind. Ihr habt doch nicht etwa gedacht, dass der Eintrag über die 3DS-Spiele ohne Hintergedanken zu diesem Zeitpunkt veröffentlicht wurde, oder? :smile: .

Nun aber genug des einleitenden Geblubbers. Hier ist sie, die Liste der Gewinner der Bagdadsoftware NOCAs 2011 (die Links führen wie im Nominierungseintrag vor allem zu Amazon):

Beste Ablenkung für Zwischendurch: The Binding of Isaac
Bestes Action-Adventure: Alice: Madness Returns
Bester Action-Titel: Saints Row: The Third
Bestes Jump ‘n’ Run: Rayman Origins
Bestes Adventure: The Book of Unwritten Tales: Die Vieh-Chroniken
Bestes Koop-Spiel: Portal 2
Bestes Rennspiel: Shift 2: Unleashed
Bestes Rollenspiel: Deus Ex: Human Revolution
Bester Shooter: RAGE
Bestes Strategiespiel: Warhammer 40.000: Dawn of War II – Retribution
Bester Spielesoundtrack (Original) : Bastion
Visuell ungewöhnlichstes Spiel: Alice: Madness Returns
Enttäuschung des Jahres: TRON: Evolution
Überraschung des Jahres: Duke Nukem Forever
Spiel des Jahres 2011: Saints Row: The Third

Die Begründungen sowie die Reihenfolge der Plätze 2 und 3 findet ihr wie immer zur besseren Archivierung im separaten Artikel:

Bagdadsoftware NOCAs 2011

Und damit wäre das Thema für mich auch schon wieder erledigt für dieses Jahr. Jetzt will ich aber natürlich auch noch eure Sicht der Dinge erfahren. Nicht nur was die Wahl der Sieger angeht. Ich will auch wissen, wie eure persönliche Top3, Top10, Top15 des Jahres aussieht!

Zum Abschluss gratuliere ich im Namen von Bagdadsoftware noch einmal allen Gewinnern und wünsche den Entwicklern, egal ob sie gewonnen haben oder nicht, viel Erfolg im nächsten Jahr, wenn es wieder einmal nicht heißt: “Nominiert für einen Bagdadsoftware No-One-Cares-Award ist…”!

Doch das Jahr 2011 insgesamt ist auf Bagdadsoftware noch nicht zu Ende. Einen Donnerstag gibt es noch und da erwartet euch der traditionelle Bagdadsoftware Jahresrückblick, wo ich nicht nur einen Blick auf 2011 aus Sicht von Bagdadsoftware werfe, sondern auch ganz persönlich ein Fazit ziehe. Wie immer seid auch ihr eingeladen in den Kommentaren mit zurückzublicken. Also denkt schon einmal über euer 2011 nach!

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