Sicarius

Abschied

(Ursprünglich am 20.07.2006 um 19:00 verfasst.)

So, der letzte Tag draußen ist rum. Morgen noch ~2h Geplapper und dann geht’s wieder heimwärts. Draußen braut sich ein deftiges Gewitter zusammen – jetzt wo wir abreisen wird’s kälter, als hätte selbst der da oben etwas gegen uns. – während ich heute ausnahmsweise auf dem Bett liege und diese Zeilen tippse. Morgen Nachmittag sitz ich dann wieder Zuhause und ihr werdet endlich das ganze Geschreibsel lesen können. Zwar hat mir Don Quichotte mitgeteilt, das er wohl nicht da ist aber es gibt ja noch Daiah, Talliah und Ronder.

Für heute Abend habe ich mir ein Review und eine Kurzgeschichte bereitgelegt. Beide habe ich schon lange angefangen und zumindest eines von beiden will ich auch heute noch fertig stellen. Wie ihr bemerkt habt, habe ich keine Namen genannt. Das war natürlich volle Absicht damit ich mich später nicht rausreden muss :P.

Aber jetzt sitz ich ja noch an diesem Eintrag und dieser umfasst erst 143 Wörter, also viel zu wenig um zumindest mich zufrieden zu stellen. So lasset uns wieder über ein Thema sinnieren. Eben hatte ich kurz die Idee auf das Thema „Hardcore Gamer != Freak“ zurückzukommen aber obwohl ich den Eintrag (dank der ewig langen Kommentare dazu) finden konnte, ist er hier ein Krampf zu lesen, womit ich viel zuviel Zeit investieren müsste um wieder die Grundlagen inne zu haben und Rondrer kontern zu können. Ihr müsst euch also doch noch ein wenig gedulden.

So abgeschieden aufm Land – ja ich weiß. Ich wohn auch aufm Dorf aber da hab ich nun mal Internetzugang. – merkt man so richtig wie aufgeschmissen man heutzutage ohne Google & Co. ist. Wie vollkommen Out-of-Date man schon nach 24h ist, in denen man nicht bestimmte Webseiten besucht hat. Nicht nur für einen Hardcore-Gamer ist dies ziemlich frustrierend und es geht hier nicht um irgendwelche Entzugserscheinungen. Ihr wisst genauso gut wie ich, das ich schon es öfters erfolgreiche mehrere Monate vom Internet getrennt war :). Aber auch wenn der Zugang möglich ist, weiß ich den Wert eines guten Buches zu schätzen. Es geht hier aber nicht darum mich für irgendwas zu rechtfertigen. Damit würde ich ja eingestehen, dass ich ohne nicht Leben kann.

HILFE! Holt mich hier raus! Ich werde hier vom Nötigsten abgeschnitten. Gebt mir zumindest ein 14.4k Modem! BITTE! Ich brauch es ganz dringend. Lasst es mich wenigstens berühren.

Äh…ja…ne…wo waren wir? Ach Genau. Wenn man quasi so von allem abgeschnitten ist, merkt man erst so richtig wie abhängig die Gesellschaft vom Internet geworden ist. Klar es gibt immer noch die Tageszeitung und so aber kann sie unseren erhöhten Wissensdurst befriedigen? Bei diesem Stück Papier kann man nicht einfach einen Artikel lesen und dann auf einen Link unter „Mehr zum Thema“ klicken und tiefere Informationen erhalten. Selbst bei B5 Aktuell muss bis :20 oder :40 gewartet werden, um Hintergrundinfos zu einem aktuellen Thema zu bekommen. Ob sie aber wirklich zu dem Thema sind, das einem aus den Nachrichten jetzt am meisten interessiert hat, ist nicht wirklich sicher. Die Tageszeitung hat allerdings auch heute noch bestimmte Vorteile. Mit einem Laptop z.B. auf der Toilette zu sitzen, wird auch heute noch eher als komisch angesehen – und ist auch nicht gerade bequem. Da sammelt die Tageszeitung selbstverständlich eine Menge Pluspunkte. Außerdem ist, egal wie hochwertig heutzutage Bildschirme sind, das längere Lesen an selbigem immer noch kein Vergnügen. Ich zumindest ziehe Buchstaben auf gedrucktem Papier immer noch vor. Hört sich natürlich wie ein Widerspruch an, schreibe ich doch seitenlange Texte am Computer. Würdet ihr aber meine Handschrift kennen, würdet ihr auch dafür stimmen, dass ich mein Zeug lieber am Rechner tippe. Schreibmaschine wäre Rohstoff- und Zeitverschwendung. Die habe ich letztens aber tatsächlich mal wieder gebraucht.

Aber zurück zum Hauptthema. Trotz des Internets hat die Tageszeitung weiterhin eine Bestandsberechtigung. Wie es in 20 Jahren aussieht, kann natürlich noch keiner sagen aber wenn man sich anschaut, das die Jugend heutzutage schon gar kein Festnetztelefon mehr anmeldet sondern nur noch mit Handy telefoniert, dann kann es nur noch bergab gehen. Ich selbst bin übrigens zwar auch im Besitz eines Handys (sogar mittlerweile wieder eines, das funktioniert) aber es gibt nur sehr wenige Leute, die die Nummer kennen. Auch dann bin ich allerdings sehr selten zu erreichen. Ich schalte das Ding nur nach vorheriger Absprache oder wenn ich selbst wo anrufen will (was selten vorkommt), an. Den ganzen Kinderkram wie Kamera, SMS etc. brauch ich sowieso nicht. Und „Simsen“ ist nur für Idioten und Kontrollfreaks wie ich finde. Die gute alte E-Mail oder ICQ/IRC sind neben dem normalen Festnetztelefon immer noch die besten Möglichkeiten jemanden zu erreichen, der auch wirklich erreicht werden will. Wie sagt man so schön? „Wenn’s wichtig war, ruft er zurück“ und nicht „Ich hab’ ihre Nummer auf meinem Display gesehen.“.

Hui. Grad ist die Feuerwehrsirene hier im Ort angegangen. Und dabei hat es doch noch gar nicht geregnet, geschweige den richtig gedonnert/geblitzt. Na da muss ich doch mal gaffen gehen. Also Schluss für heute. Unsere Feuerwehr braucht ~3min bis sie ausrückt. Mal schaun ob die hier schneller sind. Also bis morgen back @home.

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