Sicarius

Westwood Associates

In diesem Moment öffnen sich unzählige Läden in Deutschland und hunderte Verrückte strömen hinein um entweder mit viel Glück eine große oder zumindest eine kleine Schachtel zu erstehen auf denen der Schriftzug World of Warcraft: Wrath of the Lich King prangt. Und in weniger als 24 Stunden wird sicher auch schon die erste „Ich habe Level 80 erreicht, was nun?“-Meldung in den Foren auftauchen.

Ich für meinen Teil habe meine Version dieses Jahr direkt bei Amazon UK bestellt, nachdem ich letztes Jahr bei OkaySoft einen totalen Reinfall erlebt hatte. Verschickt wurde mein Paket gestern auch schon. Vielleicht habe ich Glück und es ist auch heute schon da. Im Gegensatz zu vielen anderen, habe ich aber Geduld. In die Instanzen komme ich so oder so nicht, da kann ich mir auch Zeit lassen und mich wichtigeren Dingen widmen.

Lassen wir aber nun World of Warcraft hinter uns. Das Internet wird garantiert genug überschwemmt werden mit Berichterstattung über die Veröffentlichung des zweiten Addons. Werfen wir lieber einen Blick in die Vergangenheit. Genauer gesagt blicken wir zurück auf eine Firma in Las Vegas:


Westwood – Aufstieg und Fall eines Entwicklerstudios (Teil 1)

Westwood – ein Name, dessen Nennung alteingesessen Spielern Tränen in die Augen treibt. Aber auch ein Name der, zusammen mit Studios wie Bullfrog Productions Ltd., als Symbol für die vernichtende Strategie steht, die Electronic Arts vor nicht allzu langer Zeit noch verfolgt hat. Diese Strategie ist jedoch heute nicht unser Thema. Viel mehr ist es fünf Jahre nach der Schließung und 23 Jahre nach der ersten Erwähnung des Namens, an der Zeit zurückzublicken. Zurückzublicken auf den Aufstieg und Fall eines der einflussreichsten und erfolgreichsten Entwicklerstudios des letzten Jahrhunderts.

Da die Thematik äußerst umfangreich ist und ich dazu einiges zu erzählen habe, vor allem über die entwickelten Titel, musste ich es aus Zeitgründen aufspalten. Ist vielleicht auch für euch besser nicht gleich eine zehnseitige Textwand vorgesetzt zu bekommen. So gibt es heute den ersten Teil über die Jahre 1985 bis 1990 und am Montag hoffentlich 1990 bis 2003. Darauf lege ich mich jedoch nicht fest, denn schließlich möchte ich euch gut recherchierte Informationen bieten und auch jedem Spiel seinen gebührenden Platz einräumen. Aber ich denke mehr als drei Teile werden es bestimmt nicht werden.

Leider ist meines Wissens keiner der im ersten Teil erwähnten Titel Freeware. Deswegen muss ich euch an Google und eBay verweisen um besonders Mars Saga und DragonStrike zu finden und mal mit einem Emulator auszuprobieren. Beide sind spielerisch auch heute noch einen Blick wert. Abgesehen davon aber hier noch Links zu Screenshots der Spiele bei MobyGames (wo sonst?) in der Reihenfolge ihrer Erwähnung im Text:

California Games
Phantasie III: The Wrath of Nikademus
Mars Saga
Ultima V: Warriors of Destiny
Wizardry V: Heart of the Maelstrom
Donald’s Alphabet Chase
BattleTech: The Crescent Hawk’s Inception
BattleTech: The Cresent Revenge
MechWarrior
DragonStrike
Microsoft Flight Simulator
Ultima VI: The False Prophet

Die Links zu The Legend of Kyrandia und Eye of the Beholder gibt es dann das nächste Mal, wenn ich sie ausführlich im Text behandelt habe.

Und damit sind wir auch schon wieder am Ende angelangt. Lasst mich bitte wissen wie ihr Teil 1 findet!

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2 Kommentare

Ich finde viele Formulierungen in dem Artikel echt professionell und unüblich von deinem normalen Schreibstil. Das ist erfrischend und gut. Auf den ersten Blick habe ich nichts Drastisches an Formfehlern oder sprachlichen Patzern gesehen. Inhaltlich bin ich natürlich befangen, weil ich schon gerne bei Westwoods Vergangenheit herumgestöbert habe. Wenn auch nicht in dieser klaren Übersicht.

Was ist nur zu bemängeln habe sind die Quellen, da ich zwar kein Vertreter der – "mehr ist besser" Fraktion bin, aber gerne auch Infos die direkt aus der Community um die Spiele kommen auch praktisch fände. Natürlich kann nun argumentiert werden, dass jene Seelen das wiki vermutlich gefüllt haben. Aber Tendenzen lassen sich eben nur auf jenen Fanpages begutachten. Das ist nur ein Allgemeines Anliegen und ist natürlich nichtig, falls es niemals eine aktive Fan-Gemeinde (Homepage/News/ Boards/Artikel etc.) um erwähnte Spiele gab

Na solang du trotz deiner inhaltlichen Befangenheit keine Falschinformationen gefunden hast ist doch alles okay und ich bedanke mich natürlich fürs Lob. Mal schauen ob ich das Niveau halten kann :).

Quellen – das alte Thema. Ich gebe offen zu, dass ich nicht durchblicke was ich wann und warum erwähnen muss. Ist ja auch das erste Mal, dass ich überhaupt welche erwähne (wobei die beiden eigentlich klar sind). Ich sehe es halt allgemein so: Ich scanne bei einer Googlesuche so viele Seiten, da weiß ich am Ende bei der Zusammenfassung nicht mehr wirklich wo jetzt welcher Informationshappen wirklich her ist. Und, so sehr ich auch verstehe wie wichtig sowas ist, erschließt sich mir einfach auch nicht der Sinn hinter einer Sammlung von 20.000 Hinweisen nach einem Text. Deswegen finde ich, dass die Erwähnung der wichtigsten Quellen wo wirklich die Hauptflut an Informationen her ist, ausreichen muss. Bei den meisten Wikipedia-Artikeln ist es ja auch so (siehe deren Artikel über Westwoodstudios mit lausigen zwei Links wovon einer die offizielle Homepage ist). Außerdem sind ja auch sehr oft Informationen darunter, die ich mir wirklich selbst beschaffe oder einfach schon weiß ohne einen Schimmer zu haben wo ich das irgendwann mal gelesen habe. Das die dann trotzdem Allgemeingültigkeit haben und vielleicht technisch gesehen einer Quelle bedürfen, ist eines dieser Paradoxen die mich froh sein lasse, dass ich keine Facharbeiten schrieben muss. Aber bei Teil 1 waren die Quellen, die ich genutzt habe und legal hier erwähnen kann, auch nicht mehr als Wikipedia & MobyGames.

Und bei Magazinen wie Gamestar oder gar Edge, habe ich extra eben mal nachgeschaut, stehen überhaupt gar keine Quellen dabei und die haben ganz sicher auch mal Google bei ihrer Recherche angeworfen :).

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