Sicarius

Christoph spielt #15: The Bureau: XCOM Declassified

Wer immer noch nicht mitbekommen hat, dass ich UFO: Enemy Unkown (1994) und X-COM: Terror from the Deep (1995) für zwei fantastische Rundentaktik-Titel halte, die ich auch heute immer mal wieder heraushole, der muss neu auf Bagdadsoftware sein. Dir entsprechend ein herzliches Hallo und Willkommen! Ich gehörte entsprechend auch zu den Leuten, die damals bei der Ankündigung von XCOM (der Ego-Shooter) aufgeschrien haben und damit ganz und gar nicht zufrieden waren. Glücklicherweise hat das 2k Games zur Kenntnis genommen und nicht nur XCOM: Enemy Unknown in Auftrag gegeben (mit dem bekannten Ergebnis), sondern auch 2k Marin seine Planungen überarbeiten lassen. Das Ergebnis seht ihr im Video:

Christoph spielt #15: The Bureau: XCOM Declassified


Nach den ersten Tests zum Spiel, hatte ich wie im Unboxing-Teil erwähnt, tatsächlich keine großen Hoffnungen etwas Anständiges zu sehen. Von daher war ich definitiv positiv überrascht von dem, was ich bislang gesehen habe. Das betrifft sowohl das wenig genutzt Setting mitsamt der gelungenen, grafischen Umsetzung sowie natürlich das Spiel an sich. Obwohl ich die Sache mit den sich falsch anfühlenden Lippenanimation schon extrem störend finde in den Gesprächen. Das ist aber keine fehlende Lippensynchonistät, sondern wirklich schon fast ein „Uncanny Valley“-Problem. Gerade weil alles andere so richtig gut gemacht ist, fällt das auf. Entsprechend schaue ich ständig auf den Mund und kriege vom eigentlichen Dialog nur noch wenig mit :smile: .

Die Rollenspielelemente in der Basis sind dennoch gut gelungen (die Frage ist nur, inwiefern sie die Geschichte beeinflussen) und geben den sehr gut designten Charakteren die nötige Tiefe, die sie innerhalb der Missionen sonst nicht erhalten würden. Auch das Lesen der rumliegenden Briefe und das Anhören der Aufzeichnungen ist wieder ganz nett. Ich würde mir mittlerweile aber schon wünschen würde, dass sich die Entwickler mal was Neues ausdenken, um die vertiefenden Elemente der Hintergrundgeschichte zu präsentieren.

Das Negative

Perfekt ist The Bureau: XCOM Declassified aber bei weitem nicht. Vor allem die Steuerung finde ich weiterhin nicht wirklich gelungen. Das ist aus meiner Sicht ein Überbleibsel der Konsolenversion, dass ich mit der freien Befehlskamera trotzdem über den Boden laufe und dabei überall hängen bleibe. Und auch das Auswählen meiner Kameraden und Befehle ist aus meiner Sicht absolut nicht intuitiv. Ich verklicke mich ständig und das darf nicht passieren. Genauso wie die KI der eigenen Kameraden und Aliens.

Ich muss wirklich hinter jedem herlaufen und jeden Schritt überwachen. Eine Sache, die ich in den Rundentaktik-Spielen selbstverständlich mache, aber wir reden hier am Ende des Tages dann doch von einem schnelleren Third-Person-Shooter. Da will ich nicht ständig Babysitter spielen. Wenn ich den Befehl gebe in die Flanke zu gehen, dann erwarte ich auch, dass der Kollege selbstständig die Aliens ausschaltet und nicht auf einen Feuerbefehl wartet. Oder die Sache in der einen Szene wo er hinter einer Deckung steht und sich abknallen lässt statt sich hinzuknien — unverzeihlich. Und dass eure Widersacher mitunter nicht den Unterschied zwischen „hinter der Deckung“ und „vor der Deckung“ verstehen, das ist armselig.

Und das sind zwei Probleme, die lassen sich definitiv nicht so einfach unter den Tisch kehren, auch wenn der Rest des Spiels einen guten Eindruck hinterlassen hat. Von daher: Wer mit dem XCOM-Universum bislang wirklich nicht vertraut ist und etwas Simpleres sucht als gleich einen Rundentaktiktitel (wobei XCOM: Enemy Unkown schon sehr zugänglich ist), der kann auf jeden Fall einen Blick riskieren. Und auch Fans von Third-Person-Shootern, die sich etwas mehr Taktik als in einem typischen Gears of War-Titel wollen, machen mit dem Kauf sicherlich nichts falsch. Hardcore-XCOM-Fans machen um The Bureau: XCOM Declassified aber ganz klar einen weiten Bogen und warten lieber auf XCOM: Enemy Within.

Bis Montag!

PS: Die Battlefield-„Hommage“ des Covers tut dem Spiel meiner Meinung nach auch gar keinen Gefallen in Hinsicht auf den Ersteindruck.

Die Details zur Folge

Thema: The Bureau: XCOM Declassified

Länge: 01:15:05

Timestamps:
Einleitung (00:00:10)
Unboxing (00:05:11)
Beginn der Spielstunde (00:08:08)
Abschließendes Fazit (01:10:54)

Aufgezeichnet mit Logitech HD WebCam 510 (720p), Fraps 3.5.99 (30fps, Full Video, Stereo) und Adobe Audition CC
Format: H.264, 1920×1200, 30fps, 11-13 MBit/s durchschnittliche Videobitrate, AAC-Audio
Geschnitten mit Adobe Premiere Pro CC

Zusammensetzung des zur Aufzeichnung verwendeten Rechners

Spieleinstellungen: 1920×1200 bei 60hz und deaktiviertem V-Sync

Max Smoothed Framerate: 60
Field of View: 90
Texture Detail: High
World Detail: High
Shadow Detail: Very High
Effect Detail: High
Anti-Aliasing: Medium
Anisotropic Filtering: 16x
Decal Persistence: High
Ambient Occlusion: High
Screen Space Reflection: On
PhysX Particles: Off
PhysX Cloth: Off
Tessellation: Medium

Die Aufzeichnung mit Fraps hatte moderaten Einfluss auf meine Framerate im Spiel.

Vorschau: Mal schauen was reinkommt, kann an dieser Stelle noch nichts endgültig festlegen. Rayman Legends wäre beispielsweise ein interessanter Kandidat für die nächste Folge.

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