Sicarius

Schlafen

Damit die ganzen Besucher, die mit Games nichts oder nur wenig anfangen können, auch mal wieder was zu lesen haben, gibt es heute den angekündigten Eintrag zum Thema „Schlafen“, denn Rondrer muss alles Toppen was ich mache, also muss ich Toppen was er alles macht Punkt!

Nein, natürlich muss ich das nicht und ich habe es auch nicht vor aber Rondrers Experiment hat mich dazu veranlasst aus reinem Interesse mal mehr über das Thema „Polyphasic Sleep“ zu lesen. Das selbst auszuprobieren kommt als typischer „7 to 3“-Arbeiter absolut nicht in Frage (ich kann mich auf Arbeit nicht hinsetzen und einfach mal 20 Minuten pennen…) aber während meiner Recherchen bin ich auf eine weitere Methode gestoßen, wie man seinen Tag verlängern kann. Es sind zwar nicht so viele Mehrstunden wie man über den Polyphasic Sleep bekommen würde aber hochgerechnet, macht es wohl durchaus einige Zeit im Monat aus.

Grundsätzlich gibt es zwei Methoden seine einzige Schlafphase zu wählen: Die eine Möglichkeit ist es zu einer bestimmten Zeit ins Bett zu gehen und zu einer bestimmten Zeit wieder aufzustehen. Das habe ich die ganze Zeit zumindest unter der Woche getan. Ich bin spätestens 22 Uhr in die Federn und stand pünktlich 5:45 mit dem Wecker wieder auf. Nachteil dieser Methode ist, dass man meist noch gar nicht müde ist wenn man sich hinlegt, sprich noch eine ganze Weile daliegt. Dann gibt es noch die Leute, die auf ihren Körper hören und nur ins Bett gehen wenn sie wirklich Müde sind und dann aufstehen wenn sie von sich aus aufwachen. Nachteil dabei ist, dass die Schlafphase übermäßig lang wird (10-12 Stunden können dabei schon rauskommen) und der Zyklus sehr unregelmäßig ist. Dadurch kann der Tag nicht so richtig geplant werden.

Der Witz ist nun, diese beiden Methoden zu kombinieren indem man immer (auch an Wochenenden) zur selben Zeit aufsteht. Also den Körper völlig darauf trainiert „ab jetzt hast du gefälligst wach zu sein!“. Gleichzeitig hört der potentzielle Schläfer aber abends auf die biologische Uhr und richtet sich nach ihr um nach den richtigen Zeitpunkt fürs Schlafen gehen zu finden. Der Sinn dahinter ist es, sich nicht einfach ins Bett zu legen und dann 15 oder mehr Minuten zu brauchen um einzupennen, sondern wie beim Polyphasic Sleep mehr oder minder direkt einzuschlafen. Dadurch, dass der Körper dann zusätzlich noch auf eine bestimmte Aufwach-Zeit trainiert wird, teilt sich dieser seine REM-Zeiten wesentlich besser ein und schon allein dadurch ist man morgens auch meist richtig wach. Ein weiterer Vorteil gegenüber dem mehrphasigen Schlafen ist natürlich auch, dass man auch mal ein paar Tage unterbrechen kann und dann ohne viel Umstand wieder reinkommt.

Das Ziel ist es also auch an Wochenenden um 5:45 Uhr ausgeschlafen aufzuwachen und gleichzeitig in der gesamten Woche abends mehr Zeit zur Verfügung zu haben. Die ganze Sache ist natürlich wesentlich weniger anstrengenden als „Polyphasic Sleep“ aber dafür steht auf der Habenseite natürlich auch nicht ganz so viel.

Im Prinzip teilt sich die Sache also in drei Aufgaben:

1. Erkennen wann der Körper müde ist und den Unterschied lernen zwischen „müde“ und „völlig erschöpft“, denn letzteres darf nicht passieren. Deswegen sollte auch abends ein Limit gesetzt werden wie „Sechs Stunden Schlaf brauch ich mindestens“. Sonst läuft man Gefahr, dass man sich völlig auslaugt. Vor allem in Verbindung mit Coffein ist das sehr gefährlich und man kommt morgens dann nicht aus dem Bett.
2. Lernen morgens direkt aus dem Bett zu kommen und nicht den Wecker schlafen zu schicken oder elendig lange Gespräche mit sich selbst führen über die Gründe warum es doch nicht so schlimm wäre, wenn man sich jetzt noch einmal umdreht.
3. Den Körper darauf trainieren sein Schlafbedürfnis so zu regeln, dass man zur Aufweckzeit nicht aus dem Schlaf gerissen wird, dass ist nämlich der Hauptgrund warum man sich morgens so fertig fühlt.

Punkt 2 kann ich bereits als erfolgreich abhaken. Ich hatte damit noch nie irgendwelche Probleme. Seit Samstag ziehe ich das nun auch an Wochenenden gnadenlos durch und habe dadurch auch am Montagmorgen schon bemerkt, dass dies durchaus einen Unterschied macht. Dass ich es schaffe regelmäßig früh aufzustehen, bedeutet ja nicht unbedingt, dass ich dann auch 100% bei der Sache bin aber am Montag habe ich mich wirklich irgendwie besser gefühlt. In Bezug auf Punkt 3 ist mein Körper auch schon ganz gut auf 5:45 trainiert (wache in 90% der Fälle schon vor dem Wecker auf) aber das ist natürlich noch ausbaufähig wenn ich jetzt die Wochenenden auch noch mit in den Zyklus einbaue. Bleibt also nur noch Punkt 1 übrig, bei dem ich aber tatsächlich ein wenig was tun muss. Bisher war es immer so, dass ich um spätestens 21 Uhr (Werktags) ins Bett bin und dann bis maximal 22 Uhr gelesen habe. Da ich das Lesen natürlich nicht auslassen will, es ist mir schließlich sehr wichtig, werde ich einfach jetzt en bisschen später ins Bett gehen und dann lesen bis mir eben das Buch aus den Händen fällt (sowieso angeblich die beste Methode).

Wie gesagt, ist das Ganze jetzt nicht so übermäßig toll wie die ganze „Polyphasic Sleep“-Sache aber dies ist ja kein Wettbewerb sondern mein eigener Schlaf! Von daher ist es für mich persönlich eine gute und einfache Lösung ein bisschen mehr aus den 24 Stunden heraus zu kitzeln bis ein Tag endlich auf 48 verlängert wird (bei gleichbleibend acht Stunden Arbeitszeit natürlich!).

Dies soll es also von mir zum Thema „Schlafen“ gewesen sein. Ab morgen könnt ihr dann hoffentlich bei Rondrer vorbeischauen um etwas wirklich interessantes über den Schlaf zu erfahren.

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23 Kommentare

Ja, das mit dem Schlafen is so ne Sache. Ich bin auch ma ne zeit lang nur ddann ins bett gegangen, wenn ich auch müde war. Irgendwann bin ich dann erst morgens um 7 Uhr !! eingeschlafen (regelmäßig). Da mein Stundenplan das zugelassen hat, bin ich aus dem Trott auch nicht mehr rausgekommen. Erst mit Tabletten hab ich das wieder in den Griff bekommen.
Seither verzichte ich auf Experimente und geh um 11 ins Bett, um um 8-9 Uhr wieder aufzustehen…

Deswegen muss man sich ja auch ein Limit setzen ab wann man definitiv ins Bett geht, egal was ist – so wie ich ja auch geschrieben habe .

Aber da sieht man mal wieder: die Schule ist mit dran schuld!

Kurze Unterbrechung für eine Eilmeldung: Wie uns soeben von Insidern mitgeteilt wurde, hat die Arbeit an einem neuen Film unter der Regie von Sicarius begonnen. Laut unseren Informationen ist die Preproductionphase und sogar die Sprachaufnahmen bereits abgeschlossen. Insiderkreisen zufolge würde in den nächsten Tagen das Filmen beginnen. An weiteren Details ist nur bekannt, dass es sich nicht um das bereits angekündigte Katzenvideo zu handeln scheint.

Wir werden sie natürlich auf dem Laufenden halten. Derweil freuen wir uns hier bei Bagdadsoftware natürlich sehr über diese Nachricht und können es gar nicht erwarten das achte Projekt des Regiegroßmeisters zu bestaunen.

Klingt auf jedenfall auch sehr interessant. Ob man dadurch jetzt wirklich Zeit gewinnt, würde ich fast anzweifeln, aber auf jedenfall hat man sehr geregelte schlafzeiten. Extreme Müdigkeit sollte dabei wohl kaum noch auftreten.

beim Polyphasic Sleep bisde zu Beginn auch nicht zu jeder Schlafphase müde und musst dich trotzdem die 20 Minuten hinlegen. Es geht immer darum den Körper darauf zu trainieren, was du willst und nicht was er will quasi. Deswegen ist ja auch das Limit wichtig. Damit sachst du dem Körper „okay, 6 Stunden geb ich dir aber nur bis zu diesem und diesem Zeitpunkt. Wenn du die nicht nutzt, hast du pech. Die nächste Schlafphase kommt erst in 18h wieder.“

Ich sach ja nicht, dass es einfach ist die halbe/ganze Nacht sinnlos wach im Bett zu liegen (hat jeder sicher schon einmal durchgemacht), um wieder auf dein Problem zurückzukommen aber nur so hat man überhaupt die Chance es zu ändern würde ich behaupten.

Sollte das natürlich auch nicht funktionieren, dann liegt das Problem einfach irgendwo anders würde ich sagen. Du hast halt deinem Körper nachgegeben und völlig auf ihn gehört – so lange bis er sich vollständig darauf eingestellt hatte. So hast du es ja im Prinzip gesagt mit „zeit lang nur ddann ins bett gegangen, wenn ich auch müde war“. Vielleicht wäre es nicht soweit gekommen, wenn du konsequent um 7 Uhr einfach aufgestanden wärst.

Aber auch das sind nur Vermutungen, denn ich bin ja kein Schlafforscher und ich kenn deine „Krankengeschichte“ ja auch nicht und sowieso ist es jedem sein eigener Schlaf.

Ich gebe nur wieder was ich denke, auf Basis dessen, was ich bei meinen Recherchen gelesen habe.

was geht denn mit euch?

schlafexperimente
schlafpläne

…es wird geschlafen wenn man müd is, also net vor 12 uhr, und aufgestanden wird, wenn man wach ist, also nach etwa 10 stunden :)

so einfach is das

ich halts da wie maverick :) wenn sich mein schlafrhythmus zu arg verschiebt, zwing ich mich einfach ein paar tage lang früh aufzustehen (klappt am besten wenn man sich zum frühstücken verabredet oder sowas) und wenn das nicht klappt, notfalls ’ne nacht ganz durchmachen und dann zu ’ner vernünftigen uhrzeit ins bett gehen..

ich will überhaupt keine geregelten schlafzeiten. ich hätt ja gern ne methode, wie man da etwas flexibler sein könnte. aber z.b. vorschlafen damit man danach die nacht durchmachen kann ohne bös müd zu werden funzt ja z.b. net.

„dass man zur Aufweckzeit nicht aus dem Schlaf gerissen wird, dass ist nämlich der Hauptgrund warum man sich morgens so fertig fühlt.“
richtig – aber im schlaf hat man öfter mal fast-wach-phasen bzw. kurz-vor-dem-aufwachen-phasen, aus denen man dann morgens auch aufwacht. wenn man aus so einer geweckt wird, ist man fit. es gibt schon so tolle schlafphasen-wecker, die hirnströme oder puls messen und einen dann aus der richtigen phase wecken (innerhalb eines eingestellten zeitintervalls – wenn man darin keine solche phase erreicht, hat man pech gehabt und wird halt einfach am ende trotzdem geweckt). sind leider (noch) schweineteuer. außerdem muss man da halt auch sofort aufstehen und net nochmal rumdrehen, sonst ist der effekt dahin. und ich liebe doch meine snooze-taste.. notfalls auch über stunden hinweg. vielleicht sollt ich mir das auch mal abgewöhnen.

Ein Phasenwecker wär natürlisch schon was dolles ;)
Aber bis ich sowas hab bleib ich bei festen Schlafplänen! Insgeheim ganz tief in mir drin bin ich halt doch nur ein kleiner spießiger Beamter :D

dein Schlaf wird woanders diskutiert. Brauchst hier nicht BS zu hijacken :).

Jo son Phasenwecker ist sicher was dollet aber es geht sicher auch so. Bei der Frau Snooze-Drücker würde das allerdings ja auch nichts bringen :). Die Snooze-Taste ist die schlimmste Erfindung der Menschheit. Wenn man die einmal drückt, kann man sich doch fast 100%ig sicher sein, dass man, wenn man aufsteht, erst einmal relativ fertig ist (zumindest ging es mir so in den wenigen Fällen, in denen ich sie benutzt habe)…

ja, genau das ist die.
ich find inzwischen auch, dass das teufelszeug ist. ich kann da echt stundenlang draufdrücken. und bei meinem alten wecker war das auch noch so fies, dass das nur ’ne halbe stunde lang ging und dann hat der einfach nicht nochmal geklingelt. hab mehr als einmal deshalb verpennt..
nur, früher ohne diese taste war’s ja noch schlimmer.. nur noch 5 min liegenbleiben.. nicht wieder einschlafen nicht wieder einschlafen, ich bleib wach ich bleib wach ich bleib… *schlummer* *träum*
nix gut.
ich bin danach aber auch nicht mehr fertig als wenn ich einfach so aufstehen würd. das problem ist nur, dass man die zeit, wo man immer wieder die taste drückt, praktisch verliert. besonders viel bringen schlaftechnisch tut das sicher nicht. wär vielleicht geschickter, gleich den wecker nochmal ’ne halbe stunde vorzustellen..

Dadurch das man die ganze Zeit mehr oder weniger im Halbschlaf verbringt, ist man danach schon irgendwie „blöd“ drauf beim aufstehen, soweit ich das eben schon selbst erfahren habe :).

Ich schaffs übrigens zu unterscheiden, ob ich auf den Wecker hören muss oder net ;)
Ich hab während meiner Zivizeit den Wecker am Wochenende nie ausgemacht. Meistens hab ich den dann trotzdem völlig unbewusst ausgemacht… Wenn ich dann später aufgewacht bin konnt ich mich nie dran erinnern den ausgemacht zu haben. Oder ich hab ihn einfahc überhört, bis die mama in mein zimmer kam und sich aufgeregt hat :D
Aber unter der Woche is mir das nie passiert. Ich hab kein einziges mal verschlafen, WENN der wecker eingeschaltet war…

ach das hab ich ganz vergessen zu schreiben. das mit der snooze-taste funzt bei mir übrigens ohne dabei aufzuwachen. meine armen zimmernachbarn waren glaub ich auch des öfteren eher wach als ich.. und wir haben recht dicke wände gehabt.

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