Sicarius

Körpertuning – Die Erste

Mmmh…seit einem Monat keinen neuen Kommentar mehr hier auf der Seite. Sind meine Einträge tatsächlich mittlerweile so unterinteressant/belanglos geworden? Gut, das ist etwas extrem ausgedrückt. Immerhin sind die Besucherzahlen nicht in den Keller gerutscht, sondern halbwegs gleichbleibend – also ganz aufgehört zu lesen habt ihr schon einmal nicht, das ist schön :smile: (Danke!).

Aber zugegeben: So ganz glücklich bin ich aktuell auch nicht so ganz mit den „Gerade so die Mindestlänge“-Lifestyle-Texten, die euch hauptsächlich serviere. Und ich vermisse die tiefergehenden Spielethemen. Doch die Kombination aus Zeitmangel (Sonntags steht mittlerweile Fitnessstudio auf dem Programm und der Hauptrechner ist heute zum ersten Mal seit dem Tippen des letzten Eintrags an) und Themenmangel führt leider aktuell zu diesem überschaubaren Spektrum. Wobei das mit dem Themenmangel gar nicht mal so ganz stimmt. Fortsetzungen von „Zwölf für die Einkaufsliste“ und „Fünf für die Ohren“ verschlingen aber immer einiges an Zeit. Außerdem schwebt mir durchaus noch eine kleine Serie zum Komplex „Nahrungsergänzungsmittel“ vor (ja, ich nehme ein paar). Doch auch hier: Das will ich durchaus halbwegs anständig abhandeln, da mir bewusst ist, was für ein polarisierendes Thema das ist.

Einstieg

Und ja: Ich war (und bin es auch immer noch ein Stück weit) genauso skeptisch am Anfang gewesen gegenüber Nahrungsergänzungsmitteln aber Lysanda hat sich da extrem tief eingelesen und meine Blutwerte (ganz umfangreicher Bluttest über einen Privatarzt – nicht nur das große vom Hausarzt) wiesen durchaus hier und da suboptimale Messwerte aus. Hab‘ deshalb sogar am Ende drei Vitamin-B-Infusionen bekommen. Was nicht heißt, dass irgendein normaler Hausarzt mir da großartig weitergeholfen hätte (auch der Privatarzt hatte seine Grenzen abseits besagter Infusion). Und zwar aus vier Gründen:

  1. Die laut Labor zulässigen Margen sind oftmals viel zu groß und in Wahrheit Durchschnittswerte (vor allem bei Depressionen ist „grad noch so im Normbereich“ halt einfach zu wenig).
  2. Es werden dann Sachen empfohlen, die so überhaupt keinen Sinn machen (Stichwort Vitamin D und eine Pille pro Woche).
  3. Der Arzt kennt sich mit dem Thema überhaupt nicht aus (vor allem letzteres ist wohl das größte Problem).
  4. Je nach Labor werden die Werte in unterschiedlichen Einheiten ausgegeben und entsprechend denkt man mitunter es passt schon aber tatsächlich muss man es umrechnen und es passt nicht mehr.

Entsprechend hilft nur ausgiebiges und ausführliches Selbststudium auch auf Basis von Erfahrungsberichten anderer. Obwohl ich sonst mit Facebook so gut wie nichts am Hut habe (weiterhin ohne Account) – es gibt gefühlt für jedes Vitamin und jedes Mineral eine Gruppe zum Austausch.

SO VIEL?!

Mehr Pillen als im Altersheim

Mehr Pillen als im Altersheim

Mittlerweile gibt’s zum Frühstück also jeden Tag einen bunten Cocktail aus Vitamin D, Omega 3, B12, B1-6, OPC und K2 sowie ein Glas Flohsamenschalen (oder ein Pfannkuchen daraus) und 1-2 Teelöffel Eiweißpulver in meine Milch. Außerdem fast täglich ein Magnesium-Fußbad und wenn es mir mal psychisch richtig schlecht geht eine Ladung Zink und Kupfer. Klingt nach viel und so einiger ist wahrscheinlich jetzt schon vom Stuhl gefallen von wegen, was mute ich hier meinem Körper denn damit zu?! Aber genau deswegen muss man sich einlesen.

Beispiel Vitamin D: Nimmt man das nur so, dann können die Arterien durch das Calcium verstopft werden, das der Körper versucht einzulagern aber nicht dorthin bringt, wo es hingehört. Deswegen braucht man K2, um das Calcium in die Knochen zu schaffen (werden dadurch nicht nur gestärkt, sondern auch tatsächlich geheilt!), wo man es haben will. Dort zieht das K2 jedoch wiederrum das Magnesium raus. Aus dem Grund die Fußbäder. B12 genauso: Ohne B1-6 könntet ihr es einfach ins Klo schütten da es vom Körper nicht verarbeitet wird.

OPC (Traubenkernextrakt) und Omega 3 (Fischöl) stehen zwar für sich aber letzteres ist etwas, was auch ich (trotz mittlerweile einmal die Woche Fisch essen) viel zu wenig kriege. OPC macht hingegen „nur“ schöne Haut (okay, hilft wohl ebenso bei Allergien und Hautproblemen und sowas – hauptsächlich allerdings schöne Haut). Da ich allerdings bekanntlich noch am Abnehmen bin, unterstützt es beim Vermeiden von schlaffer Haut.

Die Pulver

Flohsamenschalen sind technisch gesehen kein Nahrungsergänzungsmittel (wird von Ärzten und in der Apotheke allerdings so gehandelt) aber ich zähle sie hier der Vollständigkeit halber Mal auf. Sie wurden mir vom Proktologen ans Herz gelegt und helfen der Verdauung. Guter Nebeneffekt: Sie helfen auch bei „Low Carb Diät“, weil sie verdickende Eigenschaften haben und entsprechend als Mehl- und Stärkeersatz funktionieren. Lysanda macht damit mittlerweile alles Mögliche (Nudeln, Pfannkuchen, Knoblauchscones, etc.).

Und Eiweißpulver? Naja, aus meiner Sicht kommt man ohne irgendeine Art von Eiweißpulver nicht auf die notwendige Menge am Tag (bei mir sind es min. 94 bis 141g – 1 bis 1,5 mal Körpergewicht). Hilft nicht nur beim Muskelaufbau, sondern genauso beim Abnehmen und wurde uns schon damals beim Abnehmen-Präventionskurs gepredigt ohne Ende (zu Recht). Entsprechend benutze ich es seitdem in der Schokovariante. Positiver Nebeneffekt: Statt vier Löffel Kabba, kommen halt jetzt nur noch zwei rein zusammen mit zwei Löffel Schokoeiweißpulver in die Tasse. Schmeckt auch hat aber weniger Zucker.

Die Auswirkungen

Extrem lecker muss ich sagen!

Extrem lecker muss ich sagen!

Und was soll ich sagen? Mir geht es so gut wie schon lange nicht mehr. Und zwar in mehrfacher Hinsicht. Ich werde schneller braun (ohne Sonnenbrand), ich hab‘ plötzlich mehr Haare am Körper (früher in der Schule wurde ich mal gefragt, ob ich meine Beine rasieren würde – vermutlich stimmt mit meiner Testosteron-Produktion was nicht) und vor allem psychisch ist es ein massiver Unterschied zu früher. Klar, dieses Thema ist durch Tabletten allein nicht ganz weg zu kriegen. Da sind schon noch handfestere Dinge zu lösen mit denen sich Profis beschäftigen müssen. Aber mein täglicher Grundzustand ist definitiv nicht mehr ausschließlich „Alles ist scheiße“-Niedergeschlagen und da kann dann auch eine Therapie besser wirken.

Doch das alles erst einmal nur als kleiner Ausblick. Wie gesagt, ich will da schon noch tiefer einsteigen und euch zusammen mit Lysanda etwas mehr Details geben (vor allem wo ihr euch überall tiefer informieren könnt). Also nicht mit dem Ziel euch zu missionieren, sondern wie immer einfach nur zur Information. Was ihr daraus macht ist eure Sache. Auch wenn ich absolut nicht nachvollziehen kann, warum ihr euch immer noch nicht DOOM gekauft habt. Der Titel gehört in jeden Shooter-Haushalt!

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9 Kommentare

Ich stehe diesen Nahrungsergänzungsmitteln eher skeptisch gegenüber. Bin der Meinung dass diese nicht nötig sein sollten. Muss aber natürlich jeder für sich selbst abwägen und entscheiden :)
Bin aber durchaus an weiteren Ausführungen von dir/euch interessiert ^^

Bin auch kein Freund davon. Aber würde auch niemals auf die Idee kommen zu behaupten, dass ich mich damit auskenne, daher halte ich mich bei sowas gerne neutral: Wenn es euch hilft ist das natürlich super :smile:

Darf ich fragen warum? Oder nur, weil behauptet wird es bringe sowieso nichts?

Klar sollten sie nicht nötig sein, aber unsere Böden sind ausgelaugt und in unseren Nahrungsmitteln einfach nicht mehr so viele Vitamine drin, wie früher. Weiß doch keiner richtig was drin ist ganz zu schweigen davon was er braucht.

Außerdem – ihr habt bestimmt ohne weiter drüber Nachzudenken bereits Pillen vom Arzt z.B. Antibiotika, Schmerzmittel geschluckt. Und wer weiß welche Brausetabletten (ACE, Calcium, Magnesium, usw.) ihr im Schrank habt.

Bei mir nur weil ich denke dass die Zufuhr von Nahrungsergänzungsmitteln nicht nötig sein sollte, ob es wirklick so ist kann ich nicht beurteilen, da ich mich dafür zuwenig mit dem Thema auseinandergesetzt habe. Daher bin ich gespannt auf eure weiteren Ausführungen :)

Gerade beim Thema Vitaim D denke ich allerdings, dass es überflüssig ist. Ich weiß leider nicht mehr in welcher Sendung im TV es gezeigt wurde, aber dort wurde getestet ob Vitamin D effektiver über Tabletten oder den natürlichen Weg (der Aufnahme von Sonnenlicht) produziert/aufgenommen wird. Und es hat ganz klar der natürliche Weg vorne gelegen. Mir ist klar, dass die benötigten Sonnenstrahlen im Winter nicht so reichhaltig vorhanden sind wie im Sommer. Dennoch denke ich, dass der Körper dies bei regelmäßigem Aufenthalt im Freien schon selber regelt.

Bzgl Tabletten vom Arzt oder andere Brausetabletten kann ich nur sagen, dass ich es (schon immer) weitesgehend vermeide Tabletten wie z.B. Asperin oder Ähnliches zu nehmen. Einfach weil ich denke, dass es dem Körper sicherlich auch nicht gut tut. Das Einzige was ich jahrelang regelmäßig eingenommen habe, ist die Pille zur Verhütung. Und damit ist jetzt seit einiger Zeit auch Schluss, da ich mich damit beschäftigt habe, was die Pille eigentlich mit dem Körper anstellt und ich das Zeug daher nicht mehr nehmen möchte.

Tja mit der Pille habe ich nun auch ein Jahr Erfahrung sammeln dürfen. Allerdings wegen wehenartiger Krämpfe. Das hat sie auch vermieden, mir dafür aber andere nette Probleme beschert (Schlaflosigkeit, Zwischenblutungen, uvm.) Habe vier Sorten ausprobiert… war nett, aber was erwarte ich auch von einem Medikament, das ursprünglich gegen Pickel entwickelt wurde und von dem nicht mal der Arzt genau weiß was passiert, wenn ich sie nehme. Daher hab ich sie nun letzte Woche wieder abgesetzt. Gewollt habe ich sie nie, aber sie gehören wohl zum kleinen Einmaleins der Frauenärzte. Versuch es nun mit einem neuen Frauenarzt, der auch auf Hormone spezialisiert sein soll. Mal sehen wie das wird und ob meine Hormone nicht doch mal getestet werden, bevor wahllos mit künstlichen draufgeworfen wird.

Von Nahrungsergänzungsmitteln habe ich bislang auch fast nur negatives gehört und gelesen. Nur die Pharmaindustrie preist sie als (unverzichtbare) Wundermittel an, was aber kein Wunder ist, denn sie verdienen Mrd. daran – eine Riesenindustrie. Ob man etwaige Krankheiten damit in den Griff bekommt, könnte ich nicht beurteilen, das müsste man an sich selbst aus- und rumprobieren und langwierig studieren (und wer kann das schon ohne Ausrüstung?), weil: jeder Jeck ist anders. Und ob es dann die Wirkstoffe sind, die helfen oder der Glaube daran, der im Körper Selbstheilungskräfte oder sonstwas freisetzt, wird man erst recht nicht herausfinden können. Ein Placeboeffekt gilt ja prinzipiell schon als nachgewiesen.
So werde ICH weiterhin nichts davon zu mir nehmen, ich kam und komme bislang bestens ohne aus. Irgendwelchen Grenzwerten muss man zudem heutzutage auch kritisch gegenüberstehen, die werden ja im Sinne der mafiösen Pharmaindustrie schon nach Lust, Laune und Bedarf gesetzt, so dass man Gesunden einreden kann, sie wären krank und müssten nun (teure) Meds nehmen.
Aber ich drifte ab… ich freue mich, dass es dir gutgeht, Christoph und das ist die Hauptsache.
ps: Bitte eine der Frikadellen zusenden (als Warensendung deklarieren). :tongue:

Vom Placebo-Effekt würde ich bei dieser Art von Nahrungsergänzungsmitteln nicht sprechen. Da ist (anders als bei Glubolis) auch wirklich in ausreichender Menge drin, was draufsteht, um einen messbaren Effekt zu habe.

Mein Vitamin D-Spiegel war beispielsweise im letzten Bluttest definitiv wesentlich höher als vorher.

Aber ich stimme natürlich zu: Mir würde es auch besser gefallen, wenn ich ohne auskäme. Tue ich aber (aktuell) offensichtlich nicht.

P.S: Das sind keine Frikadellen, das sind quasi Brötchen.

Erst mal sollte niemand etwas nehmen, was er nicht braucht. Wer sich richtig mit Nahrungsergänzungsmitteln beschäftigt hat bzw. mit seinen Problemen, weiß wofür er was nimmt.

Das die Pharmaindustrie Nems propagiert ist falsch. Es ist genau umgekehrt. Sie werden den Nutzen von Nahrungsergänzungsmitteln abstreiten solange sie können und dafür ihr eigenes Produkt mit Patent in den Himmel loben.

Meine Erfahrung ist das die meisten Ärzte von Vitaminen keine Ahnung haben. Hier ist leider sehr viel Eigenverantwortung gefragt. Hätte ich früher auch nicht gedacht. Der eine kennt den Zusammenhang nicht, der von der Neurologin bestätigt wurde und tatsächlich die Symptome behoben hat. Der andere Widerspricht wieder zwei anderen und der letzte jetzt meint sogar (ohne mich untersucht zu haben) alles Psychosomatisch nur weil ich meine Bluttests (3 Stück in 4 Jahren) mir selbst gut durchgeschaut habe und dabei hatte. Ich steigere mich da rein… komisch das die Symptome zuerst da waren ehe ich mich damit beschäftigt hab. :roll:

Mein Eisenwert ist für die Neurologin zu niedrig, für den Hausarzt top… aber die Eisentabletten lassen das Symptom verschwinden – Plazeboeffekt? Möglich. Nur kurz bevor ich meine Periode bekomme, von denen ich nie weiß wann das ist – Frauenprobleme ich weiß – sind sie in schwacher Form wieder da. Nee kann nicht am Eisenmangel liegen. Bilde ich mir nur ein… :wink: so und billiger als die patentierten Medikamente, die ich eigentlich nehmen müsste ist das Eisenpräparat auch noch. Da haben wir also das Internet, die Neurologin und meine Erfahrung, die für Eisen sprechen. Nur den Hausärzten (ich war bei drei Stück) scheint das nicht einzuleuchten. Also wohl doch lieber das Parkinsonmedikament, dass in dem Fall nur genutzt wird, weil man den eigentlichen Grund für das Symptom nicht kennt, aber weiß das diese Medis wirken? Nee, solange es geht, lieber nicht.

Wie gut das keiner von euch meine Eisentabletten will :tongue:

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