Sicarius

Volles Pfund auf’s Maul!

Besucher G: Du Webmaster, warum hat den der doofe Onkel Rondrer vergangen Montag diesen langweiligen Artikel über dieses komische Spiel Freie Reiche veröffentlicht? Wir waren doch alle so sehr gespannt auf einen Text von dir.

Webmaster: Nun, lieber Besucher G, der Hauptgrund war mein Test zu Overlord 2. Freitagabend bekam ich sehr kurzfristig den Auftrag das Spiel zu testen. Da musste ich es zügig durchprügeln und das Review tippen, damit es nicht allzu spät bei GamersGlobal landet. Zeit für einen Montagseintrag blieb da einfach keine mehr. Aber jetzt wisst ihr auch ein bisschen was zu Free Realms und habt gleichzeitig einen fundierten und guten Test zu einem tollen Spiel erhalten. Denn es steht außer Frage, dass Overlord 2 auch hier bei Bagdadsoftware nichts anderes als 5 von 5 Sics erhält. Wenn einem die Art von Humor gefällt, macht man mit dem Kauf des Spiels nichts falsch und fördert damit einen möglichen dritten Teil, in dem man dann hoffentlich erfährt was mit dem vorherigen Overlord passiert ist. Der wird schließlich nicht für immer tatenlos in der Hölle rumsitzen.

Außerdem habe ich mich über die ganze Woche verteilt mehrmals mit Jörgs Zwergen für unser Blood Bowl Multiplayer-Duell geprügelt. War das vielleicht ein Krampf. Am Sonntagabend fing alles an. Jörg mit seinen Zwergen und ich mit einer Gruppe Orks. Nach anfänglichen Schwierigkeiten von der Art „Ja, wie funzt das jetzt mit dem Herausfordern?“, haben wir auch zwei angenehme Matches gespielt. Es war insgesamt etwas langatmig weil weder die Orks noch die Zwerge wirklich umfallen, aber zumindest hatte ich auch mal einen Touchdown geschafft. Aber ach oh weh – ab Minute 10 war in der zweistündigen Aufnahme kein Sound. Und damit begann das Elend. Am nächsten Tag kam ein Patch für das Spiel und dementsprechend waren die Server abends dann vollständig im Eimer. Es gab Lags ohne Ende und nicht einmal das Einladen klappte weil der Timeout kam, bevor der Mitspieler das Match überhaupt annehmen konnte. Nächster Versuch war dann Mittwochnachmittag. Da gab es zwar keine Lags, aber dafür konnten wir uns plötzlich nicht mehr verbinden. Erst nach einigen Einstellungsänderungen in unseren Routern sah es endlich nach einer finalen Aufnahme aus. Aber es sollte nicht sein. In genau der Sekunde, als ich ENDLICH einmal mit meinen Elfen einen Touchdown machte (die Zwischensequenz lief gerade an), fiel bei mir der Strom aus. Ihr glaubt gar nicht wie genervt ich war. Als hätten sich die Götter gegen mich verschworen oder so etwas in der Art. Gut zwei Stunden lang war ich dann von der Außenwelt abgeschnitten. Um 21:00 Uhr haben wir es dann noch einmal versucht und das Ergebnis könnt ihr nun im Video sehen. Da jedoch Skype und Blood Bowl partout nicht zusammenarbeiten wollten, musste mich Jörg übers Telefon aufnehmen. Dementsprechend klinge ich nicht nur total scheiße, Jörg konnte auch nichts anderes machen als das die meisten Kommentare einfach zu schneiden. Ich brauch doch endlich mal zumindest 6000er DSL…

Zudem ist Jörgs Interview mit Dave Perry online, dass ich unter großen Anstrengungen (E3-Messelärm im Hintergrund) transkribiert habe. Zu guter Letzt noch die Previews zu Halo 3: ODST, Star Wars – The Old Republic und der Report Module & Mods für The Witcher, die ich redigiert und gelayoutet habe. Für den Report habe ich außerdem noch das supertolle Teaserbild erstellt :).

Soviel also wieder zu meinen Aktivitäten bei GamersGlobal. Die nächsten zwei Wochen wird es dafür nichts geben, denn ich bin ab morgen in Stuttgart und dann nächste Woche in Ismaning auf Seminar. Weiterbildung ftw! Aber, obwohl wir bereits auf Seite 2 sind, hab ich noch ein bisschen was zu erzählen. Wobei – wie heißt es mittlerweile so vollkommen langweilig? Ein Bild sagt mehr als 1.000 Worte:

Webmasters Schreibtisch mit zwei Monitoren

Jep, zwei Monitore zieren nun meinen Schreibtisch. Links ein Dell 2407WFP mit 16:10 und 60Hz bei einer nativen Auflösung von 1920×1200. Und rechts daneben mein mittlerweile fünf Jahre alter Iiyama ProLite H540S-B mit 4:3 und 60Hz bei nativ 1600×1200. Eigentlich schon fast Overkill zwei Monitore mit solchen Monsterauflösungen zu fahren. Auch die Aufstellung ist aus ergonomischer Sicht nicht wirklich die optimalste – zusätzlich ist die rechte Box jetzt eigentlich im Vergleich zur linken viel zu weit vorne. Da ich jedoch auf Arbeit bereits seit Jahren mit zwei Monitoren arbeite und ich mir solch ein Setup auch schon immer Zuhause gewünscht habe, möchte ich es jetzt selbstverständlich nicht mehr missen. Vor allem kann ich jetzt Widescreenfilme ohne schwarze Balken und gleichzeitig immer noch meine TV-Serien (aktuell Staffel 4 der HBO-Serie The Wire) in 4:3-Format ohne Verzerrung anschauen. Und Bagdadsoftware sieht auf beiden Auflösungen sehr gut aus. René und ich haben beim Redesign damals eben doch alles richtig gemacht. Allerdings sind zwei Monitore mittlerweile jetzt nichts mehr so weltbewegendes. Viel interessanter ist die Frage wo ich ihn am Samstag geholt habe: nämlich bei Azzkickr.

Er hat sich Zuhause jetzt ein Heimkino aufgebaut mit 42″ Fernseher (dient ihm auch als Monitorersatz), 2,30m Leinwand, Beamer und einer PlayStation 3. Da blieb nicht nur der Monitor übrig, dass musste ich mir natürlich auch einmal ausgiebig anschauen. Mein Fazit in kurz: einfach Geil! Zu den genauen Details was er alles und wie aufgebaut hat, werdet ihr aber in der nächsten Podcastfolge (voraussichtlich 27.07.09) genaueres erfahren. Da spare ich mir die Erläuterungen. Kommen wir stattdessen zu unseren Tests mit ultrakurzen Angespielt-Berichten:

Zuerst haben wir uns Naxxramas – The Movie am PC und dementsprechend auf dem 42″-Fernseher angeschaut. Der Film an sich ist schon der Hammer (Schnitt, Musik und Text sind nahezu perfekt) und auch für Nicht-WoW-Spieler eine Empfehlung. Aber auf der Größe und vor allem mit so einem saugeilen Bass ist das noch einmal ein ganz anderes Erlebnis die französischen One-Liner zu hören und die schnellen Schnitte zu erleben. Auf Englisch käme der Film wahrscheinlich nicht einmal halb so gut. Übrigens gibt es mittlerweile ein Remake auf Basis der aktualisierten Instanz mit Namen Naxxramas 2009 – The Movie – dieses Mal wahlweise auf Englisch oder Französisch. Unbedingt herunterladen – auch wenn das Original immer noch klar der bessere Film ist.

Danach ging es dann ans Eingemachte. Die Rollladen und die Leinwand heruntergelassen (leider ohne Automatik) und den Beamer sowie die PlayStation 3 angeschaltet. Keine Frage, dass ich Azzkickr zuerst in Street Fighter IV ausgiebig die Fresse poliert habe (Endstand war 6:4 für mich). Das eignete sich auch als bester Vergleich. Nachdem ich abends dann meine PC-Version angeworfen habe, war ich trotz 24″ Widescreen schon ein wenig neidisch auf ihn. Das Spiel selbst rockt natürlich trotzdem die Bude – egal auf welcher Bildschirmgröße. Wobei es bei näherer Betrachtung eigentlich nicht mehr ist als ein Remake der SNES-Version von Street Fighter II. Allerdings gilt das Spiel bis heute als einer der besten Prügler aller Zeiten, von daher ist das nicht weiter schlimm. Also ab und Capcom für die PC-Portierung belohnen! Bislang kann ich nämlich darüber nichts Negatives berichten. Die Performance ist 1A, Games for Windows Live-Unterstützung und damit Achievements sind vorhanden und die Integration des Multiplayers ist fantastisch gelöst. Und zwar braucht ihr nicht unbedingt lange einen Gegner suchen, sondern könnt einfach alleine den Arcade-Modus gegen die CPU anfangen. Meldet ihr euch gleichzeitig für Internetkämpfe an, werdet ihr dann automatisch in ein Match eingeladen, sobald ein Gegner verfügbar ist. Es sei jedoch nicht verheimlicht, dass es auch tierisch nerven kann immer wieder zwischen einem Kampf gegen die CPU unterbrochen zu werden und ihn dann neu beginnen zu müssen. Aber dafür lässt sich die Mitspielersuche jederzeit an- und ausschalten.

Als nächstes kam WWE Smackdown! Vs. Raw 2009 an die Reihe. Ihr wisst schon – Wrestling. Die „Sportart“, die wir alle vor 10-15 Jahren alle mal cool fanden. Allerdings, zu meiner Überraschung, ist der Undertaker immer noch dabei. Sein Alter sieht man ihm jedoch ganz klar an und er hat mächtig an Bauchumfang zugelegt. Aber auch abseits der Körperfülle des Undertakers hat mich das Spiel in den beiden Matches nicht überzeugt. Zum einen wegen der detailarmen Grafik mit nur 720p und zum anderen weil wir nicht viel gecheckt haben. Es hat zwar trotzdem gereicht um Azzkickr auf die Bretter zu schicken, aber der Titel gehört wohl zu der Kategorie von Spielen, die erst so richtig Spaß machen wenn man sie versteht. Dementsprechend ging es dann zügig weiter zum letzten Spiel: Fight Night Round 4.

Das ist ein Titel, den ich mir sehnlichst auch für den PC wünsche. Eine spielerisch wie technisch gutes Boxspiel hatten wir sowie schon lange nicht mehr. Vor allem überzeugt hat mich die unwöhnliche, aber taktisch anspruchsvolle Steuerung. Fight Night Round 4 ist kein arcade-lastiges Button-mashing wie Super Punch-Out!! damals auf dem SNES. Stattdessen ist EA die Sache eher in Richtung Simulation angegangen. Einfach draufhauen fängt einem nur fiese und harte Konterattacken ein – eine Aktion, die Azzkickr sehr oft ausführen konnte. Und Button-mashing geht gar nicht, weil alle Schläge über den rechten Analogstick ausgeführt werden. Gewöhnungsbedürftig aber definitiv eine sinnvolle Lösung. Dennoch konnte ich, als Boxlegende Joe Frazier, Azzkickrs Ohrenbeißer Mike Tyson von Anfang an klar dominieren. Beim ersten Match habe ich mich zwar durch zu viele „Headbutts“ selbst disqualifiziert, am Ende der folgenden zwei Kämpfe mit je zehn Runden stand jedoch Joe als Sieger da. Den dritten Kampf konnte ich sogar durch K.O. für mich entscheiden – allerdings erst in Runde Zehn. Ich hab‘s halt doch immer noch drauf ;).

In diesem Sinne bis nächsten Montag. Am Donnerstag findet ihr an dieser Stelle den letzten Teil von Jackies informativer Serie über Photoshop-Magazine.

Besucher G: Da bin ich schon sehr gespannt drauf!

6 Kommentare

Dieser schlimme Rondrer – ständig kommt er angekrochen um umbedingt einen seiner lahmen Artikel zu veröffentlichen! Sicarius, beim nächsten Mal musst du einfach endlich mal energisch "Nein!" sagen, egal wie sehr er auch wieder winselt und bettelt. Das darf sich gar nicht erst einschleichen! :P

Man bedenke: ich war gerade mal vor einer viertel Stunde beim Webmaster und habe trotzdem, dass ich beide Bildschirme erblickt habe…nicht reagiert…weil ich ebenfalls schon seit Jahren mit 2 Bildschirmen arbeite. :wink:

Da hab ich ja dann grad nomma Glück gehabt. Hatte scho Angst ich wäre "out" mit meinem einen Monitor… aber jetzt "arbeite" ich ja mit 42" und 2,30m Leinwand :laughing:

gute Frage – mal schauen ob ich das hier von Stuttgart aus irgendwie beheben kann. Betrifft irgendwie nur diesen und den letzten Eintrag.

EDITH: So die Einträge sind wieder heile. Hatte beim Speichern ein falsches Encoding im Browser eingestellt…

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

:smile: :sad: :wink: :tongue: :-x :roll: mehr »