JakillSlavik

Kerker – Die Stimme von oben

Der Eintragsserie letzter Teil.

Zum Abschluss befassen wir uns heute mit dem entscheidenden Aspekt: dem Fazit . Obwohl ich insgesamt schon von Artikel zu Artikel abgewogen habe, welche Zeitschriften zueinander wohl Vor-oder Nachteile haben wird, werde ich hier nochmal eine klare und eindeutige Unterteilung machen. Nachdem in der Einzelbetrachtung die Herangehensweise jedes Magazins einzeln vorgestellt wurde, steht heute die zentrale Frage im Raum „Welche Zeitschrift wird der Verantwortung durch Workshops Fähigkeiten zu vermitteln gerecht?“
Für die erste grobe Abstufung werde mich der Deutlichkeit halber des Sic-Systems bedienen und danach die Gründe der Bewertung genauer angeben. Im Folgenden abermals in alphabetischer Reihenfolge gelistet sind:

drei Advanced Photoshop
– Das Magazin für den professionellen Photoshop-Anwender
AV ist – wie beschrieben – das durchschnittliche Photoshop Magazin, wie man es selbst als Einsteiger erwarten sollte. Für den Durchschnittsbetrag von 10€ mit Datenträger im Gepäck, hat man ein stabiles Preis-/Leistungspaket. Für die progressive Arbeitsweise ist dieses Heft jedoch nicht zu empfehlen, da viele Workshops auf die Dauer zu uninspiriert wirken. Im Grunde ist AV gerade nicht für den ‚professionellen Photoshop-Anwender‘, sondern die darunter liegenden Segmente einzuordnen. Zuschlagen also nur, um sich Sporen zu verdienen oder sich thematisch zu entwickeln.

vier DigitalPHOTO – Photoshop
– Wir machen Sie zum Photoshop-Profi
Dieses noch jugendliche Magazin war kurz davor eine 5 Sterne Wertung zu bekommen. Der Umstand, dass dieses Magazin eben noch keine wirkliche Beständigkeit der neuen unverbrauchten Ideen, des erfrischenden Konzepts und der beratungstechnischen Abdeckung der gesamten Bandbreite von Anfänger bis Profi vorweisen konnte, nutzen eben genau diese drei Faktoren vorerst noch nicht zur absoluten Empfehlung. Da diese Wertung zwar möglichst objektiv gehalten wird, aber es utopisch für eine Spieleseite – wie Bagdadsoftware – ist, von absoluter Objektivität zu reden, kristallisiert sich hier besonders klar heraus, dass diese Zeitschrift mein persönlicher Favorit ist. Daher nenne ich es als Kompromiss eine „Mindestens 4 Sterne Wertung.“

vier DOCMA
– Doc Baumanns Magazin für digitale Bildbearbeitung
Dem Meister der digitalen Bildbearbeitung mag man mit „lediglich“ vier Sternen zwar auch ein bisschen unrecht tun, wenn man bedenkt, wo ohne seine Arbeit die anderen Hefte heute wären, dennoch muss man so fair sein: Alte Liebe rostet eben doch! Wo andere Hefte ihre Hauptleserschaft heraus ziehen, verwehrt sich Baumann fast schon gegen eine solche untere Kaste. Einsteiger und Fortgeschrittene tun sich an vielen Ecken und Kanten des Herrn schwer, auch wenn seine Tipps immer erstklassig sind. Auch das Fehlen eines Datenträgers, mag man zur heutigen Zeit der Doppel-DVD oder gar schon Blue-Ray Trägern bemängeln, jedoch war dies nicht noch ein Grund für eine weitere Abwertung. Wer solides Handwerk, unbestrittene Brillianz und glasklare professionelle Workshops mit ordentlich Forderung sucht, ist in Abrahams…tut mir Leid… Baumanns Schoß genau richtig aufgehoben. Wer sich jedoch von Grund auf immer weiter Steigern will, stagniert bei Baumann entweder weit unter dessen Level oder landet irgendwann ohne eigene Entwicklung bei der Grafikabteilung der BILD.

eins .psd
– Photoshop Solutions for Designers
Mehr als positive Erwartungen schürte die .psd bei mir, besonders der ungewöhnliche Aufbau, die wechselnde Besetzung, der nüchterne Direkteinstieg zur Anwendung selbst, alles hätte so schön sein können. Zurückgeblieben ist ein Eindruck, der wirklich mehr als abschreckend ist. Die kümmerliche Anzahl an Bereichen, die überschaubaren Workshops und die fehlende Substanz in den Workshops selbst, sorgten allein schon für die Einreihung zu „Nicht mehr als 2 Sternen.“ Durch langes Abwägen entschied ich mich jedoch die .psd wegen eines Grundes noch weiter abzuwerten, ein Grund, den ich mir selbst im Workshop gegeben hatte: Die Abhängigkeit von cleveren Ideen. Ich erwähnte es bereits, dass das Würdigen von Brillianz ebenso subjektiv ist, wie diese Bewertung, nichtsdestotrotz muss man zur .psd sagen, dass dieses Heft ohne eine herausragende Idee als Zugpferd, nicht mehr als eine schlechte Comic Montage für Photomanipulation ist. Jedem Heft könnte man gut vorhalten, dass es ohne gute Ideen nicht bestünde. Dieser Vorbehalt ist jedoch falsch, da jedes andere hier vorgestellte Magazin sich selbst durch Preisausschreibungen, Reportagen, Interviews, manuelle Techniken zur Photomanipulation, usw. Möglichkeiten gibt diesem Problem auszuweichen. Die .psd nimmt sich – zwar mit gutem Vorsatz der Eindeutigkeit – diese Chance. Das Zugpferd bleibt unter Umständen einziger Kaufgrund, auch wenn dieser dann nur sehr minimal ist, er bleibt.

Mein persönliches Fazit zur Eintragsserie an sich:

Zuerst einmal betone ich nochmals ausdrücklich, wie sehr ich von der Zuverlässigkeit des Updatens durch den Webmasters beeindruckt bin. Zwar bin ich positiv bereits auf diese Fähigkeit eingegangen (seit Sicarius 1. sich für das Fernstudium Journalismus angemeldet und 2. dieses erfolgreich absolviert hat), aber Lob kommt in der Regel immer zu kurz.

In diesen letzten fünf bis sechs Wochen musste ich so einige Male wirklich sehen, wie schwer es sein kann, eine gesetzte Frist, immer wieder einzuhalten. Sogar zweimal verbuchte ich nachts um 23:58 Uhr einen Eintrag als „gerade noch so“ erledigt. Obwohl das Schreiben an sich keine Probleme bereitete, sondern ich viel mehr den zeitlichen Aufwand meine Gedanken zu formulieren zu gering kalkulierte, schaffte ich es bis auf einen Donnerstag ( allerdings unverschuldet) immer. Was ich dem Webmaster ebenso sehr hoch anrechne, ist der Ehrgeiz, der hinter dieser Zuverlässigkeit steht. Sein Bemühen, trotz der mittlerweile doch recht anstrengenden Themensuche, noch etwas Besonderes zu liefern, damit Bagdadsoftware auch manchmal noch unbekannte Nischen aufzeigt, verbuche ich sein Handeln in Anbetracht der Vielzahl an toten Spielblogs einfach als „Ohnegleichen“. Es mag eine Häufung an provisorischen „Filler“ Einträgen wegen GamersGlobal geben, aber ich sehe es dennoch im Guten, dass sich Sicarius die Zeit nimmt, wenigstens noch auf dieser Seite die Fortschritte zu dokumentieren und angemessen zu präsentieren.
Von der Art der Bearbeitung des Themas hatte ich ganz konkrete Vorstellungen, einzig die Entscheidung mit Beispielbildern zu arbeiten war spontan. So ergab es sich völlig von selbst, dass auch endlich mal wieder mein DeviantArt Account aufgefrischt wurde. Den Anfangseintrag plante ich sehr akribisch, da ich doch starkes Interesse für dieses Thema wecken wollte, welches sicherlich nicht jeden Leser überzeugen würde. Die Mischung von Spielen und Kunst mag zwar kulturell vollzogen sein, aber dies setzt noch lange keine untrennbare Bindung voraus, dass sich die Spielergemeinschaft mit der äußerlich trocken wirkenden Materie abgeben mag. Glücklicherweise konnte ich einigermaßen Verknüpfungen in alle Bereiche angeben, welche besonders in der Einleitung für Gesprächsstoff sorgte. Selbst der verzögerte Eintrag konnte noch ins Konzept eingebaut werden, da meine Anlehnung an diverse Literatur mir ausreichend Spielraum bot. Zwar war im Endeffekt die Resonanz bei den letzten Artikeln nicht spürbar, aber getreu dem Motto „Nicht Meckern ist Lob“ ziehe ich für mich positive Schlüsse. Gerne würde ich direkt den Donnerstag für mich reservieren, aber allein aus beruflichen Gründen, werde ich in naher Zukunft (voraussichtlich den gesamten Sommer 2009) wohl nicht mehr einspringen können.

Eine schöne Sommerzeit wünscht

–jakillslavik

3 Kommentare

Erst einmal danke für\'s Lob und natürlich auch danke für die interessante Serie. Zumindest weiß ich jetzt welche Hefte ich mir gar nicht anschauen muss.

Allerdings muss ich auch sagen, dass ich trotz der Bewertung mir immer noch nicht richtig im Klaren darüber bin ob es sich für mich jetzt lohnt die DigitalPHOTO – Photoshop zu kaufen oder nicht. Für jemanden wie mich, der zwar ein paar Grundkenntnisse hat, das volle Potentzial von Photoshop aber noch nicht einmal ansatzweise wirklich zu nutzen vermag. Für mich klingt es so als wären die meisten Artikel, trotz Anfänger bis Profi-Coverage, vielleicht doch zu hoch oder sehe ich das falsch?

Nunja, es kommt darauf an, wie sehr man sich wirklich mit dem Heft beschäftigt. Wenn man natürlich Schritt für Schritt alles nachmacht, also jede noch so kleine Änderung der Pinselgröße und und und, dann machst du natürlich nichts falsch, aber bei manchen Schritten wird man schon ermutigt es selbst einfach abzuschätzen. Klar gibt es auch wirkliche "Meisterwerke", die man wirklich nur mit einer begabten Hand und einem geschulten Auge gut nachahmen kann, die Grundidee kann aber immer verfolgt werden.

Falls du kannst: 'Kerker' in die Navi.

hm, hatte gehofft, du gehst noch ein bisschen auf die negativen seiten des Photoshop-Wahns allgemein ein. Man kann sich ja heute bei garnichts mehr sicher sein, was echt ist und was nicht. Klar, Photomanipulation gab es auch schon vereinzelt in der Geschichte zu Propagandazwecken, aber was mittels Photoshop derzeit in den Medien aber auch im privaten Umfeld abgeht, ist nicht mehr feierlich.

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