Sicarius

Die Neuinterpretation eines Klassikers

Gothic (Herstellerbild)

Sehr geehrte Damen und Herren, wir müssen den geplanten Eintrag (Christophs Top Fünf Spiele des Jahres 2019) für eine wichtige Sondermeldung auf kommenden Montag verschieben: Ein Gothic – Playable Teaser ist gelandet. Alle diejenigen, die auf Steam irgendeinen Piranha Bytes-Titel ihr eigenen nennen, finden seit Freitag einen neuen Eintrag in ihrer (sowieso schon langen) Liste. Hinter diesem Eintrag verbirgt sich ein spielbarer Prototyp für ein Gothic-Remake. Ja, gemeint ist das Original-Gothic aus dem Jahre 2001. Zwar trotz In-Extremo-Konzert nicht das beste Spiel der Serie (Gothic II war das perfekte Sequel) aber trotzdem bis heute ein geniales und gelungenes Euro-Rollenspiel, das einfach jeder erlebt haben muss. Dank der weiterhin sehr treuen Fangemeinde gibt es mittlerweile auch einige Mods, die für die Jüngeren von uns die kantige Grafik sowie die – zugegebenermaßen – gewöhnungsbedürftige Steuerung erträglicher machen.

Doch heute geht es uns logischerweise nicht um das Original, sondern eben diesen Prototypen aus dem Hause THQ Barcelona. Nein, Piranha Bytes ist nicht plötzlich umgezogen. Es steckt tatsächlich ein anderes Studio dahinter. Angeblich, da gibt es aber noch keine eindeutigen Berichte dazu, arbeiteten die bislang an einem eigenen Rollenspiel. Dann kaufte THQ Nordic Mitte des Jahres Piranha Bytes und damit die Rechte an der Gothic-Serie und die Idee kam auf das RPG in diese Welt zu versetzen. Und warum einen echten vierten Teil entwickeln (ja, ich ignoriere weiterhin ArcaniA: Gothic 4 – schon allein wegen der doofen Schreibweise), da muss man ja auf eine bestehende Spielwelt und ihre Geschichte aufsetzen, wenn man stattdessen auch einfach eine Reinterpretation des Originals machen kann? Klingt gehässig? Mag sein, aber mir geht dieser Reboot-Wahnsinn in allen Unterhaltungsmedien derzeit auf den Geist. Mit dem Prototypen wollen die Entwickler jetzt Feedback sammeln und auf Basis dessen entscheiden, ob sie tatsächlich das komplette Spiel mit der Unreal Engine 4 „neuinterpretieren“.

Der Einstieg

Gothic – Playable Teaser (Herstellerbild)

Nun aber endlich genug des Vorgeplänkels. Der Playable Teaser bietet 1-3 Stunden Spielzeit und spielt in der Neuinterpretation der Handelszone des Originals. Zur Erinnerung: In Gothic bekommt ihr nach der Introsequenz eure Verbrechen vorgelesen, ein Feuermagier händigt euch eine Schriftrolle aus und ihr werdet unzeremoniell ins buchstäblich kalte Wasser geworfen an dessen Ufer Diego auf euch wartet. Ihr redet ein bisschen mit ihm und könnt dann entweder mit ihm zusammen oder alleine in Richtung des alten Lagers aufbrechen. Hätte gesagt, dass das selbst wenn man sich Zeit lässt es maximal 30 Minuten dauert bis ihr auf dem Weg hinab zum Lager seid.

Der Prototyp baut diesen Bereich nun kräftig aus. Das fängt schon mit dem Intro an, das mehr an einen schlechten Uncharted-Abklatsch erinnert als ein Rollenspiel. Zum Glück haben sie die Quick-Time-Events weggelassen. Ihr befindet euch im Aufzug hinunter in die Kolonie bis er plötzlich in Flammen aufgeht. Gefühlte Minuten redet der Held jetzt mit sich selbst während alles zusammenstürzt, er runterfällt, auf ein Brett knallt, nochmal runterfällt, etc. Ist man endlich unten, darf man die Kontrolle übernehmen und völlig linear durch das Feuer in ein Amphitheater laufen (das sich später als Tempel entpuppt?!) – unterbrochen von einer vollkommen sinnlosen Zwischensequenz in der der Held (wieder fleißig Selbstgespräche führend!) seine Fackel weglegt und ein Schwert aus einem Leichnam zieht. Im Theater angekommen, keine 20 Meter von der letzten Zwischensequenz entfernt, wird euch erneut die Kontrolle entrissen. Der Held findet eine ausgeweidete Leiche und wird anschließend von drei Snappern angegriffen. Da er bekanntlich noch ein totaler n00b ist, steht er kurz vor seinem Ableben bevor ihn ein irgendwie komisch aussehender Diego rettet.

Nein, ich bin von diesem Intro absolut nicht begeistert. Und zwar unabhängig davon, ob da nun Gothic draufsteht oder nicht. Es ist ein extrem schlechter Einstieg aus meiner Sicht. Er ist dieses 08/15-Action-Klischee mit dem Sprüche-klopfenden Helden. Blöd nur, dass die Sprüche des Helden völlig Banane sind. Und dann auch noch 10 Minuten lang dem Spieler nur rudimentäre Kontrolle über das Geschehen geben? Und am Ende noch ein verdammtes Achievement dafür? Das ist echter Blödsinn.

Endlich geht’s los

Gothic – Playable Teaser (Herstellerbild)

Am nächsten Morgen am Lagerfeuer geht dann endlich das eigentliche Spiel los. Ein irgendwie unmenschlich dünner Diego (wobei er in Gothic 3 ebenfalls nicht sonderlich gesund aussah) erzählt euch wie im Original grob was Sache ist, spricht die Schriftrolle an und steht für ein paar Fragen bereit. Meinen ersten (unfreiwilligen) Lacher hatte ich, als nach der Entscheidung ihm alles zu sagen am linken Bildschirmrand ein „Diego wird sich daran erinnern“ aufpoppte. Auf der einen Seite ist es super, dass Entscheidungen Konsequenzen haben werden (Diego redet gefühlt den halben Dialog nur davon) aber sind wir hier in einem Telltale-Spiel?! Nene. Apropos: Der Teaser unterstützt nur deutsche Texte. Die Sprachausgabe ist ausschließlich auf Englisch. Die Qualität dieser halte ich aktuell für nicht sonderlich gelungen.

Statt ganzen Sätzen wie im Original, gibt es ein Dialograd mit Stichworten zur Auswahl. Aber zumindest mit aktivierten Untertiteln sind die Sätze dahinter sichtbar. Man hat also zwar weniger Auswahl als früher aber man wird nicht komplett im Dunkeln darüber gelassen, was sich hinter einer Auswahl verbirgt. Hier fällt jedoch das Interface negativ auf, da ihr es erstmals zu sehen bekommt. Ja, es ist ein Prototyp und ich gehe davon aus bis zum finalen Spiel würde sich da (hoffentlich) noch viel ändern. In der jetzigen Form ist es jedoch Konsolen-Krebs in Reinform. Riesige Schrift, keine anständige Mausbedienung, hässliche und futuristisch anmutende Lebensenergieanzeigen, riesige „Fadenkreuze“, riesige Hinweispfeile (zeigen benutzbare Gegenstände an, da man sie sonst nicht erkennen könnte) und ein Inventar/Questlog des Grauens (Bildschirmbedeckend). Zum Glück ist das alles nicht dauerhaft sichtbar, sondern nur im Kontext/auf Aufforderung. Die Kamera ist hingegen an einer komischen Position hinter der Spielfigur. Ich hab‘ mich allerdings zügig dran gewöhnt.

Aber gut: Wir wollen ja endlich loslegen und Wildschweine verprügeln. Bitte? Im Teaser gibt es keine? Dann halt fast unsichtbare Wölfe (gehen irgendwie farblich in der Umgebung unter, was zu einigen Schreckmomenten führt), Scavenger (die jetzt mehr wie ausgewachsene Dinosaurier aussehen als komische Vögel), einen Snapper (Scavenger mit mehr Zähnen) und den ein oder anderen NPC. Grundsätzlich hat die Spielwelt den bekannten Unreal-Engine-Look. Alles viel zu grell und bunt und die Charaktere hängen irgendwo zwischen Karikatur und Realismus fest. Es empfiehlt sich definitiv das Post-Processing von „Hoch“ auf „Mittel“ zu reduzieren, wenn man nicht erblinden will. Aber ich will ja nicht nur meckern: Grundsätzlich ist das Level solide gestaltet. Der See, die bergige Landschaft und die grüne Wiese in der Mitte sind hübsch und wenn die Shader nicht gerade mal wieder zu viel glänzen angenehm anzuschauen. Und an der Performance gibt es überhaupt nichts auszusetzen. Butterweich selbst auf den höchsten Details und überschaubare Ladezeiten.

Kämpfen!

Gothic – Playable Teaser (Herstellerbild)

Eure erste Quest bekommt ihr von Diego, der euch losschickt am Handelsplatz ein Schwert zu suchen. Schließlich können wir mit dem zerbrochenen Ding aus dem Leichnam nur 5 Schadenspunkte austeilen. Da kommt übrigens das erste Mal das alte Gothic-Feeling raus. Sind mit dem rostigen Schwert schon die Scavenger ein großes Problem, geht es nach dem Quest-Upgrade (ein Schwert mit 10 Schadenspunkte) plötzlich sofort viel besser. Am Handelsplatz findet ihr Cayden, der euch das Langschwert seines im Angriff auf den Aufzug verstorbenen Kollegen anbietet im Austausch für einen Anhänger. Ohne viel zu spoilern: Es kommt zu eurem ersten Kampf Mann gegen Mann und ihr könnt das erste Mal tatsächlich die Konsequenzen eures Handels zu spüren bekommen, je nachdem wie ihr euch entscheidet. Definitiv eine coole Sache und ehrlich gesagt habe ich an diesem Queststrang grundsätzlich nichts auszusetzen. Höchstens, dass man bei einer Konsequenz vom Spiel verboten bekommt einzugreifen. So habt ihr zwar Zugriff auf euren Charakter, der NPC ist aber plötzlich nicht mehr Teil der Spielwelt, also immun gegen eure Angriffe.

Kämpfen ist natürlich ein sehr gutes Stichwort, denn das Kampfsystem im Original war eigenwillig. Ich persönlich fand es zwar nach etwas Eingewöhnung super, weil es einem viele Freiheiten erlaubte und man selbst sehr starke Gegner theoretisch von Anfang an platt bekommen hat. Aber ich verstehe natürlich, dass das mit der Tastatur etwas unbefriedigend sein konnte. Die neue Variante entfernt sich komplett davon und geht eher in die Richtung eines For Honor.

Grundsätzlich gibt es schwache und starke Schläge. Letztere brauchen mehr Zeit zum Ausführen und verbrauchen mehr Ausdauer, machen aber mehr Schaden. Gleichzeitig könnt ihr über die Maus eure Haltung verändern, um Angriffe aus der jeweiligen Richtung zu parieren. Greift der Feind von vorne an, schiebt ihr die Maus nach vorne und so. Ein Druck auf die Leertaste lässt euch hingegen zur Seite springen. Wie im Original gilt: Hat man es mal verstanden, klappt das schon und man wird auch mit einem Rudel Wölfe fertig. Nervig ist nur erneut das Interface. Dieser Kreis mit der Parier-Anzeige bedeckt gefühlt den halben Bildschirm und dann kommt noch die rote Warnung dazu aus welcher Richtung der Gegner plant anzugreifen. Die Gegner verhalten sich hingegen schon erfreulich intelligent. Vor allem die Wölfe (kommen nur in Dreiergruppen vor) haben mich damit beeindruckt, dass sie mich umzingeln und dann von allen Seiten aus angreifen. Drecksviecher :smile: . Übrigens gibt bei den Tieren eine der wenigen echten, spielerischen Neuerungen zu sehen: Ihr könnt verdorbenes Fleisch auslegen, um sie in eine für euch bessere Position zu locken. Habe ich in der Demo ehrlich gesagt nicht gebraucht aber könnte mir durchaus vorstellen, dass das eine ganz coole Mechanik ist, um früher gefahrlos in bestimmte Bereiche zu kommen oder z.B. einen Snapper ins neue Lager zu locken :wink: . Ach und man kann damit Monster-Infights provozieren (Wölfe mit Fleisch zum Snapper locken = Mord und Totschlag und trotzdem alle Erfahrungspunkte für euch).

Was gibt’s noch?

Gothic – Playable Teaser (Herstellerbild)

Ihr sammelt zwar Erfahrungspunkte im Laufe des Prototyps aber einen Levelaufstieg bekommt ihr nicht zu sehen. Man schafft es zwar die geforderten 2.000 Punkte zusammenzubekommen aber es passiert nichts. Die Charakterübersicht gibt aber schon einmal einen rudimentären Hinweis darauf, dass zumindest aktuell keine großen Überraschungen geplant sind. Es gibt verschiedene Fähigkeiten, ein Resistenzensystem und scheinbar verdient ihr euch Fähigkeitenpunkte beim Levelaufstieg. Immerhin gibt es bereits die Möglichkeit verschlossene Truhen mit einem Dietrich zu öffnen (ohne Minigame) sowie zu kochen. Das geht jedoch leider nur mit Rezept. Einfach nur ans Feuer setzen und ein bisschen Scavengerfleisch braten ist derzeit nicht möglich.

Und das war es auch schon. Ihr könnt ein paar Gegenstände finden (Bücher, Notizzettel, magischer Trank) und vieles Aufsammeln (Erz, leere Flaschen, etc.) sie größtenteils jedoch für nichts verwenden. Stattdessen arbeitet ihr euch anhand der handvoll Quests durch die paar kleinen Areale und kurz bevor ihr endlich den Weg zum alten Lager beschreiten dürftet, endet der Prototyp. Er lädt aber definitiv dazu ein ihn noch 1-2mal mehr zu spielen, um die kleinen Unterschiede zu erleben, die durch eure Entscheidungen entstehen. Außerdem gibt es überraschend viel zu entdecken (u.a. drei Pisspötte :wink: ).

Beim Christoph meint: Was halte ich nun vom Gothic – Playable Teaser? Nun, für mich stellen sich drei Fragen, die es zu beantworten gilt:

1. Möchte ich überhaupt ein Gothic-Remake?

Die Antwort ist ein ganz klares „Nein“. So gut auch Sachen wie die Resident Evil-Remakes sind und welch großer Mehrwert es für ein Franchise sein kann einen Klassiker einer neuen Generation zugänglich zu machen: Am Ende des Tages will ich neue Abenteuer erleben. Gerne neue Abenteuer in bestehenden Spielewelten aber eben was Neues und nicht das alte Zeug – schon gar nicht „neu interpretiert“. Das Original ist selbst ohne Mods für mich immer noch spielbar und ein herausragendes Rollenspiel. Ein Remaster wäre zwar okay. Ein bisschen Farbe drauf und ein paar Bugs gefixt und so. Aber ich wünsche mir lieber, dass das Geld in ein weitere Piranha Bytes-RPG fließt – und wenn es ELEX 2 ist.

2. Ist Gothic – Playable Teaser ein gutes Gothic?

Gothic – Playable Teaser (Herstellerbild)

Erneut ein ganz klares „Nein“. Da steht zwar Gothic drauf und das Setting sowie die grundlegende Geschichte sind gleich und die Charaktere haben ein bekanntes Aussehen und einen bekannten Namen. Aber der Teaser macht damit nichts. Er hat für mich keine Seele. Der namenlose Held ist ein nerviger Typ, der dauernd versucht einen auf harten Kerl zu machen ohne aber den Witz und Charm wie im Original zu versprühen. Die anderen Charaktere haben zwar teils bekannte Dialoge aber sie geben mir trotzdem nicht das Gefühl, dass ich hier in einer Welt gefangen bin, in der sich alles gegen mich stellt. Das wird noch verstärkt durch das Leveldesign, welches mehr den Eindruck einer 08/15-Fantasywelt erweckt als die in einem bedrückenden Gefängnis zu sein in dem eben nicht alles Sonnenschein ist. Ja, im Original war der raue Look auch zu einem großen Teil durch die technischen Limitierungen bedingt. Aber trotzdem wirkt er immer noch bedrückender und gibt mir von Anfang an das Gefühl „Ich bin hier in einer absolut unfreundlichen Welt gefangen“ als das hier. Insofern scheitert für mich der Teaser auf allen Ebenen damit ein Titel in der Welt von Myrtana zu sein.

3. Ist Gothic – Playable Teaser ein gutes RPG?

Es ist okay. Der Prototyp hatte jetzt nichts, was man nicht schon in anderen (besser) Titeln gesehen hat. Ich habe mich in den drei Stunden aber auch nicht gelangweilt. Sprich das grundlegende Gameplay funktioniert und es ist hier und da der Funke von Spielspaß sichtbar. Die oben beschriebenen Probleme mit den Charakteren bleiben natürlich aber unter einer anderen Prämisse wäre das sicherlich vertretbarer. Somit könnte ich mir durchaus vorstellen den Titel noch ein bisschen weiter zu spielen.

Epilog

Gothic – Playable Teaser (Herstellerbild)

Bei aller Kritik möchte ich aber zum Abschluss festhalten: Es ist und bleibt ein Prototyp und ich finde es genial, dass sich THQ Nordic sowas getraut hat. Das ist keine Selbstverständlichkeit. Viele Spieler kapieren nicht, dass das kein in Stein gemeißeltes Werk ist und jammern entsprechend grad wieder extrem viel rum (passiert auf Kickstarter auch ständig). Ich bin zwar kein Fan von „Design by Commitee“, was mitunter passiert, wenn die Community zu eng eingebunden wird. Aber die Wasser so öffentlich zu testen bevor man schlimmstenfalls Millionen von Euro das Klo runterspült ist nie verkehrt. Insofern: Ja, es ist nicht das was ich will. Aber trotzdem Kudos an THQ Barcelona mir diese Möglichkeit zu geben ihnen das konstruktiv mitzuteilen, bevor es zu spät ist.

Und damit ist von meiner Seite aus erst einmal alles gesagt, was ich zum Gothic – Playable Teaser zu sagen hätte. Jetzt seid ihr an der Reihe, denn ich gehe stark davon aus, dass fast jeder von euch irgendeinen Piranha-Bytes-Titel in seiner Steambibliothek hat. Also nehmt euch die Zeit, schaut rein und lasst uns in den Kommentaren an eurer Sicht der Dinge teilhaben.

3 Kommentare

War erst richtig begeistert, als ich die Überschrift gelesen habe. Zumal ich ja tatsächlich auch Gothic 1 nie gespielt habe (dafür Teil 2 abgöttisch geliebt habe). Wäre also ne tolle Gelegenheit für mich gewesen, eine Bildungslücke zu schließen.

Aber alleine die ersten Videos dazu ließen mich völligst kalt. Wirkt irgendwie beliebig, überhaupt nicht atmosphärisch. Habe mir dann nichtmal die „Demo“ runtergeladen.

Ich glaube auch echt, dass das nix wird. Nichts für ungut: aber ob Spanier es schaffen diese typisch deutsche Atmosphäre hinzukriegen? Ich weiß ja nicht…

Leider absolut furchtbar. Kann damit gar nichts anfangen. Steuerung oder Grafik: Geschenkt, das ist sowieso nicht was Gothic ausmacht.

Aber ansonsten ist das alles so beliebige standard action-RPG Kost. Allein das dumme Gelaber vom Helden. Oder dieser lächerliche Action Einstieg.

Und am schlimmsten: Diego. Der von Anfang an der nette Tutorial-Typ ist, der einem alles erklärt und einen durch den Spielstart führt. Wohingegen man in Gothic 1 einfach (wortwörtlich) erstmal ins kalte Wasser geworfen wurde.
Klar, im alten Gothic war Diego auch der Mentor Typ, aber zum einen erst nachdem man sich bewiesen hat und auch dann eher mit schroffem Ton.

Joa und auch der Faustschlag ins Gesicht am Anfang von Gothic setzte gleich einen komplett anderen Ton.

Gut zu wissen, dass nicht nur ich das Ding für einen schlechten Ansatz halte :smile: .

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