Stichwort zurückgesendete Sachen: Um zu schauen wer so auf die Couch pieselt und ins Katzenklo macht, haben wir uns eine dritte Kamera angeschafft. Da wir mit der HiKam S6 absolut zufrieden sind, fiel zuerst die Wahl auf das neue Modell, die HiKam S6 3. Generation. Eine höhere Auflösung (1080p statt 720p) ist schließlich immer super. Leider mussten wir sie am Ende wieder zurückschicken und erneut zum Vorgängermodell greifen. Der Grund: Unser Synology NAS.

1. Stolperstein

Drei aktive Kameras

Die Einrichtung der Kamera in der HiKam-App und die Integration in unser WLAN ging gewohnt einfach vonstatten. Also „einfach“ im Sinne von: Mit Lysandas Android-Smartphone gings, mein iPhone wollte die Ersteinrichtung mal wieder weder im Airlink noch im AP Modus durchführen. Keine Ahnung warum. Aber am Ende zum Glück egal. Im nächsten Schritt die Synology Surveillance Station geöffnet und erfolgreich nach der Kamera gesucht (ONVIF-Gerät). Astrein und so einfach – zumindest bis auf den „Weiter“-Knopf drücken wollte und die Fehlermeldung „Nicht genug Lizenzen“ zu sehen bekam. War logischerweise erstmal verwirrt aber lange Rede kurzer Sinn: Um eine Kamera mit der Synology Surveillance Station zu nutzen benötigt man eine Lizenz und im Standard sind nur zwei Lizenzen kostenfrei enthalten. Fragt mich nicht warum, weshalb und wieso. Ist einfach so. Es bedurfte entsprechend einer dritten Lizenz.

Als naiver Nutzer würde ich nun erwarten, dass Synology ein geschäftstüchtiges Unternehmen ist und einfach einen Button anbietet mit „jetzt Lizenz für X kaufen“. Aber nein, die Lizenzen gibt es nur bei Vertragshändlern und die meisten davon verschicken sie nicht einmal per E-Mail, sondern ganz klassisch per Post. Ja, das moderne Internetzeitalter. Aber gut: Nach etwas Recherche bei Geizhals fiel der Hammer für rund 47€ bei Expert Security für eine weitere Lizenz. Schlicht, weil sie zum Kaufzeitpunkt das günstigste Angebot inkl. Versandkosten hatten.

Ein paar Tage später kam der Brief an, ich hab‘ den Lizenzcode in der Synology Suveillance Station hinterlegt und konnte anschließend endlich die Katzenklo-Kamera hinzufügen. Ende gut, alles gut?

2. Stolperstein

Ich konnte zwar die Kamera in der Station hinzufügen und angeblich funktionierte sie auch (sie war verbunden, es wurden Aufnahmen angefertigt und im Livestream eine Bitrate angezeigt). Leider war der Livestream einfach nur grau und die Aufnahmen ließen sich in der Station nicht abspielen („Falsches Format“). Nur lokal mit dem VLC ging es. Nachdem ich alle möglichen Einstellungen probiert habe (so viele sind es ja nicht) und alles kein Erfolg brachte, hab‘ ich mich an den HiKam-Support gewandt. Von dort kam auch relativ zügig eine erste Mail zurück mit der Aussage „die Kamera haben wir noch nicht mit der Synology Surveillance Station getestet. Wir könnten das aber tun. Haben Sie schonmal folgende Einstellung probiert?“

Ja, die Einstellung hatte ich schon probiert und ja, es wäre super, wenn sie es mal selbst testen würden?! Warum brauchen die meine Erlaubnis dazu?! Keine Ahnung. Naja, auf jeden Fall entsprechend zurückgeschrieben und bis heute nichts mehr gehört. Also kurz bevor die Widerrufsfrist auslief zurückgeschickt und wie erwähnt das (günstigere) Vorgängermodell geholt. Das funktionierte wieder sofort. Muss man nicht verstehen aber am Ende des Tages wollen wir unsere Kameras und die dazugehörigen Aufnahmen alle an einem Fleck nutzen. Insofern benötige ich die Integration in die Station. Da kann die sonstige Technik so toll sein. Insofern: Vorsicht beim Kauf dieses Modells, wenn ihr ebenfalls einen Synology NAS nutzt/nutzen wollte.

Themenwechsel

Docker auf dem Synology NAS

Kommen wir nun zurück zur Reihe „Der Webmaster spielt Werke von Ubisoft“. Ja, mein Steam-Profil behauptet zwar, dass ich zum Verfassungszeitpunkt 400 Stunden in den letzten Wochen auf Steam gespielt hätte. Aber das liegt an meiner ArchiSteamFarm, die ich mittlerweile auf dem NAS laufen lasse.

An dieser Stelle ein Typ für Synology NAS-Nutzer: Docker installieren, das Image „justarchi/archisteamfarm“ runterladen und die Konfigurationsdatei für den Roboter irgendwo auf dem NAS ablegen. Diesen Ordner dann im Container als Volume zuordnen und den Mount-Pfad „/app/config“ eintragen. Danach den Container starten und alles sollte soweit passen.

Was macht dieser Bot? Nun in meiner Konfiguration einfach die Trading Cards in den Spielen aus meiner Steam-Bibliothek farmen. Dauert noch ~4 Monate bis er damit komplett durch ist (ich hab‘ verdammt viele ungespielte Titel). Versaut zwar meine Statistik (er simuliert, dass ich den jeweiligen Titel spiele ohne ihn tatsächlich auf meinem Rechner starten zu müssen) aber auf normalem Wege würde ich an die sonst niemals im Leben alle rankommen. Und warum will ich an diese Steam Trading Cards rankommen? Einfach nur, weil es den Bot gibt und es damit ohne Zutun geht. Sonst nichts. Viele wandle ich in Badges um, wenn’s was Teures ist (speziell die Foil) verticke ich sie. Und die ganzen Coupons, die es für das Erzeugen der Badges gibt, verschenke ich größtenteils an die Gruppe Coupon Dumpster. Dort kann sich dann jeder die Coupons raussuchen, die er tatsächlich nutzen möchte. Gab‘ zwar mal jemand, der einem dafür tatsächlich auch ein paar Gems gegeben hat. Aber denen wurde der Aufwand zu groß und das Angebot entsprechend eingestellt.

Eine völlig sinnlose Angelegenheit, die ihr absolut nicht nachmachen müsst. Aber bin definitiv weit davon entfernt der einzige zu sein, der das tut.

Macht & Magie

Ich tummele mich also weiterhin sehr viel in Uplay…pardon, Ubisoft Connect. Splinter Cell: Blacklist habe ich in der Zwischenzeit erfolgreich auf „Perfektionist“ beendet (war nicht wirklich schwer), schon einige Stunden in Ghost Recon: Wildlands investiert und zuletzt endlich das Ende von Might & Magic X: Legacy erlebt. Das war vor kurzem in den Medien, weil es ebenfalls von Ubisofts 2021er Abschaltewelle betroffen war und diese – zumindest auf Steam – die Nebenwirkung hatte, dass man das Spiel nur noch bis zum Ende von Akt 1 erleben konnte. Danach kommt scheinbar irgendeine Art von DRM-Check und da der gegenüberliegende Server fehlt, schlägt dieser logischerweise fehl. Total bescheuerte Sache.

Ich mit meiner Uplay-Version war von der ganzen Thematik zum Glück nicht betroffen. Akt 1 hatte ich vermutlich vor der Abschaltung schon hinter mir gelassen und selbst die beiden DLCs (der Moew Dungeon und The Falcon and the Unicorn) konnte ich weiterhin erleben. Möglicherweise, weil ich bereits einen entsprechenden Spielstand hatte oder so. Keine Ahnung aber so konnte ich das rundenbasierte Rollenspiel tatsächlich noch voll und ganz „genießen“ und meine in einer Folge Christoph spielt anno 2014 begonnene Reise erfolgreich beenden.

Might & Magic X: Legacy (Herstellerbild)

Ich hatte zwar über die Jahre immer mal wieder ein wenig gespielt aber lange Zeit nur sehr kleine Fortschritte gemacht. Zu viele Kämpfe an denen ich mir die Zähne ausgebissen hatte und so bis dann doch endlich mal ein Groschen gefallen ist und es zumindest bis zum Ende etwas zügiger voranging. Ja, der Titel bietet definitiv eine Herausforderung vor allem, wenn die eigene Vier-Mann-Truppe vielleicht nicht so optimal ausgestattet/die Skillpunkte verteilt sind. Aber am Ende des Tages ist es schaffbar. Mit teils häufigem Nachladen aber es ist schaffbar. Vor allem entwickelt man dadurch bis zum Schluss neue Taktiken. Zaubersprüche, die man bislang überhaupt nicht benutzt hat werden plötzlich überlebenswichtig und so. Hat natürlich gleichzeitig den Nachteil, dass beispielsweise eine Truppe nur mit Kriegern besetzt es sicherlich noch viel schwerer hat.

Fazit

Eine Kaufempfehlung gibt es logischerweise aufgrund der Serverabschaltung keine mehr. Unterm Strich war das Hauptspiel für mich jedoch ein unterhaltsames Erlebnis. Solide 3 von 5 Sics quasi. Technisch selbst für 2014 nicht der Brüller (bloß nicht HDR aktivieren und es fehlen gefühlt viele Soundeffekte) aber trotzdem ein gut umgesetztes Old-School-Rollenspiel in einem interessanten Universum, welches Ubisoft ja leider ins Archiv verbannt hat. Gleichzeitig gibt es aber mittlerweile haufenweise Konkurrenz in diesem Genre. Speziell Legend of Grimrock 2 aus dem gleichen Jahr wischt mit der Ubisoft-Konkurrenz den Boden auf. Doch wie gesagt: Ich habe meinen Ausflug trotzdem nicht bereut. Es war mal wieder was anderes und im Gegensatz zu vielen anderen finde ich Ubisofts MIght & Magic-Universum ganz nett.

„Ganz nett“ gilt übrigens auch für den äußerst übersichtlichen Meow-Dungeon, den man damals noch mit Uplay-Punkten freischalten musste. Ein paar Rätsel, ein neues Setting (Wüste und Pyramide), viele vierarmige Katzen und ein anspruchsvoller Bossgegner. Unterhält für 30-60 Minuten. Gibt’s von meiner Seite aus nicht viel zu meckern. Der echte DLC, The Falcon and the Unicorn hingegen…darüber muss ich ein paar Zeilen mehr verlieren.

Der DLC

Zu The Falcon and the Unicorn, der am 27.3.2014 veröffentlicht wurde, gibt es echt wenig im Internet zu lesen/anzuschauen. Nicht einmal eine Komplettlösung oder ein Guide obwohl er auf dem Papier gar nicht so viel Inhalt hat. Stattdessen ist der Story-DLC anscheinend völlig untergegangen und die wenigen, die ihn tatsächlich spielen wollten, sind schon im ersten Level gescheitert. Deshalb möchte ich für die Nachwelt etwas genauer berichten:

Der DLC startet direkt nach dem finalen Bosskampf des Hauptspiels. Ihr werdet beim nächsten Besuch der Stadt Karthal im Auftrag von Herzog Oswin Unicorn festgenommen und für eure angeblichen Taten gegen das Imperium angeklagt. Eine Gerichtsverhandlung wird zwar versprochen aber nie stattfinden. Stattdessen werdet ihr einfach auf die Gefängnisinsel „Fort Laegaire“ verfrachtet mit dem Ziel euch dort bis ans Ende eures Lebens versauern zu lassen. Sie ist eine der zwei neuen Lokationen, die ihr im DLC besucht. Zum Glück gibt es eine Wache, die auf eurer Seite ist und euch den Schlüssel zu eurer Zelle gibt. Der Ausbruch kann beginnen! Anschließend geht es zum Sommerpalast der Imperatorin Gwendolyn Falcon, um Oswin davon abzuhalten seinen hinterhältigen Plan umzusetzen: Die Chefin heiraten, sie mit seinem Kind zu schwängern, sie nach der Geburt umzubringen und so seine Familie auf den Thron zu bringen. Spoiler: Unsere vier Helden schaffen das logischerweise rechtzeitig zu verhindern.

Schwierigkeitsgrad „Unmöglich“

The Falcon & The Unicorn (Herstellerbild)

Wie es sich gehört, wenn man Personen ins Gefängnis steckt, wird euch eure komplette Ausrüstung abgenommen – also bis auf eure Taschen voller Gold. Keine Ahnung, warum die Entwickler das übersehen haben aber es hilft euch im einzigen Hub des DLC etwas einzukaufen. Und das ist auch bitter notwendig, denn wie gesagt ist alles weg. Ihr bekommt es erst kurz vor der Flucht vom Felsen wieder. Aber bis ihr zum Hub gelangt, gilt es erst einmal an den Wachen vorbei zu schleichen. Werdet ihr gesehen, macht eine Gefängnistür auf oder legt einen Hebel um heißt es sofort „Game Over“. Echt nervig. Die Lösung ist aber recht simpel: An bestimmten Wänden (erkennbar an Gittern oben) könnt ihr anklopfen. Dann locken die jeweiligen Gefangenen den Wächter zu sich und der Weg ist frei. Kleine Rätsel quasi, die ziemlich einfach zu lösen sind, wenn man es mal verstanden hat.

Im Hub angekommen bekommt ihr ein bisschen ultraschlechte Ausrüstung geschenkt und könnt ein wenig einkaufen. Weniger schlecht als recht bewaffnet geht es dann zurück ins Gefängnis. Euer Ziel ist es an die frische Luft gelangen, um magisch nach Hilfe zu rufen und zudem die Ballistas auf den Mauern zerstören, damit besagte Hilfe nicht im Anflug getötet wird. Und jetzt das Problem: Ihr seid zwar Helden irgendwo auf Stufe >30 aber mit einer Ausrüstung, die höchstens für einen Helden der Stufe 1 ausreichend wäre. Gleichzeitig sind die Gegner noch einmal stärker als am Ende des Hauptspiels. Nur eure Zauberer haben noch halbwegs ihre alte Stärke, da die nur ihre Ausrüstung aber eben nicht ihre Fähigkeiten eingebüßt haben. Im Ergebnis ist trotzdem jeder Kampf eine mühselige Herausforderung. Ein falscher Klick, ein unglücklicher Würfelwurf und schon liegt eure ganze Truppe im Dreck. Und spätestens beim ersten Bossgegner, Perren, haben vermutlich 98% der Spieler einfach aufgehört. Der Typ kann mit einem einzigen Feuerball die gesamte Truppe töten und da Bossgegner immun gegen Statuseffekte wie „darf nicht zaubern“ sind, könnt ihr das absolut nicht verhindern.

Renn gegen die Wand!

Starker Boss hin oder her: Ich bin ja bekanntlich der „jetzt erst recht“-Typ, der nicht so einfach aufgibt. Und ich habe am Ende tatsächlich die Lösung gefunden. In diesem Fall war der „Trick“ sich zuerst voll und ganz auf den Bossgegner zu konzentrieren statt auf seine Handlanger. Mein Zauberer hat gebufft, geheilt und Stürme herbeigezaubert was das Zeug hält während meine Nahkämpfer auf ihn einschlugen. Im ersten Versuch mit der neuen Taktik hat es gerade so geklappt aber mein Zauberer war tot. Im zweiten Versuch hatte ich den Dreh raus und kam schon fast „locker“ durch. Das war definitiv ein befreiender Dark Souls-Moment.

Ich war also bereit Level 2 von Fort Laegaire zu betreten und einen weiteren nützlichen (Erd-)Zauberspruch zu entdecken, dem ich bislang überhaupt keine Beachtung schenkte: Harmonie. Euch erwarten an der frischen Luft nämlich buchstäbliche Gegnerhorden, die zudem Inquisitoren dabeihaben. Die Typen heilen nicht nur fleißig, sie schläfern eure Mannen auch noch ein. Müssen also schnellstmöglich das Zeitliche segnen. Zwei davon gleichzeitig? Vergiss es. Der Zauberspruch „Harmonie“ sorgt dafür, dass fünf Runden lang euch alle Gegner außerhalb eines bestimmten Bereichs nicht angreifen. So könnt ihr kleinere Gruppen anlocken, erledigen, anschließend heilen und speichern und die nächste kiten. Dauert seine Zeit und brauchte ebenfalls einige Neustarts. Hat aber am Ende wunderbar funktioniert bzw. an der letzten Gruppe bin ich dank des Zaubers sogar einfach zum Bossgegner vorbeigeschlichen, habe den besiegt und anschließend meine Ausrüstung geholt (er hat den Schlüssel). Wieder voll ausgestattet waren die letzten auf Fort Laegaire verbliebenen Feinde kein großes Problem mehr.

Der 2. Teil des DLC

The Falcon & The Unicorn (Herstellerbild)

Nach dem Ausflug ins Gefängnis geht es erst einmal zurück in die normale Spielwelt. Die letzte Gelegenheit unerledigtes zu beenden, aufzurüsten und so weiter. Anschließend geht es zum Sommerpalast. Hier werfen euch die Entwickler eine riesige Gruppe von Gegnern nach der nächsten vor. Ein buchstäbliches Setpiece ist beispielsweise ein großer Platz am Hafen, der auffällig aussieht wie ein Schachbrett. Und wie soll es anders sein: Kaum betretet ihr in, wird eine komplette Armee zusammengesetzt wie Schachfiguren herbeigezaubert. „Harmonie“ war erneut mein bester Freund hier.

Kleiner Tipp am Rande: Die Lösung für die „Mysteriöse Krypta“ ist das Buch „Dynastien des Lichts“. Ihr müsst die Statuen in der Reihenfolge der Namen aus dem Buch aktivieren, um den Schatz zu bekommen.

Der Palast hat noch zwei Flügel (ein Quartier und eine Art Festhalle) in der euch erneut haufenweise Gegner erwarten. Diese sind aber komplett optional. Ja, ihr findet dort noch haufenweise Gegenstände und schafft vielleicht noch ein „Level up“ aber meine Ausrüstung hat sich im Laufe des DLCs nicht wirklich verändert. Gibt einfach nichts besseres mehr als das, was ihr im Hauptspiel schon gefunden habt. Das Finale erwartet euch dann im Palast. Erst zwei weitere Gegnertrupps (erneut ist „Harmonie“ mein Schlüssel zum Erfolg) und dann der Bosskampf gegen eine mächtige Justiziarin, die zwei Aktionen pro Runde durchführen kann. Hier haben Nahkämpfer dann vermutlich endgültig verloren. Die Dame hat einen Zauberspruch, der sie faktisch jeden Nicht-magischen Angriff ausweichen lässt. Das ist echt harter Tobak. Zum Glück müsst ihr sie „nur“ auf ca. 50% ihrer Lebensenergie runterbringen bevor die Imperatorin den Kampf stoppt und das Spiel endgültig vorbei ist.

Fazit zum DLC

Ich war echt froh als ich Adria besiegt hatte. Diese Gegnermassen, die euch die Entwickler im DLC vor die Füße werfen, waren einfach viel zu viel des Guten. Ja, ich habe es am Ende geschafft und reihe mich damit in einen sehr exklusiven Kreis ein. Ich war aber zu dem Zeitpunkt auch selbst sowas von fertig mit dem Spiel (eigentlich schon nach dem Bossgegner der Hauptgeschichte), dass es mir keine wirkliche Befriedigung mehr bereitete den endgültigen Abspann zu bewundern. Technisch gesehen hat der DLC vermutlich nicht mehr als 30-60 Minuten Inhalt aufgebläht auf mehrere Stunden dank der beinharten Kämpfe und der vielen Neustarts. Insofern: Es war ein taktisch extrem anspruchsvolles Erlebnis, das mich neue Seiten des Spiels kennenlernen hat lassen und dadurch definitiv einen gewissen Reiz hatte. Aber verpasst habt ihr trotzdem nichts, wenn ihr diesen DLC niemals in eurem Leben selbst erfahrt. Dann doch lieber Legend of Grimrock (Fantasy) oder Vaporum (Steampunk).

Besucher A: *sieht die Überschrift* „Was haben die Hupen in der Casa Lysanda sich schon wieder angeschafft?!“
Besucher B: „Man könnte meinen, die schwimmen im Geld!“
Besucher A: „Ja, total nervig diese Angeberei. Wenn sie schon so reich sind sollten sie ihr Vermögen lieber spenden als es sinnlos auszugeben. Also mit „Spenden“ meine ich natürlich es mir zu überweisen – nicht irgendwelchen Obdachlosen, Kindern oder – Gott bewahre – Tierschützern. Und selbst wenn ich mir die Sachen leisten könnte: Es interessiert mich doch nicht die Bohne, dass ihr Katzenrad jetzt gepolstert ist.“
Besucher B: „Früher hat der Webmaster wenigstens seine Kohle für Day-One-Übermega-Spezialeditionen ausgegeben. Aber nein, er spielt nur noch uralten Kram, den mal als Neukäufer dank irgendwelcher abgeschalteter Serververbindungen mitunter sowieso nicht mehr selbst erleben kann.“
Besucher A: „Und außerdem: Wo sind die beinharten Kommentare zu den kontroversen Themen der Unterhaltungsbranche hin? Warum äußert er sich nicht zu Hot-Tub- und/oder Ear-Licking-Gate?! Er ist doch bestimmt auch ein Amouranth-Simp!“
Besucher B: „Wad labberst du da für einen Müll?! Diese ganzen künstlichen Social-Media-Dramen sind doch absolut für die Tonne.“
Besucher A: „Mmmh? Sry. War grad meine Timeline checken. Hast du schon das Video mit der Katze und der Gurke gesehen?“
Besucher B: „Zeig mal her!“
*Besucher A und B verlassen Beim Christoph*

Wie schaffen es die beiden eigentlich immer sich in meine Einträge zu schmuggeln? Hab‘ ich irgendwo eine Sicherheitslücke? Sollte ich mal wieder mein Passwort ändern? Naja, egal. Aus der Unterhaltungsbranche gibt es halt meist keine wirklich interessanten Themen. Crunch hier, neues Spiel da, weitere Möglichkeit den Leuten Geld aus der Tasche zu ziehen dort, künstlicher Aufschrei links hinten. Same ol‘ same ol‘. Dem wird man doch sehr schnell überdrüssig, wenn man nicht selbst darüber berichten muss oder Teil des ewig wütenden Mobs ist. Aber ja, wir haben schon wieder was für unseren Haushalt gekauft und zwar einen Handstaubsauger.

Sie pinkelt wieder!

Der neue im Haus.

Nachdem fast ein Jahr lang alles fein war und unsere Couch nicht in der Angst vor Katzenurin leben musste, hatte Maya aus uns noch unbekannten Gründen vor ein paar Wochen wieder damit angefangen. Extrem beschissen…oder eher gesagt bepieselt. Um sie wieder zurück aufs Katzenklo zu beraten, haben wir als Akutmaßnahme besagtes Klo dann auf besagte Couch gestellt. Hat tatsächlich soweit funktioniert. Sowohl Lyssi als auch Maya (Pichu sowieso) gehen da ohne Probleme drauf. Allerdings verteilen sie jetzt das ganze Katzenstreu nicht mehr auf die Fliesen, sondern auf besagter Couch. Und da es mir zu umständlich ist jedes Mal den richtigen Staubsauger rauszuholen (plus ein paar weitere Anwendungsgebiete wie unsere Schreibtische), kam der schon lange gehegte Wunsch nach einem Handstaubsauger wieder hoch, um etwas handlicheres (vor allem für Lysanda) zu haben.

Die billigen 08/15-Dinger aus den Discountern oder den Möbelhäusern kennen wir aber sicherlich alle: Die machen nur Krach und haben trotzdem keine Saugleistung. Entsprechend habe ich etwas gesucht, was etwas mehr Power unterm Hintern hat und eben auch gröberes Katzenstreu schafft. Macht es zwar teurer aber lieber teuer und sauber statt billig und immer noch dreckig. Könnt ihr sicherlich nachvollziehen. Und nein, die Wahl fiel nicht auf einen Dyson. Die kosten mir dann doch zu viel. Stattdessen ist es ein BLACK+DECKER Dustbuster geworden, genauer gesagt der Dustbuster Handstaubsauger Tierhaar (BHHV520BFP) für eine UVP von 130€ (gab’s bei REWE für 99€). Der hat, wie der Name schon andeutet, noch einen Aufsatz (herausnehmbare, rotierende Bürste mit Gummi/Latexdingern) mit im Paket, der sehr gut Tierhaare aufsammeln soll. Und ja: Das tut er tatsächlich. So viel hole ich nicht einmal ansatzweise mit dem normalen Staubsauger z.B. von der Couch runter. Und aufgrund der vergleichsweisen geringen Größe komme ich damit auch an Stellen, die ich mit einem normalen Staubsauger nicht einmal annähernd so gut absaugen könnte. Unsere sechste Katze, Türstopper Sandy, dürfte schon lange nicht mehr so sauber gewesen sein. Eine echt geniale Umsetzung, die wir Tierbesitzern nur empfehlen können.

An sich sind solche Aufsätze natürlich nichts Neues. Die sind vermutlich so alt wie Staubsauger an sich und gibt es für jedes Modell. Aber wir hatten halt noch keinen bzw. die 08/15-Dinger, die ich aus meinem Elternhaus kenne haben nie so wirklich was getaugt. Da ist im Vergleich der Adapter für den Dustbuster eine absolute Offenbarung.

Funktional

Der Tierhaaraufsatz

Optisch macht der BLACK+DECKER Dustbuster nicht ganz so viel her. Hat eher ein klobiges Erscheinungsbild und wiegt mit Aufsatz 1,5kg (ohne 1,2kg). Mehr so „Handwerkerlook“ als „Designerstücker“ aber mit einem bunten Touch. Bis zum Schreiben dieses Eintrags dachte ich übrigens, dass BLACK+DECKER mit der Farbe die einzelnen optisch baugleichen Modelle unterscheidet. Aber eine Saugleistung von 35 AirWatt bekommt man sowohl in lila (mit Tierhaaraufsatz) als auch in schwarz und blau (jeweils ohne Aufsatz). Insofern scheint das nicht zu stimmen. Den mit Tierhaaraufsatz gibt es aber nur in Lila. Immerhin stört Lysanda das Aussehen nicht und da lila zu ihren Lieblingsfarben gehört, passt der farbliche Touch sogar ganz gut in unseren Haushalt. Glück gehabt :wink: .

Abseits des Pet-Aufsatzes hat der Dustbuster natürlich noch mehr Funktionen zu bieten. Da wäre zum einen die integrierte und ausziehbare Fugendüse – mit einer Einschränkung: Der Pet-Aufsatz funktioniert nur, wenn die Düse ganz reingeschoben ist (vermutlich wegen der Stromverbindung). Im ausgezogenen Zustand Tierhaare entfernen geht also nicht. Hat zusätzlich den Nachteil, wenn ihr mal mit der Bürste z.B. irgendwo etwas Widerstand habt und entsprechend die Düse etwas rausgezogen wird, stellt der Pet-Aufsatz sofort seine Arbeit ein. Hab‘ erst nicht verstanden, warum die Bürste sich plötzlich nicht mehr dreht und dachte sogar ich hätte sie schon kaputt gemacht, weil sie selbst nach dem Ein- und Ausschalten nicht mehr wollte. Aber die Düse wieder reinschieben half zum Glück.

Voller Katzenhaare

Neben der ausziehbaren Düse besitzt das Gerät noch zwei Betriebsmodi: Normal (15 AW) und Turbo (35 AW). Logischerweise ein spür- und hörbarer Unterschied. Ja, leise sind die Dinger absolut nicht. Im Gegenteil: Je mehr Power, desto lauter. Ein absoluter Katzenverscheucher. Wäre vielleicht der nächste Schritt hier mal etwas Schalldämmung reinzubringen. Auch ein Problem nicht nur des BLACK+DECKER, sondern gefühlt allen Handakkusaugern: Kurze Betriebszeit bei langer Ladezeit. Der Dustbuster schafft wohl 12-21 Minuten Dauerbetrieb (Turbo vs. Normal) bei einem Verbrauch von 36Wh. Anschließend müsst ihr dann satte fünf Stunden warten bis er wieder voll ist. Das ist schon ein wenig heftig. Der Ladevorgang findet bei diesem Modell mit Hilfe einer Ladestation statt, die an die Wand montiert werden kann. Bei den anderen Varianten ohne Tierhaaraufsatz gibt es hingegen welche, die nur ein Ladekabel in der Packung haben, was ich persönlich etwas praktischer finde. So eine Ladestation nimmt ja immer Platz weg.

Weg mit dem Dreck

Zu guter Letzt stellt sich natürlich die Frage wo das aufgesaugte Zeug landet und wie man es wieder rausbekommt. Dazu hat der Dustbuster hinten ein entsprechendes Reservoir. Das lässt sich zwar nicht abnehmen, aber Deckel auf und über der Mülltonne entleeren geht auch ganz gut. Zudem ist ein Filter drin, der sich rausnehmen, ausklopfen und mit Wasser reinigen lässt (danach gut abtrocknen). Alles soweit gut durchdacht und gut zu benutzen. Das Einzige was mir negativ aufgefallen ist, ist eine kleine (schwarze) Klappe im Behälter, die eigentlich verhindern soll, dass der Dreck wieder zurück ins Gerät fällt. Die ist scheinbar nicht ganz so gut fest gemacht (ist nur reingesteckt) und ist mir prompt beim ersten Entleeren mit in die Mülltonne gefallen. Zum Glück hatte ich es gesehen. Entsprechend darauf achten und den Staubsauger nicht umgedreht aufklopfen.

Unsere Sandy

Ach und noch ein Problem mit dem Dreckbehälter im Zusammenhang mit der Ladestation: Der Auslöser für den Deckel ist auf der gleichen Seite wie die Kontaktpunkte zum Laden. Da ihr das Gerät in die Ladestation in einen Haken einhängt kann es nun passieren, dass ihr aus versehen mit dem Haken gegen den Deckelauslöser kommt und eine absolute Sauerei verursacht. Designtechnisch definitiv etwas unglücklich gelöst. Also lieber etwas schräger halten beim Einführen in die Station.

Fazit

Ich berichte so selten über Zeug, was wir wieder zurückschicken. Insofern wiederhole ich mich wieder mit der Aussage: Wir sind mit dem BLACK+DECKER Dustbuster echt zufrieden und wollen ihn erstmal nicht mehr hergeben. Er macht was er soll (saugen) und die Tierhaarbürste funktioniert absolut fantastisch gut, was bei einem Haushalt mit fünf Katzen logischerweise extrem wichtig ist. Das Design der Bürste scheint auch so zu sein, dass sich darin keine Haare verfangen können wie z.B. in unserem ChuChu mit seiner 08/15-Bürste. Gibt’s eigentlich schon Saugroboter mit so einer Bürste?

Absaugen behebt aber natürlich nicht das grundlegende Problem, dass wir ein Katzenklo auf der Couch stehen haben. Aber besser das als feuchte und ewig stinkende Flecken. Und um den Dreck zumindest etwas einzudämmen, haben wir jetzt mal einen Versuch mit einem Deckel gestartet. Da haben wir ein 14cm großes Quadrat reingeschnitten, damit die Vierbeiner rein und raus können aber mit einem wesentlich langsameren Tempo und damit einer geringeren Spritzreichweite. Funktioniert auch ganz. Selbst Balu (der nicht auf das Katzenklo geht) kommt problemlos rein- und raus. Mittelfristig wandert das Klo dann logischerweise wieder auf den Boden in der Hoffnung, dass Maya erstmal wieder mit dem Couchpinkeln aufhört. Langfristig überlegen wir sogar, ob wir uns nicht tatsächlich einfach komplett von einer Couch trennen und stattdessen eine andere Lösung finden, um gemütlich fern zu sehen. Mal schauen. Ich halte euch wie immer auf dem Laufenden :smile: .

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