Sicarius

Neue harte Ware: Ein Staubbursche

Besucher A: *sieht die Überschrift* „Was haben die Hupen in der Casa Lysanda sich schon wieder angeschafft?!“
Besucher B: „Man könnte meinen, die schwimmen im Geld!“
Besucher A: „Ja, total nervig diese Angeberei. Wenn sie schon so reich sind sollten sie ihr Vermögen lieber spenden als es sinnlos auszugeben. Also mit „Spenden“ meine ich natürlich es mir zu überweisen – nicht irgendwelchen Obdachlosen, Kindern oder – Gott bewahre – Tierschützern. Und selbst wenn ich mir die Sachen leisten könnte: Es interessiert mich doch nicht die Bohne, dass ihr Katzenrad jetzt gepolstert ist.“
Besucher B: „Früher hat der Webmaster wenigstens seine Kohle für Day-One-Übermega-Spezialeditionen ausgegeben. Aber nein, er spielt nur noch uralten Kram, den mal als Neukäufer dank irgendwelcher abgeschalteter Serververbindungen mitunter sowieso nicht mehr selbst erleben kann.“
Besucher A: „Und außerdem: Wo sind die beinharten Kommentare zu den kontroversen Themen der Unterhaltungsbranche hin? Warum äußert er sich nicht zu Hot-Tub- und/oder Ear-Licking-Gate?! Er ist doch bestimmt auch ein Amouranth-Simp!“
Besucher B: „Wad labberst du da für einen Müll?! Diese ganzen künstlichen Social-Media-Dramen sind doch absolut für die Tonne.“
Besucher A: „Mmmh? Sry. War grad meine Timeline checken. Hast du schon das Video mit der Katze und der Gurke gesehen?“
Besucher B: „Zeig mal her!“
*Besucher A und B verlassen Beim Christoph*

Wie schaffen es die beiden eigentlich immer sich in meine Einträge zu schmuggeln? Hab‘ ich irgendwo eine Sicherheitslücke? Sollte ich mal wieder mein Passwort ändern? Naja, egal. Aus der Unterhaltungsbranche gibt es halt meist keine wirklich interessanten Themen. Crunch hier, neues Spiel da, weitere Möglichkeit den Leuten Geld aus der Tasche zu ziehen dort, künstlicher Aufschrei links hinten. Same ol‘ same ol‘. Dem wird man doch sehr schnell überdrüssig, wenn man nicht selbst darüber berichten muss oder Teil des ewig wütenden Mobs ist. Aber ja, wir haben schon wieder was für unseren Haushalt gekauft und zwar einen Handstaubsauger.

Sie pinkelt wieder!

Der neue im Haus.

Nachdem fast ein Jahr lang alles fein war und unsere Couch nicht in der Angst vor Katzenurin leben musste, hatte Maya aus uns noch unbekannten Gründen vor ein paar Wochen wieder damit angefangen. Extrem beschissen…oder eher gesagt bepieselt. Um sie wieder zurück aufs Katzenklo zu beraten, haben wir als Akutmaßnahme besagtes Klo dann auf besagte Couch gestellt. Hat tatsächlich soweit funktioniert. Sowohl Lyssi als auch Maya (Pichu sowieso) gehen da ohne Probleme drauf. Allerdings verteilen sie jetzt das ganze Katzenstreu nicht mehr auf die Fliesen, sondern auf besagter Couch. Und da es mir zu umständlich ist jedes Mal den richtigen Staubsauger rauszuholen (plus ein paar weitere Anwendungsgebiete wie unsere Schreibtische), kam der schon lange gehegte Wunsch nach einem Handstaubsauger wieder hoch, um etwas handlicheres (vor allem für Lysanda) zu haben.

Die billigen 08/15-Dinger aus den Discountern oder den Möbelhäusern kennen wir aber sicherlich alle: Die machen nur Krach und haben trotzdem keine Saugleistung. Entsprechend habe ich etwas gesucht, was etwas mehr Power unterm Hintern hat und eben auch gröberes Katzenstreu schafft. Macht es zwar teurer aber lieber teuer und sauber statt billig und immer noch dreckig. Könnt ihr sicherlich nachvollziehen. Und nein, die Wahl fiel nicht auf einen Dyson. Die kosten mir dann doch zu viel. Stattdessen ist es ein BLACK+DECKER Dustbuster geworden, genauer gesagt der Dustbuster Handstaubsauger Tierhaar (BHHV520BFP) für eine UVP von 130€ (gab’s bei REWE für 99€). Der hat, wie der Name schon andeutet, noch einen Aufsatz (herausnehmbare, rotierende Bürste mit Gummi/Latexdingern) mit im Paket, der sehr gut Tierhaare aufsammeln soll. Und ja: Das tut er tatsächlich. So viel hole ich nicht einmal ansatzweise mit dem normalen Staubsauger z.B. von der Couch runter. Und aufgrund der vergleichsweisen geringen Größe komme ich damit auch an Stellen, die ich mit einem normalen Staubsauger nicht einmal annähernd so gut absaugen könnte. Unsere sechste Katze, Türstopper Sandy, dürfte schon lange nicht mehr so sauber gewesen sein. Eine echt geniale Umsetzung, die wir Tierbesitzern nur empfehlen können.

An sich sind solche Aufsätze natürlich nichts Neues. Die sind vermutlich so alt wie Staubsauger an sich und gibt es für jedes Modell. Aber wir hatten halt noch keinen bzw. die 08/15-Dinger, die ich aus meinem Elternhaus kenne haben nie so wirklich was getaugt. Da ist im Vergleich der Adapter für den Dustbuster eine absolute Offenbarung.

Funktional

Der Tierhaaraufsatz

Optisch macht der BLACK+DECKER Dustbuster nicht ganz so viel her. Hat eher ein klobiges Erscheinungsbild und wiegt mit Aufsatz 1,5kg (ohne 1,2kg). Mehr so „Handwerkerlook“ als „Designerstücker“ aber mit einem bunten Touch. Bis zum Schreiben dieses Eintrags dachte ich übrigens, dass BLACK+DECKER mit der Farbe die einzelnen optisch baugleichen Modelle unterscheidet. Aber eine Saugleistung von 35 AirWatt bekommt man sowohl in lila (mit Tierhaaraufsatz) als auch in schwarz und blau (jeweils ohne Aufsatz). Insofern scheint das nicht zu stimmen. Den mit Tierhaaraufsatz gibt es aber nur in Lila. Immerhin stört Lysanda das Aussehen nicht und da lila zu ihren Lieblingsfarben gehört, passt der farbliche Touch sogar ganz gut in unseren Haushalt. Glück gehabt :wink: .

Abseits des Pet-Aufsatzes hat der Dustbuster natürlich noch mehr Funktionen zu bieten. Da wäre zum einen die integrierte und ausziehbare Fugendüse – mit einer Einschränkung: Der Pet-Aufsatz funktioniert nur, wenn die Düse ganz reingeschoben ist (vermutlich wegen der Stromverbindung). Im ausgezogenen Zustand Tierhaare entfernen geht also nicht. Hat zusätzlich den Nachteil, wenn ihr mal mit der Bürste z.B. irgendwo etwas Widerstand habt und entsprechend die Düse etwas rausgezogen wird, stellt der Pet-Aufsatz sofort seine Arbeit ein. Hab‘ erst nicht verstanden, warum die Bürste sich plötzlich nicht mehr dreht und dachte sogar ich hätte sie schon kaputt gemacht, weil sie selbst nach dem Ein- und Ausschalten nicht mehr wollte. Aber die Düse wieder reinschieben half zum Glück.

Voller Katzenhaare

Neben der ausziehbaren Düse besitzt das Gerät noch zwei Betriebsmodi: Normal (15 AW) und Turbo (35 AW). Logischerweise ein spür- und hörbarer Unterschied. Ja, leise sind die Dinger absolut nicht. Im Gegenteil: Je mehr Power, desto lauter. Ein absoluter Katzenverscheucher. Wäre vielleicht der nächste Schritt hier mal etwas Schalldämmung reinzubringen. Auch ein Problem nicht nur des BLACK+DECKER, sondern gefühlt allen Handakkusaugern: Kurze Betriebszeit bei langer Ladezeit. Der Dustbuster schafft wohl 12-21 Minuten Dauerbetrieb (Turbo vs. Normal) bei einem Verbrauch von 36Wh. Anschließend müsst ihr dann satte fünf Stunden warten bis er wieder voll ist. Das ist schon ein wenig heftig. Der Ladevorgang findet bei diesem Modell mit Hilfe einer Ladestation statt, die an die Wand montiert werden kann. Bei den anderen Varianten ohne Tierhaaraufsatz gibt es hingegen welche, die nur ein Ladekabel in der Packung haben, was ich persönlich etwas praktischer finde. So eine Ladestation nimmt ja immer Platz weg.

Weg mit dem Dreck

Zu guter Letzt stellt sich natürlich die Frage wo das aufgesaugte Zeug landet und wie man es wieder rausbekommt. Dazu hat der Dustbuster hinten ein entsprechendes Reservoir. Das lässt sich zwar nicht abnehmen, aber Deckel auf und über der Mülltonne entleeren geht auch ganz gut. Zudem ist ein Filter drin, der sich rausnehmen, ausklopfen und mit Wasser reinigen lässt (danach gut abtrocknen). Alles soweit gut durchdacht und gut zu benutzen. Das Einzige was mir negativ aufgefallen ist, ist eine kleine (schwarze) Klappe im Behälter, die eigentlich verhindern soll, dass der Dreck wieder zurück ins Gerät fällt. Die ist scheinbar nicht ganz so gut fest gemacht (ist nur reingesteckt) und ist mir prompt beim ersten Entleeren mit in die Mülltonne gefallen. Zum Glück hatte ich es gesehen. Entsprechend darauf achten und den Staubsauger nicht umgedreht aufklopfen.

Unsere Sandy

Ach und noch ein Problem mit dem Dreckbehälter im Zusammenhang mit der Ladestation: Der Auslöser für den Deckel ist auf der gleichen Seite wie die Kontaktpunkte zum Laden. Da ihr das Gerät in die Ladestation in einen Haken einhängt kann es nun passieren, dass ihr aus versehen mit dem Haken gegen den Deckelauslöser kommt und eine absolute Sauerei verursacht. Designtechnisch definitiv etwas unglücklich gelöst. Also lieber etwas schräger halten beim Einführen in die Station.

Fazit

Ich berichte so selten über Zeug, was wir wieder zurückschicken. Insofern wiederhole ich mich wieder mit der Aussage: Wir sind mit dem BLACK+DECKER Dustbuster echt zufrieden und wollen ihn erstmal nicht mehr hergeben. Er macht was er soll (saugen) und die Tierhaarbürste funktioniert absolut fantastisch gut, was bei einem Haushalt mit fünf Katzen logischerweise extrem wichtig ist. Das Design der Bürste scheint auch so zu sein, dass sich darin keine Haare verfangen können wie z.B. in unserem ChuChu mit seiner 08/15-Bürste. Gibt’s eigentlich schon Saugroboter mit so einer Bürste?

Absaugen behebt aber natürlich nicht das grundlegende Problem, dass wir ein Katzenklo auf der Couch stehen haben. Aber besser das als feuchte und ewig stinkende Flecken. Und um den Dreck zumindest etwas einzudämmen, haben wir jetzt mal einen Versuch mit einem Deckel gestartet. Da haben wir ein 14cm großes Quadrat reingeschnitten, damit die Vierbeiner rein und raus können aber mit einem wesentlich langsameren Tempo und damit einer geringeren Spritzreichweite. Funktioniert auch ganz. Selbst Balu (der nicht auf das Katzenklo geht) kommt problemlos rein- und raus. Mittelfristig wandert das Klo dann logischerweise wieder auf den Boden in der Hoffnung, dass Maya erstmal wieder mit dem Couchpinkeln aufhört. Langfristig überlegen wir sogar, ob wir uns nicht tatsächlich einfach komplett von einer Couch trennen und stattdessen eine andere Lösung finden, um gemütlich fern zu sehen. Mal schauen. Ich halte euch wie immer auf dem Laufenden :smile: .

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