Sicarius

Tagebuch eines Hausherrn #39

Ja, wir warten immer noch auf den Maler. Aber Handwerker haben aktuell halt extrem viel zu tun irgendwie trotz der gestiegenen Rohstoffpreise. Zum Glück ist es bei uns nicht so dringend. Er kommt irgendwann und bis dahin kommen wir auch so zurecht :smile: . In der Zwischenzeit bin ich seit langem mal wieder mit dem Kärcher über die Terrasse gegangen. Dort wo es bislang immer draufgeregnet hat, war es nach all der Zeit logischerweise wieder ziemlich dreckig geworden. Wird hoffentlich jetzt besser. Ist ja kein Teil der Terrasse mehr ohne Dach. Fließt also nur noch Wasser beim Blumen gießen drüber. Entsprechend haben wir es uns erneut gespart die Versiegelung zu erneuern – obwohl seit 2016 die Flasche im Keller steht. Wir sind schon irgendwie faul… :wink: .

Das neue Blech

Außerdem hatten wir noch eine potentielle Lücke in unserem Katzenzaun gefunden. Wurde zwar von Pichu noch nicht ausgenutzt aber wir wollten es auch nicht länger drauf ankommen lassen. Und zwar war zwischen Terrassenüberdachung und Zaun noch ein Spalt. Durch den kommt zwar kein Katzenkopf aber besagte Katze hätte auf den Zaunpfahl springen und von dort aus dann stiften gehen können. Die Lösung für das Problem war dieses Mal allerdings kein Plexiglas. Ja, ich weiß: Totaler Frefel. Stattdessen haben wir uns ein dünnes Stück Blech in der Farbe der Überdachung geholt – dieses Mal bei Blechprofi24 – und es mit zwei Schrauben am Pfosten der Überdachung befestigt. Wenig Aufwand, wenig Kosten und wieder ein Stück mehr Sicherheit, dass uns niemand stiften geht. Bleibt noch das Provisorium auf der anderen Seite. Aber dazu brauchen wir erst den Maler…

Fliegengitter, die Zweite

Unerwartet komplizierter war der Umbau des Spannrahmens für das Fenster. Zur Erinnerung: Vor rund einem Monat haben wir die Fliegengittertür an der Terrasse umgebaut und mit einer richtigen Katzenklappe versehen. Hab‘ das Ergebnis übrigens auch mal an Windhager geschickt. Sie wollten es an die Produktentwicklung weiterleiten. Wer weiß: Vielleicht kommt ja irgendwann was Offizielles raus. Bei uns im Haus hingegen wurde diese bauliche Veränderung von unseren Vierbeinern sehr positiv aufgenommen. Wir haben seitdem nur noch zusätzlich einen Klebepuffer zwischen Klappe und Terassentür angebracht. Speziell Lyssi klopft mit sehr viel Kraft an, um wieder reingelassen zu werden. Da hatten wir dann doch etwas Angst um das Glas.

Der fertig umgebaute Spannrahmen

Nun haben wir auch den Spannrahmen am Terrassenfenster entsprechend umgebaut. Die grundsätzliche Idee ist identisch: Zwei Bleche, welche in den Falz des Spannrahmens passen. Daran die Katzenklappe montiert und darüber ein Mittelsprossenprofil installiert, um das Fliegengitter wieder anbringen zu können. Die erste Schwierigkeit sind die Einhängefedern. Diese verhindern, dass ihr das Blech in den Falz stecken könnt. Eine Variante: In den Blechen entsprechend links und rechts so viel wegschneiden, dass die Einhängefedern nicht mehr stören. Noch einfacher: Ins Blech neue Löcher für die Schrauben der Einhängefedern bohren. Dann kann man das Blech in den Falz stecken und anschließend die Einhängefedern darauf montieren. Sieht wesentlich besser aus und hält weiterhin bombenfest – selbst, wenn ihr wie ich bei einer Schraube den Kopf abdreht.

Unbekannte Hürden

Dass wir uns mit den Einhängefedern beschäftigen müssen, war uns schon im Vorfeld klar. Als wir dann aber das Blech mit der Katzenklappe in den Falz stecken wollten kam die erste „böse“ Überraschung: Die Muttern an den Schrauben der Katzenklappe verhinderten, dass sich das Blech komplett reinstecken ließ. Das Profil unten war im Weg. Das Problem hatten wir bei der Spannrahmentür interessanterweise nicht. Dort ist aber auch ein weiteres Mittelsprossenprofil verbaut. Die Katzenklappe stößt dort nicht direkt an den eigentlichen Rahmen.

Die Lösung für dieses Problem war relativ zügig gefunden – solltet ihr aber unter keinen Umständen nachmachen! Warum sage ich gleich. Wir haben einfach in den Rahmen Einkerbungen reingemacht (Seitenschneider reicht), damit die Muttern dahinter versenkt werden können. Hat auch wunderbar funktioniert bis wir auf den zweiten ungeplanten Knackpunkt gestoßen sind: Der Spannrahmen passte nicht mehr ins Fenster. Der untere Teil der Katzenklappe war zu niedrig und stieß entsprechend an den Fensterrahmen. Die Einkerbungen zu machen war also völlig überflüssig. Auf der Höhe konnte die Klappe eh nicht bleiben.

An diesem Problem haben wir dann etwas länger geknabbert. Von „neues Blech“ über „noch ein Mittelsprossenprofil“ bis hin zu „Fensterrahmen einschneiden“ war alles Mögliche an Überlegungen dabei. Am Ende war die Lösung jedoch wesentlich einfacher und weniger destruktiv: Da nur ca. 1-2cm fehlten haben wir einfach die Katzenklappe auf dem Blech etwas höher gesetzt. Ich musste dazu nicht einmal durch das komplette Mittelsprossenprofil bohren, um die Muttern befestigen zu können. Die Schrauben halten auch so im Blech. Krise erfolgreich abgewendet. Schaden: Vier unnötige Löcher (die aber innen von der Katzenklappe verdeckt werden), ein leicht beschädigter Spannrahmen und mehr Zeitaufwand als ursprünglich gedacht. Hätte schlimmer kommen können. Dafür haben wir jetzt erfolgreich beide Windhager-Katzenklappe durch unsere DIY-Lösung ersetzt – wie gesagt sehr zur Freude unserer Vierbeiner.

Kleinvieh

Was gibt es sonst noch so zu berichten? Also außer, dass wir die Klimaanlage weiterhin super finden? Ich übrigens etwas mehr als Lysanda (sie friert früher). Nun, wir haben für die Küche einen neuen Brausekopf gebraucht. Der alte hat plötzlich einen Riss an der Seite bekommen aus dem es dann logischerweise fleißig rausspritze. Zum Glück sind die Dinger standardisiert. Es reichte ein Besuch im lokalen Baumarkt und die Abgabe von 25€ für einen brauchbaren Ersatz. Nichts worüber es sich zu berichten lohnt also.

Die aussortierten Filme

Das beträfe unter Umständen auch die zweite Kleinigkeit. Aber wir reden hier ja schließlich von mir, dem Sammler vor dem Herrn. Es war mal wieder dringend an der Zeit mein Filme-Regal aufzuräumen. Die Neuanschaffungen stapelten sich schon in allen Zwischenräumen. Aber anders als früher habe ich diese nicht einfach nur eingeräumt, nein ich habe tatsächlich erstmals in der zwanzigjährigen Geschichte meiner umfangreichen Sammlung gleichzeitig auch aussortiert. Der Webmaster trennt sich von Teilen seiner Medienbibliothek. Unfassbar, ich weiß. Aber selbst ich muss langsam aber sicher einsehen: Selbst, wenn ich die Zeit dazu hätte, würde ich bestimmte Filme nie wieder anschauen. Beispielsweise SAW oder Der Club der toten Dichter, den ich schon viel zu oft sehen musste (Schule und so). Über 80 Filme habe ich am Ende aussortiert. Darunter einige meiner ältesten Anschaffungen. Klingt bei einer Sammlung von über 1.000 Stück erstmal nach nicht viel aber hey: Es ist schon mehr als ich bislang bereit war abzugeben :smile: . Und es war genug, um am Ende eine Nullsumme zu bekommen. Sprich ich hab‘ für die Sachen, die ich eingeräumt habe, nicht mehr Regalplatz gebraucht! Zukünftig werde ich direkt nach dem Anschauen entscheiden ob ich den Film/Serie tatsächlich gut genug fürs Regal finde oder gleich aussortiere.

Die betroffenen DVDs und Blu-rays landen übrigens (erstmal) nicht bei reBuy oder momox. Stattdessen werden wir sie erstmal für einen guten Zweck in einer der Tierschutzauktionen-Gruppen wie diese auf Facebook anbieten. Für den unwahrscheinlichen Fall, dass ihr vielleicht was davon haben wollt könnt ihr mich aber auch mal direkt anschreiben und ich gebe euch die Liste.

Autosorgen

Eine Sache, die uns schon etwas länger beschäftigt ist hingegen die Klimaanlage in Lysandas Chevrolet Spark. Gut, dass „länger“ liegt schlicht daran, dass wir es aktuell weiterhin nicht so oft bewegen und Probleme entsprechend nicht bemerken. Die Kühlflüssigkeit geht nämlich flöten. Zuerst war ich vor gut einem Jahr mal bei einem Klimaanlagencheck. Den hatte das Auto in seiner 10jährigen Geschichte noch nie entsprechend konnte es ja mal sein, dass die tatsächlich von sich aus stark abgenommen hat. Aber Anfang dieses Jahrs mussten wir feststellen, dass sie schon wieder nicht geht. Also dieses Mal in eine Opel-Werkstatt (gibt es in Groß-Gerau ja einige) und siehe da: Der Klimakondensator hatte ein Leck. Keine ganz so billige Sache (~500€) aber da wir die Karre doch noch ein paar Jahre fahren wollen (kam wieder problemlos durch den TÜV) haben wir die Investition getätigt.

300€ für ein Stück Rohr…

Leider hielt die Freude über die nun wieder kühle Luft nicht lange an. Ich musste vor kurzem nämlich erneut feststellen, dass nichts Kaltes mehr aus der Lüftung kommt. Also wieder zurück in besagte Opel-Werkstatt und siehe da: Noch ein Leck gefunden. Dieses Mal am Kühlmittelrohr. Super. Warum haben sie das nicht beim ersten Besuch schon entdeckt? Egal. Werkstatt hat sich entschuldigt aber das größere Problem war, dass sie nicht alle Ersatzteile beschaffen konnten. Chevrolet hat sich bekanntlich schon vor längerer Zeit vom deutschen Markt entfernt, Opel (als deutscher Vertreter von Chevrolet) hat das Geschäft ebenfalls eingestellt und hergestellt wird er in Südkorea auch nicht mehr. Der Monteur hat mich dann mit den Teilekennzeichen losgeschickt in der Hoffnung, dass ich z.B. auf eBay oder so noch was finde. Geklappt hat es am Ende bei der genuine parts GmbH, die sowohl das Rohr als auch die dazugehörigen Dichtungsringe noch liefern konnte. Kostenpunkt? Nochmal fast 300€ allein für das Rohr *puh*. Aber gut: Im Auto schwitzen ist extrem doof und die kühle Luft entsprechend (fast) jeden Cent wert. Ich hoffe jedoch inständig, dass damit nun wirklich das Thema erledigt ist und nicht in vier Wochen dann das nächste Leck auftaucht…

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