Azzkickr

gamescom 2014

Mortal Kombat X (Herstellerbild)

Mortal Kombat X (Herstellerbild)

Das war sie also, die neuerliche Auflage der gamescom. Und ich muss sagen, dass ich positiv überrascht worden bin. Vielleicht lag es an einer niedrigen Erwartungshaltung und der festen Überzeugung nur bereits Bekanntes sehen zu werden, aber im Nachgang muss ich für mich persönlich feststellen, dass die gamescom meine Lust am Zocken wieder entfacht hat. Und das liegt allem voran an einem Umstand: Der PC ist zurück!

Zugegeben, ich habe mir nicht die Mühe gemacht zu verifizieren ob mein subjektiver Eindruck auch tatsächlich zutrifft. Aber in meinen Augen ist es schon auffällig wie überschaubar einerseits die Anzahl der konsolenexklusiven Titel ist (allen voran die wirklich exklusiven und nicht nur zeitlich beschränkten) und dass die PC Umsetzungen andererseits fast immer gleichwertig sind. Dass Titel wie Mortal Kombat X, Ryse: Son of Rome und Metal Gear Solid 5: The Phantom Pain überhaupt auf dem PC erscheinen und weitere Spiele wie beispielsweise NBA 2K15 und FIFA 15 (vergleichsweise schnell) auch auf dem Heimcomputer den Sprung auf die „NextGen“ spendiert bekommen, ist doch sehr erfreulich. Und überhaupt: Spiele werden endlich schön! Auch abseits sündhaft teurer AAA-Produktionen ist mittlerweile fast durchgängig ein recht hohes Grafikniveau erreicht. Bleibt zu hoffen, dass damit aber noch nicht das Ende der Fahnenstange erreicht ist und aus den aktuellen Konsolen noch mehr herauszuholen ist.

Rückkehr der alten Garde

Emergency 5 (Herstellerbild oder -konzept)

Emergency 5 (Herstellerbild oder -konzept)

Die von mir subjektiv gefühlte Renaissance des PCs ist aber in der Hauptsache auf einen anderen Grund zurückzuführen: Die Rückkehr der klassischen PC-Genres Strategie und Wirtschaftssimulation. Might & Magic: Heroes VII, Die Siedler: Königreiche von Anteria, Rollercoaster Tycoon World, Emergency 5, Die Gilde 3, Cities: Skylines, Act of Aggression, Dungeons 2 und SpellForce 3. Meine Herren, da könnte einem doch glatt eine Freudenträne entweichen. Das vermutlich keines der Spiele meine – zugegeben sehr hohen – Erwartungen erfüllen wird und zudem einige Titel unnötig verändert und… ähm… „modernisiert“ wurden (Die Siedler!!!) wollen wir an dieser Stelle mal außen vor lassen. Ich möchte schließlich endlich mal einen Artikel ohne depressiven Unterton verfassen :smile:. Aber im Ernst: Zumindest die Dichte und Quantität ist schon beeindruckend. Und da hab ich noch garnicht das Paradox-Schwergewicht Hearts of Iron 4 sowie diverse Simulatoren (Landwirtschafts Simulator 15, Train Simulator 15 etc.) erwähnt.

Natürlich gab es abseits dieser Spiele auch noch andere Höhepunkte für mich. Ich möchte hier bewusst nicht die erwartbaren Kassenschlager wie z.B. The Witcher 3: Wild Hunt, Dragon Age: Inquisition, The Division oder Forza Horizon 2 näher erläutern (wenngleich ich mich wie verrückt auf jedes einzelne dieser Spiele freue). Nein, es sollen einige eher kleine Perlen sein auf die ich euch aufmerksam machen möchte.

Geheimtipps

Until Dawn (Herstellerbild)

Until Dawn (Herstellerbild)

Den Anfang macht Until Dawn. Ein sehr filmisch inszeniertes Horrorspiel, das ganz klar spielerische Elemente von Heavy Rain mit bekannten amerikanischen Teen-Horrorfilmen (z.B. Cabin in the Woods) kombiniert. Das Spiel wird vermutlich nur solide Kost werden – ich schätze auf Wertungen im 70er Bereich – aber ich liebe interaktive Filme und auch das Setting sagt mir sehr zu. Es ist leider PlayStation-exklusiv, aber dafür hab ich ja noch meine PS3.

Als zweite Perle möchte ich Life is Strange nennen. Das Spiel orientiert sich offenkundig an der The Walking Dead-Serie und kombiniert daher Adventureelemente mit guten Dialogen und folgenreichen Entscheidungen. Ort der Handlung ist eine fiktive Kleinstadt, in der sich ein komplexer Krimi entwickeln soll. Hört sich äußerst interessant an und sollte auch bei euch auf dem Schirm bleiben.

Zu guter Letzt sei noch Lords of the Fallen genannt. Was ich bislang davon gesehen habe gefällt mir außerordentlich gut. Es scheint nicht ganz so frustig zu sein wie die Dark Souls-Spiele, ist zudem zugänglicher und sieht hervorragend aus. Das es aus deutschen Landen kommt ist dann noch das I-Tüpfelchen für mich. Und ja: Mir gefällt das Spiel auch besser als das vielfach mit Vorschusslorbeeren übergossene Bloodborne.

Ihr seht: Da kommt auch abseits der üblichen Verdächtigen einiges auf uns zu. Was meint ihr: Erleben wir tatsächlich gerade die Rückkehr des PCs? Oder ist die hohe Dichte von Neuankündigungen reiner Zufall? Meint ihr, die Spiele werden auch ihrem Namen gerecht oder „verkasualisiert“? Und überhaupt: Was waren eure Höhepunkte? Ab damit in die Kommentare!

Nach den ersten beiden Teilen meines kleinen Hardwareausblicks, die sich auf die Themen Prozessoren und Chipsätze konzentrierten, habt ihr nun wie angekündigt den letzten und mit Abstand interessantesten Teil vor euch auf dem Bildschirm. Und Bildschirm ist da ein ganz tolles Stichwort, denn es soll heute um das große Thema des Visuellen gehen.

Bevor wir in die Thematik einsteigen jedoch aus aktuellem Anlass noch die Information, dass Intel zwischenzeitlich angekündigt hat, die neuen 100er-Chipsatzgeneration für Skylake mit bedeutend mehr und zudem signifikant schneller angebundenen PCIe-lanes auszustatten. Damit wird einer meiner elementaren Kritikpunkte an den letztjährigen Generationen ausgemerzt und die Kombination Intel Skylake + 100er Chipsatz bedeutend attraktiver. Insbesondere für SSDs, die in Zukunft – zumindest in Systemen von Enthusiasten – allesamt von den S-ATA-Ports in die PCIe-Slots wechseln dürften, ist das eine herausragende Nachricht. Meine Empfehlung für aufrüstwillige Desktopnutzer kann jetzt also endgültig nur noch lauten: Broadwell auslassen und auf Skylake warten. Alles andere wäre absurd.

Aber nun zum eigentlichen Thema: Grafik und Bildwiedergabe. Wer mich kennt, weiß, dass das ein Gebiet ist, das mich besonders reizt. Aber was hier bis Ende 2015 auf uns zukommt, sollte jeden halbwegs Technikinteressierten und allem voran natürlich Gamer interessieren. Eine vielversprechende GPU-Generation, hochwertige, mit neuen Funktionen ausgestattete und erschwingliche 4K-Bildschirme, DirectX 12 (im Zuge von Windows 9) und natürlich Oculus Rift. Hier ist für jeden was dabei. Und jede einzelne dieser neuen Entwicklungen bringt spürbare, teils revolutionäre Fortschritte. Holt man sich das Gesamtpaket, so wird man natürlich umso mehr fasziniert sein. Aber eines nach dem anderen.

Neue GPU-Generation

GeForce GTX 750 Ti (Herstellerbild)

GeForce GTX 750 Ti (Herstellerbild)

Normalerweise ist es relativ langweilig, über neue Grafikkarten zu berichten. Die grobe Formel „20%-30% mehr Leistung bei idealerweise etwas weniger Verbrauch“ gilt als etabliert. Was nVidia mit seiner neuen Maxwell-Architektur abliefert, hat es jedoch verdient, besonders hervorgehoben zu werden. Bislang gibt es nur zwei Desktopkarten dieser Generation: die GTX750 und GTX750Ti. Aber die haben es durchaus in sich. Während das Leistungsniveau der Bezeichnung entsprechend wenig überraschend im unteren Mittelklassebereich liegt, ist die Energieeffizienz auf Referenzniveau. Eine vergleichbar leistungsstarke Karte der Vorgängergeneration (z.B. die GTX650Ti Boost) zieht zwischen 40 und 50 Watt mehr aus der Steckdose. Anders gerechnet kann man ebenso sagen, dass eine GTX750Ti 40% mehr Leistung bietet als eine andere Grafikkarte mit ähnlichem Stromverbrauch. Entsprechend niedrig sind auch Temperaturentwicklung und Geräuschniveau (es gibt sogar komplett lüfterlose Karten). Zudem werden – je nach Hersteller – auch keine zusätzlichen Stromkabel benötigt. Und das ist – abseits aller Zahlenspielereien – einfach nur beeindruckend. Wer sich mit 30fps oder mittleren Grafikeinstellungen begnügt, bekommt für knapp 130 Euro eine Grafikkarte, die sehr sparsam, sehr leise und relativ kühl ist. Stark. Erste Oberklassekarten mit der neuen Architektur sind für das vierte Quartal 2014 angekündigt. Erste Gerüchte besagen, dass eine mögliche GTX880 etwa 20-30% schneller als eine GTX780Ti sein soll. Soviel also zur neuen Architektur.

Das wirklich interessante ist jedoch, dass alle diese Karten noch in 28nm gefertigt sind. Mit dem für Anfang/Mitte 2015 erwarteten Sprung auf 20nm (oder gar 16nm) sollte sich die Energieeffizienz nochmals spürbar verbessern. Ebenso werden im nächsten Jahr neue Schnittstellen in die Grafikkarten einziehen: HDMI 2.0 (wichtig für 4K @ 60Hz an Wiedergabegeräten ohne Display Port – also vornehmlich Fernsehern) und Display Port 1.2a bzw. 1.3 (wichtig für die Adaptive Sync Technologie, die dafür sorgt, dass sich die Bildfrequenz des Monitors an die fps-Rate anpasst und dadurch Zeilenverschiebungen eliminiert werden). Zudem, und das ist eine weitere, sehr erfreuliche Nachricht, wird ersten Gerüchten zufolge auch bereits DirectX12 vollumfänglich unterstützt.

Wir halten also fest:

  • Neue, spürbar verbesserte Architektur
  • Neuer Fertigungsprozess in 20nm/16nm
  • Neue Schnittstellen (HDMI 2.0, DP 1.2a)
  • Unterstützung von DX12

Neue Bildschirme

Redet man über die Leistungsfähigkeit und technische Ausstattung von Computern, denkt man zumeist an die Innereien des Gehäuses und nur selten an jenes Gerät, das einem die Leistung des Rechners auch optisch präsentiert. Das ist insofern verständlich, als das sich im Bereich Bildschirme seit Jahren nicht mehr viel getan hat. Andererseits entscheidet sich hier maßgeblich, ob die von der GPU berechnete Grafikpracht auch unverfälscht dem Nutzer präsentiert wird. Erfreulicherweise kommen einige sehr interessante Weiter- und Neuentwicklungen auf uns zu.

nVidia G-Sync Chip (Herstellerkonzept)

nVidia G-Sync Chip (Herstellerkonzept)

Die offensichtlichste Neuerung hat bereits Einzug auf den Markt gehalten: Ultra High Definition (UHD). Gemeint ist damit die Auflösung von 3840*2160 und damit die vierfache Pixelanzahl wie bei dem heute gängigen FHD-Pendant. Damit geht natürlich eine sichtbare Verbesserung der Bildschärfe einher. Zwar kann man sich durchaus streiten, ob man diese Auflösung bei den vergleichsweise kleinen Bildschirmen von PC-Nutzern benötigt, aber die Unterschiede sind doch bemerkenswert. Während man bei Smartphones und Tablets mittlerweile schon bei irrwitzigen Pixeldichten von ca. 550ppi angelangt ist, erreicht man selbst auf einem 28″-UHD-Monitor lediglich 157ppi. Die Verbesserung ist also tatsächlich noch sichtbar und durchaus sinnvoll, während man dies bei den heutigen Smartphones definitiv nicht mehr behaupten kann. Aber zurück zum Thema: Spiele profitieren von einer höheren Plastizität, die Arbeitsumgebung von mehr Bildfläche. Aktuell gibt es aber zu beiden Punkten starke Einschränkungen: Für Spiele in UHD und maximalen Details fehlt noch die nötige Grafikleistung, Desktoparbeiten leiden – auch unter Windows 8.1 – noch unter unzuverlässigen, oft fehlerhaften Skalierungen. Aber da wir ja in das Jahr 2015 blicken gilt hier eindeutig: UHD wird kommen und uns Gamern und Technik interessierten jede Menge Vergnügen bereiten.

Die für mich aber noch verlockendere Entwicklung sind Technologien, die die Aktualisierungsrate (refresh rate) von Monitoren an die von der GPU berechneten Bilder pro Sekunde (fps) anpasst. Seitens nVidia nennt sich das G-Sync, AMDs Pendant ist als Freesync betitelt. Die Ansätze unterscheiden sich leicht: Freesync ist herstellerunabhängig und zudem im offenen DisplayPort-Standard verankert (damit lizenzfrei), während G-Sync nur mit nVidia-Grafikkarten funktioniert und Monitore über einen entsprechenden Chip verfügen müssen. Wobei nach aktuellem Informationsstand aber auch für Freesync nicht jeder Monitor geeignet ist. Das Ergebnis ist aber dasselbe: Da sich Hz-Zahl von Monitor und Bildrate der Grafikkarte gleichen, entsteht kein hässliches und teilweise echt störendes Tearing (Zeilenverschiebungen bzw. Bildüberlagerungen) mehr. Bislang konnte man dieses Phänomen lediglich mit aktivierter vertikaler Synchronisation (VSync) bekämpfen. Hierdurch wurde eine Beschränkung der Bildrate auf (meistens) 60fps und damit exakt auf die Herzfrequenz gängiger Monitore erreicht. Allerdings muss man für diese Verbesserung in Regel einen höheren Input-Lag in Kauf nehmen. Jeder von euch sollte das schwammige und träge Gefühl von Mausbewegungen bei aktivierter vertikaler Synchronisation kennen. Für schnelle Spiele ist das also kein probates Mittel. Zudem funktioniert das ganze natürlich nur dann effektiv, wenn es die Grafikkarte auch überhaupt schafft, mindestens 60fps zu rendern – bei FullHD, maximalen Details und aktivierter Kantenglättung ist das bei den am häufigsten verbauten Mittelklassegrafikkarten keine Selbstverständlichkeit.

Asus ROG SWIFT PG278Q(Herstellerbild)

Asus ROG SWIFT PG278Q (Herstellerbild)

Der Vorteil der neuen Techniken liegt also auf der Hand: eine saubere, fehlerfreie Bildwiedergabe sowohl unterhalb als auch oberhalb von 60fps. Ein erster Monitor mit nVidias G-Sync ist seit Anfang August auch schon erhältlich, weitere angekündigt: Der Asus PG278Q ist ein 27″ Zoll Monitor mit einer Auflösung von 2560×1440, 1ms Reaktionszeit (grau zu grau) 144Hz-Panel und eben mit verbautem G-Sync-Modul. Dazu noch vielfach ergonomisch verstellbar und mit extrem schmalem Gehäuse. Allerdings: Es ist nur ein TN-Panel verbaut und der Preis liegt mit 800,00 € exorbitant hoch. Aber auch hier gilt: wir schauen ja auf das Jahr 2015 und bis dahin wird es das ganz sicherlich (hoffentlich) auch für 4K-Monitore und zu erschwinglicheren Preisen geben. Auf den perfekten Monitor (IPS, 4K, 1ms, 144Hz, G-Sync) wird man aber wohl vergeblich warten.

Kleiner Wehmutstropfen zum Schluss: Wer, trotz des horrenden Preises, tatsächlich von einem 3-Monitor-Setup mit oben genannten Asus-Monitoren träumt, muss bangen: G-Sync erfordert zwingend die Verwendung eines Display Ports. Da es aktuell keine nVidia-Grafikkarte mit drei (oder auch nur zwei) DPs gibt, muss auf spezielle „G-Sync-Editionen“ kommender Grafikkarten gehofft werden. Oder man bastelt sich natürlich ein Triple-SLI-System – für weitere 1000-1500 Euro :smile:.

Wir fassen also auch hier zusammen:

  • Auflösungen oberhalb von FHD werden Standard (2560×1440/3840×2160)
  • 120Hz bzw. 144Hz werden erschwinglich
  • G-Sync/FreeSync etabliert sich langsam
  • Kurzum: schärfere, flüssigere und fehlerfreie Bildwiedergabe

DirectX 12

Im Zuge von Windows 9, welches neuesten Gerüchten zufolge bereits Anfang 2015 erscheinen soll, wird auch eine neue Version von DirectX auf unseren Rechnern Einzug halten. Während man damit in der Vergangenheit fast ausschließlich neue grafische Funktionen verband, zeichnet sich Version 12 durch zwei besondere Verbesserungen aus: dem Bekämpfen des Overheads und besseren (=gleichmäßigeren) Auslastung mehrerer Prozessorkerne. Analog zu AMDs Mantle-Technologie – und vielleicht auch überhaupt erst durch deren Markteinführung bedingt – widmet sich nun also auch Microsoft (sicherlich auch auf Druck von nVidia) ähnlichen Optimierungen. Die Ziele sind die gleichen: bessere Performance, also gesteigerte Bildraten insbesondere bei schwächeren Prozessoren. Tests von AMDs Mantle sind durchaus beeindruckend und unterstreichen deutlich, dass es heutzutage oftmals die Software ist, die man verbessern sollte, statt ständig nach neuer, leistungsfähigerer Hardware zu rufen. Egal ob Mantle oder DX12 – Gamer werden Grund zur Freude haben. Teils spürbare Verbesserungen zum Nulltarif nimmt man doch gerne mit. Da unabhängig davon auch Windows 9 einige sinnvolle Änderungen verspricht (und durch die ungerade Ziffer sowieso wieder gut wird), ist es nur logisch, bei dem geplanten Rechner in 2015 auch softwareseitig aufzurüsten. Nicht zuletzt durch DX12 ist das auch bedeutend zukunftssicherer.

Oculus Rift

Oculus Rift DK2 (Herstellerbild)

Oculus Rift DK2 (Herstellerbild)

An dieser Stelle war ursprünglich ein umfangreicher Bericht über die wohl spannendste Entwicklung in 2015 geplant: das erstmalige Aufkommen marktreifer und hochwertiger VR-Technologie. Stattdessen erwarten euch jetzt nur einige, inhaltsleeren Zeilen. Der Grund ist einfach: Es wurde eigentlich schon alles zu dem Thema gesagt. VR und insbesondere die OR sind mittlerweile allgegenwärtig. Ich könnte hier nichts schreiben, was nicht eh schon bekannt wäre. Und da ich eine solche Brille auch noch nie selbst auf dem Kopf hatte, kann ich auch nicht von persönlichen Eindrücken berichten.

Daher nur ganz kurz: VR wird Ende 2015 „das nächste große Ding“. Da sind sich fast alle einig. Auch wenn auffällt, dass sich in der Berichterstattung langsam kritische Stimmen häufen. Auch beim aktuellen zweiten Development Kit, das über ein FHD Panel verfügt, sind die Pixel noch deutlich sichtbar. Ein Umstand, der viele Nutzer aus der Illusion herausreißt. Zudem wird der eingeschränkte Erfassungswinkel der externen Kamera bemängelt. Und nach wie vor hapert es an Software, die die Funktionen vollumfänglich und vor allem fehlerfrei nutzt. Natürlich: Es ist nach wie vor ein Entwicklerkit, zudem vergeht bis Ende 2015 noch viel Zeit. Man sollte die Erwartungen ob des enormen anfänglichen Hypes aber dennoch nicht zu hoch setzen. Zumindest die erste erwerbbare Version dürfte noch nicht „perfekt“ sein. Zu dem hier skizzierten „Nerd-Rechner“ in 2015 gehört VR aber zweifelsohne dazu.

Zusammenfassung

Der Kaufbefehl ergeht somit wie folgt:

Prozessor: Intel Skylake…
Mainboard: …mit 100er-Chipsatz
Grafikkarte: nVidia Maxwell in 20nm/16nm
Monitore: mindestens 1x2560x1440 mit 144Hz und G-Sync
Software: Windows 9 (wegen DX12)
Zubehör: Oculus Rift

Und wer es richtig ernst meint, kauft sich ausschließlich PCIe-SSDs, die auf NVMe setzen. Dazu schreib ich zwar auf absehbare Zeit keinen Artikel, aber das wird ebenfalls eine dieser vielen „beeindruckenden Weiterentwicklungen in 2015“ werden.

Nun verabschiede ich mich mit dem gut gemeinten Rat: Spart alle schon einmal ordentlich Geld bis Ende 2015, denn das oben genannte System dürfte mindestens 3000 Euro kosten :smile: .

Es ist mal wieder so weit: der Webmaster schreit nach einem Gastbeitrag und nachdem sich die erste Panik gelegt hat und die peinlichen Versuche, sich mit schlechten Ausreden davonzuschleichen, gescheitert sind, macht man es halt doch: Ich entscheide mich gegen das Schauen diverser WM-Spiele und beginne zu schreiben. Und zwar über das einzige Thema, dass ich mir halbwegs ohne große Recherche aus dem Ärmel schütteln kann: Hardware. Jawohl, mal wieder Hardware. Nach wie vor ist es so, dass zwar mein Interesse an Spielen (bzw. dem Spielen der selbigen) sehr stark schwankt, meine Leidenschaft für die Technik aber nach wie vor uneingeschränkt ist. Obwohl ich also eigentlich keinen Bedarf habe, durchstöbere ich täglich mehrfach das Internet nach Neuigkeiten über Hardware. Paradox.

Dieses Bild benötigt keine Beschriftung

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Und apropos „kein Bedarf“: Bringen wir eine der Hauptaussagen des Artikels gleich mal hinter uns. In nahezu jeder Hinsicht ist es – mal wieder beziehungsweise immer noch – ein schlechter Zeitpunkt sich neue Hardware zu kaufen. Einerseits eben, weil sich nichts an der Situation geändert hat, dass Mittelklasse PCs für fast alle aktuellen Spiele in FHD und hohen Details ausreichen. Andererseits, weil der Hardwaremarkt stagniert und sich bestenfalls in Trippelschritten vorwärts bewegt. Wir PC-Spieler, besonders die technisch anspruchsvollen, werden unverändert gefoltert. Stillstand wohin man schaut. Seit Jahren die immer gleichen, innovationslosen, technisch unspektakulären Spiele. Und entsprechend auch seit Jahren der gleichbleibende, mittelmäßige Anspruch an die Hardware. In gewisser Weise ist das natürlich ein schöner Umstand: man kann ohne neue Kosten seit Jahren in aller Ruhe weiterzocken. Kombiniert mit den regelmäßigen Verkaufsaktionen auf den einschlägigen Vertriebsplattformen ist das Hobby „PC-Gaming“ seit langer Zeit nahezu kostenlos. Zumindest für die geduldigen Naturen unter uns. Und dennoch sind zumindest bei mir der Trieb und das Bedürfnis vorhanden, endlich den nächsten Schritt zu gehen. Endlich wieder einen Aha-Moment zu erleben. Etwas Neues, noch nie dagewesenes, etwas Spektakuläres. Etwas, dass mich auch mit meinen nunmehr 30 Lenzen stolz und laut sagen lässt: „Jawohl, ich bin begeisterter PC-Spieler!“ Wie gerne ich das hinausschreien würde. Aber die Industrie macht es mir seit einer Ewigkeit sehr schwer.

Immerhin, und damit rette ich nun den Artikel gerade noch so vor einem kompletten depressiv-pessimistischen Einschlag, gibt es einige Anzeichen, dass sich das ab 2015 ändern wird. In nahezu allen elementaren Aspekten stehen uns spürbare Veränderungen bevor. Teil 1 meiner kleinen Serie widmet sich zuerst den Prozessoren.

Teil 1: Prozessoren

Intel Roadmap 2H13/1H14

Intel Desktop Prozessoren Roadmap 2H13/1H14

Was passiert, wenn ein Unternehmen den Markt dominiert, lässt sich seit einiger Zeit prima anhand von Intel beobachten. Seit Sandy Bridge im Januar 2011, also vor über drei Jahren, auf den Markt kam, hat sich nicht mehr viel Bemerkenswertes getan. Natürlich: Sandy Bridge war eine herausragende Prozessorarchitektur und hat in vielerlei Hinsicht die Messlatte ein ganzes Stück nach oben gesetzt. Ein i5-2500K beispielsweise ist auch heute noch ohne Abstriche ausreichend für nahezu alle denkbaren (Gamer-)Szenarien. Ivy Bridge (2012), Haswell (2013) und der aktuelle Haswell Refresh (2014) haben – sehr verkürzt und vereinfacht formuliert – keine tiefgehenden Veränderungen und vor allem keine wirklich spürbaren Leistungssteigerungen mehr gebracht. Ein Intel i5-4690 (Haswell Refresh) ist in realistischen Spieleumgebungen (FHD, max. Details) zum Beispiel nur 8% schneller als sein über drei Jahre alter Vorläufer i5-2500K (Sandy Bridge). Bei Anwendungsbenchmarks, die die CPU mehr fordern sind es immerhin 22% (alles basierend auf Testresultaten von Computerbase.de). Hätte sich wenigstens die Energieeffizienz deutlich verbessert, könnte man darüber hinwegsehen. Aber weder bei der Leistungsaufnahme noch bei den Temperaturen konnten Fortschritte erzielt werden. Im Gegenteil: Je nach Szenario verbraucht ein Haswell Refresh etwas mehr Strom (immerhin auch bei etwas mehr Leistung) und wird deutlich wärmer. Dass über die vielen Jahre natürlich das ein oder andere Feature hinzugekommen ist, soll an dieser Stelle ignoriert werden. Was für den Otto-Normal-Nutzer am Ende des Tages wichtig ist, ist die Leistung in den Standardanwendungen. Und hier hat sich leider viel zu wenig getan in den letzten dreieinhalb Jahren.

Für die nächsten 12 Monate kündigte Intel nun gleich zwei neue Prozessorgenerationen an: Broadwell (Q4/2014-Q2/2015) und Skylake (ab Q2/2015). Über die Gründe, weshalb Intel diesen verwunderlichen Schritt geht und quasi parallel einen Tick und einen Tock auf dem Markt führt, kann aktuell nur spekuliert werden. Das in meinen Augen plausibelste Argument ist das, dass Intel vor allem im Mobile-Bereich unter enormen Zeit- und Erfolgsdruck steht und daher Broadwell so schnell wie möglich veröffentlichen muss. Daher starten auch die mobilen Vertreter zuerst. Und noch in 2014. Und in der Tat, Broadwell könnte etwas Revolutionäres gelingen: Lüfter- bzw. wenigstens lautlose Mittelklasse-Notebooks (erste Geräte sind bereits angekündigt). Bei etwas Ingenieurskunst und hochwertigem Kühlkonzept womöglich sogar in der Oberklasse. Möglich wird dies natürlich vor allem durch den Sprung von 22nm auf 14nm. Entsprechend dürften auch die im Q2/2015 folgenden Desktopvertreter endlich wieder etwas stromsparender und kühler werden als selbige aus der Haswell-Generation. Ob sich hingegen bei der Leistungsfähigkeit (abseits der obligatorischen ca. 10% Zugewinn) etwas tut, darf bezweifelt werden. Schließlich ändert sich nicht die Architektur, sondern nur der Fertigungsprozess.

Für Desktopnutzer – und diese stehen in meiner Betrachtung im Mittelpunkt – wäre ein Umstieg auf Broadwell also nur bedingt empfehlenswert. Zu klein ist in meinen Augen der Unterschied zu den Vorgängern. Notebooknutzer oder jene, die es werden wollen (dazu gehöre ich), können sich aber auf eine spürbare Verbesserung einstellen. Diejenigen, die sich einen performanten Tischrechner zum Zocken und anspruchsvollen Arbeiten basteln wollen, wären – basierend auf der aktuellen Informationslage – aber durchaus besser damit beraten auf Intels Skylake zu warten. Dies liegt weniger an der zu erwartenden Leistung (die man sowieso zum jetzigen Zeitpunkt nicht einschätzen kann), sondern vielmehr an den neuen Chipsätzen der 100er-Reihe. Diese bringen zwar vermutlich keine Revolution und behalten weiterhin einige Ärgernisse der aktuellen und vergangenen Chipsätze, führen aber wenigsten ein paar kleinere, neue Technologien ein, die man im Sinne einer maximal möglichen Zukunftssicherheit durchaus mitnehmen sollte. Was es genau damit auf sich hat, erfahrt ihr in Teil 2 meiner heiteren Artikelserie am kommenden Donnerstag.

So, nachdem der dieser Seite namensgebende Christoph sich irgendwo stinkfaul ausruht (nehme ich jetzt mal an… Umzug? Kann ja jeder behaupten) werde ich heute mal wieder den Gastbeitrag übernehmen. Übrigens der aller erste dieses Jahr. Erstaunlich, vielleicht hat Christoph sich das Ausruhen tatsächlich verdient. Vielleicht aber auch nicht, wer weiß das schon.

Und da ich euch natürlich möglichst viel Inhalt bieten will (haha, wer’s glaubt…) gibt es heute die Zweite Runde von Quickies mit Ron. Die erste Ausgabe ist immerhin schon mehr als ein Jahr her.

LEGO Lord of the Rings – Das gefühlte 200. Lego Spiel von Traveller’s Tale (die ich konstant mit Telltale verwechsele. Ich weiß nie wer wer ist). Ich mag diese Spiele ja, aber ich hab auch bei weitem nicht alle bisher erschienene Teile gespielt, daher bin ich was das angeht auch nocht nicht komplett ausgebrannt. Hab` glaub ich nur sämtliche Star Wars-Teile und den ersten Indiana Jones-Titel gespielt. Großartige Abweichungen von der bekannten Formel gibt es nicht. Jeder der jemals eines der TT Lego-Spiele gespielt hat, wird sich sofort zurecht finden. Die einzige große Neuerung (zumindest für mich, hab jetzt nicht nachgeschaut, ob es das schon vorher gab) ist die relativ große, offene und zusammenhängende Welt außerhalb der einzelnen Level, in der sogar die Story desöfteren weitergeführt wird. Und man hat gar teilweise die Wahl welchen Storystrang man zuerst weiterführt: Entweder man begleitet Frodo und Sam mit dem Ring oder geht vielleicht doch erstmal mit Aragorn, Gimly, Legolas und Co. ne Runde Orks verprügeln. Insgesamt finde ich, wurde die Story des Films mal wieder gut umgesetzt. Der Humor stimmt weiterhin und es macht einfach nach wie vor Spaß sämtliche in Reichweite befindliche Objekte zu verprügeln um an die begehrten Studs zu kommen. Doch ein paar Punkte sind mir dann doch negativ aufgefallen: Das Spiel ist doch relativ verbuggt. Da bin ich von TT Besseres gewohnt. Es ist jetzt nicht wirklich eine Bug-Orgie und es sind auch nicht wirklich Showstopper dabei, aber man bleibt doch öfter mal stecken, Achievements werden manchmal nicht so richtig registriert, andere wiederum kann man extrem leicht (und unabsichtlich!) exploiten, ich hatte 2 Abstürze, etc. Macht was das angeht einfach irgendwie keinen guten Gesamteindruck. Dann ist es mir mittlerweile mit der Sammelei fast ein bisschen zu viel: In den einzelnen Leveln gibt es jetzt nicht mehr nur die 10 Minikits und eine gewisse Anzahl an Studs zu sammeln, sondern zusätzlich noch einen Schmiedeplan und 3 besondere Gegenstände. In der offenen Welt kann man darüber hinaus dutzende Charaktere finden, die man dann kaufen kann, es gibt 100 (oder so) Mithrilblöcke zu finden, weitere Schmiedepläne und Quests, bei denen man irgendwelchen NPCs die Gegenstände aus den Leveln bringen muss. Mit den Schmiedeplänen und Mithrilblöcken kann man dann beim Schmied in Brill mehrere Dutzend weitere Gegenstände herstellen. Was bei jedem einzelnen Gegenstand EWIG dauert. Hab das Spiel zwar letztendlich auf 100%, am Ende wars dann aber doch eine ziemliche Quälerei. Das kann man finde ich wieder ein bisschen zurückschrauben oder zumindest ein bisschen komfortabler machen.

World of Tanks: Xbox 360 Edition – Was wäre eine Liste von Spielen von mir ohne World of Tanks? Ich bin in die Beta der Xbox Version gekommen und habe es natürlich gleich ausprobiert. Aber wer jetzt von mir eine detaillierte Einschätzung von mir erwartet, ist hier leider fehl am Platz. Ich hab`s glaub ich nur 15min oder so insgesamt bisher „ausgehalten“. Dass das Gameplay auf der Box ein bisschen Arcadiger werden würde war zu erwarten, aber irgendwie kam ich da einfach gar nicht klar. Mir war das einfach alles viel zu unübersichtlich im Gefecht. Ist vielleicht irgendwie realistischer, wenn man wirklich nur das im Blick hat, was gerade unmittelbar um einen herum geschieht, aber von der PC Version bin ich einfach gewohnt jederzeit die komplette Karte im Auge zu haben und jederzeit zu wissen, welche Gegner und Teamkameraden noch leben und welche nicht etc. An die Informationen kommt man in der Xbox Version zwar auch irgendwie ran, aber nur in nem extra Karten-Menü, nicht ohne die Sicht aufs Spielgeschehen zu verlieren. Aber wie geschrieben, ich hab es nur sehr sehr kurz ausprobiert und dem Spiel dementsprechend keine faire Chance gegeben. Wenn man sich dran gewöhnt hat ist das bestimmt ne andere Sache. Aber ich bleib einfach bei der PC Version, da weiß ich was ich hab :)

Forza Horizon – Da kann ich gar nicht viel dazu sagen, einfach nur ein hervorragendes Rennspiel für die 360. Super Fahrgefühl, extrem viele Autos, eine große Abwechslungsreiche offene Welt und viele mögliche Rennen und Challenges, die man dort erleben kann. Bin jetzt kein allzugroßer Rennspiel-Fanatiker, daher hab ich nicht so viele Spiele zum Vergleichen, Forza Horizon ist aber für mich das bisher beste „Street-Racing“-Spiel, das ich gespielt habe. Kann aber so aus dem Kopf auch nur Test Drive Unlimited, Burnout Paradise und diverse Need-For-Speed Teile als von mir gespielte Konkurrenten aufzählen. Muss mir wohl auch noch Forza 4 zulegen um zu sehen was die Serie auf richtigen Rennstrecken zu bieten hat.

Worms Revolution – Mal wieder ein Neues (naja, so neu ist es auch nicht mehr) Worms-Spiel. Schon traurig, dass Team17 nichts mehr anderes macht als einen Worms-Titel nach dem anderen rauszukloppen für so viele verschiedene Plattformen wie möglich. Und anders als der Name erwarten lässt, bleibt die Revolution bei diesem Titel auch mal wieder aus. Klassisches 2D Gameplay dargestellt durch eine 3D Engine. Die größte Neuerung, das Wasser innerhalb der Karten, das einen nicht sofort tötet, und die Objekte auf der Karte sind zwar ganz nett und bieten neue Optionen, wirklich revolutionär sind sie aber nun auch wieder nicht. Ansonsten mehr vom Gleichen: Ein paar wenige neue Waffen (quasi alles Superwaffen, die man so selten sieht, dass man keine Ahnung hat wie sie funktionieren und man sie dementsprechend eh nur verschwendet), eine neue Singleplayer-„Kampagne“ etc. Auch neu sind die verschiedenen Wurmtypen: Neben dem klassischen Soldaten gibt es jetzt noch kleine schnelle Scouts, langsame, starke fette Würmer und Wissenschaftler, die Leben wiederherstellen. Das find ich die dämlichste Neuerung, damit kann ich kaum was anfangen… Das beste ist immernoch einfach nur Soldaten gegen Soldaten zu spielen. Und die aller schlimmste Neuerung: Das Ninja Seil ist so gut wie unbrauchbar geworden. Ja, ich sehe ein, dass es in früheren Spielen vielleicht viel zu stark war, aber jetzt kann mans komplett vergessen… Wenns darum geht nen kleinen Absatz hochzukommen, kann man benutzen, ansonsten nurnoch unbrauchbar. Klingt alles sehr negativ? Ja das mag sein. Ist es deswegen ein schlechtes Spiel? Bestimmt nicht! Es ist halt immer noch Worms und gerade im Multiplayer macht es so viel Spaß wie eh und je. Aber mehr Spaß als Worms Reloaded oder wer es ganz klassisch mag Worms 2 verspricht es finde ich auch nicht.

Risen 2 – Man merkt dem Spiel seine Piranha Bytes-Wurzeln definitiv noch an und das ist definitiv etwas Ggutes. Aber irgendwie hat mir das gewisse Etwas gefehlt. Es war solide Kost, aber irgendwie auch nicht mehr. Dazu noch das komplett verkorkste Kampfsystem (Im Nahkampf konnte ich gar nichts erreichen, dafür war ich sobald ich auf Fernkampf, also Musketen, umgestiegen bin komplett übermächtig. Bei den Bosskämpfen nicht ein einziges Mal Schaden zu nehmen spricht für sich…) und das Spiel hinterlässt bei mir eher gemischte Gefühle. Da müsste genauso wie bei Team17 das nächste Mal einfach ein bisschen mehr kommen. Und damit meine ich nicht mehr Content, sondern wieder mal etwas herausragendes und nicht nur Standard-Kost.

So, das war`s dann schon wieder für heut.

Logo von Windows 8Vor einigen Tagen ist etwas passiert, womit ich selbst nicht gerechnet hätte: ich habe Spontanität, Flexibilität und Risikobereitschaft an den Tag gelegt! Bin ich normal einer dieser „Buchhaltertypen“, bei denen von A-Z und von 0-24 Uhr alles durchgeplant ist und die grundsätzlich nichts verändern, wenn sie halbwegs zufrieden sind oder auch nur die geringste Chance auf unnötige Probleme sehen, habe ich mir überraschenderweise bewiesen, dass ich es ab und zu auch anders kann. Was ist passiert? Nun, Windows 8 ist passiert. Aber von vorne.

Grundsätzlich habe ich ja zu dem (konservativen?) Personenkreis gehört, der Windows 8 bestenfalls als „nicht sinnvoll für Desktop-Nutzer“ beurteilt hat. Es waren also nicht nur meine oben beschriebenen Charaktereigenschaften, die einen Wechsel des Betriebssystems unwahrscheinlich werden ließen, sondern auch technische Gegenargumente, die hauptsächlich auf die neue ModernUI (ehemals: MetroUI) zurückzuführen sind. Kurzum: wozu auf Windows 8 wechseln, wenn danach altbekannte Aktionen länger dauern und die Produktivität daher sinkt?

„Dummerweise“ war es nun aber so, dass wir Anspruch auf eine Windows 8 Pro Upgrade Version für günstige 14,99 € hatten, da sich meine Mutter im Aktionszeitraum zufälligerweise ein neues Notebook gekauft hatte. Und da das einzige andere Familienmitglied, das sich für PCs interessiert (Vadder) kein Upgrade sondern unbedingt die Vollversion wollte, war ich also der einzige, der für dieses Schnäppchen in Frage kommt. Und irgendwie hatte ich das Gefühl, dass diese 15 Euro gut investiert sind – man kann den Key ja notfalls noch weiterverkaufen. Gesagt, getan: Windows Upgrade Advisor laufen lassen: jawoll, keine schweren Kompatibilitätsprobleme, in den Warenkorb gelegt, Geld überwiesen, runtergeladen.

Lasset die Spiele beginnen!

Und dann ging der „Spaß“ los :smile: Was jetzt folgt ist definitiv kein Test zu Windows 8. Und mit Objektivität haben die folgenden Ausführungen ganz sicher auch nix zu tun. Wer so was sucht, findet das im Internet massenweise. Ich erläutere einfach nur mal ganz zwanglos und „frei heraus“ meine ersten Schritte und Eindrücke zum neuen Betriebssystem.

Mein ursprünglicher Plan war es, das Upgrade – naheliegender Weise – über die bestehende Windows 7 Version drüber zu installieren, auch wenn ich von diesen Methoden normalerweise nichts halte (ich bin fest davon überzeugt, dass da immer irgendein Chaos samt Problemen und vor allem unnützer Daten und Registrierungseinträgen auf der Platte entstehen). Aber ich wollte mir eine Sicherung meiner vielen Daten ersparen. Zumal man ja heute gar nicht mehr richtig weiß, z.B. welches Spiel seine Spielstände und Einstellungen wo gespeichert hat. Man ist noch gut bedient, wenn’s alles in einem Ordner in den Eigenen Dateien liegt (was ist das bitte für ein unsinniger Trend, alles in den versteckten Ordner C:BenutzerBenutzernameAppDataLocal zu packen?!). Und da ich gerade mehrere Spiele intensiv angezockt habe (Assassins Creed 2, GRID, Fallout:NV), wollte ich das Risiko eines Datenverlusts nicht eingehen. Also, lange Rede, kurzer Sinn: schnell ein Image auf DVD sowie auf USB-Stick gespeichert und dann die Installation gestartet, Key eingegeben…und, naja, Installation wieder beendet. Was ist passiert? Speicherplatz ist passiert! Das ist eben das Problem, wenn man nur eine SSD mit 64GB hat, von denen nur noch 6GB frei sind. Weshalb Microsoft für die Installation von Win8 aber 20GB benötigt, obwohl das neue Betriebssystem sogar noch kleiner ist als der Vorgänger, ist mir ein Rätsel. Naja, mein Fehler, hätte mir auch die Systemanforderungen mal richtig durchlesen können. Aber auch der nette Upgrade Advisor hätte mich mal drauf aufmerksam machen können.

Also dann halt doch neu aufsetzen. In Ordnung. Wollte eh schon immer mal ein Windows von USB-Stick installieren :smile: . Und ja, ich als Ordnungsfanatiker freu mich auch immer wieder über eine „clean-installation“, wo man so richtig schön bei null anfangen kann. Also USB-Stick angesteckt, Rechner neu gestartet, Boot-Reihenfolge geändert, nochmal neu gestartet, Installation gestartet, c: formatiert und dann…naja…Installation abgebrochen. Was ist denn nun wieder passiert? Partitionstabellen sind passiert!

Jetzt muss ich zu meiner Schande gestehen, dass das tatsächlich ein Bereich ist, in dem ich mich bis dato nicht ausgekannt habe. Aber man lernt ja nie aus. Die Kurzfassung: mit der Einführung von UEFI (dem BIOS-Nachfolger) haben sich wohl auch die verwendeten Partitionstabellen geändert. Und zwar von MBR (Master Boot Record) auf GPT. Die größte Veränderung ist dabei wohl die Unterstützung von Festplatten >3TB. Aber da hab ich mich nicht weiter informiert. Wie auch immer: Windows 8 war jetzt auf jeden Fall der Meinung, dass es sich nur auf GPT installieren lässt und behauptete, ich würde noch MBR verwenden, was insofern sehr kurios ist, da ich mein Windows 7 ja ebenfalls auf demselben System ohne dieses Problem installieren konnte. Wie auch immer: bis ich das alles herausgefunden hatte, verging eine gute Stunde, in der ich auch das Notebook meiner Mutter beschlagnahmen musste. Schließlich hatte ich ja kein eigenes Betriebssystem mehr zu dem Zeitpunkt. Zudem stand ich vor dem teuflischen Problem, dass ich – so vermute ich zumindest – sowieso auf keinen Fall aus dem Installationsprogramm raus durfte, da ich ja nur eine Upgrade-Version von Win8 besitze und diese vor der Installation eine bestehende Win7-Installation erkennen muss. Die Partition war aber ja bereits formatiert. Will heißen: nach einem Neustart des Systems, wär ich ziemlich im Arsch gewesen und hätte wohl erst wieder Win7 installieren „dürfen“. Nun ja, die Lösung des Problems war dann doch relativ simpel: anstatt die Partitionen nur zu formatieren, muss man sie komplett löschen und wieder erstellen lassen, dann richtet sich Windows alles so ein wie es es benötigt. Im Nachhinein hab ich dann auch gelesen, dass man wohl auch aus dem UEFI heraus booten kann und sich so die Probleme vermeiden lassen. Das hab ich aber nicht geprüft. Ich war froh, dass Windows 8 endlich installiert wird. Im Übrigen relativ fix, aber nicht unbedingt viel schneller als Win7.

Optische Täuschung?

Und dann wurde ich – nach ein paar kurzen Einstellungen und dem Erstellen eine Microsoft-Kontos (bzw. dem Anmelden mit meiner bestehenden GFWL bzw. XBOX-Live Kennung) – auch schon begrüßt von dieser zweifellos sehr hübschen ModernUI. Ich werde an dieser Stelle darauf verzichten zu erläutern, was diese Oberfläche alles bietet – und was nicht. Dazu gibt’s ja dutzendfach Berichte im Netz. Man hat halt nun quasi eine, dem eigentlichen Desktop vorgelagerte Smartphone Oberfläche. Das ist unerwarteter Weise nicht so schlimm, wie ich das befürchtet habe. Denn mal abgesehen davon, dass diese Oberfläche wie erwähnt sehr hübsch ist und ich sie mir gerne anschaue, bietet sie auch einige Apps, die ganz nett sind. Schnell kuggen, was sich in Facebook tut? Schnell nachschauen, was in der Welt so passiert? Sich rasch informieren, wie das Wetter morgen wird? Oder mal eben unkompliziert eine Nachricht an seine Freunde schicken ohne ein Chatprogramm zu starten? Alles kein Problem!

Wobei, das ist dann leider auch gelogen. Denn gerade die „Nachrichten-App“ sowie die „Kontakte-App“ leiden noch unter kleinen Bugs. Prinzipiell kann man mit ersterer unkompliziert mit seinen Freunden (aus Facebook, Skype, MSN) chatten und mit zweiterer sich schnell über z.B. die Neuigkeiten in Facebook informieren. Das Problem: die Synchronisierung findet bisweilen stark verzögert statt. Nachrichten erscheinen oft erst eine viertel Stunde später. Manchmal auch erst, wenn man gezielt in der App nachschaut. Das ist natürlich nicht Sinn der Sache. Trotzdem: angenommen die Apps laufen irgendwann mal fehlerfrei, so ist es wirklich angenehm, kurz per (hübschem) „pop-up“ über eine Nachricht informiert zu werden – auch wenn man gerade auf dem Desktop unterwegs ist. Dabei ist es tatsächlich auch die Optik und die Übersichtlichkeit, die mich überzeugen. Auch wenn man dafür auf die ein oder andere Funktion verzichten muss. Die Simplizität und der „Style-Faktor“ sind einfach toll. Weniger toll hingegen ist die aktuelle Auswahl an Apps. Ohne jetzt genau nachgezählt zu haben würd ich auf etwa 600 Apps schätzen. Das Hauptproblem ist dabei aber nicht die Quantität sondern die Qualität. Denn wirklich nützliche Apps habe ich überhaupt noch nicht gefunden. Zwar gibt’s bspw. von einigen Printmagazinen diverse Apps (z.B. Focus, Auto Motor Sport), aber letztlich nutze ich für diese normale Art von Informationsbeschaffung dann doch lieber den guten alten Desktop-Webbrowser (nein, den App-Browser, der im Vergleich zur traditionellen Variante deutlich eingeschränkt sein soll, habe ich noch nicht getestet und habs auch erstmal nicht geplant). Aber apropos Desktop, den gibt’s ja natürlich auch noch. Per Mausklick auf die entsprechende App-Kachel erscheint man die vertraute Bedieneroberfläche.

„Heimat ist, wo das Herz..äh, der Desktop wohnt“

Ich beschreibe mal ganz kurz und ohne Übertreibung das Gefühl, dass ich hatte, als ich erstmals, nachdem ich mich gut 20min mit der ModernUI beschäftigt hatte, auf den Desktop gelangt bin: es war „wie nach langer Zeit nach Hause zu kommen“ :smile: . Kein Spaß, es kam sofort ein Gefühl von Vertrautheit auf. Und binnen weniger Minuten hatte ich auch alles wieder haargenau so eingerichtet wie unter meinem Windows 7. Mit einer ärgerlichen Ausnahme: die tolle „To-Do-Liste“, die ich als Widget in der Sidebar platziert hatte gibt’s aufgrund der Abwesenheit letzterer natürlich nicht mehr. Wäre halb so schlimm, wenn’s denn dafür ne adäquate App gäbe. Aber dem ist natürlich nicht so. Schade. Gar nicht schade hingegen sind die vielen kleinen Detailverbesserungen am Desktop: sei es der erweiterte Taskmanager, der erweiterte Explorer (mit Ribbon-Oberfläche), der neue Dateitransferdialog oder der ab Werk integrierte und herrlich unsichtbare Windows Defender (der für mich völlig ausreicht): einmal dran gewöhnt möchte man nichts mehr davon wissen. Hinzu kommen natürlich auch diverse, mal kleinere, mal größere Verbesserungen an Windows 8 selbst: z.B. kürzere Startzeiten, native USB 3.0-Unterstützung und besserer Multi-Monitor-Support. Das ist freilich nichts Weltbewegendes und vor allem nichts, was man nicht auch in einem zweiten Service Pack für Windows 7 hätte lösen können. Aber vor dem Hintergrund des recht günstigen Preises für Windows 8 – selbst wenn man nicht für 14,99 € umsteigt – kann man auch nicht wirklich meckern.

Das kann man dafür an anderer Stelle. Zum Beispiel bei der ab Werk fehlenden Unterstützung für die Wiedergabe von DVDs. Das ist in meinen Augen ein absolutes Unding. Zwar kann man sich diesen nachträglich recht günstig – und bis Anfang 2013 sogar kostenlos – zusammen mit dem Media Center Pack runterladen, aber ausschließlich für Windows 8 Pro. Und damit treibts Microsoft dann meiner Meinung nach auf die Spitze. Aber auch abseits fehlender Features wie eben der DVD-Wiedergabe und der Sidebar habe ich einige, teils sehr ärgerliche Probleme mit oder seit Windows 8. So haben aktuell alle Besitzer von Creatives X-Fi Soundkarten das kuriose Problem, dass diese nach einem Neustart keinen Ton ausgibt und zudem sämtliche Einstellungen, die man in der Konsole getroffen hat, wieder zurückgesetzt werden. Wechselt man kurz in einen anderen Modus (z.B. in den Audioerstellungsmodus) ist der Ton wieder da. Wie genau das Problem gelöst wird, ist unklar, bei einigen – so auch glücklicherweise bei mir – hat es geholfen, nach dem Treffen aller Einstellungen in den Standby zu wechseln und dann den PC wieder zu aktivieren. Anscheinend werden dann die Einstellungen auch gespeichert. Im Übrigen hatte auch Steam bei mir anfangs ein ähnliches Problem: Einstellungen an der Benutzeroberfläche wurden erst nach zig Neustarts endlich dauerhaft übernommen. Sehr seltsam.

Das nächste Problem betrifft Outlook 2010. Seit Windows 8 tut es gar nicht mehr so, wie es soll. E-Mails werden nicht sofort runtergeladen (wie das bei IMAP eigtl. üblich ist), bei einem meiner beiden Konten sogar überhaupt nicht automatisch. Beheben kann man das, indem man ein automatisches Zeitintervall in den Optionen einstellt. Teilweise schließt es sich zudem nicht über den Klick auf das Kreuz rechts oben sondern wird nur minimiert. Dann wiederum fährt Windows 8 nicht runter, wenn Outlook noch offen ist und es im Hintergrund nach der Erlaubnis fragt, ob es den Ordner „Gelöschte Elemente“ leeren soll. Dieses Nachfragen kann man zwar in Outlook abstellen, aber Windows 7 hat das Runterfahren wenigstens erzwungen. Sowas sollte einfach nicht passieren, vor allem nicht, weil Outlook ja auch von Microsoft programmiert wurde. Ach ja: GFWL verursacht ständig Kompatibilitäts-Fehlermeldungen. Auch hier: Microsoft, Schande über euch. Ihr solltet wenigstens die firmeninternen Produkte untereinander kompatibel halten…

Das letzte größere Ärgernis ist meine Maus- und Tastaturunterstützung, auch wenn das – wie schon bei der X-FI – möglicherweise zur Hälfte auf das Konto fehlender Treiber seitens der Produkthersteller geht. Keinerlei Zusatztasten auf meiner Tastatur und nur die Grundfunktionen auf meiner Maus funktionieren. Einen Win8-Treiber gibt’s von Logitech bislang nur für die „non-gamer-Geräte“. Meine G700-Maus wird also vorerst nicht mehr unterstützt. Sehr ärgerlich.

Apropos Gamer, das hätte ich ja fast vergessen: alle Spiele, die ich bislang getestet habe, liefen weitestgehend anstandslos und ohne merkliche Veränderungen an der Performance. Lediglich in Fifa 12 wird seltsamerweise ohne ersichtlichen Grund die Lautstärke stark gedrosselt. Ich habe jetzt testweise mal die Mikrophoneinstellungen geändert, womöglich liegts ja daran (automatische Pegelabsenkung bei Mikrophonaktivität deaktiviert).

Fassen wir also abschließend nochmals kompakt und übersichtlich zusammen:

+ verbesserter Explorer
+ verbesserter Dateitransfer-Dialog
+ verbesserter Taskmanager
+ Windows Defender Standard
+ USB 3.0, DX 11.1, Bootzeiten
+ hübsche Smartphone-Funktionalität „gratis dazu“…
– …die manch einer aber als unnötig und störend empfinden wird
– …die aber zweifellos zu wenige (nützliche) Apps bietet
– …und die zudem noch unter ärgerlichen Bugs leidet (Nachrichten- und Kontakte-App)
– keine Sidebar mehr
– keine DVD-Wiedergabe in Standard-Version (in Pro nur gegen Gebühr ab 2013)
– teils (nur wenig) störende Treiberprobleme (Logitech, Creative)

Meine Empfehlung

Und was ist nun meine Empfehlung? Nun, aus der obigen Aufzählung wird ja ganz klar ersichtlich, dass sich – zumindest zum aktuellen Zeitpunkt – die Vor- und Nachteile die Waage halten. Fakt ist: der Desktop-Part wurde spürbar und sinnvoll verbessert. Und der täglich nötige, eine Mausklick um von der ModernUI auf den Desktop zu wechseln ist – auch entgegen meiner eigenen Befürchtung – überhaupt nicht störend. Zumal es ja auch ein Tool gibt, durch das man direkt auf den Desktop gelangt. Wer also auf Sidebar und nativen DVD-Support verzichten kann (oder in letzterem Fall die Pro-Version samt aktuell noch kostenlosem Media Center Pack besitzt), muss sich „lediglich“ mit Treiberproblemen rumschlagen, von denen man aber erwarten kann, dass sie in den nächsten Wochen behoben sind. So gesehen bleibt für „Desktop-only-Nutzer“ streng genommen kein fundamentales Argument gegen Windows 8.

Alle anderen, die auch mal gerne (oder sogar vorwiegend) mit der ModernUI rumspielen mögen, dürften sich jedoch ärgern, dass die MS-eigenen Apps teilweise (noch??) verbuggt sind und es abseits davon (noch??) nicht die riesige Auswahl, insbesondere auffallend kreativer und nützlicher Apps gibt.

Es gibt also weder DAS EINE ARGUMENT FÜR Windows 8 noch DAS EINE ARGUMENT GEGEN Windows 8. Dafür gibt’s jede Menge Bugs und Kompatibilitätsprobleme zum gegenwärtigen Zeitpunkt, die aber – zumindest nach einigem Herumprobieren – die Funktionalität nur gering einschränken (was nichts desto trotz ärgerlich und unnötig ist).

Kommen wir also zur alles entscheidenden Frage: Würde ich, azzkickr, Windows 8, freiwillig in meiner Freizeit weiter nutzen? (na, wer erkennt hier das Plagiat? :laughing:).

NEIN.

Aktuell würde ich noch jedem, der nicht unbedingt eine Smartphone-Oberfläche in Computer-Bildschirmgröße haben will von Windows 8 abraten. Zu gering der Desktop-Mehrwert gegenüber Windows 7, zu groß hingegen die möglichen Desktop-Kompatibilitätsprobleme (ich packs einfach nicht, das Wort auf Anhieb fehlerfrei zu schreiben…). Und andererseits: Zu gering die App-Auswahl, zu groß hingegen die Bugs (und Funktionseinschränkungen) bei den bestehenden (vorinstallierten) Apps.

ABER AUCH JA.

Denn mit etwas Frickelei hat man quasi keine tiefgreifenden Einschränkungen mit Windows 8 im Vergleich zu Windows 7. Dafür aber einige nette Verbesserungen und eine neue, sehr hübsche Oberfläche die immerhin zum Herumspielen einlädt. Und hinzu kommt die, ich nehme an sehr wahrscheinliche, Aussicht auf Besserung in den nächsten Monaten was die Bugs, Treiber und Anzahl an Apps angeht. Und dann wiederum würde ich Windows 8 auch den zufriedensten Windows 7-Nutzern empfehlen.

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