Dank der aktuell noch geltenden Lockerungen kamen auch Lysanda und ich in letzter Zeit ein bisschen mehr aus dem Haus bzw. aus unserem Ort raus. So konnten wir beispielsweise nach fast einem Jahr Pause mal wieder unseren Katzenstammtisch stattfinden lassen. Sprich: Restaurantbesuche. Bislang war mein Getränk der Wahl, wenn wir auswärts gegessen haben, eine Sprite bzw. ähnliche Alternativen der Konkurrenz. Pappsüßes Zeug voller Zucker quasi. Aber ab und zu kann man es sich ja gönnen – redet man sich ein und bleibt dann sicherheitshalber eine Woche sehr weit von der Waage entfernt
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Was ich allerdings nun feststellen musste: Mir schmeckt der Kram überhaupt nicht mehr. Selbst als ich dann mal Lysandas Cola Light versuchte war da wenig Begeisterung dabei. Ich scheine echt vollkommen versaut worden zu sein durch unsere mittlerweile vollständige Umstellung auf Filterwasser und Sirup. Kann natürlich nun auch einfach eine vollständige Abhängigkeit von Aspartam oder Sucralose sein und eine dazugehörige Geschmacksveränderung aber wie Azz unter dem verlinkten Eintrag schon feststellte: “Es ist und bleibt “ein Kreuz” mit der Süße…”. Werde ich wohl in Zukunft nur noch Wasser trinken, wenn wir unterwegs sind. Schmeckt zwar mitunter ebenfalls nicht so gut aber zumindest (noch) nicht so schlimm wie scheinbar mittlerweile die Limonaden-Produkte der beiden großen Hersteller.
Schon eine krasse Sache. Gut: Die Unterschiede der einzelnen Mineralwasserhersteller konnte ich bereits früher schmecken und hatte dementsprechend bevorzugte Sorten. Aber, dass die Latte nochmal ein Stück höher gelegt werden kann finde ich durchaus beeindruckend – oder vielleicht erschreckend? Wie “schlecht” muss schließlich das uns servierte Wasser sein, wenn mein Körper mittlerweile so negativ reagiert, nur weil er “vermeintlich besseres” Wasser Zuhause bekommt? Aber um noch einmal Azzs Kommentar als Vorlage zu nehmen: Die Wahrheit hat vermutlich auch viel mit antrainiertem Verhalten zu tun. Hier den üblichen Satz über Menschen und Gewohnheitstiere einfügen. Wenn man es dann mal schafft aus diesem Trott auszubrechen entdeckt man mitunter völlig neue Welten. Ob die jedoch wirklich besser oder zumindest gesünder sind als die alte? Das ist nicht immer so eindeutig.
Mein Heiligtum
Meine Limonaden-Sucht ist freilich nicht mein einziges Laster, das ich seit Jahrzenten mit mir rumtrage. Ein weiteres ist meine Liebe zu Pasta. Zu meinen Hochzeiten habe ich fast jeden Tag einen gut gefüllten Teller Nudeln mit Maggi Delikatess Sauce zu Braten drüber als meine Tagesmahlzeit verspeist. Nein, kein Gemüse oder Fleisch dazu. Wirklich einfach nur ein riesiger Teller voll Hartweizennudeln verschiedener Sorten – allerdings bevorzugt die von 3 Glocken. Ja, es ist für normale Nudelesser möglicherweise unvorstellbar aber nur, weil es sich um Spiralnudeln handelt, schmecken die von Hersteller zu Hersteller tatsächlich nicht gleich gut. Von den Unterschieden beim Kochen der jeweiligen Nudelsorten brauchen wir erst gar nicht reden. Ich gebe offen zu, was die perfekte Nudel angeht bin ich ein hochnäsiger Besserwisser
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Jetzt ist so ein Teller voller Hartweizennudeln nicht unbedingt das Beste für die eigene Gesundheit. Also nicht nur wegen der Menge, sondern auch, weil es Nudeln aus weißem Mehl sind. Und das gilt nicht gerade als das gesündeste Mehl da draußen. Dementsprechend hat Lysanda im ersten Anlauf versucht neben der Reduzierung meiner Mengen mich zumindest auf Vollkornprodukte umzuschulen. Etwas, was meine Frau Mama in 30 Jahren nicht geschafft hatte.
Vollkorn ist Vollkorn, oder?
Ohne es groß in die Länge zu ziehen: Lysanda hat es tatsächlich geschafft mich in den meisten Fällen auf Vollkornprodukte um zu beraten. Nur Maultaschen und Tortellini, da haben wir noch nichts gefunden. Grundsätzlich ist die Suche nach solchen Produkten auch relativ einfach, denn es ist gesetzlich geregelt. Beispielsweise dürfen sich Backwaren erst bei einem Anteil von 90% Vollkornmehl/Vollkornschrot überhaupt als Vollkorn bezeichnen. Und Vollkornmehl wird ebenfalls erst erzeugt, wenn der sogenannte Ausmahlungsgrad in der Mühle bei min. 98% liegt. Sprich aus 100kg Getreide werden 98kg Mehl und damit ist quasi wie der Name schon sagt fast alles vom Korn tatsächlich enthalten. Deswegen gibt es anders als bei normalem Mehl auch keine Typen-Bezeichnung mit auf der Verpackung. Die besagen übrigens wie hoch der Mineralstoffanteil bei 100g ist. Ein Mehl vom Typ 1370 hat z.B. 1.370mg Mineralstoffe. Je niedriger der Anteil, desto “weißer” das Mehl quasi.
Warum übrigens selbst beim Einsatz von Vollkorn gerne noch weißes Mehl (meist Typ 550) dazu gekippt wird? Wegen der Verarbeitung. Der Keimling im Vollkorn ist sehr fetthaltig und das ist angeblich schlecht für die Maschinen – und die Haltbarkeit. Während Mehl vom Typ 405 vermutlich die nächste Apokalypse überlebt, wenn es geschützt gelagert wird, hält Vollkornmehl nur 4-6 Wochen bis es ranzig ist. Ein weiterer “Nachteil” von Vollkornprodukten: Sie sehen nicht so “schön” aus. Durch die ganzen Mineral- und Ballaststoffe ist die Farbe teils tiefbraun oder grau je nachdem welche Getreidesorte. Ach und sie sind selbst nach etwas längerer Kochzeit noch bissfester. Für Kaufaule ist das mitunter ein Hindernis. Und ja: Speziell die Konsistenz war für mich lange Zeit ein Grund, warum ich Vollkornnudeln aus dem Weg gegangen bin.
Es gibt allerdings auch bei Vollkorn noch eine zweite Variante: Gekeimtes Vollkorn. Normalerweise wird Getreide nach der Ernte getrocknet und dann zu Mehl verarbeitet. Weicht man die Körner stattdessen in Wasser ein und lässt sie ein paar Tage stehen, setzt der Fortpflanzungsmechanismus der Pflanze ein und sie beginnt zu keimen. In diesem Zustand kann man sie dann ebenfalls trocknen und weiterverarbeiten. Die Idee dahinter: Im gekeimten Zustand ist das Korn buchstäblich bereits aufgebrochen. Es hat ein Stoffwechselprozess inkl. der Bildung der dazugehörigen Enzyme stattgefunden. Dadurch verändert sich die Nährstoffzusammensetzung des Korns. Im Ergebnis ist es löslicher und damit angeblich leichter für unseren Körper zu verarbeiten. Ob das wirklich stimmt ist so ein Thema. Wie immer, wenn es heißt “ist leichter bekömmlich”: Es scheint noch niemand einen Weg gefunden zu haben das mal nachzuweisen/richtig zu erforschen. Zumindest sind uns keine dahingehenden Studien bekannt. Da ist man beim Thema “Urgetreide” etwas weiter. Das sind vor-industrielle Getreidesorten, die wohl ebenfalls bekömmlicher und Nährstoffreicher für uns Menschen sind. Aber empfindlicher im Anbau.
Die Mehlalternativen
Auf dem Mehlmarkt gibt es noch viel mehr Dinge aus denen sich Nudeln (und andere Produkte) formen lassen. Es muss nicht immer Getreide sein. Hanf, Linsen, Reis, Mais, Konjak, Kichererbsen, Leinsamen, Soja – die Auswahl ist so riesig, dass ist der helle Wahnsinn. Und ja, da ist viel Gutes und vor allem kohlenhydratarmes dabei. Müsst nur aufpassen: Vor allem bei den Alternativmehlen kann es passieren, dass zwar auf der Packung “Hanf” steht aber die Rückseite nur einen kleinen Anteil davon ausweist und der Rest erneut mit weißem Mehl aufgefüllt wurde. Es gilt wie überall: Augen auf beim Einkauf.
Durch unser Haus sind bereits diverse Nudelsorten aus verschiedenen Mehlen gewandert. Aktuell ist beispielsweise eine große Packung aus roten Linsen (90%, Rest Leinsamenmehl) im Schrank. Da wir auch sehr auf Kohlenhydrate achten, hatten wir uns sogar mal eine gewisse Zeit mit Konjak-Nudeln eingedeckt. Leider sind die nicht so gut was die Verarbeitung angeht. Knusprig braten geht z.B. gar nicht und trotz ausgiebigem Abspülen liegen sie uns nachts irgendwie ab einer gewissen Menge schwer im Magen. Entsprechend ist meine Begeisterung sie nochmal zu verzehren praktisch bei null. Das gilt auch für die meisten Nudeln aus Alternativmehlen. Finde schon Roggen und Dinkel teilweise nicht so der Brüller aber Kichererbsen und Linsen? Danke, nein. Nur die Hanfnudeln – die waren gut. Woran das wohl liegt? 4:20 Gut, dass ich Lysanda habe, die isst die alle.
Unser Weg
Lysanda hat mich also zuerst auf Vollkorn umberaten und dann mit kleinen Erfolgen versucht mich mit Alternativmehlen zufrieden zu stellen. Ende gut, alles gut? Nicht ganz. Lysanda wollte schon länger mal selbst probieren Nudeln zu machen bis uns dann mal vor einiger Zeit eingefallen ist, dass unser Entsafter nicht nur entsaften und Kaffee mahlen kann, sondern tatsächlich auch als Nudelmaschine fungiert. Dementsprechend haben wir angefangen einfach frische Vollkornnudeln selbst zu produzieren. Ja, wir haben sogar einen 25kg-Sack Bio-Weizen gekauft und jetzt im Keller stehen.
Sprich wir mahlen mit unserer Küchenmaschine Bosch MUM4427 und deren Mixer-Aufsatz den Weizen zu Mehl. Wir haben es zwar auch mit dem Entsafter, unserem Pürierstab und der Kaffeemühle probiert aber mit Entsafter/Pürierstab wurde das Mehl nicht fein genug und mit der Kaffeemühle war es zu viel Aufwand. Die hat nicht genug Power dahinter. Entsprechend musste man jedes Mal das feine Mehl raussieben und nochmal einen Durchgang machen. Gibt für die Küchenmaschine technisch gesehen sogar ein eigenes Kegelmahlwerk. Vielleicht holen wir uns das irgendwann mal (kostet so viel wie die ganze Maschine).
Das dann mit einem Ausmahlungsgrad von 99.9% (ein bisschen was bleibt immer in der Maschine zurück) frisch gemahlene Vollkornmehl verarbeiten wir direkt zu Nudeln. Das Rezept ist extrem simpel: Pro 100g Mehl ein Ei dazu und etwas Salz. Da Vollkornmehl stark saugt außerdem nach Gefühl etwas (Oliven-)Öl. Aber Vorsicht: Der Teig darf weder zu fest noch zu feucht sein. Ist er zu fest, macht ihr euch ggf. die Nudelmaschine kaputt. Der Knall war extrem laut als der Deckel vorne am Entsafter sich unsanft durch seine Befestigung gedrückt hat. Zum Glück nichts kaputt gegangen. Schafft es die Maschine, zerbröseln die zu trockenen Nudeln aber dann ggf. direkt in eurer Hand. Ist der Teig hingegen zu feucht, dann kleben die Nudeln zu stark aneinander, ihr habt nur noch einen Klumpen und hättet euch die Arbeit mit der Maschine sparen können
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Was wir bei unseren Tests gelernt haben: Anders als das was so in den gängigen Anleitungen steht niemals den Teig eine Stunde ruhen lassen und schon gar nicht im Kühlschrank. Das hat nur zu Desaster geführt. Mittlerweile haben wir es aber ganz gut raus. Ist der Teig dann durch den Entsafter durch geht es direkt ins heiße Wasser. 10 Minuten später haben wir ein wohlschmeckendes Ergebnis (und einen eingesauten Entsafter – bloß nicht antrocknen lassen!). Geht tatsächlich ziemlich fix das Ganze.
- Die Nudel-Zutaten
- Der Nudelteig
- Nudelteig durch den Entsafter
- Die ungekochten Nudeln
- Die fertigen Nudeln
PS: Wir hatten auch mal ein gutes Rezept für LowCarb-Nudeln aus dem Backofen im Internet gefunden: 2 Eier, 50g Frischkäse, jeweils 1 EL Flohsamenschalen und Haferkleie, dann eine Messerspitze Xanthan oder Guarkernmehl und etwas Salz dazu. Mixen und auf einem Blech verteilen, dann 10 Minuten bei 60°C in den Backofen. Mit einem Pizzaschneider in Streifen schneiden und genießen.
/me schaut auf seine Liste
Also wir haben über die Anschaffung gesprochen, die Fütterung und sogar schon über die Ausscheidungen. Aber irgendwas fehlt noch… *Jules springt auf den Schreibtisch und fordert Aufmerksamkeit* Achja: Spielen und Lieb haben.
Akzeptiert das Individuum
Jedes Tier hat seine eigenen Vorlieben, Abneigungen und “komische” Verhaltensweisen. Es ist an euch sie zu erkennen und sich ihnen anzupassen – nicht umgekehrt. Selbstverständlich lässt sich und sollte das eine oder andere trainiert werden und man darf sich auch nicht alles gefallen lassen, wenn man es partout nicht möchte (z.B. sie auf dem Esstisch haben) oder es gar gefährlich ist (z.B. auf den Herd springen). Aber wenn sich Balu – wie just in diesem Moment – auf meinem Mousepad breit machen will, dann schiebe ich halt die Tastatur einfach ein bisschen (mehr) zur Seite, damit er keine Tasten drückt und akzeptiere, dass er nun hier bei mir liegen möchte. Stört es mich ein bisschen? Natürlich aber nicht genug, um ihn wegschubsen zu müssen. Hat gleichzeitig den Vorteil, dass ich ihn während meiner Denkpausen streicheln kann
. Oder, wenn Maya auf die Couch pieselt schimpfen wir nicht mit ihr (nur gedanklich), sondern versuchen herauszufinden warum sie es tut und lösen die Situation für sie. Sie macht es ja nicht “absichtlich”, sondern weiß es einfach nicht besser. Seine Wut am Tier auszulassen hat die Situation noch für niemanden besser gemacht.
Was nicht heißt, dass wir gar nicht mit unseren Katzen “schimpfen”. Wenn beispielsweise Jules mal wieder eines der Mädel ärgert, gibt Lysanda eine deutliche Anordnung (die er offensichtlich versteht). Um es erneut zu betonen: Klare Ansagen sind auch für sie wichtig, um zu lernen was sie tun dürfen und was nicht. Sonst tanzen sie euch buchstäblich auf dem Kopf herum oder werden völlig verunsichert.
Und um Gottes Willen unterlasst es bei anderen Katzenbesitzern eure Ansichten durchsetzen zu wollen. Wenn es für eure Freunde völlig okay ist, dass die Katze an der Couch kratzt, dann unterlasst es mit besagter Katze zu schimpfen oder sie gar wegzuschubsen nur, weil ihr das nicht toll findet. Es ist nicht euer Haus und geht euch entsprechend nichts an. Lysanda und ich hassen solche Leute. Alle unsere Katzen dürfen mit uns am (nicht auf!) dem Esstisch sitzen, die Couch ist für die Krallen freigegeben und ja, auch im Bett schlafen ist erlaubt. Solange ihr hier nicht wohnt habt ihr kein Mitspracherecht!
Tu was ich will
Da jede Katze anders ist, gilt es nach der Anschaffung entsprechend erst einmal sie kennen zu lernen. Ich weiß: Das Bedürfnis ist sehr groß sie gleich in den Arm zu nehmen und durch zu knuddeln. Und ja, es gibt sicherlich Vierbeiner, die finden das super. Andere aber nicht. Maya zum Beispiel mag es nicht hochgehoben zu werden. Dafür hängt sie einem den ganzen Tag im Gesicht und möchte geknuddelt werden, wenn man auf einem Stuhl sitzt/irgendwo rumliegt. Pichu hingegen mag es im Alltag nur selten gestreichelt zu werden. Es gibt aber Momente, da fordert er es regelrecht ein. Dann heißt es alles stehen und liegen zu lassen und sich ganz ihm zu widmen. Sprich: Nur, weil wir gerade das Bedürfnis haben Zeit mit unserer Katze zu verbringen bedeutet das nicht, dass sie es auch will. Und das müssen wir akzeptieren. Ihr findet es (vermutlich) ebenfalls nicht super, wenn euer Partner nachts um 4 Uhr einfach so über euch herfällt während ihr versucht zu schlafen. Ab und an kann man es zwar mal versuchen, man darf sich aber nicht wundern, wenn man am Ende zerkratzt ist – also in Bezug auf eure Katzen. Welche Fetische ihr so im Bett auslebt ist eure Sache.
Das gilt natürlich nicht nur für das Streicheln und Knuddeln, sondern genauso für das gemeinsame Spielen. Bitte? Ihr habt doch zwei Katzen angeschafft, damit ihr nicht mit ihnen spielen müsst? … Darf ich dir die Tür zeigen, lieber Besucher? Da, die Tür zum Internet. Bitte geh‘ da mal hindurch. Danke! *schmeißt die Tür hinter ihm zu* Natürlich müsst ihr euch mit euren Tieren beschäftigen. Muss nicht einmal viel Energie kosten. Haltet Balu eine Eckenbürste hin und er schabt sich die nächsten 10 Minuten dran. Gleichzeitig bedeutet das erneut nicht, dass ihr 24 Stunden am Tag parat stehen müsst. Dafür habt ihr ja die zweite Katze (wenn sie sich vertragen) bzw. stellt Spielzeug bereit, damit sie sich auch mal alleine austoben kann – selbst, wenn es nur ein paar Minuten sind. Kommt wie immer auf das Tier an.
Manchmal ist billiger besser als teuer
Der Markt an Spielzeug ist unendlich groß. Die Preise ebenfalls. Was die einzelne Katze annimmt jedoch eine andere Frage. Es ist aber selten nötig sich in Unkosten zu stürzen. Universell gut kommen beispielsweise immer Kartons an. Da kennen wir bis jetzt noch keinen Vierbeiner, der darauf nicht voll abfährt. Und wenn der erste Hype vorüber ist, einfach ein paar Löcher reinschneiden, zwei Kartons zusammenkleben und so weiter, um aus Sicht der Katze wieder was Neues zu haben. Einen Kratzbaum hoch- und runter zu jagen finden sie auch immer toll. Lyssi beispielsweise fährt voll darauf ab, wenn wir mit einem Stock am Sisal schaben. Besser noch, wenn an diesem Stock ein Band oder Kabelbinder befestigt ist mit dem sie dann kämpfen kann. Tischtennisbälle oder so Fellmäuse (ggf. mit Katzenminze eingesprüht) sind in unserem Haushalt ebenfalls immer mal wieder im Betrieb. Und Lyssi spielt sogar mit ganz normalen Würfeln.
Der Klassiker, ein Laserpointer (bei uns ein Bosch Entfernungsmesser*, den wir fürs Handwerkern gekauft hatten) interessieren hingegen manche überhaupt nicht während Maya schon auf 180 hochfährt, wenn wir nur das Gerät von seinem Platz heben. Pichu hingegen ignoriert den Punkt vollkommen. Ansonsten ist in Bezug auf gekauftes Zeug unser Bestand tatsächlich recht übersichtlich. Balu gefällt die Trixie Turning Feather* sehr gut. Das ist ein Sechseck mit vielen Löchern in der sich automatisch eine Feder dreht. An unserer Feder ist mittlerweile nicht mehr viel dran, weil sie schon so abgespielt ist
.Da Lyssi Bälle so toll findet haben wir zwei Catit-Kugelbahnen* im Betrieb mit denen sie gerne und ausgiebig allein rummacht. Und dann natürlich haufenweise Katzenangeln* bzw. genauer gesagt die Regenbogenbänder*. Da fahren fast alle von ihnen total darauf ab. Speziell Maya. Nehmt so ein Ding in die Hand und ihr habt ihre volle Aufmerksamkeit. Bei sowas aber natürlich aufpassen, dass ihr sie ordentlich wegräumt nach dem Spielen. Sonst kann sich euer Vierbeiner aus Versehen mal erwürgen.
Übrigens nicht verzweifeln, wenn die das Spielzeug nicht gleich oder plötzlich nicht mehr interessant ist. Einfach mal ein halbes Jahr wegstellen und siehe da: Auf einmal findet es Frau Katze und Herr Kater wieder absolut super.
Die lieben Leckerli
Abseits der gekauften und selbstgebauten Spielzeuge gibt es natürlich noch das universellste aller Beschäftigungsmittel: Leckerli. Ja, man kann es seiner Katze natürlich einfach hinlegen aber wo wäre da der Spaß? Fummelbretter* sind beispielsweise eine super Sache, um nicht einfach nur die Katze fett zu machen, sondern ihre Gehirnzellen anzustrengen. Alternativ geht auch schlicht das Verstecken von Leckerlis im Haus/in der Wohnung. Ganz wichtig dabei: Die Verstecke abwechseln und der Versuchung widerstehen der Katze zu helfen. Ersteres, weil sich die Biester die Verstecke sehr gut merken können (Lyssi hat mittlerweile eine Art Routine drin, die sie abläuft) und letzteres, weil sie ja dann nicht mehr denken muss.
Weitere tolle Möglichkeiten sind z.B. eine Runde aber leere Dose Leckerli und dort ein kleines Loch reinmachen. Dann ein paar Leckerli reinpacken und auf den Boden legen. Da hat nicht jede Katze die Geduld für. Unser Balu ist aber mit Herzblut dabei und versucht (natürlich am Ende erfolgreich) die Dinger da rauszubekommen. Ein durchsichtiger Becher über ein Leckerli gestülpt erfüllt ebenfalls den gleichen Sinn und Zweck oder eine leere, zerknüllte Papiertüte vom Bäcker – ist nur meist einfacher zu knacken.
Aber egal was ihr macht: Am Ende des Tages geht es darum dem Tier eine Herausforderung zu stellen. Es soll sich sein Leckerli verdienen. Es muss ja nicht immer gleich ein ausgefeiltes Klickertraining sein. Im einfachsten Fall reicht auch einfach das Leckerli zu werfen und zuzuschauen, wie das kleine Biest durchs Haus rennt. Dadurch reagieren unsere beispielsweise mittlerweile sogar auf ihre Namen und lassen tatsächlich die Finger von Leckerlis, die nicht für sie bestimmt sind – also zumindest für einen Moment
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Epilog
Wie bei allem was Vierbeiner betrifft gilt aber auch was die Beschäftigung angeht: Jedes Tier hat seinen eigenen Geschmack. Probiert also aus. Bastelt fleißig aus (ungefährlichen) Gegenständen im Haushalt Sachen, schafft euch mal das ein oder andere an und gebt es im Zweifel wieder zurück, wenn es wirklich keinen interessiert. Das Wichtigste am Ende des Tages ist schließlich, dass ihr es versucht und euch so mit eurem Haustier beschäftigt habt. Das ist gut für beide Seelen.
Zum Abschluss noch die Top-Beschäftigungen unserer Vierbeiner:
Lyssi: Kugelbahn, Tischtennisbälle, Fellmäuse, Leckerlis suchen
Maya: Laserpointer, Regenbogenband
Balu: Denksportaufgaben mit Leckerlis, Stab mit Kabelbinder unter einer Decke oder sowas
Jules: Im Katzenrad streicheln lassen, Regenbogenband
Pichu: Ein Stück vom langhaarigen Dichtband von den Fliegengitterrahmen, ein Stoffhundeknochen mit Katzenminze eingesprüht














