Überall Kalkflecken!

Habt ihr euch schon einmal über euer Trinkwasser Gedanken gemacht? Bitte? Ihr trinkt nur Bier/Cola/Kaffee/Tee/etc.? Pech: Da ist nicht nur auch Wasser drin – es ist höchstwahrscheinlich sogar stinknormales Leitungswasser. Zum Glück ist das in Deutschland grundsätzlich erst einmal kein Problem, denn unser Leitungswasser unterliegt strengen Kontrollen mit regelmäßigen Prüfungen gemäß der Trinkwasserverordnung (ganz frisch aktualisiert auf Basis der EG-Trinkwasserrichtlinie) und gehört mit zu den besten der Welt. Es spricht also erst einmal absolut nichts dagegen es zu trinken.

Freilich würde ich nicht diesen Eintrag schreiben, wenn es kein „aber“ dazu gäbe: Einige Grenzwerte der deutschen Trinkwasserverordnung sind immer noch höher als in der EU-Richtlinie und sie beziehen sich auf ein ganzes Jahr. Sprich wenn mal an einem Tag der Wert etwas (oder auch signifikant) höher ist, dann wird das einfach ignoriert, wenn es am nächsten Tag wieder okay ist. Ach und wenn der Grenzwert doch mal länger überschritten wird, dann kann es passieren, dass man diesen einfach etwas nach oben korrigiert statt das ursprüngliche Problem zu beheben – siehe das Thema Nitratbelastung. Und dann gibt es noch das Problem, dass zwar viel gefiltert, analysiert und so wird – aber eben nur das, was vorgeschrieben ist. Das sind in Deutschland etwa 200 Werte. Mittlerweile sind aber über 2000 möglich. Somit fallen bei der Aufbereitung so lustige Sachen wie Medikamentenreste oder irgendwelche Hormone gerne durch das Raster.

Das andere Wasser

Also doch lieber das künstlich angereicherte Tafelwasser oder die zig natürlichen Mineralwässer unterschiedlichster Preisstufen kaufen? Tatsächlich nein. Unser Leistungswasser ist zwar regional sehr unterschiedlich in seinen Inhaltsstoffen und damit auch seinem Härtegrad (wir haben hier extrem kalkhaltigen Kram) aber Deutschlandweit ziemlich sauber und – das ist das eigentlich paradoxe – strenger kontrolliert als das Wasser, was ihr im Laden kaufen könnt. Achtet beispielswiese beim nächsten Kauf mal darauf welche Angaben auf der Flasche stehen (es sind sehr wenige) und von wann diese Angaben sind. Sind diese z.B. von 2001 (sollte das Datum überhaupt draufstehen), kann man trotz dem Hinweis „Bestätigt durch laufende Kontrollanalysen“ tatsächlich davon ausgehen, dass das noch passt? Ich weiß es nicht.

Dass Leitungswasser nicht jedem schmeckt ist vermutlich ein Grund dafür, warum viele von uns lieber Kistenschleppen und einen Haufen Geld für abgepacktes Wasser ausgeben. Zumindest war es mein Grund. Mir schmeckt das 08/15-Leitungswasser auch nicht.

Inhaltsangaben Gerolsteiner

Aber der Geschmack ist freilich nicht der einzige Grund. Okay: Tafelwasser ist die größte Verarsche, da es sich bekanntlich nur um Leitungswasser mit Zusatzstoffen handelt. Wer das kauft, kann definitiv auch einfach aus dem Hahn trinken. Natürliches Mineralwasser ist allerdings durchaus ein etwas anderes Thema. Das kommt – wie der Name schon sagt – aus einer eigenen Quelle. Die geht zwar technisch gesehen auch irgendwann ins Leitungswasser über, aber sie wird vorher abgezapft, um die natürlichen Mineralien zu erhalten, die beim Fließen durch das Gestein mit aufgenommen werden. Und was haben wir im Laufe der ganzen Körpertuning-Einträge gelernt? Mineralen sind super!

Zweierlei Ansichten

Mit oder ohne Zusatzstoffe – das ist eine der großen Glaubensfragen beim Trinkwasser. Grundsätzlich würde man ja davon ausgehen, dass es super ist, wenn im Wasser viel Magnesium, Calcium und so drin ist. Schließlich wollen wir das doch in unserem Körper haben und Wasser trinken statt Nahrungsergänzungsmittel einzuwerfen – da brauchen wir gar nicht erst drüber zu diskutieren. Ja, ne leider gehen da die Meinungen tatsächlich auseinander. Also es bestreitet keiner, dass die Mineralen im Wasser grundsätzlich gut für den Körper sind. Die Diskussion geht in eine andere Richtung:

Stellen wir uns das Wasser mal als einen LKW vor und die Mineralien als Ladung. Jetzt fährt der LKW durch unser Verdauungssystem und will seine Ladung abladen. Leider sind die Mineralien im Wasser zu groß und damit nicht „bioverfügbar“ – sprich sie passen nicht in den Briefkasten (kennen wir alle, dieses Problem…). Also nimmt er seine Ladung wieder mit obwohl er eigentlich eine neue Ladung aufnehmen sollte: Die Giftstoffe in unserem Körper. Entgiftung ist – wie schon mehrfach in diversen Einträgen erwähnt – nämlich neben dem Transport die Hauptfunktion von Wasser in unserem Körper.

Nun ist die Argumentation, dass „leeres“ Wasser (gefiltertes, reines Wasser ohne jedwede Inhalts- oder Zusatzstoffe) besser seine Funktion erfüllen kann als Mineralwasser. Um beim Beispiel zu bleiben: Kommt der LKW ohne Ladung an, kann er auch etwas mit nach draußen nehmen als wenn er schon voll ankommt. Ob das aber wirklich so ist, das weiß niemand so recht bislang. Dennoch folgen Lysanda und ich seit Mitte letzten Jahres diesem Ansatz. Aus zwei Gründen:

Der Geldbeutel

Unabhängig von der Theorie des leeren Wassers, macht es Ökonomisch tatsächlich absolut keinen Sinn natürliches Mineralwasser zu kaufen – und das sage ich als jemand, der erst seit ein paar Monaten darauf verzichtet Kisten voller Glasflaschen durch die Gegend zu schleppen. Glasflaschen deshalb, weil zwar immer mal wieder jemand behauptet, dass Plastikflaschen völlig ungefährlich wären und von den Weichmachern und sonstigen Kram nichts in den Inhalt dringen würde. Aber geglaubt habe ich das noch nie. Schon allein, weil ich tatsächlich den Unterschied schmecke zwischen Wasser aus einer Plastik- und einer Glasflasche. Außerdem kann man sie gefühlt länger offen stehen lassen als Plastikflaschen, bevor sie ganz wie Arsch und Friedrich schmecken (=nach nichts).

Ein Sprudelmacher

Zuletzt waren es durchschnittlich 30 Euro pro Monat (ohne Fahrtkosten und dergleichen), die wir in natürliches (Sprudel-)Mineralwasser investierten, da wir selbstverständlich auch hier angefangen hatten auf die Inhaltsstoffe zu schauen. Sprich wir haben die teuren Sachen beispielsweise von Gerolsteiner (1,10 bis 1,20 Euro pro 1 Liter Glasflasche) gekauft. Aber die Menge an Mineralien, die darin enthalten sind, ist immer noch verschwindend gering und nur ein Tropfen auf dem heißen Stein. Mal ganz abgesehen davon, dass auch im Leitungswasser Mineralen enthalten sind (siehe Trinkwasseranalyse). Somit fiel der Hauptgrund für das teure Wasser weg.

Auf meinen Sprudel wollte ich aber natürlich trotzdem nicht verzichten. Deswegen steht bei uns in der Küche stattdessen ein SodaStream (129 Euro), der sich auch durchaus zügig amortisiert (im Gegensatz zu dem anderen Ding, zu dem ich gleich noch komme). Die einzigen laufenden Kosten des Geräts, ein neuer Gas-Zylinder (reicht für 60 Liter – je nachdem wie spritzig ihr euer Wasser haben wollt), kostet uns 7,50 Euro. Daraus ergeben sich nicht nur günstige 0,13 Euro pro Liter (plus die 0,15ct für das Leitungswasser – hatte ich schon erwähnt, dass Wasser in Deutschland extrem billig ist?!), sondern auch noch wesentlich weniger Rückenschmerzen :smile: . Bringt aber natürlich alles nichts, wenn euch grundsätzlich das Leitungswasser nicht schmeckt. Daran ändert auch der Sprudel nichts. Da braucht es noch eine weitere Sache:

Die Filterung

Geld sparen ist eine Sache, besser zu kontrollieren was ich in mich reinschütte eine andere. Der Grund, warum manchen Leitungswassers nicht so gut schmeckt, sind nämlich schlicht die Inhaltstoffe. Und wie oben erwähnt, gibt es trotz der guten Filteranlagen und ständigen Analysen immer noch viel Zeugs, dass durchrutscht und wir nicht haben wollen. Nicht nur aus gesundheitlichen, sondern auch aus praktischen Gründen: Hat mein Wasser weniger Kalk, muss ich mich beispielsweise weniger am Wochenende damit beschäftigen die Toilette zu reparieren, weil der Schwimmer verkalkt ist…bitte? Ich würde aus Erfahrung sprechen? Ja, ganz aktuelle Erfahrungen aber darum geht es heute nicht. Stattdessen kommen wir zum Thema „Filtersysteme“.

Da kann man erst einmal in drei Arten unterscheiden: Die Hausosmoseanlage, die lokale Osmosanlage und die Filterkanne. Aber dann gibt es freilich noch Unterschiede darin, was das jeweilige Filtersystem überhaupt herausfiltert. Einen Hausfilter haben wir beispielsweise grundsätzlich erst einmal alle. Aber die filtern normalerweise nur den groben Dreck raus. Kalk & Co. kommen da einfach durch. Je nach Geldbeutel gibt es aber natürlich noch mehr, was so ein Ding filtern kann und dadurch in den Rang einer Osmoseanlage aufsteigt. Vorteil ist, dass dadurch an jedem Wasserhahn das saubere Wasser zur Verfügung steht. Aber sowas kann man natürlich nur im eigenen Haus einbauen, muss man sich erst einmal leisten können und die beste Filteranlage bringt nichts, wenn von dort aus die weitere Verteilung beispielsweise über alte Kupferrohre geht (wie bei uns).

Unsere Osmoseanlage

Lokale Filteranlagen versorgen, wie der Name schon sagt, nicht das ganze Haus. Stattdessen haben sie meist irgendwo ihren eigenen Wasserhahn oder stehen einfach auf dem Tisch und aus den normalen Hähnen kommt weiter das normale Leitungswasser.

Bei den Filterkannen dürfte der Brita Wasserfilter wohl der bekannteste sein. Er filtert unter anderem Kalk und Chlor aus dem Wasser heraus aber eben nur das. Außerdem leidet er noch mehr als andere Filteranlagen darunter, dass man zwingend regelmäßig (hier mindestens einmal im Monat) den Filter wechseln muss. Macht man das nicht, wird das Wasser noch schmutziger als vorher (weil sich die Sachen wieder aus dem Filter lösen).

Vorteil aller Osmoseanlagen und Filterkannen: Selbst durch die Grundfilterung von Kalk und Chlor verändert sich schon der Geschmack zum Positiven hin. Entsprechend ist die perfekte Kombination so ein Ding plus ein Sprudelmacher (falls man Sprudel braucht), um keine Gründe mehr zu haben kein Leitungswasser zu trinken.

Unsere Entscheidung

Eine Osmoseanlage für das ganze Haus ist natürlich schon eine super Sache. Aber wie bei uns hat es wie gesagt keinen Sinn gemacht. Deshalb haben wir uns am Ende für die artesia24 Natur pur von Hpreiss entschieden. Das Ding ist nicht ganz billig (vierstellig abhängig davon welche Filter ihr alle drin haben wollt plus 109 Euro einmal im Jahr für ein Filterset zum Tauschen) aber langfristig aus unserer Sicht die bessere Investition als ein Kannenfilter oder eben Getränkekisten kaufen, weil es mit seinen bis zu 8 Bearbeitungsstufen schon so einiges macht. Sediment-Filter (Sand, Rost, etc.), Kohle-Filter (Chlor, Pestizide, Schwermetalle, etc.), Kationenhart-Filter (Entkalkung), Qualitäts-Membrane (das Wasser wird da durchgedrückt, um auch die letzten Reste rauszupressen), Post-Mineralen-Filter (verändert den ph-Wert des Wasser auf neutral), Membran-Steril-Filter (tötet >99,99% aller Keime und Bakterien im Wasser – den wir aber nicht haben, weil die Leitungswege übersichtlich und die grundsätzliche Keimbelastung des Wassers sehr niedrig ist) sowie ein Aktivator und einen Wasservitalisierer.

Aktivator & Vitalisierer

Die ersten drei Filterstufen klingen noch logisch genauso wie der Steril-Filter, aber ab der Membran gehe ich davon aus, dass ein paar von euch angefangen haben mit dem Kopf zu schütteln. Wobei das mit dem ph-Wert durchaus erwiesen ist. Deswegen soll man eigentlich zum Essen kein Wasser trinken, weil der Magen zur Verdauung einen anderen ph-Wert braucht (hier ist z.B. Cola tatsächlich besser oder eben 30 Minuten lang nichts). Aber der Aktivator (eine Energiespule mit Mäanderführung), der Mikroverwirbelungen im Wasser erzeugt und es energetisiert? Klingt nach reichlich Blödsinn. Was es genau bringt, kann ich auch nicht sagen. Aber die Demonstration war durchaus imposant: Ein Glas Essig (Zitronenessig hatten wir da), sah trüb aus und schmeckte sauer. An diese Spule gehalten: klar und weniger sauer. Glas an die nächste Steckdose gehalten: Sofort wieder trüb und sauer. Echt krass. Den Test gab es auch mit schwarzem Tee mit dem Ergebnis, dass der Tee mit dem Spulenwasser heller war und schmeckte besser.

Beim Vitalisierer mit Neodym-Permanentmagneten geht es zum einen darum, dass Wasser mit negativen Ionen nach Dr. Earl Mindell anzureichern, was eine positive Wirkung auf die Gesundheit haben soll. Zum anderen soll das Wasser durch Mineralerde und Bergkristalle bioenergetisch aktiviert sprich lebendiger werden (Stichwort Bovis-Einheiten). Wer mit Edelsteinen im Wasser hantiert, macht im Prinzip das Gleiche. Alle anderen werden den Sinn und Zweck sicherlich in Frage stellen. Die Hpreiss-Anlage hat auch den Vorteil, dass sie einen 7-Liter-Tank im Inneren hat. Aus dem Hahn kommt also anständig Wasserdruck und man kann erst einmal einiges abfüllen, bevor er wieder auftanken muss (was aber auch ziemlich fix geht, muss ich sagen).

Das Ergebnis dieser ganzen Investitionen ist, dass ich zumindest Zuhause das Leitungswasser aus der Osmoseanlage anstandslos und gerne trinke. Und wir benutzen es freilich auch für alles andere. Sprich Kochen und Blumen gießen. Normales Leitungswasser verwenden wir nur noch beim Waschen, Spülen und solche Sachen.

Vor langer, langer Zeit im Eintrag über Vitamin C hatte ich zwei Begriffe verwendet, die ich euch fieser Weise dort nicht weitere erklärte: Freie Radikale und Antioxidantien. Nicht nur wenn man sich mit Nahrungsergänzungsmitteln beschäftigt, tauchen die beiden Sachen immer und immer wieder auf. Deswegen gehen wir auf heute mal ein wenig darauf ein obwohl ich damals in der Schule immer nur 4er und 5er in Chemie hatte…

Die armen Radikalen

Das freie Radikal (Balu) will an das Elektron (Nica)

Fangen wir mit den freien Radikalen an. Was nach einem erfrischend ehrlichen Parteinamen klingt, sind in der Realität sauerstoffhaltige Moleküle. Sie entstehen bei den üblichen Stoffwechselprozessen in eurem Körper quasi als „Abfallprodukt“. Es handelt sich um äußerst instabile, chemische Strukturen, denen ein Elektron fehlt, um wieder vollständig zu werden. Ein einfaches Beispiel wie so ein freies Radikal entsteht ist H2O2 – Wasserstoffperoxid (WPO), auch wenn hier am Ende der chemischen Reaktion tatsächlich kein freies Radikal im eigentlichen Sinne übrigbleibt.

Wenn WPO seine Wirkung entfaltet, spaltet sich das H2O (Wasser) aus der Struktur heraus. Damit bleibt ein armes „O“ übrig, dass jetzt nicht mehr richtig weiß, was es eigentlich machen soll. Es hängt wie das 3. Rad am Wagen auf der Verabredung rum. Das gefällt ihm aber nicht (kann man ja nachvollziehen) und es möchte die Situation ändern. Es möchte ebenfalls jemanden haben mit dem es rumschmusen kann. Im Falle von WPO ist das zum Glück relativ einfach: Da drüben schwimmt schließlich noch ein einsames „O“ rum. Das ist sympathisch und nett und man hat viele Gemeinsamkeiten. Man landet also am Ende zusammen im Bett und wird zu „O2“ = Sauerstoff. Der macht dann sein Ding und löst sich buchstäblich in Luft auf.

Krankmacher?!

Die freien Radikale sind wie das „O“ im WPO. Sie sind einsam und wollen Anschluss finden – und zwar um jeden Preis. Man hat festgestellt, dass sie quasi schon im Moment der Freisetzung mit ihrem aggressiven Werk loslegen: Das nächstbeste intakte Molekül angreifen. Also in den meisten Fällen unsere Zellen, Proteine oder – ganz schlimm – unsere DNA. Warum? Weil sie denen ein Elektron klauen wollen, um wieder vollständig zu werden. Dieser Vorgang nennt sich Oxidation.

Lysanda meint ich hätte eine Elefantenhaut

Und was passiert, wenn sie mit ihrem Mobbing erfolgreich sind? Genau: Das ursprüngliche Molekül beispielsweise in der Zelle ist nun unvollständig und wird dadurch selbst zu einem freien Radikal. Eine tolle Kettenreaktion quasi, die rein theoretisch in der Lage wäre euren kompletten Körper in kürzester Zeit vollständig umzuschreiben und funktionsunfähig zu machen. Da spricht man dann von oxidativem Stress, der im Falle von DNA-Schäden gerne zu Krebs führt oder euren Stoffwechsel kaputt macht (weil bestimmte Enzyme nicht mehr arbeiten können). Neben Krebs (wobei gefühlt alles Schuld an Krebs ist) schiebt man beispielsweise auch Demenz den freien Radikalen in die Schuhe.

Allerdings: Es sind wohl tatsächlich nicht alle freien Radikale grundsätzlich böse. So können eure Zellen gezielt selbst freie Radikale bilden, um diese dann gegen Sauerstoffradikale in den Kampf zu schicken. Gut, es geht weniger darum mit ihnen zu kämpfen und mehr darum ihnen Partner fürs Leben zu geben – aber ihr wisst schon :smile: .

Voll Anti!

Freie Radikale sind also hauptsächlich betrunkene Leute, die gerade von ihrem Partner verlassen wurden und jetzt im Nachtclub andere sexuell belästigen. Da würde man natürlich gerne den Türsteher einschalten, damit er mal so richtig draufhaut. Unser Körper ist da etwas sanfter: Er produziert Radikalfänger = Antioxidantien. Wie der einfallsreiche Name schon sagt, verhindert diese chemische Verbindung die Oxidation anderer Substanzen. Und wie macht er das? Um beim Nachtclubvergleich zu bleiben: Der Manager holt eine nette Dame und lässt sie mit Trunkenbold nach Hause gehen. Das Antioxidans kommt quasi daher und sagt „Hey, du freies Radikal. Lass doch das Elektron dieser Zelle in Ruhe. Ich hab‘ hier eins dabei, dass möchte viel lieber mit dir abhängen. Nimm doch das“. Das freie Radikal willigt ein, nimmt das Elektron und gibt Ruhe. Anschließend ist das Antioxidans zwar theoretisch genauso ein freies Radikal. Es wird aber durch den Körper umgehend wieder in seine ursprüngliche Form gebracht. Natürlich wie immer unter der Voraussetzung, dass euer Körper genug Baumaterial dafür zur Verfügung hat.

Ein Beispiel: Vitamin E ist so ein Antioxidans. Hat es ein freies Radikal ausgeschaltet, wird es zu einem (einfallsreich) Vitamin-E-Radikal. Nun kommt das liebe und immer hilfsbereite Vitamin C vorbei, nimmt das Vitamin-E-Radikal kräftig in den Arm und wandelt es wieder um in normales Vitamin E, dass sich somit wieder zurück auf die Suche nach bösen freien Radikalen machen kann. Haben wir nicht genug Antioxidantien bzw. kann unser Körper nicht genug bilden, dann wird die Kettenreaktion der freien Radikalen nicht gebremst und wir werden krank.

Alles bringt uns um!

Teures aber hochwertiges Astaxanthin

Grundsätzlich ist das alles für unseren Körper nichts Neues und etwas, dass schon seit wir existieren passiert und funktioniert. Problematisch wird die Sache aber dadurch, dass wir durch unsere heutige Lebensweise die Anzahl an freien Radikalen in unserem Körper massiv erhöhen. Rauchen, Alkohol, Medikamente, Zucker, Abgase – sie alle und noch sehr viel mehr sorgt dafür, dass mittlerweile jede Zelle in eurem Körper pro Tag 10.000mal von freien Radikalen angegriffen werden. Gleichzeitig nehmen wir zu wenig Antioxidantien (die es übrigens genauso wie die Vitamine in wasserlöslicher und fettlöslicher Form gibt) über unsere Nahrung auf, weil wir uns viel zu ungesund und einseitig ernähren. Ohne Hilfe von außen, kann unser Körper nämlich nur eine begrenzte Anzahl an Antioxidantien bilden.

So sind, wie so oft, Gemüse, Salate, Kräuter und Früchte die Hauptlieferanten für Antioxidantien. Auch Nüsse sowie naturbelassene Öle und Fette sind reich an Antioxidantien, weil sie die entsprechenden Vitamine, Mineralien, Spurenelemente, Enzyme und sekundäre Pflanzenstoffe (sie schützen die Pflanze vor Insekten oder UV-Bestrahlung) enthalten. Vitamin C und Vitamin E haben wir ja weiter oben schon erwähnt. Bei den Spurenelementen sind Selen, Eisen und Zink wichtig, um die entsprechenden Enzyme im Körper bilden zu können. OPC aus Traubenkernextrakt hingegen hat nicht umsonst den Ruf, der Haut gut zu tun. Und Astaxanthin – nun, der Name sagt schon alles. Selbst unsere lieben Beta-Carotine sind wirkungsvolle Antioxidantien. Es gibt aber noch viele weitere vor allem pflanzliche Stoffe, die sich gegen die freien Radikale verschworen haben.

Vorteile

Hat euer Körper genug Antioxidantien, dann hat das durchaus sicht- und spürbare Auswirkungen. Sonnenstrahlen bzw. die darin enthaltenen UV-Strahlen sind beispielsweise bekannt dafür böse zu sein. Im besten Fall kriegen wir einen Sonnenbrand, im schlimmsten Fall eine Runde Hautkrebs. Der Grund ist ganz einfach: Die Strahlung setzt freie Radikale neben euren Hautzellen frei, die dann wie beschrieben anfangen alles kaputt zu machen. Antioxidantien sind also ein natürliches und viel besseres Sonnenschutzmittel als der ganze chemische Mist im Drogerie-Markt.

Gleichzeitig sorgen sie nachweislich dafür, dass eure Hautdicke und -dichte zunimmt. Das macht die Haut nicht nur geschmeidiger, sondern eben auch Widerstandsfähiger und erlaubt es ihr schneller zu heilen. Vitamin-E-Öl beispielsweise kann genauso wie Zinkcreme nachweislich die Wundheilung unterstützen und die Narbenbildung vermindern oder sogar verhindern. Aber darauf gehe ich in einem anderen Eintrag noch einmal genauer ein. In jedem Fall sind Antioxidantien im Minimum ein wirkungsvolles Anti-Aging-Mittel. Tatsächlich sind sie aber essentiell in der Erhaltung aller unserer Zell-, Protein-, Enzym- und DNA-Strukturen.

Ein weiterer Grund quasi etwas mehr darauf zu achten, dass ihr genug Vitamine, Mineralien und Spurenelemente zu euch nehmt. Man muss ja nicht unbedingt gleich, wie wir, zeitweise (vor allem im Frühjahr zum Aufbau des Sonnenschutzes) zusätzlich noch Astaxanthin (Ivarssons VitalAstin) als Nahrungsergänzungsmittel nehmen. Aber wir haben den Unterschied mittlerweile definitiv gemerkt: Kein Sonnenbrand. Vor allem während den Flitterwochen mit viel Strand und Sonne oder während oder als ich die halbe Einfahrt aufgraben musste.

Sicarius

Das Crowdfunding-Jahr 2012

Eine schicke Eurobox

Letzte Woche war es mal wieder soweit: Zwei Pakete wurden von der Post geliefert und damit waren zwei weitere Crowdfunding-Projekte für mich erfolgreich abgeschlossen. Das erste Paket enthielt das Buch SNES: A Visual Compendium. Dessen Crowdfunding-Kampagne fand 2017 statt und es ist das mittlerweile fünfte über Kickstarter finanzierte Werk des Verlags Bitmap Books.

Das zweite Paket enthielt amüsanter Weise die physische Box von Grim Dawn. Ja, obwohl das Hauptspiel schon Anfang 2016 veröffentlicht wurde, fehlten die Goodies noch. Der Kickstarter dazu fand sogar schon 2012 statt (die 11. Crowdfunding-Kampagne, die ich je unterstützt habe). Und ja, ich bin weiterhin einer dieser komischen Typen, der nur sehr wenige Spielekampagnen unterstützt, wo es nicht auch eine physische Box dazu gibt.

Erfolgsgeschichte?

Grim Dawn ist aber bei weitem nicht die einzige Kampagne von 2012, bei der ich noch auf die Erfüllung warte. Unterstützt hatte ich damals, zur Hochzeit des Crowdfunding-Booms, satte 58 Projekte (das meiste waren irgendwelche Videospiele). 12 davon konnten das anpeilte Ziel nicht erreichen, bleiben 46 theoretisch erfolgreiche Projekte. Und wie viele davon sind tatsächlich 100% abgeschlossen, sprich das Spiel ist erschienen und ich habe mittlerweile alle Goodies erhalten (unabhängig davon, wie lange es gedauert hat am Ende)? 30 Stück.

Immerhin 65% könnte man es positiv formulieren. Bei fünf weiteren Kampagnen ist zumindest das eigentliche Produkt fertig gestellt worden. Es fehlen „nur noch“ die Goodies. Die Chance, dass die noch eintreffen ist bei drei dieser fünf Projekten aber praktisch null. Bei den anderen zweien besteht zumindest noch eine realistische Chance. Belieben noch 11 Projekte. Weitere fünf davon sind immerhin in irgendeiner Form (Alpha, Beta, Early Access) für mich schon spielbar (ja, darunter auch Star Citizen) und die Kommunikation von Seiten der Entwickler ist weiterhin vorhanden. Nur eines wird wohl nie fertiggestellt: Nekro. Einer der paar Dungeon Keeper-Inspirationen mit interessanten Ideen, die anfangs auf Kickstarter aufgepoppt sind.

Böse Partner

Ein Screenshot aus Nekro

Viel fehlt bis zum Release von Nekro laut dem einzigen kommunikativen Entwickler wohl nicht mehr. Und ich kann tatsächlich bestätigen, dass es bereits sehr gut und fast vollständig spielbar ist. Als das Projekt in die Early-Access-Phase eingetreten ist (und anscheinend auch gut Geld gemacht hat), meinte der zweite Gründer von darkFroge, dass er das Geld alleine verdient hat. Gleichzeitig machte er aber keine Anstalten es dazu zu benutzen, das Spiel zu Ende zu entwickeln. Und wenn sich zwei streiten, kommt am Ende kein fertiges Projekt raus. Das Ergebnis ist ein Titel, den nur Leute spielen können, die rechtzeitig vor der Entfernung aus dem Steam-Shop ihren Key eingegeben haben. Von den physischen Goodies, die niemals das Licht der Welt erblicken werden, will ich erst gar nicht anfangen…

Und damit sind wir bei den verbliebenen sechs Projekten angekommen. Das berühmteste darunter dürfte Neal Stephensons Clang sein, das eine historisch Schwertkampfsimulation werden sollte. Am Ende kam nur ein Prototyp raus und das Thema wurde immerhin offiziell eingestellt. Drei weitere Projekte zeigen zumindest ein gewisses Level an Aktivität (ironischerweise sind alle drei Point & Click-Adventure) mit zwar teilweise größeren Abständen zwischen den Updates aber immerhin sichtbare Fortschritten (oder glaubwürdigen Ausreden). Es ist halt wie es am Anfang der ganzen Crowdfunding-Blase war: Man hat die benötigten Ressourcen völlig unterschätzt. Und vor allem ein Indie-Entwickler kann sich halt nicht so einfach woanders Geld holen. Also wird nur noch in der Freizeit weitergearbeitet.

Das vorletzte Projekt, eine Dokumentation über Dungeons & Dragons, zeigt zwar keine offizielle Aktivität mehr. Man kann aber dank des amerikanischen Justizsystems mitverfolgen was gerade ansteht (alles online einsehbar – da könnte sich unser Rechtsstaat mal eine Scheibe davon abschneiden). Hier haben sich die ursprünglichen Partner nämlich auch verkracht mit dem Ergebnis, dass einer davon eine zweite Crowdfunding-Kampagne zum exakt gleichen Thema startete (mit Erfolg). Jetzt wird darum gestritten, ob das zulässig war und ob er Inhalte von der ersten Doku in seine zweite übernommen hat und so. Der Rechtsstreit dauert seit 2014 an. Die bislang letzte Aktivität war Mitte Dezember 2017. Wird sich also noch hinziehen…

Ewige Entschuldigungen

Was für ein hässliches Cover…

Und dann wäre da zu guter Letzt noch der Autor von High Score, Rusel DeMaria, der offensichtlich nicht so ganz verstanden hat wie die Zeiten heutzutage sind. Es ist nicht so, dass er keine Erfahrung im Schreiben hätte – immerhin 60 Bücher (darunter viele Lösungsbücher) hat er vor allem in den 90igern veröffentlicht. Seine Idee war es entsprechend die 3. Edition seines Lexikons über die Geschichte von Videospielen einfach über Crowdfunding zu finanzieren und dann selbst zu veröffentlichen. Das Ergebnis ist, dass das Buch immer noch nicht wirklich von angefangen wurde.

Das Kickstarter-Geld war ziemlich schnell weg, stattdessen hat er zuerst versucht seine Recherchereisen in Blogform zu hinterlegen und Eintritt zu diesem Blog zu verlangen, anschließend gab es sehr weit auseinanderliegende Updates voller Jammerei. Von wegen, wie schwer es doch ist heutzutage an die Insider-Infos zu kommen, weil er keine Kontakte mehr hat. Dann kam eine Krankheit dazwischen bevor er anfing etwas anderes zu machen. Zuerst hat er die ersten beiden Editionen von High Score etwas aktualisiert und als eBook neu veröffentlicht. Dann hat er zwei Bücher über die Entwicklung der Xbox geschrieben. Alles mit dem Ziel Geld zu verdienen, wieder Kontakte in die Branche zu bekommen und dann endlich High Score – 3rd Edition schreiben zu können.

Ich unterstelle Hr. DeMaria absolut keine böse Absicht. Aber es ist eindeutig, dass er extrem naiv an die Sache rangegangen ist und ich habe extrem wenig Hoffnung, dass sich hier noch etwas tut. Immerhin: Wir 416 Unterstützer (ja, 2012 waren auch die kleinen noch erfolgreich) haben seine drei eBooks kostenlos als Entschädigung bekommen. Mal schauen wann ich dazu komme die 800 Seiten von Game of X zu lesen. Komme ja schon nicht zu den gedruckten Büchern. Wie soll ich da noch mein digitales Zeug schaffen? :smile: .

Zusammenfassung

Fassen wir also noch einmal zusammen: 2012 habe ich 58 Projekte unterstützt, von denen 46 erfolgreich ihr Geld gesammelt haben (und meist mehr). 30 Stück sind abgeschlossen, weitere 10 sind zumindest spielbar, bei 4 Stück ist immerhin noch Kommunikation und Fortschritt vorhanden, eins wurde offiziell eingestellt und nur bei einem ist der Status tatsächlich komplett unklar. Ganz ehrlich: Bevor ich diesen Eintrag angefangen habe, dachte ich, die Rohrkrepiererquote wäre höher. Vermutlich denke ich da mehr an 2013… :smile: .

Allerdings haben wir noch nicht die eigentlich entscheidende Zahl betrachtet: Wie viele von den 35 nutzbaren (abgeschlossen oder es fehlen nur noch ein paar Goodies) Projekten aus dem Jahre 2012 waren am Ende tatsächlich ihr Geld wert? Nun, tatsächlich die meisten würde ich sagen. Richtig bereut habe ich es ausschließlich die Ouya unterstützt zu haben. Da habe ich mich einfach vom Hype mitreißen lassen. Die Pebble wollte ich zwar am Ende auch nicht mehr haben, da habe ich aber meinen kompletten Einsatz wieder erstattet bekommen insofern hege ich hier kein böses Blut.

Weitere schlechte Beispiele

Legends of Aethereus (Herstellerbild)

Vom Ergebnis her ihr Geld nicht wert waren aus meiner Sicht außerdem der Taktik-Shooter Takedown: Red Sabre, das Journalistenbuch Up Up Down Down Left Write, das Pseudo-MMO-Rollenspiel Legends of Aethereus (auch hier sind die Entwickler vom Erdboden verschwunden – immerhin erst nach der Veröffentlichung) und tatsächlich Tropes vs. Women in Video Games.

Letzteres war weniger den Inhalten geschuldet – wenn mal ein Video kam, fand ich es gut -, sondern eher, dass Fr. Sarkeesian das Projekt aus meiner Sicht relativ schnell als lästig angesehen hat und nur noch „Dienst nach Vorschrift“ dafür machte. Sie hat stattdessen den Erfolg und die Aufmerksamkeit, die sie durch den Kickstarter bekommen hat, dafür verwendet ihre eigentliche Webseite Feminist Frequency aufzumotzen und zu pushen. Das fand ich sehr schade. Sie wollte sich am Ende sogar davor drücken die physischen Goodies rauszuschicken („sind die nicht total out heute?“). Nach etwas Protest kam immerhin ein USB-Stick (statt der versprochenen DVD) mit den Episoden in hoher Qualität… Ne, so interessant die Videos und so wichtig die dadurch angestoßene Debatte auch war – nochmal bekommt die Dame von mir kein Geld.

Epilog

Mittlerweile unterstützte ich nur noch wenige Crowdfunding-Projekte (2017 waren es 11 Stück) und wenn, dann nur noch Sachen, wo ich mir relativ sicher bin, dass etwas Gutes dabei rauskommt. Das betrifft vor allem Wiederholungstäter wie der oben erwähnte Publisher Bitmap Books. Da weiß ich nicht nur, was mich erwartet. Ich kann mir außerdem sicher sein, dass ich das Produkt mit allem Drum und Dran am Ende auch erhalte. Und ich muss sagen: Diese Strategie funktioniert bislang sehr gut.

In diesem Sinne: Bis Montag!

Eine aufgeweckte Katze

MAU! MAU! *brummel* MIAU!

Ich will eure Aufmerksamkeit und zwar sofort! Alle Blicke zu mir, alle Spielsachen und Leckerlis zu meinen Füßen und am besten auch gleich noch jemanden zum Bauchkraulen abstellen. Aber flott! Ja, so macht ihr das gut. Bitte? Sitz machen, Pfötchen geben und die Faust wählen mit dem Leckerli drin? Von mir aus mache ich eure anspruchslosen Spielchen mit – hauptsache es gibt am Ende was zu kauen.

Und jetzt, wo ihr voll auf mich fixiert seid, kann ich euch endlich davon erzählen wie es mir so geht. Mittlerweile bin ich schließlich schon über ein Jahr im Hause Lysanda obwohl ich zumindest im Sommer „draußen“ durchaus superduper toll finde. Ab Herbst bleibt die Heizung allerdings mein Lieblingsort (Anm. d. Red.: Vorbildlich abgesichert mit einem engmaschigen Lichtschachtgitter). Da scheint meine Herkunft (zur Erinnerung: Fuerteventura) am meisten durchzukommen.

Pichu, der Intelligenzlose

Mein Spanisches Temperament ist allerdings auch nicht ohne. Aber was soll ich denn machen? Ich bin die einzige Kätzin hier im Haus. Da muss ich mich doch irgendwie gegen die anderen drei Volltrottel durchsetzen und den Dosenöffnern sagen, wo es langgeht. Beispielsweise muss im Schlafzimmer einfach morgens das Fenster geöffnet werden, damit ich rausschauen kann. Und das muss ich selbstverständlich laut einfordern! Bitte? Ich könnte schlicht zur Katzenklappe raus? Ich kann dir auch einfach die Augen auskratzen, lieber Besucher! Und nein, als Nica noch bei uns war, war es nicht viel besser. Zwei Frauen in einem Haushalt gehen einfach nicht. Insofern finde ich es ganz gut jetzt die Chefin zu sein – auch wenn es die drei anderen Hansel nicht immer kapieren.

Vor allem der liebe Pichu…der, bei dem offensichtlich jemand im Gehirn ständig irgendwelche aktuellen Popsongs singt. Anders kann ich mir sein Verhalten einfach nicht erklären. So viele Adjektive könnte man auf diesen Typen verwenden: Hibbelig, Frech, Eingebildet, Sorglos, Dauerhungrig und trotzdem würde man nur an der Oberfläche dieses naiven und treudoofen Katers kratzen. Meine Vermutung ist ja, dass er eigentlich ein Hund werden wollte aber auf dem Weg dahin irgendwo falsch abgebogen ist.

Nach Größe sortiert

Zugegeben: Auf seine Art und Weise ist er doch süß. Und ich finde es tatsächlich sehr lustig ihm vom Kratzbaum herab auf die Nase zu hauen. Und auch, dass er mich hin und wieder (wie alle) am Kopf putzt oder mir einen Nasenstupser gibt ist völlig okay. Mäuse jagen kann er ebenso vorzüglich. Ich kann ihn ganz gut tolerieren, will ich damit sagen. Aber die meiste Zeit ist er einfach nur ein unruhiges Nervenbündel. Man könnte meinen, er wäre ein Teenager. Seine Katzenakne würde das bestätigen. Aber eigentlich wird er dieses Jahr schon zwei Jahre alt. Naja, vielleicht in der Entwicklung stehen geblieben oder so. Hoffentlich wird er in seinem jugendlichen Leichtsinn nicht doch mal überfahren…

Balu, mein Bro

Balu und ich, wir verstehen uns hingegen super. Er haut mir zwar ab und zu auf den Po, der sexistische Drecksack, um mich dazu zu bringen mit ihm zu spielen (Paaren geht ja bei uns beiden nicht mehr). Aber ich als süße und flauschige 3,8kg-Katze werde garantiert nicht mit einem riesigen 7,4kg-Schwergewicht rummachen. Ein Prankenhieb und ich lieg unter den Futterdosen! Nene, das lassen wir mal lieber. Ansonsten ist Balu tatsächlich die einzige Katze hier im Haus, die ich immer Grüße, wenn ich sie sehe. Er ist zwar groß und stark aber im Herzen doch ein ganz lieber und verletzlicher Kerl. Schade, dass ihm die anderen aus Angst immer noch aus dem Weg gehen.

Und dann wäre da noch Jules. Warum sind die Bösen immer schwarz-weiß?! Erst Nica, jetzt Jules. Es zeigt sich wieder: Getigert ist die einzig wahre Fellfarbe! Wenigstens habe ich ihn frühzeitig in die Schranken verwiesen und er geht mir großzügig aus dem Weg, ohne, dass ich ihn überhaupt anschauen muss. Ich bin aber natürlich nicht ganz herzlos. So lasse ich den armen, schüchternen Kerl beim Fressen gerne den Vortritt – also zumindest solange ich keinen massiven Kohldampf habe. Dann kann er mir selbstverständlich auch gestohlen bleiben. Aber Jules ist definitiv das absolute Gegenteil von Pichu.

Zwei Kabbelbrüder

Vielleicht kabbeln sich die zwei deshalb so gerne. Schüchtern und besonnen gegen Stürmisch und Rücksichtslos. Da kracht, bummt und trampelt es nur so im Haus, wenn die zwei mal wieder ihre fünf Minuten haben. Wer da im Weg steht, hat ein Problem, so heftig wie die zwei sich angehen. Will gar nicht wissen wie viele Gehirnzellen bei jedem Schlag mit dem Kopf gegen die Wand oder die Kommode verloren gehen bei beiden. Ein Wunder, dass es noch keine ernsten Verletzungen gab. Und sowas nennen Männer „spielen“. Nene, das ist mir definitiv zu brutal. Dann lieber von den Dosenöffnern mit dem Federwedel am Kratzbaum hochjagen lassen. Das ist echter Spaß!

Tolle Sache

Klingt fast so, als wäre ich besser eine Einzelkatze geworden, ich weiß. Aber nein: Ganz alleine will ich dann doch nicht sein. Mit Balu um die Häuser streifen, Pichu verhauen und Jules mobben möchte ich einfach nicht missen. Und auch sonst geht es mir richtig, richtig gut. Obwohl ich den anderen den Fortritt lasse gibt es genug (hochwertiges) Futter, die Dosenöffner knuddeln mich schön und viel, es gibt haufenweise Leckerlis, die Umgebung ist auch toll (und voller Mäusenester) – mir könnte es vermutlich nicht bessergehen.

In diesem Sinne: MEHR SPIELSACHEN! MEHR LECKERLIS! MEHR MÄUSE! MEHR WARME HEIZUNGEN!

Alle paar Jahre fällt der 1. Januar auf einen Montag. Bevor wir also zum heutigen Thema kommen:

Das Team von Beim Christoph wünscht euch ein frohes und erfolgreiches Jahr 2018!

Möge 2018 für euch genauso oder besser sein als 2017 (je nachdem)! Und jetzt wünsche ich viel Spaß mit dem Beim Christoph Jahresrückblick 2017:

re-duc-tion (n.) – 2. The result of reducing: a reduction in absenteeism.
TheFreeDictionary

Ich hatte kurz überlegt „downfall“ als das zusammenfassende Wort des Jahres zu wählen. Das war mir aber dann doch etwas zu extrem und vor allem viel zu negativ besetzt. Zwar war 2017 für Beim Christoph nicht unbedingt das beste Jahre. Aber zum einen gab es schon schlechtere (Pre-2006) und zum anderen sehe ich es ganz klar als „Gesundschrumpfen“ an. Lassen wir an diesem verschlafenen Neujahrstag also mal eine Runde lang das vergangene Jahr Revue passieren und schauen was so aus Sicht von Beim Christoph los war und was ich persönlich alles getrieben habe.

Es gilt auch heuer wieder: Wenn ich von „dieses Jahr“ rede, ist 2017 gemeint und mit „nächstes Jahr“ 2018. Alles andere würde die Sache viel zu kompliziert machen. Und wie immer gilt: Die Werte in den Klammern sind die Vergleichszahlen aus 2016. Sie sowie alle dazugehörigen Tabellen sind auf dem Stand 31.12.2017. Außerdem ein Dank an Rondrer, der die Statistikauswertung anno 2012 dankenswerterweise kreiert hat.

Einträge und Autoren

2017 war das erste Jahr mit nur noch 56 (78) Einträgen (52 Montagseinträge, 3 Feiertagsgrüße und ein Sondereintrag). Dafür waren es 56 echte und (zumindest aus meiner Sicht :smile: ) hochwertige Einträge ohne irgendwelche Filler. Dass bei dieser übersichtlichen Anzahl kein einziger Gastbeitrag dabei ist, dürfte wenig verwunderlich sein. Obwohl die Einladung natürlich weiterhin an alle offen ist. Azzkickr kann mir jederzeit sein 25. Werk schicken (vielleicht über seine aktuellen Gedanken zu Virtual Reality?) und ich werde es liebend gerne veröffentlichen. Lysanda konnte immerhin 5 (6) Co-Autor-Erwähnungen für sich verbuchen. Irgendwann werde ich sie bestimmt mal dazu bringen können auch mal einen kompletten Eintrag selbst zu schreiben statt die Hauptarbeit immer mir zu überlassen :wink: .

Nica konnte heuer leider nur einen Eintrag auf das digitale Papier bringen bevor sie viel zu früh von uns gegangen ist. Immerhin zog schon bald danach das Knuddeltier Jules bei uns ein. Ganz abgesehen von Pichu, der schon seit März seine Runden im Haus dreht. Damit sind mittlerweile 4 (3) Katzen als Autoren Beim Christoph tätig. Müssen wir uns wohl doch mal in Kessys Welt umbenennen und endlich die Internetkatzendollars einsammeln?

Die Inhalte

Nein, von Kessys Welt sind wir doch noch ein bisschen entfernt trotz 7 (10) Katzen-Einträgen in diesem Jahr. Man mag es nämlich kaum glauben aber 2017 wurde Beim Christoph tatsächlich mal wieder vom Thema Spiele dominiert. Mit 19 (12) Einträgen (davon 14 [4] mit der Zusatzkategorie Gespielt) zum Thema lag diese Kategorie sogar mit etwas Abstand vor der Gesundheit mit 10 (11) Einträgen. Hier die Übersicht darüber, welche Kategorien in diesem Jahr wie oft mit einem Eintrag verknüpft wurden:

Man kann erkennen, dass Beim Christoph zwar nicht zu den Hochzeiten der Spieleberichterstattung zurückkehrt ist. Gleichzeitig wird aber deutlich, dass es stattdessen eben nicht nur um komischen Gesundheitskram und/oder Katzen geht wie es vielleicht den Anschein hat. Beim Christoph ist schlicht im (vom Webmaster verhassten) „Blog“-Stadium angekommen und es geht mehr oder weniger gleichwertig um alles, was mich im täglichen Leben so beschäftigt. Das scheint, wie wir weiter unten noch sehen werden, zwar weniger Leute zu interessieren als die reine Spielethematik. Aber wie heißt es so schön? Man sollte über das schreiben, was man kennt. Und das ist aufgrund der Reduktion des Spielekonsums nun eine etwas differenzierte Angelegenheit als früher. Insofern kann man es auch wieder positiv sehen. Erwachsen werden, Weltblick erweitern und so.

Dass es abseits der Einträge wieder keine neuen Inhalte wie Podcasts oder Videos gab erwähne ich an dieser Stelle einfach mal so nebenbei. 2018 wird es voraussichtlich nicht viel anderes werden, auch wenn Lysanda vor allem im Gesundheits- und Katzenbereich so einige Ideen hat, die ggf. über die Textform hinausgehen. Mal schauen ob sich daraus irgendetwas entwickelt.

Der Umfang

Beim Thema der Länge der einzelnen Einträge, geht die Kurve aus nachvollziehbaren Gründen wieder nach oben mit nun durchschnittlich 1155,3 (834,8) Wörter pro Eintrag. Schließlich haben die Donnerstags-Umfragen mit ihren nur 3-4 Zeilen Text den Wert ganz schön in den Keller gebracht. Rechnet man entsprechend aus 2015 und 2016 die Umfragen heraus, ist die durchschnittliche Wortanzahl je Eintrag zwar trotzdem seit dem Höhepunkt anno 2014 mit sagenhaften 1389,8 Wörtern etwas abgesunken aber immer noch über dem Niveau von 2011.

Insgesamt gibt es nun 1.429 Einträge hier auf der Seite mit einer Gesamtlänge von 1.107.381 (1.042.682) Wörtern. Wenn ihr das Archiv von Anfang bis Ende durchlest, habt ihr also den Inhalt von mindestens 15 Romanen verschlungen. Ob ihr in der Zeit nicht besser besagte Romane gelesen hättet…darauf gehen wir an dieser Stelle lieber nicht weiter ein :smile: . Lustigerweise habe ich mit 64.699 Wörtern dieses Jahr fast genauso viele wie 2016 getippt (64.277). Und liege damit aber immer noch unter dem Wert von 2008, wie die Übersicht zeigt:

Irgendwie fällt mir jedes Jahr ein neuer Wert ein, zu dem ich eine Statistik machen kann. Mal schauen was es nächstes Jahr sein wird :smile: .

Immer noch kein Kommentar

Jetzt aber genug zu meinem Geschreibsel. Schauen wir uns stattdessen mal an, was ihr so 2017 getrieben habt. Die Antwort: Mit 66 (149) Kommentaren leider nicht viel. Am häufigsten haben neben meiner einer mit 14 (31) noch Kirika mit 10 (39), v138 mit 10 (19) und Zille mit 8 (10) Kommentaren ihre Meinung unter einem Eintrag geäußert. Sehr, sehr wenig wenn man sich die Übersicht anschaut:

Umgerechnet macht das schlappe 1,2 (1,9) Kommentare pro Eintrag und ist der schlechteste Wert in der neueren Geschichte der Seite (die beginnt ab 2006). Wenn es noch weiter sinkt, muss ich wohl doch wieder ein Forum eröffnen :wink: .

Immerhin: Wenn mal ein Kommentar da war, dann hatte er einen gewissen Umfang mit durchschnittlich 103,7 Wörter pro Kommentar. Also fast einer Verdoppelung im Vergleich zu 2016 mit 52,9 Wörtern.

Damit kommen wir insgesamt auf 6.554 (6.488) Kommentare mit einer Gesamtlänge von 497.832 Wörtern. Die halbe Million wurde also leider nicht geknackt. Nächstes Jahr sollte das aber bei gleichbleibender Beteiligung klappen, oder nicht?

Persönlich finde ich es wie immer schade, dass nicht so viel kommentiert wird. Aber die Gründe hatten wir ja schon mehrfach erörtert und sind für mich auch absolut nachvollziehbar. Durch die weitere Reduktion der Einträge, die erweiterte Themenvielfalt sowie der damit verbundene stärkere Blogcharakter ist der Mitredebedarf einfach nicht mehr ganz so groß. Was will man schließlich unter einem Katzeneintrag viel mehr schreiben als „Doofes Vieh!“ oder „Haha, wie süß!“? Eben. Von daher zwar schade aber ist halt so. Solange ihr mein Geschreibsel zumindest noch lest und halbwegs interessant findet (bzw. es vielleicht sogar weiterhilft), können ich und somit Beim Christoph damit leben. Zumal ich die Hoffnung nicht aufgebe, dass ich zumindest ab und zu einen Eintrag raushaue, wo es euch dann doch mal in den Fingern juckt (wie vermutlich der heutige :smile: ).

Besucherspionage – Anzahl

Die Übersicht von Google Analytics

So viel also zu den Inhalten von Beim Christoph. Dieses Jahr gefühlt etwas kürzer aber ehrlich gesagt wüsste ich nicht worüber ich noch groß referieren könnte. Vorschläge gerne in die Kommentare :tongue: . Kommen wir stattdessen zur anderen Seite der Medaille, die direkt durch die Inhalte beeinflusst wird: Den harten Fakten. Zur Erinnerung: Gemäß meiner Datenschutzerklärung läuft im Hintergrund der Seite Google Analytics mit und erzählt mir alles von euch. Von der Größe eurer Unterhose bis zum Inhalt eures Schweizer Kontos – nichts bleibt mir verborgen! Zumindest solange ihr nicht das Script bspw. mit dem offiziellen Browser-Plugin blockt, wie es selbstverständlich euer gutes Recht ist. Verstehe zwar nicht warum ihr das tun wolltet, schließlich sind die Daten doch immer hochinteressant für mich. Aber vielleicht habt ihr ja doch was zu verbergen?! Es soll wohl niemand von eurer Teddybärensammlung erfahren…ich verstehe schon :wink: . Schauen wir doch mal, was für Daten uns diejenigen unter euch ohne Blocker im Zeitraum 01.01. bis 27.12.2017 so hinterlassen haben. Die Zahlen von 2016 stehen erneut in den Klammern.

Wie aufgrund der reduzierten Anzahl an Einträgen und den wenigen Kommentaren erwartet sind die Besucherzahlen massiv eingebrochen. Genauer gesagt um satte 52,26% auf nur noch 4.741 (9.931). Das macht 13,13 (25,94) Besucher pro Tag. Davon sind 3.290 (6.262) sogenannte Uniques mit 8.037 (16.841) Seitenaufrufen. Also auch hier jeweils ein Einbruch um die 50%. Die Dauer der einzelnen Sitzungen ist ebenso um 18,29% auf nur noch 1 Minute und 41 Sekunden gesunken. Gleich geblieben ist ausschließlich mit 1,70 (1,70) die Anzahl an aufgerufenen Seiten pro Sitzung. Ich hoffe, dass dieser Trend 2018 nicht weiter anhält, sonst muss ich mir doch 2019 schwer überlegen ob Beim Christoph in dieser Form tatsächlich noch Sinn macht.

Ich weiß: Ich behaupte immer es wäre mir egal ob es viele oder nur einer liest. Und das stimmt natürlich. Hauptsache ich schreibe überhaupt. Aber wenn es tatsächlich keinen mehr interessiert, dann wäre bspw. eine vollständige Rückkehr zum Tagebuchmodus zu Beginn der Neuzeit denkbar (Einträge ohne Mindestlänge und ohne festen Zeitplan). Oder wirklich eine radikale Konzeptänderung mit bspw. einer neuen Fokussierung auf ein völlig anderes Themengebiet. Mal schauen. Noch ist es zu früh Beim Christoph komplett abzuschreiben. Ich wollte damit nur sagen, dass ich mir freilich wie immer meine Gedanken mache, wie ich die Seite am besten auf meine neue Lebenssituation umstellen kann ohne euch noch weiter vor den Kopf zu stoßen.

Um diesen Absatz aber auf einer positiven Note enden zu lassen: Google Analytics trackt mittlerweile auch die Tageszeit, zu der die jeweilige Seite besucht wird. Hier das dazugehörige Bild:

Die Erkenntnis ist wenig überraschend: Die meisten Besucher waren im letzten Jahr Sonntags, Montags und Dienstags nachmittags unterwegs. Der Anstieg Dienstagnachts um 23 Uhr schiebe ich auf irgendwelche Spambots, die Google nicht rausfiltern kann. Oder ist hier tatsächlich jemand, der explizit immer um diese Uhrzeit vorbeischaut :smile: ?

Besucherspionage – Herkunft

Zu wissen wie viele Leute da waren ist schön und gut. Wichtiger und interessanter sind natürlich die Daten, die sie mitbringen. Zum Beispiel, dass heuer 51,4% (35,3% direkt www.beimchristoph.de in den Browser eingetippt oder zumindest ein entsprechendes Lesezeichen angeklickt haben. 32,1% kamen über eine Google-Suche hierher, was in Sachen Anteil an den Gesamtusern tatsächlich 10,7% mehr sind als letztes Jahr. Dafür fanden nur noch 15,1% (32%) ihren Weg über irgendwelche Verweise auf anderen Webseiten hierher. Am meisten abgesackt sind aber die Zugriffe über die sogenannten Sozialen Netzwerken mit nur noch 1,4% (11,3%). Das entspricht einem Rückgang von satten 93,95% auf nur noch 68 (1.124) Zugriffe.

Von diesen 68 Zugriffen kommen exakt 100% von Facebook – vermutlich aufgrund von Verlinkungen von Lysanda. Von allen anderen Netzwerken kam dieses Jahr niemand hierher. Wenig verwunderlich, da ich auf Twitter dieses Jahr erneut keinen einzigen Link gepostet habe (sollte ich wirklich mal wieder tun) und auf deviantART scheinbar auch keiner einen Grund hatte die dortigen Links anzuklicken. Neben meinen Dauerbrennern (die beiden Kur-Einträge), die vor allem bei Google sehr weit oben zu finden sind und den Körpertuning-Artikeln, war übrigens mein Podcast mit Harald Fränkel heuer wieder ein großer Besuchermagnet. Ist ja auch ein absolut zeitloses Werk *ist stolz auf sich*.

Besucherspionage – Hardware

Mein heimischer Arbeitsplatz (Katze im Preis inbegriffen)

Was steht als nächstes auf der Liste? Ach ja: Wie kommen die lieben Besucher eigentlich auf die Webseite. Nun, damit:

  1. Desktoprechner wurden bei 2.821 (5.904) Zugriffen verwendet was 59,50% (59,45%) entspricht
  2. Smartphones wurden bei 1.587 (3.500) Zugriffen verwendet was 33,47% (35,24%) entspricht
  3. Tablets wurden bei 333 (527) Zugriffen verwendet was 7,02% (5,31%) entspricht

Es hat sich also dieses Jahr so gut wie gar nichts getan wenn man sich die Aufteilung des Kuchens anschaut. Ein paar Zugriffe haben sich vom Smartphone aufs Tablet verschoben aber insgesamt ist das Bild unverändert. Die allermeisten unter euch nutzen immer noch den klassischen Desktop (oder Laptop), um im Internet zu surfen. Vermutlich ein Großteil davon von der Arbeit aus – böse, böse. Wie gut, dass Google Analytics sowas noch nicht trackt :smile: . Hätte tatsächlich erwartet, dass der Smartphone-Anteil weiter zu Lasten des Desktops ansteigt.

Als nächstes gibt es die Antwort auf die Frage, was für Smartphones aktuell bei unseren Besuchern so „in“ sind. Das Ergebnis:

  1. Apple iPhone mit 746 (1.447) Zugriffen unverändert auf Platz 1
  2. Apple iPad mit unverändert 213 Zugriffen (alt Platz 3)
  3. Samsung SM-G920F Galaxy S6 mit 97 (588) Zugriffen (alt Platz 2)
  4. Samsung SM-G930F Galaxy S7 mit 60 (93) Zugriffen (alt Platz 5)
  5. BQ BQS-5065 Aquaris X5 Plus als Neueinsteiger mit 43 Zugriffen

Das Samsung Galaxy S5 ist aus den Top 5 komplett rausgefallen. Im Laufe des Jahres haben also zumindest einige Besucher auf ein anderes Modell gewechselt. Von dem Android-Telefon von BQ habe ich bislang noch nie etwas gehört. Andererseits bin ich im Smartphone-Markt nicht unbedingt so tief drin. Schließlich bin ich fest in Apples Hand (auch wenn ich weiterhin mein iPhone 6+ in Betrieb behalte statt auf etwas Neueres zu wechseln). Keine Ahnung ob der Unterschied bei den Android-Sachen abseits des Supports wirklich so groß ist zwischen den Herstellern. Ich würde zwar auch eher zu einem Samsung-Gerät greifen. Aber das liegt schlicht und einfach daran, dass ich die Marke kenne und weiß, dass sie mir in der Hose explodieren kann :smile: . Ungeachtet dessen finde ich es natürlich immer toll, wenn der Markt nicht nur von zwei Firmen dominiert wird, sondern offensichtlich mal jemand anderes was interessantes rausbringt.

Besucherspionage – Anbieter

So (oder besser) muss das aussehen

Die Hardware ist die eine Sache. Für mich als Mitarbeiter eines gewissen deutschen Telekommunikationsunternehmens interessiert mich aber selbstverständlich viel mehr mit welchem Anbieter ihr im Internet unterwegs seid. Ja, die allermeisten teilen es Google tatsächlich nicht mit (auf Platz 1 ist „not set“) aber wir können eben nur die Daten nehmen, die mir zur Verfügung stehen. Leider muss ich da auch wieder ausfiltern. Habe ich schon erwähnt, dass Google bis heute nicht gescheit mit Spam richtig umgehen kann? Naja, die bereinigte Liste müsste aus meiner Sicht so aussehen:

  1. Deutsche Telekom AG mit 869 (1.383) Zugriffen
  2. OVH Hosting Inc. als Neueinsteiger mit 221 Zugriffen
  3. Vodafone GmbH mit unverändert 156 Zugriffen (alt Platz 4)
  4. Arcor AG mit immer noch 135 Zugriffen (alt Platz 5)
  5. Berolina Klink GmbH & Co. KG als Neueinsteiger mit 103 Zugriffen

Gut, dass mein Arbeitgeber immer noch Platz 1 ist, ist schön. Der letztjährige 3. Platz, Telefonica O2 Germany, ist komplett aus der Top 10 verschwunden während Kabel Deutschland (alt Platz 2) überhaupt nicht mehr auftaucht in der Statistik?! Wenn stattdessen der Vodafone-Anteil gestiegen wäre, könnte ich es ja noch nachvollziehen, aber einfach so komplett weg? Komisch. Vielleicht hat ja einer in den Kommentaren eine Idee, was ich hier übersehe.

Die Neueinsteiger kapiere ich allerdings genauso wenig. OVH Hosting ist, wie der Name schon sagt, eigentlich erst einmal ein Hosting-Anbieter und kein Provider. Und die Berolina Klink ist eine Reha-Klinik irgendwo bei Hannover. Ich kann mir es nur erklären, dass es sich bei beiden um ein firmeninternes Netzwerk handelt, dass sich im Netz so meldet. Ähnlich wie wir es vor ein paar Jahren schon mit dem „Network of Ariva“ hatten. Aber egal was am Ende dahintersteckt: Solange ihr keine Spambots seid, finde ich es toll, dass ihr vorbeischaut!

Besucherspionage – Browser

Ich benutze weiterhin Maxthon (der als Chrome erkannt wird)

Kommen wir als nächstes zur verwendeten Software, auch wenn es da in diesem Jahr zumindest in Sachen Browser absolut keine Veränderungen in der Rangliste gab:

  1. Chrome mit 2.075 (4.767) Zugriffen
  2. Firefox mit 1.086 (2.231) Zugriffen
  3. Safari mit 1.051 (1.753) Zugriffen
  4. Opera mit 166 (332) Zugriffen
  5. Internet Explorer mit 155 (326) Zugriffen

Erst auf Platz 6 kommt mit 54 (97) Zugriffen Microsofts Edge-Browser. Warum auch immer ist der Internet Explorer quasi weiterhin häufiger im Einsatz. Liegt vielleicht wieder an diversen Arbeitsrechnern, die ja meist ältere Software nutzen und man keine Dritt-Browser installieren darf. Wobei letzteres vermutlich gar nicht mehr so ganz stimmen dürfte. Ich gehe stark davon aus, dass viele Firmen mittlerweile erkannt haben, dass es selbst im Intranet nicht so gut ist mit einer riesigen Sicherheitslücke unterwegs zu sein und es zumindest dem Arbeitnehmer freistellen welchen Browser er nutzt. Natürlich sind dann trotzdem viele interne Seiten weiterhin nur auf den IE ausgelegt – aber ein Schritt nach dem anderen. Bitte? Ich klinge, als würde ich aus Erfahrung sprechen? Wer kommt denn auf sowas…

Wechseln wir lieber zur nächsten Übersicht: Auf welchem Betriebssystem der jeweilige Browser installiert ist. Hier gab es immerhin eine kleine Veränderung:

  1. Windows mit 2.628 (4.878) Zugriffen (unverändert Platz 1)
  2. Android mit 990 (1.822) Zugriffen (alt Platz 3)
  3. iOS mit 903 (2.155) Zugriffen (alt Platz 2)
  4. Macintosh mit 121 (789) Zugriffen (unverändert Platz 4)
  5. Linux mit 79 (181) Zugriffen (unverändert Platz 5)

iOS und Mac waren quasi die großen Verlierer durch den massiven Einbruch der Besucherzahlen. Deckt sich zwar irgendwie nicht ganz mit der Gerätestatistik, da dort Android einen stärkeren Verlust hinlegen musste. Aber hey: Bei sich so stark veränderten Grundzahlen ist eine korrekte Einschätzung durchaus schwierig (weshalb ich auch auf die Prozentangaben in diesem Jahr verzichten habe). Immerhin: Windows Phone, BlackBerry und sogar die Nintendo Wii tauchen 2017 erneut in der Top 10 auf.

Besucherspionage – Der Rest

Ich bin immer aktuell!

Google wertet auch eure Adobe Flash Player-Version aus. Aber da allein in diesem Jahr vier Versionssprünge stattgefunden haben, ist die Übersicht aus meiner Sicht nicht wirklich brauchbar ohne sie zeitlich weiter einzugrenzen. Schließlich liegt Version 24 schon allein deswegen auf Platz 1, weil sie seit November 2016 verfügbar ist und Version 28 erst seit Dezember. Immerhin: Von Version 21 (April 2016) haben die meisten auf etwas Aktuelleres gewechselt. Schließlich gehört der Flash Player heutzutage zu einer der größten Sicherheitsrisiken im World Wide Web.

Dann gibt Google noch Auskunft darüber, ob ihr Java aktiviert habt: Bei 3.965 (7.024) Zugriffen war die Java-Unterstützung nicht aktiv und nur bei 776 (2.907) war sie an. Keine Ahnung ob das tatsächlich großartige Auswirkungen auf die Nutzung von Beim Christoph hat. Das müsste uns Rondrer verraten.

Interessanter ist da schon die Statistik über die Bildschirmfarben, die mich jedes Jahr wieder mit einem Fragezeichen zurücklässt:

  1. 24-bit nutzten 2.991 (6.294) Zugriffe
  2. 32-bit nutzten 1.698 (2.988) Zugriffe
  3. 16-bit nutzten 15 (24) Zugriffe

Hier bin ich erneut auf die Analyse unserer Computerexperten angewiesen. Ich hätte eigentlich erwartet, dass mittlerweile alle Geräte (sowohl Desktops als auch Smartphones) mit 32-bit Farbtiefe unterwegs sind. Dem scheint aber nicht so zu sein. Sind es immer noch die Smartphones – ggf., weil sie komisches Zeugs melden (siehe Thema Auflösung)? Oder woher könnte dieser Wert stammen? Bitte um Unterstützung in den Kommentaren! Ich finde unter Windows 10 nicht einmal mehr die Möglichkeit die Farbtiefe anzupassen…

Bei den Auflösungen hat sich allerdings tatsächlich was getan. Letztes Jahr hatte Rondrer ja festgestellt, dass sich sein Android-Handy mit „360×640“ meldet. Das scheint heuer weniger oft vorgekommen zu sein, wie die Top 5 zeigt:

  1. 1920×1080 verwenden 728 (1.300) Besucher (alt Platz 3)
  2. 1366×768 verwenden 593 (1.654) Besucher (alt Platz 1)
  3. 2560×1440 verwenden 592 (322) Besucher (Neueinsteiger)
  4. 360×640 verwenden 567 (1.519) Besucher (alt Platz 2)
  5. 1024×768 verwenden 302 (118) Besucher (Neueinsteiger)

Die Auflösungen 1680×1050 und 1920×1200 sind komplett aus der Top 10 rausgefallen. Es haben also zum einen einige unter euch tatsächlich den Monitor gewechselt. Und zum anderen scheinen einige Handys nun eine andere Auflösung zu melden (oder Google sie richtig zu interpretieren). Immer gut. Und nein, auch in diesem Jahr ist die Palit GeForce GTX 1070 Super Jetstream nicht in meinen Rechner gewandert. Ich glaube mittlerweile wäre wahrscheinlich einfach mal wieder ein Gesamtupgrade (Mainboard, RAM, CPU, SSDs, etc.) sinnvoller statt nur ein GPU-Update. Aber nächstes Jahr steht erst einmal ein Network Attached Storage (NAS) auf meiner Einkaufsliste (vermutlich von Synology mit zwei Bays, jeweils mindestens 4 TB und die dann im RAID). Aber ich halte euch natürlich wie immer auf dem Laufenden was meine Hardwarekäufe angeht :smile: .

Gesamtfazit

Und damit ist mal wieder auf einem großen Haufen DINA4-Seiten alles gesagt, was es auf Basis der zur Verfügung stehenden Statistiken zu sagen gibt. Die herausstechenden Punkte sind natürlich die endgültige Halbierung der Einträge sowie der eindeutig damit verbundene massive Rückgang der Besucher- und Kommentarzahlen. Zwar gab es heuer wieder mehr Einträge, in denen es zumindest zum Teil um Videospiele ging. Aber einen Grund darüber großartig zu diskutieren gab es trotzdem nicht. Ich kann entsprechend nur noch einmal hoffen, dass ihr mein Geschreibsel trotzdem halbwegs gerne lest und hier und da euren Nutzen daraus zieht. Auf jeden Fall gilt:

Ein dickes Dankeschön an alle Besucher, egal ob ihr nur unregelmäßig vorbeischaut und kommentiert oder Beim Christoph als Startseite eingerichtet habt. Ohne euch, würde das alles hier schon lange überhaupt keinen Spaß mehr machen!

Was 2018 bringen wird, ist wie oben angedeutet noch nicht ganz klar. Einen Eintrag jeden Montag wird es aber auf absehbare Zeit weiterhin geben inklusive der Themenvielfalt aus Katzen, Unterhaltungsmedien, Haushalt und Gesundheit. Wie ich aber auch im letzten Jahresrückblick schon geschrieben habe: Ich bin immer offen für Themenvorschläge. Wenn es etwas gibt, was euch interessiert und wo ihr denkt, dass ich was zu sagen hätte, dann immer her damit. Und nein: Religion und Politik gehören definitiv weiterhin nicht dazu.

Aus dem Leben des Webmasters

Das war also 2017 aus Sicht von Beim Christoph. Was fehlt jetzt noch? Mal überlegen…mmmh…ist immer so kompliziert sich den Aufbau von diesen „Traditions“-Einträgen zu merken. Bitte? Die Überschrift sagt es doch schon? Ach Mist, erwischt. Natürlich fehlt jetzt noch ein Blick auf mein eigenes Leben. Wie ist es mir heuer ergangen und wie denke ich geht es 2018 weiter?

In Hinsicht auf meine Arbeit könnte ich im Prinzip grad den Text von letztem Jahr wieder hier reinkopieren. Ich mache weiterhin die Tätigkeit, die ich seit dem Wechsel nach Darmstadt mache (mittlerweile schon wieder drei Jahr her) und ich fühle mich auch prinzipiell weiter wohl dort. Gegen Ende des Jahres ist es etwas stressig geworden (wird sich im neuen Jahr sicherlich fortsetzen) weil es plötzlich in unserer IT-Landschaft eine große Bewegung gibt. Aber ich werde immer noch gut genug für die Tätigkeit bezahlt (nächste Gehaltserhöhung ist ab heute gültig) und in Sachen Work-Life-Balance kann ich mich ebenfalls absolut nicht beschweren (Gleitzeit und Home-Office-Möglichkeiten sei Dank). 2018 erwarte ich auf der Arbeit auch keine großen Überraschungen oder einschneidende Veränderungen und ganz ehrlich: Das ist völlig okay. Mir reichten die Abwechslung und die Herausforderungen, die ich jetzt schon habe. Meine Freizeit ist mir einfach mittlerweile wichtiger geworden. So mache ich zwar mit dem Japanisch nächstes Jahr nicht direkt weiter, bin aber froh es endlich zumindest mal tatsächlich angefangen zu haben es zu lernen. Darüber reden tue ich ja schon länger. Der erste Brief mit vielen japanischen Wörtern ist schon vor Weihnachten Richtung Japan ausgelaufen. Mal schauen was sie darüber denkt :smile: .

Privat – Leben

Sieht doch nett aus!

Zuhause haben wir es mittlerweile geschafft die 1. Etage komplett zu renovieren wie wir sie aktuell haben wollen. Natürlich haben gewisse Katzen schon wieder hier und da ein paar Kratzer in die Wand reingemacht, weshalb ich schon wieder zur Farbe greifen müsste. Aber die Reste von 2016 (Flur, Bad, Kabuff) wurden heuer alle von uns erfolgreich abgearbeitet. Auch im Garten sind wir einen großen Schritt weiter. Lysanda hat im Beet die ersten Eigenanbauversuche hinter sich gebracht und ansonsten haben wir überall Pflanzenkübel, Bäume, Sträucher und so weiter nach unseren Vorstellungen verteilt. Hier und da fehlt noch ein bisschen Erde (vor allem in der Einfahrt durch die Notfallgrabung) und an der Terrasse müsste ein bisschen was gemacht werden. Doch wie heißt es so schön? Eins nach dem anderen! Aktuell ist weiterhin erst einmal der Keller dran.

Erwähnenswerte Höhepunkte gab es heuer ansonsten aus meiner Sicht nicht so wirklich. Finde ich allerdings gut (und hatte ich mir letztes Jahr genau so gewünscht). Lysanda und ich leben unser neues Leben als Familie, uns geht es gut, das Geld ging auch nicht aus, ich konnte mal wieder ein bisschen zocken und wir haben uns immer noch gern und so weiter und so fort. Wie gesagt: 2017 war für mich vergleichsweise langweilig aber im positiven Sinne. Ja, wie oben schon erwähnt ist Nica viel zu früh von uns gegangen. Immerhin haben wir nicht wochenlang vergeblich auf sie gewartet. Sie war einfach morgens nicht da und nachmittags hat Tasso angerufen. Hätte den Umständen entsprechend echt nicht besser passieren sollen. Deswegen auch an dieser Stelle noch einmal mein Appell: Wenn ihr eine Katze auf der Straße liegen seht und ungefährlich anhalten könnt, dann legt sie zumindest an den Straßenrand (damit sie nicht völlig zu matsch gefahren wird). Bestenfalls nehmt ihr sie mit und bringt sie zum nächsten Tierarzt. Der Besitzer wird es euch unendlich danken!

Immerhin war 2017 in Sachen Katzen nicht nur traurig, denn Pichu und Jules sind eingezogen. Außerdem haben sich Balu und Lyssi weiter eingelebt und wollen – zumindest sieht es so aus – definitiv nicht mehr weg.

Privat – Gesundheit

In Sachen Gesundheit war 2017 etwas gemischt aber mit Tendenz zum Positiven. Wieder so einige Ärzte besucht und die Waage zeigt leider aktuell wieder etwas mehr an (die Kleidergröße halte ich aber zum Glück grade noch so). Dafür würde ich sagen, dass ich meine Psyche sehr gut in den Griff bekommen habe durch diverse Maßnahmen (Hypnose, NEMs, EFT, Reiki). Nein, eine neue „klassische“ Psychotherapie habe ich nicht gemacht. Das sehe ich mittlerweile aus diversen Gründen als reichlich sinnlos an (das gilt nur in Bezug auf mich! Das ist keine Verallgemeinerung!). Freilich habe ich wie jeder Mensch auch mal meine schlechten Tage. Aber die sind bei weitem nicht mehr so schlimm und vor allem häufig wie noch 2016. Insgesamt fühle ich mich mittlerweile also tatsächlich halbwegs wohl in meiner Haut, obwohl es weiterhin Luft nach oben gibt vor allem was so die Standardsachen betrifft (bspw. das Liebe Selbstwertgefühl). Vielleicht ist 2018 dann mal die Zeit gekommen einen entsprechenden Eintrag zu tippsen – mal schauen.

Eine zufriedene Katze (Jules-Symbolfoto)

Außerdem habe ich 2017 bekanntlich meine Nase richten lassen. Lysanda schläft zwar immer noch mit Ohrstöpseln, weil mein Schnarchen nicht zu 100% aufgehört hat. Aber es ist definitiv um einiges besser (und leiser) geworden und, was noch wichtiger ist, ich kann spürbar besser atmen. Hatte gleichzeitig überraschend wenig mit meinen Allergien zu kämpfen in diesem Jahr und mein Asthma habe ich weiterhin sehr gut im Griff (meine Lungenwerte sind so gut wie vor zwei Jahren – bei weniger Medikamenten!) mit klarer Tendenz nach oben. Ungeplant war ich nur mal zu Ostern krank, weil ich es mit dem Entgiften ein wenig übertrieben habe. Ansonsten keinen großartigen Schnupfen oder sonst irgendwelche Volks-Wehwehchen gehabt. Da sag‘ noch einer NEMs und Alternativmedizin würden nicht helfen!

Ansonsten habe ich weiter fleißig das Fitnessstudio und meine Kurse besucht (Rückenfitness, Reha-Kurs und Aqua Fitness). Dass mein Bauch sich immer noch nach vorne wölbt ist also ganz eindeutig ein Ernährungsthema. Warum müssen Süßigkeiten und Kohlenhydrate auch so gut schmecken?!

Privat – Zähne

Ein großes Thema waren auch meine Rückschmerzen wo uns erst gegen Ende des Jahres ein richtiger Durchbruch gelang mit dem großen Thema „CMD“. Das ist zwar noch nicht abgeschlossen, aber meine Rückenschmerzen sind definitiv schon wesentlich weniger geworden durch die dazugehörige Physiotherapie und den Spezialübungen, die ich machen soll. Ich wache dadurch nicht mehr jeden morgen damit auf, sondern nur noch ab und zu. Ich hoffe, die Schiene hält was sie verspricht und ist nicht einfach nur ein verdammt teurer Spaß (~2.000 Euro).

Wegen meiner Zahnzusatzversicherung kann ich die erst im Januar einbauen lassen (hatte Anfang 2017 gerade gewechselt…). Dieses Jahr musste die erst einmal meine Ersatzfüllungen und Implantantkrone bezahlen. Die waren nicht gut gemacht, weshalb sie mein CMD-Zahnarzt ausgetauscht hat. Wenn der Biss nicht in Ordnung ist, hilft nämlich auch die Schiene nichts. Aus meiner Sicht war es aber das Geld wert. Vor allem die Implantatkrone ist eine riesige Erleichterung. War bislang immer ein totaler Entzündungsherd aber keiner meiner bisherigen Zahnärzte hat da außer ein bisschen Salbe drauf schmieren etwas gemacht. Dabei war schlicht das Problem, dass die Krone nicht richtig an den Zwischenraum angepasst war und auf das Zahnfleisch drückte. Das sollte doch eigentlich jedem Zahnarzt auffallen…

Privat – Ausblick

Meine Japanisch-Mappe

Auch heuer muss ich für vieles aus den vorherigen Absätzen ein großes Dankeschön an Lysanda richten. Sie ist weiterhin eine unschätzbare Motivationsquelle und Unterstützung nicht nur aber vor allem was meine Gesundheit angeht. Wenn sie sich nicht in die Themen einlesen und mich anstupsen würde, würde ich immer noch in meinem Kellerloch vor mich hin weinen. Klingt hart aber was meinen Körper angeht bin ich einfach eine total faule Sau, die lieber in Selbstmitleid versinkt statt den ersten Schritt zu gehen. Doofe Angewohnheit. Solltet ihr absolut nicht nachmachen!

Und wie geht es 2018 weiter? Nun, prinzipiell hoffentlich erst einmal einfach wie dieses Jahr. Weiterhin fleißig Sport machen, Lysanda und die Katzen gernhaben, ein bisschen am Haus weitermachen und derlei völlig langweiliger, alltäglicher Kram. Ansonsten eindeutig wieder mehr für die Waage tun und schauen wie die Schiene mir weiterhilft. Auf der Arbeit erwarte ich zwar keine großen Überraschungen, bin aber natürlich trotzdem gespannt wie es weitergeht und was ggf. Neues dazu kommt. Vermutlich auch privat das eine oder andere Neue versuchen (ggf. mit Auswirkungen auf Beim Christoph – bspw. wird mein Bildungsurlaub 2018 eine Schreibwerkstatt sein) aber insgesamt trotzdem nichts überstürzen und vor allem Leben.

Epilog

Ich würde sagen, dass ist eine gute Stelle, um aufzuhören. Nach fast einer Woche Schreibarbeit und vermutlich dem 6. Platz auf der Rangliste der längsten Einträge auf der Webseite, ist es aber auch definitiv genug von mir für heute. Ich hoffe, ihr hattet Spaß am Lesen und wie es die Tradition verlangt, übergebe ich den Stab nun an euch: Wie war euer Jahr 2017?