Es mag nicht so wirken, aber es ist schon aufgeräumter.

…und damit sind vier Wochen Erholungsurlaub schon wieder rum. Passend dazu steht direkt heute die erste Dienstreise seit mindestens drei Jahren auf dem Programm. Hoffen wir mal, dass wir uns dabei nichts einfangen nachdem wir bislang das Thema erfolgreich umschifft haben. Aber zurück zu unserer bezahlten Abwesenheit: Die 28 Tage gingen wie immer viel zu schnell rum und bevor jemand fragt: Nein, wir waren nicht weg. Wir sind nicht die großen Urlauber und mit fünf Katzen ist das sowieso schwierig. Dafür haben wir die Zeit genutzt und neben dem “Erholen” auch einiges erledigt. Unter anderem die letzten noch verbliebenen Fenster mit Fliegenschutzgitter von Windhager versehen, die Katzenecke aufgebaut sowie fleißig aufgeräumt – und das nicht nur im Keller.

Ganz fertig sind wir zwar nicht geworden dort unten aber es hat sich definitiv schon massiv was getan. Vieles ausgemistet bzw. zum Verschenken zur Seite gelegt, haufenweise Zeugs anständig sortiert und weggeräumt – das Licht am Ende des Tunnels wird sichtbar. Jetzt müssen wir allerdings erstmal auf eine neue Ladung Aufbewahrungsstapelboxen warten. Ja, wir haben tatsächlich unseren Einkauf bereits fast vollständig “verbraucht”. Hätte ich nicht gedacht, dass wir 45 Kisten vollbekommen. Aber irgendwie haben wir trotz wirklich rigorosem Aussortieren immer noch viel Kram rumliegen. Allein schon eine ganze Kiste voller Anleitungen für allerlei Gerätschaften und Bauteile im Haus sowie acht Boxen für Bettwäsche…

Abstinenz

Was ich hingegen im Urlaub interessanterweise nicht gemacht habe ist Videospiele gespielt. Schlimmer noch: Mein Hauptrechner war in der Zeit sogar maximal 1-2 Stunden pro Tag an und hauptsächlich für langweiligen Alltagskram (E-Mails, Buchhaltung und so), Einträge wie diesen schreiben und natürlich meine Arbeit bei Co-Optimus. Die mache ich übrigens mittlerweile schon seit über zwei Jahren. Echt krass, wie die schnell die Zeit vergeht.

So viele Spiele, die ich niemals alle spielen werde.

Okay, Lysanda wirft an dieser Stelle ein, dass ich doch ein bisschen was gespielt habe. Und technisch gesehen hat sie natürlich Recht. So habe ich hin und wieder mal nebenbei Jets ’n’ Guns Gold gestartet, um weiter Achievements zu grinden (aktuell in Durchlauf 7 von 10 – es wird). Außerdem erledige ich jeden Tag die wichtigsten Sachen in Animal Crossing: New Horizons. Aber beides zählt für mich nicht so recht als “spielen”. Was ich stattdessen meine ist z.B. mal Metro Exodus* weiterspielen (derzeit bei der letzten Mission im 1. Gebiet) oder etwas anderes “Substantielles”. Doch irgendwie hatte ich dazu im Urlaub keine große Motivation. Lag sicherlich auch ein bisschen am Wetter. Schließlich macht es bei 35°C im Schatten keinen Spaß mit Kopfhörern rumzusitzen (selbst mit Klimaanlage). Aber dennoch bin ich durchaus von mir überrascht, dass ich trotz mittlerweile über 4.000 Spielen allein auf Steam irgendwie kein Bedürfnis hatte mich mit auch nur einem davon zu beschäftigen.

Zeitvertreib

Immerhin haben wir es geschafft ein paar Stunden vor dem Fernseher zu verbringen. Mein Ziel war es nämlich mich im Urlaub eine Runde mit dem Wüstenplaneten zu beschäftigen und Lysanda mal diese Welt vorzustellen. Wir haben allerdings nicht das neue Werk* von Denis Villeneuve geschaut. Da warte ich erstmal bis es vollständig ist. Stattdessen ging es mir um die Miniserie* aus dem Jahre 2000. Die hatte ich tatsächlich bislang noch nicht gesehen. Ich weiß, ich bin kein guter Dune-Fan. Aber das Wissen die Veteranen unter den Lesern ja schon länger, schließlich finde ich die neuen Werke* von Brian Herbert und Kevin J. Anderson gut – und das ist bekanntlich absolute Blasphemie aus Sicht der Frank-Herbert-Jünger.

Bevor wir uns allerdings der Serie plus ihrem Nachfolger Children of Dune* von 2003 widmen konnten, musste ich Lysanda erst noch David Lynchs “Meisterwerk”* von 1984 zeigen. Und ja, der Film ist mittlerweile echt schwer zu ertragen. Die schlechten Effekte, die gefühlte Langatmigkeit obwohl das Buch stark zusammengekürzt wurde, Sting in einer Unterhose… Ich fand ihn früher ganz nett und kultig aber 2022 irgendwie nicht mehr. Da helfen weder Totos famoser Soundtrack und Sir Patrick Stewart noch der ein oder andere Lichtblick wie z.B. das Setdesign an dem sich auch Dune 2000 orientierte. Nach dem Genuss der Miniserie muss ich sogar ganz klar sagen: Vergesst, dass dieses Werk existiert und schaut lieber die u.a. mit deutschen Geldern finanzierte Produktion.

Mehr Ausbreitungsraum

(Cover)

Dune – Der Wüstenplanet besteht aus drei Episoden mit jeweils mehr als 1 1/2 Stunden Länge und ist wesentlich näher am Buch dran als Lynchs Fassung. Nicht nur aber vermutlich auch, weil er eben 4 1/2 Stunden Zeit hat die Geschichte zu erzählen. Hat dem Werk im Gegenzug das ein oder andere “langatmig” von Kritikern eingehandelt, aber die haben ja keine Ahnung :wink: . “Näher dran” bedeutet aber nicht, dass die Serie Frank Herberts Erzählung sklavisch folgt. Speziell Prinzessin Irulans Rolle hat der Regisseur und Drehbuchautor John Harrison (durchaus sinnvoll) ausgedehnt. Und auch sonst gibt es hier und da kleinere Abweichungen in Szenen und Dialogen, die aber wenn überhaupt höchstens beinharte Fans stören dürften. Ich empfand es stattdessen als insgesamt sehr rundes Paket, das dem Roman grundsätzlich absolut gerecht wird.

Das Ganze ist aber freilich nicht ganz ohne Kritik. Die zahlreichen CGI-Effekte beispielsweise sind nun einmal wie sie sind – auf dem Niveau von 2000. Absolut nicht gut gealtert und alles andere als beeindruckend, wodurch viel von der Dramatik und Imposanz entscheidender Szenen verloren geht wie beispielsweise die erste Wurmsichtung oder der finale Angriff auf Arrakeen. Und selbst die gemalten Hintergründe kommen nicht an die Qualität der Meister ihres Fachs heran. Dadurch hat die ganze Serie durchweg ein “wir standen etwas unbeholfen vor einem Green Screen”-Feeling, was noch durch die eher Soap-Opera-artige Inszenierung der Dialoge verstärkt wird und mitunter in unfreiwilliger Komik mündet. Dazu tragen auch die Kostüme bei, die teilweise echt abgefahren und absurd sind. Die Sardaukar mit ihren komischen Baskenmützen und aufgeblasenen Pullis beispielsweise. Oder Prinz Feyd-Rautha Harkonnen mit seinem Dreieck hinter dem Kopf. Außerdem war mir speziell Baron Harkonnen zu “normal” (sowohl im Aussehen als auch in seiner Art). In der Hinsicht fand ich Lynchs abscheuliche Vision tatsächlich besser und näher am Buch.

Dennoch: Dune – der Wüstenplanet ist eine wirklich gute Umsetzung und Empfehlung. Die Schauspieler machen einen guten Job, die Geschichte wird verständlich erzählt und die Inszenierung ist trotz technischer Limitationen grundsätzlich gelungen. Den Lobeshymnen nach zu urteilen wird die Serie zwar von Denis Villeneuves Version übertroffen. Aber dazwischen liegen ja auch 20 Jahre.

Die einzige Verfilmung

(Cover)

Children of Dune ist ebenfalls in drei Teile aufgeteilt mit einer Laufzeit von rund 4 1/2 Stunden. Grob gesagt behandelt Teil 1 die Ereignisse in Der Herr des Wüstenplaneten* während Teil 2 und 3 dann das namensgebende Buch Die Kinder des Wüstenplanten* umsetzen. Und ja, man merkt die drei Jahre Unterschied. Die CGI-Effekte sind zwar immer noch relativ schlecht, aber trotzdem fand ich die zweite Serie tatsächlich handwerklich besser. Weniger “Green Screen”-Feeling, besser inszenierte Dialoge und erneut eine größtenteils gelungene schauspielerische Leistung. Speziell  von den zentralen Hauptcharakteren Leto II (James McAvoy – ja, der junge Charles Xavier), Ghanima (Jessica Brooks) und Alia (Daniela Amavia), die eine echt gute Figur jeweils machen.

Inhaltlich hat sich John Harrison wieder relativ stark an den Büchern orientiert mit der ein oder anderen Freiheit. Die Umsetzung ist allerdings nicht ganz so gelungen wie bei der ersten Serie. Das liegt daran, dass die ganze Sache mit dem Goldenen Pfad, dem Ghola, die Wurmtransformation und dergleichen durchaus etwas komplizierter ist und er vermutlich aufgrund der Laufzeit den ein oder anderen Zusammenhang unter den Tisch hat fallen lassen müssen. Das macht es für Nicht-Kenner des Buchs etwas schwieriger/unlogischer. Gleichzeitig passt die ein oder andere Veränderung schlichtweg nicht. So macht beispielsweise die finale Szene mit Ghanima und Farad’n überhaupt keinen Sinn. Der Dialog zwischen beiden ist zwar fast 1:1 aus dem Buch, aber leider fehlt Leto IIs Part und damit geht der komplette Kontext flöten. Sehr komisch und verwirrend.

Und doch: Ich fand Children of Dune richtig gut und unterm Strich tatsächlich sogar besser als Dune – Der Wüstenplanet. Zum einen, weil die Serie handwerklich einen Sprung gemacht hat. Zum anderen vermutlich aber auch, weil die Bücher 2 und 3 für mich tatsächlich etwas interessanter sind als Band 1. Außerdem ist es echt cool, dass sie mal anständig verfilmt wurden während sonst immer nur das Hauptwerk im Fokus steht. Entsprechend wie bei der ersten Serie von mir eine Empfehlung nicht nur aber vor allem für Fans der Bücher. Nur schade, dass John Harrison nicht weitermachen durfte. Hätte gerne Leto II als “fertigen” Sandwurm gesehen…

Sicarius

Alles für die Katz’

Ein relaxter Jules

“Euren Katzen geht es echt gut” meinte unsere Nachbarin, als sie uns beim Bau der Katzenchillecke beobachtete. Recht hat sie. Wir versuchen ja auch unser Bestes – Frage ist nur, ob es unsere lieben Vierbeiner genauso sehen :smile: . Vermutlich aber schon. Jules liegt zum Verfassungszeitpunkt beispielsweise auf der Terrasse auf dem Rücken und streckt alle viere von sich. So sieht höchstwahrscheinlich keine Katze aus, der es schlecht geht.

Aber ja: Wir haben vergangene Woche wie angekündigt unter anderem damit verbracht den ehemaligen Vogelkäfig seiner neuen Bestimmung zuzuführen. Und zwar haben wir Version 1 der Kletter- und Chillecke für die lieben Kleinen aufgebaut. Version 1, weil es garantiert noch Optimierungs-/Verbesserungspotential gibt. Das müssen uns aber Balu & Co. jetzt erst zeigen. Die Grundzutaten für die Ecke waren:

  • Ein Stück dicker Stamm aus dem Garten der Schwiegereltern
  • Vier alte Weinkisten von den ehemaligen Nachbarn
  • Drei durchsichtige Plexiglasrohre als Übergänge (200m Durchmesser, 3mm dick, 50cm lang)
  • Ein Klettersack*
  • Ein 08/15-Billig-Grill*, der sowieso schon herumstand

Aufbereitung der Kisten

Die fertige Kletter- und Chillecke

Die ursprüngliche Idee sah vor die Weinkisten mit einer ähnlichen Farbe wie die Wand zu streichen. Einfach, weil wir schon seit Jahren im Keller einen 3L-Eimer gelbliche Silikonfarbe stehen haben. War ein 5€-Restposten aus irgendeinem Baumarkt. Wie ihr auf den Bildern erkennen könnt, haben wir uns dann doch dagegen entschieden. Stattdessen habe ich die Kisten einfach nur mit unserer kleinen Maschine* abgeschliffen.

Damit war die Arbeit aber noch nicht ganz getan, denn wir wollten (und haben) die Kisten quer an die Wand gemacht. Das Problem dabei? Während an den kurzen Seiten der Weinkisten jeweils drei Latten sind, wurde auf den langen gespart und nur zwei installiert. Sprich es besteht akute “Katze fällt durch den Spalt”-Gefahr. Okay, eine ganze (erwachsene) Katze passt da selbstverständlich nicht durch aber beim Reinspringen könnte trotzdem irgendwas in die Hose gehen.

Eine Idee war es Sisal-Teppich* zurecht zu schneiden und überall zu befestigen. Aber das hätte wieder einen Einkauf bedeutet. Stattdessen haben wir erst einmal in unserem Vorrat im Keller voller Reststücke nach einer Möglichkeit gesucht den Spalt zu schließen. Dabei ist der naheliegendste Ansatz natürlich einfach eine weitere Latte dort festzunageln. Wir hatten allerdings nicht genug in der Hinsicht, um das bei allen Kisten machen zu können. Stattdessen sind uns die Laminatreststücke aus unserem Kabuff in die Hände gefallen. Und siehe da: Sie passten fast perfekt. Die Stücke oben drauf musste ich überhaupt nicht zurechtschneiden, bei denen für innendrin waren es nur 2-3cm.

Lerneffekt

Befestigt habe ich das Laminat dann mit 2-4 Schrauben (rostfrei, 3,5×16*). Also für die Platte oben reichten zwei von oben, für innendrin habe ich vier von unten reingeschraubt. Im Nachhinein betrachtet waren die 16mm etwas zu optimistisch, denn unser Laminat hat eine Schicht Schrittdämmung unten dran. Dadurch fressen sich die kurzen Schrauben nur ein klein bisschen in den Pressspan. Hält aktuell zwar, aber 20mm wären vermutlich besser gewesen und würden trotzdem nicht auf die andere Seite durchbrechen. Ein weiterer Nachteil unserer Konstruktion: Laminat ist sehr glatt. Entsprechend haben die Katzen mitunter etwas Probleme Halt zu finden bzw. nach einem Sprung zu stoppen. Je nachdem wie sich das entwickelt, könnte es also bei Version 2 dann doch darauf hinauslaufen, dass genau dieser Punkt angepasst werden muss.

Ein weiteres Optimierungspotential besteht darin 1-2 Latten bei der ein oder anderen Kiste auszusägen. Aktuell können diese nur von vorne betreten werden. Und auf die Kiste drauf geht es nur von der Seite oder mit einem großen Sprung. Wenn man jedoch z.B. auf einer Seite zwei der drei Latten entfernt, wäre ein einfacherer Zugang möglich ohne, dass die Integrität zu stark leiden dürfte. Und wenn man zusätzlich noch die obere, lange Seite rausschneidet, könnten die Katzen etwas einfacherer ihren Weg nach oben fortsetzen. Das ist vermutlich speziell bei der Kiste über dem Grill notwendig, da der Abstand zum Balken der Terrassenüberdachung nicht sehr groß ist und gefühlt die Maunzer Angst davor haben sich den Kopf beim hochspringen anzustoßen.

Die Montage

Das Befestigungsmaterial

Nachdem die Kisten präpariert waren, konnte die Befestigung an der Wand beginnen. Für die Kisten kamen jeweils zwei Haken (5,2×40*) zum Einsatz. Über die obere Querlatte hinten dann die Kiste daran aufgehängt. Das hat den riesigen Vorteil, dass man sie schnell und einfach wieder runternehmen kann und trotzdem sitzen sie bombenfest an der Wand. Hatten sogar ursprünglich mit drei Haken geplant aber definitiv nicht notwendig. Selbst bei einem 8kg-Kater keinerlei Bewegung oder Abrissgefahr. Vermutlich auch wegen der Verwendung von Fischer DuoPower-Dübeln (8×40*). Ich bin grundsätzlich von Fischer-Dübeln schwer überzeugt und die DuoPower sind einfach nochmal auf einem ganz anderen Level – vor allem bei schweren Sachen. Und in meinen bisherigen Erfahrungen als Hausherr habe ich definitiv gemerkt, dass es sowohl bei Schrauben als auch Dübeln spürbare Qualitätsunterschiede gibt.

Wenig verwunderlich also, dass zur Befestigung der Plexiglasrohre ebenfalls eine Runde Fischer-Dübel (dieses Mal 6×30*) zum Einsatz kamen. Dazu eine Handvoll Schrauben der Größe 5,0×50*. Da die Rohre mit 50cm vergleichsweise kurz sind, reichen zwei Schrauben pro Rohr für einen festen Halt. Aber Achtung: Nicht zu fest reindrehen, sonst reißt das Plexiglas. Woher ich das weiß? Na, weil es mir direkt bei der ersten passiert ist. Warum denn sonst?! Nene. Zum Glück ist der Riss nur lokal um das Bohrloch herum. Die strukturelle Integrität der Röhre ist also nicht beeinträchtigt.

Die erste (skeptische) Inspektion

Den Klettersack haben wir hingegen ebenfalls mit einem Haken an einer der Querbalken der Terrassenüberdachung befestigt. Kein großes Hexenwerk – gilt auch für den Klettersack. Haben spaßeshalber ein kleines Unboxing gefilmt (noch nirgends veröffentlicht) und wir waren in weniger als 15 Minuten von Karton aufmachen bis fertig aufgehängt durch. Den Katzen ist das Ding allerdings noch nicht geheuer. Grund ist ganz einfach, dass er frei hängt und er sich entsprechend bewegt, wenn einer dran rummacht. Vermutlich werden wir entsprechend noch was unten dranhängen (z.B. einen Pflasterstein), damit er nicht mehr so durch die Gegend schwingt. Oder halt noch ein zweites Loch in die Überdachung bohren an einer Stelle, wo er auf dem Boden schleift. Mal schauen.

Fazit

Den Katzen ist die neue Ecke (verständlicherweise) noch etwas suspekt. Lyssi dürfte die sein, die schon am meisten (und höchsten) von allein erkundet hat. Die anderen haben wir hier und da mal hochgesetzt und mit verteilten Leckerlis motiviert. Mal schauen, ob sich das mit der Zeit ändert und mehr Selbstständigkeit reinkommt. Wir hingegen sind grundsätzlich mit dem Ergebnis zufrieden. Es gibt zwar offensichtliches Verbesserungspotential, aber an den Grundlagen wird sich nichts mehr ändern. Stattdessen haben wir aus dem ehemaligen “Schandfleck” der Terrasse mit vergleichsweise simplen Dingen jetzt was echt Schönes für unsere Vierbeiner gemacht.

Schnarchen (unnötiges Symbolbild)

Ich gebe es ja nicht gerne offen zu, aber Lysanda und ich nächtigen schon seit bald zwei Jahren in getrennten Schlafzimmern. Nein, wir stehen nicht kurz vor der Trennung. Wir haben uns immer noch ganz dolle lieb, wie man so schön sagt. Wir liegen auch immer noch einige Zeit zusammen im Bett, bevor ich dann nach unten verschwinden. Stattdessen ist es das Männerproblem, welches mich wie schon anno 2016 ihrer sanften Umarmung entreißt. Sprich, ich schnarche wieder wie ein bekloppter. Und nein, es ist immer noch keine Schlaf-Apnoe. Nach der Nasenoperation 2017 war das Problem für einige Zeit besser geworden aber mit der Corona-Pandemie kam 2020 langsam aber sicher wieder meine nächtliche Geräuschkulisse zurück.

Hatte natürlich nicht direkt mit Corona zu tun. Aber zum einen fühlte sich mein linkes Nasenloch einfach wieder ständig “zu” an und zum anderen – das lässt sich nicht verleugnen – habe ich mich wie so viele andere im Home Office etwas zu sehr gehen lassen. Vor kurzem standen heftige 114kg auf der Waage. Das dürfte mein Schnarchen sicherlich ebenfalls gut fördern. Von der Front gibt es allerdings gute Nachrichten: Mittlerweile bin ich schon wieder bei 103kg angekommen – Tendenz glücklicherweise weiter sinkend.

Einschub

Theoretisch folgen Lysanda und ich schon länger dem 300g-pro-Mahlzeit-Limit. Aber wir haben das mehr als Orientierungswert genommen und meist nicht ganz so streng ausgelegt. Außerdem kann man selbst in “nur” 300g allerlei Mist reinpacken. So wiegen fünf normale Bratwürste auch nur 300g, schlagen aber mit heftigen 700kcal zu Buche – das dann am besten noch drei Mal am Tag (ja, für mich kein Problem) und schon ist da nicht mehr viel Luft was den täglichen Energiebedarf angeht. Entsprechend reißen wir uns angesichts des Blicks auf die Waage endlich mal wieder zusammen.

Die drei Zutaten für den Joghurt

Sprich ich schreibe mein Essen wieder penibel auf mit dem Ziel möglichst häufig unter 1.100 Kalorien zu bleiben. Gleichzeitig nur zwei Mahlzeiten am Tag (wir sind sowieso nicht die Frühstücker vor dem Herrn) mit besagtem 300g-Limit und einem höheren Gemüseanteil (mit dem Mann/Frau/Divers) dann gerne auch die 300g etwas sprengen darf). Und an 2-3 Tagen die Woche schießen wir zusätzlich den Vogel noch komplett ab und legen einen “Fastentag” ein. In Anführungszeichen, weil wir an dem Tag trotzdem eine normale Mahlzeit zu den oben genannten Konditionen zu uns nehmen. Das können dann durchaus mal die besagten fünf Bratwürste sein. Aber die zweite Mahlzeit ist dafür nur ein ~250g schwerer Flohsamenschalenjoghurt. Der besteht derzeit aus 60-80g Quark, der Rest Wasser sowie zwei Teelöffel Flohsamenschalen. Dann gut verrühren und ein paar Stunden stehen lassen (z.B. im Kühlschrank), damit die Flohsamenschalen arbeiten können. Hat so gut wie keine Kalorien (~60-80kcal), füllt aber den Magen und reicht um die Zeit bis zum Schlafen oder Abendessen zu überbrücken.

Klingt heftig, aber ist tatsächlich was den Hunger angeht vollkommen okay. Und die Waage zeigt, dass es echt was bringt. So habe ich im Juli ~8kg runter geschafft. Das darf gerne so weitergehen (wird es vermutlich nicht – die ersten Kilos sind immer die einfachsten). Und ja, die Fastentage machen gefühlt den größten Einschlag.

Zurück zum Thema

In Bezug auf die Nase bin ich 2020 dann natürlich gleich wieder zu meiner HNO getingelt. Die hat nicht wirklich viel gesehen (tut sie auch immer noch nicht) aber war eh egal, weil sie aufgrund von Corona sowieso keine Conchotomie mehr durchführte. Stattdessen überwies sie mich wieder ins HNO-Klinikum.

Dort haben sie zwar ebenfalls nicht wirklich viel gesehen selbst auf dem CT, der Oberarzt war aber trotzdem willig mich nochmal unters Messer zu legen und genauer hinzuschauen. Hatte sogar erst einen entsprechenden Termin ausgemacht aber aufgrund der Corona-Situation war meine Motivation eine Woche im Krankenhaus zu verbringen verständlicherweise äußerst gering. Somit blieb das Thema bis jetzt liegen, denn meine HNO hat diesen Monat endlich wieder angefangen Conchos anzubieten. Sie sieht zwar wie gesagt immer noch nicht so wirklich, wo der Luftstrom in meiner Nase beeinträchtigt wäre. Sie glaubt aber meinen Ausführungen zumal ich nach einer Runde von ihrem Nasenspray das Gefühl hatte, dass der linke Nasenflügel endlich mal weit offen ist. Insofern läuft es vermutlich darauf hinaus, dass ich mich im September nochmal lasern lasse. Hoffen wir, dass es das gewünschte Ergebnis bringt.

Ein neues Bett

Mein damaliges Wohnzimmer in Eckental mit besagtem Sofa

Ich schlafe also seit mittlerweile zwei Jahren im Keller. Soweit so gut. Bislang allerdings auf meinem Schlafsofa, das ich mir 2013 für meinen Umzug nach Eckental gekauft hatte. Lysanda meinte zwar schon länger, dass wir uns doch einfach mal ein Bett kaufen sollten. Aber mein Kopf war irgendwie noch nicht bereit sich einzugestehen, dass das offensichtlich eine längere anhaltende Situation sein wird. Hat schon etwas gedauert, bevor ich das Sofa überhaupt aufgeklappt habe. Und nein, das war definitiv alles andere als gut für meinen Rücken – auch im ausgeklappten Zustand. Deswegen habe ich mich endlich damit abgefunden, dass ich auf absehbare Zeit weiter im Freizeitraum meine Nächte verbringen werde und wir haben mir ein anständiges Bett gekauft.

Jetzt wäre dieses Ereignis erstmal nicht weiter berichtenswert. Einfach ins nächste Möbelhaus oder so, das nächstbeste ausgesucht und schon war es das. Habe ich 2013 nicht anders gemacht und dieses Bett steht immer noch im Schlafzimmer (mit der ein oder anderen Modifikation). Aber wir sind ja hier in der Casa Lysanda und da wird auch gerne mal über den Tellerrand geschaut. Entsprechend steht im Keller tatsächlich kein 08/15 Holz-Bettgestell, sondern ein Bett 2.0 – ein vollständig recycelbares Kartonbett (100% Wellpappe davon 70% recyceltes Material).

Definitiv eine echt coole Idee. Vollkommen modular, individuell einstellbar, im Zweifel schnell und einfach zur Seite wegzuräumen, einfach reparierbar, kann im Zweifel schlicht in der Mülltonne entsorgt werden und es ist kein Lattenrost notwendig. Stattdessen eine dicke Matratze (min. 15cm) drauf und fertig. Die habe ich nach einem kurzen Preisvergleich dann ebenfalls bei ROOM IN A BOX erstanden. Bio, nachhaltig und mit abnehmbarem Überzug klang perfekt. Natürlich nicht ganz billig aber gute Matratzen sind eben nicht billig. Dafür begleitet einen so eine Matratze ja im besten Fall auch 1-2 Jahrzehnte. Und zu guter Letzt habe ich mir noch einen zweiten Matratzenbezug gegönnt. Ich schwitze einfach viel, deswegen ist mir eine zweite Lage lieber. Und da wir keine Spannbetttücher für diese Matratzengröße (1,4 x 2m) im Haus haben, habe ich mir die 80€ für zumindest auf dem Papier hochwertiges Material ebenfalls gegönnt. Am Ende entsprechend rund 1.200€, die ich bei den Berlinern gelassen habe. Aber für meine Gesundheit ist mir das logischerweise wert und zudem gibt es 30 Tage Rückgaberecht. Hätte es also “einfach” wieder zurückschicken können, falls mein Rücken doch nicht begeistert gewesen wäre.

Fazit

Karton + Matratze = fertiges Bett

An der Formulierung habt ihr es sicherlich schon gemerkt: Ich habe mich noch vor Ablauf der Rückgabefrist entschieden das Bett 2.0 zu behalten. Es ist um Welten… nein, Galaxien bequemer als das Schlafsofa und vielleicht sogar als unser normales Bett. Vom Gefühl her schön weich und kuschelig (vermutlich dank der Baumwolle) trotz des harten Unterbaus und der mittelfesten Matratze und der Aufbau dürfte keine 15 Minuten gedauert haben. Die ersten Nächte musste sich mein Rücken zwar erst daran gewöhnen, aber mittlerweile schlafe ich definitiv besser als auf dem Sofa. Und bevor ihr fragt: Ja, den Lesetest habe ich mit Lysanda ebenfalls schon gemacht. War absolut kein Problem für die Konstruktion und im Gegensatz zu unserem normalen Holzbett quietscht es auch nicht, wenn die Buchseiten mal etwas stärker umgeblättert werden.

Alles in allem kann ich das Bett 2.0 im Speziellen und ROOM IN A BOX im Allgemeinen (haben noch mehr Papiermöbel) aktuell empfehlen. Mal schauen, ob es in einem Jahr immer noch so aussieht.