stress – 6. b. A condition of physiological or psychological disturbance to the normal functioning or well-being of an organism, occurring as a response to any of various environmental or psychosocial stimuli.
TheFreeDictionary

2021 war ein Jahr. So viel kann man glaube ich festhalten. Allgemein erneut dominiert von unserer lieben kleinen Freundin Corona und ihrer diversen Ausprägungen, der wir sicherlich mittlerweile alle mehr oder weniger überdrüssig sind. Speziell bei uns war 2021 hingegen durch massiven Arbeitsstress spätestens ab Mitte des Jahres geprägt. Und ja: Nach unserem Urlaubsende kommenden Montag geht der Mist auch gleich wieder ungebremst weiter. “Erholungsurlaub”… Pustekuchen, wenn ich jetzt schon weiß, dass mich der Blick in mein überquellendes Outlook-Postfach umgehend wieder in die Krise stürzen wird. Aber gut: Das ist das Problem meines zukünftigen Ichs. Heute werfen wir stattdessen wie gewohnt einen Blick zurück in die Vergangenheit. Vielleicht finden wir ja doch noch das eine oder andere Gute in den letzten 365 Tagen.

Unsere Heimat

Wie die Tradition es will, starten wir mit dieser Webseite namens Beim Christoph. Sie durfte dieses Jahr einen neuen Meilenstein feiern: Ihr 20jähriges Bestehen. Ja, obwohl das eine oder andere Facelifting, viele Frühjahrsputzaktionen und Räumungen einen anderen Eindruck erwecken, existiert diese Seite tatsächlich schon seit 2001. Über das davor… reden wir nicht mehr :wink: . Die Feierlichkeiten hielten sich allerdings in Grenzen. Was sollte ich schließlich großartig dem hinzufügen, was ich schon vor zehn Jahren geschrieben habe? Also habe ich mich auf einen “kleinen” Rückblick beschränkt (3.126 Wörter). Vielleicht bringt der 25. Geburtstag wieder etwas mehr Glamour mit sich…

Kommen wir nun zu ein paar harten Fakten. Alle Zahlen in Klammern sind die jeweiligen Werte des Vorjahres (sprich 2020) und alles ist auf dem Stand 26.12.2020. Technisch gesehen also kein komplett volles Jahr, aber das hat auf die Statistiken nur einen geringen Einfluss und ist somit eher für mich als euch relevant :smile: . Der letzte Katzenmoment ist beispielsweise schon mit eingerechnet.

Einträge und Autoren

Der Geburtstagseintrag ist auch der Grund, warum es insgesamt 109 (84) Inhalte für euch gab – einen mehr, als die Wochentage hergegeben hätten. Damit sind wir theoretisch wieder auf dem Niveau von 2006-2015. Bei 52 (29) dieser Einträge handelt es sich allerdings nicht um klassische Artikel, sondern um die Katzenmomente, die euch das ganze Jahr über pünktlich donnerstags mit einem Katzenbild versorgt haben. Wobei… das stimmt nicht ganz. Einmal hatte sich jemand anderes reingeschmuggelt.

Anzahl der Einträge

Zwei Einträge (0) habe ich dieses Jahr der Kategorie Gastbeiträge zugeordnet. Lysanda wollte euch mal wieder von ein paar Büchern berichten sowie ihre Käse-Erfahrungen teilen. Da wird es langsam echt Zeit für Folge 2. So viele Käsesorten, die wir bereits stichwortartig erfasst haben. Tatsächlich hat Lysanda allerdings mittlerweile in fast allen Beiträgen ihre Finger mit drin. Besonders natürlich, wenn es um Gesundheit geht oder jetzt neu das Thema Gewerbe. In die Tasten greife dann zwar trotzdem ich, da ich doch noch etwas besser drin bin auf Basis von etwas Input/Recherche haufenweise Zeilen auf das Papier zu bringen. Aber sie hat sehr viele Ideen/Hinweise/Informationen und liest am Ende nochmal drüber. Im Prinzip sind entsprechend nur noch die Einträge, in denen es ausschließlich um Spiele geht, einzig und allein von mir verfasst. Ob das jetzt gut oder schlecht ist dürft ihr entscheiden.

Der Inhalt

Die Themen der 109 Einträge sind tatsächlich nicht großartig anders im Vergleich zu 2020. Lässt man die ganzen Katzenmomente außen vor, waren wieder Videospiele die dominierenden Inhalte mit 19 (21) Einträgen – davon 17 (20) irgendeine Art von Gespielt-Bericht. Videospiele lassen mich also auch in meinem 37. Jahr (ja, die große “4” lauert vor der Tür) auf dieser Erde nicht los auch, wenn ich größtenteils nur über mittelalten Kram schreibe für den sich zumindest heutzutage nur wenige interessieren. Ändert sich vermutlich so in 10-20 Jahren. Dann wird das alles als “Retro” angesehen und meine dazugehörigen Einträge werden der heißeste Scheiß sein :wink: .

Anzahl Einträge pro Kategorie (2021)

Ziemlich auf gleicher Höhe folgen nach den Spielen dann die anderen Kategorien: Hard- und Software mit 8 (11) u.a. wegen der zwei Rechner- und Serverupgrades. Mit einer neuen Grafikkarte wird es zwar vermutlich immer noch lange Zeit nichts (>1.000€ selbst für eine Mittelklassekarte?!). Aber vor allem mit dem Gehäuse-Upgrade bin ich weiterhin extrem glücklich. So viel besser als der alte Big Tower in jeder Hinsicht. Und auch der neue Server hat sich definitiv gelohnt. Das mehr an Power unter der Haube haben wir eindeutig gebraucht bzw. wir lasten ihn mittlerweile sogar noch stärker aus – unter anderem hängen nun technisch gesehen fünf Katzenüberwachungs-Kameras dran. Hinter dem “technisch gesehen” versteckt sich unsere neuste Anschaffung, eine Reolink Duo WiFi. Wie der Name schon andeutet, sind das zwei Kamers in einem. Dazu werde ich jedoch höchstwahrscheinlich noch einen separaten Eintrag tippen.

Von den 6 (6) Einträgen der Kategorie Bücher, Filme & Musik muss ich natürlich als absolutes Highlight nochmal unseren erfolgreichen Abschluss von Sailor Moon (das Original) erwähnen. Vier Jahre haben wir dafür gebraucht… schon der helle Wahnsinn. Seitdem geht es wieder etwas fixer mit dem “Abarbeiten”. Aktuell sind wir beispielsweise an Tsubasa Chronicles (schon mitten in Staffel 2 von 2) dran, nachdem Lysanda der Manga so extrem gut gefallen hatte. Gelesen haben wir auch einiges. Ich z.B. die Werke von John Le Carré (aktuell mitten in Band 6 von 9), wenngleich ich mir wie immer mehr vorgenommen hatte. Schließlich quillen unsere Regale schon wieder über – vor allem mit meinen Fachbüchern zur Unterhaltungsindustrie aus irgendwelchen Crowdfunding-Kampagnen.

Etwas überrascht war ich, als ich die 6 (8) bei der Kategorie Immobilie gesehen habe. Gefühlt hatten wir heuer nicht wirklich viel am Haus gemacht/machen lassen. Aber das stimmt natürlich nicht, denn sowohl die neue Terrassenüberdachung als auch die Klimaanlage waren logischerweise nicht gerade kleine oder gar billige Projekte. Und dann war sogar noch geplant einen Maler ein paar Tage zu beschäftigen… Also nein, es war in der Casa Lysanda definitiv kein Stillstand dieses Jahr trotz meiner Erinnerungslücke. Und, wenn wir endlich mal einen Handwerker an den Haken kriegen, wird es nächstes Jahr fröhlich weiter gehen :smile: .

Der Umfang

Inhaltlich wurdet ihr also wieder wie mittlerweile gewohnt relativ abwechslungsreich bedient. Relativ, weil es hier und da doch mal ein paar Wochen hintereinander nur um Spiele ging. Aber die meiste Zeit erwartete euch denke ich schon ein guter Mix. In Sachen Länge habe ich dabei 2021 nichts anbrennen lassen. Ja, die Katzenmomente mit ihren Einzeilern “versauen” mir natürlich die Statistik massiv und drücken den Durchschnitt pro Eintrag.

Durchschnitt Wörter pro Eintrag

Schaut man sich jedoch die Gesamtzahlen mit 101.680 (92.645) an, dann war es erneut eine Steigerung im Vergleich zum Vorjahr. Und nein, der außerplanmäßige Geburtstagseintrag war nicht alleine dafür verantwortlich. Der umfasst schließlich “nur” 3.126 Wörter. Die 100.000 habe ich in diesem Jahr also faktisch noch nicht geknackt aber die Tendenz ist definitiv da. Wird doch langsam mal Zeit ein Buch zu schreiben. Einen kleinen Katzenratgeber zum Beispiel oder das Westwood-Porträt (ca. 13.000 Wörter). Und ja, das hatte ich letztes Jahr schon erwähnt. Vielleicht wird’s ja 2022 mal was.

Gesamtanzahl an Wörtern pro Jahr

Insgesamt umfasst diese Webseite übrigens lt. meinem neuen Statistik-Plugin mehr als 1,71 Millionen Wörter. Davon verstecken sich 1,49 Millionen in Einträgen, der Rest auf den Unterseiten. Wenn ich mir die Aufschlüsselung nach Autor anschaue, habe ich als Sicarius insgesamt 1,56 Millionen davon verfasst. Der faule Sack, The Killer, ist im Vergleich nur für magere 13.827 Wörter verantwortlich! Sollte sich was schämen der Kerl… Um den gesamten Inhalt von Beim Christoph zu lesen bräuchtet ihr übrigens aktuell mehr als 114 Stunden (bei 250 Wörtern pro Minute) – fast fünf Tage!

Kaputte Sachen

So viel zu dem, was ihr selbst sehen könnt. Im Hintergrund hat sich heuer aber auch wieder ein bisschen was getan. Der erste Grund war der serverseitige Umstieg auf PHP 8. Damit einher ging der Ausfall des einen oder anderen nicht mehr gepflegten Plugins, weil der Support für so einige veraltete PHP-Befehle endgültig entfernt wurde. Eines der Opfer: Rondrers Statistik-Skript, das er anlässlich des 10. Geburtstags geschrieben hatte und mir seitdem gute Dienste leistete. Zum selbst reparieren bin ich leider immer noch zu doof (mein PHP-Bildungsurlaub fand mangels Teilnehmer nicht statt) und Rondrer selbst hat mit PHP nichts mehr am Hut und werkelt lieber u.a. mit Java rum. Leider habe ich auch keinen würdigen Ersatz dafür gefunden. Ich hab‘ aktuell zwar zwei Stück installiert aber trotzdem nicht alle Informationen zur Hand. Musste mir stattdessen ein paar Sachen wie die Kategorien-Übersicht manuell zusammensuchen. Ist natürlich nicht tragisch für einmal im Jahr aber doch irgendwie doof, dass es in der Hinsicht kein “Allround”-Plugin gibt. So viel Mist, den man auf der WordPress-Seite (mit und ohne Bezahlung) bekommen kann aber sowas scheint niemanden außer mir zu interessieren :sad: .

Apropos Mist: Um DSGVO-Konform zu sein, muss ich bekanntlich die Nutzung von Gravatar in den Kommentaren deaktivieren. Das wird von WordPress standardmäßig benutzt und es gibt leider keinen Schalter das zu unterbinden bzw. nur lokal auf dem Server gespeicherte Avatare zu erlauben. Deshalb hatte ich 2018 das simple aber effektive Plugin WP User Avatar installiert. Das leistete seitdem erfolgreich und ohne Murren seine Dienste – bis es von einem anderen Entwickler übernommen wurde. Mitte des Jahres bekamen alle Nutzer mit aktiviertem Auto-Update dann ungefragt eine neue Version übergebügelt, die aus dem simplen Plugin ein völlig überladenes Monster mit Bezahlinhalten machte. Und nicht nur das: Es hat sogar das ein oder andere kaputt gemacht, weil der Entwickler warum auch immer der Meinung ist Standard-Wordpress-Funktionen nachbilden zu müssen, die sich dann gegenseitig stören. Der Aufschrei war entsprechend groß. Der Entwickler ist sich natürlich keiner Schuld bewusst (“Ich habe nur positive E-Mails von meinen Kunden erhalten”) und schob es auf anonyme Idioten, die ihn nicht mögen. So eine feindliche Übernahme gehört echt verboten… naja, am Ende hat jemand eine Kopie des Originals bereitgestellt und ich bin entsprechend darauf umgestiegen.

Und dann war da ja noch die Sache mit den Sicherheitslücken, die mich dazu veranlasste ein bisschen am Code zu werkeln. Der dazugehörige Report ist übrigens immer noch in der Datenbank und ich vermute, dass er auch nicht entfernt/abhakt wird. Cyber_India ist definitiv mehr damit beschäftigt weiter das Internet nach leichter Beute zu durchflöten. Bin entsprechend mal gespannt welche Informationen dann automatisch am 27. Januar 2022 freigegeben werden. Stören tut es mich nicht. Die Probleme waren zum einen sowieso nicht wirklich tragisch und zum anderen habe ich ja Abhilfe geleistet. Sympathischer wird mir der Karl dadurch aber nicht.

Google

Kommen wir nun noch zu den anderen Daten, die mir noch zur Verfügung stehen und zwar die der Google-Suche. Angefangen bei der Video-Variante, da diese schon lange keine Relevanz mehr hat. Entsprechend ist auch das Ergebnis: 1.357 (3.589) mal wurde noch ein Video von mir angezeigt. Dieses Jahr allerdings durchschnittlich auf Platz 33,7 (41,7) – eine deutliche Steigerung. Der größte Teil erneut auf Basis einer Variation des Suchworts “Katzenrad”. Der Grund dafür dürfte sein, dass ich im dazugehörigen Eintrag das Video von Pichus Ausbruch eingebunden habe. Das ist natürlich nicht, was derjenige sucht. Entsprechend hoch ist die Klickrate, nämlich bei nur 6 (10). Bin schwer am Überlegen, ob ich vielleicht in Zukunft in den Katzenmomenten auch kurze Videos einbette…

Google Bildsuche

Google Bildsuche 2021

Schauen wir als nächstes auf die Bildersuche. Hier ist die Anzahl der Impressionen mit 322.130 (646.016) auf rund die Hälfte eingebrochen. Allerdings sind gleichzeitig die Klickraten gestiegen mit 1.034 (1.309) und damit die Conversion-Rate auf 0,3% (0,2%) *yay*. Durchschnittlich war ich 2020 auf Position 65,9 (73,1) zu finden. Also auch hier ein leichter Anstieg trotz weniger Impressionen. Schick!

Auf Platz 1 der Suchbegriffe lag 2021 “katzenakne” mit 7.324 (4.101) Impressionen bei 12 (12) Klicks, gefolgt vom Allzeitfavorit “wasserstoffperoxid” mit 5.284 (4.034) Impressionen und 2 (1) Klicks. Interessant ist die Nr. 3 “abwasserrohr plan”. Keine Ahnung was hier gesucht wurde, aber 2.707mal (723) wurde ein Foto von Beim Christoph angezeigt. Draufgeklickt hat aber nur einer (0). Filtere ich hingegen auf die Anzahl der Klicks, dann liegt auf den Top 3 weiterhin das Thema “Reha Zentrum Utersum auf Föhr”. Sowohl meine Zimmerfotos als auch der Essenplan kommen unverändert gut an. Zusammen zwar nur 1.955 (245) Impressionen aber dafür 54 Klicks (5). Eine Conversion-Rate von 2,76%! Und das sind nur drei der Suchbegriffe dafür. Auf dem ersten Platz ist aber dieses Jahr wieder ein anderer Eintrag:

  1. Tagebuch eines Hausherrn #23 mit 212 (238) Klicks bei 21.294 (22.896) Impressionen
  2. Vier Wochen auf der Insel bzw. Nochmal drei Wochen auf der Insel mit 97 (63) Klicks bei 10.195 (9.264) bzw. 94 Klicks (63) bei 10.260 (7.945) Impressionen
  3. Katzen, die sich im Kreis drehen mit 60 (27) Klicks bei 5.798 (3.255) Impressionen

Ja, unser Katzengarten ist weiterhin extrem beliebt. Gleichzeitig ist das Interesse an meinen Reha-Einträgen wieder etwas gestiegen. Aber: Das Katzenrad entwickelt sich ganz klar zu einem neuen Zugpferd und schafft es dieses Jahr sogar in die Top 3. Der letztjährige Dritte, Körpertuning: Wasserstoffperoxid, landet hingegen 2021 nur noch auf Platz 9. Dabei ist doch in Zeiten von Corona desinfizieren so wichtig wie noch nie :smile: !

Google Websuche

Google Websuche 2021

Zu guter Letzt werfen wir einen Blick auf die Web-Suche. Auch hier ein Einbruch in Bezug auf die Impressionen. Nur noch 174.226mal (240.879) war Beim Christoph im Suchergebnis enthalten. Aber daraus resultierten immerhin trotzdem noch 4.114 (4.267) Klicks und damit eine gestiegene Conversion-Rate von 2,4% (1,8%). Angezeigt wird die Seite durchschnittlich auf Position 29,1 (30,2). Der häufigste Suchbegriff ist tatsächlich “katzenrad” mit 3.866 (1.015) Impressionen, lustigerweise aber nur einem einzigen Klick (0). Aber immer noch besser als Platz 3, “dragon age inquisition”, mit 1.477 (0) Impressionen und gar keinem Klick. Am häufigsten wurde stattdessen bei “aqua spin erfahrungen” auf die Seite gewechselt. 168 (61) Klicks bei nur 841 (219) Impressionen waren es hier. Und das, obwohl in dem Eintrag gar nicht so viele Erfahrungen stehen. Wir hatten ihn zu dem Zeitpunkt ja erst eingebaut. Ja, irgendwie enttäusche ich die Google-Sucher nur… Auf Platz 2 ist hingegen “kesselers catwheels” mit 103 (53) Klicks bei 1.516 (1.231) Impressionen gefolgt von “jod entgiftungserscheinungen” mit seinen 87 (11) Klicks bei 1.363 (155) Impressionen. Sowieso wird die Top 10 ganz klar durch Suchanfragen von Jod und Wasserstoffperoxid dominiert, was sich auch wieder bei den Top 3-Einträgen zeigt:

  1. Körpertuning: Wasserstoffperoxid mit 981 (1.334) Klicks bei 16.246 (24.693) Impressionen
  2. Körpertuning: Jod mit 565 (281) Klicks bei 6.740 (4.416) Impressionen
  3. Tagebuch eines angehenden Hausherrn #23 mit 331 (73) Klicks bei 8.358 (6.571) Impressionen

Desinfektionsmittel und Katzengarten… keine Kombination über die man sich länger Gedanken machen sollte :smile: . Aber ich hatte letztes Jahr tatsächlich vorhergesagt, dass der Eintrag zum Katzengarten heuer die Top 3 schaffen wird. Überrascht hat mich hingegen das gestiegene Interesse an meinem Interview mit Andrew Gardikis. 1.415 (712) Impressionen und 67 (20) Klicks hat die englische Originalfassung bekommen und ist damit auf Platz 9 gelandet. Zur Erinnerung: Er ist u.a. Super Mario Bros.-Speedrunner und das Interview hatte ich für mein Special bei GamersGlobal geführt. Immer noch eine Serie, auf die ich sehr stolz bin. Und wie es die Tradition will: Der Original-Reha-Eintrag hält sich ebenfalls gerade noch so in den Top 10 mit 4.313 (2.147) Impressionen und 59 (18) Klicks.

Fazit

So viel also zu den harten Fakten. Zusammengefasst würde ich sagen, dass Beim Christoph auch 2021 wieder erfolgreich vor sich hingedümpelt ist. Wie immer gab es Einträge, die besser auf das Papier flossen als andere aber ich würde sagen die grundsätzliche Qualität und der dazugehörige Informationsgrad sind weiterhin gut und eine gesunde Abwechslung bei den Themen gegeben. Ich hab‘ zwar keine Ahnung wie viele Leute tatsächlich jeden Tag noch auf die Seite schauen. Aber aktuell zumindest gehe ich noch davon aus, dass es weiterhin ein paar sind und ich ihnen ab und zu was zu bieten habe. Dementsprechend:

Danke euch für euren Besuch! Es ist schön, dass es euch gibt!

Für nächstes Jahr habe ich in Bezug auf Beim Christoph derzeit keine Änderungen geplant. Stattdessen will ich euch weiterhin jeden Montag einen neuen Eintrag zu irgendeinem unverfänglichen Thema bieten und donnerstags eure Arbeitswoche mit einem Katzenbild auflockern. Und damit kommen wir nun noch zum üblichen zweiten Teil des Rückblicks:

Aus dem Leben des Webmasters

In der Einleitung klang es vermutlich etwas negativ. Aber ging es den Bewohnern der Casa Lysanda 2021 wirklich schlecht? Ich würde sagen: Nein. Ja, wir hatten überraschend viel Stress im Beruf aufgrund eines größeren Projekts und haben entsprechend tonnenweise (bezahlte) Überstunden angehäuft. Der nächste Büroumzug steht ebenfalls schon wieder vor der Tür. Aber am Ende des Tages muss man sowas auch in Relation setzen und die ist ganz einfach: Lysanda und ich haben uns weiterhin gern, wir haben gutbezahlte Arbeit, wir und unsere Katzen sind gesund (wenngleich Lysanda, Balu und ich etwas zu viele Kilo auf den Rippen haben), wir haben ein eigenes Dach über dem Kopf und über unseren Kontostand müssen wir uns ebenfalls keine Sorgen machen im Gegensatz zu vielen anderen. Insofern bin ich zwar im Gegensatz zum fast schon phänomenalen Jahr 2020 nicht voll des Lobes aber uns erging es unterm Strich trotzdem gut.

Ein noch belämmerter Jules

Zugegeben: Jules hatte im März aus seiner Sicht eine Nahtoderfahrung wegen der Blutabnahme aufgrund von Diabetes-Verdacht (hat sich zum Glück nicht erhärtet) und verabscheut unsere Tierärztin seitdem noch mehr als sonst. Aber ansonsten gab‘ es 2021 für unsere Vierbeiner kein Grund zur Sorge. 2022 hingegen… nun, da wird die Sache etwas anders aussehen. Besagte Tierärztin hat nämlich die Zähne von allen bis auf Lyssi bei der letzten Kontrolle bemängelt. Entsprechend geht es schon kommenden Dienstag mit Jules los zum Zahnarzt (vermutlich weitere Zähne raus wg. FORL), gefolgt von Balu eine Woche drauf (einer seiner Eckzähne hängt wohl nur noch in den Seilen). Bei Maya sind dann ihre Eckzähne fällig – mehr hat sie ja nicht mehr. Wir hatten zwar gehofft, sie würden von alleine ausfallen aber sie halten sich hartnäckig und sind mittlerweile stark entzündet. Und bei Pichu deutet der Zustand des Zahnfleischs ebenfalls darauf hin, dass vermutlich ein paar raus müssen. Haben wir dann in fünf Jahren nur noch zahnlose Emmas hier rumlaufen :smile: .

In Bezug auf die Casa Lysanda hatte ich die zwei großen Punkte ja oben schon erwähnt: Die neue Terrassenüberdachung und die Klimaanlage. Sprich wir selbst haben heuer eher wenig gemacht abseits der neuen Katzenklappen. Konsequenterweise mal wieder eine fünfstellige Summe ausgegeben (aber nicht annähernd so viel wie die 2020iger Baumaßnahme) aber man soll ja das deutsche Handwerk unterstützen und das Ergebnis wissen wir trotz der anfänglichen Probleme immer noch sehr zu schätzen und möchten nicht mehr ohne Leben. Insofern auch hier alles im grünen Bereich.

Epilog

Und sonst fällt mir tatsächlich nichts großartig zu 2021 ein. Wie gesagt waren wir die komplette zweite Hälfte des Jahres bis in die Puppen auf der Arbeit. Außerdem ist Lysanda ja auch noch am Aufbau ihres Nebengewerbes dran (bucht ihre Kurse!), was ebenfalls Freizeit verschlingt. Gleichzeitig pflege ich weiter die Datenbank von Co-Optimus. Das ist jetzt zwar nicht der ganz große Aufwand aber je nachdem wie viel gerade in der Unterhaltungsindustrie los ist (E3, gamescom, etc.) können es doch schonmal ein paar Stunden am Tag werden. Insofern bleibt mir 2021 aktuell wirklich hauptsächlich als „Stressig” in Erinnerung ungeachtet der vielen positiven Momente, die es sicherlich trotzdem gab. Aber einen Teil davon haben wir ja in unserem Glücksglas verewigt, das wir an Silvester öffnen. Vielleicht ändert sich dann meine Wahrnehmung ja noch.

Damit wären wir aber nun am Ende des Jahresrückblicks 2021 angekommen. Zugegebenermaßen etwas kürzer als sonst (normalerweise >4.000 Wörter, aktuell „nur” knapp 3.100) aber es bringt ja nichts, wenn ich mir was künstlich aus den Fingern sauge, nur um es in die Länge zu ziehen. Ich kann nur wiederholen: 2021 war halt ein Jahr. Hoffen wir einfach, dass 2022 wieder etwas mehr zu bieten hat smile: .

Wir lesen uns auf der anderen Seite!

Sicarius

Angenehme Feiertage!

Ja, ist es denn schon wieder soweit?! Es scheint mir zumindest so als herrsche da draußen gerade die Von-der-in-Deutschland-vorherrschenden-Religion-verordnete-Feiertage-Zeit. Man merkt es kaum, treffen sich die Familien doch auch heuer aufgrund der Corona-Einschränkungen erneut nur heimlich im dunklen Keller (falls vorhanden). Flüsterleise werden die Geschenke ausgetauscht und die einsame Kerze am Tannenzweig (für einen Weihnachtsbaum ist kein Platz in der Parzelle) zurückhaltend besungen. Oder auch nicht. Keine Ahnung. Die Corona-Regeln ändern sich derzeit irgendwie häufiger als ich die Katzenklos sauber mache. Insofern weiß ich zum Verfassungszeitpunkt nicht einmal ansatzweise welche Bedingungen gelten werden, wenn ihr diese Zeilen lest. Vielleicht herrscht ja auch Sodom & Gomorrha. Reden wir also am besten nicht länger um den heißen Brei herum:

Das Christkind hat irgendwie ein paar Kilo zugelegt…

Beim Christoph wünscht euch allen schöne und erholsame Feiertage!

Ihr sollt es euch natürlich das ganze Jahr über Gut gehen lassen aber, wenn ihr das nicht hinbekommt, dann versucht zumindest jetzt ein bisschen Ruhe reinzubekommen und eure Energietanks zu füllen. Die Welt dreht sich schließlich unerbittlich weiter – im Guten wie im Schlechten. Da hilft es nicht sich verrückt zu machen. Es kommt am Ende eh wie es kommt.

Halo Infinite (Herstellerbild)

Da ist das Spielejahr 2021 schon wieder so gut wie rum. Trotzdem ich weiterhin fleißig bei Co-Optimus die Datenbank pflege (das erste volle Jahr!), kann ich euch irgendwie nicht so recht sagen ob es was wirklich Besonderes gab. Hatte ja schon mehrfach erwähnt, dass mir dieser ganze Hype-Mist mittlerweile (wenn nicht sogar schon immer?) vollkommen gegen den Strich geht. In der Release-Woche kurz hip, danach sofort wieder komplett vergessen – schlimmstenfalls sogar gleich noch totgeredet nur, weil irgendeine Statistik “niedrige” Zahlen zeigt. “Die heutige Generation von Journalisten und Spielern ist echt größtenteils ein Sauhaufen!” schimpft der alte Mann (=ich) auf seiner Seifenkiste im Internet (=diese Webseite).

Inhalte mit “hoher” Qualität bis zum Abwinken wollen, nicht bereit sein dafür das Geld zu bezahlen und dann jammern, wenn ein Einzelspielertitel nicht noch 20 Jahre lang mit DLCs (am besten kostenlos!) versorgt wird. Da könnte ich manchmal echt kotzen. Der Videospielemarkt ist so groß wie noch nie und auch qualitativ gute Titel muss man nicht mit der Lupe suchen. Man kommt stattdessen mit dem Zocken faktisch überhaupt nicht hinterher – schon gar nicht, wenn da auch noch Brecher mit >100 Spielzeit dabei sind. Trotzdem wird gefühlt nur geschimpft (inkl. Todesdrohungen versteht sich).

Zu Letzt die ganze Diskussion mit dem Battlepass von Halo Infinite, der angeblich so anstrengend ist (keine Ahnung). Früher haben wir selbst Multiplayer-Spiele einfach nur gespielt, weil sie Spaß gemacht haben. Heute? Wenn man nicht innerhalb von zwei Minuten seinen nächsten Dopamin-Hit bekommt ist es gleich der größte Scheiß. Das gilt übrigens nicht nur innerhalb eines Spiels. Bei allem “ich will mich Jahre mit einem Titel beschäftigen”-Getue: Die Realität scheint für viele zu sein, dass sie tatsächlich nur einen Abend in ein Werk reinschauen und selbst, wenn es das Mega-Über-Spiel ist, am nächsten Tag schon wieder zum nächsten Titel springen. Verständlich bei dem stetig wachsenden Angebot und dem dazugehörigen Gruppenzwang aber auf seine Art und Weise trotzdem völlig Paradox.

Zum eigentlichen Thema

Mein Spieleregal

Ich wollte heute aber nicht schon wieder über meine lieben Mitspieler schimpfen. Ist nur schlecht für den Blutdruck. Reden wir stattdessen über MEIN Spielejahr 2021. Fangen wir mit den Einkäufen an: Physikalisch war es heuer wieder ungefähr so viel wie letztes Jahr (~40 Stück). Das lag aber ausschließlich an unserer Hardware-Neuanschaffung, der Nintendo Switch. Dafür “musste” ich natürlich gleich einen gewissen Grundstock an Spielen kaufen – 26 Stück wurden es im Laufe des Jahres. Day-1-Käufe waren aber sowohl bei den PC- als auch den Switch-Spielen dieses Mal keine dabei. Alles nur alter und damit größtenteils billigerer Kram (Nintendo-Titel halten sehr lang ihren Wert…). Dadurch steigt zwar das Risiko, dass ich das eine oder andere Spiel dann überhaupt nicht mehr in physischer Form bekomme (die PC-Version von Sekiro: Shadows Die Twice ist z.B. überall ausverkauft). Aber, wenn das mein einziges Problem ist, dann geht es mir vermutlich ziemlich gut :wink: .

Aufgrund der weltweiten Produktionsengpässe gab‘ es nicht einmal so viele Kickstarter-Spezial-Editionen, die es 2021 in die Casa Lysanda geschafft haben. Nicht gerade wenige Titel, die digital schon veröffentlicht wurden, mir aber noch die physikalischen Extras fehlen. Wird dann vermutlich 2022 eine entsprechende Schwemme werden. Ansonsten bin ich meinem derzeitigen Konsumstil treu geblieben und habe vermutlich bei fast allen Bundles zugegriffen, die Fanatical und Humble Bundle 2021 rausgeworfen haben – solange ich nicht schon 90% der Titel hatte oder es um VR ging. Das ist mittlerweile so schlimm, dass ich nicht einmal mehr beim Steam-Sale großartig zugreife quasi so von wegen “Brauchen tu ich’s eh nicht und irgendwann ist es bestimmt in einem Bundle”. Besser für den Geldbeutel. Mir den PC Game Pass zu holen wäre sicherlich NOCH besser für den Geldbeutel aber so ein bisschen hänge ich halt weiter der altmodischen Illusion nach etwas zu besitzen – und, wenn es mittlerweile nur ein Eintrag in einer Liste ist :smile: .

Die Hardware

Mein Hauptrechner

Genutzt habe ich zum Spielen 2021 wieder fast ausschließlich den PC. Die PlayStation 3 und die Xbox 360 waren überhaupt nicht an. Auch die PlayStation Vita und der Nintendo 3DS durften meines Wissens keine süße Elektrizität durch sich hindurch jagen spüren obwohl noch viele Titel darauf warten durchgespielt zu werden. Erst ab Mitte des Jahres kam dann die Nintendo Switch dazu mit der wir durchaus einiges an Zeit verbringen (aktuell an Super Mario Odyssey dran). Aber der PC dominiert trotzdem ganz klar weiterhin meinen Spielealltag. Das brauche ich nicht schön zu reden. 2021 hat zudem deutlich gemacht, dass ich mir auf absehbare Zeit garantiert keine neuere PlayStation oder Xbox mehr ins Haus holen werden. Wenn jetzt sogar schon Sony anfängt First-Party-Titel auf den PC zu portieren, dann fällt für mich jedwedes Argument weg mir nochmal so einen Kasten anzuschaffen und in der Ecke verstauben zu lassen.

Und mein Smartphone? Nun, tatsächlich zocke ich darauf auch nichts mehr. Kairosoft veröffentlicht mittlerweile weniger Titel und selbst da ist irgendwie derzeit bei mir die Luft raus. Magic: The Gathering – Puzzle Quest hatte ich ja schon nach der letzten Standard-Rotation Ende 2020 komplett aufgegeben. Hat einfach zu viel Zeit und Geld verschlungen ohne, dass das Spielen tatsächlich noch Spaß machte. War einfach jeden Tag und jedes Event nur noch der gleiche Mist. Da sind wir wieder beim Thema “Ständig neuer Kram”. Ich hab‘ noch nicht einmal alle Karten vom aktuellen Set, schon kommt das nächste raus. Das ist sowohl in der analogen als auch der digitalen Fassung dieses Machwerks total bescheuert.

Auf dem PC habe ich hingegen tatsächlich den größten Teil des Jahres in Uplay… pardon Ubisoft Connect verbracht. Ubisoft-Titel sind einfach mittlerweile totale Spielzeitmonster. Mir graut es schon fast davor zu den neueren Assassin’s Creed zu kommen mit ihren riesigen Welten… Auf Platz 2 und 3 sind Steam und der Bethesda Launcher. Der Epic Games Launcher wurde jede Woche mal aufgemacht, um die kostenlosen Spiele abzugreifen und alle anderen diversen Launcher wie EA Origin oder Battle.net habe ich nur hin und wieder gestartet, damit sich die Applikation aktualisieren konnte.

Es lässt sich entsprechend zusammenfassen: Ich habe mich auch 2021 wieder darauf konzentriert möglichst nur einen Titel nach dem anderen zu zocken und diesen dann entsprechend bis zum Ende durchzuziehen. Bleibt nach fast zwei DINA4-Seiten Text also nur noch eine Sache offen und zwar die, wegen der ihr eigentlich heute hier seid:

Meine Top Fünf Spiele des Jahres 2021

Ring Fit Adventure (Herstellerbild)

1. Ring Fit Adventure (2019; NSWI) – Ich und Sport. Zwei Welten treffen aufeinander. Ich verstehe natürlich die Notwendigkeit. Ich schleppe die Erinnerung (=dicker Bauch) schließlich jeden Tag mit mir herum. Aber im Gegensatz zu anderen, die erst beim Absolvieren eines Marathons ihre Erfüllung finden, habe ich den Spaß am Sport bislang noch nicht gefunden. Entsprechend bin ich dankbar für Werke wie Ring Fit Adventure, die eben nicht einfach nur ein 08/15-Fitnesstitel sind, sondern genau das versuchen: Den Spaß in den Sport reinzubringen. Das erreichen die Entwickler indem sie ein echtes Spiel drum herum bieten mit einer zusammenhängenden Geschichte, einzelnen Levels und eurem Charakter, der im Level aufsteigen und Sachen freischalten kann.

Dieses Ansinnen Spaß am Sport zu erzeugen setzt das Werk allerdings nicht perfekt um, keine Frage. Bei längerer Spieldauer fallen einem durchaus einige Problemchen auf. So hat die Bewegungserkennung ihre Lücken, da faktisch ja nur die Gyrosensoren der beiden JoyCons ausgelesen werden. Außerdem ist die Auswahl der Übungen teilweise echt fragwürdig was den Schwierigkeitsgrad angeht. In den Momenten fällt es dann ganz besonders auf, dass es mitunter zu wenig Anleitung gibt wie die Übung eigentlich funktioniert. In Folge sinkt die “Ich bescheiß mich selbst”-Schwelle noch weiter, die sowieso schon niedrig ist. So ist es auf der einen Seite natürlich toll, dass ich mir meine Übungspalette selbst zusammenstellen kann. Aber die Versuchung dabei die unangenehmen Sachen einfach weg zu lassen ist entsprechend groß. Und wenn man doch mal gezwungen wird beispielsweise den Bergsteiger zu machen? Nun, wie gesagt erkennt das System nicht ob ihr wirklich korrekten Bewegungsablauf ausführt. Ja, das ist natürlich technisch gesehen kein Problem des Spiels. Aber nicht immer hat man im Moment die Selbstdisziplin, um die Sache doch richtig durch zu ziehen. Je weiter fortgeschritten das Workout ist, desto weniger vermutlich…

Dennoch: Ring Fit Adventure ist ein fantastischer Fitnesstitel für Normalos. Nicht nur diejenigen, die mit Vereinssport und Fitnessstudio wenig anfangen können. Sondern auch die, die einfach so gerne mehr Bewegung in den Alltag reinbekommen wollen ohne gleich das Haus verlassen zu müssen. Wir nutzen ihn seit Juli täglich mehr oder weniger intensiv (gibt Belohnungen für kleine, regelmäßige Workouts) zusätzlich zu unserer restlichen Sportroutine. Insofern ist es wenig verwunderlich, dass ich das Werk dieses Jahr auf Platz 1 meiner Top-Liste gesetzt habe. Wer es schafft, dass ich freiwillig noch mehr Sport mache, macht schließlich irgendetwas verdammt richtig :wink: .

QUAKE (Herstellerbild)

2. QUAKE (Enhanced Edition) (2021; PC, NSWI, XONE, XS, PS4, PS5) – Ich weiß gar nicht so recht, was ich meinem äußerst positiven Fazit im August noch großartig hinzufügen könnte. Dieses Remaster ist schlicht und einfach das ultimative Rund-um-sorglos-Paket und die beste Version des Ego-Shooter-Klassikers, die jemals veröffentlicht wurde. Ja, dank einiger Fehlerbereinigungen sogar besser als das Original! Puristen werden mich für diese Aussage sicherlich ins Fegefeuer schmeißen. Die Realität ist aber, dass die kleinen und feinen spielerischen Unterschiede für 99% der Spieler nicht relevant sind. Selbst für mich als selbsternannter “id-Software-Fanboy” gibt es entsprechend nun absolut keinen Grund mehr die Original-CD aus dem Regal zu holen. Stattdessen kann ich mir jederzeit die volle Dröhnung QUAKE geben und fraggen bis der Arzt kommt, ohne lange mit Mods rummachen zu müssen und/oder Augenkrebs zu bekommen. Und das für einen Preis von gerade einmal 10€, wo andere für sowas ohne mit den Augen zu zwinkern den Vollpreis verlangen! Und „schlimmstenfalls“ steht mir das 1996er Original trotzdem noch zur Verfügung. Ist ja heutzutage nicht mehr selbstverständlich. Ja, ich schaue vor allem in Richtung Rockstar, Activision Blizzard und Square Enix. Hohe Preise, schlechte Umsetzungen und dann noch das Original aus den Shops löschen…

Psychonauts 2 (Herstellerbild)

3. Psychonauts 2 (2021; PC, PS4, XONE, XS, LNX, MAC) – In meinem Angespielt-Bericht habe ich mich zugegebenermaßen sehr auf die negativen Aspekte konzentriert. Andererseits: Gelobt wird es von allen anderen ja schon genug und meine Kritik kam von Herzen. Und mein Herz war (und ist) in spielerischer Hinsicht nun einmal etwas enttäuscht von Tim Schafers Werk. Einfach, weil das erste Psychonauts die Latte so hochgelegt hat vor allem was die Kreativität beim Leveldesign angeht. Dennoch: Es ist unterm Strich trotzdem erneut ein fantastischer und vor allem erwachsener Plattformer geworden. Und zwar nicht im Sinne, dass er düster und voller Sex und Blut wäre. Sowas sehen nur pubertäre Teenies als “Erwachsen” an.

Psychonauts 2 beschäftigt sich stattdessen mit wirklich relevanten Dingen. So geht es in der Hauptgeschichte überhaupt nicht um Raz und seine Entwicklung zu einem Psychonauten. Nein, alles dreht sich um eine Truppe alter Menschen, die ausnahmsweise nicht als Slapstick-Einlage dienen. Es sind Menschen, die mit ihrer Vergangenheit hadern und versuchen Fehler wieder gut zu machen. Und die Realisierung, dass dies nur gemeinsam geht. Alleingänge haben schließlich überhaupt erst zu diesem Dilemma geführt. Ein weiterer Themenkomplex ist, dass es bei “mentaler Gesundheit” nicht darum geht, jemanden zu zwingen sich zu ändern. Man sollte hingegeb denjenigen dabei helfen ein besserer Mensch zu werden. Wobei diese Definition logischerweise stark subjektiv ist. Es mag komisch wirken, dass Raz nach seinem Ausrutscher zu Beginn jeden Charakter vorher um Erlaubnis bittet, ob er in sein Gehirn eindringen darf. Aber dieses kleine Detail hat so viel Gewicht und zeigt eine stärkere Charakterentwicklung als jeder noch so ausufernder Dialog oder minutenlange Zwischensequenz es könnte.

Diese Art und Weise der Erzählung ist neben der Geschichte an sich die große Stärke von Psychonauts 2. Der Hammer wird nur aus dem Schrank geholt, wenn es dem Humor dient im Gegensatz beispielsweise zu einem Marvel-Blockbuster, bei dem der Zuschauer jede Gefühlsregung vorgekaut bekommt. Tim Schafer schafft es stattdessen seine Wunschthemen – und das Spiel ist durch und durch ein Schafer-Werk – auf subtile, glaubwürdige und vor allem mit Humor gespickter Art und Weise dem Spieler nahe zu bringen. Das Spiel hat so viele Ebenen (Leveldesign, Dialoge, Grafik, etc.), die man bei einem einzigen Durchspielen vermutlich gar nicht alle erfassen kann. Auch ich habe ich viele Details und Zusammenhänge erst durch die ganzen Analyse-Videos/-Artikel erkannt, die derzeit im Internet hochpoppen. Es erinnert mich in der Hinsicht stark an Spec-Ops: The Line aber natürlich mit einem völlig anderen Themenschwerpunkt. Deshalb: Ich mag etwas enttäuscht gemeckert haben aber am Ende des Tages habe ich weder meine Crowdfunding-Investition noch die rund 24 Stunden Spielzeit (für 100%) bereut. Im Gegenteil: Ich bin mehr als nur bereit für Psychonauts 3. Ich hoffe entsprechend, dass es nicht wieder 16 Jahre dauert…

Dee-6: Dice Defenders (Herstellerbild)

4. Dee-6: Dice Defenders (2021; PC) – Ich bin echt ein komischer Typ. Regale (sowohl virtuell als auch in der Realität) vollgestopft mit AAA-Titeln, die schon ewig darauf warten endlich gespielt zu werden und womit beschäftige ich mich am meisten? Mit digitalen Brettspielumsetzungen. Egal ob Talisman: Digital Edition, Deathtrap Dungeon Trilogy oder eben Dee-6: Dice Defenders: Ich kann simplen Würfelspielen offensichtlich absolut nicht widerstehen. Und ja, viel mehr ist der Titel nicht. Basierend (aber nicht offiziell lizensiert) auf Deep Space D-6, bestimmt das Würfelglück und damit der Zufall die meiste Zeit, ob ihr den kompletten Kartenstapel überlebt oder nicht. Wenn ihr ständig nur Katastrophen wie Brände an Bord eures Raumschiffs oder dicke Gegnerschiffe aus dem Stapel zieht und deshalb nur noch ein Crewmitglied zur Verfügung habt, könnt ihr noch so das Taktikgenie sein – die Runde ist dann meistens gelaufen.

Und doch übt der Titel eine Faszination aus, die ich nicht so recht beschreiben kann. Die Momente, in denen das Würfelglück mal auf eurer Seite ist oder ihr es dank geschickter Entscheidungen schafft doch noch das Ruder rumzureißen, sind die Mühe wert. Zumal man mit fortlaufender Spielzeit auch besser darin wird trotz schlechter Würfel auf die einzelnen Ereignisse zu reagieren und entsprechend eher in die Lage ist in Ruhe zu planen, taktieren und mit erhobenem Haupt den Karten entgegen zu treten – nur, um dann von einer total ungünstigen Kombination (Stichwort “Nebula” + “Solar Flare” = ihr habt keine Schilde mehr und nach X Runden erleidet ihr einen Haufen Schaden) aus der Bahn geworfen zu werden. Dieses “in Ruhe” nervt zwar einige, denn das Spiel läuft sehr langatmig ab und spielt sich in Teilen tatsächlich ein Stück weit von alleine. Aber für mich macht es genau das interessanter als das trotz Pausen-Funktion doch sehr hektische FTL: Faster Than Light. Es ist quasi ein perfekter “Zen-Nebenbei/Zwischdurch”-Titel und hat mich entsprechend seit seinem Release so einige nette Stunden unterhalten.

Fitness Boxing 2: Rhythm & Exercise (Herstellerbild)

5. Fitness Boxing 2: Rhythm & Exercise (2020; NSWI) – Um es kurz vorwegzunehmen: Im Vergleich zum Vorgänger gibt es neue Lieder und einige Quality-of-Life-Verbesserungen aber faktisch ist es egal welchen der beiden Titel ihr euch zulegt. Im Gegensatz zu Ring Fit Adventure handelt es sich hier technisch gesehen um kein Spiel und hat vermutlich rein formal nichts auf dieser Liste verloren. Aber das ist hier ist meine Liste und wenn ich sage, dass es dazu gehört, dann ist das so! VERSTANDEN?! Okay. Also es ist ein reiner Fitnesstitel und wie der Name schon andeutet, geht es ums Boxen. Das bedeutet aber nicht, dass ihr ausschließlich nur die Arme trainiert. Auch der restliche Körper ist in ständiger Bewegung. Der Titel nimmt euch auf Wusch richtig schön ran und gibt euch ein Vollkörperworkout bei dem zumindest ich am Ende (meine Workouts dauern derzeit 30-40 Minuten) nur noch schweißtriefend dastehe.

Dabei führt euch das Programm sehr behutsam in die Welt des Boxens ein. Immer mal wieder wird euer Tagesworkout um einen neuen Typ von Schlag/Ausweichmanöver ergänzt, angefangen mit einfachen Geraden, und dann direkt im nächsten Set zur Anwendung gebracht. Diese Sets laufen auf mittlerweile bekannte Rhythmus-Spiel-Art ab. So gibt es für jede Hand eine Leiste auf der von unten nach oben Symbole hochwandern. Eure Aufgabe: Den dazugehörigen Schlag mit dem JoyCon in der jeweiligen Hand zum richtigen Zeitpunkt ausführen, um das heiß ersehnte “Perfekt” angezeigt zu bekommen. Natürlich einfacher gesagt als getan vor allem, wenn das System anfängt schnellere Kombinationen z.B. aus Geraden, Haken und sowas von euch zu verlangen. Aber leider auch, das muss man fairerweise sagen, weil die Bewegungserkennung wie schon bei Ring Fit Adventure nicht perfekt ist. Das kann dann schonmal frusten, wenn man sich sicher ist den Schlag korrekt und zum richtigen Zeitpunkt ausgeführt zu haben und trotzdem ein “Daneben” auf dem Bildschirm erscheint. Das kann stark an der Motivation nagen wie mir Lysanda eindrucksvoll bewiesen hat. Sie wird es vermutlich nie wieder starten… Als Belohnung für eure Mühen gibt es jedoch nicht nur ein gutes Gefühl und möglicherweise eine neue Highscore, ihr schaltet auch nach und nach neue Klamotten für euren Trainer/Trainerin frei, die euch während des Workouts anheizen und anweisen.

Lysanda kann wie geschrieben mit dem Titel absolut nichts anfangen auch, weil selbst die deutsche Version nur eine englische (oder japanische) Sprachausgabe bietet. Sie ist stattdessen voll und ganz Ring Fit Adventure verfallen. Ich aber finde es ein sehr nützliches Kontrastprogramm zum Konurrenztitel. Zum einen natürlich, weil der Trainingsschwerpunkt einfach woanders liegt. Ja, Ring Fit Adventure hat natürlich auch Armübungen. Aber geboxt wird dabei nicht. Und auch die sonstigen Bewegungsabläufe sind stark unterschiedlich und damit auch der Trainingseffekt ein anderer. Entsprechend ist für mich Fitness Boxing kein Ersatz, sondern eine sehr gute Ergänzung/Abwechslung im Trainingsprogramm. Gleichzeitig kommt mir gelegen, dass die Führung durch das Training deutlich strenger ist. Ihr kriegt das Workout (auf Wunsch) vorgegeben und zieht es einfach durch. Kein Firlefanz, keine Entscheidungsfreiheit (=weniger sich selbst betrügen) und als jemand, der lieber in einen Kurs als ins freie Training geht (=weniger Möglichkeiten sich ablenken zu lassen), ist das manchmal genau das Richtige.

Epilog

Ghost Recon: Wildlands (Herstellerbild)

Und das sind sie, meine Top Fünf des Jahres 2021. Was fällt an der Liste auf? Vermutlich, dass kein einziger Ubisoft-Titel drauf ist, obwohl ich doch so viel Zeit mit ihnen verbracht habe. Zwar war für kurze Zeit zumindest Ghost Recon: Wildlands enthalten (Platz 5), es wurde aber dann doch noch durch den zweiten Fitness-Titel verdrängt. Das ist dann auch schon die zweite Feststellung: Ich habe Spaß an Sport gefunden. Okay, soweit würde ich jetzt noch nicht gehen aber zumindest helfen Fitnessspiele eindeutig bei der Motivation und können heutzutage die restliche Sportroutine sehr gut unterstützen. Freue mich schon drauf, wenn ich endlich mal ein VR-Headset habe. Da ist das Angebot ja nochmal größer.

Die dritte Erkenntnis ist hingegen, dass drei der fünf Titel tatsächlich brandaktuell waren und erst 2021 erschienen sind. So aktuell dürfte meine Liste schon seit langem nicht mehr gewesen sein. Andererseits sind mit QUAKE und Psychonauts 2 auch zwei absolute Ausnahmetitel dabei. Und wie ich letztes Jahr schon geschrieben hatte: Spielen von id Software kann ich nie widerstehen. Bei Double Fine wollte ich hingegen schlicht und einfach nach 16 Jahren Wartezeit endlich wissen wie es mit Raz weitergeht. Oder um es einfacher auszudrücken: Ich erwarte nicht, dass die Liste 2022 plötzlich noch aktueller sein wird :smile: .

Nun habe ich euch aber echt genug vollgelabbert. Kommen wir stattdessen zur entscheidendsten Frage des heutigen Eintrags: Wie war euer Spielejahr 2021?

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